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Autor Thema: Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität  (Gelesen 184654 mal)
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Sybilla


Beiträge: 464


« am: 28. Februar 2007, 13:46:06 »

Die BA – Medienzahl ist laut BA von Januar – Februar um 24.000 auf 4.222.000 Personen gesunken

Trotz mildem Februar beträgt Arbeitslosigkeit (mit EEJ)  4.505.549
Das suggeriert immer noch einen Rückgang 14.748 Personen.


Die wahre Entwicklung wird erst bei genauer Betrachtung offenbar so stieg die Zahl der APM um 54.531 Maßnahmen auf 1.458.779 Maßnahmen

Nun ergibt sich ein realer Anstieg der Arbeitslosigkeit um rund 30.000 Personen (Gezählte Arbeitslose + APM) auf 5.680.935 Personen.

Zudem haben sich die Ausgaben des Saison-Kurzarbeitergeld von ca. 5 Mio. € auf 30.Mio € versechsfacht die Betroffenen werden nicht als arbeitslos gezählt.

Die Zahl der ALG I Leistungsberechtigten Februar 2007
stieg  um 22.000 Personen von 1.374.000 auf  1.396.000 Personen

Die Zahl der ALG II Leistungsberechtigten Februar 2007
stieg  um 73.000 Personen von 5.085.000 auf  5.158.000 Personen

Die Zahl der Sozialgeld Leistungsberechtigten Februar 2007
stieg  um 24.000 Personen von 1.889.000 auf 1.913.000 Personen.


Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften Februar 2007
stieg  um  45.000 von  3.599.000 auf  3.644.000



Die Zahl der offenen Stellen  wird im BA Bericht Februar (Seite 8  ) mit  624.000 Stellen angegeben

Bestand im einzelnen
alle Stellen 624.000
darunter: Vakanzen 524.900
ungeförderte Stellen 423.400
darunter: Vakanzen 342.600
ungeförderte sozialversicherungspflichtige
Stellen1) 372.300
darunter: Vakanzen 307.400

---------------------------------

= 8.192.451 Leistungsberechtigte NOV 06
= 8.202.162 Leistungsberechtigte DEZ 06
= 8.394.944 Leistungsberechtigte JAN. 07
= 8.466.855 Leistungsberechtigte FEB. 07
 
Leistungsempfänger Februar 07
- Arbeitslosengeld s1.395.828
- Arbeitslosengeld II p5.158.131
- Sozialgeld p1.912.896

Leistungsempfänger Februar 06
LEISTUNGSEMPFÄNGER (siehe Hinweise)
- Arbeitslosengeld s1.803.936
- Arbeitslosengeld II s5.126.336
- Sozialgeld s1.838.822

=  8.769.094 Leistungsberechtigte Jan. 06

Die Zahl der Leistungsberechtigten sank im Jahresvergleich um 302.239 Personen ab.

Nachdem der Rückgang der Leistungsberechtigten bei ALG I insgesamt 408 108 Personen beträgt. Ist der Rückgang, wahrscheinlich nicht nur auf den milden Winter, sondern auch auf die Vermutung zurück zuführen, dass eine größere Menge aus dem ALG I ausschied aber keine Bedürftigkeit für das ALG II nachweisen kann und somit aus der Statistik der gezählten Arbeitslosen hersaus fällt.

4.505.549 Personen mit (EEJ) ist keine echte Sensation sondern meines Erachtens dass Ergebnis eines milden Winters und der Bedürftigkeitsprüfung bei Beantragung des ALG II. Sowie – in der Regel - die Eingliederung der unter 25 Jährigen in die Bedarfsgemeinschaft der Eltern. Allein die demografische Entwicklung reduziert die Anzahl der Arbeitskräfte auf den Arbeitsmarkt zu der genauen Zahl wird im BA – Bericht nicht berichtet.
Schätzungen sprechen von eine Abnahme von rund 200.000 Personen/Jahr.



Die Zahl der Arbeitslosen sank laut BA Statistik im Jahresvergleich um 825.512 Personen ab.

Hingegen die Zahl der Leistungsberechtigten binnen Jahresfrist nur um 302.239  absank.

Hinweise:
Die Daten zur Arbeitslosigkeit speisen sich aus dem IT-Fachverfahren der BA, aus als plausibel bewerteten Datenlieferungen zugelassener kommunaler Träger und - sofern keine verwertbaren bzw. plausiblen Daten geliefert wurden - aus ergänzenden Schätzungen der BA. Die Daten zu Stellen und arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen wurden ausschließlich aus dem IT-Fachverfahren der BA gewonnen; nicht enthalten sind Daten kommunaler Träger soweit sie andere IT-Fachverfahren
genutzt haben. Die Daten zu Leistungen nach dem SGB II beruhen auf Auswertungen aus dem IT-Fachverfahren A2LL, auf Meldungen kommunaler Träger und - wenn diese nicht vorliegen - auf Schätzungen der BA.
Neuregelung der Bedarfsgemeinschaft für unter 25-jährige Arbeitslose

*Zum 1. April 2006 traten in Teilen das Gesetz zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze in Kraft.Die wichtigste Neuregelung betrifft unverheiratete, volljährige, unter 25-jährige Arbeitslose. Sie werden grundsätzlich in die Bedarfsgemeinschaft der Eltern einbezogen. Wenn sie eine eigene Wohnung beziehen wollen, müssen sie dafür die Zustimmung des Leistungsträgers einholen. Der Stichtag, seit dem Jugendliche eine Zulassung des kommunalen Trägers zum Auszug aus dem Elternhaus benötigen, ist der 17. Februar 2006


Nach den Regelungen der §§ 428 SGB III und 252 Abs. 8 SGB VI müssen 58-Jährige oder Ältere dem Arbeitsmarkt nicht mehr voll zur Verfügung stehen und werden auch nicht mehr als Arbeitslose gezählt.

Neben den gemeldeten offenen Stellen kennt die Bundesagentur noch zusätzliche Stellen,
unter anderem gemeldet aus der privaten Arbeitsvermittlung sowie aus ihrer Job-Börse und
dem Job-Roboter. Zusammen waren das im Februar 853.000 Stellen,

 

Quellen:
http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200601.pdf
http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200702.pdf
http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200611.pdf
http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200612.pdf
http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200701.pdf
http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200702.pdf

 
Wie wird die Statistik erstellt:

Das würde den Rahmen meines Beitrags endgültog sprengen näheres finden sie im BA- Bericht im BA – Bericht Februar 2007 auf den Seiten 16 - 22
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Sybilla


Beiträge: 464


« Antworten #1 am: 01. März 2007, 14:03:29 »

Viele sagen jetzt sehen wir den Erfolg der Hartz IV Reform gut sehen wir zurück in die Zeit vor Hartz IV als alle neoliberalen Medien nach Reformen brüllten und die Zahl von 4.641.046 Arbeitslosen Februar 2004 (mit u25) + Sozialhilfeempfänger ganz schlimm war. Im Februar 2004  gab es 4.423.000 Leistungsempfänger  
(ALG  und ALHI) + Sozialhilfe

http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200402.pdf

Zitat
Der WDR - berichtet im Februar 2004:

... Die Arbeitslosenquote blieb trotz des Anstiegs konstant bei 10,4 Prozent. Gründe für den Anstieg seien witterungsbedingte Arbeitsausfälle durch den lang anhaltenden Winter, das Fehlen konjunktureller Impulse und eine sich daraus ergebende schwache Nachfrage nach Arbeitskräften gewesen, hieß es weiter....

http://www.wdr.de/themen/wirtschaft/arbeit_und_tarifwesen/arbeitsmarkt_statistik/arbeitslosenzahlen_februar_2004.jhtm


Heute zählt die BA 4.505.549 (mit EEJ ohne u25) und alle sprechen von einem Erfolg der Hartz IV Reformen. Jetzt sagen viele ja in der Zahl sind ja die ehemaligen Sozialhilfeempfänger enthalten. Nein sind sie nicht.

Im Februar 2007 gibt es 6.554.000 Leistungsempfänger (ALG I + ALG II)   + 1.913.000 Sozialgeld (Sozialhilfeempfänger)

Zitat
Und in den Medien lesen wir im Februar 2007

....Die Abnahme ist vor allem vom konjunkturell bedingten Aufbau sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung verursacht. Außerdem haben das vergleichsweise milde Wetter und das Saison-Kurzarbeitergeld eine Rolle gespielt. Das Saison-Kurzarbeitergeld ermöglicht Baubetrieben Entlassungen in den Wintermonaten zu vermeiden und flexibler zu reagieren. Ein Teil der Abnahme der Arbeitslosigkeit beruht auf der intensiveren Betreuung von Arbeitslosen sowie der systematischen Überprüfung des Arbeitslosenstatus, im Februar unterstützt durch einen stärkeren Einsatz arbeitsmarktpolitischer Instrumente im Rechtskreis SGB II.

Außerdem wird der Arbeitsmarkt durch ein rückläufiges Arbeitskräfteangebot entlastet. Die systematische Überprüfung des Arbeitslosenstatus und das abnehmende Kräfteangebot erklären, warum die Arbeitslosigkeit stärker ab- als die Beschäftigung zunimmt....

http://www.innovations-report.de/html/berichte/wirtschaft_finanzen/bericht-79787.html


Jetzt bitte ich das alle Neoliberalen und alle anderen Sympathisanten der Großen Koalition erklären:

Worin der Erfolg der Hartz IV Reformen besteht. Das wir im Februar 2007 ähnlich viele Arbeitslose zählen als im Februar 2004 aber rund 4 Millionen mehr Leistungsempfänger?

Wobei im Februar 2007 weniger Bürger als bedürftig zählen ( diese Zahl finden wir in keiner Statistik) als im Februar 2004?

Die Groschen fliessen die Räder laufen!
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TagX


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« Antworten #2 am: 01. März 2007, 14:26:22 »

Zitat
Sybilla fragt
Worin der Erfolg der Hartz IV Reformen besteht.

Zitat
Hartz IV wird seine echten Wirkungen erst allmählich, dafür dann aber umso nachhaltiger entfalten. Diese Wirkungen sind struktureller, nicht konjunktureller Natur. Im Wesentlichen sind sie darin begründet, dass der Staat die in seinem Lohnersatzsystem liegende Lohnkonkurrenz zurücknimmt und die Betroffenen veranlasst, sich mit niedrigeren Löhnen zufrieden zu geben. Zu niedrigeren Löhnen werden die Arbeitgeber es lohnend finden, zusätzliche Stellen zu schaffen.
Hans Werner Sinn, Ifo Institut
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Grüße


Sozialismus!
Sybilla


Beiträge: 464


« Antworten #3 am: 29. März 2007, 12:42:15 »

März 2007:

Ja es gibt die alljährliche Frühjahrsoffensive des Arbeitsmarktes aber keine sensationelle Wende.

Die BA – Medienzahl ist laut BA von Februar 07 – März 07 um 1144.000 auf 4.108.000 Personen gesunken

Trotz mildem März beträgt Arbeitslosigkeit (mit EEJ)  4.395.529 Personen

Die wahre Entwicklung wird erst bei genauer Betrachtung offenbar so stieg die Zahl der APM  auf 1.467.224 (Seite 33 BA – Bericht März) = 5.575.193 Personen (Arbeitslose + APM)

Außerdem waren 516.000 oder 9 ½ Prozent der erwerbsfähigen Hilfebedürftigen
ausschließlich geringfügig entlohnt beschäftigt. Datenbasis ist eine Verknüpfung der
Beschäftigten- und Grundsicherungsstatistik. Weil für die Grundsicherungsstatistik nur
Daten aus dem IT-Verfahren A2LL herangezogen werden konnten – und A2LL nicht
von allen Kreisen vollständig genutzt wird, insbesondere nicht von den zugelassenen
kommunalen Trägern – ist die Schnittmenge der ermittelten beschäftigten Leistungsempfänger entsprechend untererfasst und wurde deshalb hochgerechnet.
Die Daten über den Einsatz arbeitsmarktpolitischer Instrumente werden hier ohne Förderinformationen für die zugelassenen kommunalen Träger dargestellt. Endgültige Werte zur Förderung stehen erst nach einer Wartezeit von drei Monaten fest.


Die Zahl der ALG I Leistungsberechtigten ist im März 2007 von
s1.404.737 Personen Februar (aktuelle Angbae - ACHTUNG im BA Bericht Februar 07 wurde diese Zahl noch mit 1.395.828  Personen angegeben) auf  s1.342.283 Personen gesunken

Die Zahl der ALG II Leistungsberechtigten März 2007
stieg  um 35.535 Personen von 5.158.131 auf 5.193.666
 Personen an.

Die Zahl der Sozialgeld Leistungsberechtigten März 2007
stieg  um 10836 von 1.912.896 Personen auf  p1.923.732 Personen an


Die Zahl der offenen Stellen  wird im BA Bericht Februar (Seite 8  ) mit  639.700 Stellen angegeben (Vormonat 624.000)

Bestand im einzelnen
alle Stellen 639.700
darunter: Vakanzen 544.000
ungeförderte Stellen 443.200
darunter: Vakanzen 368.000
ungeförderte sozialversicherungspflichtige
Stellen1) 391.900
darunter: Vakanzen 330.700


---------------------------------

= 8.192.451 Leistungsberechtigte NOV 06
= 8.202.162 Leistungsberechtigte DEZ 06
= 8.394.944 Leistungsberechtigte JAN. 07
= 8.466.855 Leistungsberechtigte FEB. 07
= 8.459.681 Leistungsberechtigte März. 07

 
Leistungsempfänger März 07
LEISTUNGSEMPFÄNGER (siehe Hinweise)

- Arbeitslosengeld s1.342.283
- Arbeitslosengeld II p5.193.666
- Sozialgeld p1.923.732

==  8.459.681 Leistungsberechtigte März. 07

Leistungsempfänger März 06
LEISTUNGSEMPFÄNGER (siehe Hinweise)
- Arbeitslosengeld s1.802.492
- Arbeitslosengeld II s5.208.145
- Sozialgeld s1.854.731

=  8.865.374 Leistungsberechtigte März 06

Die Zahl der Leistungsberechtigten sank im Jahresvergleich um 405.693 Personen ab.

Nachdem der Rückgang der Leistungsberechtigten bei ALG I insgesamt 460 209 Personen beträgt. Ist der Rückgang, wahrscheinlich nicht nur auf den milden Winter, sondern auch auf die Vermutung zurück zuführen, dass eine größere Menge aus dem ALG I ausschied aber keine Bedürftigkeit für das ALG II nachweisen kann und somit aus der Statistik der gezählten Arbeitslosen hersaus fällt.

4.395.529 mit (EEJ)  offizille Personen in Arbeitslosigkeit ist keine echte Sensation sondern meines Erachtens dass Ergebnis eines milden Winters und der Bedürftigkeitsprüfung bei Beantragung des ALG II. Sowie – in der Regel - die Eingliederung der unter 25 Jährigen in die Bedarfsgemeinschaft der Eltern. Allein die demografische Entwicklung reduziert die Anzahl der Arbeitskräfte auf den Arbeitsmarkt zu der genauen Zahl wird im BA – Bericht nicht berichtet.


.
Hinweise:
Die Daten zur Arbeitslosigkeit speisen sich aus dem IT-Fachverfahren der BA, aus als plausibel bewerteten Datenlieferungen zugelassener kommunaler Träger und - sofern keine verwertbaren bzw. plausiblen Daten geliefert wurden - aus ergänzenden Schätzungen der BA. Die Daten zu Stellen und arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen wurden ausschließlich aus dem IT-Fachverfahren der BA gewonnen; nicht enthalten sind Daten kommunaler Träger soweit sie andere IT-Fachverfahren
genutzt haben. Die Daten zu Leistungen nach dem SGB II beruhen auf Auswertungen aus dem IT-Fachverfahren A2LL, auf Meldungen kommunaler Träger und - wenn diese nicht vorliegen - auf Schätzungen der BA.
Neuregelung der Bedarfsgemeinschaft für unter 25-jährige Arbeitslose

*Zum 1. April 2006 traten in Teilen das Gesetz zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze in Kraft.Die wichtigste Neuregelung betrifft unverheiratete, volljährige, unter 25-jährige Arbeitslose. Sie werden grundsätzlich in die Bedarfsgemeinschaft der Eltern einbezogen. Wenn sie eine eigene Wohnung beziehen wollen, müssen sie dafür die Zustimmung des Leistungsträgers einholen. Der Stichtag, seit dem Jugendliche eine Zulassung des kommunalen Trägers zum Auszug aus dem Elternhaus benötigen, ist der 17. Februar 2006


Nach den Regelungen der §§ 428 SGB III und 252 Abs. 8 SGB VI müssen 58-Jährige oder Ältere dem Arbeitsmarkt nicht mehr voll zur Verfügung stehen und werden auch nicht mehr als Arbeitslose gezählt.

Neben den gemeldeten offenen Stellen kennt die Bundesagentur noch zusätzliche Stellen,
unter anderem gemeldet aus der privaten Arbeitsvermittlung sowie aus ihrer Job-Börse und
dem Job-Roboter. Zusammen waren das März 891.000. Stellen,

 

Quellen:
http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200601.pdf
http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200702.pdf
http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200611.pdf
http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200612.pdf
http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200701.pdf
http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200702.pdf
http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200703.pdf

 
Wie wird die Statistik erstellt:

Das würde den Rahmen meines Beitrags endgültig sprengen näheres finden sie im BA- Bericht im BA – Bericht Februar 2007 auf den Seiten 16 - 22
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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #4 am: 12. April 2007, 17:13:01 »

Nunmehr kündigen die Statistikexperten im Pariser Arbeitsministerium einen Streik an, falls bei der Bekanntgabe der nächsten Monatsstatistik schon wieder manipulierte Zahlen veröffentlicht würden...

http://www.labournet.de/internationales/fr/statistik.html
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Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!
unkraut


Beiträge: 2632



« Antworten #5 am: 12. April 2007, 22:19:55 »

Was wurde sich aufgeregt wegen der Wahlmanipulationen zur DDR Zeit . Oder wenn mal wieder " Plankorrektur " vorgenommen wurde .
Heute ist die Zahlenmanipulierung an der Tagesordnung .
Und ... im Grunde genommen interessiert es keine Sau .  
Kopfschüttelnde Grüße vom unkraut
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Noch Fragen Hauser ? Ja Kienzle , wer ist eigentlich Unkraut ?

Wir wagen es nicht weil es schwierig ist sondern es ist schwierig weil wir es nicht wagen .

Mein Buchtip als Gastautor :  Fleißig , billig , schutzlos - Leiharbeiter in Deutschland  > ISBN-10: 3771643945
ManOfConstantSorrow


Beiträge: 6346


« Antworten #6 am: 29. April 2007, 20:38:40 »

Es kommt darauf an ob man in dem Spiel der Lügen weiter mitspielt...

Zitat
27.04.07
Statistiker streiken gegen Manipulationen
Gestern sind die französischen Arbeitslosenstatistiker aus dem Arbeitsministerium in einen eintägigen Streik getreten. Ihnen schlossen sich Beschäftigte des nationalen Statistikamtes INSEE und der Arbeitslosenämter an. In einem Flugblatt ihrer Gewerkschaft heißt es: "Wir fordern, die Veröffentlichung der monatlichen Arbeitslosenzahlen auf der aktuellen Basis einzustellen, denn jeder weiß, dass sie missbräuchlich die wahre Lage verschleiern".
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BakuRock


Beiträge: 1753



WWW
« Antworten #7 am: 29. April 2007, 23:01:11 »

......von den von der Regierung bezahlten "Dienern" die Hand zu beissen, die sie fuettert.

Aber ein deutliches Zeichen, dass Staatsdiener eben auch nur Menschen sind - es sei denn, das Ganze waere (gewerkschafts-)politisch engagiert (es ist doch gerade Wahlkampf in Frankreich!?) Und auch Frankreich hat den Kapitalismus zu ertragen. Auch dort werden die Haeute so teuer wie moeglich verkauft. Will sagen, es wuerde mich nicht wundern, wenn mit der naechsten Praesidentschaft auch die Besoldung der Staatsdiener steigen wuerde .....


Wuerde mich freuen, wenn ich nicht Recht haette. Dann bliebe noch zu hoffen, dass auch die Deutschen Staatsdiener sich mal zur Wahrheit durchringen und ihren Mitmenschen einen Hoffnungsschimmer zukommen lassen.
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Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, gibt es f�r sie keine Hoffnung. .... A. Einstein

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« Antworten #8 am: 30. April 2007, 18:19:08 »

Schon wieder die Franzosen. Ich glaube, ich besser mein Französisch auf und ziehe dorthin. Wink
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Strombolli
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Beiträge: 6738



« Antworten #9 am: 02. Mai 2007, 12:52:08 »

über die breite Manipulation der öffentlichen Meinung.

Seit Schmidt/Apel wird an der Arbeitslosenstatistik gedreht, indem bestimmte Gruppen einfach nichtmehr eingerechnet werden.

Erst gestern habe ich in meinem Bekanntenkreis wieder von einem Teilzeitbeschäftigten erfahren, dass er ab 01.06. arbeitslos wird. Er hatte sich gerade mit seiner Freundin FÜR ein Kind entschieden.

Sein Arbeitgeber muß 50.000 Euro/Jahr einsparen sonst kann er dichtmachen.
Also entlassen, geringfügige Beschäftigungen ... der Staat bezahlt ja die Unterbezahlten und Ausgegliederten.

In den Medien immer wieder Jubel über das Sinken der Arbeitslosenzahlen, den Konjunkturaufschwung und gerade eben die Vorzüge der Zeitarbeitsfirmen. Gehirnwäsche!

ICH KANN UND WILL DIESEN INFORMATIONSTERROR NICHT MEHR ERTRAGEN! Es bleibt eigentlich nur der Boykott.
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Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

"Hört auf, Profite über Menschen zu stellen!" Occupy
Permanent angelogen & VERARSCHT IN DEUTSCHLAND! - Ich habe mit Dir fertig
Sybilla


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« Antworten #10 am: 02. Mai 2007, 13:43:32 »

April 2007:

Ja es gibt die alljährliche Frühjahrsoffensive des Arbeitsmarktes die Abnahme der Arbeitslosigkeit ist von März auf April mit 141.000 etwas schwächer als im Durchschnitt der letzten
drei Jahre mit -168.000 ausgefallen


Die BA – Medienzahl ist laut BA von März 07 – April 07 um 141.000 auf 3.967.000 Personen gesunken

Im April beträgt Arbeitslosigkeit (mit EEJ) 4.250.802  Personen
(3.966.648 + 284.154 EEJ)

Die wahre Entwicklung wird erst bei genauer Betrachtung offenbar so stieg die Zahl der APM  auf 1.439.906 geschätzt  (Seite 34 BA – Bericht April) =  5.406.554 Personen (Arbeitslose + APM)

Fußnote 7 Seite 5


Außerdem waren 516.000 oder 10 Prozent der erwerbsfähigen Hilfebedürftigen
ausschließlich geringfügig entlohnt beschäftigt. Datenbasis ist eine Verknüpfung der
Beschäftigten- und Grundsicherungsstatistik. Weil für die Grundsicherungsstatistik nur Daten aus dem IT-Verfahren A2LL herangezogen werden konnten – und A2LL nicht von allen Kreisen vollständig genutzt wird, insbesondere nicht von den zugelassenen kommunalen Trägern – ist die Schnittmenge der ermittelten beschäftigten Leistungsempfänge entsprechend untererfasst und wurde deshalb hochgerechnet.



Die Zahl der ALG I Leistungsberechtigten beträgt im April s1.189.919 Personen
Die Zahl der ALG II Leistungsberechtigten beträgt im April p5.204.567 Personen
 Die Zahl der Sozialgeld Leistungsberechtigten beträgt im April p1.919.509 Personen

Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften stieg noch einmal von 3.667.000 auf 3.669.000 an.

Alles in allem bekamen damit 6.291.000 erwerbsfähige Menschen Lohnersatzleistungen nach dem SGB III oder Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts
nach dem SGB II, (BA Bericht Seite 5)

Auffallend ist das der Rückgang der Menschen die Anspruch auf Lohnersatzleistungen mit 447.00 Gegenüber dem Vorjahr geringer ausfällt als der Rückgang der Arbeitslosen von 824.000 im jahrevergleich.


Die Zahl der offenen Stellen  wird im BA Bericht Februar (Seite 7  ) mit  651.100Stellen angegeben (Vormonat 624.000)


Bestand
alle Stellen 651.100
darunter: Vakanzen 588.000
ungeförderte Stellen 452.200
darunter: Vakanzen 403.100
ungeförderte sozialversicherungspflichtige
Stellen1) 400.000
darunter: Vakanzen 360.600

---------------------------------

= 8.192.451 Leistungsberechtigte NOV 06
= 8.202.162 Leistungsberechtigte DEZ 06
= 8.394.944 Leistungsberechtigte JAN. 07
= 8.466.855 Leistungsberechtigte FEB. 07
= 8.459.681 Leistungsberechtigte März. 07
= 8.313.995 Leistungsberechtigte April 07

 
Leistungsempfänger April 07
LEISTUNGSEMPFÄNGER (siehe Hinweise)

LEISTUNGSEMPFÄNGER (siehe Hinweise)
- Arbeitslosengeld s1.189.919
- Arbeitslosengeld II p5.204.567
- Sozialgeld p1.919.509

==  8.313.995 Leistungsberechtigte April. 07

Leistungsempfänger April 06
LEISTUNGSEMPFÄNGER (siehe Hinweise)
LEISTUNGSEMPFÄNGER (siehe Hinweise)
- Arbeitslosengeld s1.669.168
- Arbeitslosengeld II s5.201.609
- Sozialgeld s1.858.597

=  8.729.374Leistungsberechtigte April 06

Die Zahl der Leistungsberechtigten sank im Jahresvergleich um 415.379 Personen ab.

Nachdem der Rückgang der Leistungsberechtigten bei ALG I insgesamt 479.249Personen beträgt. Ist der Rückgang auf die Vermutung zurück zuführen, dass eine größere Menge aus dem ALG I ausschied aber keine Bedürftigkeit für das ALG II nachweisen kann und somit aus der Statistik der gezählten Arbeitslosen hersaus fällt.

4.250.802 mit (EEJ)  offizille Personen in Arbeitslosigkeit ist keine echte Sensation sondern meines Erachtens dass Ergebnis eines milden Winters und der Bedürftigkeitsprüfung bei Beantragung des ALG II. Sowie – in der Regel - die Eingliederung der unter 25 Jährigen in die Bedarfsgemeinschaft der Eltern. Allein die demografische Entwicklung reduziert die Anzahl der Arbeitskräfte auf den Arbeitsmarkt zu der genauen Zahl wird im BA – Bericht nicht berichtet.

So gibt es folgende Schätzungen
(*geschätzt Stiftung Marktwirtschaft)

Medienzahl April 07 Arbeitslose 3.966.648
Arbeitslose in Maßnahmen der BA  1.439.906
Arbeitslose in Maßnahmen der Kommunen: ca. 570.000*
Arbeitslose unter 25 ohne eigenen Anspruch ca. 330.000*
Arbeitslose über 58/ Vorruhrstand ca. 880.000*
Stille Resrve (Vermögende Arbeitslose) ca. 1.600.000*

== Arbeitslose gesamt 8.786.554*




.
Hinweise:
Die Daten zur Arbeitslosigkeit speisen sich aus dem IT-Fachverfahren der BA, aus als plausibel bewerteten Datenlieferungen zugelassener kommunaler Träger und - sofern keine verwertbaren bzw. plausiblen Daten geliefert wurden - aus ergänzenden Schätzungen der BA. Die Daten zu Stellen und arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen wurden ausschließlich aus dem IT-Fachverfahren der BA gewonnen; nicht enthalten sind Daten kommunaler Träger soweit sie andere IT-Fachverfahren
genutzt haben. Die Daten zu Leistungen nach dem SGB II beruhen auf Auswertungen aus dem IT-Fachverfahren A2LL, auf Meldungen kommunaler Träger und - wenn diese nicht vorliegen - auf Schätzungen der BA.
Neuregelung der Bedarfsgemeinschaft für unter 25-jährige Arbeitslose

*Zum 1. April 2006 traten in Teilen das Gesetz zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze in Kraft.Die wichtigste Neuregelung betrifft unverheiratete, volljährige, unter 25-jährige Arbeitslose. Sie werden grundsätzlich in die Bedarfsgemeinschaft der Eltern einbezogen. Wenn sie eine eigene Wohnung beziehen wollen, müssen sie dafür die Zustimmung des Leistungsträgers einholen. Der Stichtag, seit dem Jugendliche eine Zulassung des kommunalen Trägers zum Auszug aus dem Elternhaus benötigen, ist der 17. Februar 2006


Nach den Regelungen der §§ 428 SGB III und 252 Abs. 8 SGB VI müssen 58-Jährige oder Ältere dem Arbeitsmarkt nicht mehr voll zur Verfügung stehen und werden auch nicht mehr als Arbeitslose gezählt.

 

Quellen:
BA – Monatsberichte 2006
http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200701.pdf
http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200702.pdf
http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200703.pdf
http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200704.pdf



 
Wie wird die Statistik erstellt:

Das würde den Rahmen meines Beitrags endgültig sprengen näheres finden sie im BA- Bericht im BA – Bericht Februar 2007 auf den Seiten 16 - 22
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Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.
Strombolli
Jeheimrat


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« Antworten #11 am: 02. Mai 2007, 14:01:17 »

Eben, Sybilla. - Bei der Gelegenheit: Danke für das Aufwuseln der Zahlen.

Bleibt der Zorn über die ausufernde Kampagne der Medien.

Vor der Wahl von Merkel:
Den Menschen wird suggeriert SPD ist schlecht, nur wer CDU wählt, wählt den Aufschwung... Die Leute wählen CDU...
Die Beeinflussung des Wahlergebnisses durch die Nichtwähler tat ihr Übriges.
Und siehe: Merkel regiert, der Aufschwung ist da.

Die Macht der Medien und die treudoofen Deutschen, die diese Sülze glauben, macht micht zornig und zugleich traurig.
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Paul Brömmel


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« Antworten #12 am: 02. Mai 2007, 18:38:01 »

Cheesy Ich krieg mich nicht mehr ein :

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,480620,00.html

"Der Behördenchef weiß, wovon er spricht. Denn die Zahlen seines Hauses spiegeln nur die halbe Wahrheit wider...."  Cheesy

"250.000 Menschen fehlen in der Statistik..."  angry
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IHC


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« Antworten #13 am: 02. Mai 2007, 22:20:27 »

Den einzigen Aufschwung bei den Arbeitsmarktdaten gibt es im Bereich Sekundärrohstofferfassung:

Beim jüngsten Volksfest wurden die Gäste höfflich gefragt, ob sie ihre leere Flasche noch brauchen. Kennt man sonst nur aus Ländern wie Rumänien, ist nun dank Münte & Co. aber schon Alltag in Deutschland.

Dazu die Papiersammler, die täglich ihre Runde in den Hauseingängen machen um die überflüssige Reklame einzusammeln.

Das ist Deutschland:

Erst werden Rentner und Kinder losgeschickt um Werbung zu stopfen, dann gehen die Arbeitslosen und sammeln den Mist sofort wieder ein um sich ein paar ct. je kg zu verdienen.

Noch Fragen Kienzle?
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BakuRock


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WWW
« Antworten #14 am: 02. Mai 2007, 23:30:48 »

Zitat
Original von Strombolli
über die breite Manipulation der öffentlichen Meinung.
Seit Schmidt/Apel wird an der Arbeitslosenstatistik gedreht, indem bestimmte Gruppen einfach nichtmehr eingerechnet werden.
......................................"

Das nicht mehr einrechnen ist die eine Seite. Die andere Seite, und das ist die viel schlimmere, die Medien sind zum Steigbuegelhalter der Politik mutiert.

Das zeigt sich nun erneut in den, in den letzten Tagen verkuendeten, Meldungen: "Die Zahl der Arbeitslosen ist gesunken."

Im Volontariat schon habe ich gelernt, diese Meldung zu zu ordnen und damit zu relativieren. So etwa: "Die Zahl der Arbeitslosen ist, laut veroeffentlichter Arbeitsamt-Statistik, gesunken."

An einem simplen Satz, mit und ohne Komma, wurde der Unterschied von Meldungen damals deutlich gemacht:
"In diesem Staat geht alles, zum Teufel."
oder eben:
"In diesem Staat geht alles zum Teufel."

Aber es darf sich ja nun jedes A****loch "Journalist" nennen - und das tun sie ja auch!
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---
Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, gibt es f�r sie keine Hoffnung. .... A. Einstein

Eigentumsfragen stellen!

Wer sind FAUistas
Paul Brömmel


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« Antworten #15 am: 03. Mai 2007, 07:25:01 »

Cheesy Einige neue Arbeitsplätze wurden aber trotzdem geschaffen:

http://www.dnn-online.de/aktuell/content/23753.html

"Klagewelle gegen Hartz-IV - Sozialgerichte stellen neue Richter ein"  Sad
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Hartzhetzer


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WWW
« Antworten #16 am: 03. Mai 2007, 08:47:24 »

Zitat
Allzu optimistisch ist Weise allerdings nicht. Die Erwartung der Bundesregierung, die Arbeitslosenzahl könnte in diesem Jahr unter 3,8 Millionen sinken, teilt er jedenfalls nicht. "Wir bleiben lieber nüchterne Beobachter, als zu schnell zu große Erwartungen zu wecken."
So weise ist der Weise nun auch nicht, wenn man die Hartz IV Regeln noch etwas verschärft, hier und da noch ein paar mehr in Zwangsarbeit steckt, und 50% vom übrigen Rest die Leistungen ganz streicht, dann haben wir bestimmt nur noch 1,5 MIO Arbeitslose in der Buntmichelrepublik.

Also mir persönlich geht dieses ganze Aufschwungsgebabbel ja nur noch auf den Sack. Jedoch ist die Gefahr sehr groß das bei 36% Wahlbeteiligung wieder 33% CDU gewählt werden.
Das Merkelferkel weis schon wie man Volksverarschung richtig betreibt, schließlich hat sie ja Physik studiert und kennt sich daher bestens mit der Relativitätstheorie aus.

In den zwanziger Jahren wo Einstein die Theorie entwickelte war im Volksmund eine weit verbreitete Auffassung vorhanden:

Zitat
Einstein wurde zur Berühmtheit, und es war in den 1920er Jahren in Mode, über die Relativitätstheorie zu diskutieren, auch wenn sie kaum jemand verstanden hatte. Verkürzt auf den Spruch alles ist relativ wurde sie zuweilen in die Nähe eines philosophischen Relativismus gerückt.
Oder noch besser die Erkenntnistheoretische Implikationen der Relativitätstheorie von Immanuel Kant:

Zitat
Reine Anschauung ermöglicht es, reine Mathematik zu betreiben: Geometrie basiert auf Anschauung im Raum, Arithmetik basiert auf Abzählen in der Zeit. Mathematik erlaubt Synthetische Urteile.
Naja, ein Synthetischer (sýnthesis - die Zusammensetzung, Zusammenfassung, Verknüpfung) Aufschwung ist besser wie keiner. Das hat auch im allgemeinen etwas mit positiver Energie, Lebensbejahung usw. zu tun. Nehmen wir an euer SB streicht euch eure ALG II Leistung ganz, dann ist das kein Grund zu verzweifeln. Nein, im Gegenteil, man drückt seinen SB ein Kuss auf die Wange und sagt: "Danke das ich mich am Aufschwung beteiligen darf." Warum, na weil einen das Deutschland ja dankt, denn laut INSM ist doch jeder von uns Deutschland.

Arten des Dankes:

Selbstdank: ich bin Deutschland + ich bin der Aufschwung = positive Energie

Dankbarkeit im Supermarkt: Da ihr kein Geld mehr habt klaut ihr euch eure Lebensmittel und werdet dabei Erwischt. Ihr werdet mit in das Büro der Marktleitung genommen, wo dann die ganze tippeltappel Tour mit Strafandrohung usw. stattfindet.
So und jetzt sagt mir doch bitte mal wer als normaler Kunde im Supermarkt schon mit in die Büros genommen wird, wer hat den schon groß das Privileg den Marktleiter am Arbeitsplatz, bei der Arbeit zu sehen?

Mit der Sozialen Isolation ist es vorbei: Zwei Monate keine Miete, Strom usw. bezahlt und schon bekommt ihr jede Menge Besuch. Der liebe Kerl von den Stadtwerken, der euch den Strom abklemmt (auf ne Tasse Kaffee lässt der sich bestimmt ein, jedoch nur vor dem Abklemmen ansonsten könntet ihr ihn verärgern) und euch damit romantische Nächte bei Kerzenlicht und warmen Bier (besser für den Magen) ermöglicht.
Der coole Typ vom Amtsgericht, der euch im Rahmen der Naturkunde jede Menge Kuckucks schenkt und euch Nächte im freien ermöglicht.
Der burschikose Kerl vom Schlüsseldienst, der kostenlos euer Schloss erneuert. Um mal einige zu nennen.

Dankbarkeit von Wachleuten und Polizisten: Ihr schlaft auf einer Bank, da ihr Obdachlos geworden seit. Schnell kommt ihr mit Polizisten ins Gespräch, die euch mit etwas Glück sogar kostenloses Autofahren bis zur nächsten Wache ermöglichen.
Ihr steht den ganzen Tag vor einer Einkaufspassage, die Wachmänner werden 100 pro den Dialog mit euch suchen.
Auch so werdet ihre jede Menge Blicke anderer Bürger erhaschen, wenn ihr heruntergekommen an irgendwelchen Haltestellen abhängt.
Geht doch mal als normal Bürger Einkaufen, Spazieren usw., wer beachtet euch schon groß?

Basisausbildung zum Stadtführer: Schnell wisst ihr in welchen Ecken eurer Heimatstadt die gemütlichsten Bänke stehen, es die schönste Tafel gibt, das bequemste Obdachlosenasyl zu finden ist.
Ihr werdet zum Kenner von Containerrouten, entwerft somit eure eigenen Wanderwege, die sonst niemand kennt. Ihr wisst wo es das beste zu holen gibt und wenn der Aufschwung weitergeht, werden sich bestimmt viele andere an euch wenden um von eurem Wissen zu profitieren.
Schnell wird man Dank des Aufschwungs somit zum Kleinunternehmer und Logistikfachmann.

Kurzum: Der Aufschwung lässt euch innerhalb kürzester Zeit zum VIP werden, ihr werdet gefragt und in aller Munde sein, selbst Staatsbeamte werden den Kontakt mit euch suchen.

Also bitte kein pessimistisches Gemecker mehr über Angies Aufschwung, sondern Lebensbejahung und Optimismus sind mehr denn je gefragt in Zeiten des Wohlstands und Aufschwungs.

mfg
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Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.
- Albert Einstein -

Jedoch ist das genau das, was in einer Marktwirtschaft Alternativlos ist.
namron


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« Antworten #17 am: 03. Mai 2007, 09:47:13 »

Ich möchte mich Strombolli anschließen und mal Dank sagen an Sybilla. Und ergänzen möchte ich noch diese Links.
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/nachrichten/arbeitsmarkt-arbeitslose/101249.asp
http://www.jungewelt.de/2007/05-03/025.php
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Strombolli
Jeheimrat


Beiträge: 6738



« Antworten #18 am: 03. Mai 2007, 13:29:51 »

Mir stehen die Tränen in den Augen - vor Lachen...
na vielleicht auch eine traurige, über deinen Beitrag.

Mit vielen Grüssen meiner Frau, die deinen Beitrag am Liebsten unserem
Bürgermeister, der ARGE/KBA und anderen verdächtigen Patienten
zuschicken würde.

Ich hatte heute auch wieder mein Quartalsgespräch über meine weitere berufliche Entwicklung. Es war eine Begegnung der 3. Art.
Grundgedanke: Wir sind alle guter Hoffnung.

Spargelstechen u.ä. brauche ich aufgrund meines Alters und überschäumender
bundesweiter Bewerbungsaktivitäten nicht.
Im Übrigen ist es für mich in diesem Laden immer wieder erstaunlich zu registrieren, wie jung die Mitarbeiter dort sind.

Sie haben nur eine Chance, wenn sie ne Mauer aus Paragrafen vor sich aufbauen und Null Interesse an meinem Schicksal haben.
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Eivisskat
Gast
« Antworten #19 am: 15. Mai 2007, 10:02:52 »

Milliarden Mehrausgaben bei Hartz IV
14.05.2007

Die Hälfte aller vermittelten Hartz IV-Bezieher haben nur einen Ein-Euro-Job8o

Berlin (pr-sozial) Der Bund muss in diesem Jahr statt der im Bundeshaushalt 2007 eingeplanten 21,4 Milliarden Euro für Hartz IV voraussichtlich ca. 24 Milliarden ausgeben. Dies sagte das Vorstandsmitglied Heinrich Alt von der Bundesagentur für Arbeit (BA) heute gegenüber der Presse.

Trotz des Rückgangs der Arbeitslosigkeit steigen die Kosten beim Arbeitslosengeld II (ALG II).

Hartz IV-Betroffene würden Alt zufolge nicht von der Belebung am Arbeitsmarkt profitieren. Zwar hätten angeblich 420.000 einen Job gefunden jedoch die Hälfte von ihnen nur einen Ein-Euro-Job.
Auf den Bund kämen somit Mehrausgaben von 1,5 Milliarden Euro, wenn die Reserve von 1,5 Milliarden aufgewendet würde.

Als besondere Probleme nannte Alt, dass derzeit rund 70.000 Selbstständige und eine halbe Million Vollzeitbeschäftigte Hartz IV-Leistungen beziehen.
Dieses Einfallstor (Eigentor!) könne von niemand zugemacht werden.

Der Staat würde mit aufstockendem Arbeitslosengeld II wettbewerbsverzehrend Unternehmen subventionieren, die Niedriglöhne bezahlen würden. Dies ginge zu Lasten der Unternehmen, die existenzsichernde Löhne bezahlen.

Die Ausgaben Arbeitslosengeld II hatten im vergangenen Jahr mit 26,4 Milliarden Euro ein Rekord erreicht.
Einsparungen auf 24 Milliarden Euro im laufenden Jahr wären zwar eine deutliche Einsparung.

Diese spart der Bund aber schon durch die Halbierung der Rentenbeiträge für Hartz IV-Betroffene.

Auch durch die Verschärfungen durch das Fortentwicklungsgesetz zu Hartz IV hatte sich die Regierung Einsparungen von insgesamt vier Milliarden Euro versprochen.

Die Betroffenen können wahrscheinlich mit weiteren Verschärfungen rechnen, die sich durch den Bericht der Arbeitsgruppe „Arbeitsmarkt“ schon andeutet. Dort sollen die Hinzuverdienstmöglichkeiten deutlich beschnitten werden und staatliche „Zwangsarbeit“ (Ein-Euo-Jobs) deutlich ausgeweitet werden.

siehe Erwerbslosen Forum Deutschland:
http://www.erwerbslosenforum.de/nachrichten/arbeitslose_
an_den_kragen_142007140514_181_3.htm
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TagX


Beiträge: 1021


« Antworten #20 am: 28. Mai 2007, 23:57:34 »

Zitat
Raus aus der Statistik
Zum jüngsten Monatsbericht der Bundesagentur für Arbeit: Jeder zweite Bezieher von Arbeitslosengeld wird in der staatlichen Analyse zum Nichtarbeitslosen
Von Werner Rügemer

...
Alternative Statistik

Für eine realistische Bewertung darf die offizielle Statistik nicht mehr verwendet werden. Sie ist ein Instrument, das die »Verarmung durch Arbeit« und die Erniedrigung durch Arbeit legitimiert. Vielmehr muß in demokratischer und volkswirtschaftlicher Verantwortung eine neue Erfassung und Darstellung entwickelt werden. Gewerkschaften und andere müssen dies tun, um auf diesem Gebiet nicht nur politisch, sondern auch sachlich argumentieren und handeln zu können.

Um ein wirklichkeitsgerechtes Bild zu bekommen, müssen Arbeit und Einkommen gleichzeitig erfaßt werden, ebenso die Dauer und der Status der Beschäftigung (befristet/unbefristet, Tages-/Wochenumfang, verpflichtende Freistunden bezahlt/unbezahlt, Überstunden bezahlt/nicht bezahlt, Arbeitszeitkonten, Urlaubsanspruch, Gesamteinkommen, Sozialversicherungen, Kündigungsschutz, Möglichkeit zur Ausschöpfung der Gesetze wie z.B. Bildung eines Betriebsrates).

...

Quelle und vollständiger Artikel: http://www.jungewelt.de/2007/05-29/001.php
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Grüße


Sozialismus!
Sybilla


Beiträge: 464


« Antworten #21 am: 31. Mai 2007, 14:28:36 »

Mai 2007:

Die Arbeitslosigkeit hat von April auf Mai im Zuge der Frühjahrsbelebung um 161.000 auf
3.806.000 abgenommen. Der Rückgang war schwächer als im Mai des vergangenen Jahres
(-252.000)


Die Zahl der ausschließlich geringfügig entlohnt Beschäftigten
hat nach ersten Hochrechnungen der Bundesagentur für Arbeit im April 4,82 Mio betragen,
39.000 mehr als vor einem Jahr. (Seite 3 BA Bericht Mai 07)

 Die BA – Medienzahl ist laut BA von April 07 – Mai 07 um 161.000 auf  3.806.000
Personen gesunken

Im Mai beträgt Arbeitslosigkeit (mit EEJ) 4.134.499Personen
(3.805.950 +  291.549 EEJ des BA   Berichts + Im Februar meldeten
63 zugelassene kommunale Träger 37.000 Menschen, die in einer Arbeitsgelegenheit
beschäftigt waren.)

Im April betrug Arbeitslosigkeit (mit EEJ) 4.287.802* Personen
(3.966.648 + 284.154 EEJ *+ Im Februar meldeten
63 zugelassene kommunale Träger 37.000 Menschen, die in einer Arbeitsgelegenheit
beschäftigt waren)

Gegenüber dem Vorjahr wurden im Mai 732.000 weniger
Arbeitslose gezählt, nach -824.000 im April und -869.000 im März

Von der erwarteten Million entfernt sich der Arbeitsmarkt von Monat zu Moanz weiter.
   
Die wahre Entwicklung wird erst bei genauer Betrachtung offenbar so stieg die Zahl der APM auf 1.476.553 geschätzt  (Seite 34 BA – Bericht Mai 07)  = 5.282.503 Personen.

Die wahre Entwicklung wird erst bei genauer Betrachtung offenbar so stieg die Zahl der APM auf 1.439.906 geschätzt (Seite 34 BA – Bericht April 07) = 5.406.554 Personen (Arbeitslose + APM)


Unter Berücksichtigung der APM ist nur Rückgang  von 124.051 Personen (161.000 ) zählbar dass heißt rund 25 % der Personen wurde im Monat Mai nicht in Arbeit sondern in APM vermittelt.



 Seite 6 Fußnote 8 (BA Bericht Mai 07)

Insgesamt erzielten im Januar 2007 knapp 1,1 Mio Arbeitslosengeld IIEmpfänger
Brutto-Einkommen aus Erwerbstätigkeit, im Vergleich zu 0,9 Mio im September
2005, dem letzten auswertbaren Monat in A2LL.
 

(BA Bericht April) Außerdem waren 516.000 oder 10 Prozent der erwerbsfähigen Hilfebedürftigen ausschließlich geringfügig entlohnt beschäftigt. Datenbasis ist eine Verknüpfung der Beschäftigten- und Grundsicherungsstatistik. Weil für die Grundsicherungsstatistik nur Daten aus dem IT-Verfahren A2LL herangezogen werden konnten – und A2LL nicht von allen Kreisen vollständig genutzt wird, insbesondere nicht von den zugelassenen kommunalen Trägern – ist die Schnittmenge der ermittelten beschäftigten Leistungsempfänge entsprechend untererfasst und wurde deshalb hochgerechnet.



Die Zahl der ALG I Leistungsberechtigten beträgt im Mai s1.045.208 Personen
Die Zahl der ALG II Leistungsberechtigten beträgt im Mai p 5.174.395 Personen
Die Zahl der Sozialgeld Leistungsberechtigten beträgt im Mai p1.912.648 Personen

Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften beträgt im Mai 07  3.807.000

Alles in allem bekamen damit 6.219.603 (Vormaonat 6.291.000) erwerbsfähige Menschen Lohnersatzleistungen nach dem SGB III oder Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts
nach dem SGB II.


 
Die Zahl der offenen Stellen wird im BA Bericht Mai (Seite 8 ) mit 642.600
Stellen angegeben (Vormonat 651.100)

Bestand
alle Stellen 642.600
darunter: Vakanzen 574.600
ungeförderte Stellen 456.300
darunter: Vakanzen 401.400
ungeförderte sozialversicherungspflichtige
Stellen1) 404.200
darunter: Vakanzen 358.400

---------------------------------

= 8.192.451 Leistungsberechtigte NOV 06
= 8.202.162 Leistungsberechtigte DEZ 06
= 8.394.944 Leistungsberechtigte JAN. 07
= 8.466.855 Leistungsberechtigte FEB. 07
= 8.459.681 Leistungsberechtigte März. 07
= 8.313.995 Leistungsberechtigte April 07
= 8.132.251 Leistungsberechtigte Mai 07
 
LEISTUNGSEMPFÄNGER (siehe Hinweise)
- Arbeitslosengeld s1.045.208
- Arbeitslosengeld II p5.174.395
- Sozialgeld p1.912.648

= 8.132.251 Leistungsberechtigte Mai 07

LEISTUNGSEMPFÄNGER (siehe Hinweise)
- Arbeitslosengeld s1.566.955
- Arbeitslosengeld II s5.246.724
- Sozialgeld s1.875.759

 =  8.689.438 Leistungsberechtigte Mai 06

 Nachdem der Rückgang der Leistungsberechtigten bei ALG I insgesamt  521.747 Personen beträgt. Ist der Rückgang auf die Vermutung zurück zuführen, dass eine größere Menge aus dem ALG I ausschied aber keine Bedürftigkeit für das ALG II nachweisen kann und somit aus der Statistik der gezählten Arbeitslosen hersaus fällt.

Seite 16 Fußnaote 21 BA – Bericht Mai 07

Bei den Instrumenten der Beauftragung Dritter mit der Vermittlung und der Beauftragung
von Trägern mit Eingliederungsmaßnahmen werden für den Monat Mai im SGB III Ursprungswerte also keine hochgerechneten Werte referiert. Entsprechend stimmen die hier ausgewiesenen Daten nicht mit den in den Tabellen veröffentlichten hochgerechneten Werten überein. Ausgesprochen starke Zugänge und damit verbundene Bestandszuwächse innerhalb der letzten Monate bei diesen Instrumenten, führten dazu, dass das Hochrechnungsverfahren die Entwicklung nicht adäquat
antizipieren konnte.
 

4.134.499 Personen mit (EEJ) offizille Personen in Arbeitslosigkeit in einen Mai ist keine Sensation sondern meines Erachtens dass Ergebnis rigiter Anwendung der APM und zeigt das Versagen der Politik. Eine Bedürftigkeitsprüfung bei Beantragung des ALG II. Sowie – in der Regel - die Eingliederung der unter 25 Jährigen in die Bedarfsgemeinschaft der Eltern drückt die Zahl im jahresvergleich. Allein die demografische Entwicklung reduziert die Anzahl der Arbeitskräfte auf den Arbeitsmarkt zu der genauen Zahl wird im BA – Bericht nicht berichtet.
Die neu entstandenen Niedrigtslohnjobs sind keine „Aufschwung“ des Arbeitsmarktes.


So gibt es folgende Schätzungen
(*geschätzt Stiftung Marktwirtschaft)

Medienzahl Mai 07 Arbeitslose 3.806.000  
Arbeitslose in Maßnahmen der BA 1.476.553
Arbeitslose in Maßnahmen der Kommunen: ca. 570.000*
Arbeitslose unter 25 ohne eigenen Anspruch ca. 330.000*
Arbeitslose über 58/ Vorruhrstand ca. 880.000*
Stille Resrve (Vermögende Arbeitslose) ca. 1.600.000*

== Arbeitslose gesamt 8.662.553*

Hinweise:
Die Daten zur Arbeitslosigkeit speisen sich aus dem IT-Fachverfahren der BA, aus als plausibel bewerteten Datenlieferungen zugelassener kommunaler Träger und - sofern keine verwertbaren bzw. plausiblen Daten geliefert wurden - aus ergänzenden Schätzungen der BA. Die Daten zu Stellen und arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen wurden ausschließlich aus dem IT-Fachverfahren der BA gewonnen; nicht enthalten sind Daten kommunaler Träger soweit sie andere IT-Fachverfahren
genutzt haben. Die Daten zu Leistungen nach dem SGB II beruhen auf Auswertungen aus dem IT-Fachverfahren A2LL, auf Meldungen kommunaler Träger und - wenn diese nicht vorliegen - auf Schätzungen der BA.
Neuregelung der Bedarfsgemeinschaft für unter 25-jährige Arbeitslose

*Zum 1. April 2006 traten in Teilen das Gesetz zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze in Kraft.Die wichtigste Neuregelung betrifft unverheiratete, volljährige, unter 25-jährige Arbeitslose. Sie werden grundsätzlich in die Bedarfsgemeinschaft der Eltern einbezogen. Wenn sie eine eigene Wohnung beziehen wollen, müssen sie dafür die Zustimmung des Leistungsträgers einholen. Der Stichtag, seit dem Jugendliche eine Zulassung des kommunalen Trägers zum Auszug aus dem Elternhaus benötigen, ist der 17. Februar 2006


Nach den Regelungen der §§ 428 SGB III und 252 Abs. 8 SGB VI müssen 58-Jährige oder Ältere dem Arbeitsmarkt nicht mehr voll zur Verfügung stehen und werden auch nicht mehr als Arbeitslose gezählt.



Quellen:
BA – Monatsberichte 2006
http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200701.pdf
http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200702.pdf
http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200703.pdf
http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200704.pdf
http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200705.pdf
 
Wie wird die Statistik erstellt:

Das würde den Rahmen meines Beitrags endgültig sprengen näheres finden sie im BA- Bericht im BA – Bericht Februar 2007 auf den Seiten 16 - 22
 
Anmerkung:
In der Arbeitsmarktberichterstattung der Bundesagentur für Arbeit steht die Erwerbstätigkeit
nach dem Inlandskonzept im Vordergrund, insbesondere weil sie eine engere
Anbindung an die Konjunktur und Arbeitskräftenachfrage im Inland aufweist als die
Erwerbstätigkeit nach dem alternativen Inländerkonzept. Im Inlandskonzept gehören
Einpendler, die in Deutschland arbeiten, ihren Wohnsitz aber im Ausland haben, zu
den Erwerbstätigen,

Kurioses: BA – Bericht Seite 3 Fußnote 4
Durch einen Verarbeitungsfehler wurden Personen, deren Arbeitslosigkeit am 23.
Dezember 2006 begann, bei der Zählung der Arbeitslosigkeit im Januar 2007 nicht
berücksichtigt. Dadurch wurden rund 40.000 der Arbeitslosen vom Januar nicht mitgezählt,
das entspricht einem Anteil von 0,9 Prozent. In den Folgemonaten nahm der
Fehler sukzessive ab, er beläuft sich für Mai nur noch auf einige Tausend. Die grundsätzlichen
Aussagen zur Arbeitsmarktentwicklung im Winter 2006/2007 sind von
diesem Fehler nicht betroffen. Der Fehler wurde durch interne Analysen aufgedeckt.
Die notwendige Korrektur der Arbeitslosendaten wird zum nächsten Stichtag für den
Juni durchgeführt.
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devil_inside


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« Antworten #22 am: 31. Mai 2007, 17:46:44 »

Hi Sybilla,

noch mal vielen Dank für die Arbeit, die Du dir immer machst.
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regenwurm


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« Antworten #23 am: 31. Mai 2007, 19:10:45 »

Zitat
In den Medien immer wieder Jubel über das Sinken der Arbeitslosenzahlen, den Konjunkturaufschwung und gerade eben die Vorzüge der Zeitarbeitsfirmen. Gehirnwäsche!



Zitat
Angesichts der im Vergleich zum Vormonat Wiederzunahme der saisonalen Arbeitslosigkeit, der schwachen Zunahme versicherungspflichtiger Stellen, dem wachsenden Anteil an unsicheren und schlecht bezahlten Zeitverträgen und der im internationalen Vergleich nach Griechenland höchsten Rate an Langzeitarbeitslosen sowie der vielen Ungereimtheiten, ist kaum noch nachvollziehbar, wie die Medien immer wieder auf die von der Bundesregierung verbreiteten weit übertriebenen Erfolgsmeldungen hereinfallen und alles nachplappern, was da vorgegeben wird. Kaum jemand macht sich die Mühe, hinter die Kulissen zu blicken. Was hier als Erfolg verkauft wird, sind zu einem großen Teil statistische Manipulationen und prekäre, d.h. zeitlich befristete und/oder gering bezahlte Jobs.


Wenn es nicht gelingen sollte, bei der derzeit relativ guten internationalen Konjunktur einen stäkeren echten Rückgang an Arbeitslosigkeit zu erreichen, wird es im nächsten Abschwung wieder sehr schlecht aussehen.
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Das System macht keine Fehler, es ist der Fehler.
Sybilla


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« Antworten #24 am: 31. Mai 2007, 21:56:01 »

Einfach unglaublich welche Medien Propaganda in Deutschland abgeht.

Im Mai 2007 beträgt Arbeitslosigkeit (mit EEJ) 4.134.499Personen
(3.805.950 + 291.549 EEJ des BA Berichts + Im Februar meldeten
63 zugelassene kommunale Träger 37.000 Menschen, die in einer Arbeitsgelegenheit
beschäftigt waren.)

Im Mai 2004 waren mit genau 4.293.146 arbeitslosen Personen ganze 158.647 mehr arbeitslos gemeldet, nur dass das 2004 ganz schlimm war und heute sind alle am jubeln.

http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200405.pdf

Alle irgendetwas stimmt hier nicht entweder war die Stimmung 2004 oder Heute manipuliert.
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