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Autor Thema: Ehemaliger Verkäufer - jetzt Fallmanager und Psychologe  (Gelesen 1370 mal)
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Liasanya


Beiträge: 24


« am: 11. Mai 2018, 12:41:59 »

Ich bin seit einem Monat arbeitslos und beim Jobcenter gemeldet. Nun habe ich einen neuen Sachbearbeiter bekommen. Beim ersten Termin stellte er sich vor und erzählte, dass er ursprünglich Verkäufer sei. Er schaute sich meinen Lebenslauf an und stellte fest, dass ich in vielen Bereichen tätig war und ich mich spezialisieren sollte.

Er gab mir einen Flyer von einem Bildungsinstitut mit und ich sollte mich beraten lassen, welche Fortbildung für mich in Frage käme. Gesagt, getan ... Beim nächsten Termin hieß es, dass er nur noch ein knappes Budget hätte, aber noch einen anderen "Kunden" hätte, der eine Fortbildung benötigte. Während des Termins rief die Mitarbeiterin vom Bildungsinstitut an und fragte nach, ob ich an der Fortbildung teilnehmen könne, was sehr peinlich war, da mir der Sachbearbeiter verschwieg, dass das Budget fast aufgebraucht wurde.

Daraufhin sollte ich mich von einem anderen Bildungsträger beraten lassen, der evt. günstiger ist. Wieder gesagt, getan ...

Beim dritten Termin beim "Fallmanager" hieß es plötzlich, dass ich mit meiner Qualifikation vermittelbar wäre. Ich solle mich bei diversen Jobportalen anmelden. Einen Vermittlungsvorschlag habe ich jedoch nicht bekommen.

Er gab mir einen Zettel mit, auf denen Fragen, die in einem Vorstellungsgespräch vorkommen könnten mit. Dann diktierte er mir noch zur besseren Zielsetzung zur Jobsuche ein paar Sätze, die er von einem anderen Blatt ablas, mit der Bemerkung, wer schreibt, der bleibt, anstatt es zu kopieren. Da ich auf dieses Spielchen keine Lust hatte und ich mir dachte, dass er ehe keine Kurzschrift beherrscht, habe ich nur die Hälfte in Steno mitgeschrieben, weil mir das einfach zu doof war. Zuguter letzt sollte ich mir noch ein Buch mit dem Titel "Immun durch positives Denken" bestellen. Was soll der Quatsch?

Ist es überhaupt rechtens jemanden jede Woche ins Jobcenter einzuberufen?

Erfüllt dieser "Fallmanager" überhaupt seine Aufgaben?
 

   

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tleary


Beiträge: 665


« Antworten #1 am: 12. Mai 2018, 03:37:20 »

Erfüllt dieser "Fallmanager" überhaupt seine Aufgaben?
Ganz bestimmt sogar! - Solche durchgeknallten Karrieretypen, die, wenn sie einmal über andere bestimmen dürfen, größenwahnsinnig werden, sind bei den Jobcentern und Arbeitsagenturen höchst willkommen. - Eine spätere Verwendung als "Teamleiter" oder schließlich Chef einer Arbeitsagentur ist ihm sicher.
Wenn es dir irgendwie möglich ist, nimm' einen Beistand zu deinen Besprechungen mit. - Aus welcher Gegend kommst du?

Zitat
jetzt Fallmanager und Psychologe
Bestimmt "Psychologe aus Leidenschaft". Die Typen gehörten doch selbst zum Psycho-Doc. Und am Besten von da aus gleich in die "Geschlossene".
Hätte er nur weiter Smart-TV's oder überteuerte IPhones verkauft, wäre der Menschheit viel erspart geblieben.
« Letzte Änderung: 12. Mai 2018, 03:40:42 von tleary » Gespeichert

"Wir sind nicht hoffnungslose Idioten der Geschichte!"
(Rudi Dutschke, 1967)
Liasanya


Beiträge: 24


« Antworten #2 am: 12. Mai 2018, 18:25:13 »

Danke für deine Antwort. Ich komme aus Offenbach. Das Jobcenter hier ist einfach furchtbar. Ich hatte vor Jahren schon Probleme mit einem Sachbearbeiter und habe einen Bekannten mitgenommen. Danach war ich diesen Sachbearbeiter los. Ich nehme ihn diesmal wieder als Beistand mit.

Der Sachbearbeiter hat dort angefangen, weil er Menschen helfen wollte. Eine Hilfe ist er aber nicht. Dieser "Fallmanager" arbeitet einfach nur unprofessionell.

Vielleicht ist er nur eine gescheiterte Existenz, der sich jetzt als Hobbypsychologe versuchen will.

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tleary


Beiträge: 665


« Antworten #3 am: 13. Mai 2018, 08:24:33 »

Vielleicht ist er nur eine gescheiterte Existenz
Naja, jetzt wohl nicht mehr. Denn "jetzt ist er ja wieder wer".

Zitat
der sich jetzt als Hobbypsychologe versuchen will.
... und dafür reicht's wohl nicht einmal.

Und Vorsicht vor Leuten, die behaupten, sie "wollen dir nur helfen". - Vor allem wenn sie vom Jobcenter oder einer Leiharbeitsfirma sind!
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"Wir sind nicht hoffnungslose Idioten der Geschichte!"
(Rudi Dutschke, 1967)
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