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Autor Thema: Linkspartei auf dem Weg nach Rechts  (Gelesen 19736 mal)
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Carsten König
Gast
« am: 12. Mai 2006, 16:14:54 »

Kollektiven Irrglauben an die Kraft der Linkspartei - gibts den noch? Nach diesem Artikel sicher nicht mehr:

Zitat
Besonders die Tatsache, dass die Sozialistischen Alternative - SAV in der Berliner WASG eine führende Rolle spielt, wirkt auf die Linkspartei wie ein rotes Tuch. Die SAV beruft sich auf den Trotzkismus, obwohl sie die Perspektiven der von Leo Trotzki gegründeten Vierten Internationale in allen wesentlichen Fragen zurückweist.

Doch allein der Begriff "Trotzkismus" weckt in der SED-Nachfolgeorganisation alte Ordnungsreflexe. Er diente in der stalinistischen Staatspartei der DDR stets als Sammelbezeichnung für jegliche Opposition von links und von unten. Daher war man sich in Halle schnell einig in der Verurteilung der "trotzkistischen Sektierer und Spalter".

Die frisch gewählte Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau erklärte, dass sie nicht in den Bundestag gewählt worden sei, "um trotzkistische WASG-Sekten zu unterstützen".

Und Gregor Gysi bastelte in alter stalinistischer Manier ein Amalgam zwischen angeblichen Trotzkisten und Rechten, zwischen der SAV und der Springer-Zeitung Die Welt. "Es gibt ein paar junge Trotzkistinnen und Trotzkisten, ‚Die Welt’ und ein paar andere eher rechts ausgerichtete Zeitungen, die das Ding verhindern wollen", sagte er.

In Wirklichkeit betonen die Berliner WASG und die SAV bei jeder sich bietenden Gelegenheit, dass sie den Zusammenschluss von WASG und Linkspartei unterstützen. Sie fürchten lediglich, dass die Regierungsbeteiligung der Linkspartei in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern deren linkes Image zu schnell abnutzen und den rechten Inhalt ihrer Politik ans Licht bringen könnten. Daher haben sie sich entschlossen, in Berlin selbständig zur Landtagswahl anzutreten.

Der Parteitag in Halle hat unmissverständlich klar gestellt, dass die Linkspartei geschlossen hinter der rechten Politik der Berliner und mecklenburgischen Landesregierungen steht.



Quelle: http://www.wsws.org/de/2006/mai2006/link-m12.shtml
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ToTo


Beiträge: 272


« Antworten #1 am: 12. Mai 2006, 16:43:32 »

Eine der größten "Stärken" der Linken ist es, sich immer gegenseitig das Leben schwer zu machen und es dem politischen Gegner dafür umso leichter zu machen.

Die WASG Berlin hat mal wieder bewiesen wie eine Handvoll ein gutes Konzept in Frage stellen und gebündelte Kräfte zerschlagen können.

Die Gründe hierfür kennen nur die "Macher". Ich vermute mal schlicht Postenschieberei. Bei einer Fusion fallen halt viele Stühle weg. In Berlin, das liegt in der Natur der Sache, werden es hauptsächlich Stühle der WASG sein.
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Gruß ToTo
Gun Stick Onkle


Beiträge: 242


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« Antworten #2 am: 14. Mai 2006, 10:10:35 »

Zitat
Linkspartei auf dem Weg nach Rechts

Ganz so würde ich es nicht sehen! Nach Rechts dürfte wohl doch noch ein weiter Weg sein.

Aber einer der größten Probleme ist wohl schon erkannt worden. Die SAV scheint nicht unproblematisch zu sein. Ich habe sie nur einmal in Duisburg erlebt. Dort hat sie sich, nicht gerade durch Kooperation, ausgezeichnet. Ständig ist sie, bzw. deren Deligierte, in die Parade gefahren, und hat versucht, zu stören.

Auch in Berlin, scheint ihr alles Sch..... egal zu sein. Ob die LINKE nun Ärger bekommt, wegen der gemeinsamen Bundestagswahl, von PDS und WASG, ob sie anschließend rausfliegen, weil sie einzeln die 5% Hürde nicht geknackt haben? Alles Sch.....egal! Geht ihnen alles am Hintern vorbei! Hauptsache, die SAV kann ZOFF machen!

Seit Monaten, bestimmt die Vereinigung von PDS und WASG, die Diskussion, in allen Teilen der Parteien. Sacharbeit ist nur noch bedingt möglich. Daran hat die SAV, ein gerütteltes Maß an Mitschuld. Deshalb ist mir die SAV, extrem unsymphatisch!

Für mich ist nur eine politische Vereinigung, interessant, wenn sie sich um Menschen kümmert! Wenn sie sich um die Probleme, vornehmlich, der einfachen Menschen, kümmert! Alles andere geht mir am Hintern vorbei! Für mich sind Namen, Funktionsträger und Vertreter, ausschließlich Schall und Rauch! Ich will Ergebnisse sehen und praktische Hilfe! Alles andere kann mir gestohlen bleiben!

Auch die SAV, mit ihrem dummen und teilweise gefählichen Getue! Wenn die SAV, so sehr von Kommunistenangst geplagt wird, oder von sonstigen Berührungsängsten, mit der PDS, dann soll sie eigenständig bleiben, und verschwinden, und andere in Ruhe lassen!

Natürlich hat die PDS, da wo sie mitregiert, Fehler gemacht. Natürlich sind das alles auch nur Menschen, die noch lernen müssen. Fehler gehören aber zum Leben! Fehler alleine, berechtigen noch zu gar nichts, an Konsequenz!

Erst, wenn ein Regierungsstiel, zur kompletten Mogelpackung wird, so wie wir das zur Zeit, bei Schwarz-Rot, erleben, mit ihren Steuer- und Abgabenänderungen, und wenn die BILD, die Regierungsvertreter, ungestraft, mit einer "Lügennase", abbilden darf, erst dann wird es krittisch, gefährlich und infam!

viele Grüße, Rudi
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Beiträge: 1499



« Antworten #3 am: 16. Mai 2006, 09:33:32 »

Also ich habe meine Illusionen bezüglich der WASG verloren, als ich damals den Landesvorstand Axel Trost (so hieß der glaube ich...) kennenlernte und mitbekam, wo der herkam und wo der noch überall mitmischt ! rolleyes
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"Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren"

"Wenn Unrecht zu Gesetz wird, ist der Gesetzlose der einzige, der noch rechtmäßig handelt."

Mene mene tekel upharsin
Carsten König
Gast
« Antworten #4 am: 17. Mai 2006, 09:55:59 »

Zitat
Also ich habe meine Illusionen bezüglich der WASG verloren, als ich damals den Landesvorstand Axel Trost (so hieß der glaube ich...) kennenlernte und mitbekam, wo der herkam und wo der noch überall mitmischt !

Richtig, für die vormals heillos zerstrittenen westdeutschen Linken war das eine Gelegenheit, sich mal in einer größeren Organisation zu bewähren. Hat aber aus strukturellen Gründen nicht geklappt.

Es geht auch um Themen, und welcher Linke ist bereit zu taktischen Kompromissen oder Zugeständnissen? Sie haben es nie gelernt, Mehrheiten zu organisieren oder eine Zeit lang zu überwintern.

Es zeigt sich, dass das Populationsgesetz der Linken war, sich durch Teilung zu vermehren aber niemals durch ein organisches Wachstum.

Das Ganze ist tot. Im Anfangsstadium wurde es allein negativ getragen durch die gemeinsame - aber auch da partiell durch die Regierungsbeteiligung der PDS in Berlin und MV aufgebrochen - Ablehnung der Hartz-Gesetzgebung, nun hat man aber keine positive Gegenantwort gefunden, einerseits gibt man sich sozialistisch, findet aber keine Alternative. Zerrissenheit bleibt die Konstante.

Neue direkt-demokratische Beteiligungsformen müssen her.
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Gun Stick Onkle


Beiträge: 242


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« Antworten #5 am: 17. Mai 2006, 12:43:51 »

Original von Carsten König

Zitat
Das Ganze ist tot. Im Anfangsstadium wurde es allein negativ getragen durch die gemeinsame - aber auch da partiell durch die Regierungsbeteiligung der PDS in Berlin und MV aufgebrochen - Ablehnung der Hartz-Gesetzgebung, nun hat man aber keine positive Gegenantwort gefunden, einerseits gibt man sich sozialistisch, findet aber keine Alternative. Zerrissenheit bleibt die Konstante

Ich wäre da nicht so pessimistisch! Carsten! Man sollte nie die disziplinierende Wirkung unterschätzen, wenn jetzt der Bundesvorstand, auch mal Zähne zeigt! Jeder, der in Zukunft meint, in der, "die LINKE", könnte man ruhig und schadlos, unter dem Deckmäntelchen der "Demokratie und Meinungsvielfalt", verantwortungslos, die Sau machen, wird sich das wohl in Zukunft gut überlegen!?

Es gehört natürlich, zur Strategie, der neoliberalen kapitalistischen Dreckschweine, alles madig zu machen, was von WASG, PDS und die LINKE, kommt! Ja man stürzt sich geradzu, mit Medienrummel, auf alles, was da im Moment, aus Berlin und Mecklenburg-Vorpommern, kommt! Ein Ende ist aber abzusehen. Übermorgen treiben sie wahrscheinlich wieder eine andere Sau durchs Dorf?

Zugegeben, die Hoffnung stirbt zuletzt! auch bei mir! Aber, auf was soll ich sonst noch hoffen, wenn nicht auf die LINKE? Resignieren ist nicht meine Art! Bringt mir nichts, und anderen auch nichts!

Lasst mir wenigstens noch mein Fünkchen Hoffnung auf die LINKE, ich habe sonst nichts mehr!

viele Grüße, Rudi
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Carsten König
Gast
« Antworten #6 am: 17. Mai 2006, 13:07:23 »

Zitat
ich habe sonst nichts mehr!

Hm, dem glaube ich widersprechen zu müssen.

Der alte Marx sagte mal: Die Befreiung der Arbeiterklasse kann nur durch die Arbeiterklasse selbst geschehen.

Ergo (In Kurzform): Die ganze, sich mehrere Jahrhunderte hinziehende Diskussion über die Emanzipation der Arbeiterklasse war verzerrt durch die apriori, ungeprüft angenommene, Unterstellung, dass eine notwendige Organisation diesen Prozeß an sich reißen müßte.

Ist dies wirklich so? Oder sollten nicht ganz neue Wege der demokratischen Partizipation gegangen werden?

Eine direkt-demokratsische Räteform hat durchaus Vorteile - wie das Umgehen einer institutionalisierten Bürokratie einer Partei - aber auch zu lösende Nachteile - hier: eine breite Aufklärung des Volkes über die wahren Zusammenhänge. Diese Aufklärung muß voran gehen, will man nicht wieder eine Partei die Arbeiterklasse vertreten lassen.

Und wenn eine Partei die Führung übernimmt, dann bald ein Zentralkomitee und dann bald ein Führer. So Trotzkis Kritik an Lenin.

Zitat
Aber, auf was soll ich sonst noch hoffen, wenn nicht auf die LINKE? Resignieren ist nicht meine Art! Bringt mir nichts, und anderen auch nichts!

Deshalb bleibe ich dabei: Die Partei hat nicht immer Recht und am wenigsten die Linkspartei. Eine blinde Gefolgschaft führt immer ins geistige Elend.

Daher: Wir müssen eine in kleinen souveränen Gemeinwesen installierte direkt geführte Demokratie anstreben, mit Wahl- und Abwahlmöglichkeiten.

Eine aufgeklärte griechische Polis.
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Carsten König
Gast
« Antworten #7 am: 20. Mai 2006, 14:32:16 »

Zitat
Am vergangenen Wochenende hat der Bundesvorstand der Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG) die Landesvorstände der Partei in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern für abgesetzt erklärt und durch Beauftragte des Vorstands - genannt "kommissarische Landeskoordinatoren" - ersetzt. Die erste Maßnahme der Vorstands-Kommissare bestand darin, in beiden Bundesländern die Wahlbeteiligung für die Landtagswahlen im kommenden Herbst zurückzuziehen.

In Berlin sagte Vorstandskommissar Hüseyin Aydin auch gleich noch einen ordentlich einberufenen Sonderparteitag ab, und als dieser am Dienstag trotzdem stattfand, erklärte er alle Beschlüsse und Entscheidungen der Delegierten für "null und nichtig".

Seit den Tagen der stalinistischen Willkürherrschaft der SED hat es ein derart aggressives, diktatorisches Vorgehen einer Parteiführung nicht mehr gegeben. Selbst konservative bürgerliche Parteien setzen sich nicht in solch krasser Form über demokratische Normen hinweg. Dazu kommt noch, dass als Schlussfolgerung aus der nationalsozialistischen Diktatur demokratische Parteistrukturen und weitreichende Mitgliederrechte durch das Parteiengesetz vorgegeben sind.


Quelle: http://www.wsws.org/de/2006/mai2006/wasg-m20.shtml
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Magnus


Beiträge: 540


« Antworten #8 am: 21. Mai 2006, 12:01:09 »

Tja.

Außerparlamentarische Opposition oder lieber nicht oder beides oder rechtssozialistisch oder rätedemokratisch oder alles anders?

Die Vision anders funktionierender Demokratie scheint mir wenn überhaupt nur auf Gemeindeebene realistisch.

Da spielt aber eigentlich nicht die Musik gesetzgeberischer Erheblichkeit.

Und alle die eine Chance sehen ein neues, besseres Süppchen kochen zu wollen hängen sich an die neue, relativ starke Partei deren Primärziel die Verhinderung weiteren Sozialabbaus ist.
Dahinter lassen sich natürlich erst mal zahlreiche Wähler versammeln.

Danach geht’s aber schon los mit der schwierigen Zielfindung.
Bei den Grünen ist sowas früher auch nie leicht gewesen.

Letztlich wurde aber meines Erachtens nur dadurch das maximal Mögliche erreicht indem man den kapitalistischen Naturfreund und den Öko-Friedensaktivisten ltzlich doch irgendwie auf die gleichen Kreuze des Stimmzettels gebracht hat.

Und wenn die Linke wirklich was erreichen will scheint mir das Pragmatischste die Vision von Regierungsbeteiligungen mit Rot/Grün zu sein.

Daher sollte zunächst einmal eine allgemeine Verlässlichkeit etabliert werden, um überhaupt Mitregierungsfähigkeit zu demonstrieren.

Selbstverständlich muss auch hart und kontrovers diskutiert werden aber die Ergebnisse müssen am Ende von allen mitgetragen werden.

Natürlich hat bei dem hier vorhandenen Sammelsurium schon unter Ost-West-Aspekten von Vorneherein keine Liebesheirat stattgefunden und manche Unterschiede sind erst mal unter den Teppich gekehrt worden.

Umso mehr müssen die Gemeinsamkeiten herausgearbeitet und propagiert werden und nicht krasse Radikalpositionen – nicht nur Opposition und erst recht nicht Zerrissenheit sollte die Konstante sein sondern das Selbstverständnis einer demokratischen Partei links von der SPD mit ansonsten allen Optionen.

Ist mir rätselhaft, dass gleich wieder mit der Selbstatomisierung begonnen wird, denn die Realität ist die, dass 5x2 Prozent nicht nur so gut wie nichts sind sondern dass hierbei faktisch sogar noch schwarz/gelb unterstützt wird.

Klar, dass da eine Parteiführung schon aus diesen Gründen berechtigt nicht tatenlos zuschauen kann. Selbst wenn da Diktaturgehabe, Eitelkeiten und sonstwas zusätzlich eine Rolle spielen sollte.
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Möwe


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« Antworten #9 am: 21. Mai 2006, 12:45:53 »

Bei uns ist die SAV zwar nicht alzu stark vertreten (wo ist sie das schon), macht aber viel Lärm. Zu BW06 rief sie zu wahl der Linkspartei auf. Es ist auch noch garnicht so lange her, da setzten sich alle Zusammen (PDS, Sav, WASG, Gewerkschafter, SPD-Linke, MLPDler, DKPler und einfach Linke) um eine Anti-HartzIV demo und die Montagdemos zu organisieren. Ursprünlich sollten noch andere Konzepte zum Protest erarbeitet werden. Doch daraus wurde nichts. Um alle an einen Tisch zu bekommen, muss man eine Platform finden.
Dort darf keiner Dominanz besitzen.
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Gun Stick Onkle


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« Antworten #10 am: 21. Mai 2006, 14:09:57 »

Sehr guter Beitrag! Magnus! Ich kann Dir in allen Punkten nur zustimmen!

Es ist schon mehr als traurig, zusehen zu müssen wie leicht es ist, Menschen zu verunsichern! Wo gehobelt wird da fallen Spähne! Und wo gewaschen wird, da wird man nass! Wer das nicht ertragen kann, sondern lieber unerreichbaren Idealen hinterherrennt, der sollte vielleicht doch lieber aus der Politik wegbleiben!

Unsere kapitalistischen, neoliberalen Gegner, insbesondere Medien- und Wissenschaftsvertreter, lachen sich doch schon, vor Freude ins Fäustchen! Wollt ihr wirklich denen, ihren Triumph gönnen?

In der Politik, müssen Kompromisse gefunden werden, muss man mal alle Fünfe gerade sein lassen können und muss man auch bereit sein, eine Faust in die Tasche zu machen! Ohne das wird es nicht gehen! Nur wer bereit ist, Realist zu bleiben, bekommt die Chance etwas zu verändern, das heißt in unserem Falle, etwas für die Armen, Schwachen und Hilfslosen tun zu können! Wenn jeder unnachgibig und zänkisch, auf seinen Ansichten und Meinungen besteht, wird es sich wirklich atomisieren und man wird nichts, wirklich Nichts, erreichen!


a."Die Waage der Balecks" und b. ich, Rudi lassen grüßen!
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« Antworten #11 am: 21. Mai 2006, 14:53:27 »

Hahaha, hauptsache man regiert.

Wo ist denn der Unterschied zu allen anderen?

Zitat
In der Politik, müssen Kompromisse gefunden werden, muss man mal alle Fünfe gerade sein lassen können und muss man auch bereit sein, eine Faust in die Tasche zu machen! Ohne das wird es nicht gehen! Nur wer bereit ist, Realist zu bleiben, bekommt die Chance etwas zu verändern, das heißt in unserem Falle, etwas für die Armen, Schwachen und Hilfslosen tun zu können! Wenn jeder unnachgibig und zänkisch, auf seinen Ansichten und Meinungen besteht, wird es sich wirklich atomisieren und man wird nichts, wirklich Nichts, erreichen!

Was erreichen sie denn dort wo sie Mitregieren?
Zitat
Nichts, wirklich nichts!
Wer hat sie dafür wohl gewählt?

Es gibt ein Argument dafür  Wink : Es hätte schlimmer kommen können.
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Gun Stick Onkle


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« Antworten #12 am: 21. Mai 2006, 15:41:44 »

Doch, doch, Troll! Sie erreichen was!


Zitat
Was erreichen sie denn dort wo sie Mitregieren?

Sie haben erreicht, das der Satz von Hartz IV, im Osten wie im Westen gleich ist!

Sie versuchen in Berlin, aus 1€ Jobs, 2€ Jobs zu machen!

Sie versuchen, die Grenze, wo man seine Wohnung behalten kann, mietmäßig, so weit nach oben zu schieben, wie es geht!

Sie haben uns vor dem Schreckgespenst der Schwarz-Gelben Koalition bewahrt!

Sie haben uns vor einem blindwütigen, regierungsamtlichen Agieren, in Sachen Kapitalistenpflege, bewahrt!

Sie haben die SPD, gezwungen, Vokabeln wie Heuschrecken oder Reichensteuer in den Mund zu nehmen!

Zugegeben, Troll! es könnte mehr sein! Zugegeben Troll, sie hätten in Dresden, einiges besser nicht machen sollen! Aber das es gar Nichts gegeben hat? muss ich als unzutreffend zurückweisen!

viele Grüße, Rudi
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« Antworten #13 am: 21. Mai 2006, 16:54:14 »

Zitat
Aber das es gar Nichts gegeben hat? muss ich als unzutreffend zurückweisen!
Darüber kann man nun wirklich streiten, ob dies wirklich Lobens/Erwähnens -werte Erungenschaften sind.


Zitat
Sie haben erreicht, das der Satz von Hartz IV, im Osten wie im Westen gleich ist!
Absolut!


Zitat
Sie versuchen in Berlin, aus 1€ Jobs, 2€ Jobs zu machen!
Jaja, doppelt so viel wie bisher, +100% von 1€, meiner Freude kann ich in schriftlicher Form kaum gerecht werden.


Zitat
Sie versuchen, die Grenze, wo man seine Wohnung behalten
kann, mietmäßig, so weit nach oben zu schieben, wie es geht!
huh

Zitat
Sie haben uns vor dem Schreckgespenst der Schwarz-Gelben Koalition bewahrt!
Das alte Lied. Man hat das Kleinere Übel gewählt.


Zitat
Sie haben uns vor einem blindwütigen, regierungsamtlichen Agieren, in Sachen Kapitalistenpflege, bewahrt!
Das hab ich leider nicht mitbekommen.

Zitat
Sie haben die SPD, gezwungen, Vokabeln wie Heuschrecken oder Reichensteuer in den Mund zu nehmen!
Das war eher der Selbsterhaltungstrieb als die Linke/PDS

Zitat
Zugegeben, Troll! es könnte mehr sein! Zugegeben Troll, sie hätten in Dresden, einiges besser nicht machen sollen! Aber das es gar Nichts gegeben hat? muss ich als unzutreffend zurückweisen!
Es kommt auf den Standpunkt an, wie immer, mir offenbart sich nur ein weiterer Kasper der sich ins Spiel der Mächtigen einreihen will und dies auf Basis einer langsamen Verelendung eines, nicht mehr so kleinen, Teils der Bevölkerung.
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Carsten König
Gast
« Antworten #14 am: 21. Mai 2006, 17:24:28 »

Zitat
Sie haben erreicht, das der Satz von Hartz IV, im Osten wie im Westen gleich ist!

Sie versuchen in Berlin, aus 1€ Jobs, 2€ Jobs zu machen!

Sie versuchen, die Grenze, wo man seine Wohnung behalten kann, mietmäßig, so weit nach oben zu schieben, wie es geht!

Sie haben uns vor dem Schreckgespenst der Schwarz-Gelben Koalition bewahrt!

Sie haben uns vor einem blindwütigen, regierungsamtlichen Agieren, in Sachen Kapitalistenpflege, bewahrt!

Sie haben die SPD, gezwungen, Vokabeln wie Heuschrecken oder Reichensteuer in den Mund zu nehmen!

Zugegeben, Troll! es könnte mehr sein! Zugegeben Troll, sie hätten in Dresden, einiges besser nicht machen sollen! Aber das es gar Nichts gegeben hat? muss ich als unzutreffend zurückweisen!

Es bleibt eine Bande an Stalinisten.
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« Antworten #15 am: 21. Mai 2006, 17:29:26 »

@Carsten König

Wie kommst Du auf Stalinisten?
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« Antworten #16 am: 26. Mai 2006, 11:46:29 »

@Carsten König

Ich habe Deine(?) Antwort gefunden. Danke  Wink

Stalinistische Methoden der WASG
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Torsten


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« Antworten #17 am: 26. Mai 2006, 12:48:34 »

Zitat
Original von Carsten König
Es bleibt eine Bande an Stalinisten.

Was ist eine Bande von undefinierbaren Leuten? "Stalinismus" ist eine undefinierte bürgerlche Kampfparole, die grundsätzlich gegen Jeden ins Feld geführt wird, der sozialer als völlig antisozial ist. Dabei hat die "Linkspartei" mit dem lieben und verehrten Genossen Stalin nun weiß Gott nichts am Hut und schimpft wiederum Jeden, der links dieser Sozialdemokraten steht, "Stalinisten".

Antikommunist und Bisky formulierte 2005 auf dem Parteitag in Dresden: "Wir möchten nicht Jeden in unseren Reihen haben - schon gar nicht Kommunisten."

Einige wesentliche Punkte der politischen Position der "Linkspartei" formulierte ich vor der letztjährigen bundestagswahl:

Zitat
Die Linke.PDS - 9 Thesen zur 'neuen Linkspartei'

In Vorbereitung auf die vorgezogenen (besser vorgezwungenen) Bundestagswahlen 2005 sind die Forderungen nach einer linken Alternative zur einheitlichen antisozialen, nach innen reaktionären und nach außen aggressiven Politik aller etablierten großen Parteien laut wie nie. Als neue linke Kraft wird 'Die Linke.PDS' gepriesen und die Wahlprognosen zeigen einen großen Zulauf. Dabei wird bei der Analyse des Wahlprogramms, von Beobachtungen und geschichtlichen Erfahrungen klar, daß jegliche Hoffnung, diese Partei könne eine veränderte Politik und eine soziale Umgestaltung der Gesellschaft herbeiführen, völlig unbegründet sind.

1. 'Die Linke.PDS' wirbt mit Vorhaben, die sie nur als Regierungspartei mit parlamentarischer Mehrheit umsetzen könnte. Erstens wird sie diese Mehrheit aber selbst unter Zusammenspiel aller günstigen Umstände nicht erreichen und zweitens sieht sie selbst ihr Ziel darin, eine linke Opposition zu bilden. In der Rolle als Opposition sind aber die Ziele nicht zu verwirklichen. Das Programm ist somit verlogen und die im Wahlkampf genannten Vorhaben sind niemals umsetzbar, sondern reiner Stimmenfang.

2. Jede Regierung, die unter kapitalistischen Verhältnissen versucht, eine soziale Politik entgegen den Interessen des Kapitals umzusetzen, hat eine sehr kurze Lebenserwartung. Die geschichtliche Erfahrung (Sachsen/Thüringen, Spanien, Chile, Uruguay, Haiti...) lehrt, daß das Kapital in diesem Fall zu Gewaltmitteln und offenem Terror greift, das Parlament auflöst und / oder eine Marionettenregierung installiert.

3. Die PDS beweist seit Jahren in den Ländern Berlin und Mecklenburg-Vorpommern, daß sie dieselbe asoziale Politik betreibt wie die anderen bürgerlichen Parteien auch und ein ebensoguter Lakai des Finanzkapitals ist wie diese.

4. Die Hoffnung, die Basis der Partei sei besser als ihre Spitzen und werde für ein soziales Engagement und Auftreten im Parlament sorgen, ist völlig unbegründet. Im Parlament und in den Medien wird nicht die Basis auftreten, sondern die korrupten, karrieresüchtigen und profilierungswütigen Spitzen Lafontaine, Gysi und ähnlich Volksverdummer, denen jede Lüge recht ist, um ihren Platz am Freßnapf zu sichern und die politische 'linke' Nische dazu nutzen. Auf die Politik der BRD hat das keinerlei Auswirkung.

5. 'Die Linke.PDS' heuchelt, Ziel ihrer Politik sei die Errichtung eines 'demokratischen Sozialismus', worunter sie nichts anderes versteht, als 'soziale Marktwirtschaft' bzw. einen 'sozialen Kapitalismus'. Dies ist aber unter kapitalistischen Produktionsverhältnissen unmöglich, denn der Kapitalismus kann nicht mit parlamentarischen Mitteln sondern nur durch harte außerparlamentarische Kämpfe begrenzt (niemals dauerhaft) sozialer gestaltet werden. 'Die Linke.PDS' weist der Bevölkerung einen falschen Weg.

6. Es ist eine Illusion, die gewählten Parlamentsabgeordneten der 'Die Linke.PDS' würden sich dafür interessieren, aus welchen Motiven und mit welchen Hoffnungen sie gewählt wurden. Die PDS und WASG haben das deutlich in Verhandlungen über Wahlbündnisse und Aufstellung von Kandidaten anderer Parteien gezeigt, welche Inhalte jenseits der Kapitalismusverbesserungsillusionen einbringen wollten.

7. Es ist weder beabsichtigt noch möglich, mit 'Die Linke.PDS' eine gesellschaftliche Gegenkraft zu den kapitalbegünstigenden Kräften zu organisieren, zu formen und im praktischen außerparlamentarischen Klassenkampf wachsen zu lassen.

8. Die Hoffnung, 'Die Linke.PDS' würde die Kleinarbeit zur Information der sozial Benachteiligten über tatsächliche Ursachen und Lösungswege der gegenwärtigen wirtschaftlichen und sozialen Probleme voranbringen, ist unbegründet. Im Gegenteil: je mehr Stimmen diese Partei erhält, umso stärker wird ihre Präsenz in den Medien und dadurch ihre Wahrnehmung durch die Medienkonsumenten sein. Dadurch wird nur die Illusion gefördert, der Kapitalismus sei parlamentarisch verbesserbar und das Bewußtsein, selbst und außerparlamentarisch etwas tun zu müssen, gehemmt.

9. Die Medien der Kapitalisten und derer korrupter Lakaien (also sowohl private als auch „öffentlich-rechtliche") betreiben seit Monaten Wahlwerbung für 'Die Linke.PDS' - auch mit Kritik kann man nämlich sehr effektiv Jene werben, welche diese Kritik als haltlos oder falsch empfinden. Die übliche Taktik gegenüber unerwünschten Kräften seitens der Medien, die für die Mehrheit die bestimmende (Des-)Informationsquelle sind, ist das Totschweigen. Wenn die Kapitalisten über diese Partei berichten lassen - wem nutzt sie dann wohl?

Anhand dieser Thesen kann sich nun Jeder selbst fragen, ob er sich durch diese Partei vertreten fühlt, diese Partei sein Vertrauen genießt und er ihr am 18.09.2005 seine Stimme geben möchte.
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Wer freiwillig kriecht, spürt nicht den Druck, der ihn zum Kriechen zwingt. Friede sei mit Euch.

Torsten
mindcontrol


Beiträge: 24



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« Antworten #18 am: 26. Mai 2006, 13:00:14 »

Wer meine bisherigen Beiträge aufmerksam gelesen hat sollte begriffen haben :

Alle hier geäußerten Überlegungen kommen viel zu spät!
Auch der in der wsw-site immer wieder beschworene Aufruf zur Bildung
einer trotzkistischen Arbeiterpartei oder zum Bürgerkrieg ist vergebens!
ES WIRD DAZU NICHT MEHR KOMMEN !
Der Grund ist : Es existiert die Möglichkeit, auf elektromagnetischem Wege unbemerkt individuelle Gehirne zu beeinflussen.
Davon wurde in der Vergangenheit auch viele Male Gebrauch gemacht !
In der Öffentlichkeit treten solche Fälle dann als unerklärliche pradoxe Vorfälle auf : Attentate von Geistesgestörten, Sinneswandel um 180 Grad, Stimmenhören, Alien limbs usw.

Die gegenwärtige Entwicklung ähnelt - ob man dies wahrhaben will oder nicht - fast genau den Prophezeiungen in dem "Protokoll der Weisen von Zion".
Jetzt höre ich das Schreien der Superschlauen :" HA! kLAR! Wieder ein
Verschwörungstheoretiker !"
Irrtum!
Intelligenz ist käuflich!
Glaubt Ihr wirklich, dass- wenn man sehr viel Geld hat- das Weltgeschehen einfach so treiben läßt ?
Wenn man wirklich reich ist gibt es nur noch EINE steigerung der Lust :
M A C H T über andere !
Die hierfür erforderlichen Mittel sind in den letzten 50 Jahren entwickelt worden.
Es gab dabei zwischen den beiden Großmächten USA und der ehemaligen Sowjetunion ein regelrechtes Wettrennen.
Dieses hat die Sowjetunion verloren.
Näheres dazu kann NOCH im Internet recherchiert werden:
Die Folgen könnt Ihr Euch selbst ausmalen.
Es ist zu spät !

mindcontrol
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Früher haben die Armen die Reichen bekämpft; heutzutage bekämpfen die Reichen die Armen.
Troll
Abused Frog


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« Antworten #19 am: 26. Mai 2006, 13:49:53 »

@mindcontrol

Deine Beiträge finde ich Klasse und somit kann ich Dir nur recht geben:

Du bist garantiert Ferngesteuert!  Cheesy
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aian19


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« Antworten #20 am: 26. Mai 2006, 14:12:44 »

Zitat
Davon wurde in der Vergangenheit auch viele Male Gebrauch gemacht !
In der Öffentlichkeit treten solche Fälle dann als unerklärliche pradoxe Vorfälle auf : ......., Sinneswandel um 180 Grad, Stimmenhören, .....usw.

Wenn ich die Symptome sehe, heißt das ja, es wurde bisher nur an Politikern ausprobiert, oder  Cheesy
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Gun Stick Onkle


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« Antworten #21 am: 26. Mai 2006, 15:58:29 »

Hallo Torsten!

Das heißt also mit anderen Worten, man soll gar nichts mehr machen, und soll die Hoffnung aufgeben? Danke! mache ich aber nicht mit! Ich habe von 1996, bis ca. 2000, die SPD unterstützt, und viel Geld und Zeit verloren! Heute würde ich sagen, das war ein Fehler! Trotzdem ich würde es immer wieder tun!

Nun bin ich in der WASG. Du sagst, "die sind auch nicht besser!" Nun gut, ich teile Deine Sorgen und Befürchtungen, vieles sehe ich genauso! Trotzdem, ich setze auf PDS/ die LINKE/ und WASG! Ich habe sonst nichts mehr! Ich bin weiterhin der Meinung, das es schon was gebracht hat, wenn auch Wenig, das diese die LINKE, im Bundestag ist! Nun Ja, wenn ich in einigen Jahren, wiedermal, zum Ergebnis komme, das es ein Fehler war, die WASG, zu unterstützen, dann habe ich halt eben Pech gehabt!

Ich sehe noch heute meine Oma vor mir, wenn ich sie fragte, "Warum denn Hitler nicht einfach einer erschossen hat?"

Sie sagte dann!:

"Man konnte doch gar nichts machen!"

"An den kam man doch gar nicht ran!"

"Den hat man doch gar nicht zu sehen bekommen!"

"Da konnte man doch noch nichtmal  mit dem Nachbarn drüber reden!"

Wenn mich meine Enkel mal fragen, "Opa, was hast Du denn gemacht?" Dann kann ich mit Ihnen, im Internet surfen, und zeigen, was ich alles gemacht habe, (z.B. am 3.06.06, in Berlin!)

Kannst Du, Torsten das dann auch?

viele Grüße, Rudi
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Fast immer gut drauf! Für jeden guten Spaß zu haben!
Demokratie muss von den Menschen kommen, und nicht von wenigen Reichen!
Torsten


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« Antworten #22 am: 26. Mai 2006, 16:13:20 »

Zitat
Original von Gun Stick Onkle
Das heißt also mit anderen Worten, man soll gar nichts mehr machen, und soll die Hoffnung aufgeben?

Ganz und gar nicht. Man soll seine Hoffnungen nur nicht an bekannte Verräter der Arbeiterklasse hängen, wie traditionell die Sozialdemokraten und sonstigen Kaptalismusverbesserer sind.

Sieh Dir die Geschichte an. Wie wurden soziale Erfolge der Arbeiterbewegung durchgesetzt? Welche Mittel davon propagieren Linkspartei und WASG und vor Allem: welche streben sie an?

Mein Prinzip ist: gehe mit jedem Kampfgenossen so weit, wie Ziele, Wege und Mittel übereinstimmen. Nun, derzeit ist die Initiative Mindestlohn ein solches gemeinsames Ziel. Aber schon bei den Mitteln und Wegen scheiden sich die Geister, denn die Führung der Linkspartei ist der MEINUNG, man müsse mit Massenaktionen auf der Straße den Politikern damit drohen, sie nicht wiederzuwählen, und dann würden sie die gewünschten Gesetze beschließen.

Dabei entblöden sich die PDS-Ideologen nicht, die Kapitalistenmedien-Parole von der "politischen Klasse" nachzublöken.

Zitat
Die politische Klasse

Der Begriff "Klasse" ist, wenns um die Einteilung von Menschen bezüglich ihrer gesellschaftlichen Stellung geht, nicht besonders beliebt. Das erinnert so an Klassengegensätze und Klassenkampf, Herrschende und Beherrschte, Ausbeutende und Ausgebeutete, Unterdrücker und Unterdrückte. Wer in solchen Kategorien denkt, ist nicht mehr weit davon entfernt, zu fragen, wozu z.B. seine Klasse, die Arbeiterklasse, welche sowieso die ganzen gesellschaftlichen Werte schafft, eine andere Klasse, die Kapitalistenklasse, braucht, deren gesellschaftliche Aufgabe darin besteht, sich einen großen Teil dieser gesellschaftlichen Werte anzueignen, anzuhäufen oder zu verschlemmen - Alles mit der Begründung, das stünde ihnen wegen des Risikos und der Verantwortung zu, was sie lauthals von ihren politischen und Medienlakaien in die Runde krähen lassen. Bloß daß das Risiko hauptsächlich das Risiko ihrer Lohnarbeiter ist, für weniger Lohn mehr arbeiten zu müssen und letztlich auf die Straße zu fliegen und die Verantwortung darin besteht, die Arbeiter so anzustellen, auszupressen und zu feuern, daß der Profit immer das mögliche Maximum erreicht.

Deshalb beschäftigen die Kapitalisten zu Hunderten und Tausenden Dummköpfe und / oder Verräter, welche behaupten, diese in ihrer Charakterisierung wesentlich auf Marx und Engels zurückgehenden Klassen gäbe es nicht mehr, gäbe es in dieser Form nicht mehr, ihre unvereinbaren Interessengegensätze bestünden nicht mehr oder es gäbe mal eben andere und / oder neue Klassen. So schlug eines Tages auch die ideologische Geburtsstunde der "politischen Klasse", deren Existenz mir erst gestern wieder von einem recht bekannten "Linken", der sich ansonsten auch ganz gern mal auf Marx beruft, verkündet wurde.

Nun, was soll diese "politische Klasse" sein? Soweit ich den verschwommenen Begriff verstanden habe, umfaßt diese Klasse alle Menschen, welche politische Entscheidungsträger sind. Ihre Handlungen sind darauf ausgerichtet, Angehörige der politischen Klasse zu bleiben (bzw. weniger schmeichelhaft, ihren Platz am parlamentarischen Diätenfreßnapf oder sonstige existenzsichernde politische Ämter zu behalten). Das macht sie zutiefst volks- oder besser wählerverbunden, weil sie ja wiedergewählt werden und / oder ihre politische Karriere fortsetzen wollen.

Allerdings hat die Sache ein paar Haken. Angeblich leben wir ja in einer Demokratie. Somit bestimmte ja JEDER wahlberechtigte Bürger die Politik, wäre also der "politischen Klasse" zuzurechnen. Zumindest Jeder, welcher sein Wahlrecht noch wahrnimmt, obwohl er längst gemerkt hat, daß die Stelle, an der er sein Kreuz macht, nur an den Gesichtern und Sprüchen der Parlamentarier etwas ändert, nicht aber an der Politik. Darüberhinaus wäre mir völlig schleierhaft, warum Parlament und Regierung von Myriaden von Lobbyisten, hauptsächlich denen von Großunternehmen, umschwärmt werden wie der Hundehaufen von Fliegen. Sie sind ja nur auf Wiederwahl aus, wahre und integere Volksvertreter, deren Auftrag die Interessenvertretung der Wähler und deren Ziel die Wiederwahl ist. Die Kapitalisten sind wohl - folgt man dieser Interpretation - doch ziemlich dumm, haufenweise Geld in Lobbyarbeit und Zuwendungen, Beraterhonorare, Aufsichtsratsposten und Parteispenden zu stecken, da das bei den nur dem Wahlbürger verpflichteten Rittern von der aufrechten Gestalt sowieso nicht zieht.

Aber sei's drum, lassen wir die "politische Klasse" mal gelten. Das würde dennoch nichts am Marxschen Klassenbegriff ändern. Denn der bezieht sich auf die Stellung in der Produktion, also auf die ökonomische Basis der Gesellschaft, nicht auf ihren ideologisch-politischen Überbau. Und die Angehörigen der "politischen Klasse" stammen bekanntlich aus verschiedenen ökonomischen Klassen, leisten Lohnarbeit (beispielsweise als Berater), sind Selbständige oder nebenbei Eigentümer von Unternehmen, welche selbst Lohnarbeiter beschäftigen.

Klassen sind Mengen von Elementen, welche sich durch grundlegende gemeinsame Eigenschaften und grundlegende Unterschiede zu den Elementen anderer Klassen auszeichnen. Diese Klasseneinteilung wird durch die Zuordnung eines Elements in anderen Zuordnungssystemen nicht angetastet. Betrachte ich z.B. das Geschlecht, kann ich Männer und Frauen (bis auf seltene unklare Fälle) unterscheiden. Das ändert sich auch dann nicht, wenn ich zudem noch in Blonde, Brünette, Rothaarige oder Kleine und Große, Dicke und Dünne unterscheide.

Die "politische Klasse" hat NICHTS mit der Marxschen Klassenzuordnung aufgrund der Stellung des Individuums im Produktionsprozeß zu tun, sowenig wie andere angebliche neue Klassen. Auch eine Änderung der Marxschen Klassenmerkmale ist nicht eingetreten. All die Bemühungen, Klassenbegriffe und -definitionen zu verwischen, sind nichts Anderes als Versuche, den Klassenkampf und seine objektiven Ursachen zu leugnen.

Das klingt zunächst recht theoretisch, hat aber ganz unmittelbare Auswirkungen auf aktuelle Kämpfe um soziale Zugeständnisse der Herrschenden. Z.B auf die aktuelle Mindestlohninitiative, zu welcher sich (bisher) ver.di, NGG, IGM, Linkspartei.PDS und WASG zusammenfanden.

Einige "Linke" vertreten die Auffassung, die Politik werde von der "politischen Klasse" bestimmt und deren Motiv sei die Wiederwahl. Weshalb Massendemonstrationen ausreichen würden, um die Angehörigen dieser "Klasse" davon zu überzeugen, daß sie den Mindestlohn einführen müssen, weil sie ja wiedergewählt werden wollen.

Aber soziale Maßnahmen werden nur dann vom Parlament beschlossen, wenn man dessen Auftraggeber, die Kapitalisten, mittels Streik und Boykott unter Druck setzt. Wenn ihnen der Profit wegbricht, greifen die zum Telefon und rufen ihre Lobbyisten an. Die gehen dann zu ihren Parlamentariern und weisen die Zustimmung zur Gesetzesvorlage an. So, wie schon zu Bismarcks Zeiten Sozialgesetze nur durch ökonomische Gewalt gegen die Herrschenden erzwungen wurden - und nicht, weil eine "politische Klasse" wiedergewählt werden wollte.

Das Verständnis der gesellschaftlichen Klassenstruktur hat ganz unmittelbare Auswirkungen auf ganz aktuelle politische Kämpfe. Diese sind nur erfolgreich zu führen, wenn man Volksverdummer, wie z.B. die Verkünder der "politischen Klasse", bloßstellt.
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Wer freiwillig kriecht, spürt nicht den Druck, der ihn zum Kriechen zwingt. Friede sei mit Euch.

Torsten
Gun Stick Onkle


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« Antworten #23 am: 26. Mai 2006, 16:20:28 »

Ich glaube, mindcontrol, Du liest zuviel Siencefiktion?

Wenn die Geheimdienste, wirklich so gut wären, wie Du uns das hier darstellen willst, dann hätten sie schon lange Herrn Bin Laden gefangen, hätten nukleares Material, bei Herrn Saddam Hussein gefunden, hätten den 11.09. verhindert und wären in der Lage, einige unschöne Terroranschläge, in London, Madrid, und im fernen Osten, zu verhindern!

Dann hätte man auch damals, in New Orlins, die Folgen des Tornados, besser handhaben können.

Du solltest Dich nicht von solchen Kunststückchen, blenden lassen, wie sie immer mal vorgeführt werden. Auch bei den Geheimdiensten, wird nur mit Wasser gekocht!

Natürlich gibt es immer wieder Selbstmorde und "Krankheiten", die nur schwer bis gar nicht erklärt werden können. Aber daraus zu schließen, die Geheimdienste wären allmächtig? Ich habe da so meine Bedenken!

So ist es nichtmal gelungen, bei Saddam Hussein, intelligenten Staub, (kleinste Mikrophone, in Staubkorngröße,) zu platzieren! Er ließ nämlich jeden Besucher erst duschen, und eigene Kleidung anziehen. Damit war das Problem schonmal gelöst.

Also, mindcontrol, nicht soviel Siencefiktion, nicht soviel Phantasie und nicht soviel Leichtgläubigkeit!

Ich habe gestern im Radio gehört, das die Börsenverbrecher, lebenslang ins Gefängnis müssen! Das ist auch USA, das lässt mich aufhorchen! Warten wir erst mal ab, wo die Grenzen der Kapitalisten und der Reichen liegen?

Vietnam, hat damals auch erst aufgehört, als kein Politiker mehr öffentlich erwähnen konnte, das Vietnam gerechtfertigt ist!

Genauso, wird die Macht des neoliberalen Kapitals, dann an seine Grenzen stoßen, wenn keiner mehr in der Öffentlichkeit, die Gutartigkeit des Kapitals, erwähnen kann, ohne ausgebuht und ausgepfiffen zu werden? (Fragt mal Frau Merkel und Herrn Müntefering, wie das so ist, beim DGB?)

Wir hier im Forum, können ein wenig dazu beitragen, das ein solcher Punkt, immer näher rücken kann! Wir sollten jede Gelegenheit nutzen!

viele grüße, Rudi
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Carsten König
Gast
« Antworten #24 am: 27. Mai 2006, 14:08:11 »

Zitat
Ganz und gar nicht. Man soll seine Hoffnungen nur nicht an bekannte Verräter der Arbeiterklasse hängen, wie traditionell die Sozialdemokraten und sonstigen Kaptalismusverbesserer sind.

Das war nämlich auch NIE das Ziel von Marx:

Zitat
»Die Befreiung der Arbeiterklasse kann nur das Werk der Arbeiterklasse selbst sein.«

Quelle: K. Marx, Kommunistisches Manifest, MEW 4, 472

Zitat
»Alle bisherigen Bewegungen waren Bewegungen von Minoritäten (Minderheiten) oder im Interesse von Minoritäten. Die proletarische Bewegung ist die selbständige Bewegung der ungeheuren Mehrzahl im Interesse der ungeheuren Mehrzahl.«
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