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Autor Thema: Schlecker  (Gelesen 40762 mal)
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Kuddel


Beiträge: 10022


« Antworten #50 am: 18. Mai 2011, 11:04:13 »

Zitat
Schlecker Drogeriemärkte in Offenbach werden bestreikt

In vielen Filialen des Drogeriemarktes Schlecker im Raum Offenbach und Frankfurt bleiben heute am Mittwoch die Türen zu.

OFFENBACH/FRANKFURT. Die Gewerkschaft ver.di ruft bereits zum zweiten Mal die Angestellten zu einem ganztägigen Streik auf. Am Vormittag wollen sich die Mitarbeiter in Frankfurt zu einer Protestkundgebung treffen. ver.di fordert für den hessischen Einzelhandel eine Gehaltserhöhung von sechs Prozent. Von Seiten der Arbeitgeber seien jedoch nur 1,5 Prozent angeboten worden.

ver.di scheut keinen härteren Arbeitskampf

Gewerkschaftssekretär Klaus Grawunder sagte im PV-Gespräch:  „Wenn die Arbeitgeber kein verbessertes Angebot auf den Tisch legen, dann werden wir weitere Streikmaßnahmen- auch weitere Betriebe, die wir bisher nicht zum Streik aufgerufen haben- aufrufen. Es gibt weitere große Betriebe, auch Kaufhäuser, die in der Planung sind. Und wir werden auch neue Streikmethoden ausprobieren, die die Arbeitgeber bisher von uns noch nicht erlebt haben.
http://www.primavera24.de/lokalnachrichten/rhein-main-gebiet/10667-schlecker-drogeriemaerkte-in-offenbach-werden-bestreikt-.html
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Kuddel


Beiträge: 10022


« Antworten #51 am: 12. Juni 2011, 18:14:58 »

Zitat
Schlecker will Hunderte Filialen schließen

Erst bespitzelt - und bald schon entlassen? Die mit einer Überwachungsaffäre in die Kritik geratene Drogeriekette Schlecker will nach Umsatzeinbrüchen bis zu 800 Filialen schließen
.
http://www.stern.de/wirtschaft/news/hohe-verluste-schlecker-will-hunderte-filialen-schliessen-1695013.html#utm_source=sternde&utm_medium=zhp&utm_campaign=wirtschaft&utm_content=snippet-aufmacher
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ManOfConstantSorrow


Beiträge: 6214


« Antworten #52 am: 15. April 2016, 16:51:34 »

Ehemalige Protzzentrale, erbaut aus den Profiten durch Lohndumping.



Der Gangster und die wohlwollenden Juristen.



Zitat
Anton Schlecker war einst der Drogeriekönig von Europa. Nun droht ihm sogar eine Gefängnisstrafe.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/droht-anton-schlecker-gefaengnisstrafe-fuer-insolvenz-anklage-1.4178441?cache=.html.html%2F.html.html

Glaub' ich nicht.

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Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!
Rappelkistenrebell


Beiträge: 2536



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« Antworten #53 am: 15. April 2016, 17:33:04 »

Anton Schlecker: Angeklagt wegen vorsätzlichen Bankrotts


2013 in Esslingen: Mitglieder der Kinderorganisation ROTFÜCHSE überbringen "Schlecker-Frauen" ihre Solidarität (rf-foto)

15.04.16 - Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen Anton Schlecker, seine Frau und seine beiden Kinder sowie zwei Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young Anklage wegen vorsätzlichem Bankrott erhoben. In den 1970er Jahren begann der damalige Wurstfabrikant Schlecker den Aufbau eines milliardenschweren Drogeriemarkt-Imperiums mit zuletzt 14.000 Filialen und 50.000 Mitarbeitern. Was als "Erfolgsgeschichte im europäischen Einzelhandel" bejubelt wurde, fußte auf einer besonders ausgefeilten Ausbeutung der Beschäftigten, meist Verkäuferinnen, und rigorosen Unterdrückungsmaßnahmen.

1998 wurde das Ehepaar Schlecker vom Landgericht Stuttgart zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten auf Bewährung und zu einer Geldstrafe in Höhe von einer Million Euro verteilt, weil den Schlecker-Beschäftigten vorgetäuscht worden war, sie würden nach Tarif bezahlt. Aber das war nur die Spitze eines Eisbergs von gnadenlosem Umgang mit den Kolleginnen und Kollegen. Bespitzelung, geheime Kamera-Überwachung, Entlassung und Wiedereinstellung in die hauseigene Leiharbeitsfirma zu Hungerlöhnen (6,78 Euro) usw. Das sollte nicht vergessen werden, wenn Schlecker jetzt wegen seiner betrügerischen Machenschaften angeklagt wird.

2012 – auf dem Höhepunkt der Weltwirtschafts- und Finanzkrise – schrumpfte der Markt für Drogerieartikel. Schlecker wurde Konkurrenten wie "Rossmann" und "dm" geopfert, die zu finanzstarken Übermonopolen gehören und dadurch bereits 2012 jeweils mehr als 10 Prozent Umsatzsteigerung erzielen konnten (siehe "rf-news"-Artikel vom 2.6.2012).

Als die Insolvenz drohte, brachte Anton Schlecker für sich und seine Familie die Schäfchen ins Trockene. Während die entlassenen 23.400 Verkäuferinnen in die Arbeitslosigkeit geschickt wurden und nur ca. 9.000 von ihnen nach einem Jahr wieder Arbeit hatten, begann Anton Schlecker ein Geschacher um den Erhalt seines Privatvermögens. Seit Jahren schon bezahlte er seiner Frau ein "Einkommen" von 60.000 Euro im Monat, übertrug das luxuriöse Familienanwesen in Ehingen auf sie und übertrug "verdächtige unentgeltliche Vermögensübertragungen auf Familienangehörige", wie es im Durchsuchungsbeschluss der Stuttgarter Staatsanwaltschaft von 2012 heißt. An seine Kinder übertragene, ausgelagerte Firmen erwirtschafteten rekordverdächtige Kapitalrenditen von über 40 Prozent - auf Kosten der Drogeriemärkte.

Die "Schlecker-Frauen" und ihre fantasievollen Kampfaktionen wurden zu einem geflügelten Begriff. Gemeinsam mit ihrer Gewerkschaft ver.di setzten sie in hartnäckigen Auseinandersetzungen Tarifverträge und bessere Arbeitsbedingungen durch. Die Insolvenz von Schlecker und Vernichtung tausender Arbeitsplätze konnten sie nicht verhindern. Die Anklage gegen Anton Schlecker und seine Familie hört sich nach "später Gerechtigkeit" an, umfasst aber nur einen zweistelligen Millionenbetrag.

Schlecker ist ein exemplarisches Beispiel für kapitalistische Profitgier, hemmungslose Bereicherung, rücksichtslose Ausbeutung und Unterdrückung - verkauft im Gewand des "schwäbischen Biedermanns". In den bürgerlichen Medien wird er teilweise als bedauerlicher "Einzelfall" dargestellt.

Im Vergleich zu den führenden Monopolen des allein herrschenden internationalen Finanzkapitals ist Schlecker jedoch nur ein "kleiner Fisch". Sie verschieben ständig völlig legal Milliardenbeträge aus ihren Profiten zwischen verschiedenen Standorten hin und her, um mit angeblichen "Verlusten" Massenentlassungen zu rechtfertigen und sich der Zahlung von Steuern in den jeweiligen Ländern zu entledigen. Die Enthüllungen über die "Panama Papers" zeigen, dass Steuerhinterziehung in diesen Kreisen zum "guten Ton" gehört. Strafverfolgung haben sie nicht zu befürchten.

Viele Gründe, über dieses System hinauszudenken und für die Abschaffung jeder kapitalistischen Ausbeutung und Unterdrückung im echten Sozialismus einzutreten.

Quelle

https://www.rf-news.de/2016/kw15/anton-schlecker-angeklagt-wegen-vorsaetzlichen-bankrotts
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Gegen System und Kapital!


www.jungewelt.de
dagobert


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« Antworten #54 am: 19. April 2016, 18:33:21 »

Zitat
Vorwurf des vorsätzlichen Bankrotts: Staatsanwaltschaft klagt Anton Schlecker in 36 Fällen an

Firmen­patriarch der Drogerie­markt­kette Schlecker soll kurz vor der Insolvenz viel Geld in Sicherheit gebracht haben
Das Aus der Drogerie­markt­kette Schlecker war eine der spektakulärsten Pleiten der deutschen Handels­geschichte. Nun muss Anton Schlecker wohl vor Gericht. Wo sind die Millionen?

Laut Staats­anwaltschaft soll Anton Schlecker sein Privat­vermögen rechtzeitig vor der Insolvenz in Sicherheit gebracht haben
Kurz vor dem Niedergang seines Drogerie­imperiums soll Anton Schlecker in 36 Fällen viel Geld beiseite geschafft haben. Die Stuttgarter Staats­anwaltschaft wirft ihm vor, damit sein Vermögen kurz vor der Pleite vor dem Zugriff der Gläubiger geschützt zu haben, wie die Behörde mitteilte. Darüber hinaus soll Schlecker 2009 und 2010 den Zustand des Konzerns im Konzern­abschluss falsch dargestellt und vor dem Insolvenz­gericht unrichtige Angaben gemacht haben. Die Familie Schlecker war zunächst nicht für eine Stellung­nahme zu erreichen.

Anklage wurde auch gegen Schleckers Ehefrau, seine zwei Kinder und zwei Wirtschafts­prüfer erhoben
Die Staats­anwälte der Schwerpunkt­staats­anwaltschaft für Wirtschafts­kriminalität in Stuttgart ermittelten jahrelang gegen Schlecker. Neben dem 71 Jahre alten Firmen­patriarchen sind auch seine Ehefrau Christa, seine zwei Kinder sowie zwei Wirtschafts­prüfer angeklagt. Sie sollen Anton Schlecker geholfen haben beim vorsätzlichen Bankrott. Auf Bankrott steht eine Strafe von bis zu fünf Jahren, bei besonders schweren Fällen bis zu zehn Jahren Haft. Über die Zulassung der Anklage entscheidet nun das Landgericht Stuttgart. Ob das noch in diesem Jahr passieren wird, ist offen.

Schleckers Kinder Meike und Lars müssen sich zudem wegen Insolvenz­verschleppung und Untreue verantworten
Sie sollen das Logistik­unternehmen LDG als faktische Geschäfts­führer um mehrere Millionen Euro geschädigt haben: Obwohl sie von den Schulden und Verlusten des Unternehmens wussten, sollen sie sich Millionen Euro als angebliche Gewinne aus dem Geschäfts­jahr 2011 ausschütten haben lassen.

Außerdem sollen sie ihrer Mutter mehr als 50 000 Euro auf das Privatkonto für nie geleistete Berater­tätigkeiten überwiesen haben. Ein weiteres Mal sollen 19 000 Euro illegal auf das Privatkonto der Mutter geflossen sein. Meike und Lars Schlecker hätten zudem bewusst versäumt, rechtzeitig einen Insolvenz­antrag zu stellen.

Die beiden Wirtschafts­prüfer sollen die falsche Bilanzierung Schleckers zwar erkannt, aber dennoch erklärt haben, dass die Jahres­abschlüsse den gesetzlichen Vorgaben entsprächen.
[...]
Die Staats­anwaltschaft betrachtet 13 von 36 Fällen als besonders schwer.

http://www.anwaltsregister.de/Rechtsnachrichten/Vorwurf_des_vorsaetzlichen_Bankrotts_Staatsanwaltschaft_klagt_Anton_Schlecker_in_36_Faellen_an.d2353.html
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Just B U


Beiträge: 865



« Antworten #55 am: 29. Juli 2016, 15:52:25 »

Gut so.

Ich hoffe sie und ihresgleichen schmoren in der Hölle!    Evil
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Egal wie tief man die Messlatte für die menschliche Intelligenz anlegt, jeden Tag kommt mindestens eine/r und marschiert locker aufrecht drunter durch.
Kuddel


Beiträge: 10022


« Antworten #56 am: 16. Dezember 2016, 14:38:58 »

Zitat
Anklage wegen vorsätzlichen Bankrotts
Anton Schlecker wird der Prozess gemacht

Der ehemalige Drogeriemarktkönig Anton Schlecker muss sich wegen vorsätzlichen Bankrotts vor Gericht verantworten. Das Stuttgarter Landgericht hat den Prozessauftakt am 6. März 2017 nun auch offiziell bestätigt.


Das Aus der Drogeriemarktkette Schlecker aus Ehingen (Alb-Donau-Kreis) war eine der spektakulärsten Pleiten der deutschen Handelsgeschichte. Am Freitag hat das Stuttgarter Landgericht bestätigt, die Anklage gegen den 72-Jährigen zugelassen zu haben. Der Mammutprozess soll am 6. März 2017 in Stuttgart beginnen.

Im April hatte die Staatsanwaltschaft Stuttgart Anklage gegen Schlecker erhoben. Er soll sein Vermögen demnach auf illegale Weise vor der Pleite vor dem Zugriff der Gläubiger geschützt haben. In der Klageschrift wird dem Kaufmann unter anderem vorgeworfen, bei der Schlecker-Pleite im Jahr 2012 Vermögenswerte in zweistelliger Millionenhöhe beiseite geschafft zu haben. Zudem soll Schlecker 2009 und 2010 den Zustand des Konzerns im Konzernabschluss falsch dargestellt und vor dem Insolvenzgericht unrichtige Angaben gemacht haben.

Laut Staatsanwaltschaft geht es in dem Prozess gegen Anton Schlecker um vorsätzlichen Bankrott in mehreren Fällen. Schleckers Ehefrau Christa, Sohn Lars und Tochter Meike sollen Beihilfe zum Bankrott geleistet haben.
http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/anklage-wegen-vorsaetzlichen-bankrotts-wird-anton-schlecker-der-prozess-gemacht/-/id=1622/did=18622822/nid=1622/1r5jsmu/
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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #57 am: 13. November 2017, 19:56:13 »

Zitat
Schlecker-Prozess
Schlecker-Familie will sich vor Gefängnis retten


  • "Es ist nichts mehr da", hatte Anton Schleckers Tochter Meike nach der Insolvenz des Drogerie-Imperiums verkündet.
  • Später zahlte die Familie zehn Millionen Euro an den Insolvenzverwalter zurück.
  • Jetzt kommen weitere vier Millionen Euro hinzu - kurz vor dem Urteil im Bankrott-Prozess, in dem es um mutmaßlich verschobenes Vermögen geht.

Ins Gefängnis zu kommen, das ist keine schöne Vorstellung. Die Familie Schlecker hat vergangene Woche vier Millionen Euro an den Insolvenzverwalter ihrer pleitegegangenen Drogeriekette gezahlt - beziehungsweise mitgeteilt, dies zu tun. Allem Anschein nach, um das Landgericht Stuttgart milde zu stimmen. Die 11. Große Wirtschaftsstrafkammer will demnächst ihr Urteil über den gescheiterten Firmen-Patriarchen Anton Schlecker, 73, und seine Kinder Lars, 46, und Meike, 44, sprechen. Freiheitsstrafen sind nicht ausgeschlossen.

Die Staatsanwaltschaft wirft allen dreien einen "besonders schweren Fall von Bankrott" vor. Sie sollen angesichts der drohenden Insolvenz mehrere Millionen Euro auf Privatkonten verschoben haben, um das Geld dem Zugriff der Gläubiger zu entziehen. Der Prozess läuft bereits seit März. Doch erst jetzt, kurz vor dem Ende des Verfahrens und in Anbetracht einer möglicherweise drohenden Gefängnisstrafe, zahlen die Schleckers weiteres Geld an den Insolvenzverwalter zurück: Zwei Millionen Euro überweist Mutter Christa für ihren auf dem Papier mittellosen Ehemann, je eine Million der Sohn und die Tochter. Dies erklärten die Angeklagten am Montag vor Gericht.

Die Zahlung diene dem "Zwecke der Schadenswiedergutmachung", wie es der Anwalt von Lars Schlecker formulierte. Die Verteidiger betonten auch, dass der Insolvenzverwalter diese Zahlung nicht eingefordert habe - sondern dass die Familie aus eigenem Antrieb überwiesen habe. Während Meike und Lars ihre Summen aus dem eigenen Vermögen bezahlten, musste Anton Schlecker nach eigenen Angaben seine Ehefrau "bitten und überzeugen", die Summe in seinem Sinne zu überweisen. Er selbst sei seit der Insolvenz mittellos: "Ich habe mein gesamtes Vermögen verloren", sagte er am Montag. Und fügte hinzu: "Lamentieren nützt nichts, das war in meinem Leben immer schon so."

"Es ist nichts mehr da", hatte Meike Schlecker beteuert

10,1 Millionen Euro hatte die Familie Schlecker schon vor Jahren herausgerückt. Jetzt kommen also weitere vier Millionen hinzu. Das ist schon deshalb bemerkenswert, weil Meike Schlecker am 30. Januar 2012 einen Satz gesagt hatte, der in die Geschichte der deutschen Firmenpleiten einging: "Es ist nichts mehr da", beteuerte die Tochter damals mit bleichem Gesicht auf einer Pressekonferenz wenige Tage nach der Pleite. Ihr Vater Anton, der die Firma als Einzelkaufmann geführt hatte, habe "alles in das Unternehmen eingebracht".

Diese Aussage führte die Familie Schlecker gut ein Jahr später, im März 2013, selbst ad absurdum: Sie einigte sich mit Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz auf die Rückzahlung der 10,1 Millionen Euro. Mit dieser Summe wurden Vermögensübertragungen von Anton Schlecker an seine Familie quasi wiedergutgemacht. Im Gegenzug durften die Schleckers Immobilien und Sachgüter behalten. Zum Beispiel die Privat-Villa in Ehingen bei Ulm, die Anton seiner Ehefrau Christa am 11. August 2009 kostenlos übertragen hatte.

Obwohl Schlecker als Einzelkaufmann mit seinem gesamten Privatvermögen für seine Schulden haftet, wohnt das Paar deshalb auch nach der Pleite in dem Anwesen hinter mächtigen Mauern. Die eheliche Gütertrennung macht's möglich. Die 25 000 Beschäftigten der Drogeriekette, meist Frauen mit geringem Lohn, kamen schlechter weg. Sie verloren ihre Arbeitsplätze.

Das Nachtatverhalten fließt ins Urteil mit ein

Aus der Villa in Ehingen muss Anton Schlecker seit März regelmäßig nach Stuttgart fahren, wo gegen ihn und seine Kinder verhandelt wird. Gattin Christa war ursprünglich auch angeklagt. Das Verfahren gegen sie wegen Beihilfe zum Bankrott wurde aber nach Zahlung von 60 000 Euro eingestellt. Bei Vater, Sohn und Tochter Schlecker strich das Gericht kürzlich die lange Liste der Vorwürfe deutlich zusammen.

Im Umkehrschluss heißt das aber: Die restlichen Vorwürfe, die sich auf mutmaßliche Verschiebung von Vermögen im Jahr vor der Pleite beziehen, könnten für eine Verurteilung genügen. Im schlimmsten Fall für die Schleckers sogar für eine Gefängnisstrafe. Das wiederum könnte die Zahlung der vier Millionen Euro erklären.

In Paragraf 46 des Strafgesetzbuches heißt es, bei einer Verurteilung müsse das Gericht die Umstände, "die für und gegen den Täter sprechen", gegeneinander abwägen. Das gelte unter anderem für "sein Verhalten nach der Tat, besonders sein Bemühen, den Schaden wiedergutzumachen".
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/schlecker-prozess-familie-schlecker-will-sich-vor-dem-gefaengnis-retten-1.3745593
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Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!
tleary


Beiträge: 281


« Antworten #58 am: 17. November 2017, 19:18:56 »

Ist das nicht auch ziemlich billig? - Nichts darf in dieser Gesellschaft mehr gehasst werden, als der "gescheiterte Unternehmer", der sein Ausbeutungsgeschäft nicht "erfolgreich" betrieben hat (d.h. "seine" Untergebenen nicht effizient genug ausgebeutet hat)! - Wies über die Großunternehmer Quandt, Schwarz, Albrecht etc. und nicht zu vergessen die vielen tausend kleinen und mittleren Unternehmer, die als ERFOLGREICHE Ausbeuter ("Hidden Champions") genauso gerade jetzt in diesem Moment ihr Geschäft betreiben, genauso hasserfüllt geschrieben und diese kritisiert? Nein, sie werden von allen Seiten hofiert und (sofern sie dem Ruf folgen) in Talkshows eingeladen.
« Letzte Änderung: Gestern um 19:26:07 von tleary » Gespeichert
Kuddel


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« Antworten #59 am: 20. November 2017, 12:37:31 »

Zitat
Staatsanwaltschaft fordert drei Jahre Haft für Anton Schlecker



    Die Staatsanwaltschaft Stuttgart fordert drei Jahre Haft für den Gründer der Drogeriekette Schlecker.

    Die Staatsanwaltschaft sieht es als erwiesen an, dass Anton Schlecker schon lange vor dem Insolvenzantrag von der nicht mehr abzuwendenden Pleite wusste.

    Für Schleckers Kinder Lars und Meike fordert die Anklage ebenfalls Haftstrafen.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/schlecker-staatsanwaltschaft-fordert-jahre-haft-fuer-anton-schlecker-1.3757167
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