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Autor Thema: Neues von Sarrazin  (Gelesen 21272 mal)
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Troll
Abused Frog


Beiträge: 7067



« Antworten #100 am: 24. November 2009, 18:49:04 »

Zitat
Der Sarrazin Bonus
Geschrieben von Jochen Hoff
Dienstag, 24. November 2009
 

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen den ehemaligen Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin und jetzigen Bundesbank-Mitarbeiter wegen Volksverhetzung aufgrund fehlendem Tatbestand eingestellt. Nur ein völliger Idiot hätte von der Berliner Staatsanwaltschaft etwas anderes erwartet. Sie wird nie ein Mitglied der herrschenden Klasse angreifen, ist aber dafür immer schnell mit Strafbefehlen bei der Hand, wenn ein Blogger irgendwo die Wahrheit sagt.

Bei Bloggern, Aktivisten und nur denkenden und redenden Menschen ist die Berliner Justiz schnell. Da reicht es zur Verhaftung wenn man nur das Wort Gentrifikation kennt. Es ist eben eine staatstragende Klassenjustiz die in Berlin und anderswo gemacht wird. Allerdings muss man der Staatsanwaltschaft dankbar sein. Sie hat nämlich mit ihrer Aktion sich auf die Seite von Leuten gestellt, die ganz offen rechtsextremistisch sind.

Quelle: Duckhome
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Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti
Alan Smithee


Beiträge: 1250



« Antworten #101 am: 01. März 2010, 14:05:34 »

Sarrazin----> längere Zeit war es verdächtig ruhig um Westerwelles großes Vorbild.

Jetzt muss er offenbar wieder in die Kacke hauen.

Zitat aus dem tagesspiegel.de:

Zitat
Sarrazin empfiehlt "kalt duschen"

Dass er wegen eines Ausschlussverfahrens die längste Zeit SPD-Mitglied gewesen sein könnte, beeindruckt Berlins ehemaligen Finanzsenator Sarrazin wenig. Im Gegenteil: Er legt mit markigen Worten über Hartz-IV-Empfänger nach.

Die Landesschiedskommission der Berliner SPD berät am Montag über einen möglichen Parteiausschluss von Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin. Dies hatten zwei Kreisverbände beantragt. Sie werfen dem früheren Berliner Finanzsenator parteischädigendes Verhalten vor.

Auf der Grundlage eines Gutachtens stufen die Kreisverbände Äußerungen Sarrazins über Ausländer in einem Interview als eindeutig rassistisch ein. Das sei mit SPD-Positionen nicht vereinbar und schädige das Ansehen der Partei.

"Schleimig und widerlich"

Sarrazin attackierte das Gutachten scharf als intellektuell und moralisch "unsauber, schleimig und widerlich". Zum Ausgang des Verfahrens sagte er der "Süddeutschen Zeitung" weiter: "Das stehe ich völlig bewegungslos durch."

Der Ex-Senator hatte in dem Interview gesagt, eine große Zahl an Arabern und Türken in Berlin habe keine produktive Funktion, außer für den Obst- und Gemüsehandel. Er müsse niemanden anerkennen, der vom Staat lebt und diesen Staat ablehnt und ständig "neue kleine Kopftuchmädchen produziert". Eine Entscheidung noch am Montag gilt nach Angaben einer SPD-Sprecherin als eher unwahrscheinlich.

Eine Frage der Mentalität

Sarrazin äußerte sich auch zur derzeitigen Hartz-IV-Debatte. Er verteidigte die geltenden Sätze und nannte sie ausreichend. Letztlich sei es keine Geldfrage, sondern eine Frage der Mentalität, des Wollens und der Einstellung. "Wo diese fehlt, hilft auch kein Geld, und wo diese da ist, ist das Geld gar nicht so wichtig."

Als Sparmöglichkeit nannte Sarrazin das Duschen: "Kalt duschen ist doch eh viel gesünder. Ein Warmduscher ist noch nie weit gekommen im Leben." (sf/dpa)

Was nimmt der nur?? Zu heiß gebadet?



Bei der Kategorie  "Medienecho" gehts um chefduzen-Medienecho. Habs deshalb mal in den vorhandenen Thread verschoben.
cyberactivist.
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...still dreaming of electric sheep...
Auferstanden
Gast
« Antworten #102 am: 02. März 2010, 20:06:10 »

das Schlimme dabei ist, dass solch ein besonderes Exemplar von Mensch in diesem Land
mit Amt und Würden versehen, wirtschaftlich bestens hofiert auch noch hohes Ansehen
und medial Beachtung genießten darf.
So gesehen kann man Sarrazin stellvertretend als Gradmesser einer völlig degenerierten und
asozialen Gesellschaft betrachten.
Der kategorische Imperativ gilt in diesem Sklavenstaat gar als Makel, Nächstenliebe als
staatsfeindlich und radikalster Sozialdarwinismus als höchst erstrebenswert.

Germoney 2010
« Letzte Änderung: 02. März 2010, 20:17:43 von Auferstanden » Gespeichert
Alan Smithee


Beiträge: 1250



« Antworten #103 am: 02. März 2010, 21:18:49 »



Oh Sarrazin, oh Sarrazin,
wo ist denn dein Verstand nur hin?
Fängst ständig mit der Hetze an,
verbissner, kleiner, alter Mann.

Du wirkst dabei total strohdumm,
und drehst die Wahrheit einfach um.
Dusch`du mal schon ab morgen kalt,
dann wirst du auch nicht so steinalt.

Du meinst, du hast ganz viel IQ,
drum hör uns mal ganz leise zu:
Selbst ein Fass mit Buttermilch
hat mehr Verstand als du, mein Knilch.
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...still dreaming of electric sheep...
ZA-Knecht


Beiträge: 97


« Antworten #104 am: 02. März 2010, 21:36:17 »

Bravo Alan, hehe....den Nagelauf dem kopf getroffen würde ich sagen.

Den Typen kann man doch garnicht mehr ernst nehmen mit seinen Hasstiraden gegen Emigranten und Unsereins, den Hartz 4 Empfängern.
Unglaublich was man alles so ungestraft sagen darf in unserer Kapitalistendiktatur.

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Arwing


Beiträge: 1477


« Antworten #105 am: 02. März 2010, 23:55:08 »

Hetzerische und beleidigende Aussagen von sogenannten Volksvertretern in diesem Deutschland, legen ein unheilvolles Zeugnis über den schleichenden Rückzug demokratischer und sozialer Grundsätze ab Sad
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Das aktuelle Geldsystem ist auf die Gewinnmaximierung einer kleinen Elite ausgerichtet, die von der Gemeinschaft der Bürger Europas erbracht werden soll und die politische Elite fungiert als Handlanger.
Pinnswin


Beiträge: 4127



WWW
« Antworten #106 am: 03. März 2010, 16:43:12 »

Kopftuchmädchen Sticker, Button oder als Schlüsselanhänger,
bestellen Sie jetzt:
http://www.styleislam.com/shop/-ACCESSOIRES-
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Das Ende Der Welt brach Anno Domini 1420 doch nicht herein.
Obwohl vieles darauf hin deutete, das es kaeme... A. Sapkowski
Eivisskat
Gast
« Antworten #107 am: 24. Februar 2011, 14:05:35 »

Zitat
Thilo Sarrazin - Sein Sohn lebt von Hartz IV

Der 30-jährige Sohn von Ex-Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin fühlt sich als „schwarzes Schaf der Familie“: Richard Sarrazin arbeitet als Ein-Euro-Jobber.

Der Sohn von Ex-Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin (66), Richard, lebt von Hartz IV und fühlt sich als Außenseiter. Seine Eltern sagten „eigentlich selten etwas Gutes über mein Leben“, sagte der 30-Jährige der Illustrierten BUNTE. „Ich bin für meinen Vater der Sündenbock, das schwarze Schaf der Familie.“ Derzeit arbeitet Richard Sarrazin, der eine Ausbildung als Bürokaufmann absolviert hatte, als Ein-Euro-Jobber als Garten- und Landschaftshelfer auf einem Friedhof. „Es ist eigentlich ganz gut, arbeitslos zu sein und nicht gebraucht zu werden, weil man dann sein Lebenstempo selbst bestimmen kann.“

Seine Mutter, Grundschullehrerin Ursula Sarrazin, habe ihn viel ermahnt. „Sie ist gern zu streng und übertreibt es mit Verboten und Aufsicht. Das ging mir tierisch auf die Nerven“, sagte Richard Sarrazin BUNTE. Ärger habe es meist ums Ausgehen und falsche Freunde gegeben.

Der frühere Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin hatte immer wieder mit Sprüchen über Hartz-IV-Empfänger Schlagzeilen gemacht. Seit September führt er mit seinem umstrittenen Buch „Deutschland schafft sich ab“ die Bestsellerlisten an.


http://www.bunte.de/society/thilo-sarrazin-sein-sohn-lebt-von-hartz-iv_aid_23163.html




Wenn's denn so stimmt, hat Sohn Richard m.M. nach durchaus Recht mit seinem "arbeitslos, aber sein Lebenstempo selbst bestimmen". Eine wesentlich reifere & menschlichere These, als der gefährliche Schrott seines Vaters.  Wink
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Ratrace


Beiträge: 2625



« Antworten #108 am: 24. Februar 2011, 14:30:36 »

Da muß man ja fast nicht mehr spekulieren, wenn man sich fragt, woher Sarrazins pathologischer Haß gegen Transfergeldempfänger kommt. Mich würde es nicht wundern, wenn die beiden sich spinnefeind sind.

Wenn der Sohn schon sagt, daß seine Eltern "eigentlich selten etwas Gutes" über sein Leben sagen, dann läßt das gewisse Rückschlüsse zu. Kenne ich aus der eigenen Verwandtschaft, diesen Automatismus der Gutbürger, daß man schnell abgeschrieben wird, wenn man nicht in irgend einer Karriere steil aufsteigt und dann auch noch sich selbst verteidigen kann, anstatt die Demut in Person zu sein.

Semi-OT:
Mein Tipp an mögliche Leidensgenossen: Verwandtschaft aufkündigen und Wahlverwandtschaft suchen. Dann ist man zwar über die üblichen Feiertage wie Weihnachten alleine, aber hat den Rest des Jahres Ruhe und angenehme Gesellschaft. Das würde ich auch dem Sohn von Sarrazin nahelegen, zusammen mit einer Namensänderung.

Falls jemand sich fragt, wie man Verwandtschaft aufkündigt: Das geht genetisch leider nicht, aber man kann Familientreffen verweigern, Telefonate verweigern, sonstige Gespräche und Treffen verweigern, und zwar genau dann, wenn man wieder mal die alte Leier hört. Der Effekt ist oft, daß man dann entweder komplett seine Ruhe hat oder daß der eine oder andere aus der buckligen Mischpoke sich eines Besseren besinnt und einen plötzlich als Mensch sieht, der auch jenseits von Karriere und bürgerlichem Vorzeigewert interessant ist. Beides ok, wie ich finde.

Jedenfalls sollte man sich nicht von Leuten einmachen lassen, die der irrigen Auffassung sind, man könne einem mit besonderer Niedertracht und Verachtung begegnen, ohne entsprechendes Echo zu kriegen - lediglich aufgrund der genetischen Nähe. Es ist nur gut für das eigene Selbstbewußtsein, wenn man darauf energisch ablehnend reagiert.
« Letzte Änderung: 24. Februar 2011, 14:32:20 von Ratrace » Gespeichert

Das einzig Freie im Westen sind die Märkte.
Ziggy


Beiträge: 5007



« Antworten #109 am: 24. Februar 2011, 18:23:51 »

Was is 'n jetzt mit Thilos Vererbungstheorie? Hat die Alte sich etwa von einem Unterschichtler aufpumpen lassen? Während er in siebenjähriger mühevollster Kleinarbeit ... ne, halt, das war ein anderer Laternenschmuck.

Fehlt nur noch, daß in der Familie eine Kopftuch trägt, dann ist aber Schicht!
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Um seine Liebe zu beweisen, erklomm er die höchsten Berge, durchschwamm die tiefsten Meere und zog durch die weitesten Wüsten. Doch sie verließ ihn – weil er nie zu Hause war.
schwarzrot


Beiträge: 4516



« Antworten #110 am: 27. Januar 2014, 13:00:59 »

In CD haben wir die letzten jahre immer mal wieder solche kleinode wie diesen thread produziert. Und da schweinkram von Sarrazin immer mal wieder (zeitversetzt) hochkommt, denke ich das passt hier:

Zitat
BVG/Sarrazin: Spekulation mit Kreditderivaten
Der Kontrollverlust

Mit einer Finanzwette haben die Berliner Verkehrsbetriebe 150 Millionen verloren. Chef-Aufseher Sarrazin passte nicht genug auf, zeigen interne Dokumente.


Die Berliner Verkehsbetriebe haben mit ihren 13.000 Mitarbeitern eigentlich ein ziemlich bodenständiges Geschäftsmodell: Fahrgäste transportieren. Mit ihren rund 3.000 U-Bahnen, Bussen und Straßenbahnen legen sie jeden Tag eine Strecke zurück, die zum Mond und wieder zurück reicht.

Im Jahr 2007 hatten die Verkehrsbetriebe allerdings eine abgehobene Idee: Die  landeseigene Einrichtung sollte an den Finanzmärkten mitspekulieren und damit im besten Fall einen Gewinn von 7,8 Millionen Dollar machen. Es trat dann aber der schlechteste Fall ein: Ein Verlust von 204 Millionen Dollar.

In London hat in der vergangenen Woche der Prozess begonnen, mit dem die Verkehrsbetriebe BVG die Zahlung doch noch abwenden wollen.
...

In ungewöhnlicher Offenheit gibt das landeseigene Unternehmen zu: „Die BVG hat wesentliche Aspekte der Transaktion nicht verstanden.“ Das gilt insbesondere für den Mitarbeiter, der bei der BVG für das Geschäft zuständig war und sich in seiner E-Mail-Signatur „Experte für Finanzprodukte“ nannte. Die Verkehrsbetriebe schreiben: „Der Ansprechpartner auf Seite der BVG hatte das Verlustprofil der Transaktion grundlegend missverstanden, nämlich unter welchen Umständen die Verkehrsbetriebe wie viel zahlen müssen.

Mehr als eine profane Wette

Was die Verkehrsbetriebe immerhin richtig verstanden hatte: Dass es bei dem Geschäft eigentlich um nicht mehr als eine profane Wette geht, auch wenn sie den umständlichen Namen „Synthetic Collateralized Debt Obligation“ (CDO) trägt. Eine Wette mit der Investmentbank JPMorgan. Gewettet wurde darum, ob 150 andere Unternehmen in den nächsten Jahren in Zahlungsschwierigkeiten kommen. Zu diesen Unternehmen gehörten etwa Lehman Brothers, die isländische Kaupthing Bank, die Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac und der Versicherungskonzern AIG. Wenn es eine Pleitewelle gibt, würde JPMorgan gewinnen. Sonst die Verkehrsbetriebe.

...

Als letzte Kontrollinstanz hatte der Aufsichtsrat der Verkehrsbetriebe über das Geschäft zu entscheiden. Und der Vorsitzende dieses Gremiums war Thilo Sarrazin, damals Berliner Finanzsenator, später Bundesbankvorstand, heute Buchautor und niemals verlegen um Spartipps für Hartz-IV-Empfänger. Die Investmentbanker machten sich intern Sorgen, dass Sarrazin den Deal noch stoppen könnte. Das zeigen Mitschnitte interner Telefonate.

...

Die Sorge war unbegründet. Es existiert ein Audio-Mitschnitt der Aufsichtsratssitzung der Verkehrsbetriebe vom 25. April 2007. Der Deal wird nur vier Minuten lang besprochen. Niemand stellt die Frage, ob es eigentlich die Aufgabe der Verkehrsbetriebe sei, Finanzwetten abzuschließen. Wie JPMorgan in dem Schriftsatz an das Gericht ausführt, gibt Thilo Sarrazin stattdessen zu erkennen, dass auch er die Transaktion nicht versteht. Dann stimmt der Aufsichtsrat zu. Am 19. Juli 2007 schlossen die Verkehrsbetriebe den Vertrag. Die Wette sollte über zehn Jahre laufen. Nach einem Jahr und drei Monaten hatten die Verkehrsbetriebe verloren.

...

Am deutlichsten äußerte der BVG-Finanzexperte seine eigene Ahnungslosigkeit in einem Telefonat mit einem der Investmentbanker von JPMorgan: „Der Vertrag, mit allen Definitionen, hat 500 Seiten Papier oder so, mit zig Querverweisen, wie das so üblich ist bei US-Verträgen und wir sind keine Experten auf diesem Feld und verstehen nicht, was genau wir unterschreiben.“* Das sagte er wohlgemerkt, nachdem er den Vertrag abgeschlossen hatte.

Die Verkehrsbetriebe merken in dem Schriftsatz an, dass auch der damalige Aufsichtsrat "kein besseres oder anderes Wissen oder Verständnis hatte zu dieser Transaktion" als der BVG-Finanzexperte.

In dem Gerichtsverfahren erheben die Verkehrsbetriebe den Vorwurf gegen JPMorgan, die Pflicht zur umfassenden Beratung verletzt zu haben. Die Bank dagegen „weist es zurück, dass JPMorgan gegenüber der BVG irgendeine relevante Fürsorgepflicht hatte“.

Der Prozess ist auf 40 Verhandlungstage angesetzt. Wenn die Verkehrsbetriebe verliert, haftet das Land Berlin für die Verluste. Dann müsste am Ende wohl der Landeshaushalt einspringen. Alternativ könnten auch die Fahrpreise steigen. Ein Urteil wird im Sommer oder Frühherbst dieses Jahres erwartet.

Keine Stellungnahme


Die taz hat die Verkehrsbetriebe um eine Stellungnahme gebeten. Unternehmenssprecherin Petra Reetz antwortete, sie wolle sich wegen des laufenden Prozesses in London nicht zu dem Thema äußern.

...

Der BVG-Finanzexperte arbeitet inzwischen als Geschäftsführer des Berliner Büros einer privaten Finanz-Beratungsgesellschaft, deren Kunden hauptsächlich Kommunen und öffentliche Einrichtungen sind. Das Unternehmen wirbt auf seiner Webseite damit, es unterstütze seine Klienten mit „unabhängiger und umfassender Beratung bei allen strukturierten Finanztransaktionen der öffentlichen Hand. Die Kunden profitieren von dem hochgradig spezialisierten Know-how unserer Mitarbeiter“.

Auf seiner Profilseite steht über seine Vergangenheit: Er leitete „bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) das Sachgebiet Sonderfinanzierung, wo er unter anderem für den Abschluss und das Vertragsmanagement strukturierter Finanzierungen zuständig war“. Dort habe er auch “seine exzellenten Kontakte zu Banken, insbesondere Förder- und Investitionsbanken auf- und ausgebaut“.

Die Beratungsgesellschaft des BVG-Finanzexperten nennt als Kundenreferenzen auf ihrer Webseite etwa die Kommunen Nürnberg, Gelsenkirchen, Leipzig, Konstanz oder Recklinghausen, die Kölnmesse, die Schweriner Abwasserentsorgung - und die Berliner Verkehrsbetriebe.
http://taz.de/Spekulation-mit-Kreditderivaten/!131733/
« Letzte Änderung: 27. Januar 2014, 13:07:19 von schwarzrot » Gespeichert

"In der bürgerlichen Gesellschaft kriegen manche Gruppen dick in die Fresse. Damit aber nicht genug, man wirft ihnen auch noch vor, dass ihr Gesicht hässlich sei." aus: Mizu no Oto

Wieder aktuell: Bertolt Brecht
Kuddel


Beiträge: 11367


« Antworten #111 am: 30. August 2018, 16:24:40 »

Zitat
Generalsekretär Klingbeil sagte der Deutschen Presseagentur, was Sarrazin schreibe, habe mit sozialdemokratischen Positionen nichts zu tun.
https://www.deutschlandfunk.de/islamkritisches-buch-spd-fordert-sarazin-zum-parteiaustritt.2932.de.html?drn:news_id=919606

Falsch! Sarrazin ist in der SPD in bester Gesellschaft. Das Foto von Helmut Schmidt in Wehrmachtsuniform hängt wieder an der Bundeswehr-Universität in Hamburg. Helmut Schmidt war bekennender Noske-Fan.

Bei dem Versuch eines Ausschlußverfahren wurde er durch den ehemaligen sozialdemokratischen Bürgermeister Klaus von Dohnanyi verteidigt, noch so ein ein rechter Arsch.

Fast vergessen sind Peter Glotz und Tilman Fichter und ihre Anleihen bei der Konservativen Revolution der dreißiger Jahre.  Glotz betrieb Elitepolitik im Innern mit Ekel vor der Parteibasis mit aufgesetzter Intellektualität. Publikationsorgan des Konsumverzicht predigenden Sozialpatriotismus war die Zeitschrift "Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte" mit Glotz als Herausgeber. Durch Sozialabbau sollen die Mittel für eine Subvention dieser modernen Industriezweige frei werden, um sie in die Lage zu versetzen, in Europa und der Welt eine "deutsch-europäische" Hegemonie zu errichten, notfalls auch durch Kriegseinsätze der Bundeswehr. 1989 kam dann die hohe Zeit der Nationalrevolutionäre in der SPD. Sie haben die Demonstrationen in der DDR und die Mediendiskussion beherrscht. Es ging ihnen um mehr als die Einheit der deutschen Nation, nämlich um ihre Kriegsfähigkeit.
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Fritz Linow


Beiträge: 1163


« Antworten #112 am: 30. August 2018, 23:07:36 »

(...)
Fast vergessen sind Peter Glotz (...)
Peter Glotz sollte unvergessen bleiben. Einer der gruseligsten Typen...

Zitat
Seit 2000 war er gemeinsam mit Erika Steinbach Vorsitzender der Stiftung Zentrum gegen Vertreibungen. Er war Kurator der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft
https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Glotz

Die Duldung und Hofierung von Hackfressen wie Glotz oder Sarrazin bei der SPD ist kein Zufall oder Ausdruck einer breitgefächerten Partei, sondern wohl eher systematische Interessenverschiebung, und das seit mindestens 100 Jahren.
« Letzte Änderung: 30. August 2018, 23:18:18 von Fritz Linow » Gespeichert
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