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Autor Thema: Aufhebungsvertrag oder Kündigung?  (Gelesen 43839 mal)
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nontestatum


Beiträge: 202



« Antworten #25 am: 13. September 2008, 07:11:02 »

Wenn jemand am Arbeitsplatzverlust mitwirkt, und dies tut er, wenn er einen Aufhebungsvertrag unterschreibt, dann drohen grundsätzlich Leistungssperren und Sanktionern.

Beim Wechsel in ein anderes Arbeitsverhältnis sollte man  beachten, dass man seine Bedürftigkeit erhöht, wenn man

- von einem unbefristeten Arbeitsverhältnis in ein befristetes Arbeitsverhältnis wechselt,

- von einem besser bezahlten Arbeitsverhältnis in ein schlechter bezahltes Arbeitsverhältnis wechselt.

Ein Problem kann man lösen, indem man die Agentur bzw. ARGE anpricht, das Problem vorträgt, bei der Entscheidung mitwirken lässt und sich grünes Licht holt.
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Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter. angry
NeverMan


Beiträge: 6


« Antworten #26 am: 13. September 2008, 17:18:39 »

Ich habe halt einen unbefristeten Vertrag, verdiene sehr wenig. Und da sich in naher Zukunft bei mir was ändert suche ich eine Arbeit mit mehr Geld.

So, nun habe ich die Möglichkeit eine Arbeit mit mehr Verdienst zu bekommen. Jedoch zu anfangs mit Probezeit ist ja normal.


Meine Frage war: wenn ich in der Probezeit nicht übernommen werde, was passiert dann? Ist es eine ganz normale Geschichte, wo ich dann zu ARGE gehen kann und ganz normal ohne Sperre Geld bekomme?

(hoffe natürlich das es nie passiert, deswegen wechsle ich ja nicht)
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jobless0815


Beiträge: 1009


« Antworten #27 am: 13. September 2008, 19:42:58 »

Zitat
Original von NeverMan
Ich habe halt einen unbefristeten Vertrag, verdiene sehr wenig. Und da sich in naher Zukunft bei mir was ändert suche ich eine Arbeit mit mehr Geld.

So, nun habe ich die Möglichkeit eine Arbeit mit mehr Verdienst zu bekommen. Jedoch zu anfangs mit Probezeit ist ja normal.


Meine Frage war: wenn ich in der Probezeit nicht übernommen werde, was passiert dann? Ist es eine ganz normale Geschichte, wo ich dann zu ARGE gehen kann und ganz normal ohne Sperre Geld bekomme?

(hoffe natürlich das es nie passiert, deswegen wechsle ich ja nicht)

Hm, wenn du dein Gehalt nicht aufstocken lassen musst,
dann wäre die Bundesagentur zuständig, nicht die ARGE... .

Also rechtlich kann ich das nicht abschließend beurteilen: aber es kann doch keinem verboten werden, eine neue, besser bezahlte Arbeit zu suchen, das ist doch das Normalste der Welt. Statt zur ARGE/BA und um Erlaubnnis zu fragen, höchstens eine Beratung bei einem Arbeitslosenzentrum in Anspruch nehmen. Gibt es normalerweise in jeder größeren Stadt.

Ob du du die alte Arbeit per Aufhebunsgvetrag oder Kündigung beendest hängt ja auch davon ab, ob der AG dich früher rauslässt, also vor Ablauf der Kündigungsfrist.

Meiner Meinung nach, ist die Frage in diesem !! Fall aber unerheblich, weil du eine neue Stelle hast. GGfs sähe es anders aus, wenn die neue Stelle von vornherein befristet wäre und das noch bei kurzer Dauer. Aber eine Probezeit ist völlig normal.
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MisterGrey


Beiträge: 26


« Antworten #28 am: 01. Juni 2015, 10:08:39 »

Hi,

zu den großten Dummheiten, die man/frau als ArbeitnehmerIn machen kann, gehört die Unterschrift unter einen Aufhebungsvertrag.

Grundsätzlich läßt man sich immer, immer, immer vom Arbeitgeber kündigen, man unterschreibt NIEMALS einen Aufhebungsvertrag.

Niemals.  N  i  e  m  a  l  s !!!!!! Capisce?Huh? Ok???
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Begründung:[/b]
Wenn Cheffe kündigt, kann man binnen drei Wochen mit Hilfe der Gewerkschaft oder, was besser ist, mit Hilfe eines Fachanwaltes für Arbeitsrecht (zu. finden z.B. unter www.anwalt24.de) auf Erhalt des Arbeitsplatzes klagen, und bekommt ihn bestenfalls zurück, oder aber man bekommt ne ordentliche Abfindung.

Unterschreibt man einen Aufhebungsvertrag, ist der Cheffe den/die Arbeitnehmer/in ohne viel Aufhebens los geworden, und zudem hagelt es auch noch ne Sperre vom Arbeitsamt, wenn man nicht direkt nen neuen Job hat, was bei über 10.000.000 Erwerblosen in Deutschland ähnlichen chancenreich ist, wie 5 Richtige im Lotto mit Zusatzzahl...

Also Leute: Ohren steif in den Wind, und Finger weg von Aufhebungsverträgen und anderen Unterschriften unter schädliches Zeug

Wer von Euch ne Unterschrift will, muß Euch Gelegenheit geben, erstmal in aller Ruhe und nötigenfalls unter Beiziehung einer sachkundigen Person  einen Vertrag zuhause in Ruhe durchzulesen und sich ggf. beraten zu lassen, ob man den Vertrag unterschreiben soll.



Zwei Ausnahmen gibt es aber:  1. Wer definitiv vor hat, sich selbstständig zu machen  2. Wenn man kurz vor der Rente steht und ein solcher Vertrag gehaltsbezugsähnliche Abfindungsleistungen vorsieht
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tleary


Beiträge: 338


« Antworten #29 am: 16. Mai 2017, 11:35:38 »

Ich hatte damals (vor 5 Jahren) einen Aufhebungsvertrag unterschrieben, und bekam trotzdem keine Sperre verhängt. Die Begründung der Arbeitsagentur war, daß meine damalige Abfindung (1 Monatsgehalt pro Jahr Zugehörigkeit) oberhalb der üblichen "gesetzlichen" (1/2 Monatsgehalt pro Jahr der Betriebszugehörigkeit) gewesen wäre. Somit war es erlaubt, sich mit diesem Vertrag einverstanden zu erklären. Allerdings wurde die Niederlassung auch aufgelöst, sodaß ich gar keine Alternative hatte.
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