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Autor Thema: Leiharbeiterkämpfe anderswo  (Gelesen 24359 mal)
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ManOfConstantSorrow


Beiträge: 6213


« am: 01. Januar 2006, 13:19:34 »

Gleichzeitig mit einem Hungerstreik polnischer Leiharbeiter auf einer Werft im französischen St. Nazaire und Organisierungsversuchen von polnischen LeiharbeiterInnen in der Fleischindustrie in England fingen im Juni polnische Leiharbeiter in einem Großlager der Supermarktkette Tesco in Dublin an, sich selbst zu organisieren. Sie fordern die Festeinstellung bzw. Gleichstellung der Leiharbeiter und die Senkung der ständig steigenden Arbeitsnormen.

Im Laufe des Kampfs gelang es der irischen Gewerkschaft SIPTU, den Arbeitern die Initiative mit dem Versprechen, die Angelegenheit auf höchster Ebene juristisch zu regeln, weitgehend aus der Hand zu nehmen. Noch im Interview hatte Radek zwar bedauert, dass seine eigene Initiative ins Stocken geraten war, die Rolle der Gewerkschaft aber überwiegend positiv gesehen. Als Radek und sein Kollege Zbyszek dann entlassen wurden, hielt die SIPTU still. Als die beiden daraufhin zusammen mit polnischen Kollegen und irischen AnarchistInnen ein Verteidigungskomitee für Tesco-Leiharbeiter organisierten und bei Tesco zum Streik aufriefen, trat die SIPTU diesem Streikaufruf offen entgegen und rief zum Weiterarbeiten auf. Gegen die Entlassungen und die Praktiken von Tesco hat es in seit Ende Juli in Irland und Großbritannien eine Reihe von Protestaktionen gegeben, seit Mitte August auch in Polen selbst. Die Rolle der Gewerkschaft(en) dagegen wird im Moment nicht sehr ausführlich diskutiert.

aus Wildcat Nr.75
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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #1 am: 06. Januar 2006, 16:48:10 »

Gab es im Juni bereits erste grössere Streiks in einzelnen Minen, so sind ab Anfang Januar 2006 alle Zeitarbeiter in Chiles Kupferminen in den Streik getreten, mit Forderungen, die im wesentlichen darauf abzielen mit den (wenigen) Festangestellten gleich gestellt zu werden, sowie einen Bonus auf die Löhne, nachdem die Geselsschaft Codelco im letzten Jahr Rekordgewinne einfuhr.

(labournet 6.1.06)
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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #2 am: 21. Januar 2006, 11:49:11 »

Gewerkschaftsoppositionelle aus Arica erklären ihre Solidarität mit streikenden Zeitarbeitern

Das "Kampfkomitee (der Stadt) Arica", das aus Eisenbahnern, Hafenarbeitern, Studenten und Schülern besteht hat den streikenden Zeitarbeitern der Kupfermine CODELCO seine Solidarität übermittelt und die Notwendigkeit der Unterstützung dieses Kampfes zum einen mit den eigenen Kämpfen, zum anderen mit der (mehr als) zögerlichen Haltung des Gewerkschaftsbundes CUT gegenüber der Regierung und ihrem Zeitarbeitsgesetz.

(labournet 20.1.06)
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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #3 am: 09. Mai 2007, 11:56:56 »

Indonesien, Bekasi: 13 Arbeiter, die meisten davon Frauen, wurden bei Auseinandersetzungen mit der Polizei vor der Metall- und Plastikfabrik PT Fujisei verletzt, ein Arbeiter musste ins Krankenhaus gebracht werden. Die Belegschaft wehrt sich dagegen, daß die Firma einerseits bis zu 216 Leute rausschmeissen will, andererseits aber LeiharbeiterInnen einstellt. Sie verlangen für die bisher Festeingestellten ordentliche Abfindungen. Die Aktion begann friedlich. Nachdem die Geschäftsleitung bisher nur geschwiegen hat, richteten sich die Streikenden auf längere Aktion ein und bauten Zelte auf. Daraufhin rief die Firma die Polizei, die damit begann, die Zelte wieder abzureissen. Daraufhin wehrten sich die ArbeiterInnen mit den Zeltstangen aus Bambus. Drei ArbeiterInnen wurden festgenommen. Die Aktion geht weiter, bis zum Abend haben sich die Manager nicht getraut, die Fabrik zu verlassen.

Quelle: Pikiran Rakyat, 9.5.07
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Markus91085


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WWW
« Antworten #4 am: 09. Mai 2007, 22:42:26 »

wie geil is das denn. Aber als ich das Fertig gelesen hatte verstand ich auch deine Überschrift. Sowas gibt´s in deutschland nicht, warum nur ? Schade dass viele Leiharbeiter oft "nicht wissen was sie tun" und sich rechtlich gesehen alles gefallen lassen.
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EA Arbeitslos, verteidigen sie ihre Freizeit im kampf gegen den endgegner, der sachbearbeiter im arbeitsamt.
ManOfConstantSorrow


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« Antworten #5 am: 29. Januar 2008, 20:57:35 »

Beiersdorf blockiert    

Malang, Indonesien: Etwa 50 Zeitarbeiter blockierten mit Firmenfahrzeugen das Werkstor der Kosmetikfabrik PT Beiersdorf Indonesia. Die Polizei konnte nix machen, weil die Luft aus den Reifen gelassen worden war. Beiersdorf hat 230 Leute einer Zeitarbeitsfirma rausgeschmissen, ohne Abfindung. Die Firma sagt, für die Arbeiter sei die Zeitarbeitsfirma GSI zuständig. Nach einiger Zeit wurden die Reifen wieder aufgepumpt und die Blockade beendet.

Quelle: Surya, 29.1.08
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klaus72


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« Antworten #6 am: 30. Januar 2008, 08:35:59 »

Sind die Deutsche Körper und deren Eigenschaft physisch für einen Aufstand zu weich und senil ?

Nur im Ausland zeigen die Betroffenen die Wut, drücken aus, was denen nicht gefällt.

Daher wisssen unsere Politiker sehr genau, dass das deutsches Volk sehr phlegmatisch ist.

Phlegmatisch sein schadet sich selbst und allen !!

Was ist jetzt und heute mit den Zeitarbeitern und Belegschaften der Firma Nokia ? Soweit ich verstanden habe, wird das Werk in Bochum trotz Intervention voll und ganz aufgelöst.
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Sektsauferle


Beiträge: 1693



« Antworten #7 am: 31. Januar 2008, 21:10:57 »

erst hieß es, sie lassen mit sich reden, mein aktueller stand ist, sie wollen nur einen kleinen teil zu endkontrollzwecken behalten.

wie immer, woanders billiger fertigen lassen, dann bei uns zur kontrolle, die hälfte in den müll, und das lohnt sich dann immer noch.

und die deutschen arbeiter sind denen völlig gleich, wie man sieht auch bei schwarzen zahlen.
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In Memory of Menschenrechte !!!
ManOfConstantSorrow


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« Antworten #8 am: 28. Februar 2008, 12:20:41 »

In verschiedenen Städten demonstrierten ArbeiterInnen gegen Zeitarbeit und Outsourcing. In Jakarta etwa 1000, tausende aber auch in Bandung, Tangerang, Karawang, Bekasi.
    

Quelle: Suara Pembaruan, 20.2.08
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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #9 am: 18. Mai 2008, 14:45:53 »

Chile: Teilerfolg im Streik der Leiharbeiter im Kupferbergbau

18.05.08: Die führenden Vertreter der EU beabsichtigten, mit Durchführung des  Lateinamerika-Gipfels die Länder Lateinamerikas mit ihrem enormen Rohstoffreichtum und den wachsenden Märkten verstärkt auszuplündern, und einer länderübergreifenden revolutionären Gärung auf fast dem gesamten südamerikanischen Kontinent entgegen zu treten. Während Angela Merkel erklärte, das Treffen sei mit den Vereinbarungen zu Klimaschutz und Armutsbekämpfung „sehr nützlich und weiterführend“ gewesen, weist der Streik chilenischer Leiharbeiter einen wirklich weiterführenden Weg für die Werktätigen, nicht nur in Lateinamerika. Ein Korrespondent berichtet:

„Vergangene Woche beschlossen die Leiharbeiter der staatlichen Kupfergesellschaft Codelco das Ende des Streiks und die Annahme des Verhandlungsergebnisses zwischen Regierung und Gewerkschaftsführung. Das Ergebnis sieht eine Einmalzahlung „Produktivitätsbonus für 2008“ von ca. 700€ vor, die Einrichtung von 2 „Runden Tischen“ zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und die Zusicherung der vollständigen Umsetzung der erkämpften Vereinbarungen aus dem Streik 2007, die Verbesserungen der Unterkünfte, Gesundheit, Bildung und Löhne umfassten.

Es ist daher ein Erfolg für die streikenden Arbeiter. Der Abschluss kam nur zustande, weil die Regierung sich in die Verhandlungen direkt einschaltete und auf die Forderungen der Leiharbeiter zum Großteil einging. Dies ist ein ermutigendes Zeichen für die Arbeiterbewegung in Chile, die gerade in den letzten Wochen mit zahlreichen Streiks im öffentlichen Nahverkehr einen Aufschwung nahm.

Das Streikergebnis  ist ein Teilerfolg und ein Kompromiss auf Grundlage des Kampfes. So war die Forderung nach der Einmalzahlung deutlich höher und auch eine Bezahlung der Streiktage wurde nicht ausgehandelt. Das Ergebnis wurde in einer Mine von 2.000 der 5.500 Arbeitern abgelehnt und zum weiteren Streik aufgefordert. Es wurde aber gleichzeitig zugestimmt, sich der Mehrheitsentscheidung unterzuordnen."

Der mutige Kampf der Leiharbeiter hat die Herrschenden in Schrecken versetzt.
"So äußerte Huberto Berg, ein führender bürgerlicher Ökonom und vergleichbar mit den hiesigen „Wirtschaftsweisen“: „Es ist ein schlechtes Zeichen, dass die Regierung eingegriffen hat. Es ist ein schlechtes Zeichen für den Rest des Landes, für die Millionen vernünftigen und verantwortungsbewussten Arbeiter. Es erscheint, als wäre der richtige Weg hier auf die Straße zu gehen und sich seinen Weg zu bahnen.“

(aus: rf-news)
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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #10 am: 29. Mai 2008, 14:50:45 »

Thailand:
Leiharbeiter haben ab jetzt das gesetzliche Recht auf die gleichen Löhne, Sozialleistungen und Zulagen wie festeingestellte Arbeiter, jedenfalls wenn sie die gleiche Arbeit machen. 42 Prozent der Arbeitskräfte in Thailand sind Leiharbeiter.
 

Quelle: The Bangkok Post, 28.5.08
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Kuddel


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« Antworten #11 am: 22. Juni 2008, 16:21:45 »

Dongguan, Guangdong: Mehr als 400 Arbeiter demonstrierten drei Stunden lang vor der Papierfabrik der Nine Dragons Paper Ltd. aus Hongkong. Sie sind Leiharbeiter und protestierten gegen ihre plötzliche Entlassung. "Wir kamen zur Arbeit und bekamen nur unsere Gehaltsschecks. Keine Vorwarnung, keine Abfindung". Die Arbeiter forderten Abfindungen in Höhe von 3 Monatslöhnen und tatsächlich erklärte die Firma am nächsten Tag, Abfindungen in Höhe von 90 Tageslöhnen zahlen zu wollen.
(umwaelzung.de)
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ManOfConstantSorrow


Beiträge: 6213


« Antworten #12 am: 30. Juli 2008, 19:32:32 »

In einem Artikel versteckt, fand ich folgende Zeilen:

Zitat
Im Arbeitskreis Leiharbeit [Automobilarbeiterratschlag] wurde von allen internationalen Delegationen aus Autokonzernbetrieben berichtet, dass sie alle das gleiche Problem mit der ständig steigenden Zahl von Leiharbeits-Beschäftigten haben. Von Peugot-Frankreich wurde aber auch berichtet, dass die Leiharbeiter einen Streik begonnen haben und sich die anderen Kollegen angeschlossen haben.


Hat jemand weitere Infos?
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Tiegel


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« Antworten #13 am: 02. August 2008, 10:56:44 »

Hallo zusammen,
Ist schon beeindruckend was diese Asiaten da zu stande gebracht haben.
Da viel mir ein Satz in der Sendung Zur Sache bei RNF Live vom 27,07.2008 ein, das es in Europa nur in Deutschland und England für Leiharbeiter so niedrige löhne gibt.
Tja, da ist einiges für uns zu tun
Gruß Tiegel
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matten


Beiträge: 745


« Antworten #14 am: 02. August 2008, 11:48:54 »

Zitat
Original von Kuddel
Dongguan, Guangdong: Mehr als 400 Arbeiter demonstrierten drei Stunden lang vor der Papierfabrik der Nine Dragons Paper Ltd. aus Hongkong. Sie sind Leiharbeiter und protestierten gegen ihre plötzliche Entlassung. "Wir kamen zur Arbeit und bekamen nur unsere Gehaltsschecks. Keine Vorwarnung, keine Abfindung". Die Arbeiter forderten Abfindungen in Höhe von 3 Monatslöhnen und tatsächlich erklärte die Firma am nächsten Tag, Abfindungen in Höhe von 90 Tageslöhnen zahlen zu wollen.
(umwaelzung.de)

gut..aber kann es mir kaum vorstellen in China da kommt

normal da Militär und klärt die Sache.. huh
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Schimmelreiter


Beiträge: 244


« Antworten #15 am: 04. August 2008, 06:04:11 »

Zitat
Original von matten
Zitat
Original von Kuddel
Dongguan, Guangdong: Mehr als 400 Arbeiter demonstrierten drei Stunden lang vor der Papierfabrik der Nine Dragons Paper Ltd. aus Hongkong. Sie sind Leiharbeiter und protestierten gegen ihre plötzliche Entlassung. "Wir kamen zur Arbeit und bekamen nur unsere Gehaltsschecks. Keine Vorwarnung, keine Abfindung". Die Arbeiter forderten Abfindungen in Höhe von 3 Monatslöhnen und tatsächlich erklärte die Firma am nächsten Tag, Abfindungen in Höhe von 90 Tageslöhnen zahlen zu wollen.
(umwaelzung.de)

gut..aber kann es mir kaum vorstellen in China da kommt

normal da Militär und klärt die Sache.. huh
Zwei Stichworte:
Sonderwirtschaftszone Hong Kong
Olympische Spiele 2008
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Kuddel


Beiträge: 9989


« Antworten #16 am: 14. August 2008, 10:13:41 »

Südkorea       
3 Jahre Streik


Arbeiterinnen der Kiryung Elecktonics sind seit drei Jahren in Streik gegen ihre Entlassung. Sie waren als Leiharbeiterinnen eingestellt, zum Teil schon seit Jahren. Vor drei Monaten gab es Verhandlungen mit der Firma mit dem Ergebnis, dass die Arbeiterinnen fest eingestellt werden sollten, "nach einem Jahr Trainingszeit". Das akzeptierten die Arbeiterinnen, nicht aber das Management. Man könne niemand mehr fest einstellen, weil man nach China gehen wolle. Seit dem sind einige ArbeiterInnen im Hungerstreik.



Quelle: The Hankyoreh, 8.8.08
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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #17 am: 06. September 2008, 20:11:34 »

Streik der Zeitarbeiter auf der Werft

6 Monate dürfen Zeitarbeiter laut Gesetz im Kamerun an einer Arbeitsstelle beschäftigt werden. Jetzt haben 200 Zeitarbeiter der nationalen Werft einen Streik begonnen, weil sie - nach drei Jahren Arbeit auf der Werft - mit einem Federstrich entlassen werden sollen. Der Direktor gab ihnen zur Antwort, dass die Werft noch nie Zeitarbeiter übernommen haben...

http://communisme.wordpress.com/2008/09/02/lutte-des-ouvriers-des-constructions-navales-et-industrielles-du-cameroun/
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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #18 am: 13. September 2008, 00:38:59 »

09.09.08 - Am Wochenende traten im Manesar Werk von Honda Motorcycle and Scooter India (HMSI) 1.500 Kontrakt- und Leiharbeiter in den Streik. Sie protestierten gegen körperliche Übergriffe von Vorgesetzten gegen Kollegen. Der Protest startete in der Nacht zum Samstag und breitete sich auf die folgenden Schichten aus.
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« Antworten #19 am: 06. Dezember 2008, 13:33:22 »



Etwa 1.000 asiatische Arbeiter rebellierten gestern in der irakischen Hauptstadt Bagdad gegen ihre unwürdige Behandlung. Daraufhin wurden sie von der irakischen Polizei beschossen. Für Zahlungen von bis zu 3.000 US-Dollar in ihren Heimatländern Bangladesch, Nepal, Indien oder Sri Lanka angeworben, bekamen sie wegen "Auftragsmangel" keine Arbeit.
 
http://www.rf-news.de/rfnews/schlagzeilen#News_Item.2008-12-05.2533
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« Antworten #20 am: 13. Dezember 2008, 15:39:37 »

Zitat
   Gegen noch mehr Flexi    

Seoul: 3000 (laut Korea Times) oder 33 000 (Yonhap und AFP) demonstrierten gegen den Plan der Regierung, ein Gesetz zum Schutz von Leiharbeitern aufzuweichen. Das Gesetz, nach dem Leiharbeiter nach zwei Jahren festeingestellt werden müssen, war erst letztes Jahr in Kraft getreten. Es hatte Arbeitskämpfe zur Folge, weil einige Firmen noch kurz vorher LeiharbeiterInnen entlassen haben. Die Regierung will jetzt die Frist für Festeinstellung auf vier Jahre verlängern. Südkorea hat mit fünfeinhalb Millionen irregulärer Arbeiter fast dreimal soviel als der Durchschnitt der OECD- Länder.    

Quelle: Yonhap News, The Korea Times, 29.11.08


Zitat
Namibia

Leiharbeit wird verboten

Man muß kein Fan der Regierungspartei SWAPO sein, um einiges in Namibia anzuerkennen, was es in der Bananenrepublik Deutschland nicht gibt: ein Grundeinkommen etwa für Menschen wenigstens auf dem Lande und - laut Urteil des Obersten Gerichtshofes - ab kommendem Jahr das Verbot der Leiharbeit. Die Regierung hatte ein entsprechendes Gesetz erlassen, das von dem Unternehmen Africa Personnel Services (APS) per Verfassungsklage angefochten worden war - die drei Richter lehnten die Klage einstimmig ab. APS - das sich natürlich ausschließlich um die Arbeitsplätze sorgte, worum auch sonst - beschäftigt rund 8.000 der immerhin 16.000 ZeitarbeiterInnen, die in Namibia (ca 2 Millionen einwohnerInnen) registriert sind. Der Artikel "Labour Hire Banned" http://allafrica.com/stories/200812040446.html von Denver Isaacs in der Zeitung The Namibian vom 4. Dezember 2008 macht jedenfalls Lust darauf, die namibische Regierung doch zu bitten, eine Entwicklungshilfe-Delegation in die BRD zu schicken in Sachen soziale Verfassung.
« Letzte Änderung: 13. Dezember 2008, 15:43:29 von ManOfConstantSorrow » Gespeichert

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Kuddel


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« Antworten #21 am: 30. Dezember 2008, 20:39:11 »

   Erfolg bei Koscom    


Nach 475 Tagen Streik haben 65 Leute ihre Festeinstellung bei Koscom (wieder)gekriegt. Koscom ist die Datenvertriebsagentur der Börse in Seoul. Die jetzt wieder Eingestellten waren trotz jahrelanger Beschäftgung in einer Tochter der Firma als Zeitarbeiter betrachtet worden. Als eine Gesetzesreform verlangte, dass Beschäftigte nach zwei Jahren fest eingestellt werden müssen, engagierte Koscom eine andere Leihfirma, woraufhin der Streik mit spektakulären Aktionen vor der Börse begonnen hat.
   
The Korea Times, 29.12.08
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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #22 am: 16. Januar 2009, 17:17:52 »

Zitat
In Thessaloníki wurden am 7.1. und 8.1. die Niederlassungen von OIKOMET und der Leiharbeitsfirma Adecco durch AktivistInnen vollkommen zerstört.

http://de.indymedia.org/2009/01/239451.shtml
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« Antworten #23 am: 21. Mai 2010, 17:56:23 »

Am 1. Mai:
Zitat
Taiwan: Mehr als 10 000 Arbeiter aus dem ganzen Land demonstrierten in Taipeh u.a. gegen Zeitarbeit. (Taipei Times)
(Taipei Times)
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Kuddel


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« Antworten #24 am: 19. Juni 2010, 17:11:43 »

Zitat
Aus Protest gegen die mögliche Kündigung von 285 Leiharbeitern legten zudem die Beschäftigten der Athener Metro bereits den zweiten Tag in Folge für 24 Stunden ihre Arbeit nieder.
http://www.rf-news.de/2010/kw24/18.06.10-griechenland-wieder-streiks-gegen-krisenprogramm
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