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Autor Thema: Gewerkschaften  (Gelesen 153072 mal)
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Rappelkistenrebell


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« Antworten #375 am: 15. Juli 2015, 06:27:54 »

Aus: Ausgabe vom 14.07.2015, Seite 5 / Inland

IG Metall hält sich raus
Bremer Daimler-Arbeiter klagen gegen Abmahnungen und wollen das Streikrecht erweitern. Doch die Gewerkschaft versagt ihren Mitgliedern die Unterstützung
Von Daniel Behruzi


m Gegensatz zur IG Metall unterstützten Mitarbeiter von Daimler ihre Kollegen am Freitag vor dem Arbeitsgericht Bremen
Foto: Ingo Wagner/dpa

Gütlich klären lässt sich der Konflikt um Abmahnungen beim Autobauer Daimler in Bremen nicht. Das hat sich bei der ersten Verhandlung vor dem örtlichen Arbeitsgericht am vergangenen Freitag sehr schnell herausgestellt. Geklagt hatten 33 Arbeiter, die wegen ihrer Teilnahme an einer Arbeitsniederlegung im Dezember vergangenen Jahres gemaßregelt worden waren (siehe jW vom 17. Juni). Sie wollen den Vermerk aus ihrer Personalakte löschen lassen und berufen sich dabei auf das Grundrecht auf Streik. Ihre Gewerkschaft, die IG Metall, will sie dabei nicht unterstützen.

»Wir wollen nicht einfach, dass die Abmahnungen zurückgenommen werden, sondern dass sich das Recht zum Streiken wandelt«, erklärte Helmut Platow, einer der vier Anwälte der Kläger. Dafür werde man notfalls bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gehen. »Streikrecht ist Menschenrecht«, betonte der Jurist. Sein Kollege Benedikt Hopmann ergänzte, mit den Arbeitsniederlegungen hätten die Beschäftigten ein Zeichen setzen wollen. Die Aktion war eine von mehreren, mit denen sich die Bremer Daimler-Belegschaft gegen die Fremdvergabe von Produktionsarbeiten und weitere Arbeitszeitflexibilisierung zur Wehr gesetzt hatten. Die IG Metall hatte zu der spontanen Arbeitsniederlegung nicht aufgerufen.

Auch aus dem nun folgenden Rechtsstreit will sich die Gewerkschaft heraushalten. So hat es der Ortsvorstand der Bremer IG Metall einem jW vorliegenden Schreiben zufolge abgelehnt, den Gewerkschaftsmitgliedern in dieser Sache Rechtsschutz zu gewähren. Begründet wird das vor allem damit, dass das Verfahren ohne Zustimmung der IG Metall begonnen wurde. »Der Rechtsschutz muss in jedem Fall – schon ab der ersten Instanz – vom Vorstand vor Beauftragung des Anwalts gewährt worden sein«, heißt es in dem Schreiben. »Nur in begründeten Ausnahmefällen« könnten bereits entstandene Kosten übernommen werden.

Eine solche Ausnahme will die IG Metall bei der symbolträchtigen Auseinandersetzung offenbar nicht machen, auch nachdem die Bremer Ortsverwaltung das Antragsbegehren an den IG-Metall-Vorstand in Frankfurt am Main zur endgültigen Entscheidung weitergeleitet hat. Das Vorgehen passt zum bisherigen Verhalten des Gewerkschaftsapparats. Dieser hatte dem Ausstand nicht nur seine offizielle Unterstützung verweigert, der örtliche IG-Metall-Bevollmächtigte Volker Stahmann hatte in der Presse wegen des »wilden Streiks« auch von »französischen Verhältnissen« schwadroniert.

»Dass die IG Metall das nicht unterstützt, finde ich einen Skandal«, kritisierte Daimler-Betriebsratsmitglied Gerwin Goldstein beim Arbeitsgericht. Vor der Verhandlung hatten einige Dutzend Gewerkschafter und Unterstützer gegen die Abmahnungen und gegen Lohndumping durch Werkverträge protestiert. Er fürchte, dass die 140 Arbeitsplätze, um die es bei der Protestaktion im Dezember ging, nur der Anfang weiterer Auslagerungen seien, sagte Goldstein. Die Kollegen mit Werkverträgen würden nur halb so viel verdienen wie ihre Kollegen in Festanstellung bei Daimler. Deshalb sei es richtig, gegen die Auslagerungen mit Streiks zu protestieren.

Rechtsanwalt Platow zeigte sich nach der Güteverhandlung im Lokalfernsehen erfreut, dass sich das Gericht für die Argumentation der Kläger offen gezeigt habe. Im Kern geht es um die Frage, ob Arbeitsniederlegungen nur dann legitim sind, wenn eine Gewerkschaft offiziell dazu aufruft. Platow und seine Mitstreiter halten dem entgegen, dass Streik »ein ureigenes Freiheitsrecht der abhängig Beschäftigten« und nicht an einen Gewerkschaftsaufruf gebunden ist. Diese Auffassung wollen die Daimler-Arbeiter und ihre Anwälte juristisch durchsetzen – notfalls bis zum Europäischen Gerichtshof und auch ohne Hilfe der IG Metall.

Um das Verfahren finanziell durchzustehen, haben die Unterstützer ein Solidaritätskonto eingerichtet: Anja Luers, Berliner Volksbank. Iban: DE 67 1009 0000 5650 0040 02, Stichwort: Streikrecht

Quelle

https://www.jungewelt.de/2015/07-14/038.php

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dagobert


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« Antworten #376 am: 15. Juli 2015, 21:22:36 »

Und wieder einmal bestätigt die IGM alle Vorurteile. 
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Rappelkistenrebell


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« Antworten #377 am: 16. Juli 2015, 06:23:04 »

Die IG Metall Führungist streng antikommunistisch und schließt Marxisten-Leninisten nach kalter Kriegs Manier aus ihren Reihen aus und versagt kämpferischen Betriebsräten wie zB Volker Kraft oder den Offensiv Betriebsratslisteleuten bei Opel Bochum die Solidarität,versucht diese auszuschließen und zu diskreditieren und obendrein machen sie gemeinsame Sache mit den Bossen gegen kämpferische Gewerkschafter.....auch ich war lange IG Metall Mitglied gewesen Angry

Verteidigt und stärkt die IG Metall als Einheitsgewerkschaft!
28.06.10 - Das ist die Überschrift einer aktuellen "Erklärung der MLPD zur Bestätigung und Verschärfung des Unvereinbarkeitsbeschlusses gegen die MLPD, ihre Sympathisanten, Unterstützer und andere klassenkämpferische Kollegen durch den IG-Metall-Vorstand". Im Text heißt es weiter:

1. Unvereinbarkeitsbeschlüsse im Geist des reaktionären KPD-Verbots

Im Geist des reaktionären KPD-Verbots von 1956 gibt es seit den 1970er Jahren in der IG Metall sogenannte Unvereinbarkeitsbeschlüsse (UVB) gegen linke Organisationen und Gruppierungen, die damit zu "gegnerischen Organisationen" erklärt werden. Wer Mitglied einer dieser Organisationen ist bzw. ihre Aktivitäten unterstützt, kann danach ohne Untersuchungsverfahren aus der Gewerkschaft ausgeschlossen werden. Die MLPD und viele Gewerkschafter und Vertreter aus der demokratischen Öffentlichkeit haben gegen dieses Relikt aus der Zeit des "Kalten Krieges" seit Jahren protestiert. Verschiedenste Einzelgewerkschaften wie Ver.di oder NGG haben diese undemokratische Praxis nie übernommen und angewandt, weil sie undemokratisch ist und die Einheitsgewerkschaft zerstört.

2. Starke Einheitsgewerkschaften als Lehre aus der Geschichte

Mit der Einheitsgewerkschaft auf antifaschistischer Grundlage haben kommunistische, sozialdemokratische, christliche und parteilose Gewerkschafter nach dem II. Weltkrieg die Lehren aus dem Faschismus gezogen. Im Widerspruch dazu hielt der IG-Metall-Vorstand an den UVB fest und wandte sie seitdem in den 1980er Jahren ausschließlich gegen die MLPD an.

3. 21. Gewerkschaftstag der IG Metall will UVB abschaffen

Auf dem 21. Gewerkschaftstag der IG Metall 2007 wurden wie auf vergangenen Gewerkschaftstagen auch, Anträge zur Aufhebung der UVB gestellt. Zur Beratung lag der Antrag aus Chemnitz vor, in dem es unter anderem heißt: "Unvereinbarkeitsbeschlüsse gegen Organisationen der linken Richtung sind nicht zeitgemäß und deshalb aufzuheben." Eine Mehrheit stimmte zu, den Antrag als "Material an den Vorstand" zu überweisen, nachdem der Sprecher der Antragskommission erklärt hatte, es gelte "die gleiche Argumentation wie beim letzten Antrag". Dort hatte er erklärt: "Ein Unvereinbarkeitsbeschluss muss im Detail bearbeitet und vom Vorstand beschlossen werden. Deshalb heißt 'Material an den Vorstand' an dieser Stelle nicht, dass wir inhaltlich strittig sind. Wir sind uns zu hundert Prozent in diesem Saal inhaltlich einig." (Nachzulesen im Protokoll, S. 760 ff.) Entgegen diesem klaren Auftrag des Gewerkschaftstags hat der IG-Metall-Vorstand auf seiner Sitzung am 9.2.2010 beschlossen, "den Unvereinbarkeitsbeschluss gegenüber der MLPD aufrechtzuerhalten und die MLPD weiterhin als gegnerische Organisation einzustufen". Selbstherrlich setzt sich der IG-Metall-Vorstand damit über die Delegierten des 21. Gewerkschaftstags hinweg.

4. Für Gewerkschaften als Kampforganisationen

Als Arbeiterpartei setzt sich die MLPD konsequent für starke Gewerkschaften als Kampforganisationen zur Verteidigung und Verbesserung der Lohn- und Arbeitsbedingungen ein. In diesem Sinn sind Genossinnen und Genossen der MLPD seit Jahrzehnten in den Gewerkschaften aktiv, haben Tausende von Mitgliedern für die Gewerkschaften gewonnen, Vertrauenskörper mit aufgebaut und sich als unbestechliche betriebliche und gewerkschaftliche Funktionäre den Respekt und das Vertrauen ihrer Kolleginnen und Kollegen erworben. Die wichtigsten Arbeiterkämpfe in Deutschland sind untrennbar mit dem Namen der MLPD verbunden wie z.B. der Arbeitskampf der Stahlarbeiter in Rheinhausen 1987/88 oder der Opel-Streik in Bochum 2004, der gemeinhin der MLPD zugerechnet wird. Wie passt das alles mit einer angeblichen Gewerkschaftsfeindlichkeit der MLPD zusammen?

5. Für konzernweite Kämpfe über Ländergrenzen hinweg

Die Internationalisierung der Produktion hat den Konkurrenzdruck auf die Arbeiter verschärft. Daraus ergeben sich neue Anforderungen an die Gewerkschaften und es sind auch neue Organisationsformen notwendig. Die MLPD unterstützt deshalb konzernweite Kämpfe der Arbeiter über Ländergrenzen hinweg und fördert Zusammenschlüsse wie z.B. den internationalen Automobilarbeiterratschlag. Der IG-Metall-Vorstand sieht darin "Konkurrenzaktivitäten zu gewerkschaftlichen Strategien". Wenn etwas der gewerkschaftlichen Strategie widerspricht, dann ist es eine bornierte Standortpolitik und die Unterordnung der Arbeiterinteressen unter die Konkurrenzfähigkeit der Konzerne, nicht aber der internationale Zusammenschluss der Arbeiter.

6. Für ein vollständiges und allseitiges gesetzliches Streikrecht


Dafür tritt die MLPD seit 1974 ein! Was in anderen europäischen Ländern selbstverständlich und zum Teil bereits europäisches Recht ist, nämlich das Recht auf Solidaritätsstreiks, politische Streiks und Generalstreik, ist in Deutschland verboten. Selbst gewerkschaftliche Streiks sind durch die Rechtsprechung ganz eng gefasst. Deshalb sind die Arbeiter gezwungen, in bestimmten Situationen selbständig zu streiken. Für die MLPD als Arbeiterpartei ist es selbstverständlich, nicht nur gewerkschaftliche Streiks vorbehaltlos zu unterstützen, sondern den Arbeitern auch zu helfen, gerade solche selbständige Streiks zu führen! Genau das aber macht der IG-Metall-Vorstand der MLPD zum Vorwurf! Damit stellt er sich aber gegen Hunderttausende Arbeiter, die mit selbständigen Streiks einen Lohnnachschlag durchgesetzt, ihre Arbeitsplätze verteidigt oder gegen die Regierung auf die Straße gegangen sind! Der Vorstand der IGM könnte sich einiges von der Bundeskonferenz der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt abgucken, wo die Forderung nach einem politischen Streikrecht sogar in die Satzung aufgenommen wurde.

7. Für eine grundsätzliche gesellschaftliche Alternative

Karl Marx hat die Arbeiter davor gewarnt, sich nur auf den Kampf innerhalb des Kapitalismus zu beschränken, weil damit nur die Wirkungen, nicht aber die Ursachen bekämpft werden. Er rät den Arbeitern deshalb, "auf ihr Banner die revolutionäre Losung (zu) schreiben: Nieder mit dem Lohnsystem!" (K. Marx, "Lohn, Preis, Profit"). Die MLPD vertritt innerhalb der Gewerkschaften diese revolutionäre Richtung und stößt dabei auf ein wachsendes Interesse in den Betrieben und auf der Straße. Genau das aber ist dem IG-Metall-Vorstand ein Dorn im Auge! Deshalb giftet er besonders gegen die wissenschaftliche Notwendigkeit einer Diktatur des Proletariats im Sozialismus, wie sie von Karl Marx als Alternative zur Diktatur der Bourgeoisie begründet wurde! Die Einschätzung von Stalin oder Mao Tsetung kann genauso wenig wie die Anerkennung und Verteidigung des Kapitalismus in Form der "freiheitlich-demokratischen Grundordnung" zur Voraussetzung der Mitgliedschaft in der IG Metall gemacht werden. Wer dies wie der IG-Metall-Vorstand macht, der zerstört die Überparteilichkeit der Gewerkschaft und verwandelt die IG Metall in eine staatstragende Richtungsgewerkschaft.

8. Verfassungsschutz, reaktionäre und faschistoide Kräfte als Kronzeuge
n

Zur Einstufung der MLPD als "gegnerische Organisation" ist sich der IG-Metall-Vorstand nicht zu schade, auch ultrarechte, dem faschistoiden Lager zugerechnete "Wissenschaftler" als Kronzeugen anzuführen. Originalzitate aus Dokumenten der MLPD werden mit übelsten Geheimdienstquellen vermischt.
Die Verleumdung der MLPD als angebliche "Sekte" kommt aus der Feder des "Bundesamtes für Verfassungsschutz" (BfV) und wird unter anderem damit begründet, dass Stefan Engel seit 1982 Parteivorsitzender ist. Es ist allein Sache der MLPD, wen sie als Vorsitzenden wählt. Stefan Engel ist seit 37 Jahren ununterbrochen Mitglied einer Gewerkschaft. Nach seinem Ausschluss aus der IG Metall ist er aus Protest gegen dieses undemokratische Vorgehen umgehend von den IG Medien, heute Ver.di, aufgenommen worden. Er ist seit seiner Jugend gewerkschaftlich aktiv, war Berater vieler Belegschaften und Kollegen bei Kämpfen und Streiks und hat als MLPD-Vorsitzender dafür gesorgt, dass diese Erfahrungen ausgewertet und der internationalen Gewerkschafts- und Arbeiterbewegung zur Verfügung gestellt werden. Vom Verfassungsschutz wird jeder verleumdet und als Sonderling dargestellt, der nicht bereit ist, sich mit Pöstchen kaufen zu lassen und sich im kapitalistischen System einzurichten.

9. Welche Rolle spielt der erste Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber?

Der Beschluss zur Bestätigung und Verschärfung des Unvereinbarkeitsbeschlusses gegen die MLPD wurde persönlich von Berthold Huber eingebracht. Berthold Huber war bis 1980 über zwölf Jahre im KABD, einer Vorläuferorganisation der MLPD, organisiert. Er hatte dort auch verantwortliche Funktionen in der Anleitung und Kontrolle der Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit inne. Deshalb weiß er genau, dass das Zerrbild über die MLPD an den Haaren herbeigezogen ist. Würde, wie der IGM-Vorstand behauptet, der demokratische Zentralismus der MLPD ihren Mitgliedern unmöglich machen, Beschlüsse der IGM mitzutragen, hätte Berthold Huber niemals als aktives Parteimitglied zugleich jahrelang Gewerkschaftsfunktionär sein können.
Für die Karriere in der Gewerkschaft hat Berthold Huber nicht nur die Perspektive des Sozialismus verraten, sondern ist dazu übergangen, ihn aktiv zu bekämpfen. Berthold Huber sollte aufhören, sich als Antikommunist über die Herbeiführung solcher Beschlüsse bei wem auch immer anzubiedern. Für solche Ambitionen ist die Einheit der Gewerkschaft zu bedeutend.

10. Der undemokratische Unvereinbarkeitsbeschluss gegen die MLPD muss zurückgenommen werden

Es ist sicher kein Zufall, dass der IG-Metall-Vorstand gerade jetzt die UVB gegen die MLPD verschärft, wo die Krisenhaftigkeit und die Untauglichkeit des Kapitalismus, die grundlegenden Bedürfnisse der Menschheit zu befriedigen, immer offensichtlicher werden. Das Stillhalteabkommen und der Schmusekurs der IGM-Führung mit Kanzlerin Merkel und dem Monopolverband BDI wird mehr und mehr an der gewerkschaftlichen Basis kritisiert. Mit dem eingeleiteten Taktikwechsel zur rigorosen Abwälzung der Krisenlasten durch Regierung und Monopole fürchten die Herrschenden in Deutschland zu Recht Massenkämpfe wie in Griechenland, die zu einer Revolutionierung der Massen beitragen können. Deshalb trifft der Beschluss des IG-Metall-Vorstands auch alle Kolleginnen und Kollegen, die sich für die Gewerkschaften als Kampforganisation einsetzen, die wie die MLPD die Politik der Unterordnung der Gewerkschaften unter das Krisenmanagement von Regierung und Monopole ablehnen und eine gesellschaftliche Perspektive suchen. Wir fordern den IG-Metall-Vorstand auf, im Interesse der Millionen Gewerkschaftsmitglieder und der Stärkung der IG Metall als Kampforganisation den undemokratischen Unvereinbarkeitsbeschluss gegenüber der MLPD zurückzunehmen und dem Beschluss der Delegierten des 21. Gewerkschaftstags endlich nachzukommen.

(Hier kann das Flugblatt als pdf-Datei heruntergeladen oder ausgedruckt werden: im DIN-A-3-Format oder im DIN-A-4-Format)

Quelle

http://www.mlpd.de/2010/verteidigt-und-staerkt-die-ig-metall-als-einheitsgewerkschaft


obwohl meine Partei dafür streitet, Mitglied in der IG Metall zu bleiben, habe ich den Verrat der IGM und der anderen DGB Gewerkschaften nicht mehr ausgehalten und auch der Antikommunismus seitens der IGM und die damit verbundene Ausgrenzung ließ mich manchmal glauben, es eher mit Faschisten zu tun zu haben. So ein Mobbing habe ich sonst nie irgendwo erlebt....
« Letzte Änderung: 16. Juli 2015, 06:25:30 von Rappelkistenrebell » Gespeichert

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« Antworten #378 am: 16. Juli 2015, 06:30:38 »

Hier nur eins der vielen jahrelangen Beispiele des Mobbings der IGM und Daimler Führung gegen den kämpferischen Kollegen und Betriebsrat Volker Kraft

 Schallende Ohrfeige für Daimler Untertürkheim: Schwerbehindertenvertreterwahl von 2010 ist unwirksam



Stuttgart (Korrespondenz): Dieses Urteil fällte am 17. Januar die zuständige Kammer des Arbeitsgerichts Stuttgart unter Vorsitz der Richterin Elke Lang nach einem Prozess, der gut ein Jahr dauerte. Volker Kraft – Betriebsratsmitglied der Liste „Offensive Metaller“ und stellvertretender Schwerbehindertenvertreter – und weitere 20 Kollegen, die die Wahl angefochten haben, errangen damit einen wichtigen Erfolg für die gesamte Belegschaft und insbesondere die 1.000 offiziell anerkannten Schwerbehinderten im Werk Untertürkheim.
Die zur Schwerbehindertenvertreterwahl 2010 angetretene Liste um Volker Kraft, der auch für seine Zusammenarbeit mit der MLPD bekannt ist, steht für eine kompetente und kämpferische Schwerbehindertenvertretung, die auch vor einer harten Konfrontation mit der Geschäftsleitung nicht zurückweicht. Sie sollte durch die manipulierte Wahl geschwächt werden. So wurde in einer Nacht- und Nebel-Aktion das Büro des trotz Wahlmanipulation als 4. Stellvertreter gewählten Volker Kraft geräumt und vertrauliche Daten entwendet. Nur um ihn auszuschalten, wurde erklärt, es seien nur noch zwei Stellvertreter nötig, was bei einer Belegschaftsgröße von 20.000 Beschäftigten ein schlechter Witz und vollkommen unüblich ist.
Auf dem gestrigen nun schon 4. Verhandlungstermin brachten Volker Kraft und sein Anwalt Harry Herrmann nochmals die ganze Liste von gravierenden Mängeln und grundlegenden Verstößen bei der Wahl vor. So die nur ihnen verweigerte Einsicht in die Wählerliste, die nicht nur eine wirkliche Wahlwerbung verhinderte, sondern auch die Überprüfung, ob die zur Teilnahme an der Wahl berechtigten Leiharbeiter aufgenommen waren. Darüber hinaus war der Zugang zu den Wahlräumen für Behinderte schwer zugänglich. Eine Schwerbehindertenversammlung, auf der sich die Kandidaten vorstellen konnten, fand erst statt, als die in Form einer Briefwahl durchgeführte schon halb gelaufen war. Die Auszählung wurde vor Ablauf der Wahlfrist begonnen und bei ihr war schließlich die vorgeschriebene Öffentlichkeit nicht wirklich gegeben. Mit diesem letzten Anfechtungsgrund begründete die Kammer des Arbeitsgerichts ihr Urteil.
Es ist vor allem eine schallende Ohrfeige für die Geschäftsleitung des oft übermächtig erscheinenden Weltkonzerns Daimler. Sie stand hinter der unmittelbaren Prozessgegnerin und Schwerbehindertenvertreterin Frau Heidbrink und vertrat diese auch vor Gericht. Frau Heidbrink hat sich nicht nur hergegeben, der Geschäftsleitung Material für Abmahnungen von Volker Kraft und anderen Ersatzbetriebsräten der Liste „Offensive Metaller“ zu liefern. Sie steht mit ihrer auch vom Betriebsratsvorsitzenden Nieke gestützten Klassenzusammenarbeitspolitik eher für eine handzahme Schwerbehindertenvertretung – gegebenenfalls auch auf dem Rücken der Schwerbehinderten selbst.
Nicht umsonst ist selbst die offizielle Zahl der Schwerbehinderten im Werk Untertürkheim seit 2004 von 1.300 auf zirka 1.000 gesunken. Das Hinausdrängen von Schwerbehinderten auch mit der Hilfe willfähriger Schwerbehindertenvertreter ist ein beliebtes Mittel, Arbeitsplätze der sogenannten Stammbelegschaft ohne betriebsbedingte Kündigungen abzubauen und gegebenenfalls mit schlecht bezahlten Leiharbeitern zu besetzen.
Das gestrige Urteil ist jedoch auch eine Niederlage für den Unternehmerverband Südwestmetall, der die unterlegene Daimler AG mit vertreten hat. Es ist damit auch eine wichtige Ermutigung für andere Belegschaften, die um ihre Rechte kämpfen. „Es lohnt sich zu kämpfen“, so brachte es eine Kollegin, die an der Verhandlung teilgenommen hat, auf den Punkt. Und Volker Kraft erklärte gegenüber der „Roten Fahne“ nach dem Prozess: „Das Urteil hat vor allem politische Bedeutung. Die Kollegen verstehen das schon richtig. Nämlich Daimler hat verloren und wir haben gewonnen. Erste Stimmen zeigen mir, dass es ein richtiges Aufatmen gibt, dass die Geschäftsleitung mit ihrer Unterdrückung nicht durchgekommen ist. Das ermutigt viele.“
Das Urteil hat auch deshalb weitere Bedeutung, weil damit von sechs betrieblichen Wahlen bei Daimler Stuttgart im Jahre 2010 drei angefochten sind. Die Betriebsratwahl in der Zentrale musste bereits wiederholt werden. Letzte Woche erklärte das Landesarbeitsgericht als zweite Instanz auch die Wahl der Schwerbehindertenvertreter in der Zentrale rechtskräftig für unwirksam. Mit dem gestrigen Urteil wurde die Schwerbehindertenvertreterwahl im Werk Untertürkheim zum zweiten Mal innerhalb von zehn Jahren für unwirksam erklärt.


Quelle

http://www.mlpd.de/2012/kw03/schallende-ohrfeige-fuer-daimler-untertuerkheim-schwerbehindertenvertreterwahl-von-2010-ist-unwirksam


oder hier

Daimler Untertürkheim: Volker Kraft mit den meisten Stimmen in die SBV gewählt

Stuttgart (Korrespondenz), 24.11.14: Am 18. November 2014 ergab die Auszählung der Wahl zur Schwerbehindertenvertretung (SBV): mit 209 Stimmen von 401 abgegebenen wurde der Betriebsrat und langjährige SBV-Vertreter Volker Kraft zur "Vertrauensperson" der schwerbehinderten Kollegen gewählt. Herzlichen Glückwunsch!

Dieser Erfolg war hart erkämpft. Denn Daimler und die Betriebsratsspitze wollten genau das verhindern. So gab es seitens der Betriebsratsspitze keine Bereitschaft für ein gemeinsames Vorgehen, wie von Volker Kraft und Kollegen vorgeschlagen. Denn auch bei der SBV-Wahl sollte an der antikommunistischen Gewerkschaftsausschluss-Politik festgehalten werden. Zum ersten Mal schickte auch "Zentrum Automobil e.V." Bewerber ins Rennen, die in der scharfen Kritik stehen, weil Neonazis darin führenden Einfluss haben. Auf die Durchführung der jährlichen Versammlung der Schwerbehinderten wurde verzichtet, wo sich die Kandidaten ihren Wählern vorstellen hätten können.

Die Polarisierung zwischen der Politik des Co-Managements der Betriebsratsspitze sowie der Kritik und kämpferischen Position sollte unterbunden werden. Dies schlug sich in der sehr niedrigen Wahlbeteiligung von nur 37 Prozent nieder und schadete offensichtlich auch den Bewerbern der "IGM-Liste", die allesamt zum ersten Mal kandidierten. Drei von ihnen sowie ein Kandidat von "Zentrum Automobil" wurden als Stellvertreter der Vertrauensperson gewählt.

Nach Bekanntgabe der Wahlergebnisse zeigten etliche schwerbehinderte Kollegen ihre Freude und Genugtuung, dass mit Volker Kraft ein Vertreter der kämpferischen und klassenkämpferischen Richtung trotz Behinderungen gewonnen hat. In diesem Sinne passt auch, dass die vom Landesgericht für ungültig erklärten SBV-Wahlen von 2010, die wegen Manipulation von 20 Kollegen angefochten wurde, aufgrund der Berufung von Daimler am 18. März 2015 vor dem Bundesarbeitsgericht in Erfurt verhandelt wird.

(Anm. d. Red.: Durch einen Fehler in der zugeschickten Korrespondenz war im letzten Satz zunächst fälschlicherweise zu lesen, dass der Anwalt von Volker Kraft in Revision gegangen sei.)


Quelle

http://www.rf-news.de/2014/kw48/daimler-untertuerkheim-volker-kraft-mit-den-meisten-stimmen-in-sbv-gewaehlt/?searchterm=volker%20kraft

unter diesem Link findet man weitere Artikel wie Volker Kraft bekämpft und diffamiert wurde und wird....lest und urteilt selbst!

http://www.rf-news.de/search?SearchableText=volker+kraft

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« Antworten #379 am: 16. Juli 2015, 06:47:06 »

2. Starke Einheitsgewerkschaften als Lehre aus der Geschichte

Juhuu! Mit der Mlpd für das 'tarifeinheitsgesetz'!

Dass eine einheitsgewerkschaft (wie alles was zu gross ist, siehe EU, siehe DGB,...) ihre mitglieder viel schlechter, als kleine spartengewerkschaften vertritt, dachte ich wäre hier im forum angekommen.
Aber natürlich nicht bei rappel, der träumt von 'einheitsgewerkschaft', a la DDR, obwohl auch dort jeder sehen konnte, dass die für die interessenvertretung der beschäftigten verheerend ist.
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« Antworten #380 am: 16. Juli 2015, 07:05:29 »

Nein,lieber Schwarzrot. Die MLPD lehnt das Tarifeinheitsgesetz ab sowie auch die Klassenzusammenarbeitspolitik der DGB Führung

Siehe hier

 Kritik an „Tarifeinheitsgesetz“ wächst – auch in der IG Metall

Stuttgart (Korrespondenz): Am 21. März fand die Ortsdelegiertenversammlung der IG Metall in Stuttgart statt. Nur ganz knapp verfehlte dort ein Antrag zum Gewerkschaftstag die nötige Mehrheit. Er fordert die IG Metall auf, die Gesetzesvorlage der Bundesregierung zum „Tarifeinheitsgesetz“ als Einschränkung des Streikrechtes zu verhindern. Uwe Meinhardt, der 1. Bevollmächtige der IGM Stuttgart, musste dazu schon seine ganze Rhetorik einsetzen, um eine Mehrheit gegen den Antrag zu bekommen. Er stellte die Spartengewerkschaften als Gefahr für die IG Metall hin, die angeblich in unserem Organisationsbereich „wildern“ würde.

Auf einer gut besuchten Veranstaltung des „Zukunftsforums“ machte der Professor Wolfgang Däubler deutlich, dass die Merkel/Gabriel-Regierung umsetzt, was schon lange zwischen Unternehmerverbänden und den Gewerkschaftsführungen vor allem von IGM und ICBCE ausgehandelt wurde: die kleinen, meist kämpferischen Gewerkschaften sollen kein Recht zum Aushandeln und Erstreiken von Tarifverträgen haben. Gelten soll nur der Tarifvertrag der Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern. Damit wird nicht nur das ohnehin auf Tariffragen beschränkte Streikrecht weiter beschnitten, das stellt auch einen Eingriff in das Recht auf Bildung von Koalitionen (Gewerkschaften) dar.

In der Diskussion wurde vertieft, dass die Pläne und Gesetze zur Einschränkung des Streikrechts in der EU auf Forderungen der führenden Konzerne und Banken zurückgehen. Sie reagieren damit auf die Massenproteste und -kämpfe in Südeuropa, aber auch auf Streiks in anderen Ländern. Im Zentrum der Diskussion stand die wachsende Kritik in der IG Metall. Hier muss noch breiter geklärt werden, dass schon allein der Begriff der „Tarifeinheit“ ein Betrug ist. Und zwar von den Kräften, die Arbeiterschaft durch Niedriglöhne sowie Leih- und Werksverträge spalten und angreifen wollen.

Doch was treibt die Gewerkschaftsführer? Ein Redner berichtete, dass der IGM-Tarifabschluss in der Tageszeitung als Ergebnis einer besonnenen Taktik gelobt wurde, im Gegensatz zur „Beton-Streiktaktik“ der GDL. Die Gesetzesvorlage soll also die Klassenzusammenarbeitspolitik stützen. Sie steht aber gerade in der Kritik: unter anderem mit der Petition „Aufstand des gewerkschaftlichen Gewissens: Solidarität mit Bochumer Opelanern!“. Wir brauchen Gewerkschaften als Kampforganisationen – darüber gab es breiten Konsens. Mit großem Interesse wurde der Beitrag eines ver.di-Funktionärs aufgenommen, der davon berichtete, dass nach längerer massiver Kritik von der Basis der Vorstand sich aus den Verhandlungen mit den Unternehmerverbänden zurückziehen und gegen die Gesetzesvorlage positionieren musste.

Dies muss aber in der IGM erst noch konsequent ausgefochten werden – verbunden mit der offensiven Forderung nach einem vollständigen und allseitigen gesetzlichen Streikrecht.


Quelle

http://www.mlpd.de/2015/kw15/kritik-an-tarifeinheitsgesetz-waechst-auch-in-der-ig-metall


Ob Richtungsgewerkschaften immer schlecht sein müssen, laß ich mal dahingestellt. Ich bin nicht dieser Meinung. Die MLPD kämpft für eine kämpferische Einheitsgewerkschaft wo alle Kollegen sich vereinen gegen die Klassenzusammenarbeitspolitik mit den Bossen. Auch als Lehre der Spaltung der Werktätigen in der Weimarer Zeit und den Faschismus.

Ich persönlich sehe ,daß diverse kommunistische Kollegen schon seid der Gründung des DGB s sozusagen dieses hehre Ziel verfolgten und scheiterten. Die DGB Führung führte die große antikkommunistische Säuberung in der Zeit der Berufsverbote und des Radikalenerlasses durch. Willy Brrandts "Mehr Demokratie wagen" Politik zeigte ihre Früchte......
Der Kampf um den DGB ist meiner Ansicht nach verloren.
trotzdem halt ich es für notwendig,daß alle Kollegen zusammenstehen im Kampf und sich unterstützen. Über weltanschauliche Grenzen sich die Hand reichen in gemeinsamen Aktionen. Einen Finger kann man brechen. 5 Finger sind eine Faust ! ( Ernst Thälmann)
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« Antworten #381 am: 16. Juli 2015, 07:30:08 »

Nein,lieber Schwarzrot. Die MLPD lehnt das Tarifeinheitsgesetz ab sowie auch die Klassenzusammenarbeitspolitik der DGB Führung
...
Ob Richtungsgewerkschaften immer schlecht sein müssen, laß ich mal dahingestellt. Ich bin nicht dieser Meinung.
Danke für die klarstellung!
Zitat
Die MLPD kämpft für eine kämpferische Einheitsgewerkschaft wo alle Kollegen sich vereinen gegen die Klassenzusammenarbeitspolitik mit den Bossen.
Schade dass ihr nicht 1+1 zusammenzählt: Grosse zentralistisch geführte organisationen, scheissen auf ihre einzelnen mitglieder!
Je grösser eine organisation ist, desto abgehobener ihre führungsriege.
Zitat
Ich persönlich sehe ,daß diverse kommunistische Kollegen schon seid der Gründung des DGB s sozusagen dieses hehre Ziel verfolgten und scheiterten. Die DGB Führung führte die große antikkommunistische Säuberung in der Zeit der Berufsverbote und des Radikalenerlasses durch. Willy Brrandts "Mehr Demokratie wagen" Politik zeigte ihre Früchte......
Der Kampf um den DGB ist meiner Ansicht nach verloren.
trotzdem halt ich es für notwendig,daß alle Kollegen zusammenstehen im Kampf und sich unterstützen. Über weltanschauliche Grenzen sich die Hand reichen in gemeinsamen Aktionen. Einen Finger kann man brechen. 5 Finger sind eine Faust ! ( Ernst Thälmann)
'"Ein Pfeil bricht, zehn Pfeile brechen nicht."  (altes japanisches sprichwort und wohl noch älter als dein 'Thälmann').
Ansonsten hast du recht mit deiner deiner position, dass man kommies und stalinos nicht aus gewerkschaftlichen zusammenhängen ausschliessen sollte, aber kollegen die ständig nerven, muss man das auch mal sagen können.
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"In der bürgerlichen Gesellschaft kriegen manche Gruppen dick in die Fresse. Damit aber nicht genug, man wirft ihnen auch noch vor, dass ihr Gesicht hässlich sei." aus: Mizu no Oto

Wieder aktuell: Bertolt Brecht
Hochseefischer
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« Antworten #382 am: 16. Juli 2015, 17:06:40 »

Die MLPD kämpft für eine kämpferische Einheitsgewerkschaft wo alle Kollegen sich vereinen gegen die Klassenzusammenarbeitspolitik mit den Bossen. Auch als Lehre der Spaltung der Werktätigen in der Weimarer Zeit und den Faschismus.

Einheitsgewerkschaften unter Führung des Staats? Das hatten wir mal, in der DDR und während der Nazi-Diktatur in Deutschland. Nein, so was kann nicht im Sinne der Erwerbstätigen (und was ist mit den Erwerbslosen?) sein, das kann nur zum Nachteil dieser Gruppen funktionieren. Abgesehen von anderen Grausamkeiten, die es sowohl in der DDR (die Mauer und der Todesstreifen) und während der Nazi-Zeit in Deutschland gab.

Die DDR findest Du, Rappel, natürlich toll. Ich nur im bedingten Maße. In der DDR hätte ich nicht leben wollen. Ich glaube, ich wäre im Knast dort gelandet. Deine RF- und MLPD-Propaganda lese ich erst gar nicht, weil sie mir auf den Keks geht. Aber da wird ja grad in einem anderen Thread drüber geredet.
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Kuddel


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« Antworten #383 am: 16. Juli 2015, 18:04:58 »

Hochseefischer, ich wünschte die Kritik an Rappels Ansichten wäre fundierter.

Rappel hat nichts davon gesagt, daß der Staat die Gewerkschaften führen soll.
Es mag sein, daß er die DDR verteidigen würde (ich weiß es nicht), aber mal ehrlich, wäre das sooo schlimm? Ich will keine neue DDR, ich schätze jedoch, 90% der griechischen Bevölkerung würde sich heutzutage wünschen unter DDR Bedingungen leben zu dürfen. Und dann kommst du noch mit dem Todesstreifen.  Roll Eyes Es ist ein neues Hobby der Freien Westlichen Welt® Mauern zu bauen.  Seit dem Fall der Berliner Mauer wurden weltweit 30 Grenzmauern errichtet oder sind aktuell im Bau. Zusätzliche Mauern werden zwischen armen und reichen Stadtteilen errichtet. Die DDR hat versucht mit ihrer Mauer einen Braindrain zu verhindern, die Auswanderung der gutausgebildeten Menschen, so wie es in allen osteuropäischen und auch südeuropäischen Staaten nun passiert. Das haben zwischen 1961 und 1989 138 Menschen mit ihrem Leben bezahlt.

Und wie sieht es heute mit den Folgen der verheerenden europäischen Einwanderungspolitik aus?



Mindestens 23.000 tote Flüchtlinge seit dem Jahr 2000 bis 2014. 2015 schon 30 mal mehr Tote im Mittelmeer als im Vorjahreszeitraum.

Zitat
Die Gedenkkreuze am Spreeufer neben dem Reichstag sind weg. Eine Künstlergruppe will sie an die EU-Grenze gebracht haben, um auf "neue Mauern um Europa" hinzuweisen.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/protest-gegen-eu-fluechtlingspolitik-in-berlin-aktionskuenstler-entfernen-gedenkkreuze-fuer-mauertote/10923750.html
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Hochseefischer
Gast
« Antworten #384 am: 16. Juli 2015, 18:27:08 »

Kuddel, ich kann Deine Kritik an meiner Kritik nachvollziehen. Weiß jetzt grad nicht, was ich da entgegnen sollte, will ich auch nicht. Die innerdeutsche Mauer werde ich aber nicht gutheißen.
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Kuddel


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« Antworten #385 am: 16. Juli 2015, 18:34:50 »

Ging es hier nicht um Gewerkschaften?
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Hochseefischer
Gast
« Antworten #386 am: 16. Juli 2015, 18:38:55 »

Selbstverständlich. Aber so ist das eben: von der Einheitsgewerkschaft zur Mauer zu den Flüchtlingen (auch global betrachtet) und wieder zurück zum Thema.

Ist doch nicht schlimm. Diskussionen im echten Leben führen nicht selten ab einem gewissen Punkt weg vom Hauptthema.

Ist doch kein Schreddern, was wir hier veranstalten. Immer locker bleiben  Wink
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Kuddel


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« Antworten #387 am: 16. Juli 2015, 19:53:49 »

Immer locker bleiben  Wink


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dagobert


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« Antworten #388 am: 26. Juli 2015, 16:01:28 »

Um den anderen Thread seinem eigentlichen Thema zu überlassen setz ich das mal hier rein.
Naja, ich glaube nicht das ein AG jemanden in einer Gewerkschaft zwangsanmelden kann!

Im Zusammenhang mit den (Un-)christlichen Gewerkschaften hab ich sowas schon mal gelesen.

Es gab auch einen TV Beitrag darüber.

Yep.
http://www.rentenreform-alternative.de/christl-gewerkschaften-mitglieder_frontal21_2-mrz2011.pdf
Zitat
Leiharbeiter in christliche Gewerkschaft gedrängt

http://www.derwesten.de/wirtschaft/leiharbeiter-in-christliche-gewerkschaft-gedraengt-id4388053.html

Hier war das auch schon mal Thema:
http://www.chefduzen.de/index.php?topic=9351.msg245309#msg245309
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Rudolf Rocker
Waldkauz


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« Antworten #389 am: 26. Juli 2015, 16:31:58 »

Zitat
Nach Einschätzung des Dortmunder Strafrechtlers Tido Park besteht der Verdacht des „gewerbsmäßigen Be­trugs“ durch Artos. Und: „Gewerkschaftsfunktionäre, die sich wissentlich daran beteiligen, begehen jedenfalls eine Beihilfe zum gewerbsmäßigen Betrug“.

http://www.derwesten.de/wirtschaft/leiharbeiter-in-christliche-gewerkschaft-gedraengt-id4388053.html

Danke dagobert!
Damit bestätigt sich mein Verdacht, das es sich bei dieser Zwangsanmeldung offenbar um eine Straftat handelt.
Des weiteren muss man leider anmerken, das die meisten LAN wohl nicht dazu gezwungen wurden, sondern wohl zu blöd waren, sich vorher durchzulesen, was sie da unterschreiben.
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Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
dagobert


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« Antworten #390 am: 26. Juli 2015, 16:44:49 »

Ich hab noch im Hinterkopf dass es sowas auch ausserhalb der Leiharbeit gab, aber ich hab's noch nicht wiedergefunden.
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Kuddel


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« Antworten #391 am: 26. Juli 2015, 19:21:32 »

Boah, dieses Pack hat wirklich jegliche Scham verloren...

Zitat
Ein Klima für die Kohle

Große Gewerkschaften trommeln gegen die Energiewende – auch mit Lügen


Die Gewerkschaften haben noch Macht. Monatelang trommelten sie gegen eine Klimaabgabe für alte Kohlekraftwerke, nun wurde der Plan von der Bundesregierung zu den Akten gelegt. Für den Klimaschutz ist das fatal, für die Gewerkschaften zumindest bedenklich.

Die Abgabe entfällt, stattdessen werden einige Kraftwerke in die Reserve genommen. Sie können bei Bedarf wieder hochgefahren werden, die Betreiber bekommen aber schon für den Stand-by-Modus Geld. Weil zudem weniger CO2 gespart wird als mit der Klimaabgabe, will die Bundesregierung die umweltfreundliche Kraft-Wärme-Kopplung und das Energiesparen stärker fördern. Unterm Strich wird es für Strom- und Steuerzahler teurer und für den Klimaschutz noch riskanter.

Das Klimaziel verfehlen

Verantwortlich dafür sind nicht nur Lobbyisten der Kohleindustrie und Unionspolitiker, sondern auch Gewerkschafter mit engem Draht zum SPD-Chef Sigmar Gabriel. Sie sammelten Unterschriften, mobilisierten zur Demo und malten das Schreckgespenst der Deindustrialisierung an die Wand. Überraschenderweise war nicht nur die traditionell kohlefreundliche Energiegewerkschaft IG BCE dabei, sondern auch die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi.

Unter dem Motto „Für bezahlbaren Strom und gute Arbeitsplätze“ wurden Unterschriften gesammelt. Die Unterzeichner bekennen sich zwar rhetorisch zur Energiewende, sagen aber auch: „Wenn aus ideologischen Motiven Arbeitsplätze aufs Spiel gesetzt werden, dann wehren wir uns mit aller Kraft!“ Was damit gemeint ist, bleibt im Text zwar etwas vage, doch IG-BCE-Chef Michael Vassiliadis macht daraus keinen Hehl: Er wirbt regelmäßig dafür, dass die Kohlekraftwerke weiterlaufen. Im Zweifel werde Deutschland das Klimaziel eben „um ein paar Jahren verpassen“.

Am Ende sind rund 125.000 Unterschriften zusammengekommen. Unterstützt wurde die Aktion von fast allen DGB-Gewerkschaften. An der Basis war die Begeisterung aber offenbar sehr unterschiedlich: Die IG BCE hat 105.000 Unterschriften gesammelt, in den anderen Gewerkschaften war das Interesse an einem Aufruf gegen die Energiewende offenbar nur gering ausgeprägt. Von Verdi sollen nicht mal 1.000 Mitglieder unterschrieben haben.

Bsirske macht Stimmung

Trotzdem macht Verdi-Chef Frank Bsirske Stimmung gegen die Klimaabgabe. Niemand weiß, warum. Schließlich ist er Grünen-Mitglied...
https://www.freitag.de/autoren/felix-werdermann/ein-klima-fuer-die-kohle
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schwarzrot


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« Antworten #392 am: 11. August 2015, 13:02:36 »

Zitat
Hinter den Erwartungen
Studie: Die Gründungsgewerkschaften von ver.di haben durch die Fusion weder an Mitgliedern noch an Kampfkraft gewonnen. Komplexe Struktur erschwert Arbeit

Von Herbert Wulff

Gemeinsam stärker sein. Das wollten die Gewerkschaften Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV), Deutsche Postgewerkschaft (DPG), Handel, Banken und Versicherungen (HBV), Deutsche Angestelltengewerkschaft (DAG), und Industriegewerkschaft Medien – Druck und Papier, Publizistik und Kunst (IG Medien), als sie sich 2001 zur Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) zusammenschlossen. Was ist daraus geworden? Ist die »1.000-Berufe-Gewerkschaft« tatsächlich durchsetzungsfähiger als ihre Vorläuferorganisationen? Anja Kirsch von der Berliner FU kommt in einer Studie, deren Ergebnisse in der Fachzeitschrift Industrielle Beziehungen zusammengefasst sind, zum gegenteiligen Ergebnis.

Mehr Menschen wurden durch die Fusion definitiv nicht angesprochen: 1991 zählten die Gründungsgewerkschaften zusammen noch 4,3 Millionen Mitglieder. 2014 war mit gut zwei Millionen weniger als die Hälfte übrig. Gerade in den ersten Jahren nach ver.di-Gründung stieg die Zahl der Austritte an, von 170.990 im Jahr 2001 auf 260.627 drei Jahre später. Die Zahl der jährlichen Eintritte stagnierte hingegen bei rund 100.000. Neben dem Beschäftigungsrückgang in Kernbereichen wie dem öffentlichen Dienst macht Kirsch dafür auch selbstgeschaffene Probleme verantwortlich – zum Beispiel die Unzufriedenheit mit der Einführung des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD).

Dies verweist auf ein weiteres Feld, in dem die vereinte Organisation nicht erfolgreicher wurde: die Tarifpolitik. Verbessert haben sich die Lohnabschlüsse jedenfalls nicht. Vielmehr blieben die von ver.di erreichten Tariferhöhungen in fast allen Jahren unter dem Durchschnitt aller Branchen. Auch eine Annäherung der Abschlüsse in den von ver.di vertretenen Branchen ist nicht festzustellen. Selbst die Beseitigung gewerkschaftlicher Konkurrenz zum Beispiel im Einzelhandel – wo die DAG der DGB-Gewerkschaft HBV früher des öfteren in die Parade fuhr – hat nicht zur Verbesserung der Ergebnisse geführt.
...
http://www.jungewelt.de/2015/08-11/013.php
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"In der bürgerlichen Gesellschaft kriegen manche Gruppen dick in die Fresse. Damit aber nicht genug, man wirft ihnen auch noch vor, dass ihr Gesicht hässlich sei." aus: Mizu no Oto

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« Antworten #393 am: 11. August 2015, 17:35:39 »

Die DGB Gewerkschaften verarschen ihre Mitglieder auch vorsätzlich.
Hier mal ein gravierendes Beispiel der IG Metall und ihres breit angekündigten Aktionstages..


IG-Metall-Aktionstag gegen Werkverträge in Automobil-Betrieben



11.08.15 - Am 24. September sollen bundesweit Kundgebungen der IG Metall gegen die "missbräuchliche Anwendung von Werkverträgen in der Automobilindustrie" vor den Betrieben sogenannter OEM-Standorte stattfinden (Original Equipment Manufacturer = Originalausrüstungshersteller). Während in den meisten Branchen damit bestimmte Zulieferer gemeint sind, ist in der Automobilindustrie OEM die übliche Bezeichnung für die Fahrzeughersteller selbst, also für BMW, Ford, Daimler etc. Dazu gehören auch die großen Zulieferfirmen (Bosch, Schäffler usw.) Sie kaufen von anderen Herstellern Produkte bzw. Dienstleistungen, integrieren sie in ihre Autos und verkaufen sie unter dem eigenen Namen weiter.

In mehr als einem Drittel aller Betriebe der Autoindustrie werden zurzeit Werkverträge eingesetzt. Bei BMW in Leipzig wird ca. 30 Prozent der Arbeit von Fremdfirmen geleistet. Auch in vielen Forschungs- und Entwicklungsabteilungen werden Werkverträge eingesetzt. In der Zentrale von Daimler z.B. arbeiten 25 Prozent aller Beschäftigte auf der Basis von Werkverträgen. Zum Teil werden von den Konzernen extra Firmen geschaffen, mit denen sie dann Werkverträge abschließen.

Die Werkvertrags-Arbeiter haben in der Regel schlechtere Arbeitsbedingungen, erhalten oft weder Urlaubs- noch Weihnachtsgeld und auch keine bezahlten Überstunden. Außerdem sind sie weitgehend rechtlos, z.B. was den Kündigungsschutz betrifft. Sie können deshalb auch leichter zu Streikbrecherarbeiten gezwungen werden. Die Werksverträge werfen ein Schlaglicht auf die Menschenverachtung des kapitalistischen Profitsystems – das gehört ins Zentrum der Kritik. Der bundesweite Aktionstag der IG Metall kann gut dazu genutzt werden, den Kampf gegen den Einsatz von Werkverträgen und die Leiharbeit zum Zwecke des Lohnabbaus und der Spaltung der Arbeiter weiterzuentwickeln.

Deshalb sollte der geplante Aktionstag breit bekannt gemacht werden. Es ist notwendig, in den Betrieben, einzelnen Abteilungen und gewerkschaftlichen Versammlungen darüber zu diskutieren und zu beraten, wie ein mächtiger Aktionstag in der Autobranche mit Aktionen bis zu Streiks und Kundgebungen an allen Standorten geplant und vorbereitet werden kann (mehr dazu in der an diesem Freitag erscheinenden Druckausgabe der "Roten Fahne" - sie kann hier bestellt werden).
 
Quelle

http://www.rf-news.de/2015/kw33/ig-metall-aktionstag-gegen-werkvertraege-in-automobil-betrieben


Wir alle wissen, daß der DGB durch die Unterzeichung von Tariverträgen mit Zeitarbeitsmenschenhändlern Equal Pay verhindert hat. Der aufmerksame Frumskollege erinnert sich sicherlich auch daran, daß der DGB eigene Zeitarbeitsfirmen unterhält und sogar in einigen Streikaktionen zugleich über deren eigenen Zeitarbeisfirmen das Streikbrecherpersonal geliefert wurde

Diese Heuchelei ist zum Kotzen. Ich selbs war jahrelang IG Metall Mitglied und arbeitete auch eine zeitlang im Logistikbereich eines großen Automobilkonzernes. Die dortigen IG Metallbetriebsräte waren nicht willens was gegen Outsorcing und Zeitarbeit zu machen. Im Gegenteil wurden sogar von einem BetriebsratsIG Metaller mit SPD Parteibuch Zeitarbeiter angeschwärzt und somit wurden sie gekickt. Auch kam da nichts mit "Equal Pay"....mein Arbeitsbereich war ja schon zu einem Dumpinglohn ausgegliedert an einem Logistikunternehmen. Direkt beim Automobilkonzern hätte ich für die gleiche berufliche Tätigkeit mehr als das Doppelte erhalten....Danke DGB....Danke IG Metall.... Angry
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« Antworten #394 am: 15. August 2015, 08:16:04 »

Im Mai hat die IWW Bremen mit dem Journalisten Peter Nowak eine Veranstaltung zur Gefangenengewerkschaft, Bundesweite Organisation (GG/BO) gemacht.
Für all die, die den Vortrag verpasst haben bieten wir nun einen Tonmitschnitt zum Nachhören an:

http://iww-bremen.org/blog/2015/07/22/tonmitschnitt-gewerkschaft-hinter-gittern/


weitere Infos zu den Wobblies

www.wobblies.de

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« Antworten #395 am: 15. August 2015, 16:13:47 »

Gewerkschaften starten Kampagne gegen "Union Busting"


15.08.15 - Mulberry ist ein britisches Unternehmen, das Luxusgüter wie Ledertaschen produziert. Stolz proklamieren sie ihre "unternehmerische Sozialverantwortung" (CSR). In ihrem Verhaltenskodex zu globalen Beschaffungsprinzipien ist zu lesen, dass Zulieferer die Rechte der Beschäftigten respektieren müssen, Vereinigungen beizutreten oder solche zu gründen (wie Betriebsräte, Gewerkschaften oder anderen ArbeiterInnen-Vertretungen). Klingt gut, oder?

Außer dass es nicht stimmt. Eine von Mulberrys wichtigsten Zulieferfirmen, SF Leather aus der Türkei, verfolgt derzeit eine Kampagne zu gnadenlosem ‚union busting‘. In den vergangenen Wochen hat das Unternehmen 14 GewerkschafterInnen entlassen und ihnen ihren Job unter der Bedingung neu angeboten, dass sie ihre Gewerkschaftsmitgliedschaft kündigen. Es hat gefordert, dass ein lokales Gericht ein Gewerkschaftstransparent beschlagnahmt und die Gewerkschaft daran hindert, Material zu ihren Aktionen online zu vertreiben. Und sie haben sogar eine Schadensersatzforderung gegenüber der Gewerkschaft eingereicht. Soviel zur sozialen Unternehmensverantwortung. Die Gewerkschaft (Deriteks) und ihr globaler Dachverband (IndustriALL) rufen auf zu einer massiven Online-Kampagne, die ein klares Signal an Mulberry und SF Leather sendet: Nein zu 'union busting'! Bitte nehmen Sie sich einige Minuten Zeit, um heute Ihre Nachricht an Mulberry und SF Leather zu senden: http://www.labourstartcampaigns.net/show_campaign.cgi?c=2809 Und bitten Sie Ihre Freunde, Familie und GewerkschaftskollegInnen dies ebenso zu tun.

Vielen Dank! Eric Lee


Quelle

http://www.rf-news.de/2015/kw33/britische-gewerkschaften-starten-kampagne-gegen-union-bustingf-gegen-die-unterdrueckung-von-gewerkschaftsarbeit
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« Antworten #396 am: 01. September 2015, 20:41:52 »

Wer hat nochmal Equal Pay verhindert und die Schandverträge mit den Menschenhändlern unterzeichnet?
Wer unterhält selber Zeitarbeitsfirmen und hat sogar schon bei Streiks das Streokbrecherpersonal gestellt? Nur so zur Erinnerung wie der DGB Lügt und Heuchelt!



Aus: Ausgabe vom 02.09.2015, Seite 8 / Ansichten

Nur im Konflikt
IG Metall will Werkverträge regulieren
Von Daniel Behruzi


Werkverträge sind die neue Leiharbeit. Seit Gesetze und Tarifverträge die Ausbeutung von Leiharbeitern etwas schwieriger machen, haben die Unternehmen rasch umgeschaltet: Die Zahl der Leiharbeitsverhältnisse ging zuletzt leicht zurück, die der Beschäftigten in Werkvertragsfirmen steigt kontinuierlich an. Schätzungen zufolge arbeiten mittlerweile rund 2,2 Millionen Menschen in dieser »Branche«. Sie dient dem gleichen Zweck wie in der Leiharbeit: dem Lohndumping. Einst von Stammkräften unter tariflichen Bedingungen ausgeführte Tätigkeiten werden an zumeist tarif- und betriebsratslose Fremdfirmen vergeben. Verschlechterte Arbeitsbedingungen und Einkommen sind ebenso die Folge wie die Untergrabung gewerkschaftlicher Macht.

Die IG Metall will dieses Problem nun angehen. Das ist gut. Am 24. September will sie die Belegschaften der großen Automobilhersteller zu Protesten mobilisieren. Wie schon in der Auseinandersetzung um die Leiharbeit setzt die Industriegewerkschaft damit ihre Organisationsmacht unter den Stammbeschäftigten ein, um die Prekarisierung zu begrenzen. Allerdings wiederholt die IG Metall auch ihre politische Strategie: Werkverträge sollen – wie die Leiharbeit – »reguliert«, das durch sie verursachte Lohndumping begrenzt werden. Davon, die Mobilisierungsfähigkeit der Kernbelegschaften zu nutzen, um Outsourcing zu verhindern, ist keine Rede. Als die Bremer Daimler-Arbeiter das kürzlich auf eigene Faust versuchten, ließ die IG-Metall-Spitze sie im Regen stehen (siehe jW vom 14. Juli 2015).

Die konkreten Forderungen sind wachsweich formuliert. Erkennbar vermeidet es die Gewerkschaftsführung, über den Koalitionsvertrag von Union und SPD hinaus zu gehen. Eigentlich wollte Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) noch in diesem Jahr ein Gesetz gegen den Missbrauch von Werkverträgen auf den Weg bringen. Inzwischen ist nur noch von der Veröffentlichung einer Vorlage die Rede. Der Druck von Konzernen und Konservativen zeigt Wirkung. Eine weitere – wenn auch halbherzige – Beschränkung des Niedriglohnsektors wie bei der Leiharbeit ist nicht gewünscht.

Die Metallergewerkschaft wäre schon mit wenig zufrieden. Werkverträge sollen gegenüber Leiharbeit und Solo-Selbständigkeit besser abgegrenzt, Betriebsräte über den Einsatz von Werkvertragsfirmen und die dortigen Bedingungen unterrichtet werden. Von einem erzwingbaren Vetorecht zur Verhinderung von Fremdvergaben spricht man lieber nicht. Will die IG Metall mehr als nur kosmetische Veränderungen, wird großer Druck nötig sein. Ein symbolischer Aktionstag, die Anmietung von Plakatwänden und Appelle der Gesamtbetriebsratschefs werden nicht reichen. Um die Bosse von ihrer Niedriglohnstrategie tatsächlich abzubringen, sind harte betriebliche Konflikte unausweichlich. Ob die IG Metall und vor allem die Betriebsratsspitzen angesichts ihrer sozialpartnerschaftlichen Ausrichtung dazu bereit sind, muss sich erst noch erweisen.

Quelle

https://www.jungewelt.de/2015/09-02/048.php



Aus: Ausgabe vom 02.09.2015, Seite 5 / Inland

Fremdfirmen unter der Haube
Studie der IG Metall belegt enormen Zuwachs von Werkverträgen. Reguläre Beschäftigung wird dadurch verdrängt. Gewerkschaft ruft zu Protest auf
Von Simon Zeise


Es sei »immer das Gleiche«, sagte der zweite IG-Metall-Vorsitzende Jörg Hofmann am Dienstag. »Wenn ein neuer Arbeitgeberpräsident sein Amt antritt, hat er einen Freischuss.« Arndt Kirchhoff hatte am Montag  als neuer Präsident des »Arbeitgeberverbandes Metall und Elektroindustrie« Nordrhein-Westfalens erst mal niedrigere Einstiegsgehälter für die Branche gefordert. Hofmann hielt dagegen. Mit 14,65 Euro pro Stunde kämen die Auszubildenden lediglich auf ein Nettogehalt von rund 2.000 Euro – und das in einer Hochprofitbranche, so Hofmann. Zusammen mit dem geschäftsführenden IG-Metall-Vorstandsmitglied Christiane Benner stellte er in Berlin eine Studie zur Entwicklung von Werkverträgen vor.

Die IG Metall hat 4.000 Betriebsratsvorsitzende gefragt, welche Auswirkungen Werkverträge auf das Betriebsklima haben. Mehr als zwei Drittel der entsprechenden Unternehmen in der Metall- und Elektroindustrie haben Tätigkeiten ausgegliedert. Das Outsourcing greift nicht nur in der Verwaltung oder in der Betriebskantine, vielmehr sind Kernbereiche der Wertschöpfungskette betroffen. Plastischer veranschaulichte es Benner: »Unter der Motorhaube eines Autos steckt mittlerweile die Arbeit Dutzender Fremdfirmen und Zulieferer.« Beschäftigte arbeiteten für denselben Betrieb und an den gleichen Produkten, aber zu unterschiedlichen Bedingungen, sagte Benner. »Fremdvergabe bedeutet oft Verlust von Tarifverträgen und Mitbestimmung. Das bedroht jahrzehntelang erkämpfte Arbeitnehmerrrechte und damit jeden einzelnen Beschäftigten«, sagte Benner. Dabei gelte: Je größer der Betrieb, desto mehr Arbeiter werden ausgelagert. In Fabriken mit mehr als 1.000 Mitarbeitern sind es 34 Prozent der Beschäftigten.

Jedes fünfte Unternehmen vergibt inzwischen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten fremd. Ingenieure entwickeln nicht mehr Produkte und Prozesse , sondern kontrollieren nur noch die eingekauften Dienstleistungen. »Langfristig riskieren Unternehmen mit Werkverträgen, auch ihre Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit auszulagern«, so Benner weiter.

Auch die Logistik-Tätigkeiten würden in großem Stil ausgegliedert, in großen Konzernen mit bis zu 41 Prozent. Gleichzeitig wachsen die Logistik-Dienstleister immer näher an die Produktion heran. Sie übernehmen etwa die Wartung, Reinigung und Bestückung von Maschinen oder montieren komplette Fahrzeugmodule, die dann an die Produktionsbänder angeliefert werden.

Dabei heiße Auslagerung heute nicht, dass ein Werkvertrag tatsächlich irgendwo draußen vor den Fabriktoren erbracht werde. »Immer häufiger erledigen in denselben Werkhallen Beschäftigte vom beauftragenden Betrieb und Beschäftigte der Werkvertragsfirmen die gleiche Arbeit«, so Benner. Doch die Unterschiede zwischen ihnen sind enorm. Entgelt, Prämienzahlungen, Urlaubsansprüche, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Wochenarbeitszeiten, Altersabsicherung, Arbeits- und Gesundheitsschutz bis hin zu unterschiedlichen Essenspreise in der Werkskantine. 22 Prozent der befragten Betriebsratsvorsitzenden gaben an, dass die Zahl der Werkverträge weiter anwachse.

Der Anteil der Betriebe, die Stammarbeitsplätze so zerstörten, sei in den letzten drei Jahren um fast ein Drittel auf 13 Prozent angestiegen. Bei Großbetrieben über 1.000 Beschäftigten wurden sogar in 20 Prozent der Fälle Stammarbeitsplätze durch Werkverträge ersetzt.

Die Arbeiter in einer Firma wissen oft gar nicht, zu welchem Betrieb ihre Kollegen gehören. Ein Viertel der Befragten hatten keine Informationen über die Gehälter und Arbeitsbedingungen, die in den Werkvertragsfirmen herrschten. Aber eines ist klar: in 73 Prozent der bekannten Fälle gilt, dass die Konditionen für Outgesourcte schlechter sind. Da es keine handhabbare gesetzliche Grundlage gebe, darüber überhaupt Informationen zu erhalten, hätten die IG-Metall-Betriebsräte umständliche Recherchen anstellen müssen. Teilweise mussten sich die Kollegen einzelne Lohnzettel zeigen lassen.

Jörg Hofmann konstatierte, dass es mittlerweile eine Mehrklassengesellschaft in einem Betrieb gebe. Beispielsweise herrschten in der Kontraktlogistik zwischen den einzelnen Arbeitsprozessen drei unterschiedliche Niveaus. Ein tariflich abgesicherter Materialversorger erhalte 15,90 Euro pro Stunde. Sein outgesourcter Kollege 11,74 Euro – wenn er das Glück hat, dass sein Unternehmen einen Speditionstarifvertrag anwendet. Bei denen, wo das nicht der Fall ist, bewegt sich das Entgelt am Rande des Mindestlohns von 8,50 Euro. Vor dessen Einführung wurden etwa bei Daimler Werkverträge mit einer Vergütung von 7,51 Euro angewendet.

Die IG Metall geht gegen den »Missbrauch von Werkverträgen« vor. Im letzten halben Jahr hat sie in der Sparte Kontraktlogistik 15 Betriebsratsgremien bei entsprechenden »Fremdunternehmen« gegründet und dadurch 3.000 neue Mitglieder gewonnen. 50 Firmentarifverträge konnten durchgesetzt werden, was für die dortigen Beschäftigten ein Lohnplus von 20 Prozent einbrachte. Mit der Bayerischen Motorenwerke GmbH (BMW) haben die Metaller sich auf ein »Memorandum of Understanding« verständigt, das nur noch Werkverträge als IG-Metall-Tarifvertrag vorsieht. Für den 24. September hat die IG Metall einen bundesweiten Aktionstag an allen Autofabriken ausgerufen.
Quelle

https://www.jungewelt.de/2015/09-02/057.php

« Letzte Änderung: 01. September 2015, 20:49:59 von Rappelkistenrebell » Gespeichert

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« Antworten #397 am: 02. September 2015, 18:28:39 »

Aus: Ausgabe vom 03.09.2015, Seite 5 / Inland

Zoff mit dem Ziehsohn
Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer schließt interne Kritiker wegen säumiger Beiträge aus. Beide Seiten bewerten Ergebnis der Urabstimmung höchst unterschiedlich
Von Katrin Küfer


Es ist Alltag und in der Regel keine Meldung wert, dass eine Gewerkschaft beitragssäumige Mitglieder nach einem Mahnverfahren ausschließt. Nicht alltäglich sein dürfte indes der jetzt verkündete und mit »hohen Beitragsrückständen« begründete Ausschluss des ehemaligen Vorsitzenden Manfred Schell und vier anderer Mitglieder, darunter drei ehemalige Vizebundesvorsitzende, aus der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL).

»Wer trotz mehrfacher Aufforderung seinen Beitragszahlungen nicht nachkommt, hat keinen Anspruch auf Mitgliedschaft. Dies gilt für jeden«, begründete GDL-Vize Norbert Quitter diesen drastischen Schritt und verwies auf »nicht gezahlte Beiträge im fünfstelligen Bereich«. Schell widersprach und will notfalls auch gerichtlich gegen den Ausschluss vorgehen. Er und andere Ausgeschlossene hätten alle Monatsbeiträge »bis zur Stunde gezahlt«. Es gehe ausschließlich um Sonderbeiträge für die Mitgliederschulung, über deren Verwendung man bislang keinen Nachweis bekommen habe. »Bis heute hat noch keine Schulung stattgefunden«, bemängelte Schell.

Schell hatte bis zu seiner Pensionierung 2008 knapp zwei Jahrzehnte lang die GDL geführt und auf der Zielgeraden seiner Karriere in einer langen Streikbewegung bundesweit für Aufsehen, Solidarität und Polarisierung gesorgt. Anfang 1990 hatte er noch vor der gewerkschaftlichen Konkurrenz in der sich auflösenden DDR interveniert und den Grundstein dafür gelegt, dass die GDL rasch eine breite Mehrheit der Lokführer bei der Deutschen Reichsbahn (Ost) in ihren Reihen organisierte. Den damals zur GDL stoßenden jungen Dresdener Lokführer Claus Weselsky, der bald in den Hauptvorstand gewählt wurde, hatte Schell um die Jahrtausendwende in die Gewerkschaftszentrale nach Frankfurt am Main geholt und über Jahre als »Kronprinz« und Nachfolger aufgebaut. Beide verbindet die CDU-Mitgliedschaft und konservative Ansichten in gesellschaftspolitischen Fragen.

Doch nach Weselskys Antritt als GDL-Chef kühlte das herzliche Verhältnis zwischen dem GDL-Ehrenvorsitzenden Schell und seinem »Ziehsohn« rasch ab. 2013 meldete sich die von Schell und anderen initiierte interne Oppositionsgruppe »Initiative für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in der GDL« zu Wort. Ein Auslöser: Damals wurden Sven Grünwoldt und Thorsten Weske, beide von der Generalversammlung (GV) 2012 für die Amtsperiode bis 2017 gewählte stellvertretende Bundesvorsitzende, sowie führende regionale Köpfe der GDL quasi über Nacht aus ihren Positionen entfernt. Die Initiative sprach von einer »Säuberungsaktion« mit »zahlreichen Regel- und Satzungsverstößen«. Die Absetzung von Grünwoldt und Weske sei rechtswidrig, urteilte das Frankfurter Landgericht im Frühjahr 2015. Somit muss die GDL-Kasse nach Stand der Dinge deren Vergütungsansprüche auch für die Restlaufzeit bis zur nächsten ordentlichen GV 2017 begleichen. Nach Schätzungen der Oppositionsgruppe belaufen sich die aus Gerichtsverfahren erwachsenen Kosten auf gut eine halbe Million Euro.

Dem Konflikt dürften in erster Linie nicht persönliche Eitelkeiten, sondern tiefere Differenzen zu Grunde liegen. So kritisiert die Initiative heftig das in der Urabstimmung am Dienstag nach langem Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn bestätigte Schlichtungsergebnis. 94 Prozent der befragten Mitglieder votierten für den Tarifabschluss. »Es zeigt, dass das Zugpersonal in hohem Maße solidarisch ist und geschlossen hinter der GDL und ihren tarifpolitischen Zielen steht. Klarer könnte das Mandat nicht sein«, kommentierte Weselsky das Ergebnis.

Die GDL habe mit ihren starken, durch finanzielle Opfer der streikwilligen Mitglieder getragenen Arbeitsniederlegungen lediglich das erreicht, was das DGB-Mitglied Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) ohne Streik vereinbart habe, kritisierte hingegen der nun ebenfalls aus der GDL ausgeschlossene Hamburger Lokführer Volker Siewke. »Nach 419 Stunden Streik und aufwendiger Schlichtung hat die GDL kaum mehr als eine Übernahme des EVG-Tarifs erreichen können«, heißt es auf der Internetseite der Oppositionsgruppe. Mit der Zustimmung zu einer bis 2020 geltenden Regelung, wonach ein verbindliches Schlichtungsverfahren auch von nur einer der Tarifparteien eingeleitet werden kann, habe Weselsky der Deutschen Bahn ein Werkzeug in die Hand gegeben, um angekündigte Streiks durch Einleitung eines Schlichtungsverfahrens zu unterbinden. Der GDL-Chef und seine Anhänger hätten »die Möglichkeit zum kritischen Dialog innerhalb der GDL zugrunde gerichtet«, so Siewke. Schell sieht durch das jüngste Schlichtungsergebnis ein unter seiner Regie 2008 errungenes Alleinstellungsmerkmal zerstört. Damals wurde der GDL auf Grund ihres hohen Organisationsgrades die alleinige Tarifführerschaft für alle DB-Lokführer zugesprochen, während der jüngste GDL-Abschluss zwar für mehr Berufsgruppen, aber nur noch für die in der GDL organisierten Beschäftigten gilt.

Quelle

https://www.jungewelt.de/2015/09-03/022.php

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« Antworten #398 am: 23. September 2015, 11:34:01 »

Und ewig grüßt das Murmeltier.
Und wieder wurde ein Arbeiterverräter an die Gewerkschaftsspitze gewählt.
Zitat
Wahlsieg auf dem Bundeskongress
Bsirske bleibt an der Verdi-Spitze

Frank Bsirske steht für weitere vier Jahre an der Spitze der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi.



Frank Bsirske ist am Dienstag zum fünften Mal an die Spitze der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi gewählt worden. Von den gut 900 Delegierten des Bundeskongresses stimmten 88,5 Prozent für Bsirske, bei der letzten Wahl 2011 hatte Bsirske mehr als 94 Prozent der Stimmen bekommen.
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/wahlsieg-auf-dem-bundeskongress-bsirske-bleibt-an-der-verdi-spitze/12355680.html

Scheißegal wie weit der Typ in den Arsch des Kapitals kriecht, scheißegal ob der den Streik der Postler verrät und abwürgt, er wird wiedergewählt.
Wer an die Reformierbarkeit der Gewerkschaften glaubt, dem ist nicht mehr zu helfen. angry
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« Antworten #399 am: 23. September 2015, 13:55:22 »

Ich zitiere mal aus dem Tagesprotokoll des Verdi-Bundeskongresses:

Der Kongressleiter:
Zitat
Ich kann dem Kongress erklären, dass der Kollege Frank Bsirske vorgeschlagen ist. Jetzt kommt die Frage an den Kongress, die in der Vergangenheit immer für Heiterkeit gesorgt hat: Gibt es weitere Vorschläge? - Ich stelle fest: Das ist nicht der Fall.

Bsirske scheint alternativlos zu sein, die Basis ist eingeschüchtert. Als Stellvertreterin wurde Andrea Koszic (die mit dem guten Ergebnis beim Poststreik) gewählt.

Koszic:
Zitat
Ich war schon immer eine überzeugte Gewerkschafterin, aber das letzte halbe Jahr hat diese Überzeugung noch viel tiefer in mich hinein gebrannt. Immer schon war mir klar, dass Gewerkschaften etwas Gutes sind. Heute weiß ich, dass diese Demokratie ohne Gewerkschaften keine Zukunft hat, Kolleginnen und Kollegen. (Beifall)


Spätestens nach dem Poststreik weiß man, dass eine Gewerkschaft ohne Demokratie hoffentlich auch keine Zukunft hat.
Der ganze Kongress scheint ein Abnicken des Zentralismus zu sein. Die bisherigen Protokolle geben ganz interessante Einblicke, sind allerdings auch sehr umfangreich.

http://www.file-upload.net/download-10928190/Tagesprotokoll-vom-21.09.2015.pdf.html
http://www.file-upload.net/download-10928187/Tagesprotokoll-vom-22.09.2015.pdf.html
Gespeichert
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