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Autor Thema: Gewerkschaften  (Gelesen 143084 mal)
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Rudolf Rocker
Waldkauz


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« Antworten #350 am: 18. April 2015, 21:31:59 »

Die Spaltung des DGB in "regierungstreue" und "nicht regierungstreue" Elemente!
Wenn die Gewerkschaften zerschlagen wurden ist es bis zur Diktatur erfahrungsgemäß nicht mehr weit! Sad
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Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
Fritz Linow


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« Antworten #351 am: 18. April 2015, 22:07:09 »

Die Spaltung des DGB in "regierungstreue" und "nicht regierungstreue" Elemente!
Wenn die Gewerkschaften zerschlagen wurden ist es bis zur Diktatur erfahrungsgemäß nicht mehr weit! Sad


Naja, als Alternative gäbe es ja dann immer noch zum Beispiel die Umweltgewerkschaft, "parteiunabhängig" und überhaupt nicht von der MLPD initiiert. Laut deren Grundsätzen dürfen da auch Vertreter der Klein – und Mittelständischen Industrie Unterstützer sein. Wenn der "regierungstreue" Teil des DGB, was der andere Teil ja so überhaupt nicht ist, also neue Gewerkschaften braucht, dann ist er hier genau richtig:
http://www.umweltgewerkschaft.org

Ein erster Schritt wurde heute in Kiel gemacht: Im Rahmen der TTIP-Proteste heute in Kiel durfte auch ein Vertreter der Umweltgewerkschaft ins Mikrophon plärren, das von der IG-Metall zur Verfügung gestellt worden war.
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« Antworten #352 am: 20. April 2015, 14:40:24 »

Montag, 20. April 2015
Offener Brief an die Vorsitzenden der IG Metall „Kein Pakt mit ‚Arbeitgebern‘ und Regierung gegen das Streikrecht!“
Geschrieben von Thomas Trueten in Arbeit und Lohn, Politische Rechte, Politische und gewerkschaftliche Arbeit um 12:15
Die Gesetzesvorlage zur sogenannten „Tarifeinheit“ ist in erster Lesung durch den Bundestag gegangen und soll in Kürze beschlossen werden. Maßgeblich wurde die Gesetzesinitiative durch mehrere Gewerkschaften, insbesondere die IG Metall, unterstützt. Der IG Metall-Vorstand hat mehrfach erklärt, dass er die Gesetzesvorlage für „Tarifeinheit“ begrüßt. Er behauptet, dass dadurch das Streikrecht nicht eingeschränkt würde. Aber zahlreiche Gutachten, einschließlich des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags ebenso wie viele namhaften Arbeitsrechtler/innen bestätigen das Gegenteil. Wenn das Gesetz so durchkommt, gilt: eine Gewerkschaft, die in einem Betrieb nicht die Mehrheit hat, darf weder eigene Tarifverträge für ihre Mitglieder abschließen, noch dafür Streiks oder Warnstreiks organisieren.

Innerhalb der IG Metall gibt es kritische Stellungnahmen gegenüber dem Gesetzesvorhaben, so hat die Delegiertenversammlung der Verwaltungsstelle Wiesbaden-Limburg den Vorstand zur Ablehnung des Gesetzesvorhabens aufgerufen.

Ebenso appellieren nun zahlreiche Gewerkschafter und Gewerkschafterinnen aus der IG Metall und anderen Gewerkschaften in einem offenen Brief an die Vorsitzenden der IG Metall, Detlef Wetzel und Jörg Hofmann, ihre Position zu ändern, der Gesetzesinitiative ihre Unterstützung zu versagen und das Streikrecht gegen alle Angriffe zu verteidigen. Tarifeinheit müsse über gewerkschaftliche Solidarität erreicht werden, nicht über Kungeln mit den Unternehmern! Dazu wird eine offene Debatte auf allen Ebenen der Gewerkschaft gefordert.

Der Offene Brief wird bis jetzt unterstützt von 78 früheren und aktuellen IGM-Funktionsträgern und Funktionsträgerinnen, 24 weiteren IGM-Mitgliedern und 35  FunktionsträgerInnen und Mitgliedern weiterer Gewerkschaften. Es gehen noch laufend weitere Unterschriften ein.

"Lieber Kollege Wetzel, lieber Kollege Hoffmann,
Ihr habt mehrfach erklärt, dass Ihr, bzw „die IG Metall“ die Gesetzesvorlage für „Tarifeinheit“ begrüßt. Ihr behauptet, dass dadurch das Streikrecht nicht eingeschränkt würde. Aber zahlreiche Gutachten, einschließlich des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags ebenso wie viele namhaften Arbeitsrechtler/innen bestätigen das Gegenteil. Wenn das Gesetz so durchkommt, gilt: eine Gewerkschaft, die in einem Betrieb nicht die Mehrheit hat, darf weder Tarifverträge für ihre Mitglieder abschließen, noch dafür Streiks oder Warnstreiks organisieren.

Zugleich bestätigt die Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), dass es ihr darum geht, Streiks auszuschließen: „Arbeitgeber müssen sich darauf verlassen können, dass während der Laufzeit eines Tarifvertrags, der mit der Mehrheitsgewerkschaft abgeschlossen ist …, auch das Arbeitsleben befriedet ist.“ Zugleich machen sie deutlich, dass sie durchaus nicht auf die großen Gewerkschaften setzen: „Auch kleine Gewerkschaften können in den Betrieben Mehrheitsgewerkschaften sein.“

Wir können nicht verstehen, dass Ihr mit denen gemeinsame Sache macht, die seit Jahren das Prinzip „Ein Betrieb – eine Gewerkschaft“ durch Ausgliederungen und Fremdvergabe zunichte machen. Die Initiative der CSU, für die „Daseinsvorsorge“ weitere Einschränkungen des Streikrechts zu verlangen, macht deutlich, was die Unternehmerverbände und ihre Freunde wollen.
Der bekannte Professor für Arbeitsrecht und Gewerkschafter Wolfgang Däubler schätzt das Gesetzesvorhaben so ein: »Die gesetzliche Vorgabe der Tarifeinheit ist der elegante Versuch, Gewerkschaften auszuschalten, ohne sie explizit zu verbieten«. Prof. Däubler hält das Gesetz für grundgesetzwidrig. Außerdem würde es die Flächentarifverträge weiter zersetzen und bestehende Tarifgemeinschaften mittelfristig zerstören.

Deshalb fordern wir Euch auf:
- Versagt dieser Gesetzesinitiative die Unterstützung! Verteidigung des Streikrechts gegen alle Angriffe!
- Tarifeinheit muss über gewerkschaftliche Solidarität erreicht werden, nicht über Kungeln mit den Unternehmern!

Wir fordern eine offene Debatte auf allen Ebenen unserer Gewerkschaft!"

Die Unterschriftensammlung wird durchgeführt von der Initiative zur Vernetzung der Gewerkschaftslinken (IVG). Unterschriften bitte senden an metallertreff@yahoo.de oder Matthias Fritz, Gehrenwaldstr.58, 70327 Stuttgart. Funktionsangaben dienen nur zur Kennzeichnung der Person.

Quelle

http://www.trueten.de/permalink/Offener-Brief-an-die-Vorsitzenden-der-IG-Metall-Kein-Pakt-mit-Arbeitgebern-und-Regierung-gegen-das-Streikrecht!.html
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Kuddel


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« Antworten #353 am: 25. April 2015, 14:12:34 »

Zitat
Die dümmste Gewerkschaft der Welt

Dieses Wochenende protestieren in Berlin Tausende für die Kohle.


Für wie bescheuert hält die IG BCE dieses Land eigentlich? Die Energiegewerkschaft behauptet allen Ernstes, dass in Deutschland 800.000 Arbeitsplätze gefährdet sind, weil der Bundeswirtschaftsminister eine Abgabe auf ein paar alte, ineffiziente Kohlekraftwerke verlangt, die keinerlei Relevanz für das Energiesystem haben. Was für ein Stuss.
http://www.taz.de/!158815/


Es liegt einige Jahrzehte zurück, da hat die Gewerkschaft eine Pro-Atomstrom organisiert.
Die Proteste Pro-Rüstungsproduktion und -Export tauchen auch in schöner Regelmäßigkeit auf.
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Rudolf Rocker
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« Antworten #354 am: 26. April 2015, 11:13:09 »

Stimmt, ich erinnere mich an "Atomkraft? Ja, bitte!"- Aufkleber von der IG BCE!
Das ist wirklich eine Drecksgewerkschaft!
Erinnern wir uns nur mal daran wie die IG BCE die Neupack- Leute verarscht hat!
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« Antworten #355 am: 26. April 2015, 12:32:53 »

 shocked Wow!

Zitat
Berthold Huber
Ein Gewerkschafter führt jetzt Volkswagen



Der spektakuläre Rücktritt von VW-Patriarch Ferdinand Piëch als Aufsichtsratschef des Autokonzerns rückt Ex-IG-Metall-Chef Berthold Huber ins Rampenlicht. Er wird jetzt die Hauptversammlung des Konzerns leiten.


Das Verhältnis zwischen Volkswagen und Gewerkschaften ist traditionell gut - zuweilen zu gut...
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/berthold-huber-ein-gewerkschafter-fuehrt-jetzt-volkswagen/11689948.html

Which side are you on?

www.youtube.com/watch?v=vbddqXib814
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« Antworten #356 am: 29. April 2015, 16:10:57 »

Zitat
Die Kooperationsvereinbarung der Industriegewerkschaften ist in Wahrheit eine Unterwerfungserklärung

http://norberthaering.de/index.php/de/27-german/news/342-gewerkschaften#weiterlesen
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« Antworten #357 am: 05. Mai 2015, 20:41:40 »

DGB für Friedhofsruhe und gegen Arbeitskampf:

Zitat
Der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Reiner Hoffmann, äußerte sich im Deutschlandfunk verständnislos.
«Ich habe kein Verständnis, dass die Verhandlungen abgebrochen wurden letzte Woche, dass man jetzt wieder in den Streik getreten ist», sagte der DGB-Vorsitzende.
http://www.fr-online.de/wirtschaft/dgb-chef-attackiert-lokfuehrergewerkschaft-gdl,27392182,30526458.html
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« Antworten #358 am: 07. Mai 2015, 21:17:09 »

MLPD erklärt sich solidarisch mit dem Streik der GDL

07.05.15 - Im Namen der MLPD hat Reinhard Funk folgende Solidaritätserklärung an die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer geschickt:

"Liebe Kolleginnen und Kollegen

Lieber Kollege Claus Weselsky,

die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD) erklärt sich mit eurem gewerkschaftlichen Streik solidarisch.

Wir werden alles in unseren Kräften stehende tun, den Kampf um die Anerkennung eurer Gewerkschaftsrechte, gegen die weitere Beschneidung des Streikrechts und für eure berechtigten Forderungen zu unterstützen. Und wir treten entschieden gegen die Hetze in verschiedenen bürgerlichen Medien und von bürgerlichen Politikern gegen den Streik der GDL und gegen dich als ihren Vorsitzenden ein.

Die Verhandlungsführer der Deutschen Bahn spielen auf Zeit, um euch mit der Verabschiedung des geplanten 'Tarifeinheitsgesetzes' ins Leere laufen zu lassen.

Was von der Deutschen Bahn vorexerziert wird und durch das 'Tarifeinheitsgesetz' der Merkel/Gabriel-Regierung rechtlich abgesichert werden soll, ist ein direkter Angriff auf das in Deutschland jetzt schon stark eingeschränkte Streikrecht. Das lehnen wir entschieden ab. Es unterstreicht zugleich die Notwendigkeit des Kampfs für ein allseitiges und vollständiges gesetzliches Streikrecht in Deutschland.

Wir bieten euch an, unsere Internetplattform redaktion@rf-news.de und die Wochenzeitung 'Rote Fahne' für Veröffentlichungen und für Interviews zu nutzen und werden dort auch – wie schon bisher - selbst solidarisch über den Streik der GDL berichten.

Mit solidarischen Grüßen"


Quelle

http://www.rf-news.de/2015/kw19/mlpd-werklaert-sich-solidarisch-mit-dem-streik-der-gdl
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« Antworten #359 am: 18. Mai 2015, 17:55:28 »

 18.05.2015, 17:10:44 / Inland

Streik ohne Ende
Lokomotivführer legen erneut die Arbeit nieder. Güterverkehr ab Dienstag, Personenverkehr ab Mittwoch im Ausstand. GDL nennt keinen Termin für Beendigung des Ausstands


Bei der Deutschen Bahn AG wird wieder gestreikt. Ab Dienstag um 15.00 Uhr will die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) den Güterverkehr lahmlegen, wenige Stunden später folgt in der Nacht zum Mittwoch dann auch der Personenverkehr. Zwar handle es sich um keinen »unbefristeten Streik«, wie GDL-Chef Claus Weselsky betonte, allerdings werde man das Ende dieses Ausstands erst 48 Stunden vorher ankündigen. Der Streik werde allerdings länger dauern als die vorangegangene Streikrunde, sagte der Gewerkschafter in Berlin. Am 10. Mai war ein fast sechstägiger Ausstand im Personenverkehr zu Ende gegangen. Das war der bisher längste Streik in der 21jährigen Geschichte der Deutschen Bahn AG.

Weselsky sagte, auch während des erneuten Ausstands werde die GDL dem Bahnvorstand jederzeit für Gespräche zur Verfügung stehen. Sollte eine Schlichtung zustande kommen, sei die GDL bereit, den Streik auszusetzen.

Am Wochenende war ein Annäherungsversuch beider Seiten gescheitert. GDL und Bahnvorstand wiesen sich dafür gegenseitig die Schuld zu. »Wir sind lange genug verschaukelt worden«, erklärte Weselsky. Deshalb werde nun »die nächste Eskalationsstufe« gestartet. Die Verantwortung trage die Bahn, die in den Gesprächen bewiesen habe, dass in den Verhandlungen keinerlei Ergebnisse erzielt werden sollten, erklärte die Gewerkschaft. Vielmehr solle der Tarifabschluss bis zum Inkrafttreten des »Tarifeinheitsgesetzes« verschleppt werden.

Diesem Gesetz zufolge, dass die Bundesregierung durch das Parlament peitschen will und das voraussichtlich Anfang Juli in Kraft treten soll, gilt künftig in einem Betrieb nur noch der Tarifvertrag der jeweils größeren Gewerkschaft gelten. Streiks einer kleineren Gewerkschaft wie der GDL für einen eigenen Abschluss wären dann möglicherweise illegal.

Unabhängig vom Streik der GDL will die Bahn »versuchen, am Donnerstag mit der EVG zu einem Abschluss zu kommen«, wie Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber sagte. Die dem DGB angeschlossene Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) dringt auf einen Tarifabschluss für ihre rund 100.000 Mitglieder bei der Bahn an diesem Tag. Für den Fall einer Nichteinigung hat sie ebenfalls mit Streik gedroht. Sie fordert sechs Prozent Einkommenszuwachs, mindestens jedoch 150 Euro pro Monat. Arbeitszeitverkürzungen und Überstundenregelungen, wie sie die GDL fordert, sind für die EVG keine aktuellen Themen. (dpa/Reuters/jW)

Die bisherigen Streiks der GDL:

1. Warnstreik am 1. September: drei Stunden im Personen- und Güterverkehr

2. Warnstreik am 6. September: drei Stunden im Personen- und Güterverkehr

1. Streik nach Urabstimmung am 7./8. Oktober: neun Stunden im Personen- und Güterverkehr

2. Streik am 15./16. Oktober: 14 Stunden im Personen- und Güterverkehr

3. Streik vom 17. bis 20. Oktober: 50 Stunden im Personenverkehr und 61 Stunden im Güterverkehr

4. Streik vom 6. bis 8. November: 64 Stunden im Personenverkehr und 75 Stunden im Güterverkehr

5. Streik vom 21. bis 23. April: 43 Stunden im Personenverkehr und 66 Stunden im Güterverkehr

6. Streik vom 4. bis 10. Mai: bislang längster Streik in der Geschichte der Deutschen Bahn AG - 127 Stunden im Personenverkehr und 138 Streikstunden im Güterverkehr (dpa/jW)


Quelle

https://www.jungewelt.de/2015/05-19/002.php


Aus RF-News

 18.05.15 - GDL kündigt neuen Streik ab Dienstag an

Am Samstag haben die Vertreter des Bahnvorstands die Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft der Lokführer (GdL) erneut verlassen, obwohl sie bis Sonntag Abend angesetzt waren. Nach einer Mitteilung der GdL verließen die DB-Vertreter, noch während die GdL ein Angebot prüfte, den Tisch und verlangten erneut ultimativ die Unterzeichnung. "Die Deutsche Bahn teilte der GDL schriftlich mit, dass sie keine weiteren Verhandlungen außerhalb eines von ihr selbst diktierten Schlichtungsverfahrens führen werde", heißt es von der GdL. Die Gremien der GdL haben inzwischen beraten. Ab dem morgigen Dienstag wird der Güterverkehr bestreikt, ab Mittwoch zusätzlich der Personenverkehr. Erstmals kündigt die GDL nicht an, wie lange der Streik laufen wird.


Quelle

http://www.rf-news.de/2015/kw21/18.05.15-gdl-kuendigt-neuen-streik-an
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« Antworten #360 am: 22. Mai 2015, 19:23:19 »

Vorläufiges Ende des Bahnstreiks nach Teilzugeständnis der Deutschen Bahn

22.05.15 - Seit gestern Abend um 19 Uhr haben die Mitglieder der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ihre Arbeit wieder aufgenommen und ihren Streik zunächst beendet. Entscheidend war das Teilzugeständnis der Deutschen Bahn (DB), dass die GDL "für all ihre Mitglieder des Zugpersonals in den DB-Eisenbahnverkehrsunternehmen die Tarifverträge verhandeln und abschließen" kann (Presseerklärung der GDL vom 21. Mai). Doch auch die größere EVG (Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft) hat noch keinen Tarifvertrag erzielt und verhandelt weiter.

Dieser 9. GDL-Streik zeigte wie seine Vorgänger durchschlagende Wirkung. Deshalb versuchte die bürgerliche Politik auch ihn zu beenden. Vorausgegangen war eine gesteigerte Hetze gegen die GDL, besonders gegen ihren Vorsitzenden Claus Weselsky. Während die MLPD ihre Solidarität mit dem Streik erklärte, attackierten Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und Verkehrsminister Alexander Dobrinth (CSU) ihn und malten "ein Risiko für Deutschlands Wirtschaft" an die Wand. Gemeint waren die Profitinteressen der Monopole, bei denen es inzwischen durch die Bestreikung des Güterverkehrs zu Produktionsausfällen gekommen war. Gegen einen Hetz-Beitrag auf YouTube, der die Lokführer nach Auschwitz in die Gaskammer schicken will, ermittelt inzwischen die Polizei.

Die Tarifforderungen sollen nun vom 27. Mai bis 17. Juni 2015 im Schlichtungsverfahren verhandelt werden. Mit dem Weg der Schlichtung ist allerdings noch nicht die Hinhaltetaktik vom Tisch, den Tarifabschluss bis zum Inkrafttreten des Tarifeinheitsgesetzes hinaus zu zögern.

Dieses Gesetz wurde heute Vormittag im Bundestag verabschiedet, es soll im Sommer in Kraft treten. Mehrere Gewerkschaften haben Verfassungsklage angekündigt. In Betrieben mit mehreren Tarifverträgen für gleiche Beschäftigtengruppen soll demnach nur noch der Vertrag der Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern gelten. Damit könnten Streiks kleinerer Gewerkschaften als "unverhältnismäßig" eingestuft werden. Dieser Angriff auf das sowieso unzureichende Streikrecht in Deutschland muss zurückgewiesen werden. Die MLPD lehnt das Tarifeinheitsgesetz grundsätzlich ab - sie fordert ein vollständiges und allseitiges gesetzliches Streikrecht!

Der Ministerpräsident von Brandenburg, Matthias Platzeck (SPD) wurde auf Seiten der Deutschen Bahn und der Ministerpräsident von Thüringen, Bodo Ramelow (Linkspartei) auf Seiten der GDL als Schlichter bestimmt. Die Forderungen der GDL-Kolleginnen und Kollegen nach Verkürzung der Wochenarbeitszeit auf 38 Stunden, Begrenzung der Überstunden auf 50 im Jahr, Erhöhung der Zeitzuschläge für Nachtarbeit und 5 Prozent mehr Lohn sind berechtigt.

Quelle


http://www.rf-news.de/2015/kw21/vorlaeufiges-ende-des-bahnstreiks-nach-teilzugestaendnis-der-deutschen-bahn
« Letzte Änderung: 23. Mai 2015, 12:59:39 von Rappelkistenrebell » Gespeichert

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« Antworten #361 am: 23. Mai 2015, 12:58:56 »


Aus: Ausgabe vom 23.05.2015, Seite 1 / Titel
 
444 Verfassungsfeinde

Mit 444 Ja- bei 126 Nein-Stimmen beschränkt der Bundestag das Grundrecht auf Streik im Namen der »Tarifeinheit«. IG-Metall- und DGB-Spitzen ebenso erfreut wie Konzernvertreter

Von Daniel Behruzi



Der Bundestag hat das Gesetz zur »Tarifeinheit« am Freitag mit 444 Stimmen beschlossen. 126 Abgeordnete votierten mit Nein, 16 enthielten sich. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) behauptete in der Aussprache erneut, die Neuregelung greife nicht ins Streikrecht ein. Vertreter von Linkspartei und Grünen kritisierten das als »Täuschungsmanöver«. »Das Gesetz ist die Einschränkung des Streikrechts kleinerer Gewerkschaften«, betonte der Linke-Fraktionsvizechef Klaus Ernst.

Der Grünen-Fraktionsvorsitzende Anton Hofreiter stellte in der Debatte klar, dass es der Regierung keineswegs darum gehe, Unterbietungskonkurrenz durch sogenannte christliche Gewerkschaften zu unterbinden. Das Gesetz solle vielmehr verhindern, dass das Tarifniveau infolge einer Überbietungskonkurrenz durch Spartengewerkschaften steigt. Und die SPD stehe an vorderster Front im Kampf dafür, dass das Tarifniveau nicht nach oben gezogen wird, so Hofreiter. An die Adresse der Sozialdemokraten gewandt fragte er: »Schämen Sie sich nicht?«

Gegen solche moralischen Appelle sind sozialdemokratische Parlamentarier mittlerweile immun. Nur eine einzige SPD-Abgeordnete stimmte gegen den Gesetzentwurf: die Oldenburgerin Kerstin Lühmann, Mitglied der rechtslastigen Polizeigewerkschaft DPolG. In der CDU/CSU-Fraktion votierten 16 Abgeordnete dagegen, wohl ebenfalls aus Loyalität gegenüber politisch konservativen Berufsgewerkschaften. Linke und Grüne lehnten das Gesetz geschlossen ab.

Die Reaktionen der Konzernlobbyisten waren am Freitag durchweg positiv. Die Entscheidung sei »ein wichtiger Schritt für die Zukunft der Tarifautonomie«, lobte Ingo Kramer von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände. Der BDA-Chef fiel bisher nicht gerade als Vorkämpfer des Flächentarifs auf. Mit dem Gesetz werde »das Prinzip ›Ein Betrieb – ein Tarifvertrag‹ endlich wiederhergestellt«, ergänzte »Gesamtmetall«-Chef Rainer Dulger. Er hat sonst nichts gegen unterschiedliche Tarife für Leiharbeiter, Werkvertragsbeschäftigte und andere Prekäre einzuwenden.

Rudolf Henke, Vorsitzender des Marburger Bunds und zugleich CDU-Abgeordneter, wandte sich erneut gegen die Regelung. Mit dem betriebsbezogenen Mehrheitsprinzip schaffe der Gesetzgeber »einen völlig neuen Rechtszustand«, erklärte er in einer Mitteilung. Der Zwang zur »Tarifeinheit« bedeute nicht nur einen Bruch der Verfassung, er werde auch negative Folgen für den Betriebsfrieden haben.

Ebenfalls kritisch äußerte sich der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske, dessen Gewerkschaft gemeinsam mit GEW und NGG in den vergangenen Wochen rund 84.000 Unterschriften gegen das Gesetz gesammelt hatte. Dieses greife zumindest indirekt in das Streikrecht ein und verschärfe die Konkurrenz der Gewerkschaften untereinander, so Bsirske am Freitag gegenüber dpa. »Das stärkt nicht das Tarifvertragssystem, sondern birgt die Gefahr, dass Konzern-, Flächen- und Branchentarifverträge durchlöchert werden.«

Wie recht der ver.di-Vorsitzende mit dieser Einschätzung hat, machte die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) deutlich, mit der ver.di derzeit um die tarifliche Eingruppierung von Erzieherinnen und Sozialarbeitern streitet. VKA-Hauptgeschäftsführer Manfred Hoffmann begrüßte das Gesetz als »Schritt in die richtige Richtung« und forderte zugleich eine stärkere Reglementierung von Arbeitskämpfen in der öffentlichen Daseinsvorsorge


Quelle

https://www.jungewelt.de/2015/05-23/057.php
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« Antworten #362 am: 23. Mai 2015, 13:51:19 »

Wie sich die Geschichten gleichen....... kotz *würgh* AAAAAh

Der nächste Schritt wäre ja dann ein Verbot von Gewerkschaften außerhalb des DGB.
Beobachten wir es mal weiter.
« Letzte Änderung: 23. Mai 2015, 13:53:06 von Tiefrot » Gespeichert

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« Antworten #363 am: 23. Mai 2015, 14:30:30 »

Ja, es ist zum Kotzen! Bei Betrachtung der Drecks SPD in den letzten Jahren verstehe ich die Sozialfaschismusthese der Weimarer Zeit sehr gut!

Bedenken sollte man bei dem ganzem Theater auch, daß unterschiedliche Tarife für Leiharbeiter, Werkvertragsbeschäftigte und andere Prekäre nicht
das Problem oder des DGB waren und sind! Schließlich hat der DGB die Hartz Gesetze befürwortet, saß in der Hartz Kommission mit drinne und bis heute
hält der DGB sich an der Omerta! Das Gesetz des Schweigens! Wir wissen kaum, was in dieser so feinen Runde besprochen wurde! Weiterhin unterhält der DGB weiterhin eigene Zeitarbeitsfirmen und 1 Euro Jobber wurden legal versklavt zum Plakate kleben usw seitens der so gemeinnützigen DGB Institutionen und natürlich auch der SPD.
Der DGB unterhält eigene Zeitarbeitsfirmen und weiterhin hat der DGB durch Zustimmung und Unterschrift der sogenannten Tarifverträge mit den Zeitarbeitsmenschenhändlern, juristisch legal und moralisch ekelerregend, Equal Pay verhindert!
Weiterhin ist das Tarifeinheitsgesetz quasi das Verbot kleinerer Gewerkschaften! Denn was für einen Sinn hat eine Gewerkschaft wenn sie weder Streiken noch Tarife abschließen darf?
Ich persönlich empfinde für diese Arbeiter- und Volksverräter nur zutiefste Verachtung und wünsche ihnen einen Genickschuß oder mindestens ein
schmerzhaftes qualvolles Verrecken an Krebs!


« Letzte Änderung: 23. Mai 2015, 14:32:59 von Rappelkistenrebell » Gespeichert

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« Antworten #364 am: 23. Mai 2015, 21:10:25 »

Einerseits hatte ich den Kapitalismus ja mal als Pyramidenspiel beschrieben,
bei dem am Ende einer alles hat, der Rest gar nix.
Andererseits, bei systematisch zerstörter Nachfrage wegen unzureichenden Geldmitteln
geht der Kapitalismus zwar nicht kaputt, kommt aber sicher zum Erliegen.
Und dann möchte ich mal sehen, wie lange die Finanzsphäre noch ihre Blasen produziert.
Letztendlich geht es da schon lange nicht mehr um reale Werte, sondern nur um Zahlen auf Papier.

Leute, wenn es nicht mit Hunger und Elend in der Realität verbunden wäre,
könnte ich eigentlich nur noch breit darüber grinsen.  Grin
« Letzte Änderung: 23. Mai 2015, 21:15:09 von Tiefrot » Gespeichert

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« Antworten #365 am: 23. Mai 2015, 21:18:15 »

Zitat
Andererseits, bei systematisch zerstörter Nachfrage wegen unzureichenden Geldmitteln
geht der Kapitalismus zwar nicht kaputt, kommt aber sicher zum Erliegen.

Dir ist aber schon klar, das der Kapitalismus sich dann der Resettaste bedient?
Ein "schöner", großer Krieg und schon wird wieder massenhaft Kohle verdient.
Erst an der Aufrüstung, dann am Krieg selbst und dann am Wiederaufbau!
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« Antworten #366 am: 24. Mai 2015, 00:09:06 »

Der Kapitalismus trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen!



Inzwischen weise ich darauf hin,daß die beleidigende Steigerungsform von "Hurensohn" der Begriff "Sozialdemokrat" ist Angry
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« Antworten #367 am: 24. Mai 2015, 15:15:12 »

@Rudi, das ist mir durchaus klar.
Hatte es in meiner Tapete bereits anklingen lassen.  Wink

Am Ende liegt es aber an den jeweiligen Bevölkerungen, sich da reinziehen zu lassen.
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« Antworten #368 am: 13. Juni 2015, 11:46:44 »

Petition "Aufstand des gewerkschaftlichen Gewissens" mit neuen Zielen 



Petition "Aufstand des gewerkschaftlichen Gewissens" mit neuen Zielen 
 


Sachsen (Korrespondenz), 10.06.15: 10.000 Unterschriften für die Petition "Aufstand des gewerkschaftlichen Gewissens" bis zum IG-Metall-Gewerkschaftstag im Oktober 2015 sind das neue Ziel. Die Online-Petition ist beendet, die Unterschriftensammlung geht jedoch weiter!

Vor Kurzem bedankten sich die Initiatoren der Petition bei vielen der über 4.400 Unterzeichner. Sie schreiben unter anderem: "Wir Initiatoren sind der Meinung, dass diese wichtige Initiative bis zum Gewerkschaftstag der IG Metall im Oktober 2015 intensiv unter unseren KollegInnen weiter geführt werden sollte. Deshalb schlagen wir vor, den Petitionsaufruf weiter zu verbreiten, weitere Unterstützer in den verschiedensten Gewerkschaften zu gewinnen. Nutzen wir gemeinsam jede Gelegenheit, um weitere Unterschriften mit dem Ziel von 10.000 zu erfüllen." (hier weiter lesen)

Tatsächlich ist es ein wichtiges Signal, dass dem IG-Metall-Gewerkschaftstag 10.000 Unterschriften vorgelegt werden, die dokumentieren: "Die IG Metall ist mit 2,3 Millionen Mitgliedern eine der größten Einzelgewerkschaften der Welt. Für sie wäre es Pflicht und Ehrensache gewesen, den Kampf bundesweit und international zu organisieren. Wir waren bereit dazu!… Nie wieder darf sich das wiederholen!" (Auszug aus der Petition)

Die Fortsetzung der Unterschriftensammlung und ihr erfolgreicher Abschluss ist unterstützenswert. Gerade die laufenden Tarifrunden bei ver.di, GEW, der Post, den Eisenbahnern und aktuell der Kampf der Belegschaft von HSP/Dortmund gegen ihre Werkschließung aber auch die Kritiken am "Tarifeinheitsgesetz" oder am "Bündnis für Industrie" sind ein wichtiger Boden, zur Stärkung der kämpferischen Richtung in den Gewerkschaften. Dazu trägt die Unterstützung der Petition ermutigend bei!


Zur Petition und der Unterschriftenliste geht es hier

https://gewerkschaftsgewissen.files.wordpress.com




Quelle

http://www.rf-news.de/2015/kw24/petition-201e-aufstand-des-gewerkschaftlichen-gewissens201c-geht-weiter

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« Antworten #369 am: 12. Juli 2015, 00:29:45 »

Der DGB sagt in einem der reichsten Länder der Welt "von der Arbeit muß man leben können", was nichts anderes bedeutet, als daß Leute ohne Arbeit dieses Recht nicht haben.


Und die schrecklich verpönte, weil so "radikale" GDL fordert sogar, daß Arbeit "erträglich" sein sollte.


Wie auf den Hund gekommen kann eine Diskussion über soziale Bedingungen nur sein?

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« Antworten #370 am: 12. Juli 2015, 02:39:48 »

He @Bowie,

irgendwie finde ich in deinem Beitrag den Sinn desselben nicht. Ich bin ganz sicher kein Freund bezahlter Funktionaere, wie die vom DGB. Aber was meinst du denn mit: "... Der DGB sagt in einem der reichsten L�nder der Welt "von der Arbeit mu� man leben k�nnen", was nichts anderes bedeutet, als da� Leute ohne Arbeit dieses Recht nicht haben. ..."

also: 1. was meinst du mit "... einem der reichsten L�nder der Welt ..." - meinst du damit die paar milliardenschweren Familien in D-Land?, oder unterstellst du den Malochern heimlich unter dem Kopfkissen gebunkerte Milliarden?
2. wer spricht Leuten ohne Arbeit hier das Lebensrecht ab? Woher nimmst du diese Schlussfolgerung?

Den Satz: "Und die schrecklich verp�nte, weil so "radikale" GDL fordert sogar, da� Arbeit "ertr�glich" sein sollte.", sehe ich selbstverstaendlich als satirisch gemeint an.

Die plakativen Forderungen der Kolleg*innen auf den Transpis stufe ich allerdings nicht als Diskussion ein - hoechstens als eine Aufforderung dazu.

Wen willst du mit diesem Satz eigentlich treffen?: "Wie auf den Hund gekommen kann eine Diskussion �ber soziale Bedingungen nur sein?..."

Auf welchem Level hast du soziale Bedingungen fuer wen schon diskutiert (ausgehandelt)? - Mit welchem Erfolg?

Vielleicht verstehe ich dann deine Einlassungen hier doch noch  rolleyes
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Bowie


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« Antworten #371 am: 12. Juli 2015, 11:15:23 »

Was ich mit "einem der reichsten Länder der Welt" meine? Genau das, was ich sage!
Wenn ein Land reich ist, bedeutet es längst nicht, dass all dessen Bürger wohlhabend sind. Wir leben in einem Land, das reich ist und gleichzeitig über eine höchst ungleiche und ungerechte Verteilung dieses Reichtums verfügt. Deshalb regt mich die Politik der Gewerkschaften so auf.
Der DGB hat bei der Politik des Lohndumpings immer brav mitgespielt.
Dazu gehört die Brechmittelforderung, dass man von Arbeit leben können muß. Mit dieser Forderung richtet man sich auf einem Lohnniveau am Existenzminimum ein.
Im übrigen ist es ein gesellschaftlicher Konsenz (den man durchaus hinterfragen kann), dass man für Arbeit mehr als für Erwerbslosigkeit erhalten soll. Wenn Arbeit nur existenzsichernd sein soll, bedeutet es, dass es für Erwerbslosigkeit keine Garantie zur Existenzsicherung gibt.

Ja, mein Kommentar zur GDL war natürlich ironisch. Sie wird als "radikale" Gewerkschaft gehandelt, doch ich kriege das Kotzen, wenn ich sehe, daß deren Forderung auch nur einen fingerbreit über der des DGB liegt. "Erträgliche Arbeitsbedingungen", pah!
Traut sich denn niemand mehr ganz einfach "gute Arbeitsbdingungen" zu fordern?

Zitat
Auf welchem Level hast du soziale Bedingungen fuer wen schon diskutiert (ausgehandelt)? - Mit welchem Erfolg?

Was soll dieser Scheiss schon wieder?
Ich soll hier etwa nichts sagen, weil ich nichts vorbildliches (für mich) ausgehandelt habe? Nein, meine Arbeitsbedingungen sind absolut für'n Arsch!
Ich weiss auch, dass man allein kaum eine Chance hat da herauszukommen. Das kann man nur kollektiv. Z.B. mit Gewerkschaften. Wenn die DGB Gewerkschaften sich auf die Seite der Wirtschaft gestellt haben und auf die Interessen ihrer Mitglieder scheissen, dann ist es schlimm genug. Wenn eine angeblich positive Alternative zu feige ist "gute Arbeitsbedingungen" zu fordern, dann ist aber zappenduster.




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BakuRock


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« Antworten #372 am: 13. Juli 2015, 00:46:42 »

Moin Bowie,

du hast ja selbst schon beschrieben worauf ich hinaus wollte: Forderungen aufstellen kann jedermensch/gruppe/gewerkschaft - aber auch den notwendigen Druck (die "Wirkmaechtigkeit") aufbauen zu koennen um die Forderungen durch zu setzen, das ist das Entscheidende. Dazu bedarf es einer Menge Mitglieder und die moeglichst auch noch an den entsprechenden Stellen.

Zitat
... Wenn die DGB Gewerkschaften sich auf die Seite der Wirtschaft gestellt haben und auf die Interessen ihrer Mitglieder scheissen, dann ist es schlimm genug. Wenn eine angeblich positive Alternative zu feige ist "gute Arbeitsbedingungen" zu fordern, dann ist aber zappenduster....

siehe oben!

P.S.: Ich hoffe du erhoehst die Wirkmaechtigkeit (d)einer Gewerkschaft/Berufsverband o.ae. durch deine Mitgliedschaft - moeglichst noch aktiv.....


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Bowie


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« Antworten #373 am: 13. Juli 2015, 11:17:29 »

Baku, mir geht dein sozialdemokratisches Geseire voll auf den Sack.
Ich will nichts mit Leuten oder Organisationen zu tun haben, die dem Menschen ein kleines bißchen mehr Würde oder eine winzigkeit mehr Freiheit zugestehen wollen.

Wenn der Traum von Freiheit und Würde nicht einmal existiert, dann hilft auch keine "Wirkmächtigkeit".
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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #374 am: 14. Juli 2015, 13:29:37 »

Verrat am Poststreik

Ich bin überrascht, daß das Abwürgen des Poststreiks nicht folgenlos bleibt. Der Streikwille war stärker als erwartet. Der überraschende Abbruch des Streiks und der inakzeptable Abschluß hat nicht nur die Postler geschockt, sondern auch Gewerkschaftmitglieder anderer Branchen. Die Wut entlädt sich weiterhin in Foren, facebook-Gruppen und Leserbriefspalten großer Medien. Das Vertrauen in die Gewerkschaften wurde grundsätzlich erschüttert. Der Aufbau alternativer Strukturen jenseits des DGB sollte der nächste Schritt sein.
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Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!
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