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Autor Thema: Verschärfung der Klassengesellschaft  (Gelesen 12881 mal)
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Carsten König
Gast
« am: 23. Mai 2006, 14:59:00 »

Zitat
Privatschulen in Hessen bekommen mehr Geld
Neues Gesetz soll Förderhilfe vom Land erhöhen und Kommunen umfangreichere Zahlungen an die Privaten auferlegen
Das Kabinett habe eine Gesetzes-Neufassung beschlossen, berichtete Kultusministerin Karin Wolff (CDU) am Montag in Wiesbaden. Die nicht-staatlichen Schulen sollen in der Folge etwa zehn Millionen Euro mehr erhalten.


Quelle: http://www.fr-aktuell.de/frankfurt_und_hessen/lokalnachrichten/aktuell/?em_cnt=888903

Dieses Gebräu des Kochs stinkt gen Himmel
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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #1 am: 13. Juni 2006, 12:30:06 »

Das was für die Bildung der Reichen investiert wird, spart man einfach bei den Armen ein:

Grundschulklassen in Hamburg werden immer größer

Zu Beginn des neuen Schuljahres nach den großen Ferien starten in Hamburg Grundschulklassen mit 29, ja sogar bis zu 31 Schülern. Zum Schuljahresbeginn 2001/02 lag der Schnitt der ersten Grundschulklasse noch bei 23,8 Schülern, zu Beginn des neuen Schuljahres steigt er auf 26,8. Damit werden Lehrer eingespart, während der Unterricht immer schwieriger wird und eine individuelle Förderung der Schüler auf der Strecke bleibt.
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jamesall2


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« Antworten #2 am: 08. Juli 2006, 15:09:20 »

Wenn man nichts lernt kann man nicht wissen. Welcher Lehrer kann gleichzeitig 31 Schüler Wissen einpauken und garantieren das es alle verstanden haben, dafür reicht die Zeit nicht aus
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Ragnarök


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« Antworten #3 am: 09. Juli 2006, 12:02:37 »

Die Führerelite will unter sich bleiben ganz klar, Ketzer aus der Unterschicht die Aufsteigen?

Undenkbar für die herrschende Klasse! Ergo, Studiengebühren und verschärfung des Einstiegs an den Schulen/Hochschulen.
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„Wer den Mindestlohn für die Zeitarbeit ablehnt, will nicht Arbeit sondern Armut vermehren."

http://www.geldcrash.de/

http://www.attac.de/  Cool
Wilddieb Stuelpner


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« Antworten #4 am: 09. Juli 2006, 12:33:09 »

Die BRD hat Erfahrung mit Zwergschulen, Lehrern mit Rohrstöcken fürs niedere Volk und steuerlich finanzierten Eliteschulen, damit der feiste Nachwuchs der Politiker, der Luxusbeamten und Unternehmer beizeiten auf des Steuerzahlers Kosten lernt, wie man den Pöbel mit Macht und Gewalt im Zaume hält und ausquetscht wie saftige Zitronen.

Das ist das Bildungsprogramm der Bundesregierung und der Landesfürsten mit seinen Hofschranzen in jedem deutschen Kleinstaat, den man Bundesland nennt. Deshalb haben sie auch nichts Wichtigeres zu tun als sich monatelang in die deutsche Rechtschreibung und Grammatik einzumischen.
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zervan


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« Antworten #5 am: 09. Juli 2006, 20:53:05 »

Allem Anschein nach ist die degenerierte Bonzenbrut ganz einfach nicht fähig, sich einem „freien Wettbewerb“, weder im Bereich der Bildung noch sonstwo zu stellen.
Das allein scheint meiner Meinung nach der Grund für die „Privilegierung“ zu sein.

Wer selbst, und wessen Brut genug Grips hat, sollte keine Angst vor freiem Zugang zur Bildung haben.

Ach ja, zu den „armen Lehrern“. Sind die es nicht, die nach sozialer Herkunft selektieren (schönes, altbekanntes Wort, nicht wahr)?
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Der Parlamentarismus ist die Kasernierung der politischen Prostitution!
(Karl Kraus, 1874 – 1936)
LinksDenker
Gast
« Antworten #6 am: 09. Juli 2006, 23:06:28 »

Zitat
Original von joachimkuehnel
...
Deshalb haben sie auch nichts Wichtigeres zu tun als sich monatelang in die deutsche Rechtschreibung und Grammatik einzumischen.


Rechtschreibung ist das 08/15 "Standard" Klassenunterscheidungssystem. Kein Land der Welt Poch so daruf rum wie unser faschistische, Turboabzock-klau-O-kratie Ausbeutedeutschland von Großkapitalistens Gnaden.

Arbeiterveräter Münteferkel und die Regierende Prostituierte des Kapitals, Bambela Ferkel bürgen dafür.
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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #7 am: 16. März 2007, 21:08:27 »

Deutsches Schulsystem: "Extrem selektiv"

UN-Berichterstatter Vernor Muñoz übt harsche Kritik am deutschen Schulsystem, doch die meisten Bildungspolitiker und Pädagogen fühlen sich nicht angesprochen

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24744/1.html
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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #8 am: 11. April 2007, 10:52:45 »

Bis zu 25 Prozent geringere Einschreibungszahlen vermelden die Universitäten in Nordrhein-Westfalen. Am 1. April hat das Sommersemester begonnen, zu diesem Termin haben die meisten Universitäten und Fachhochschulen Studiengebühren eingeführt. Fachleute gehen davon aus, dass damit der Ausbildungsmarkt noch enger wird, da Jugendliche mit Abitur mehr Lehrstellen nachfragen werden.
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UnchainedRage


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« Antworten #9 am: 14. Juni 2007, 15:52:24 »

suche putzfrau - mindestens abitur
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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #10 am: 20. Juni 2007, 21:10:38 »

Nach der 18. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks schaffen nur 17% der Arbeiterkinder den Zugang zur Hochschule. Bei Kindern aus Beamtenfamilien mit akademischem Abschluss liegt die Rate mit 95% am höchsten. (http://www.studentenwerke.de)
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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #11 am: 17. September 2007, 16:57:38 »

Der Bundesverband Nachhilfe- und Nachmittagsschulen schätzt die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die nach der Schule neben den Hausaufgaben noch zusätzlich Nachhilfeunterricht nehmen, auf 930.000. Rund 300.000 davon besuchen Nachhilfe-Institute. Etwa vier Fünftel davon seien nicht akut versetzungsgefährdet, sondern wollten bessere Noten erreichen. Zehn Prozent der Nachhilfeschüler hätten sogar gute Noten.
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« Antworten #12 am: 19. Dezember 2007, 18:20:05 »

Zitat
Ausländer sind besonders von Arbeitslosigkeit betroffen, nämlich doppelt so stark wie Deutsche ohne Migrationshintergrund. Laut einem aktuellen Regierungsbericht fehlt es vor allem an einem: der nötigen Ausbildung.


http://www.stern.de/wirtschaft/arbeit-karriere/arbeit/:Arbeitsmarkt-Schlechte-Chancen-Migranten/605810.html
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« Antworten #13 am: 23. Dezember 2007, 13:28:30 »

Im Schuljahr 2006/2007 besuchten in Deutschland rund 892.000 Schülerinnen und Schüler private Schulen, das waren 2,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anteil der Privatschüler an allen Schülern liegt bei 7,3 Prozent. Mit 10,7 Prozent liegt der Anteil der Privatschüler bei den Gymnasiasten am höchsten.
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« Antworten #14 am: 13. Februar 2008, 13:39:48 »

Jeder fünfte ausländische Jugendliche verlässt die deutschen Schulen ohne Abschluss
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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #15 am: 13. Februar 2008, 21:36:46 »

Ab Oktober soll der Bafög-Satz für Studenten von 585 auf 643 Euro monatlich angehoben werden. Wer seinen Lebensunterhalt allein davon bestreiten muss, fällt nach Definition der EU unter die Armutsgrenze von 781 Euro monatlich.
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Efeu
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« Antworten #16 am: 29. März 2008, 15:58:00 »

Zitat
Original von zervan
Wer selbst, und wessen Brut genug Grips hat, sollte keine Angst vor freiem Zugang zur Bildung haben.
Allerdings. So langsam glaube ich auch daran, dass diese Erweiterung der Kluft zwischen arm und reich und die Verdrängung des Mittelstandes systematisch von langer Hand geplant ist. angry

Zitat
Original von zervan
Ach ja, zu den „armen Lehrern“. Sind die es nicht, die nach sozialer Herkunft selektieren (schönes, altbekanntes Wort, nicht wahr)?
Nein, das würde ich nicht sagen. Ich kenne selbst einige Lehrer und kann das nicht bestätigen. Sicher gibt es überall schwarze Schafe, aber einfach alle Menschen einer bestimmten Berufsgruppe über einen Kamm zu scheren hilft auch niemandem weiter.
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regenwurm


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« Antworten #17 am: 22. Mai 2008, 08:32:14 »

wie im Himmel, so auf Erden.

Mit dieser Weisheit nehmen die Reichen sich immer mehr und lassen den Armen nur einen Krumen. Wie aber kommt es, dass die Milliarden von Arbeiterinnen und Arbeiter sich das von einer kleinen Gruppe von überheblichen, arroganten Lackaffen gefallen lassen. Schließlich war das mal anders in der Menschheitsgeschichte. In den Naturgesellschaften wurde die Sippenführererin oder der -führer immer gewählt und sie/er war an die Beschlüsse der Basis gebunden. Das wird bei den Nochnaturstämmen praktiziert oder noch heute bei den Indianern erzählt, das ging sogar in manche amerikanische Städteverordnungen ein.

Plötzlich taucht ein allmächtiger Pharao auf. Plötzlich? Erst einmal war er nur der Urahn von einem verdienten und inzwischen vergötterten Ägypter. Aber er wollte für seinen Prunk sich auch das Mehrprodukt der ägyptischen Bauern aneignen, aber er wusste nicht, wie? Da kam ihm der rettende Joseph mit einer klaren Anleitung, wie man eine Diktatur über ein Volk errichtet, der Bush wäre dabei neidisch mit seinem Dekret geworden.

Im 14. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung hatte der Pharao Echnaton alles zentralisiert und die Priester entmachtet. Dazu musste er deren Götter abschaffen. Es blieb nur sein Gott Aton übrig. Aber für eine reine Klassengesellschaft wie bei den Griechen ab 509 v.u.Z.mit einer Sklavenhalterklasse waren die Produktivkräfte noch nicht genügend entwickelt, die Zeit war noch nicht reif, Ägypten war nur eine Übergangsgesellschaft, die noch mit einem Bein in der Oberstufe der Barbarei (S. 3) stand. Also wurde die Zentralisierung und die monotheistische Religion nach Echnaton erst einmal wieder zurückgenommen.

Aber dieser Versuch hat einen jüdischen Prediger etwa im 8. v.u.Z. derart imponiert, dass er diese Idee mit dem einen Gott auch in seine Religion übertrug. In der Mystik ist dieser Prediger als Mose eingegangen. Im 41. wird der Traum und im 47. Kapitel wird die Überlistung der Ägypter durch Joseph für den Pharao erzählt, Ali Baba ist nichts dagegen. Im 41. Kapitel lässt dieser Moses den Pharao einen Traum von den sieben fetten und mageren Kühen und Ähren erzählen, die Traumdeutung durch Joseph mit den sieben fetten und mageren Jahren in der Realität und dass der Pharao dann in guten Zeiten den Fünften des Getreides durch Joseph als Verwalter speichern ließ. Soweit ist alles noch im normalen Bereich.

Im 47. Kapitel aber kommt dann die Geschichte mit der Leibeigenschaft. In den 7 mageren Jahren kaufen die Ägypter dann das Brot bei Joseph und das Geld wandert in die Taschen des Pharao. Als dann das Geld alle war, mussten sie ihr Vieh dem Pharao geben und danach ihr Land. Am Ende gehört dann dem Pharao ganz Ägypten und alle Bauern bestellten dann die Felder als Leibeigene des Pharao. Diese Geschichte wird so erzählt, als ob es selbstverständlich, ja gottgegeben sei, dass der Pharao alleine erst speichert und dann die Menschen unterwirft. Dabei hatten vorher die einzelnen Stämme Vorratshaltung betrieben und den Vorrat gratis an alle Stammesmitglieder ausgegeben.

Erst einer Weile nachdem der Mensch ein Mehrprodukt produzierte, verselbständigten sich die Schamanen in eine Priesterkaste mit ihrem Wissen der Astronomie, Mathematik, Meteorologie und Kalenderrechnung. Nach einer Zeit benutzten sie dieses Wissen für ihre eigenen Interessen und überlegten sich wie Joseph Tricks, wir sie diese daraus erpressten Privilegien vor dem Volk begründen konnten. Solche Geschichten gibt es in allen Religionen, die Moseskapitel gibt es allein bei den Juden und den Christen, die Moslems erzählen Pharaos Traum, aber haben dann die offensichtliche Abzockgeschichte weggelassen.

Heute haben sich diese Geschichten tief in die Hirne eingebrannt, dass alle Menschen, egal aus welcher Schicht, ob religiös oder nicht, daran glauben, das es unterschiedliche Menschen gäbe, immer und für alle Zukunft. Nun müssen wir schon festhalten, dass Josephs Trick zwar schäbig gegenüber der alten Gemeinschaft war, dennoch aber dies eine gewaltige Produktionskraftentwicklung zustande gebracht hatte. Wenn das Mehrprodukt weiter gleichmäßig an alle verteilt worden wäre, hätten die Menschen dies bisschen Mehr schnell aufgegessen. Die Schrift ist erst entstanden wegen des Misstrauens des reichen Händlers. Die ersten Lieferscheine vor 5000 Jahren bestanden aus einer Tonbulle mit Tier- oder Menschensymbolen, woraus sich die Schrift entwickelte. Durch die Zentralisierung konnte sich die Wissenschaft entwickeln, Megastädte sind rund um das Mittelmeer entstanden und der Handel brachte die unterschiedlichen Erfahrungen zusammen.

5.000 Jahre danach sind die Produktivkräfte aber genügend weit entwickelt, dass die Menschen gleichberechtigt sie weiter entwickeln könnten. Wir erleben es immer wieder, dass Menschen ohne Verlockung durch Geld zu großen Entwicklungen z.B. im Hobbybereich fähig sind. Entwicklungen werden gar verhindert, beispielsweise verschwant der Nylonstrumpf ohne Laufmasche bei Dupont wegen der Konkurrenz im Tresor, Strumpf ohne Laufmache verkauft man nur einmal, schlechte Wareneigenschaft.

Weil sich nun mal die Mär von den zwei menschlichen Rassen - Elite und Bauern - so tief in die Hirne eingebrannt hat, bekommt man das nicht durch eine Diskussion wieder hinaus, sei sie noch so intensiv. Deshalb ergeben sich die gesellschaftlichen Veränderungen immer abrupt revolutionär, nicht über langsame Verbesserungen. Die Arbeiter werden wegen der Widersprüche zwischen Kapital und Arbeit zum selbsttätigen Kampf gezwungen und lernen dann in diesen Kämpfen.

»Ihr habt 15, 20, 50 Jahre Bürgerkriege und Völkerkämpfe durchzumachen, nicht nur um die Verhältnisse zu ändern, sondern um euch selbst zu ändern und zur politischen Herrschaft zu befähigen.« sagt Karl Marx in den "Enthüllungen über den Kommunisten-Prozeß zu Köln", MEW Bd. 8, S. 412

Die reformistische Gewerkschaftsführung hat auf die heutigen Probleme keinerlei antworten, eher sorgt sie sich um die Rendite des Kapitals. Da wird wegen der Inflation besonders bei den Lebensmittelpreisen der Arbeiterklasse gar nichts anderes übrig bleiben, als die Kämpfe selber zu organisieren. Sicher stellt sich die SPD dann immer vorne dran, um dann abzubremsen. Das wird aber ab einem Moment nicht mehr funktionieren. Dafür gibt es ja auch dann die Linke, die das gleiche Spiel wie die SPD probieren wird, den Kampf wieder in das klassenversöhnlerische Parlament zu tragen. Aber auch auf manche außerparlamentarische „revolutionäre" Linke wird die Arbeiterklasse sich nicht blind verlassen können.

Historisch hat sie deshalb auch immer in ihren Streik- oder Arbeiterräten als Bedingung gestellt, dass der Delegierte an den Beschluss der Basis gebunden und jederzeit wieder abwählbar ist. Im Gegensatz zu Russland 1917, wo es nur 4,5% Arbeiter gab, gibt es heute in Europa 85% und wenn sich nach emanzipatorischen Kämpfen erheben, weltweit, dann helfen dem Pharao Bush keine zehn Josephs mehr und auch nicht die SPD mitsamt aller Gewerkschaftsbonzen:

»Die Zeit der Überrumpelungen, der von kleinen bewussten Minoritäten an der Spitze bewusstloser Massen durchgeführten Revolutionen ist vorbei. Wo es sich um eine vollständige Umgestaltung der gesellschaftlichen Organisation handelt, da müssen die Massen selbst mit dabei sein, selbst schon begriffen haben, worum es sich handelt, für wen sie mit Leib und Leben eintreten.«

(Friedrich Engels, "Einleitung zu Marx: Die Klassenkämpfe in Frankreich" 1848 bis 1850, (Ausgabe 1895); zit. nach MEW Bd. 22, S. 523)

Alle Herrschaftsgesellschafen mit einem oben und unten werden nicht mehr wirtschaften können, dass alle Menschen zufrieden und satt werden können.
 »1960 waren in Deutschland  noch 40 Erwerbstätige nötig, um Waren und Dienstleistungen im Wert von einer Millionen Mark herzustellen, 1990 schon reichten weniger als 10 Beschäftigte dafür aus.« ('Der Spiege9l', Nr. 31/28.7.97., S. 88] Die Arbeit ist aber die einzigste Quelle des Mehrwertes. Wenn wir die obigen Zahlen auf 208 hochrechnen, dann benötigen wir nur noch 3/4 Beschäftigte für ½ Millionen Euro. So bekommt das Kapital nicht mal mehr seine rentable Rendite zusammen und versucht deshalb über die Spekulation mit unseren Lebensmitteln sich noch eine Kleinigkeit dazu zu verdienen.

Der Realkollaps der kapitalistischen Marktwirtschaft wird wahrscheinlich nach vielen Expertenmeinungen schon im September kommen. Heute schon beträgt die wirkliche Inflationsrate in den USA 6,4% und ab Herbst sind alle Goldbarren verkauft. In New Yorks Geschäften werden nur noch Asiaten und Europäer gesichtet und in Florida ist jeder dritte Laden mit Brettern verrammelt. Kalifornien entlässt Gefangene, weil der Staat kein Geld mehr für die Knäste hat, der Anteil der Kriminellen bei der Armee steigt, während Amerika in Afghanistan für die bösen, bösen Taliban ein größeres Gefängnis baut. Immer mehr Leute fliegen aus ihren Häusern raus, ziehen in die Zeltstätte und in manchen Städten decken sich die Nochbesitzer mit fünf mal mehr Waffen ein als bisher. Das war jetzt kein Science Fiction, vielleicht die Einführung von Mad Max, nein, das ist die Realität, Du lebst schon mitten drin und ein/zwei Jahren hat sie nach Europa importiert.

Noch mehr als 3 Billionen Dollar fauler Kredite werden abgeschrieben müssen. Das konnte bisher unter der Decke gehalten werden, weil die Staaten in Amerika und Europa und der IWF ihre Goldvorräte verkauften, mit den Einnahmen und mit amerikanischen Staatsanleihen den Banken die faulen Kredite abkauften.

Das einzige, was die Amerikaner noch haben, sind 6 Flugzeugträger und dis sind unterwegs mit 40.000 frommen Kriegern in die Sommerfrische zum persischen Golf. Egal, wie die Sonne strahlt, Herr Joseph, dann wird sich es langsam ausgetrickst haben.

von Norbert Nelte , 19.05.2008 geschrieben hier
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Das System macht keine Fehler, es ist der Fehler.
ManOfConstantSorrow


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« Antworten #18 am: 21. Juli 2008, 19:28:33 »

Zitat
Die Ehrung wurde kurzfristig, fast heimlich geplant: Die Ökonomen der Frankfurter Uni wollen Deutsche-Bank-Boss Ackermann im zweiten Anlauf zum Honorarprofessor machen. Der erste Versuch scheiterte am Protest von Professoren und Studenten - auch jetzt gibt es Widerstand gegen den "Victory"-Banker.

http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,566753,00.html
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BGS
Polarlicht


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« Antworten #19 am: 21. Juli 2008, 22:58:02 »

Wenn es sich doch um die Klasse aller Klassen handelt,
Zitat
Der "weltweit angesehenste Experte auf dem Gebiet des Bankwesens" - Ackermann
 
immerhin... .MfG;)BGS
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"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)
ManOfConstantSorrow


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« Antworten #20 am: 16. April 2010, 19:00:38 »

Vortrag und Diskussion mit

Prof. Dr. Michael Hartmann (TU Darmstadt):
Die selbsternannte Elite
wie sie sich in Hamburg gegen längeres gemeinsames Lernen stellt


Montag, 3. Mai 2010 um 18.00 Uhr
Curio-Haus, Raum ABC, GEW Landesverband
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Kuddel


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« Antworten #21 am: 14. April 2013, 13:03:02 »

Zitat
Privatschulen Hessen
Mehr Geld für Privatschulen

2013 gibt's 14 Millionen Euro mehr


Das Gesetz tritt rückwirkend zu Jahresbeginn in Kraft. Die Schulen sollten nicht die Leidtragenden sein, nachdem sich die Verhandlungen hingezogen hätten, sagte die Ministerin. Nach ihren Angaben stellt das Land den Schulen in diesem Jahr 14 Millionen Euro mehr zur Verfügung als geplant, im nächsten Jahr sind es 13 Millionen. Insgesamt beträgt die Förderung 260 Millionen Euro (2013) und 270 Millionen (2014).

Die allgemeinbildenden Ersatzschulen wurden bisher unterschiedlich behandelt. Sie erhielten pro Schüler zwischen 75 und 87,5 Prozent dessen, was staatliche Schulen für einen Schüler bekommen. Dieser Betrag soll auf 85 Prozent für alle angeglichen werden. Für Förderschulen beträgt der einheitliche Satz künftig 90 Prozent. Die Schulen erhalten die zusätzlichen Mittel stufenweise. Die Prozentsätze sollen spätestens 2022 erreicht werden. In Henzlers Vorlage war noch das Zieldatum 2017 enthalten.

Umstritten war in den Verhandlungen, wie viel die Schülerkosten an den staatlichen Schulen tatsächlich betragen. Die Arbeitsgemeinschaft der freien Schulen in Hessen (AGFS) hatte Einwände gegen die veralteten Zahlen des Ministeriums erhoben. Nun wurden aktuellere Kosten zur Grundlage genommen, die höher ausfallen.

Der Sprecher der AGFS, Jörg Boysen vom Montessori-Zentrum Hofheim, lobte, das Modell sei transparent und die Prozentsätze „im Ländervergleich akzeptabel“.

Lob für das Gesetz gab es von den Koalitionsparteien CDU und FDP wie von den Grünen, die allerdings bedauerten, dass die Regelung erst jetzt komme.
http://www.fr-online.de/rhein-main/privatschulen-hessen-mehr-geld-fuer-privatschulen,1472796,22355530.html

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« Antworten #22 am: 21. Februar 2017, 18:17:04 »

Ein rassistisches und sozialdarwinistisches Bildungssystem.
Zitat
In Deutschland ist der Bildungserfolg laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung nach wie vor stark von der sozialen Schicht der Kinder und Jugendlichen abhängig.
http://www.deutschlandfunk.de/bertelsmann-stiftung-defizite-bei-sozialer-herkunft-und.1947.de.html?drn:news_id=713124
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« Antworten #23 am: 22. September 2018, 10:11:25 »

Zitat
Prof. Dr Gerald Hüther – Das Bildungssystem & Wege zu einer humaneren & umweltfreundlichen Zukunft

In diesem exklusiven Interview mit dem Hirnforscher, Neurobiologen und Autor zahlreicher populärwissenschaftlicher Bücher Prof. Dr. Gerald Hüther, reden wir über das Bildungssystem, die Kritikpunkte dazu und wie ein alternatives Bildungssystem aussehen könnte. Zusätzlich besprechen wir auch Wege und Lösungen für eine humanere und umweltfreundlichere Zukunft.
Quelle: acTVism Munich

Via NDS

Der Interviewer ist milde ausgedrückt seltsam, aber Dr. Hüther zuzuhören lohnt sich.
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Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti
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« Antworten #24 am: 28. September 2018, 10:30:56 »

Die Schere zwischen arm und reich in der Gesellschaft klappt immer weiter auseinander.
In der Bildung setzt es sich fort.

Zitat
Armut bedeutet in Deutschland auch Bildungsarmut

Entsprechend der Vielschichtigkeit von prekären Lebenssituationen sind auch die Auswirkungen derselben auf unterschiedlichen Ebenen anzusiedeln. So sind die Kinder häufig in einem schlechten gesundheitlichen Zustand, werden sozial ausgegrenzt, haben schlechtere Bildungschancen und eine schlechtere Lebensqualität.

In kaum einem anderen Land bestimmt die soziale Lage eines Kindes so sehr seine Bildungsbeteiligung und Bildungschancen wie in Deutschland.
https://www.dji.de/ueber-uns/projekte/projekte/kinder-jugendliche-und-junge-erwachsene/armut-bedeutet-in-deutschland-auch-bildungsarmut.html

Jetzt soll die Bildungsdifferenz weiter verfestigt werden:
Zitat
Exzellenzstrategie
34 Unis bekommen 2,7 Milliarden Euro zusätzlich

Bund und Länder verteilen Fördergeld an Dutzende Universitäten für sogenannte Exzellenzcluster.
http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/forschungspolitik-2-7-milliarden-fuer-exzellente-universitaeten-a-1230025.html

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