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Autor Thema: Kämpfe in der Automobilindustrie  (Gelesen 80471 mal)
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Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12852



WWW
« Antworten #250 am: 14. Februar 2018, 13:21:24 »

Kann mal bitte jemand explizit erklären, warum es Unternehmen günstiger kommt 300 Leute 40 Stunden arbeiten zu lassen, statt 480 Leute 25?

Weil die Rendite dann geringer ausfällt und die Anleger Ärger machen?
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Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
Kuddel


Beiträge: 11385


« Antworten #251 am: 14. Februar 2018, 13:40:55 »

Kann mal bitte jemand explizit erklären, warum es Unternehmen günstiger kommt 300 Leute 40 Stunden arbeiten zu lassen, statt 480 Leute 25?

Wenn es keinen Lohnausgleich geben würde, also man nur den Stundenlohn für 25 Std. die Woche kriegen sollte, dann sollte es keine geringere Redite für den Konzern geben. Ich würde mit Sicherheit mit 25 Std. Autmobilfacharbeiterlohn gut klarkommen und hätte noch ein halbwegs vernünftiges Leben. Ich fürchte, genau das soll verhindert werden.

Es ist eine ideologische Sache: Dieses System will die Alternative eines guten Lebens nicht, sondern allein die Wahl zwischen arbeiten bis zum Umfallen und Armut kombiniert mit Behördenterror.
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Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12852



WWW
« Antworten #252 am: 14. Februar 2018, 13:51:16 »

Naja, das wären aber 180 Leute mehr, die im Urlaub bezahlt werden, im Krankheitsfall usw.
Das sind ja genau die Kosten die die Arbeitgeber vermeiden wollen, wenn sie Leiharbeiter einstellen.
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Strombolli
Jeheimrat


Beiträge: 6738



« Antworten #253 am: 14. Februar 2018, 15:14:57 »

Dann muß Arbeitgeber eben noch mal neu kalkulieren und bei sich auch Abstriche machen, sonst greift eine Steuer. Aber dazu fehlt ja der poltische Wille.
Deshalb bleibe ich bei meiner Prognose eines schmerzhaften Systemzusammenbruchs.
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Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

"Hört auf, Profite über Menschen zu stellen!" Occupy
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Kuddel


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« Antworten #254 am: 14. Februar 2018, 15:45:38 »

Zitat
Systemzusammenbruch
Komm doch nicht immer wieder mit dieser Kacke!!

Wenn das System nicht gestürzt wird, wird es weiterexistieren.
Wegen der sich verschärfenden Krisen bereitet man sich darauf vor, die bürgerliche parlamentarische Demokratie durch eine neue Form von Faschismus zu ersetzen. Das politische System wird erneuert, doch das herrschende Wirtschaftssystem bleibt.
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Strombolli
Jeheimrat


Beiträge: 6738



« Antworten #255 am: 14. Februar 2018, 16:18:20 »

Kacke hin, Kacke her, ich sehe weit und breit keine Kraft, die den Kapitalismus mental und logistisch zu stürzen in der Lage ist.
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Kuddel


Beiträge: 11385


« Antworten #256 am: 14. Februar 2018, 16:27:47 »

Es gibt zur Zeit keine organisierte Gegenkraft.
Korrekt.

Das ist kein Grund sich an das Gefasel der Internet-Verschwörungsärsche zu hängen.

Die Haltung des "Abwartens" auf den "Zusammenbruch" kotzt mich an!
So macht man es sich leicht. Es befreit einen davon, selbst aktiv zu werden.

Zitat
So düster sich die Weltlage derzeit auch präsentiert, es gibt keinen Grund, in Weltuntergangsstimmung zu verfallen. Auf der einen Seite sieht es so aus, als würde die Bourgeoisie überall fest im Sattel sitzen. Gleichzeitig sitzt sie auf einem Pulverfass, dessen Lunte längst zu brennen begonnen hat. Das Feuer scheint erloschen. Doch unter der fahlen Asche glimmt grimmig die Glut. Es wird den Mächtigen nicht gelingen, diese brennende Lunte auszulöschen. Dafür sorgen allein die gesellschaftlichen Widersprüche, die ausreichend Reibung und Wärme erzeugen, um das Feuer stets von Neuem zu nähren. Das Jahr 2018 hat mit Protesten und Aufständen im Iran begonnen. „Der Druck aus dem Volks ist so gross, dass ihm das Regime nicht standhalten wird“, erklärte ein junger Iraner, der in die Schweiz geflüchtet war, hoffnungsvoll im Interview mit einer grossen Boulevard-Zeitung (www.blick.ch/news/ausland/iranischer-regime-gegner-nima-pour-jakub-30-ueber-die-proteste-das-ist-der-anfang-vom-ende-id7796642.html).
Rainer Thomann
 
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Kuddel


Beiträge: 11385


« Antworten #257 am: 16. Februar 2018, 21:10:27 »

Jetzt kriegt VW (Skoda)  Gegenwind in Tschechien:
http://www.bursa.ro/angajatii-skoda-ameninta-cu-proteste-pe-fondul-nemultumirilor-salariale-340884&s=print&sr=articol&id_articol=340884.html
(Übersetzung mit Hilfe von Google Translate)

Zitat
Skoda-Arbeiter drohen inmitten von Tarifverhandlungen mit Protesten

BURSA 15.02.2018. Die Gewerkschaften bei Skoda in der Tschechischen Republik haben heute bekannt gegeben, dass sie das Lohnangebot des Autoherstellers abgelehnt haben und die Vorbereitungen für einen möglichen längeren Streik begonnen haben, sagte Agerpres Reuters.

     Die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter legten die Einzelheiten des Angebots nicht vor, sagten aber, dass der Erhöhungsvorschlag nur die Inflationsrate von über 2% abdeckte und die Arbeitnehmer eine Änderung des Arbeitsplans akzeptieren mussten.

     "Das Lohnwachstumsangebot ist zu diesem Zeitpunkt gleich Null, da Skodas anfängliche lächerliche Vorschläge auf der Einführung eines atypischen Arbeitsprogramms basieren", heißt es in einer gewerkschaftlichen Erklärung

     Ein Sprecher von Skoda, einer Tochter des deutschen Volkswagen Konzerns, lehnte es gleichzeitig ab, sich zu den Verhandlungen zu äußern. Der Verwaltungsrat wird die Situation am 19. Februar überprüfen.

     Skoda, die profitabelste Marke von Volkswagen, erzielte erneut ein Rekordergebnis für das Jahr 2017. Der weltweite Absatz stieg um 6,6% auf 1,2 Millionen Fahrzeuge.
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Fritz Linow


Beiträge: 1167


« Antworten #258 am: 20. Februar 2018, 23:45:05 »

Zitat
Jetzt kriegt VW (Skoda)  Gegenwind in Tschechien:


Laut dem Pressefuzzi von Skoda, Jens Katemann, gibt es nun folgendes Angebot:

20.2.18
Skoda bietet Gewerkschaft Lohnsteigerung von insgesamt 15% an. Tariferhöhung in vier Stufen über 27 Monate. Höhere Leistungszulage. Plus außerordentliche Zahlungen von insgesamt 25000 CZK über Laufzeit zusätzlich zum normalen Bonus.
https://twitter.com/katemann_jens/status/966043421646389248

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Fritz Linow


Beiträge: 1167


« Antworten #259 am: 28. Februar 2018, 23:39:40 »

Zitat
23.2.18
Skoda: Gewerkschaft bereitet groß angelegte Streiks vor

Nachdem Gewerkschaftsvertreter das jüngste Gehaltangebot des Skoda-Managements abgelehnt haben, droht dem tschechischen Autobauer nunmehr ein Streik.
(...)
https://www.automobil-produktion.de/hersteller/wirtschaft/skoda-gewerkschaft-bereitet-gross-angelegte-streiks-vor-391.html
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Fritz Linow


Beiträge: 1167


« Antworten #260 am: 22. März 2018, 22:23:04 »

Zitat
22.3.18
Im Tarifstreit will die tschechische VW-Tochter Skoda Streiks mit einer satten Lohnerhöhung von 8,3 Prozent verhindern. Die Arbeitnehmer wollen jedoch deutlich mehr.
(...)
Gewerkschaftschef Jaroslav Povsik hatte mit einem zehntägigen Streik im Mai gedroht, falls keine Einigung erreicht werde. Die Arbeitnehmervertreter streben ein zweistelliges Lohnplus an.
(...)
https://www.automobilwoche.de/article/20180322/NACHRICHTEN/180329964/vw-tochter-skoda-will-streik-mit-kraeftigem-lohnplus-abwenden
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Fritz Linow


Beiträge: 1167


« Antworten #261 am: 07. April 2018, 22:46:22 »

Die Androhung eines Streiks und Beharrlichkeit scheinen bei Skoda sehr gute Früchte zu tragen:

Zitat
6.4.18
Die tschechische VW-Tochter Skoda hat sich mit der Gewerkschaft Kovo geeinigt. Beide Seiten hatten wochenlang um einen Abschluss gerungen.

Die Beschäftigten der tschechischen VW-Tochter Skoda erhalten zwölf Prozent mehr Geld. Die Gewerkschaft Kovo teilte am Freitag mit, sie nehme das jüngste Angebot der Arbeitgeber an.

http://creditreform-magazin.de/2018/04/06/handelsblatt-news/handelsblatt/mitarbeiter-von-skoda-erhalten-zwoelf-prozent-mehr-geld/
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Fritz Linow


Beiträge: 1167


« Antworten #262 am: 07. August 2018, 23:01:38 »

Zitat
7.8.18
VW-Arbeiter im Werk Kaluga begannen „italienischen Streik“

In der Automobilfabrik Volkswagen Group Rus in Kaluga hat ein „italienischer Streik“ begonnen. Arbeiter verlangsamten die Produktion, indem sie alle Arbeitsvorschriften sorgfältig beachten und regelkonform ausführen, berichtete die Gewerkschaft MPRA, die etwa tausend Mitarbeiter von VW als Mitglieder zählt, auf ihrer Facebook-Seite,

Logistik-Mitarbeiter an den Montagebändern begannen am 6. August aus Protest gegen den Abzug von Arbeitsplätzen im Rahmen von Outsourcing-Maßnahmen die Arbeitsvorschriften streng einzuhalten. „Sie reduzierten die Laufgeschwindigkeit der Montagebänder von 10 auf 5 km pro Stunde, so wie es durch die Arbeitssicherheitsregeln vorgeschrieben ist“, heißt es im Bericht der Gewerkschaft.
(...)
https://www.russland.capital/vw-arbeiter-im-werk-kaluga-begannen-italienischen-streik
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