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Autor Thema: [Post] Privatisierung  (Gelesen 93654 mal)
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uwenutz
Gast
« Antworten #50 am: 02. November 2006, 22:04:01 »

Zitat
Original von uwenutz
Zitat
Original von uwenutz
Arbeit für Alle,
Arbeitslos muß nicht sein, im Zuge der allgemeinen Privatisierung lässt
sich so mancher Job ergattern, man darf nur nicht so wählerisch sein
und stur auf seine alten Gewohnheiten beharren, Flexibilität ist an-
gesagt und das ist hier wortwörtlich zu verstehen, man muß es nur
wollen. Was einst unsere immer gleich langweilige gelbe Post war
bekommt Farbe, blau, grün, orange, braun, …unsere Arbeitswelt wird
bunter und schöner, weg mit den alten Zöpfen dank der Postprivati-
sierung. Daß was mit der Dreiteilung der Postprivatisierung begann,
wird durch das Wegfallen des Briefmonopols fortgesetzt, es lebe die
Liberalisierung der Märkte, Wettbewerb belebt ja bekanntlich das
Geschäft. Der Paketdienst hat es vorgemacht. Die Möglichkeit bei UPx
gute Knete zu verdienen ist jedem gegeben, sofern man gewillt ist
Pakete in allen Gewichtsklassen unter Akkordbedingungen zu wuchten
und erhält dafür keine verachtenswerte 13,05€ pro Stunde wenn man
für kurze drei Stunden pro Tag zeigt wo der Hammer hängt. Ich finde es
nicht schlecht, wenn man überlegt, daß man fürs Fitnessstudio Geld
berappen muß. Selbst ein Fitnesstrainer in Form des Einweisers wird
gestellt, ganz dem potenziellen neuen Trainingspartner verpflichtend
zeigt man gleich am ersten Tag, seinen Probetag, wer kauft schon eine
Katze im Sack, wer „the strong man“ ist. Ganz dem amerikanischen Way
of work verpflichtet und demokratisch wie man als Amerikaner nun mal
ist, ist jeder Kandidat gern gesehen sofern er kein Gewerkschafts-
ausweis sein eigen nennt. Nun denn, daran sollte es ja nicht scheitern
oder? Wenn denn alle Hemmnisse beseitigt sind und seine Vita
lückenlos schriftlich dargelegt wurde, ist der befristete Arbeitsvertrag
schon mehr als in greifbare Nähe, so einfach geht das heute. Wie
gesagt, daß was die Paketdienste können, können die Postler erst
recht allemal. Vorbei mit dem Alltagsgelb, gelb-blau ist angesagt, überall
in den größeren Städten sind sie anzutreffen, PIx ist Motto, Fahrrad-
fahren ist ihr Geschäft, Hand aufs Herz, wer von uns fährt nicht gern
Fahrrad? und hier wird für den Freizeitsport und Spaß noch Geld
bezahlt, 1600 Steine brutto in Vollzeit darf  man sein Eigen nennen,
wenn man denn wirklich gewillt ist und für einen schlappen Monat
denen zeigt, das man auch wirklich Fahrradfahren kann und zur Recht
wird dies Eignungsfeststellung genannt, denn so mancher Schwindler,
der so denke ich, vermeint ein Thurau zu sein, bewirbt sich und
nachher zeigt sich, daß jener nicht einmal ohne Stützräder radeln kann,
so nicht. Aber getrost, ist erst einmal die vierwöchige Praktika-
Umsonstfahraktion-Hürde geschafft winkt der so segensreiche Einjahres-
vertrag mit einer halbjährlichen Probezeit und einem gesetzlichem
Mindesturlaubsanspruch. Wenn Mitbewerber schon das Geschäft
beleben, so gilt es daß umso mehr für die Vielseitigkeit der Jobofferten,
denn nicht nur die Wirtschaft profitiert von unserem  Deregulierungs-
weg, nein auch die vielen Behörden und besonders die der Justiz-
behörden nehmen sich der Teilpostprivatisierungsmöglichkeit jetzt
schon an. Ein Deutschland weit auf Juristenpost spezialisierter Zustell-
anbieter namens Jurxx lässt es sich nicht nehmen Arbeit zu Hauff
anzubieten und sogar in Vollzeit, 40 Std. die Woche, selbst ein PKW
wird gestellt. In einem Einzugsgebiet von jeweils einigen hundert Km
kann man zeigen, daß Schnitzeljagd und Postzustellungen keine
Fremdworte sind. Jedem Autonarr zur Freude werden 1250,00br.
im Monat bezahlt und für die Pkw-Nutzung lediglich lächerliche 40,00€
pro Monat in Rechnung gestellt auch hier gilt eine langjährige vertrag-
liche Partnerschaft als oberstes Gebot, d.h., ein Einjahresvertrag winkt
dem glücklichen Aspiranten. Oranje ist nicht nur ein Lebensgefühl, orange
ist angesagt, überall in Deutschland sind sie anzutreffen, die spaßigen
Fahrrad fahrenden Zusteller, Dynamit ist ihr Logo, Teilzeit heißt ihr
Motto. Flexibel wie man ist, findet  ihr Arbeitsleben morgens bis mittags
statt, drei Stunden pro Tag werden vergütet, 7,50€/br./Std. werden
bezahlt, ein eigenes Fahrrad oder noch besser ein Roller sollte man sein
eigen nennen, da lediglich nur wenige Diensträder hergestellt werden
konnten, ebenso wäre eine hauseigene Fahrradversicherung  nicht von
schlechten Eltern, da jenes Oranje-Team so etwas eher als hemmend
bezeichnen würde aber auch hier Jobs ohne Ende, so ich hoffe doch,
daß für jeden etwas dabei sein sollte?
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uwenutz
Gast
« Antworten #51 am: 28. November 2006, 16:41:12 »

und weiter gehts

http://www.welt.de/data/2006/11/26/1125542.html
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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #52 am: 29. Dezember 2006, 14:00:43 »

Ich hatte es zwar die ganze Zeit im Kopf, bin aber irgendwie nie dazu gekommen es hier zu posten...

Nach den aktuellen Entwicklungen bei der Post und der Mordswut bei den Postlern hat VERDI Warnstreiks angekündigt. Ich wollte meinen persönliche Einschätzung beifügen: Die Gewerkschaft wird den Streik abwürgen, bevor es um die Auseinandersetzungen um wirklich Wichtiges geht.

Meine Prognose wurde von der Wirklichkeit eingeholt:

Zitat
Großer Streik abgewendet

„Der drohende Streik der rund 130.000 Tarifbeschäftigten der Deutschen Post AG ist zunächst abgewendet. Postbeamte arbeiten demnach auch künftig 38,5 Stunden in der Woche. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) einigte sich einen Tag vor Heiligabend mit dem Vorstand der Deutschen Post AG darauf, die Wochenarbeitszeit der rund 60.000 Postbeamten für das nächste halbe Jahr bei 38,5 Stunden zu belassen. Andernfalls hätten die Beamten ab 1. Januar 2007 41 Stunden in der Woche arbeiten müssen. ver.di befürchtete als Konsequenz daraus den Wegfall von rund 5.000 Stellen und hatte den Arbeitszeittarifvertrag mit der Deutschen Post AG gekündigt, um mittels einer Arbeitszeitverkürzung für die Tarifbeschäftigten die Arbeitsplätze in dem Postdienstleistungsunternehmen zu sichern…“ Pressemitteilung von ver.di vom 23.12.2006

Es kann doch nicht wahr sein!!!
Zitat
Der drohende Streik der rund 130.000 Tarifbeschäftigten der Deutschen Post AG ist zunächst abgewendet.
"drohend"???
Es drohte doch nur den Aktionären.
Für die Postbeschäftigten wäre es ein Hoffnungsschimmer!

Da hat VERDI mal wieder gezeigt, wen diese Gewerkschaft vertritt.
Es ist an der Zeit, daß sich Postler alternativ organisieren, wie z.B. die Bahnarbeiter mit "Bahn-von unten". Bei der Post arbeiten ne Menge Leute mit denen man etwas anfangen kann um Kämpfe zu organiseren. Dort gibt es Linke und sowieso sind viele da gelandet, die sich nie mit einem Job identifizieren wollten, sondern einfach nur ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Hier mal ne Meldung, wie es auch aussehen kann:

Zitat

28.12.06 – Landesweite Streiks der Postler in Portugal
Gestern streikten in Portugal landesweit die Beschäftigten der Post gegen die Vergabe von Arbeiten an private Subunternehmen. Die Gewerkschaften befürchten Entlassungen. Die portugiesische Post (CTT) behauptet, dass es nur um einen besseren Service ginge. Nach Gewerkschaftsangaben beteiligten sich ca. 70 Prozent am Streik. Es war bereits der dritte Streik der Postler in diesem Jahr.
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« Antworten #53 am: 02. Januar 2007, 18:58:27 »

„Zwischen dem 10. und dem 27. November 2006 fegte eine Welle von wilden Streiks durch die Poczta Polska (Polnische Post). Sie begann mit einer spontanen Aktion in einem einzelnen Postamt in Danzig und weitete sich innerhalb von wenigen Tagen zu einem Flächenbrand aus. Auf dem Höhepunkt waren weit über die Hälfte der 25 000 polnischen Briefträger im Streik. Die Streiks waren in mehrerer Hinsicht »wild«: Zum einen waren sie illegal, denn sie spielten sich außerhalb der – ähnlich wie in der BRD – streng geregelten Tarifverhandlungsrituale ab. Zum anderen waren sie uneinheitlich: in Dynamik, Forderungen und Kampfformen. Über die Proteste entschieden jeweils die 10 oder 20 Briefträger auf dem einzelnen Postamt. Als in einigen Städten die Streiks schon wieder beendet oder unterbrochen waren, gingen sie anderswo gerade erst los. In den meisten Ämtern streikten nur die Briefträger, in einigen aber auch die ArbeiterInnen in der Briefsortierung und an den Schaltern. Die Formen des Kampfs reichten von reinen Solidaritätserklärungen über Dienst nach Vorschrift bis zum Streik oder zur teilweisen oder völligen Blockade der Postämter. Die Gewerkschaften wurden zumindest in den ersten Tagen des Streiks umgangen. Seit Ende November haben sie die Initiative wieder zurückgewonnen und langwierige Verhandlungen mit der Postdirektion begonnen. Seit dem 28. November ist der Streik ausgesetzt. Im Moment (10.12.) ist unklar, ob und, falls ja, mit welcher Dynamik der Streik wieder aufgenommen wird…“ Artikel in der Wildcat Nr. 78
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« Antworten #54 am: 12. März 2007, 19:07:29 »

Die Deutsche Post plant die Verlängerung der Wochenarbeitszeit der 60.000 Post-Beamten von derzeit 38,5 Stunden auf 41 Stunden. "Ich finde, 41 Stunden ist eine gute Zahl", erklärte der Vorstandsvorsitzende Klaus Zumwinkel. Rein rechnerisch bedeutet das die Vernichtung von 5.000 Arbeitsplätzen. Verdi kündigte dagegen "entschiedenen Widerstand" an.

Entschiedener Widerstand?Huh?Huh??
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« Antworten #55 am: 24. April 2007, 23:13:12 »

Merkel nimmt der Post das Briefmonopol

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat im koalitionsinternen Streit über den Wegfall des Briefmonopols ein Machtwort gesprochen. Das Briefmonopol der Post fällt überraschend nun doch zum Jahreswechsel. SPD-Chef Kurt Beck habe diese Entscheidung akzeptiert, hieß es in Regierungskreisen.

http://www.handelsblatt.com/news/Politik/Deutschland/_pv/_p/200050/_t/ft/_b/1259085/default.aspx/merkel-nimmt-der-post-das-briefmonopol.html
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« Antworten #56 am: 09. Mai 2007, 12:35:15 »

HANDELSBLATT, Mittwoch, 9. Mai 2007
Pilotprojekt in Düsseldorf und Hamburg

Post testet Sonntagszustellung
Die Deutsche Post testet gemeinsam mit dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ die Sonntagszustellung. Das Pilotprojekt ist auf zwei Städte und drei Monate begrenzt. Entscheidet sich die Post danach für eine dauerhafte Ausweitung der Zustellung, würden vor allem die Printmedien profitieren.


DÜSSELDORF. Die Abonnenten des Nachrichtenmagazins sollen ab dem 3. Juni in Düsseldorf und ab dem 19.

August in Hamburg das Magazin von Post-Beschäftigten ins Haus geliefert bekommen, teilten Post und das Magazin am Mittwoch mit. Das exklusive Pilotprojekt sei auf drei Monate angelegt, sagte ein Post-Sprecher. Danach werde über eine Ausweitung nachgedacht. Interesse von Kunden sei da. Es gebe bei Geschäftskunden bereits weitere Anfragen für die Sonntags-Zustellung. Der Trend bei der Post gehe zu „mehr Service und Kundennähe“, sagte Post-Vorstandschef Klaus Zumwinkel.

Die Sonntags-Zustellung unterscheidet sich aus rechtlichen Gründen von der normalen. Die Sendungen müssten einen tagesaktuellen Bezug haben, erläuterte der Sprecher. Dazu zählten Magazine, Zeitungen, aber etwa auch Kataloge. Über 200 Mitarbeiter der Post würden für die Sonntagszustellung in den zwei Städten im Einsatz sein. Dabei handele es sich um Entlastungskräfte für die werktägliche Zustellung.
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« Antworten #57 am: 22. Mai 2007, 16:06:30 »

http://www.welt.de/wirtschaft/article886954/Deutsche_Post_zahlt_Brieftraegern_zuviel.html?print=yes

Deutsche Post zahlt Briefträgern zuviel

Der Streit um Lohn-Dumping zwischen Gewerkschaft Ver.di und Deutscher Post auf der einen und der Bundesnetzagentur auf der anderen Seite verschärft sich. Grund dafür ist ein neues Gutachten im Auftrag der Agentur.

Dort werden die Löhne der Deutschen Post mit denen der privaten Briefdienste verglichen. Das interessante Fazit: Nicht die privaten Postfirmen zahlen zu niedrige, sondern die Deutsche Post angeblich „unüblich hohe“ Löhne.

Diese Einkommen könnten nicht als Messlatte für die neuen Anbieter dienen, sagte der Präsident der Netzagentur, Matthias Kurth. Von einem „Prekariat“ bei den Firmen könne nicht die Rede sein.

Zuvor hatten die Gewerkschaft sowie die Deutsche Post die Bundesnetzagentur dazu aufgefordert, privaten Post-Konkurrenten die Lizenz zu entziehen, wenn sie nicht die in der Branche üblichen Löhne zahlten.
Dieses übliche Maß wiederum setzt im Briefversand die Deutsche Post, weil sie mit 90 Prozent Marktanteil das Geschäft klar dominiert. Je nach Berechnungsmethode liegen die Post-Löhne für Briefträger bei zehn bis elf Euro.

Ver.di wie auch die Post behaupten, dass die Billigkonkurrenz mit halb so hohen Löhnen arbeitet und damit einen unfairen Wettbewerb betreibt.
Als Beleg dafür werden Mitarbeiter privater Briefdienste angeführt, die trotz Vollzeitstelle nicht von ihrem Einkommen leben können und deshalb staatliche Hilfen erhalten.

Post-Chef Klaus Zumwinkel sieht 32.000 Arbeitsplätze bei der Post gefährdet, wenn in einem freien Briefmarkt Billiganbieter uneingeschränkt den Briefversand betreiben dürfen.

Dies soll von 2008 an in Deutschland möglich werden. Das Gutachten, das vom Wissenschaftlichen Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste stammt, hat einen Stundenlohn der Deutschen Post im Briefversand von 11,40 Euro errechnet.

Für die privaten Briefdienste kommt die Studie auf 8,44 Euro. „Das durchschnittliche Lohnniveau der Deutsche Post ist branchen unüblich hoch“, schreiben die Wissenschaftler.

Aber selbst der Branchenlohn liege damit noch über dem von Ver.di geforderten Mindestlohn von 7,50 Euro.
Auch habe die Post etwa im Paketversand bereits Arbeit ausgelagert, und dort zahlten Subunternehmer deutlich geringere Löhne als im Konzern.

Für die Untersuchung hatte das Institut 100 Briefdienste sowie die Deutsche Post angeschrieben, teilgenommen haben neben dem Konzern lediglich 38 Firmen.
Ohne den Umsatz der Post repräsentieren die Teilnehmer 45 Prozent der Branchenerlöse. Ob die größten Post-Konkurrenten Pin oder TNT dabei sind, ist unklar.

Insgesamt gibt es in Deutschland 750 private Briefzustellfirmen. „Die Bundesregierung muss gegen die rechtswidrige Lizenzierungspraxis der Bundesnetzagentur einschreiten und, wenn erforderlich, auch deren Präsidenten ablösen“, sagte Andrea Kocsis vom Ver.di-Bundesvorstand als Reaktion auf das Gutachten.

Hier behaupte eine Behörde der Bundesregierung, das Problem auf dem Postmarkt seien nicht die Hungerlöhne bei privaten Briefdiensten, sondern die tariflich geschützten Arbeitsplätze der Post.

Ver.di vertritt den Standpunkt, dass die Netzagentur durch das Postgesetz zum Einschreiten gezwungen sei.
Sobald ein Briefdienst die üblichen Löhne um zehn Prozent unterschreitet, müsse die Behörde die Lizenz entziehen oder gegen die Bezahlung vorgehen, lautet die Haltung. Auch die Deutsche Post kritisiert die Studie.

„Das ist ein sehr angreifbares Gutachten, mit dem die Netzagentur ihre verfehlte Regulierungspraxis rechtfertigen will“, sagte ein Sprecher des Bonner Konzerns. Nun müsse die Bundesregierung eingreifen.
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Gloria Victoria


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« Antworten #58 am: 23. Mai 2007, 01:29:07 »

Beim Express geht die Post mit gutem Beispiel voran und bietet den "Partnerunternehmen" Kürzungen an, ein Kommentar der Verkehrsrundschau:
http://www.verkehrsrundschau.de/sixcms/detail.php?id=540624

Jeder, der glaubt bei der Post eine sichere, einkömliche Zukunft zu haben, ist Beamter!
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Gloria Victoria
Cahoma


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« Antworten #59 am: 29. Mai 2007, 16:07:11 »

Also ich habe mal bei der Deutschen Post gearbeitet und auch meine Lehre dort gemacht. Leider haben sie mich nur ein Jahr nach der Lehre behalten.

Zur Zeit arbeite ich bei TNT Post.

Ich habe einen Stundenlohn von 8 € und ich hab im Schnitt so 115 Stunden im Monat. Bin für 80 Stunden eingestellt. bekomme meist so 720-740 € raus. Jenachdem.

Ich finde den Lohn der Post sehr angemessen für diese Tätigkeit. Viele ahnen ja nichtmal, was man alles so macht als Zusteller. mit 740 € komme ich nicht sehr weit. Ich wohne noch bei meinen Eltern aber sobald ich ausziehe, und das möchte ich bald, da komm ich hinten und vorn nich aus... Arbeit muss sich doch auch lohnen. Was bringt mir das, wenn ich mir von der Arbeit nur das ÜBERleben finanzieren kann? Ich möchte von der Arbeit LEBEN. Vor allem aber möchte ich auch arbeiten um zu leben und nicht leben um zu arbeiten.
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Keine Zeit für Zeitarbeit! Smiley
ManOfConstantSorrow


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« Antworten #60 am: 17. Juni 2007, 12:20:18 »

16.06.07
Gestern demonstrierten in Bonn rund 1.500 Auszubildende vor der Konzernzentrale der Deutschen Post für die unbefristete Übernahme. Von 1.700 jungen Menschen, die ihre Ausbildung beendet haben, will die Post nur 30 Prozent unbefristet übernehmen. 730 wird eine befristete Beschäftigung mit Wochenarbeitszeiten von 19,25 oder 30 Stunden angeboten. "Davon kann keiner leben", sagte Thomas Koczelnik, bei Verdi zuständig für Postdienst und Logistik. Er warf der Deutschen Post vor, die jungen Leute im Vorfeld der Demonstration per E-mail mit der Drohung von Abmahnungen unter Druck gesetzt zu haben.
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Kuddel


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« Antworten #61 am: 24. August 2007, 12:11:15 »

Zitat
Post will profitabler werden

Die Deutsche Post möchte ihren Aktionären mehr für ihr Investment bieten: Konzernchef Klaus Zumwinkel hat ein Programm zur Steigerung des Shareholder-Values und der Ertragsstärke angekündigt. Auf eine stärkere Auszahlung an die Aktionäre werde hingearbeitet.


(...)Es sei nun an der Zeit, die inzwischen erreichte Position der globalen Stärke in Vorteile für die Anteilseigner umzumünzen, sagte Zumwinkel vor Analysten. Die Post werde daher im operativen Geschäft stärker auf Cash-Generierung und die Auszahlung an die Aktionäre hinarbeiten.

(...)So hat die Post die Preise für Postzustellungsaufträge bereits gesenkt. Damit wurden laut Zwischenbericht Marktanteile gesichert und verlorene Kunden zurückgewonnen. Mit dem Konkurrenten Jurex hat es daraufhin die erste Insolvenz gegeben.

http://www.handelsblatt.com/News/Unternehmen/Handel-Dienstleistungen/_pv/_p/200040/_t/ft/_b/1304633/default.aspx/post-will-profitabler-werden.html



Zitat
Deutsche Post verdient mehr

Die Deutsche Post konnte im zweiten Quartal Umsatz und Gewinn kräftig steigern. Vor allem die Logistik- und Expressparte wuchsen. Damit zeigt sich die Post wenige Monate vor dem voraussichtlichen Ende ihres Monopols gut gerüstet für den freien Wettbewerb. Bei der Prognose enttäuschte das Unternehmen allerdings.


HB BONN. Der operative Gewinn (Ebit) sei im zweiten Quartal um 9,5 Prozent auf 703 Mill. Euro gestiegen, teilte der Konzern mit. Der Konzerngewinn nach Minderheiten schnellte um 13,1 Prozent auf 285 Mill. Euro in die Höhe. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,5 Prozent auf 15,436 Mrd. Euro zu. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Umsatz von 15,313 Mrd. Euro, einem Ebit von 692 Mill. Euro und einem Überschuss nach Minderheiten von 266 Mill. Euro gerechnet. Für das Gesamtjahr strebt der Vorstand weiterhin einen operativen Gewinn (Ebit) vor Einmaleffekten von mindestens 3,6 Mrd. Euro an.

http://www.handelsblatt.com/News/Unternehmen/Handel-Dienstleistungen/_pv/_p/200040/_t/ft/_b/1303772/default.aspx/deutsche-post-verdient-mehr.html
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Kuddel


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« Antworten #62 am: 28. August 2007, 13:14:29 »

Zitat
Post verliert Großkunden
Der deutsche Versandhausriese Quelle will Millionen von Paketen ab Jänner
von Hermes zustellen lassen


Wien – Der Druck auf die Österreichische Post AG steigt. Wie der STANDARD von Post-Insidern erfuhr, wird es konkret mit dem angekündigten Verlust ihres Großkunden Quelle-Versand. Der deutsche Versandhausriese bereite seinen Abgang als Post-Kunde ganz konkret vor, ab 1. Jänner 2007 sollen die Versandartikel über die Logistik-Gruppe Hermes (gehört zum Quelle-Konkurrenten Otto-Group) zugestellt werden.

Der im Frühjahr in Österreich gestartete Hermes – er hat stets betont, in Österreich kein eigenes Netz aufbauen zu wollen – liefert den Informationen zufolge die Pakete aus, Umschlag und Sortierung macht DPD Austria, der langjährige Business-Paket-Partner der Post. "Es stimmt, dass es Gespräche gibt", sagt Quelle-Sprecher Michael Obermeyer, der allerdings weder bestätigt noch dementiert, dass Quelle mit ihren rund 15 Millionen Paketen pro Jahr den Zusteller wechselt. "Hermes ist ein neuer Anbieter und den schauen wir uns an. Und aus. Mehr gibt es nicht zu sagen."

Bei der Post gibt man sich zum drohenden Großkundenverlust zugeknöpft. Eine offizielle Stellungnahme war nicht zu bekommen, man verweist auf laufende Preisverhandlungen. Man werde um den Auftrag kämpfen, die nächsten Verhandlungen sind am 6. September anberaumt. Und: Man werde sich nicht auf Dumpingpreise drücken lassen.

Das dürfte so allerdings nicht mehr stimmen, denn in Branchenkreisen ist bereits von einem "Preiskampf" die Rede, "der sich gewaschen hat", den keiner wolle, auch nicht DPD, wie ein Insider sagt. Aber: Die Post sei mittlerweile bereit, pro Paket auf 2,22 Euro runterzugehen. Das sei de facto der Selbstkostenpreis. Zum Vergleich: Im Frühjahr war es für die Vertriebsleute der Post noch Tabu, unter 2,35 Euro anzubieten.

Ob das genügt, um fünf Millionen Pakete zurückzugewinnen, wie Post-Chef Anton Wais angekündigt hat, und Quelle zurückzuholen, bleibt abzuwarten. Fakt ist, dass der Post durch einen Quelle-Abgang ein Drittel ihres Paketaufkommens abhanden käme.

"Für uns ist entscheidend, dass die Zustell- und Abholqualität besser und nicht schlechter wird", stellt Quelle-Sprecher Obermeyer klar. Die Qualität müsse stimmen und natürlich auch der Preis. Da sei die Post nicht so schlecht.

Klar ist damit: Das angekündigte Briefträger-Sparpaket kommt nicht zufällig, denn ein Quelle-Verlust muss in der Bilanz untergebracht werden.

Klar ist auch: Der Druck auf Logistik-Vorstand Walter Hitziger steigt. Er will am Abbau von 1500 Briefträgern samt Kürzung der variablen Vergütung festhalten, während Post-Chef Anton Wais weiter verhandeln will. Der von den sozialdemokratischen Gewerkschaftern dominierte Zentralvorstand der Post-Gewerkschaft hat am Montag beschlossen, keine Urabstimmung über das Sparpaket abzuhalten. Man lehne das Paket ab und warte auf ein neues Angebot. Dann wird über Kampfmaßnahmen entschieden. (Luise Ungerboeck, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 28.08.2007)
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« Antworten #63 am: 19. September 2007, 11:03:45 »

Zitat
Post-Mindestlohn nur für Briefzusteller

Die Bundesregierung will den für die Postbranche ab 2008 geplanten Mindestlohn auf Briefzusteller beschränken. Ursprünglich hatte Bundesarbeitsminister Franz Müntefering vorgeschlagen, das Gesetz auf die „Postdienstleistungen“ auszuweiten. Das ist nun vom Tisch. Eine Abschwächung des Mindestlohns sei das allerdings nicht, betonte ein Sprecher Münteferings.

http://www.handelsblatt.com/News/Politik/Deutschland/_pv/_p/200050/_t/ft/_b/1325035/default.aspx/post-mindestlohn-nur-fuer-briefzusteller.html
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« Antworten #64 am: 22. September 2007, 09:50:21 »

Zitat
Bis zu 7,50 Euro Mindestlohn „vorstellbar“

Berlin - Die Konkurrenten der Post AG sind zuversichtlich, Mindestlöhne für die Branche noch verhindern zu können. „Wir sind weit davon entfernt, dass wir im ersten Quartal 2008 Mindestlöhne haben“, sagte der Präsident des jüngst gegründeten Arbeitgeberverbandes Neue Post- und Zustelldienste, Florian Gerster, am Freitag in Berlin. Im Laufe des Verfahrens gebe es zahlreiche Möglichkeiten, den am Mittwoch vom Bundeskabinett auf den Weg gebrachten Mindestlohn im Brief-Dienstleistungs-Sektor zu verhindern oder wesentlich zu verändern.

Bundesarbeitsminister Franz Müntefering (SPD) hatte im Anschluss an die Kabinettssitzung angekündigt, die zwischen der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und dem Post-AG-dominierten „Arbeitgeberverband Postdienste“ ausgehandelten Lohnuntergrenzen zwischen acht und 9,80 Euro zu allgemein verbindlichen Mindestlöhnen erklären zu wollen.

Nach Worten des neuen Arbeitgeberverbands-Präsidenten Gerster dienten Mindestlöhne in dieser Höhe ausschließlich dazu, nach dem Wegfall des Briefmonopols der Post zum 1. Januar Wettbewerber vom Markt fernzuhalten. „Diesen Mindestlöhnen ist auf die Stirn geschrieben, dass sie den Monopolisten Post schützen sollen“, sagte der ehemalige Präsident der Bundesagentur für Arbeit und rheinland-pfälzische Sozialminister. Die Einigung zwischen Verdi und Post bezeichnete das SPD-Mitglied Gerster als „ordnungspolitisch absurdes Theater“. So habe der Postvorstand in den Verhandlungen mit der Gewerkschaftsseite auf möglichst hohe Lohnuntergrenzen gedrängt. „Das hat mit normalen Tarifverhandlungen und mit Marktwirtschaft nichts zu tun“, betonte Gerster.

Andererseits seien „Mindestlöhne auf realistischem Niveau nicht auszuschließen“. Mindestlöhne seien zwar ein „problematisches Instrument“, für die Brief-Branche in einem Korridor zwischen 6 und 7,50 Euro aber durchaus vorstellbar. „Alles was darüber liegt, verfestigt das Post-Monopol“.

Neben Gesprächen mit maßgeblichen Koalitionspolitikern, der Post AG und Verdi kündigte Gerster Gespräche auf EU-Ebene an. „Brüssel zählt zu meinen ersten Anlaufadressen“. Indirekt wies Gerster damit auf die Möglichkeit eines Verfahrens wegen Verstoßes gegen das Wettbewerbsrecht hin. Ähnlich äußerte sich Mario Frusch, Geschäftsführer des Kurierdienstes „TNT Post“ Deutschland. Allerdings seien juristische Schritte nur die allerletzte Möglichkeit. „Wir setzen auf vernünftige Gespräche und Augenmaß“, betonte Frusch. TNT ist neben dem Zustelldienst Pin Group das größte der 35 Unternehmen, die sich in dem neuen Verband zusammengeschlossen haben.

Gerster verwies zudem darauf, dass die Voraussetzungen für die Einführung eines branchenbezogenen Mindestlohns nicht vorlägen. Um eine von Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften ausgehandelte Lohnuntergrenze für allgemein verbindlich und damit zu einem branchenbezogenen Mindestlohn erklären zu können, müssen mindestens 50 Prozent der in der Branche Beschäftigten tarifvertraglichen Regelungen unterliegen. Dies sei aber nicht der Fall, betonte Verbandsvize Bernd Jäger.

Quelle: Kölner Stadtanzeiger

Warum bitteschön hindert ein relativ hoher Mindestlohn den Wettbewerb, gleiche Löhne, gleiche Bedingungen. Hier geht es, einzig und allein, wieder um eine Gewinnmaximierung auf Kosten der Beschäftigten und ein Gerster (SPD) leistet da gerne Schützenhilfe.



Florian Gerster (Wiki) / Nebentätigkeiten:
Gegenwärtig bezeichnet Gerster seine berufliche Tätigkeit als Unternehmensberater.

Er ist ein Gründungsmitglied des Fördervereins für die arbeitgebernahe Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Er arbeitet als Beiratsvorsitzender in Deutschland unter Anderem für den amerikanischen Immobilieninvestor Fortress Investment Group, der als Private-Equity-Fond bestrebt ist, Bestände des deutschen sozialen Wohnungsbaus zu erwerben und ist Mitglied im Aufsichtsrat des Wohnungsunternehmens GAGFAH. Außerdem ist er ehrenamtlicher Vorsitzender der Initiative Gesundheitswirtschaft Rhein-Main e. V. sowie im Vorstand des Absolventennetzwerkes der Universität Mannheim, AbsolventUM e.V.
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Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti
ManOfConstantSorrow


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« Antworten #65 am: 07. November 2007, 16:41:44 »

Florian Gerster, SPD, ehemals Chef der Bundesanstalt für Arbeit (BA), mit folgenden  Nebentätigkeiten: Er ist ein Gründungsmitglied des Fördervereins für die arbeitgebernahe Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Er arbeitet als Beiratsvorsitzender in Deutschland unter Anderem für den amerikanischen Immobilieninvestor Fortress Investment Group, der als Private-Equity-Fond bestrebt ist, Bestände des deutschen sozialen Wohnungsbaus zu erwerben und ist Mitglied im Aufsichtsrat des Wohnungsunternehmens GAGFAH. Außerdem ist er ehrenamtlicher Vorsitzender der Initiative Gesundheitswirtschaft Rhein-Main e. V. sowie im Vorstand des Absolventennetzwerkes der Universität Mannheim, AbsolventUM e.V. sagt nun folgendes:

"Das Lohnniveau der Post ist völlig überhöht"

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/692452/
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Eivisskat
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« Antworten #66 am: 17. November 2007, 00:43:44 »

http://www.mopo.de/2007/20071117/hamburg/politik/wo_bleibt_bloss_mein_brieftraeger.html

Wo bleibt bloß mein Briefträger?
..."Immer mehr Zusteller melden sich krank - offenbar aus Protest gegen neue Arbeitsverträge
Hamburgs Post-Zusteller sind heimlich, still und leise in den Bummelstreik getreten. Offiziell redet niemand davon. Der Post-Kunde wundert sich nur darüber, dass in den vergangenen Wochen Briefe häufig erst vier, fünf Tage verspätet ankommen. Auffallend viele Postboten haben sich krank gemeldet. Andere machen Dienst nach Vorschrift. All das ist die Quittung für die Pläne des Arbeitgebers. Denn der will, dass die Zusteller künftig nur noch halbtags arbeiten."...


Ich kann das bestätigen, bei mir kam einige Tage garnix & heute eine geballte Ladung Post!
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regenwurm


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« Antworten #67 am: 17. November 2007, 13:26:27 »

Immer mehr Zusteller melden sich krank - offenbar aus Protest gegen neue Arbeitsverträge

Ausgepreßt und gefeuert
Niedriglohnjobs zerstören Körper und Psyche: Wie der Frankfurter Kerim S. krank und erwerbslos wurde

Er hatte geheiratet, war deutscher Staatsbürger geworden. Grundgesetz und Struwwelpeter bekam er zu seiner Einbürgerungsfeier im Kaisersaal des Frankfurter Rathauses geschenkt. Sie erhielten einen Ehrenplatz im Wohnzimmer. Weil er den europäischen Freigeist schätzte, war Kerim S. (Name von der Redaktion geändert) 2001 aus Algerien nach Deutschland gekommen. Doch jetzt, sechs Jahre später, nach einer üblichen Erwerbsbiographie im Niedriglohnbereich, ist der 36jährige körperlich und psychisch gebrochen: Leistenbruch, Bandscheibenvorfall, beide Kniegelenke kaputt, sein Vertrauen mißbraucht, seine Würde mit Füßen getreten.

Zahlreiche Leiharbeitsfirmen und Unternehmen im Billiglohnsektor in der Rhein-Main-Region hat er bereits durchlaufen. Unfreiwillig. Kerim S. ist ein bodenständiger Mensch; er schätzt es, in vertrauter Umgebung zu wirken, ist höflich, zuvorkommend, spricht fließend deutsch. Nichts wünschte er sehnlicher, als mit seiner Hände Arbeit einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten, in der er kulturell angekommen war. Doch dann mußte er erleben, wie ständig wechselnde Unternehmer das Äußerste verlangten: unbezahlte Überstunden, Nachtarbeit, harte Knochenarbeit bis zur Erschöpfung; Gebrechen verursachend. Menschliche Arbeitskraft als Wegwerfartikel.

Quelle und weiterlesen>

»Schuld sind die neoliberalen Eliten«  Die Hartz-Gesetze stellen eine Art »Verfolgungsbetreuung« dar. Sie sind wichtiges Element beim Aufbau eines autoritären Staates.link
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Das System macht keine Fehler, es ist der Fehler.
Eivisskat
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« Antworten #68 am: 17. November 2007, 13:38:01 »

siehe auch hier: http://www.chefduzen.de/thread.php?postid=95680#post95680

Die krankgeschriebenen Briefträger HH's haben übrigens meine volles Mitgefühl Tongue und ich wünsche allen eine ruhige, gründliche & vollständige Genesung, damit sie nicht gleich beim nächsten Virus wieder auf der Nase liegen...

Falls inzwischen wichtige (Arge-) Briefe verlorengehen sollten, bewerten wir das als höhere Gewalt.
LG
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flipper


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« Antworten #69 am: 17. November 2007, 20:24:47 »

Zitat
Original von Eivisskat
Die krankgeschriebenen Briefträger HH's haben übrigens meine volle Sympathie Tongue und ich wünsche allen eine ruhige, gründliche & vollständige Genesung, damit sie nicht beim nächsten Virus wieder auf der Nase liegen...

wünsche ich auch. lasst euch schön gesund pflegen auf kosten der ausbeuter!  :cheer:

unterstützung gegen feindliche D- und ämtsärzte geben wir gerne im arbeit+krank forum.

uns tretet in die ver'di ein oder organisiert euch selbst schlagkräftig.

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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #70 am: 17. Januar 2008, 20:35:44 »

http://www.zustellerin.org
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« Antworten #71 am: 23. Januar 2008, 20:53:18 »

Zitat
Ohne Einfluss auf Dividende 2007
Post muss hohe Summe auf US-Geschäft abschreiben

Die Deutsche Post muss eine hohe Abschreibung auf ihr verlustreiches US-Geschäft hinnehmen. Die Abschreibungen sollen keinen Einfluss auf Dividende 2007 haben.


http://www.handelsblatt.com/News/Unternehmen/Handel-Dienstleistungen/_pv/_p/200040/_t/ft/_b/1381361/default.aspx/post-muss-hohe-summe-auf-us-geschaeft-abschreiben.html
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« Antworten #72 am: 02. Februar 2008, 14:08:53 »

Zitat
900 Postfilialen sollen geschlossen werden, bis zu 4000 Mitarbeiter wären von dem Aus betroffen, berichtet eine Zeitung. Doch nach Aussagen des Unternehmens sei dies "völliger Käse, von einer Verringerung der Poststellen kann nicht die Rede sein"

http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/unternehmen/:Filialnetz-Post/609699.html
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« Antworten #73 am: 14. Februar 2008, 11:03:57 »

Razzia bei Postchef Zumwinkel

Köln/Bonn (dpa) - Die Polizei hat am Donnerstagmorgen nach einem Bericht des ZDF das Privathaus und das Büro des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Post, Klaus Zumwinkel, durchsucht.

Nach Informationen des Senders soll gegen den Topmanager ein Haftbefehl wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung vorliegen.

http://www.kn-online.de/artikel/2305048/Razzia_bei_Postchef_Zumwinkel.htm
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Kater


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« Antworten #74 am: 25. Februar 2008, 19:24:57 »

Zitat
Test-Kooperation mit der "WAZ"
Post will Zeitungsboten einspannen
Von Sabine Tenta

In Essen und Mülheim werden ab dem 1. März Zeitungsboten der "WAZ" auch Werbepost für die Deutsche Post austragen. Ein Test, der bei Erfolg ausgeweitet werden soll. Die Gewerkschaft Verdi befürchtet ein Unterlaufen des Mindestlohns.
 
"Das ist ein Markttest", sagte Post-Sprecherin Silje Skogstad WDR.de auf Anfrage am Samstag (23.02.08 ). Er sei befristet bis zum 30.04.08. Dieser Test findet auf einem Markt statt, der in den letzten Monaten heiß umkämpft war und mit der Einführung eines Mindestlohns in der Branche die Konkurrenz der Deutschen Post in die Knie gezwungen hat: Der Zustelldienst PIN hatte Insolvenz angemeldet. Dabei hatte die Deutsche Post sich für einen Mindestlohn stark gemacht. Pikanterweise steht das neue Kooperationsmodell mit der WAZ nun im Verdacht, eben diesen Mindestlohn zu unterlaufen.

Ruhrgebiet ist ein Test für ganz Deutschland
Ab Anfang März soll zusammen mit der Zeitung im Morgengrauen Werbung in den Briefkasten kommen. "An alle Haushalte" - so vage und allgemein sind die Briefe gerne beschriftet oder es handelt sich um Werbeprospekte. Für diese Sendungen wird die Post zwei Monate lang das Netz der Zeitungsboten des "WAZ"-Verlages in Essen und Mülheim nutzen. Es geht um rund 700.000 Haushalte. Bei einem Erfolg des Tests soll die Kooperation nach Angaben der Post auf weitere Verlage in ganz Deutschland ausgedehnt werden.

Verdi: Post will Mindestlohn unterlaufen
"Wir haben Verträge mit der Post, die eine Fremdvergabe ausschließen", sagte Günter Isemeyer, Sprecher der Gewerkschaft Verdi NRW im Gespräch mit WDR.de. "Das ist ein klarer Versuch, den Mindestlohn zu unterlaufen." Denn der hart umkämpfte Mindestlohn der Branche gilt nur für Betriebe, die überwiegend persönlich adressierte Post zustellen. Rolf Bauermeister, Bundesfachgruppenleiter für Postdienste der Gewerkschaft Verdi weist daraufhin, dass die Menge der nicht-adressierten Werbepost "nicht unerheblich" sei: "Da steckt viel Arbeitspotenzial drin." Die Folge sei, dass die Zusteller der Deutschen Post deutlich weniger Arbeit hätten und ihre Bezirke neu zugeschnitten würden. "Und das führt dann schließlich zum Arbeitsplatzabbau", so Bauermeister. Verdi habe darum die Deutsche Post aufgefordert, das Auslagern der Werbepost zu stoppen. Andernfalls werde es "erhebliche Gegenwehr" der Gewerkschaft geben.

Postsprecherin Silje Skogstad sagte zu dem Vorwurf, den Mindestlohn unterlaufen zu wollen: "Die Entlohnung ist Sache des Verlags." Die Post habe zwar eine Vereinbarung mit dem Verlag, zu Details wolle sie sich aber nicht äußern. WAZ-Sprecher Paul Binder sagte am Samstag (23.02.08 ) zur Vergütung: "Wir sind fair und seriös."


http://www.wdr.de/themen/wirtschaft/wirtschaftsbranche/postdienste/080223.jhtml?rubrikenstyle=wirtschaft
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