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Autor Thema: Hermes  (Gelesen 18505 mal)
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Kuddel


Beiträge: 11229


« Antworten #25 am: 05. April 2013, 20:45:36 »

Paketdienst Hermes
Die unmenschlichen Arbeitsbedingungen der Zusteller

In kaum einer Branche herrschen so schlechte Zustände für Arbeiter, wie bei den Paketdiensten. Nach einem sternTV-Bericht versprach ein Hermes-Vertreter Verbesserungen. Was hat sich getan?
http://www.stern.de/tv/paketdienst-hermes-die-unmenschlichen-arbeitsbedingungen-der-zusteller-1992782.html
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« Antworten #26 am: 30. Oktober 2013, 15:44:44 »

Zitat
Hermes-Subunternehmer macht sich aus dem Staub

Nach der abrupten Schließung eines Hermes-Depots bei Emmendingen kommen neue Details ans Licht: Der Subunternehmer hat sich abgesetzt, ohne seine Mitarbeiter zu bezahlen. Tausende Pakete blieben liegen.
....
....
Hermes-Sprecher: "Das sind nicht unsere Leute"

Die Mitarbeiter waren bei ihm angestellt, nicht bei Hermes – der Logistikkonzern arbeitet häufiger mit Subunternehmern zusammen. "Das sind nicht unsere Leute", sagt Hermes-Sprecher Martin Frommhold. "Wir sind den Verpflichtungen aus unserem Vertragsverhältnis nachgekommen", sagt er. Das bedeute zum Beispiel, dass sein Unternehmen für den September einen sechsstelligen Betrag an den Subunternehmer überwiesen habe – Geld, von dem üblicherweise die Gehälter bezahlt werden.
....


Quelle: Badische Zeitung

Zitat
Das SAT wurde erst vor wenigen Wochen mit 100 von 100 Punkten als bestes SAT Deutschlands zertifiziert.

https://hermespaketfahrer.wordpress.com/


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Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti
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« Antworten #27 am: 30. Oktober 2013, 15:46:47 »

Hmtja, was der Subbi da veranstaltet hat, ist absolut keine Hermes-Reklame.
Hoffentlich wird der etwas klüger daraus.  Roll Eyes
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Denke dran: Arbeiten gehen ist ein Deal !
Seht in den Lohnspiegel, und geht nicht drunter !

Wie bekommt man Milllionen von Deutschen zum Protest auf die Straße ?
Verbietet die BILD und schaltet Facebook ab !
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« Antworten #28 am: 30. Oktober 2013, 17:56:19 »

Dieses Geschwätz ist unerträglich, "Das sind nicht unsere Leute", überall nur noch Floskeln, am Ende können wir ja mal wieder boykottieren, denn nur durch die Kunden kann so etwas entstehen, vielleicht sind aber auch die betrogenen Fahrer an ihrer Ausbeutung selbst Schuld, es gibt sooo viele möglich Schuldige, nur der Leistungsträger "Hermes" kanns nicht sein.
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Kuddel


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« Antworten #29 am: 29. Juni 2017, 16:05:41 »

Zitat
Streiks bei Hermes

Im Einzel- und Versandhandel in Haldensleben und im Raum Dresden wird Dienstag die Arbeit niedergelegt.


Dresden/Haldensleben (dpa) l Mitarbeiter im Einzel- und Versandhandel legen am Dienstagmorgen im Raum Dresden und im sachsen-anhaltischen Haldensleben (Landkreis Börde) die Arbeit nieder. Wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte, streiken Mitarbeiter des Onlinehändlers Hermes in Haldensleben seit vier Uhr. Rund um Dresden wollen Mitarbeiter von Kaufland, Ikea, H&M, Esprit und fünf Obi-Baumärkten um sieben Uhr mit dem Streik beginnen.

Während im Raum Dresden am Dienstag bereits der sechste Tag in Folge gestreikt wird, ist es für die Mitarbeiter in Haldensleben der erste Tag. Die Gewerkschaft fordert höhere Löhne und Ausbildungsvergütungen. Außerdem sollen Tarifverträge für alle Beschäftigten gelten und für ein Jahr abgeschlossen werden. Am kommenden Montag sollen die nächsten Verhandlungen stattfinden. Am vergangenen Montag und Samstag hatten Mitarbeiter des Onlineversandhandels Amazon in Leipzig die Arbeit niedergelegt. An dem Streik am Dienstag sind sie nach Verdi-Angaben nicht beteiligt.
https://www.volksstimme.de/deutschland-welt/wirtschaft/arbeitsniederlegung-streiks-bei-hermes
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Kuddel


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« Antworten #30 am: 26. November 2017, 21:17:01 »

Zitat
Streik bei Hermes in Friedewald



Friedewald. Nach einem Aufruf der Gewerkschaft Verdi haben Mitarbeiter des Zentralumschlags des Logistikers Hermes in Friedewald am Freitag schichtübergreifend für zwei Stunden die Arbeit niedergelegt.

Die Tarifverhandlungen im privaten Transport- und Verkehrsgewerbe waren Anfang November abgebrochen worden.

Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine lineare Erhöhung der Löhne um 6,5 Prozent, die Einführung von Erfahrungsstufen und eines 13. Monatsgehalts sowie die Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 150 Euro.
https://www.hersfelder-zeitung.de/lokales/schenklengsfeld-friedewald/friedewald-ort746901/streik-bei-hermes-in-friedewald-9372144.html
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Kuddel


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« Antworten #31 am: 30. November 2017, 15:39:16 »

Zitat
Erneut Streik bei Hermes in Friedewald

30.11.17

Freidewald. Vor der dritten Verhandlungsrunde im privaten Transport- und Verkehrsgewerbe in Hessen erhöht die Gewerkschaft Verdi nochmals den Druck.

Warnstreiks gibt es am Donnerstag unter anderem beim Logistiker Hermes in Friedewald. Die Gewerkschaft fordert in der Tarifrunde 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt bei einer Laufzeit von 12 Monaten, die Einführung eines 13. Monatsgehalts, ebenso die Einführung von Erfahrungsstufen für langjährig Beschäftigte sowie 150 Euro mehr Ausbildungsvergütung je Ausbildungsjahr.

Das Angebot der Arbeitgeber aus der zweiten Runde vom vergangenen Freitag sieht laut Pressemitteilung vor allem einen Nullmonat weniger vor. So solle es zwei statt drei Monate ohne Gehaltserhöhung geben. Die Einführung eines 13. Monatsentgeltes lehnen die die Arbeitgeber laut Verdi weiterhin ab.

Zum privaten Verkehrs- und Transportgewerbe in Hessen zählen auch Betriebe der Logistik, Lagerei, Möbeltransporte, Zulieferbetriebe und Speditionen. Nach Schätzungen von Verdi sind in der Branche hessenweit circa 50 000 Menschen beschäftigt.
https://www.hersfelder-zeitung.de/lokales/schenklengsfeld-friedewald/friedewald-ort746901/erneut-streik-bei-hermes-in-friedewald-9409167.html
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Fritz Linow


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« Antworten #32 am: 30. November 2017, 19:52:44 »

Zitat
29.11.17
Ermittlungen gegen Hermes-Servicepartner

Großrazzia bei Servicepartnern des Paketdiensts Hermes: Mehr als 300 Mitarbeiter von Zoll und Bundespolizei haben Anfang vergangener Woche in Nordrhein-Westfalen 24 Geschäftsräume und Wohnungen leitender Mitarbeiter durchsucht und dabei nach Angaben der Staatsanwaltschaft Köln umfangreiche Unterlagen sichergestellt.(...)
https://www.eurotransport.de/news/grossrazzia-von-zoll-und-bundespolizei-ermittlungen-gegen-hermes-servicepartner-9826698.html

Kleiner Auszug aus den Ehrungen für Michael Otto:
Zitat
Am 30. November 2006 erhielt er auf Vorschlag des Bundespräsidenten Horst Köhler das Große Verdienstkreuz mit Stern. Damit wurde seine Bereitschaft geehrt, gesamtgesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, sowie sein persönliches Engagement im ökologischen und sozialen Bereich.
https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Otto
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Kuddel


Beiträge: 11229


« Antworten #33 am: 12. Juni 2018, 14:35:54 »

Wenn man das Wort "Hermes" googelt, versinkt man sofort in einem kriminellen Sumpf...

2017:
Zitat
WDR Ermittlungen gegen Hermes-Subunternehmer nach WDR-Recherchen

 Andreas Mossyrsch, Vorstand von Camion Pro recherchiert Undercover mit dem WDR: Dreihundert Einsatzkräfte von Polizisten, Zoll und Kripo gehen gegen Hermes-Subunternehmer vor. Hausdurchsuchungen und Festnahmen an über 24 Objekten. Die Bundespolizei in Nordrhein-Westfalen hat 24 Objekte durchsucht und 13 osteuropäische Paketfahrer, die für Subunternehmer des Logistikkonzerns tätig waren, vorübergehend festgenommen. Die Polizei hatte die Ermittlungen aufgrund eines Hinweis eines Fernsehjournalisten aufgenommen. Der Autor, der für den Westdeutschen Rundfunk (WDR) eigentlich nur eine Dokumentation über die Arbeitsbedingungen bei deutschen Paketdiensten drehen wollen. Holte sich Hilfe beim Berufsverband Camion Pro
https://www.camionpro.de/camionpro-de/index.php/news/pressespiegel/86-wdr-29-11-2017

WDR Bericht: https://www1.wdr.de/nachrichten/razzia-paketdienste-100.html

Zitat
Warenstrom außer Kontrolle
DHL, Hermes und Co. im Zustellchaos

Die Anzahl an versendeten Paketen steigt ins Extreme - gerade zur Weihnachtszeit. Das trifft nicht nur die Zusteller, sondern vor allem die Empfänger.


Der WDR berichtete nach einer groß angelegten verdeckten Recherche vor Kurzem sogar von illegalen Praktiken mit osteuropäischen Kräften mit Bezahlung weit unter Mindestlohn im Umfeld von Subunternehmen und löste damit eine Groß-Razzia von Zoll und Polizei aus. Die Gewerkschaft Verdi fordert schon länger, die Zahlung von Sozialbeiträgen auch in Sub-Unternehmen durch eine gesetzliche Haftungsvorschrift zu sichern.

Viel Ärger über die Paketboten – allerdings rät die Verbraucherzentrale dazu, beide Seiten des Problems zu sehen: Einerseits regten Kunden sich zu Recht über zerquetschte Pakete auf und kritisierten Sendungen, die so spät ankommen, dass etwa ein Blumenstrauß längst verdorrt ist. Andererseits kämpfen manche Zusteller um das wirtschaftliche Überleben
https://www.weser-kurier.de/deutschland-welt/deutschland-welt-wirtschaft_artikel,-dhl-hermes-und-co-im-zustellchaos-_arid,1676341.html

Zitat
Illegale Paketboten für Hermes - Netzwerk fliegt bei Razzia in Thüringen auf



Bei einer Razzia im Kreis Gotha hat die Polizei ein Netzwerk illegal eingewanderter Paketboten auffliegen lassen. Rund 160 Beamte der Bundespolizei hatten seit Dienstagmorgen in Gierstädt (Kreis Gotha) einen Wohnkomplex durchsucht. Dabei fassten sie 35 Menschen, die sich illegal in Deutschland aufhalten.

Razzia bei Hermes-Zustellern - Fotos vom Einsatz der Polizei:


Paketboten für Hermes


Sie sollen aus Moldawien, der Ukraine und Weißrussland stammen. Nach bisherigen Erkenntnissen waren sie mit gefälschten rumänischen Ausweisen eingereist. In Deutschland angekommen, sollten sie als Paketkuriere für einen Subunternehmer des Logistikdienstleisters Hermes arbeiten, wie die Polizei auf Thüringen24-Anfrage mitteilte. Welche Orte sie anfuhren, ist derzeit noch nicht klar.

35 Festnahmen in Gierstädt


Die 35 Beschuldigten wurden vorläufig festgenommen. Sie müssen sich jetzt wegen unerlaubter Einreise und Aufenthalts sowie zum Teil auch wegen Urkundenfälschung verantworten. Polizei, Staatsanwaltschaft Erfurt und Ausländerbehörde Gotha prüfen jetzt, ob sie abgeschoben werden. Die Arbeitgeber müssen sich außerdem auf Ermittlungen „wegen unerlaubter Beschäftigung von Ausländern ohne Aufenthaltstitel“ einstellen.

Beweismittel bei Razzia sichergestellt


Zu den Hintermännern ist noch wenig bekannt. Die beschlagnahmten Beweismittel sollen dabei helfen, sie ausfindig zu machen.
Fahnder aus Halle ermitteln in mehreren Bundesländern

Die Ermittlungen gehen auf die Bundespolizei in Halle zurück, die das Netzwerk in mehreren Bundesländern verfolgte. So rückte auch ein Wohnheimkomplex mit etwa 60 Zimmern in Gierstädt ins Visier der Fahnder. Auch in Mitteldeutschland floriere die illegale Beschäftigung, berichtete der zuständige Polizeiführer Markus Pfau. Er verwies darauf, dass den Sozialkassen und den gesetzestreuen Unternehmen dadurch hoher Schaden entstehe.

Logistikunternehmen Hermes

Das Logistikunternehmen Hermes hat nach eigenen Angaben weltweit etwa 12.000 Beschäftigte und stellt jedes Jahr rund 500 Millionen Sendungen in Europa zu. Es gehört zu den größten Paketzustellern Europas.
https://www.thueringen24.de/thueringen/article211972877/Illegale-Paketboten-fuer-Hermes-Netzwerk-fliegt-bei-Razzia-in-Thueringen-auf.html

Es ist nicht allein "Hermes". Die geben sich nichts, die Paketdienstleister:

Zitat
Razzia bei Paketzusteller GLS: Der hohe Preis der billigen Pakete


Die Einsatzkräfte kontrollierten fast 90 Fahrzeuge und überprüften mehr als 100 Mitarbeiter. Foto: Hauptzollamt Aachen

Als die Beamten um 8 Uhr bei GLS in Alsdorf auf den Hof fuhren, war ihnen klar, dass sie keine Überraschungen erleben würden. Sie wussten, wie sie vorgehen mussten, sie wussten auch, welche Dolmetscher sie brauchen würden. Sie wussten, wann die Zusteller vom Hof fahren würden und sie ahnten, welche Verstöße bei den Kontrollen festgestellt werden würden. Der Zoll hatte nichts dem Zufall überlassen. Bevor die 70 Beamten am Dienstagmorgen bei GLS auf den Hof fuhr, war dort verdeckt ermittelt worden.

Der Aachener Zoll, die Polizei und das Ausländeramt haben am Alsdorfer Standort des Paketzustellers GLS im Rahmen einer Razzia mindestens 26 Verstöße festgestellt, es geht um Sozialversicherungsbetrug, Urkundenfälschung, Einhaltung der Arbeitszeitbestimmungen, Einhaltung des Mindestlohnes und illegalen Aufenthalt. Mark Gerner, Sprecher des Hauptzollamts Aachen, erklärte am Mittwoch gegenüber unserer Zeitung, dass sich die Vorwürfe zunächst nicht gegen GLS selbst richteten, sondern gegen diverse Subunternehmer.

Wer sich mit den Arbeitsbedingungen vieler der großen Logistikkonzerne beschäftigt, taucht ein in eine Welt, deren Strukturen mafiös anmuten. Der Journalist Günter Wallraff, der vor einigen Jahren bei GLS recherchierte, sagte hinterher: „Es ist ein System, das eine Form von moderner Sklaverei mitten in Deutschland darstellt“, es handele sich um „Menschenschinderei mit System“.

Wie dieses System funktioniert, hat auch Bernd Lind erfahren, er ist Gewerkschaftssekretär bei Verdi und zwischen Aachen und Köln zuständig für Postdienste und Speditionen. Von den großen in Deutschland tätigen Paketzustellern, Hermes, DPD, DHL, UPS und GLS, sei DHL der einzige, dessen Paketzusteller sämtlich fest angestellt seien und nach Tarif bezahlt würden, sagt Lind. DHL, das muss man in diesem Zusammenhang wissen, gehört zur Deutschen Post, die bis in die 90er Jahre eine staatliche Behörde war, an der der Bund bis heute beteiligt ist.

Bei den übrigen Konzernen, Hermes, DPD, UPS und GLS, gebe es „überall Probleme mit illegaler Beschäftigung“, sagt Lind. Statt Paketzusteller fest anzustellen, würden Subunternehmer beschäftigt, also Firmen, deren Mitarbeiter die für die Auftraggeber die Paketzustellung übernehmen. Immer wieder stoße der Zoll wie am Dienstag in Alsdorf auf illegale Beschäftigte, auf massive Arbeitszeitgesetzverstöße und die systematische Umgehung des Mindestlohns.

72 Stunden in der Woche

Die Subunternehmer würden oft illegal eingereiste Menschen beschäftigen, die überhaupt nicht wissen, dass sie Anspruch auf einen Mindestlohn haben. Lind spricht von Paketzustellern, die an sechs Tagen in der Woche arbeiten, oft zwölf Stunden am Tag und mehr. Viele dieser Zusteller würden keinen festen Lohn erhalten, sondern würden pro ausgeliefertem Paket bezahlt.

Die Zusteller bezahlen einen hohen Preis dafür, dass die Konzerne den Versand der Pakete billig anbieten können.

Die Logistikkonzerne würden in den Verträgen, in denen sie die Subunternehmer mit der Paketzustellung beauftragen, auf einer Selbstverpflichtung zur Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften bestehen. „Damit sind die Konzerne rechtlich gesehen aus allem raus“, sagt Lind. Verdi dringe seit Jahren darauf, dass diese Konzerne in Mithaftung genommen werden, wenn es zu systematischen Regelverstößen bei ihren Subunternehmern komme. Doch passiert ist bislang nichts.

Auf Anfrage unserer Zeitung erklärte GLS am Mittwoch, man nehme die „Ergebnisse der Kontrollen sehr ernst“ und arbeite „eng mit dem Zoll zusammen“. Als „erste Maßnahmen finden Einzelgespräche mit den Transportpartnern statt, zudem wurde einigen Fahrern bereits Hausverbot erteilt“. In den vergangenen Jahren seien „kontinuierlich Prozesse und Abläufe verbessert“, seien „individuelle Maßnahmen zur Reduzierung der Arbeitszeiten der Fahrer umgesetzt“ worden. Ingesamt seien „in den letzten fünf Jahren über 50 Millionen Euro in die Systemoptimierung investiert“ worden, teilte GLS weiter mit.

Auf die Frage, warum GLS überhaupt mit Subunternehmern statt mit fest angestellten Paketzustellern arbeitet, antwortete das Unternehmen: „Unsere Transportpartner kennen ihren Markt und die Gegebenheiten vor Ort genau und disponieren direkt.“ Das „Prinzip der Arbeitsteilung“ werde „in vielen Branchen unserer Wirtschaft erfolgreich praktiziert“.

Trotz allem fanden Zoll und Polizei bei der Durchsuchung in Alsdorf einen Paketzusteller, der sich als Pole ausgab. Er hatte einen Ausweis dabei, in dem keine Angabe stimmte, auch der Ausweis selbst war eine Fälschung. Er gehörte zu denen, die die Polizei vorläufig festnahm.

Bevor die Beamten das GLS-Gelände in Alsdorf am Dienstag gegen 14 Uhr wieder verließen, fanden sie noch vier bis unters Dach mit Paketen beladene Transporter auf dem Gelände. Die Fahrzeuge waren abfahrbereit, doch vom den Fahrern fehlte jede Spur. „Wir müssen davon ausgehen, dass sich diese Fahrer durch Flucht der Kontrolle entzogen haben“, sagte Zoll-Sprecher Gerner am Mittwoch.

Die Ermittlungen haben gerade erst begonnen.
https://www.aachener-nachrichten.de/lokales/region/razzia-bei-paketzusteller-gls-der-hohe-preis-der-billigen-pakete-1.1782159
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Kuddel


Beiträge: 11229


« Antworten #34 am: 12. Juni 2018, 15:29:20 »

Fortsetzung:

2018

Zitat
Razzia: Zoll kontrolliert beim Paketzusteller Hermes in Hückelhoven



Es sei zwar eine Menge Aufwand, 57 Zollbeamte und dazu all die Polizisten für eine solche Aktion zusammenzuziehen, dafür könne man dann aber auch sehr viele Arten von Vergehen ahnden.

Und trotzdem gibt es Fälle, bei denen die Beamten nicht sofort weiterwissen: Einige der Lieferwagen haben polnische Kennzeichen. Sie sollen einer deutschen Firma gehören, die sie in Polen mietet und damit in Hückelhoven Pakete ausliefert. Einige Stunden und einige Telefonate später geht der Zoll davon aus, dass die Firma die deutsche Kfz-Steuer für diese Autos hinterzogen hat. Eine harte Nuss, die man erst einmal knacken muss. Aber die Ermittlungen haben ja auch gerade erst begonnen.
http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/heinsberg/razzia-zoll-kontrolliert-beim-paketzusteller-hermes-in-hueckelhoven-1.1810937

Perkäre Arbeitsbeidngungen rentieren sich!

Zitat
Hermes investiert kräftig

Die Otto-Tochter hat das Geschäftsjahr 2017 erfolgreich abgeschlossen. Für die Zukunft will sich der Konzern unter anderem mit dem Ausbau seiner Infrastruktur rüsten.


Die Hermes-Gruppe ist im Geschäftsjahr 2017 erneut zweistellig gewachsen. So steigerte der in Hamburg ansässige Handels- und Logistikdienstleister seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2017 währungskursbereinigt um rund 12 Prozent auf 3,13 Milliarden EUR. Ausschlaggebend dafür sei die positive Entwicklung der Hermes Paket- und Zwei-Mann-Handling-Gesellschaften im In- und Ausland, auf die über 85 Prozent der Umsätze entfielen, teilte der Konzern mit. Sie transportierten 2017 die Rekordmenge von 766 Millionen Sendungen in Europa, was einem Plus von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Zahl der Hermes-Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2017 stieg weltweit auf rund 15.300.

In den kommenden Jahren erwartet der zweitgrößte deutsche Paketdienst ein starkes Wachstum des Marktes und fährt deshalb seine Investitionen hoch. Bis 2020 werde das Tochterunternehmen des Handels- und Dienstleistungskonzerns Otto Group rund 500 Millionen Euro zusätzlich investieren, kündigte Europa-Chefin Carole Walker am Mittwoch in Hamburg mit.
https://www.verkehrsrundschau.de/nachrichten/hermes-investiert-kraeftig-2151497.html

Zitat
Razzia der Bundespolizei bei Logistik-Unternehmen

Geschäftsunterlagen, Mobiltelefone, Computer, gefälschte Ausweise, rund 30.000 Euro Bargeld sowie eine schussbereite Handfeuerwaffe und eine Schreckschusswaffe: Das haben Ermittler bei ihrer Razzia am Donnerstag in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sichergestellt. Sie hatten elf Wohnungen und Geschäftsräume eines Transportunternehmens durchsucht, das als Servicepartner für Hermes tätig ist. Schwerpunkt der Razzia war Schleswig-Holstein. Laut Bundespolizei wird nun gegen fünf Hauptbeschuldigte ermittelt - wegen gewerbs- und bandenmäßigen Einschleusens von Ausländern sowie Urkundenfälschung und Verschaffens von amtlichen Ausweisen.




Fahrer mit falschen Papieren

"Osteuropäische Staatsangehörige, die nicht EU-Staatsangehörige sind, wurden mit falschen Dokumenten eingeschleust", sagte der Pressesprecher der Bundespolizei, Matthias Menge. Unter anderem aus Russland seien diese Menschen gekommen - und mit gefälschten Papieren aus Rumänien ausgestattet worden. So sollen sie dann für das Unternehmen als Fahrer gearbeitet haben.

Paketzusteller Hermes will Aufklärungsprozess unterstützen

"Es ist für uns ein neues Phänomen, dass ein Unternehmen Fahrer im Ausland rekrutiert und dann hier einschleust", sagte Menge. Der Paketzusteller Hermes teilte in einer Stellungnahme mit, er unterstütze "den Aufklärungsprozess in enger Kooperation mit den zuständigen Behörden vollumfänglich". Hermes erwarte von den Servicepartnern, dass sie sich an gesetzliche Vorgaben halten. Sollten im konkreten Fall gesetzliche Vorgaben umgangen worden sein, werde der Dienstleister umgehend Konsequenzen ergreifen. Die mit Hermes assoziierten Untersuchungen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen könne das Unternehmen nicht bestätigen, hieß es.

Monatelange Ermittlungen


Insgesamt durchsuchte die Bundespolizei Immobilien des Hermes-Servicepartners an neun Standorten in Schleswig-Holstein - in Kaltenkirchen, Ellerau (beide Kreis Segeberg), Osterrönfeld (Kreis Rendsburg-Eckernförde), Neumünster, Flensburg und Harrislee. Mit den Razzien in Niedersachsen und in Nordrhein-Westfalen waren insgesamt 280 Beamte im Einsatz. Grundlage für die Aktion sind nach Informationen der Bundespolizei monatelange Ermittlungen nach entsprechenden Hinweisen.
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Razzia-der-Bundespolizei-bei-Logistik-Unternehmen,einsatz142.html

Zitat
Schon seit 2017 läuft ein Verfahren der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Rostock mit dem Hauptzollamt Itzehoe im Auftrag der Staatsanwaltschaft Flensburg. Die Ermittler nehmen an, dass die aus Aserbaidschan und Rumänien stammenden Haupttäter überwiegend Moldauer mit gefälschten EU-Dokumenten ausgestattet haben. Sie sollten nach Deutschland einreisen, um hier anschließend unselbstständig und illegal als Paketzusteller zu arbeiten, so Menge. „Uns ging es heute um weitere Beweismittel, die wir sicherstellen wollten.“Neben diversen Geschäftsunterlagen, Mobiltelefonen und Computern gehörten dazu gefälschte Ausweise, rund 30000 Euro Bargeld sowie in Neumünster eine schussbereite Handfeuerwaffe und eine Schreckschusswaffe, so Menge.

Insgesamt 280 Beamte von Bundespolizei und Zoll waren auch in Krefeld (Nordrhein-Westfalen) und Salzgitter (Niedersachsen) im Einsatz.
https://www.shz.de/regionales/schleswig-holstein/panorama/landesweite-grossrazzia-gegen-paketdienst-hermes-id20063272.html

Zitat
Hermes arbeitet deutschlandweit mit rund 400 Servicepartnern zusammen. Die Otto-Tochter stellt in der Stellungnahme klar, dass es sich bei den Partnern um „100 Prozent selbständige Logistikunternehmen“ handle, die sich auf die von Hermes ausgeschriebenen Transportdienstleistungen bewerben bzw. diese nach Auftragsvergabe durchführen. Dabei betont Hermes, dass man von den Partnern erwarte, dass sich diese „vollumfänglich an gesetzliche Vorgaben halten und auch darüber hinaus hohe Sozialstandards für ihre Mitarbeiter sicherstellen.“

Auch Bertram stellt noch einmal deutlich heraus, dass es „für uns in keiner Weise tragbar ist, wenn Partner von uns Recht und Gesetz unterlaufen“. Hermes wird umgehend Konsequenzen ergreifen, wenn die Ermittlungen ebendies ergeben.

Hermes scheint dabei immer wieder Probleme mit seinen Servicepartnern zu haben. Erst im Dezember 2017 wurde bekannt, dass zwei der Unternehmen, mit denen der Logistiker zusammenarbeitet, im Visier behördlicher Ermittlungen stehen (wir berichteten). Hermes kündigte daraufhin an, dass man seine Partner „noch genauer überprüfen“ wolle.
https://www.logistik-watchblog.de/unternehmen/1597-razzia-bundespolizei-durchsucht-bueroraeume-hermes-partner.html
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