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Autor Thema: Flieger, die nicht fliegen  (Gelesen 55721 mal)
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Kuddel


Beiträge: 10137


« Antworten #100 am: 26. November 2016, 18:49:24 »

Es scheint jedenfalls so, daß das Streiken eher da klappt, wo der DGB nicht im Weg steht.

Zitat
Piloten lehnen Tarifangebot ab

Nur kurz lagen neue Verhandlungen zwischen der Lufthansa und ihren Piloten in der Luft. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit lehnte das jüngste Angebot der Airline ab. Das sei nicht neu und nur der Versuch, die Piloten aufs Glatteis zu führen.
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.lufthansa-piloten-lehnen-tarifangebot-ab.d2d776d8-3404-4917-9575-9f4a5198e8e8.html
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Fritz Linow


Beiträge: 823


« Antworten #101 am: 29. November 2016, 22:14:41 »

Zitat
Boden-Betriebsrat ruft zu Demo gegen Pilotenstreik auf

Im zugespitzten Arbeitskampf bei der Lufthansa kommt es zu einem öffentlichen Kräftemessen zwischen den streikenden Piloten und Teilen der übrigen Belegschaft. Für diesen Mittwoch haben sowohl die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) als auch der Betriebsrat des Frankfurter Bodenpersonals zu entgegengesetzten Demonstrationen vor der Lufthansa-Unternehmenszentrale aufgerufen.
(...)
Die Kabinengewerkschaft Ufo distanzierte sich ausdrücklich von der Demonstration gegen die Piloten. Der Aufruf sei ein «bitteres Armutszeugnis» für das Gremium, erklärte Ufo-Tarifvorstand Nicoley Baublies. Verdi distanzierte sich ebenfalls. "Wir halten die Demonstration für falsch und haben unsere Mitglieder aufgefordert, daran nicht teilzunehmen", sagte Bundesvorstandsmitglied Christine Behle der dpa. Die Verdi-Vertreter im Betriebsrat hätten sich ausdrücklich gegen die Aktion gewendet.
(...)

http://www.fr-online.de/wirtschaft/lufthansa--boden-betriebsrat-ruft-zu-demo-gegen-pilotenstreik-auf-,1472780,34975068.html

Zitat
(...)
Der Bodenbetriebsrat Frankfurt wird von vier Mitarbeitergruppen geführt. Neben der DGB-Gewerkschaft Ver.di sind die Vereinigung Boden, die Unabhängigen Lufthanseaten sowie die Vereinigung Luftfahrt vertreten. Zum Bodenpersonal gehören etwa die Beschäftigten in der Passagierabfertigung, Ticketabrechnung und Wartung.
(...)

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/lufthansa-streik-bodenpersonal-ruft-zu-anti-piloten-demo-auf-a-1123640.html
« Letzte Änderung: 30. November 2016, 00:29:26 von Fritz Linow » Gespeichert
Fritz Linow


Beiträge: 823


« Antworten #102 am: 06. Dezember 2016, 10:16:45 »

Zitat
Norwegian: Schlecht qualifizierte Cockpitcrews zum Dumpingpreis?

Am 4. November ereignete sich an Bord einer Norwegian-Maschine ein Zwischenfall, der auf eine offensichtlich nicht korrekt arbeitende und scheinbar völlig überforderte slowakische Cockpitcrew zurückzuführen war - aufgedeckt wurde der Skandal durch den Branchendienst "Aviation Herald". Könnte das ein Vorgeschmack darauf sein, was Passagieren blüht, wenn prekären Beschäftigungsverhältnissen bei Billigfliegern nicht endlich nachhaltig vom Gesetzgeber Einhalt geboten wird? Eine Punktlandung aus gegebenem Anlass.
(...)
Die Arbeitsbedingungen bei Norwegian stehen schon länger in der Kritik - so recherchierte etwa der "Berufsverband Cockpitpersonal Swiss" vor rund einem Jahr folgende Informationen: Im Juli 2015 liefert eine Umfrage der Norwegian Pilot Group erschreckende Ergebnisse: die Hälfte der Piloten der Norwegian ist unzufrieden, darüber hinaus sehen sich 50% der Piloten langfristig nicht mehr in diesem Unternehmen.
(...)
Unglücklicherweise sind die Passagiere zum Teil selbst schuld an dieser äußerst bedenklichen Entwicklung, die nicht nur auf Norwegian beschränkt ist. So lange Reisende nämlich ohne schlechtes Gewissen Flugtickets kaufen, die günstiger angeboten werden, als die Taxifahrt zum Flughafen und dabei noch nicht einmal auf die Idee kommen, dass sie sich damit selbst in Gefahr begeben, weil die Qualität der Cockpitcrews nicht mehr durchgehend gewährleistet werden kann, so lange wird das Geschäft der Billigflieger florieren - und damit werden auch große Netzwerkcarrier, die ihre Piloten streng selektieren und für viel Geld bis weit über das gesetzliche Mindestmaß hinaus qualifizieren, unter Druck gesetzt. Früher oder später werden auch sie gezwungen sein, ihre Qualitätsstandards abzusenken, wenn sie mit den Preistreibern mithalten wollen. Doch ist das wirklich erstrebenswert? Sicherlich nicht.

Im Sinne der Flugsicherheit und zum Schutz der der "Geiz-ist-geil-Mentalität" verfallenen Passagiere vor sich selbst, wären die europäischen Gesetzgeber daher gut beraten, prekäre Arbeitsbedingungen wie bei Norwegian, Ryanair und Co endlich dauerhaft und nachhaltig zu unterbinden. Anderenfalls wird der Wahn der Manager, die Kosten um jeden Preis auf Kosten der Qualität zu drücken, irgendwann zu Unfällen mit Todesopfern führen. Dann aber bitte möge niemand sagen, er sei nicht rechtzeitig gewarnt gewesen.

https://www.austrianwings.info/2016/12/billigflieger-norwegian-if-you-peanuts-youll-get-monkeys/
 
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Kuddel


Beiträge: 10137


« Antworten #103 am: 02. Januar 2017, 18:07:16 »

Sachen gibt's...
Zitat

Streikradar
Topaktuell über Streiks im Reiseverkehr informiert bei streikradar.de
http://www.streikradar.de/category/streik/
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Kuddel


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« Antworten #104 am: 22. August 2017, 14:31:07 »

Das klingt verdammt nach einem Wilden Streik!

Zitat
Streik der Gepäckabfertiger stört Flugbetrieb in Brüssel

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Mitten in der Ferienzeit hat ein spontaner Streik der Gepäckabfertiger den Betrieb am Brüsseler Flughafen erheblich gestört.

Bis Dienstagmittag waren fast 200 Flüge und rund 10 000 Passagiere betroffen, wie die Nachrichtenagentur Belga meldete. Flüge der Lufthansa -Tochter Brussels Airlines hätten ohne aufgegebenes Gepäck starten müssen. Die Gesellschaft forderte Passagiere auf, nur Handgepäck mitzunehmen.

Mit der Dienstagmorgen gestarteten Aktion von Mitarbeitern des Dienstleisters Swissport soll nach Angaben der Gewerkschaft ACV Transcom gegen die hohe Arbeitsbelastung und zu geringe Löhne protestiert werden. Erste Vermittlungsgespräche endeten am frühen Nachmittag ohne Ergebnis, wie es weiter hieß.
http://www.aktiencheck.de/news/Artikel-Streik_Gepaeckabfertiger_stoert_Flugbetrieb_Bruessel-8074067
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Kuddel


Beiträge: 10137


« Antworten #105 am: 23. August 2017, 09:35:43 »

Zitat
Überraschungs-Streik sorgt für Chaos in Brüssel

Ohne Vorwarnung legten die Gepäckmitarbeiter von Swissport in Brüssel ihre Arbeit nieder. Die Folge sind verspätete und annullierte Flüge


Vorbereiten konnte man sich am Flughafen Brüssel nicht. Am Dienstagmorgen (22. August) um 7.15 Uhr traten die Angestellten des Gepäckbereichs des Bodenabfertigers Swissport spontan in den Streik. Seither herrscht am Brussels Airport Chaos. Koffer werden nicht mehr pünktlich entladen oder eingeladen. Die Mitarbeiter verlangen eine Zulage für Mehrarbeit und die Einstellung von zusätzlichem Personal.

Rund 130 Flüge waren bisher verspätet und 16 wurden annulliert. Swissport fertigt rund 60 Prozent des Gepäcks in Brüssel ab – darunter auch für Austrian Airlines, Brussels Airlines, Lufthansa und Swiss. Der Flughafen empfiehlt Passagieren, sich bei ihren Fluggesellschaften zu erkundigen. Die Probleme werden nach Aussagen des Flughafens am Mittwoch andauern.
http://www.aerotelegraph.com/ueberraschungs-streik-sorgt-fuer-chaos-in-bruessel

Überraschungsstreiks find ich gut.
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Fritz Linow


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« Antworten #106 am: 05. September 2017, 12:40:19 »

Zitat
5.9.17
Erneute lange Warteschlangen am Flughafen

Düsseldorf. Am Düsseldorfer Flughafen hat es schon wieder lange Warteschlangen vor den Personen- und Gepäckkontrollstellen gegeben. Die Bordkarten-Kontrolleure ließen zeitweise wegen Überfüllung sogar die Zugänge zu den Sicherheitsschleusen an drei Flugsteigen schließen, so dass kein Passagier mehr in den Sicherheitsbereich gelangen konnte. "Es ging nicht anders. Es war einfach zu voll", sagte ein Mitarbeiter einer betroffenen Fluglinie. Seit Wochen schon kommt es am Airport Düsseldorf zu den Stoßzeiten oft zu sehr langen Warteschlangen. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi führt das auf fehlende Securitykräfte der Firma Kötter an den Kontrollschleusen zurück. "Deshalb müssen die Passagiere zu den Stoßzeiten im Akkord abgefertigt werden. Und das geht auf Kosten der Sicherheit und der Gesundheit der Mitarbeiter", betonte Gewerkschaftssekretär Özay Tarim. Auch gestern sollen wieder rund 70 Mitarbeiter gefehlt haben. Der Zustand könnte noch bis mindestens Mitte Oktober anhalten, vermuten Branchenkenner.

http://www.rp-online.de/wirtschaft/erneute-lange-warteschlangen-am-flughafen-aid-1.7060521
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Kuddel


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« Antworten #107 am: 12. September 2017, 14:39:48 »

Zitat
Flugausfälle
Wilder Streik kostet Air Berlin rund 4 Millionen Euro pro Tag
http://www.bz-berlin.de/berlin/wilder-streik-kostet-air-berlin-rund-4-millionen-euro-pro-tag

 Grin Grin Grin
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Kuddel


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« Antworten #108 am: 13. September 2017, 15:39:43 »

Zitat
Bundesarbeitsministerin Nahles hat die zahlreichen Krankmeldungen von Piloten bei Air Berlin als "hochgradig unsolidarisch" bezeichnet.

Die SPD-Politikerin sagte der Nachrichtenagentur Reuters, die insolvente Fluggesellschaft sei in einer ausgesprochen schwierigen Lage. Die Piloten belasteten einen Verkauf durch ihr Verhalten. Nahles betonte, an dem Unternehmen hingen 8.000 Beschäftigte, die nicht in Mithaftung für die Einzelinteressen einiger Piloten genommen werden sollten.
http://www.deutschlandfunk.de/air-berlin-nahles-kritisiert-krankmeldungen-der-piloten.2932.de.html?drn:news_id=791877

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counselor


Beiträge: 2576



« Antworten #109 am: 13. September 2017, 16:13:40 »

Klar, dass die Kapitalistenklasse da aufschreit, wenn der gelbe Schein zum Kampfmittel wird.
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Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!
Kuddel


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« Antworten #110 am: 13. September 2017, 17:38:12 »

Logo, die ganze Bande ist da pötzlich einer Meinung:

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU):"Es ist durchaus ein riskantes Manöver, was da von einigen Piloten ganz offensichtlich versucht wird. Ich kann deshalb an alle nur appellieren, Vernunft wieder einkehren zu lassen."

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) warnte vor "Störfeuer" - "von welchen Seiten auch immer".

Vorstandschef Winkelmann betonte: "Potenzielle Investoren werden durch die gestrige und heutige Performance verschreckt."

Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) sieht in den Krankmeldungen einen illegalen Arbeitskampf. Diese sogenannten wilden Streiks hielten in der Luftfahrt mehr und mehr Einzug, sagte IW-Volkswirt Hagen Lesch.
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