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Autor Thema: Warum soll man als Leiharbeiter in einer DGB Gewerkschaft sein?  (Gelesen 2489 mal)
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Rappelkistenrebell


Beiträge: 2851



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« am: 27. Mai 2018, 19:22:52 »

Immer wieder wird diese Frage kontrovers Diskutiert.Was sind Eurer Meinung die "Pros" und "Contras" ?

Warum soll man als Leiharbeiter in einer DGB Gewerkschaft sein?
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counselor


Beiträge: 3123



« Antworten #1 am: 27. Mai 2018, 20:20:29 »

Weil der ökonomische Kampf um Tagesforderungen und Reformen durchaus Bedeutung hat und Gewerkschaften die zweckmäßigste Organisation der Arbeiterklasse für den ökonomischen Kampf sind. Außerdem sind gewerkschaftliche Kämpfe eine Schule des Klassenkampfs.
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BGS
Polarlicht


Beiträge: 2908



« Antworten #2 am: 28. Mai 2018, 06:42:24 »

Die Frage sollte m. E, besser lauten:

"Warum soll man als DGB-Mitglied auch noch Leiharbeiter sein?"

MfG

BGS

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"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
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Rappelkistenrebell


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« Antworten #3 am: 28. Mai 2018, 17:50:06 »

Eine der weiteren Fragen wäre zum Beispiel,mit welcher Legitimation der DGB für Leiharbeiter "Tarifverträge" mit den Menschenhändlern abschließen kann!Schließlich sind von über 1 Million Leihsklaven nicht einmal 5% in einer DGB Gewerkschaft organisiert.....weiterhin weise ch darauf hin,daß der DGB selber Leiharbeitsfirmen betreibt! Das ist daher so als würden Bordellbesitzer und Zuhälter eine Organisation für Frauenrechte aufmachen......
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Liasanya


Beiträge: 23


« Antworten #4 am: 28. Mai 2018, 22:19:19 »

Das ist eine gute Frage, zumal die Gewerkschaften mit den Leihbuden Knebelverträge für Leiharbeiter abgeschlossen haben. Letztendlich halten sich die Leihbuden noch nicht mal daran, so dass es sich wieder lohnen kann, Mitglied zu sein.
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tleary


Beiträge: 645


« Antworten #5 am: 29. Mai 2018, 09:05:18 »

Dem DGB sollte seine "Tariffähigkeit" - genau wie damals den christlichen Gewerkschaften - abgesprochen werden. Die Leiharbeiter müssten natürlich selbst das Verhandlungsgremium stellen können, aber dafür sind sie zu unorganisiert. Wieso in diesem System da einfach eine x-beliebige Gewerkschaft wie der DGB ohne jegliche Legitimation der Arbeitenden (weniger als 5 % der LA's sind dortLMitglieder!) Löhne und Arbeitsbedingungen aushandeln darf, darauf weiß wohl nur die Klassenjustiz der BRD (= das Bundesverfassungsgericht) eine (unplausible) Antwort.
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Fritz Linow


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« Antworten #6 am: 29. Mai 2018, 22:05:32 »

Weil der ökonomische Kampf um Tagesforderungen und Reformen durchaus Bedeutung hat und Gewerkschaften die zweckmäßigste Organisation der Arbeiterklasse für den ökonomischen Kampf sind. Außerdem sind gewerkschaftliche Kämpfe eine Schule des Klassenkampfs.
Genau so ist es! Eben deswegen trete ich als Leiharbeiter in eine DGB-Gewerkschaft ein. Hoch die Tassen, Klassenkampf.

Ein Eintritt macht nur dann Sinn, wenn man versucht, Einfluss auf die Leiharbeitspolitik zu nehmen und masochistisch veranlagt ist.
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Rappelkistenrebell


Beiträge: 2851



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« Antworten #7 am: 30. Mai 2018, 05:23:26 »

Innerhalb des DGB s kann mal auf die Leiharbeit keinen Einfluß nehmen als Leiharbeiter.Bei VerDi im Fachbereich 13,BESONDERE DIENSTLEISTUNGEN" sind es die sogenannten "Personaldisponenten", die drinne sitzen und den Ton angeben.Diese Menschenhändler sind es auch,die die sogenannten "Tarifverträge" mit der Menschenhändlermafia IGZ ,BAP und wie die Verbrecher sonst noch genannt werden,unterschreiben.

In meiner Stadt haben sogar einige Leiharbeitsfirmen einen Betriebsrat und damit wird sogar geworben.Dieser sogenannte Betriebsrat vertritt aber die Menschenhändler und nicht die Leihsklaven!

Hätten auch in Buchenwald oder Dachau das Personal einen Betriebsrat gehabt und von mir aus sogar Arbeitszeitverkürzung,Bildungsurlaub und sonstige soziale Annehmlichkeiten erwirkt,dadurch wäre es KEINEN EINZIGEN Insassen besser ergangen!
Selbiges für die Leihsklaven der Menschenhändlermafia!
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counselor


Beiträge: 3123



« Antworten #8 am: 30. Mai 2018, 15:26:02 »

Ich glaube nicht, dass man Einfluß auf die Politik der Gewerkschaftsbürokratie nehmen kann. Gewerkschaften sind aber Sammelpunkte des Widerstandes und sicher könnten auch Leiharbeiter eine DGB-Gewerkschaft als Plattform für den Widerstand nutzen. Ähnlich wie es die Amazon-Arbeiter mit Ver.di machen.
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rebelflori


Beiträge: 975


« Antworten #9 am: 30. Mai 2018, 19:00:58 »

"Warum soll man als DGB-Mitglied auch noch Leiharbeiter sein?"
Also es ist ganz gut, wenn man sein Fahrgeld nach bgb, für das Vorstellungsgespräch haben will.
Das musst ich heute machen. Grin Grin Grin
Oder die Vertragsrechtliche Prüfung vor Unterzeichnung des Vertrages.
« Letzte Änderung: 30. Mai 2018, 19:16:30 von rebelflori » Gespeichert
hühnergott


Beiträge: 7



« Antworten #10 am: 31. Mai 2018, 11:22:12 »

Der einzige Vorteil ist der Rechtschutz.
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Fritz Linow


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« Antworten #11 am: 31. Mai 2018, 21:42:16 »

Innerhalb des DGB s kann mal auf die Leiharbeit keinen Einfluß nehmen als Leiharbeiter.Bei VerDi im Fachbereich 13,BESONDERE DIENSTLEISTUNGEN" sind es die sogenannten "Personaldisponenten", die drinne sitzen und den Ton angeben.Diese Menschenhändler sind es auch,die die sogenannten "Tarifverträge" mit der Menschenhändlermafia IGZ ,BAP und wie die Verbrecher sonst noch genannt werden,unterschreiben.

Ganz aktuell gibt es einen Antrag des Fachbereichs 13 Sachsen-Anhalt, dass der DGB die Tarifverträge kündigen und keine neuen mehr abschließen soll. Gäbe es mehr davon, könnte es vielleicht sogar etwas bringen. Man kann also sehr wohl den Einfluss von Dispos in diesem Bereich versuchen einzuschränken und zu vernichten. Das ist halt mühsam und nicht so sahnig wie klassenkämpferische Schaumschlägerei.
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counselor


Beiträge: 3123



« Antworten #12 am: 31. Mai 2018, 23:58:24 »

Ganz aktuell gibt es einen Antrag des Fachbereichs 13 Sachsen-Anhalt, dass der DGB die Tarifverträge kündigen und keine neuen mehr abschließen soll.
Gibt es dazu einen Link?
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Fritz Linow


Beiträge: 1126


« Antworten #13 am: 01. Juni 2018, 00:06:25 »

Gibt es dazu einen Link?
Nö, noch nicht so offensichtlich. Es war aber wohl in Nienburg an der schönen Saale.
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tleary


Beiträge: 645


« Antworten #14 am: 01. Juni 2018, 12:52:04 »

Der einzige Vorteil ist der Rechtschutz.
Den bekommt man glaube ich aber erst nach einem vollen Jahr der Mitgliedschaft, oder?
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(Rudi Dutschke, 1967)
rebelflori


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« Antworten #15 am: 01. Juni 2018, 13:13:14 »

Also soweit ich weiß, hat das nichts mit der Mitgliedsdauer zu tun.
Aber bei denn Freunden die ich dahin vermittelt habe, wahr es auch fast 100 Prozent klar, das sie vor Gericht gewinnen.
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hühnergott


Beiträge: 7



« Antworten #16 am: 03. Juni 2018, 14:12:06 »

Der einzige Vorteil ist der Rechtschutz.
Den bekommt man glaube ich aber erst nach einem vollen Jahr der Mitgliedschaft, oder?
Nein. Der Rechtschutz greift schon nach drei Monaten. Innerhalb der ersten drei Monate
hat man aber Anspruch auf Rechtberatung.
Trotz aller Steine, die die Gewerkschaften mit Ihrer unqualifizierten Tarifpolitik den Leihar-
beitern in den Weg gelegt haben, ist eine Mitgliedschaft dennoch empfehlenswert.
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Fritz Linow


Beiträge: 1126


« Antworten #17 am: 03. Juni 2018, 21:44:08 »

Nein. Der Rechtschutz greift schon nach drei Monaten. Innerhalb der ersten drei Monate
hat man aber Anspruch auf Rechtberatung.
Trotz aller Steine, die die Gewerkschaften mit Ihrer unqualifizierten Tarifpolitik den Leihar-
beitern in den Weg gelegt haben, ist eine Mitgliedschaft dennoch empfehlenswert.
Genau dieser Dienstleistungscharakter und diese Dienstleistungserwartung hat den DGB zu dem gemacht, was er eigentlich schon immer war. Erbärmlich.
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