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Autor Thema: Erhöhung des Grades der Behinderung wegen neu aufgetretener Gesundheitsstörungen  (Gelesen 925 mal)
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Kunta


Beiträge: 121


« am: 30. September 2018, 13:03:28 »

Hallo zusammen, da bin ich mal wieder.

Wer weis etwas über den Antrag auf Erhöhung des GbB? Bisher habe ich einen GdB 30 wegen Lendenwirbelsyndrom und mittelschwerer Depression.

Ich habe aber mittlerweile die Sicherheit, dass ich ADHS habe und eine Persönlichkeitsstörung - beides will ich angeben, aber meinen alten GbB behalten.

Auf dem mir im Jobcenter ausgehändigten Formular steht:

"[...]Ich beantrage die Erhöhung des Grades der Behinderung (GbB) wegen .... neu aufgetretener Gesundheitsstörungen[...]"

...das werde ich genauso angeben in der Hoffnung, dass die alten Gesundheitsstörungen, die nach wie vor vorhanden sind, behalten darf.

Dann folgt der Punkt II.

Angaben über die Gesundheitsstörungen/Erklärungen (dort gebe ich unter Punkt 1 die neuen Störungen an und unter Punkt 2 kreuze ich an "nein"...denn ich will ja meinen alten GdB behalten....

Gehe ich hier richtig, dass dann auch nur die neuen Gesundheitsstörungen untersucht werden? Was denkt ihr.

Vorab unterrichte ich natürlich, wie auf dem Formular steht, meinen Psychiater von diesem Vorhaben, und warte auf seine Meinung. Er ist diese Woche im Urlaub, aber nächste Woche wieder erreichbar.

Vielleicht gehe ich sogar direkt zu seiner Sprechstunde, aber die Sache eilt ja nicht. Ich habe am 29.10. einen Termin bei ihm - da kann ich die Sache immer noch ansprechen, wenn ich nicht vorher anrufe.

 Übrigens ist interessant, aber die Person, die mir auf dem Jobcenter zu diesem Schritt geraten hat scheint keine Ahnung vom Formular zu haben, dass sie mir ausgehändigt hat - auf meine Frage ob ich mit meinem Arzt reden müßte - in diesem Fall dem Psychiater - verneinte sie, aber es steht ganz klar und deutlich auf dem Formular, dass man erst mit seinem Arzt (oder Psychiater) reden soll, bevor man diesen Schritt geht. Gruß Kunta
« Letzte Änderung: 03. Oktober 2018, 17:01:01 von Kunta » Gespeichert
Hartzhetzer


Beiträge: 633


WWW
« Antworten #1 am: 25. Oktober 2018, 04:02:15 »

Ich habe eine eine Behinderung mit GdB 50, anfangs war ich bei GdB 40. Wenn bei dir Depressionen mit im Spiel sind, dann suche mal das sich bei dir in nächster Nähe befindliche Psychosoziale Gemeindezentrum auf. Dort verlangst du einen Sozialarbeiter, der kann dir mit dem Antrag helfen. Für die im Antrag verlangte ärztliche Diagnose ist ein Psychiater dort mit vor Ort.
Jedoch lasse dir gesagt sein das dir ein GdB von 30 nichts bringt, bei 50 hat man wenigsten ein Mitbestimmungsrecht am Arbeitsplatz, einen Behindertenausweis und ist schwerer zu kündigen.
Mehr bringt dir aber selbst ein GdB von 50 nicht. Um wirkliche Vorteile aus einer Behinderung zu ziehen, musst schon zu den Edelbehinderten mit Zusatzvermerk im Ausweis gehören.
Wenn zum Beispiel ein G für Gehbehindert im Ausweis steht (du also im Rollstuhl sitzt) ist die bürgerliche Gesellschaft sogar so großzügig dich kostenlos den öffentlichen Nahverkehr nutzen zu lassen (weil du dann sowieso nicht mehr viel davon hast). Wenn du einen Vermerk für Taub oder Blind im Ausweis hast brauchst du keine Rundfunkgebühren mehr bezahlen, denn dann bringt dir Fernsehen nicht mehr viel.
Mit Edelbehinderung meine ich nicht das ich genannte Personengruppen beneide oder ihnen ihre Zusatzvermerke im Behindertenausweis nicht gönne, sondern das es sich um gesellschaftlich akzeptierte Behinderungen handelt. Gesellschaftlich akzeptiert sind Behinderungen nicht wenn sie in einem Ausweis oder Zertifikat stehen, sondern wenn selbst konservative Hardliner mit autoritärer Persönlichkeit der Meinung sind das du wirklich eine Krankheit hast (da man es dir sofort ansieht) und dich nicht nur vor der Arbeit drücken willst um von ihren blöden Steuergeldern zu leben.

mfg
« Letzte Änderung: 25. Oktober 2018, 04:10:36 von Hartzhetzer » Gespeichert

Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.
- Albert Einstein -

Jedoch ist das genau das, was in einer Marktwirtschaft Alternativlos ist.
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