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Autor Thema: Wohnung finden trotz Eidesstattlicher Versicherung???  (Gelesen 10810 mal)
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muggel


Beiträge: 32


« am: 10. September 2005, 15:18:58 »

Hilfäää...

Mein Mann hat einen Arbeitsvertrag bekommen für eine Arbeit in einer anderen Stadt. ARGE würde die Umzugskosten, die Kaution und die erste Miete übernehmen.
Mein Mann und ich wohnen seit 1996 in derselben Wohnung und haben keine Mietschulden. Wir haben allerdings beide im letzten Jahr unsere Anstellungen verloren und mussten wegen manchen Rechnungen die eidesstattliche Versicherung ablegen.

Jetzt will jeder potentielle Vermieter eine Selbstauskunft von uns haben und eine Bonitätsprüfung machen und lehnt uns als Mieter ab. Wenn ich schon im Vorfeld erwähne, dass wir zwar einen Schufa-Eintrag, aber keine Mietschulden haben, dann kommt es erst gar nicht zur Wohnungsbesichtigung.

Wenn wir keine Wohnung finden, dann sitzen wir weiter in unserer Heimatstadt ohne Arbeit fest, anstatt in einer anderen Stadt völlig unabhängig von Behördenhilfe leben zu können.  huh

Wo bekommt man mit Schufa-Eintrag eine Wohnung her???
Gibt es da Institutionen, die einem helfen können?
 Sad

VG
Muggel
Gespeichert
klaus72


Beiträge: 701



« Antworten #1 am: 10. September 2005, 17:52:34 »

@Muggel:

Es ist schon sehr Bedauerlich, wegen sch... EV, die Erfolg der Wohnungssuche erheblich erschwert.
Gehen Sie zwecks Beratung zum örtlichen Wohnungsamt !!!!!
(Amt für Wohnungswesen)
Es kann sein, dass Sie einen Anspruch auf Sozialwohnung (höhere Preislage)
haben.
Gespeichert
Wilddieb Stuelpner


Beiträge: 8919


« Antworten #2 am: 10. September 2005, 18:06:46 »

So etwas ähnliches kam in einer der Fernsehverbrauchersendungen mit der Schufa bei einem Kunden der Volksbank. Dessen EC- und Kreditkarten und Konten wurden durch einen automatisierten Datenabgleich der Bank mit der Schufa zur weiteren Nutzung gesperrt. Seine Frau war im Ausland auf Reisen und lief deshalb Gefahr mangels Finanzen nicht mehr nach Hause zu kommen.

Nach langem Hin und Her stellte sich heraus, daß beim Datenabgleich eine Verwechslung mit einem Namensvetter auftrat.

Auch eine Selbstauskunft hatte dem gepeinigten Kunden nicht weitergebracht, da keine Hinweis auf die verursachende Stelle gegeben wurden, die solche Schufaeinträge veranlaßte.

MDR, Sendung "Ein Fall für Escher": Im Datennetz der SCHUFA - Fehler und ihre Folgen

Wende Dich an eine Verbraucherzentrale, Schuldnerberatung oder Mieterverein, um Tipps zu erhalten wie man sich richtig gegen derartige Diskriminierungen wehrt.

Frage nach wie lange bestimmte Eintragsarten bei der Schufa in der Datenbank bleiben dürfen. Da gibt es gestaffelte Zeitspannen. Wenn die Frist Eures Eintrags abgelaufen sein sollte, verlangt von der Schufa die Löschung aus der Datenbank.

Focus: Fristen - Was wann gelöscht wird

So wie in einem polizeilichen Führungszeugnis Vergehen nach einiger Zeit getilgt werden, werden auch Schufa-Einträge nach bestimmten Fristen gelöscht:

Dazu gehören
  • Angaben über Anfragen von Vertragspartnern nach zwölf Monaten; sie werden aber auf Nachfrage nur zehn Tage lang bekannt gegeben
  • Kredite nach drei vollen Jahren ab dem Jahr der Rückzahlung
  • Daten über nicht vertragsgemäß abgewickelte Geschäfte drei Jahre nach der ersten Speicherung. Voraussetzung: Alle berechtigten Forderungen wurden beglichen
  • Kundenkonten des Handels nach fünf Jahren
  • Daten aus den Schuldnerverzeichnissen der Amtsgerichte nach drei Jahren; jedoch vorzeitig, wenn der Schufa eine Löschung durch das Amtsgericht nachgewiesen wird.
SCHUFA Holding AG Kormoranweg 5
65201 Wiesbaden
Tel.: +49 (0)6 11-92 78 0
Fax: +49 (0)6 11-92 78 109
Internet: http://www.schufa.de
E-Mail: [emai=info@SCHUFA.de]info@SCHUFA.de

aus der WISO-Monats-CD:

Bei Problemen kann man sich an den Ombudsmann wenden:
Ombudsmann Gernot W. H. Bickel
c/o SCHUFA HOLDING AG
GS München
Elsenheimerstraße 61
80687 München
E-Mail: Gernot.Bickel@schufa.de

Die regionalen Schufa-Geschäftsstellen

Regionale Schufa-Geschäftsstellen

Aachen
SCHUFA Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung Rhein-Saar GmbH,
Postfach 13 07
52014 Aachen
Telefon (0241) 16 90 61
Fax (0241) 16 75 24

Berlin
SCHUFA Ostdeutsche Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung GmbH,
Postfach 42 01 32
12061 Berlin

Bielefeld
SCHUFA Niederrheinisch-Westfälische Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung GmbH
Postfach 10 25 91
33525 Bielefeld
Telefon (0521) 17 70 70
Fax (0521) 17 70 00

Bochum
SCHUFA Niederrheinisch-Westfälische Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung GmbH
Postfach 60 05 09
44845 Bochum
Telefon (02327) 8 40 11
Fax (02327) 8 40 91

Bremen
SCHUFA Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung GmbH
Postfach 10 17 20
28017 Bremen
Telefon (0421) 3 63 02 66
Fax (0421) 3 63 02 49

Dortmund
SCHUFA Niederrheinisch-Westfälische Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung GmbH
Postfach 10 37 63
44037 Dortmund
Telefon (0231) 12 60 71
Fax (0231) 12 60 70

Düsseldorf
SCHUFA Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung GmbH
Postfach 10 47 4
40038 Düsseldorf
Telefon (0211) 1 67 61 00
Fax ( 0211) 36 00 37

Duisburg
SCHUFA Niederrheinisch-Westfälische Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung GmbH
Postfach 10 12 54
47012 Duisburg
Telefon (0203) 29 94 85
Fax (0203) 28 79 19

Frankfurt,
SCHUFA NORD Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung GmbH
Postfach 10 20 55
60020 Frankfurt a.M.
Telefon (069) 92 04 00
Fax (069) 92 04 02 50

Freiburg
SCHUFA Südwestdeutsche Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung GmbH
Postfach 14 05
79014 Freiburg
Telefon (0761) 3 62 45
Fax (0761) 38 32 97

Hamburg
SCHUFA NORD Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung GmbH
Postfach 10 58 09
20039 Hamburg
Telefon (040) 23 71 90
Fax (040) 23 71 92 22

Hannover
SCHUFA NORD Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung GmbH
Postfach 56 40
30056 Hannover
Telefon (0511) 1 23 98
Fax (0511) 1 23 97 35

Karlsruhe
SCHUFA Südwestdeutsche Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung GmbH
Postfach 60 69
76040 Karlsruhe
Telefon (0721) 84 90 95
Fax (0721) 84 25 44

Kiel
SCHUFA NORD Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung GmbH
Hopfenstrasse 20-22
24114 Kiel
Telefon (0431) 66 38 30
Fax (0431) 6 63 83 33

Köln
SCHUFA Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung Rhein-Saar GmbH
Postfach 45 11 40
50886 Köln
Telefon (0221) 49 96 60
Fax (0221) 4 99 54 42

Leipzig
SCHUFA Ostdeutsche Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung GmbH
Postfach 39 00 12
04281 Leipzig
Telefon (0341) 8 66 10
Fax (0341) 8 66 11 10

Mannheim
SCHUFA Südwestdeutsche Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung GmbH
Postfach 10 28 49
68028 Mannheim
Telefon (0621) 3 89 81
Fax (0621) 1 35 01

Münster
SCHUFA Niederrheinisch-Westfälische Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung GmbH
Beelertstiege 5
48143 Münster
Telefon (0251) 4 03 17
Fax (0251) 4 52 31

München
SCHUFA Bayerische Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung GmbH
Postfach 21 04 68
80674 München
Telefon (089) 5 70 06-111
Fax (089) 5 70 06-344

Saarbrücken
SCHUFA Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung Rhein-Saar GmbH
Postfach 10 29 64
66029 Saarbrücken
Telefon (0681) 5 60 01
Fax (0681) 5 34 01

Stuttgart
SCHUFA Südwestdeutsche Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung GmbH
Postfach 10 46 43
70041 Stuttgart
Telefon (0711) 2 24 56 66
Fax (0711) 2 24 56 26

WISO-Musterbrief Zur Eigenauskunft bei der Schufa

Der schriftliche Antrag zur Eigenauskunft:

Antrag an SCHUFA für Eigenauskunft*
SCHUFA HOLDING AG
Geschäftsstelle Bochum
Verbraucherservicezentrum
Massenbergstr. 9 - 13
44787 Bochum

Datum:

Ich bitte um (zutreffendes bitte ankreuzen):

angekreuzt - eine Eigenauskunft (7,60 Euro)

Antragsteller
Pflichtangaben: Name, Vorname, Geburtsdatum
Die SCHUFA bittet zusätzlich um Angabe des Geburtsnamens und Geburtsortes um die Zuordnung zu erleichtern.

Adresse (gemeldeter Wohnsitz):
Pflichtangaben: Straße, Hausnummer, PLZ, Ort
Freiwillige Angaben: Adresse eines Zweitwohnsitzes und/oder Voranschrift(en)

Lastschrifteinzug
Das o.g. Entgelt in der Höhe von __________ Euro zahle ich an die SCHUFA durch Lastschrifteinzug.
Pflichtangaben: BLZ, Bankinstitut, Kontonummer, Name des Kontoinhabers, Datum + Unterschrift

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

* Eigenauskünfte werden in Bochum bearbeitet, Score-Berechnungen in Hannover. Wenn Sie eine Eigenauskunft und eine Score-Berechnung wünschen, müssen Sie die Anträge getrennt ausfüllen und an die verschiedenen Stellen schicken.

Diese Formulare orientieren sich an den Anträgen der SCHUFA, wie das Unternehmen sie selbst herausgibt. Wie viele Daten Sie preisgeben, bestimmen Sie selbst. WISO rät stets zur sparsamen Preisgabe persönlicher Daten.

Wichtiger Hinweis: u.U. nutzt die SCHUFA die Angaben aus diesem Formular dazu, um ihre Daten zu ergänzen und zu aktualisieren. Sollte eine Zuordnung ihrer Angaben bei der SCHUFA nicht möglich sein, wendet sich die SCHUFA nochmals an Sie.

Bankverbindung der Schufa
Schufa Bayerische Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung GmbH, Postbank München, Konto 4487808, BLZ 700 100 80

SCHUFA [Stand: 02/2005] - Antworten auf häufig gestellte Fragen

Wer darf bei der SCHUFA Auskünfte einholen?

Das Prinzip der SCHUFA basiert auf Gegenseitigkeit: Nur wer Daten meldet, erhält auch Auskunft. Die Vertragspartner der SCHUFA zahlen für jede Auskunft Geld, im Gegenzug gibt es für jede Branche spezielle ausgewählte Informationen. Formale Voraussetzungen sind ein Rahmenvertrag und eine Kennziffer. Je nach Kennziffer werden die Vertragspartner in Gruppen eingeteilt. Danach wird zwischen Vertragspartnern unterschieden, die eine A- oder B-Auskunft erhalten. Damit soll sichergestellt werden, dass jeder Vertragspartner nur die Daten und Informationen erhält, die für ihn notwendig sind. Zum Beispiel erhält eine Leasinggesellschaft über ihren potentiellen Kunden eine A-Auskunft, wenn sie nach einer Bankverbindung fragt. Sie erfährt darin lediglich, dass der Kunde an einem bestimmten Datum ein Girokonto eröffnet hat. Nicht mitgeteilt werden der Name des Kreditinstituts und die Kontonummer. Dagegen wird einem Versandhändler nur eine B-Auskunft gewährt. Diese enthält keine Angaben darüber, ob ein Girokonto existiert. Banken gehören zu den A-Auskunftsberechtigten. Sie dürfen jeden Kredit mit Betrag und Laufzeit abfragen. Auf den Monitoren der Sachbearbeiter erscheinen für den Laien undefinierbare Kürzel, so steht MB zum Beispiel für Mahnbescheid und GK für Girokonto-Kündigung.

Darf mein Vermieter eine SCHUFA-Eigenauskunft von mir verlangen?

Laut SCHUFA werden über 90 Prozent aller Eigenauskünfte zur Vorlage bei Vermietern oder Arbeitgebern verwendet. Angenommen Ihr neuer Vermieter will vor der Unterzeichnung des Mietvertrags wissen, ob Sie in der Vergangenheit Ihren Verpflichtungen auch immer pünktlich nachgekommen sind. In der Eigenauskunft, die auch als "wirtschaftliches Führungszeugnis" bezeichnet wird, steht für den Vermieter viel Wissenswertes drin. Ein Recht auf eine Eigenauskunft hat er aber nicht und Sie sollten sich darauf auch nicht einlassen. Üblich ist die Vorlage einer Gehaltsbescheinigung.

Darf meine Bank auch kleinere Zahlungsrückstände an die SCHUFA melden?

Die Meldung ist bei Beträgen ab 100 Euro zulässig, entschied das Oberlandesgericht Saarbrücken, AZ: 3 C 1782/01

Aufgrund welcher Rechtsgrundlage, darf die SCHUFA meine Daten an Dritte weitergeben? Mit der Unterschrift unter die SCHUFA-Klausel willigen Sie ein, dass Ihre - in Übereinstimmung mit dem Bundesdatenschutzgesetz - gespeicherten Daten an die Vertragspartner der SCHUFA weitergegeben werden.

Wieso behauptet die SCHUFA, dass meine Scoredaten nicht gespeichert werden?

Der Score ist eine Zeitpunktbetrachtung. Sein Wert wird ermittelt, wenn ein Vertragspartner den Score anfragt. Er werde nicht in Ihrem Datensatz gespeichert, sondern sofort gelöscht, heißt es bei der SCHUFA. Es kann also sein, dass Sie bei einer Eigenanfrage einen anderen Wert erhalten, als einige Wochen zuvor Ihr Vertragspartner.

Wie pflegt die SCHUFA ihren Datenbestand?

Die SCHUFA-Daten sind nur so gut, wie die Meldedisziplin ihrer Vertragspartner. Auch auf die Richtigkeit der Daten hat die SCHUFA keinen Einfluss. Das Landgericht Stuttgart (AZ: 21 0 97/01) entschied: Die SCHUFA darf darauf Vertrauen, dass die ihr gemeldeten Daten stimmen.

Darf an die SCHUFA eine Kontoüberziehung durch den Gebrauch der EC-Karte gemeldet werden?

Ja, das Kürzel dazu heißt "KM", Missbrauch eines Kontos durch den rechtmäßigen Kontoinhaber. So geschehen in einem Fall in Frankfurt. Andere Banken sperrten seine Kundenkarte oder lehnten ihn als Neukunden ab. Für das Gericht (OLG Frankfurt, AZ: 16 U 92/02) spielte das keine Rolle. Es habe festgestanden, dass der Kunde bereits öfter seinen Kreditrahmen überzogen hatte und nicht mit einer Aufstockung des Kreditrahmens rechnen durfte. Bei einer Überziehung aus Versehen, darf das Kreditinstitut dies nicht als Missbrauch melden. Im Zweifelsfall hat die Bank die Beweislast.

Wo kann ich mich beschweren?

Beschwerden über die SCHUFA können Sie direkt bei der
SCHUFA-Holding AG
Hagenauer Str. 44
65203 Wiesbaden
Tel. +49 (0)6 11-92 78 0
Fax: +49 (0)6 11-92 78 109

einreichen, bei den jeweiligen Landesdatenschutzbeauftragten oder beim Regierungspräsidenten. In einigen Bundesländern befasst sich auch das Innenministerium mit der SCHUFA, zum Beispiel in Baden-Württemberg (Referat Handelsauskunfteien und SCHUFA).

Sie können sich ebenfalls beim SCHUFA-Ombudsmann beschweren.

Muss ich bei einem schlechten Score einen höheren Kreditzins zahlen, als vergleichbare andere Personen mit einer besseren "Note"?

Die Kreditinstitute geben darüber keine Auskunft. Aber klar ist, dass nicht alle Kunden gleich sind und auch Verhandlungsspielraum möglich ist. Verbraucherschützer gehen jedoch davon aus, dass schlechte Daten zukünftig höhere Zinsen kosten werden.
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klaus72


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« Antworten #3 am: 10. September 2005, 18:14:07 »

......entschuldigung, dass ich "Sie" -Form benutzt habe!
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flipper


Beiträge: 3177



WWW
« Antworten #4 am: 11. September 2005, 14:30:55 »

das problem ist bekannt. rat gibts beim örtlichen mieterverein, wer brauch.

diese bonitätsprüfungen sind teuer und machen nur grossmiethaie.

datenschutzskandal:

miethaivereine rufen daten über infoscore inkasso baden-baden ab. mittlerweile nach öffentlichen protesten des mieterbundes vermutlich eingestellt.

ihr steht schon in der schufa wenn ihr einmal die internet-rechnung nich bezahlt.

@JK: ombudsmann der schufa? sehr witzig. kann ich nur abraten. dessen entscheidungen sind rechtsverbindlich als erster rechtszug.

lieber direkt vors amtsgericht und datenschutzaufsichtsverfahren bei behörde beantragen.

beschweren könnt ihr euch im lampenzimmer Cheesy

diese ombudsmänner sind nur so eine firewall und befriedungsfunktion um die schufa vor massenklagen zu schützen und den aufwand für gerichte zu eurem nachteil gering zu halten. darauf soll man nich reinfallen.

SEHR WICHTIG: immer 2-3 wochen nach irgendwelchen geschäftsabschlüssen die unterschriebene schufa-klausel widderufen, schriftlich, ausser bei eurer bank, die streicht euch sonst das dispo.

eigenauskünfte hat die schufa übrigends gemäss bdsg kostenlos zu machen, andernfalls mit aufsichtsverfahren und klage drohen. stellt denen euren aufwand i.h.v 250,-€ gemäss bgb in rechnung wenn die zicken machen.
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"Voting did not bring us further, so we're done voting" (The "Caprica Six" Cylon Model, BSG)
Spätlese


Beiträge: 797


« Antworten #5 am: 13. September 2005, 13:31:30 »

Zitat:
Jetzt will jeder potentielle Vermieter eine Selbstauskunft von uns haben und eine Bonitätsprüfung machen und lehnt uns als Mieter ab.

=

Die ARGE´s können den Mietzins bzw. die Neben-/Begtriebskosten auch direkt auf das Konto des Vermierters überweisen (so das sich dieser trotz Eidesstattlicher Versicherung bzw. Schufa-Eintrag keine Sorgen um seine Patte machen muss.)

Entsprechende Bestätigung der Kostenübernahme bzw. der Direktzahlung auf das entsprechende Konto des Vermierters durch die ARGE einfach dem Vermieter vorlegen - z. B. bei einer Besichtigung.

---

Ausserdem evtl. mal checken, ob die Schufa-Einträge noch aktuell bzw. gerechtfertigt sind, oder ob diese gelöscht gehören.

---
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Alle von mir getätigten Aussagen/Antworten/Kommentare entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen keinerlei Rechtsberatung dar.
muggel


Beiträge: 32


« Antworten #6 am: 13. September 2005, 22:34:23 »

Wir haben es geschafft!!!
Wir haben eine Wohnung gefunden, trotz EV!!!
 Cheesy

Bei uns war jetzt die Sachlage so, dass wir aus finanziellen Gründen nicht zu unbegrenzt vielen Wohnungsbesichtigungen in die 250 km entfernte Stadt reisen konnten. Deshalb habe ich versucht, die Vermieter, die auf Bonität bestehen, im Vorfeld schon zu eliminieren, indem ich Ihnen am Telefon von der abgelegten EV erzählt habe. Es hätte ja nichts gebracht, wenn wir z.B. 20 Wohnungen angeschaut hätten, von denen dann alle Vermieter sagen, dass sie uns die Wohnung nicht geben werden.  Sad

Und wir haben es jetzt geschafft: wir haben eine Wohnung gefunden bzw. einen Vermieter, der uns trotz EV eine Wohnung anbietet. Allerdings hatten wir wirklich Glück, denn die Genossenschaft, die uns jetzt genommen hat, hat sich darauf berufen, dass unsere EV nicht sooo schlimm wäre, wie uns nach der Bonitätsprüfung gesagt wurde.

Wir haben also eine Wohnung bekommen; allerdings nur mit Persistenz, mit Barzahlung der ersten Miete plus Kaution und mit Wohnberechtigungsschein, den wir dann auch noch beantragen mussten. <<< Hat sich leider auch nicht so leicht gestaltet, denn man braucht den Wohnberechtigungsschein für die Stadt, in der man künftig lebt. Und wenn man noch in der "alten" Stadt gemeldet ist, stellt einem die "neue" Stadt natürlich ohne behördliche Anmeldung dort nichts aus. Wir haben also in der "alten" Stadt den Wohnberechtigungsschein angestrebt, ihn erhalten und dann über die beiden Stadtverwaltungen den Vermieter informieren lassen. War um 3 Ecken, aber es hat funktioniert...

Bürgen hatten wir in dieser Sache keine zur Verfügung. Im gesamten Bekanntenkreis wurden schon einige durch die Massenentlassungen, Insolvenzen und Hartz IV an die Armutsgrenze getrieben.  Sad

Möchte nochmal allen für ihre Tipps danken.
Wir haben es geschafft und werden in den nächsten Tagen umziehen.
Und hier für alle, die die Frage künftig interessiert, weil sie in der Situation sind, sich mit EV eine Wohnung zu suchen:

1. Von Absagen von Vermietern nicht entmutigen lassen!
2. Die örtlichen Wohnungsgenossenschaften ansprechen!
3. Wohnberechtigungsschein beantragen (in Bayern: 17,50 EUR)
4. NICHT AUFGEBEN!!!


Allerdings hat mich jetzt bei der ganzen Geschichte wirklich traurig gemacht, wie sehr wir alle zu gläsernen Bürgern geworden sind. Im Zuge von Hartz IV hat man keine Privatsphäre mehr. Jeder kann alles über einen nachprüfen. Wir müssen unsere Konten offenlegen, unsere Wohnungen von ARGE-Angestellten inspizieren lassen... und uns im Vorfeld eines Umzuges vor jedem potenziellen Vermieter finanziell ausziehen.  shocked

Unser zukünftiger Vermieter hat auch bei unserem jetzigen Vermieter angerufen, um nach Mietschulden zu fragen. Man fühlt sich ganz schön mies, wenn in diesem System die eigenen Angaben gar nichts mehr wert sind, sondern nur noch hinter einem hertelefoniert wird, um sich die Angaben bestätigen zu lassen, weil davon ausgegangen wird, dass man lügt. Das finde ich sehr schlimm.  Sad

Macht mir persönlich sehr viel aus, da ich in meinem Leben noch nie Leute angelogen habe, die mit mir einen Vertrag eingehen. Und es macht mich sauer auf die Leute, die dieses System durch ihre Lügen dazu gebracht haben, jetzt derartig kontrolliert und entmündigt zu werden.  huh

Naja... bin froh, dass wir alles (zumindest bis auf den Umzug) hinter uns haben und jetzt wieder in der grauen Masse im System verschwinden können...

LG
Muggel
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Labrador


Beiträge: 17


« Antworten #7 am: 21. September 2005, 19:11:44 »

miethaivereine rufen daten über infoscore inkasso baden-baden ab. mittlerweile nach öffentlichen protesten des mieterbundes vermutlich eingestellt.

Nein, leider nicht eingestellt...die geben immer noch munter Auskünfte...
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_______________________

Die Demokratie ist ein Verfahren,das garantiert,daß wir nicht besser regiert werden, als wir es verdienen...
regenwurm


Beiträge: 3533



WWW
« Antworten #8 am: 22. September 2005, 02:15:58 »


@Muggel, dank deines /euren Einsatzes hab Ihr das geschafft..
du fängst auch schon an dich für etwas zu bedanken, was eigentlich selbstverständlich sein sollte..

Thema
Die Menschenrechte der UN und die Arbeit ihrer humanitären Organisationen sind Thema des Wettbewerbs. Pflichtthema für die TeilnehmerInnen am Wettbewerb ist Das Recht auf Nahrung. Zusätzlich können Wettbewerbsbeiträge zu weiteren Themen als Kür eingereicht werden: Das Recht auf Leben, - auf Wohnung, - auf Privatleben, - auf Bildung, - auf Arbeit. Zu den Themen:
Das Recht auf Nahrung Das Recht, keinen Hunger haben zu müssen; das Recht auf angemessene Nahrung und das Recht auf Wasser.

Das Recht auf Leben
Das Verbot willkürlicher Tötung; das Verbot der Todesstrafe; der Schutz des Lebens in bewaffneten Konflikten; das Genozidverbot.

Das Recht auf Gesundheit
Das Recht auf den höchsten erreichbaren Standard körperlicher und geistiger Gesundheit; das Recht, über den eigenen Körper und die eigene Gesundheit zu bestimmen; Schutz vor Gefahren durch Private, gesundheitsschädliche Arbeitsbedingungen und Schadstoffe; Hilfe bei Umweltkatastrophen; das Recht auf Gesundheit im Krieg; Schutz von verwundeten kranken Soldaten und Kriegsgefangenen; das Recht auf medizinische Hilfe; Beschneidung von Frauen; das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung.

Das Recht auf Wohnung
Das Recht auf angemessene Unterkunft; Schutz vor Bedrohung durch Private; Hilfe für Obdachlose
.

Das Recht auf Privatleben
Das Recht auf freie Lebensgestaltung im Alltag; Schutz der persönlichen Daten; das Recht der Achtung des Ansehens und der Ehre der Person; das Recht auf Zusammenleben in der Familie; das Recht, eine Ehe zu schließen und eine Familie zu gründen; Schutz der Wohnung; Schutz des Familienlebens; Schutz vor Misshandlung in der Familie; Schutz vor häuslicher Gewalt; Verbot der Zwangsheirat; Hilfe für von Eltern getrennte Kinder.

Das Recht auf Arbeit
Das Recht auf gerechte und günstige Arbeitsbedingungen; das Recht, Gewerkschaften zu bilden; das Verbot jeder Form von Sklaverei, Zwangsarbeit, Menschenhandel, Sexsklaverei; das Recht des Kindes auf Schutz vor wirtschaftlicher Ausbeutung; Verbot von Kinderarbeit.

Ziel
Die Wettbewerbsarbeiten haben das Ziel, in der Öffentlichkeit
Identifikation mit den Menschenrechten zu erreichen,
Identifikation, Verständnis, Mitgefühl mit betroffenen Menschen und ihren Problemen zu erreichen,
Identifikation mit den Zielen und der Arbeit humanitärer Organisationen zu erreichen.

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Das System macht keine Fehler, es ist der Fehler.
felmario


Beiträge: 6


« Antworten #9 am: 14. August 2009, 09:50:34 »

Ich weiß von einem Freund, dass es echt schwer ist, in einer solchen Situation eine Wohnung zu bekommen. Überhaupt wenn man ein Haus kaufen oder mieten möchte und noch ein Verfahren am Laufen ist, ist eine Baufinanzierung ohne Schufa ist fast unmöglich. Bei einem negativen Eintrag hast du kaum Chancen, da braucht man schon gute Kontakte und viel Glück. Aber wie man sieht, mit Einsatz und Mühe kommt man zumindest an eine gute Wohnung.
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