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Autor Thema: Zeitarbeitsfirma denunziert Arbeitslose beim Jobcenter  (Gelesen 2607 mal)
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Liasanya


Beiträge: 24


« am: 21. Juni 2018, 13:12:02 »

Ich bin gelernte Industriekauffrau. Nun kam Sachbearbeiter beim Jobcenter auf die tolle Idee meinen Lebenslauf an die Zeitarbeitsfirma Top Personal Service, die im medizinischen und pflegerischen Bereich vermittelt, weiter zu leiten. Leider wusste ich zu diesem Zeitpunkt nicht, dass diese Firma nur medizinische Fachkräfte vermittelt. Man hat ja nicht die Möglichkeit im Gespräch gleich zu schauen, welche Jobs vermittelt werden.

Die Personaldisponentin rief mich Tage später an und teilte mir mit, dass sie äußerst selten kaufmännische Kräfte suchen. Ich teilte ihr daraufhin mit, dass ich mich bei Zeitarbeitsfirmen beworben habe, die speziell oder auch im kaufmännischen Bereich tätig sind.

Sie hinterließ mir per Email ihre Kontaktdaten und sagte, ich könne mich ja mal melden. Wann sagte sie nicht und deshalb bewarb ich mich weiterhin bei Zeitarbeitsfirmen, die Positionen in meinem Bereich anbieten.

Beim gestrigen Termin beim Jobcenter erfuhr ich von meinem Sachbearbeiter, dass die Disponentin doch nicht tatsächlich bei ihm angerufen hätte, weil sie auf meinem Anruf vergeblich warte und teilte ihm gleichzeitig mit, dass ich beim Erstkontakt desinteressiert und unmotiviert klang. Dies wurde vom Sachbearbeiter gleich so ausgelegt, dass das prinzipiell bei mir so wäre.

Ich sehe einfach keinen Sinn darin, mich bei einer Firma zu melden, die keine offenen Stellen in der Verwaltung hat, zumal ich keinerlei Berufserfahrung im Büro eines Altenheimes oder Krankenhauses habe, sondern in Industriebetrieben. Da liegen doch Welten auseinander.

Keine Firma zahlt hohe Stundensätze um mich komplett in die Aufgabenbereiche einzuarbeiten, vorausgesetzt die Zeitarbeitsfirma bekommt einen Auftrag in der Verwaltung und ich werde überhaupt eingestellt.

Mir stellt sich hier die Frage, ob die Personaldisponentin nicht gegen datenschutzrechtliche Richtlinien verstößt bzw. hier ihre Kompetenzen überschritten hat, indem sie erzieherische Maßnahmen ergreift, um "faule" Arbeitslose sanktionieren zu lassen, obwohl diese für eine Vermittlung gänzlich ungeeignet sind.

 
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tleary


Beiträge: 692


« Antworten #1 am: 21. Juni 2018, 13:23:28 »

So etwas ähnliches ist mir heute auch passiert: Ich mußte mich neulich aufgrund eines Vermittlungsvorschlags bei einer Leiharbeitsfirma auf eine Lagerstelle bewerben. Ich schickte die Bewerbung dann per Post, ohne eMail-Adresse und Telefonnummer - dachte ich zumindest. Leider hatte ich vergessen, auf dem (vor längerer Zeit geschriebenen) Blatt 2 "Lebenslauf" meine Telefonnummer zu entfernen, was mir leider erst nach Absendung dämmerte. Prompt bekam ich heute einen Anruf. Die Frau drehte mir jedes Wort im Mund um. Ich sagte, daß ich für diese Lagertätigkeit gar nicht die nötige Qualifikation hätte, da ich nicht den geforderten Gabelstaplerführerschein besitze. Daraufhin meinte sie, dies mache nichts, sie hätte auch noch andere Stellen, z.B. in XY-Stadt. Ich sagte dann, ich hätte mich nur auf diese Stellen beworben, und darum gehe es hier nur. Sie sagte dann "Sie sind also nicht an anderen Stellen von uns interessiert. Ich werde das so dem Jobcenter melden". Dann ging es noch etwas hin und her wegen versuchter Richtigstellung, und das Gespräch war schließlich beendet. Mit diesen Typen sollte man wirklich kein Wort per Telefon wechseln.
In den nächsten Tagen kann ich nun mit Sicherheit mit einer "Anhörung" seitens des JC rechnen. - Eines habe ich gemerkt: Diese Dr*cks*cke arbeiten NUR mit Methoden der Einschüchterung und existenziellen Drohung gegenüber ELO's, um ihren beschissen bezahlten Jobs, die niemand haben will, zu besetzen.

Ich bin gelernte Industriekauffrau. Nun kam Sachbearbeiter beim Jobcenter auf die tolle Idee meinen Lebenslauf an die Zeitarbeitsfirma Top Personal Service, die im medizinischen und pflegerischen Bereich vermittelt, weiter zu leiten.
So etwas ist mit Sicherheit nicht zulässig, weil die Bewerbung einzig und allein deine Angelegenheit ist. Willst du von dieser Firma nicht genommen werden, dann laß Telefonnummer und eMail weg, und schicke die Bewerbung (evtl. auch ohne Bild) PER POST an die Fa.. Dann können sie dich wenigstens nicht per Telefon belästigen. Meist verplappert man sich da nämlich (siehe oben!).
« Letzte Änderung: 21. Juni 2018, 13:32:00 von tleary » Gespeichert

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Liasanya


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« Antworten #2 am: 21. Juni 2018, 15:42:19 »

Leider bekomme ich keine VV's von meinem Sachbearbeiter, da er das nicht für sinnvoll hält. Bei Vermittlungsvorschlägen kann man wenigstens zwischen den Zeilen vermitteln, dass die Stelle nicht den Qualifikationen entspricht.

Er rennt lieber zu Leihbuden, die nicht für den gesuchten Bereich suchen, um mich denunzieren zu lassen und seinen Job sichern. 

Aus diesem Grund sollte ich meine Telefonnummer hinterlassen, damit er mir per Telefon Stellen "vorschlagen" kann.

Ich habe ihm zu verstehen gegeben, dass es bestimmt kein gutes Bild abgibt, wenn dort ein Jobcentermitarbeiter mit meinem Lebenslauf auftaucht und mich dort "anbietet". Da wissen die gleich, dass man Hartzer ist, was ich in meinem Lebenslauf ansonsten ganz gut kaschieren kann.

Ich bin überzeugt davon, dass man so Sanktionen herbeiführen will, obwohl dem ELO keine Schuld trifft.

Der letzte Schrei ist jetzt, dass die Arbeitsagenturen sogenannte "Speed Datings" veranstalten, wo die ganzen Leihbuden nach neuem Menschenmaterial suchen können, um sie zu verheizen. Habe leider auch eine Einladung bekommen. Dabei wird auch das Verhalten der "Bewerber" beurteilt. Die ELO's müssen ja noch erzogen werden, damit sie bereit sind zu jeglicher Bedingung und Konditionen bereit sind, bei denen anzuheuern.
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Tiefrot
Rote Socke


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« Antworten #3 am: 21. Juni 2018, 15:56:40 »

Mal eine Frage so ganz nebenbei: Hast du eine EGV unterschrieben ?

Falls ja -----> Arschkarte.

Falls nicht, hast du wenig Ärger damit, eine Sanktion wegzuklagen.
Grade, bei der Vorgehensweise deines SB. Die ist nämlich nicht grade koscher.  Shocked
Manchmal reicht eine erfolgreiche Klage gegen das JC und du hast halbwegs Ruhe.

So weit meine Erfahrung.
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Liasanya


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« Antworten #4 am: 21. Juni 2018, 18:32:06 »

Auf eine EGV hat er verzichtet. Bisher sollte ich aber aller 2 Wochen bei ihm antanzen. Jetzt hat er erst mal Urlaub, so dass ich ein paar Wochen Ruhe habe.

Ich halte die Vorgehensweise meines SB's auch äußerst fragwürdig und ob dadurch nicht gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen verstoßen wird. 
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rebelflori


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« Antworten #5 am: 21. Juni 2018, 20:00:25 »

Leider bekomme ich keine VV's von meinem Sachbearbeiter, da er das nicht für sinnvoll hält. Bei Vermittlungsvorschlägen kann man wenigstens zwischen den Zeilen vermitteln, dass die Stelle nicht den Qualifikationen entspricht.
Könntest du das mal näher beschreiben??
Eigentlich muss man sich doch nur auf VV bewerben, außer die Rechtslage hat sich jetzt drastisch geändert!

Aus diesem Grund sollte ich meine Telefonnummer hinterlassen, damit er mir per Telefon Stellen "vorschlagen" kann.
Das würer ich am deiner Stelle, auf keinen Fall machen.
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Tiefrot
Rote Socke


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« Antworten #6 am: 22. Juni 2018, 15:01:07 »

Zitat
Auf eine EGV hat er verzichtet. Bisher sollte ich aber aller 2 Wochen bei ihm antanzen. Jetzt hat er erst mal Urlaub, so dass ich ein paar Wochen Ruhe habe.
Der erste Teil ist schonmal gut. Allerdings würde mir das mit der Antanzerei gar nicht schmecken.
Ich nehme mal an, du hast eigentlich Besseres mit deiner Zeit anzufangen, oder ?  Wink

Zitat
Ich halte die Vorgehensweise meines SB's auch äußerst fragwürdig und ob dadurch nicht gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen verstoßen wird.
Da kannst du einhaken. Informiere die an höherer Stelle, ob das so richtig ist.
Wenn die aufmerksam werden, hat der Zirkus mitunter ein schnelles Ende.
Ob du dabei einen Deal machst, läuft allerdings in der Kategorie Glücksspiel.
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« Antworten #7 am: 22. Juni 2018, 15:12:23 »

Natürlich könnte ich meine Zeit besser nutzen, vor allem weil nichts dabei herauskommt. Beim letzten Termin saß ich erst mal blöd rum, weil er am telefonieren war.

Es müsste ja heraus zu finden sein, wer der Teamleiter ist. Leider habe ich keine Gesetzesgrundlage gefunden, dann wäre es einfacher.
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Tiefrot
Rote Socke


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« Antworten #8 am: 22. Juni 2018, 15:21:30 »

Teamleiter ? Geh besser noch höher.
So weit ich mich erinnere, gibts eine zentrale Beschwerdestelle.
Ob und was es nutzt, müßte dir jemand erzählen, der sich mit denen mal abgegeben hat.

Das Vorgehen des JC wird im dortigen Alltag durch interne Dienstanweisungen geregelt.
Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, das die solch einen Scheiß verzapfen.
« Letzte Änderung: 22. Juni 2018, 15:23:52 von Tiefrot » Gespeichert

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tleary


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« Antworten #9 am: 22. Juni 2018, 21:53:29 »

Es müsste ja heraus zu finden sein, wer der Teamleiter ist. Leider habe ich keine Gesetzesgrundlage gefunden, dann wäre es einfacher.
Du brauchst gar keine Gesetzesgrundlage (Paragrafen etc.) konkret kennen, um dich zu beschweren. - Schildere einfach deinen Fall, und verweise auf eine eventuelle Verletzung des Datenschutzes und deiner Persönlichkeitsrechte durch deinen Sachbearbeiter (mit Namensnennung!). Kundennummer & Name etc. nicht vergessen anzugeben, alles was da halt verlangt wird. Dadurch bekommt die Sache inen offziellen und konkreten Charakter. Und erwähne auch, daß du mit deinem Sachbearbeiter nicht klar kommst, und gerne einem anderen zugeordnet werden würdest (so nach dem Muster "nunmehr sehe ich das Vertrauensverhältnis zu meinem derzeitigen Sachbearbeiter als zerrüttet, und beantrage die Betreuung durch einen anderen").

Beschwerden kann man hier loswerden:

https://www.arbeitsagentur.de/ueber-uns/anregungen-und-kritik

Direkter Link zur Beschwerdeseite des Jobcenters:

https://con.arbeitsagentur.de/prod/apok/kontakt/de/anregungen-und-kritik/lokales-jobcenter?scope=form

Zitat
von der Webseite:
Was passiert mit Ihrer Rückmeldung?
Bei allen unseren Dienststellen ist ein Kundenreaktionsmanagement eingerichtet. Es handelt sich hierbei um eine eigenständige und neutrale Anlaufstelle für Kunden, die sich mit Beschwerden, Lob, Anregungen und Kritik an uns wenden.

Würde ich einmal versuchen. Schildere deinen Fall. Reagieren müssen sie in irgendeiner Form auf jeden Fall darauf. Kannst die Antwort ja anonymisiert hier veröffentlichen. Wäre sicher auch für andere,  sich von der BfA ungerecht behandelt fühlende ELO's (und davon gibt's viele), interessant zu sehen was da "hinten" dabei herauskommt.

Edit:
Ich habe nun einmal in eigener Sache diese Beschwerdeseite genutzt. Zwar wegen einer eher banalen Sache, aber... einmal sehen. Werde berichten, ob und wann ich eine Antwort (per Post) bekam. - Wenn einem schon ein relativ unkomplizierter Beschwerdeweg ermöglicht wird, sollte man den auch nutzen.
« Letzte Änderung: 23. Juni 2018, 01:49:41 von tleary » Gespeichert

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(Rudi Dutschke, 1967)
dagobert


Beiträge: 4732


« Antworten #10 am: 25. Juni 2018, 01:30:09 »

Ich bin gelernte Industriekauffrau. Nun kam Sachbearbeiter beim Jobcenter auf die tolle Idee meinen Lebenslauf an die Zeitarbeitsfirma Top Personal Service, die im medizinischen und pflegerischen Bereich vermittelt, weiter zu leiten.
Der Bezug von Sozialleistungen unterliegt dem Datenschutz und darf Dritten gegenüber nicht ohne wichtigen Grund offenbart werden.
---> § 67d SGB X
Beim gestrigen Termin beim Jobcenter erfuhr ich von meinem Sachbearbeiter, dass die Disponentin doch nicht tatsächlich bei ihm angerufen hätte, weil sie auf meinem Anruf vergeblich warte und teilte ihm gleichzeitig mit, dass ich beim Erstkontakt desinteressiert und unmotiviert klang.
Warum solltest du interessiert sein, wenn die nichts für dich hat und dir nur deine Zeit stiehlt?  Roll Eyes
Ohne regulären VV hat er es aber schwer mit einer Sanktion.
Ich sehe einfach keinen Sinn darin, mich bei einer Firma zu melden, die keine offenen Stellen in der Verwaltung hat, zumal ich keinerlei Berufserfahrung im Büro eines Altenheimes oder Krankenhauses habe, sondern in Industriebetrieben.
Mach dem Typen das mal klar, und weise ihn nachdrücklich auf die Datenschutz vorschriften hin. Die Vermittlung in Arbeit geht auch ohne den Alg2-Bezug offenzulegen.
Hilft das nichts, informiere den zuständigen Datenschutzbeauftragten.
Optionskommunen: Landesdatenschutzbeauftragter
gemeinsame Einrichtungen: Bundesdatenschutzbeauftragte
Mir stellt sich hier die Frage, ob die Personaldisponentin nicht gegen datenschutzrechtliche Richtlinien verstößt
In der Tat waren Bewerbungen früher mal vertraulich.
Und hier liegt wohl nicht mal eine richtige Bewerbung vor.

Eines habe ich gemerkt: Diese Dr*cks*cke arbeiten NUR mit Methoden der Einschüchterung und existenziellen Drohung gegenüber ELO's, um ihren beschissen bezahlten Jobs, die niemand haben will, zu besetzen.
Anders funktioniert dieses System nicht.

Ich habe ihm zu verstehen gegeben, dass es bestimmt kein gutes Bild abgibt, wenn dort ein Jobcentermitarbeiter mit meinem Lebenslauf auftaucht und mich dort "anbietet". Da wissen die gleich, dass man Hartzer ist, was ich in meinem Lebenslauf ansonsten ganz gut kaschieren kann.
Siehe oben: Datenschutz

Mal eine Frage so ganz nebenbei: Hast du eine EGV unterschrieben ?

Falls ja -----> Arschkarte.
So absolut würde ich das nicht sehen.
Es käme vielmehr drauf an, was in der EGV drin steht.

Bisher sollte ich aber aller 2 Wochen bei ihm antanzen.
Dafür braucht er aber einen triftigen Grund, welcher dein persönliches Erscheinen erforderlich macht.

Vielleicht kannst du ja hier was rausziehen, auch wenn es sich nicht explizit auf Meldetermine bezieht:
Zitat
Die aufschiebende Wirkung des Widerspruchs war auch deswegen anzuordnen, weil objektive Gründe für die festgelegte Pflicht, einmal wöchentlich zu einer festen Uhrzeit Eigenbemühungen nachzuweisen, nicht mitgeteilt werden und auch sonst nicht ersichtlich sind. Es ist nicht erkennbar, welches objektiv nachvollziehbare Anliegen hinter einer so kurzen Nachweisfrequenz steckt, so dass der Verdacht auf den Versuch einer Gängelung sich aufdrängt. Für den Nachweis von insgesamt gescheiterten Eigenbemühungen erscheint aus Sicht der Kammer eine monatsweise Meldung ausreichen (vgl. zur Unbedenklichkeit einer monatsweisen Verpflichtung des Nachweises von Eigenbemühungen Landessozialgericht für das Land Nordrhein-
Westfalen, Beschluss vom 13. Juni 2016 – L 19 AS 878/16 B ER, L 19 AS 879/16 B –, Rn. 6, juris).
SG Karlsruhe, Beschluß vom 7.11.2016, S 4 AS 3633/16 ER

Ob und was es nutzt, müßte dir jemand erzählen, der sich mit denen mal abgegeben hat.
Da sind die Meinungen geteilt.
Die einen finden das ganz toll, die anderen ... eher weniger.
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Liasanya


Beiträge: 24


« Antworten #11 am: 25. Juni 2018, 12:24:59 »

@dagobert
Ich habe keine EGV unterschrieben. Es gibt keinerlei schriftlichen Nachweis, dass ich mich dort bewerben soll. Da der Sachbearbeiter meinen Lebenslauf bei dieser Leihbude eingereicht hat, habe ich mich dort noch nicht mal beworben.

Warum ich aller 2 Wochen dort antanzen soll, weiß ich nicht. Ich bekomme keine VV's oder ähnliches. Eigenbemühungen muss ich auch nicht schriftlich vorweisen.   
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Onkel Tom


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« Antworten #12 am: 23. Juli 2018, 00:06:24 »

Das muffelt ganz stark nach persönlicher Vorteilsnahme des SB..

Scheinbar will SB sein "Erfolgskonto" konkurenzlos befüllen oder hat seine
eigene Liste von Leihbuden, mit der SB eventuell außerhalb seiner Arbeitszeiten
Kontakte pflegt, spich Doppeltes Lottschien hegt. Was anbei an "Werbegeschenke"
fließt, bleibt ja anhand seiner "Privatarbeit" im Dunkeln..

Jedenfalls überzieht SB im JC seine Kompetenzen und verstößt gegen die
Datenschutzbesimmungen..
Das SB keine Standardregelungen wie EGV-Verhandlungsphase und die Ausgabe
von VV einschlägt, macht ihn wegen seiner eigenen Vorgehensweisen verdächtig..

Ist das ein reiner Arbeitsvermittler oder ein Fallmanager, der mehr Zeit für seine
Kunden hat ?

Eine Beschwerde macht auf jeden Fall Sinn, da SB dir so derart in Deinen Bewerbungs-
bemühungen rumpfuscht, das man auch vermuten kann, dich in die Sanktionsfalle zu
manövibrieren..
Anbei ist bei solchen Fällen schon herausgekommen, das sich ein SB in Bremen
Sanktionsbeträge selbst auf Tasche gezogen hat und im JC-Apparat war nix von
Sanktionen der Betroffenen bekannt..

Ich würde versuchen, weitere Betroffene a la "Du hast auch diesen SB ? Können wir
gleich nach dem Du fertig bist ein Kaffee trinken ?" Kontakt aufnehmen und darüber
austauschen, ob weitere die gleiche Nummer erleben müssen..

Wenn das so ist, könnte es sein, das an meinen Vermutungen etwas dran sein könnte.
Erhärtet sich der Verdacht durch 2 und mehr Betroffene, kann man diesen SB mit
Freuden ordendlich aus dem JC kicken..

Sehr Rätzelhaft..  Roll Eyes
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Liasanya


Beiträge: 24


« Antworten #13 am: 23. Juli 2018, 15:30:40 »

Der JC-Mitarbeiter ist Arbeitsvermittler. Eine Sanktion habe ich nicht bekommen und das Problem mit dieser Leihbude ist inzwischen geklärt.

Da ich keinerlei EGV unterschrieben habe, wäre eine Sanktion rechtswidrig.
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Onkel Tom


Beiträge: 3714



« Antworten #14 am: 23. Juli 2018, 20:39:12 »

Oki, aber nimm deine Suche nach einem Job besser selbst in die Hand..
Kann doch nicht sein, das SB dich so bedrängelt und du weißt nicht,
an wem dein Lebenslauf als nächstes geht..

So, was Du hier beschreibst ist unüblich, es sei denn, das Du schon
mehrfach in deinen Bewerbungsbemühungen negativ aufgefallen bist.

Wenn dem so ist, nehmen SBs von mehr Controllig Gebrauch und
halten den Bewerber mit verschärften Nachweisverpflichtungen auf
Trapp..
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Lass Dich nicht verhartzen !
Liasanya


Beiträge: 24


« Antworten #15 am: 26. Juli 2018, 14:20:24 »

Ich bin diesbezüglich nicht negativ aufgefallen. Meine Bewerbungsbemühungen teile ich nur mündlich mit. Im Grunde genommen, könnte ich da irgendwas erzählen.

Bisher habe ich meine Stellen immer selbst gefunden. Ich habe eher den Eindruck, dass man die ELO's gar nicht vermitteln will und die ganze Verantwortung, einen Job zu finden, auf dem ELO selbst liegt.
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tleary


Beiträge: 692


« Antworten #16 am: 13. August 2018, 10:47:39 »

Edit:
Ich habe nun einmal in eigener Sache diese Beschwerdeseite genutzt. Zwar wegen einer eher banalen Sache, aber... einmal sehen. Werde berichten, ob und wann ich eine Antwort (per Post) bekam. - Wenn einem schon ein relativ unkomplizierter Beschwerdeweg ermöglicht wird, sollte man den auch nutzen.
So, es gibt neues zu berichten vom Online-Beschwerdemanagement:
Letzten Freitag war eine Einladung (sanktionsbewehrt!) in meinem Briefkasten von der Leistungsabteilung. Mit der hatte ich das letzte Mal persönlich zu tun, als ich Hartz-IV beantragte (war vor 2 1/2 Jahren). In der Einladung stand auch nichts drin, was man mitbringen sollte - außer dem Schreiben selbst und dem Personalausweis.
Jedenfalls stellte sich beim Gespräch heraus, daß es um meine Beschwerde von Mitte Juni ging. Das ist nun schon 3 Monate her, und ich hatte das schon fast "ad acta" gelegt, nahm an, daß JC hätte das unter den Tisch fallen lassen.

Konkret ging es um die nicht ausreichende Fahrtkostenerstattung bei Nutzung des eigenen Pkw's. Die Antwort lautete kurz und bündig: Das JC beabsichtigt nicht, die Kilometerpauschale von momentan 20 Cent/km auf 30 (wie ich forderte) zu erhöhen. Begründet wurde das mit der Orientierung am Bundesbesoldungsgestz. - Aber das ganze wusste ich schon.

Ich wand beim Gespräch ein, daß, wenn sowieso nichts wesentlich neues dabei herauskommt, mir das JC diese Nachricht auch einfach schriftlich hätte mitteilen können. So haben sie mich um 7 Uhr aus dem Bett gehau'n, war incl. Wartezeiten 2 Stunden unterwegs... - für was? Genau, NIX!

Außerdem wurde argumentiert: "Ja, man würde Beschwerden immer sehr ernst nehmen, und ich wäre sowieso der erste (!) bei dieser Agentur gewesen, der das gemacht hätte. Und man hätte mir das Ergebnis eben gerne persönlich mitgeteilt." Wie gesagt: sanktionsbewehrt. Wäre ich nicht erschienen, hätte ich eine 30 %ige Sanktion verhängt bekommen.

Was für ein Schwachsinn! - Aber von der AfA kann man wohl auch nichts anderes erwarten. Eines ist mir dabei wieder klar geworden: Diese staatliche Institution gehört wegen totaler Sinnlosigkeit, massiver Ineffizienz und jährlicher Milliardenksoten SOFORT ABGESCHAFFT !
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(Rudi Dutschke, 1967)
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