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Autor Thema: Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität  (Gelesen 177941 mal)
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Sybilla


Beiträge: 461


« Antworten #575 am: 22. Dezember 2015, 17:51:11 »

Weihnachten 2015 rund 4,3 Millionen Menschen erhalten Hartz IV und das heißt Menschen die Grundsicherung also Hartz IV benötigen müssen die gewohnte Wohnung und ihre soziale Umgebung verlassen wenn die Wohnung nicht den definierten Vorgaben des SGB II entspricht. Die Zukunft ist unklar. Hartz IV heißt Angst vor der Zukunft und Angst vor Demütigung. Die Agenda 2010 wurde aufgrund der Behauptung der Sozialstaat sei an der Grenzen der Leistungsfähigkeit angelangt beschlossen. Dadurch wurde die Gesellschaft gespalten, in Menschen die Grundsicherung benötigen und Menschen die einen guten Arbeitsplatz besitzen. Hartz IV heißt Angst vor dem nächsten Termin im Jobcenter. Es gibt  kaum Hoffnung auf neue existenzsichernde Arbeit, stattdessen gibt es Maßnahmen, Leih und Zeitarbeit in prekären Beschäftigungsverhältnissen. Menschen in Hartz IV sind oft alleine ohne Hilfe sie werden von den meisten Menschen wie unsichtbare behandelt. Menschen im Hartz IV Bezug haben  schlaflose Nächten und Angst. Wie und wann der Bezug von Hartz IV endet ist ungewiss. Die Realität in Deutschland Weihnachten 2015.
Gespeichert

Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.
Sybilla


Beiträge: 461


« Antworten #576 am: 05. Januar 2016, 16:13:04 »

Prolog –  Traumwelt?

Robuste Konjunktur + 0,3 % im III Quartal 2015

Pressemitteilung Nr. 430 vom 24.11.2015… das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal 2015 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – um 0,3 % höher als im Vorquartal. In den ersten zwei Quartalen des Jahres war das BIP ebenfalls moderat gestiegen (um 0,4 % im zweiten und um 0,3 % im ersten Quartal 2015).

Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 430 vom 24.11.2015


Abschnitt 1 Faktencheck:

Pressemitteilung Nr. 407 vom 05.11.2015: 20,6 % der Bevölkerung Deutschlands von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht

Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 407 vom 05.11.2015

Aktuelle Analysen zum Arbeitsmarktbericht der BA und zur soziale Lage in Deutschland

Vorab einmal die Fakten und Zahlen und das was uns viele Medien daraus machen.

Immer mehr Menschen in Deutschland verlieren ihr eigenes Dach über dem Kopf und werden wohnungslos. Laut einer Schätzung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) waren 2014 demnach 335.000 Menschen ohne festen Wohnsitz. Das entspricht einer Steigerung um ca. 35 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010.

Quelle: www.wirtschaft.com 5. Januar 2016 6:37
http://www.wirtschaft.com/wohnungslos-und-obdachlos-im-reichen-deutschland/
 
Arbeitsmarkt: Zahl der Unterbeschäftigten steigt erneut auf  3.524.160 Personen 7,9 % an, ist das  die niedrigste gezählte Zahl der Arbeitslosen in einem Dezember seit 24 Jahren. Huh???

Quelle: BA Bericht Dezember 2015 Seite 80

Die Zahl der Menschen im Bereich des ALG II erwerbsfähige Leistungsberechtigte wird im BA Bericht Dezmeber 2015 Seite 80  auf 4.300.211 Personen beziffert zusätzlich erhalten 782.103 Personen (ALG I) Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit

Die - Hilfequote erwerbsfähige Leistungsberechtigte beträgt seit September 2015 unverändert 8 %
 
Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland war im Dezember so gering wie seit 24 Jahren in einen Dezember nicht mehr. Ich denke das ist eine Lüge der Presse. Beweis siehe oben.

 Die soziale Lage der Menschen in Deutschland und die Entwicklung am Arbeitsmarkt in  Deutschland im  Dezember 2015

3.7 Hilfequoten BA Bericht Dezember 2015 Seite 29

Im Dezember 2015 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen (10,0 Prozent). 9,3 Prozent der in Deutschland lebenden Perso-nen bis zur Regelaltersgrenze30 waren hilfebedürftig – und 8,0 Prozent der Personen im er-werbsfähigen Alter. Im Vergleich zum Vorjahr bleibt damit die Hilfebedürftigkeit von Haushalten und Personen damit nahezu unverändert.

Im November 2015 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen (10,0 Prozent). 9,3 Prozent der in Deutschland lebenden Perso-nen bis zur Regelaltersgrenze 30 waren hilfebedürftig – und 8,0 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Im Vergleich zum Vorjahr bleibt damit die Hilfebedürftigkeit von Haushalten (-0,1 Prozentpunkte) und Personen (+/- 0) nahezu unverändert.

Im Oktober 2015 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen (10,0 Prozent). 9,4 Prozent der in Deutschland lebenden Perso-nen bis zur Regelaltersgrenze 30 waren hilfebedürftig – und 8,0 Prozent der Personen im er-werbsfähigen Alter. Im Vergleich zum Vorjahr bleibt damit die Hilfebedürftigkeit von Haushalten (-0,1 Prozentpunkte) und Personen (+/- 0) nahezu unverändert.

Na ja nicht nur bei VW und den Abgaswerten sondern auch auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland wird eben vieles so gerechnet das es passt.

Ein Beispiel für eine wunderbare Vermehrung der offenen Stellen.
Firma xy meldet eine offene Stelle an 20 Verleihfirmen jeder dieser Verleihfirmen meldet diese Stelle an die Jobbörse der BA die BA registriert 20 offene Stellen für einen Arbeitsplatz zusätzlich stellt jede Verleihfirma diesen Arbeitsplatz in ihre Jobbörse ein, somit steigt die Zahl der offenen Stellen für ein und denselben Arbeitsplatz auf mindestens 40 offene Stellen an. Allerdings können diese 40 offenen Stellen nur von einer Person besetzt werden. die anderen 39 offenen Stellen verschwinden dann nach der Neubesetzung der Arbeitsstelle aus der Statistik. So erklärt sich auch der gefühlte Fachkräftemangel wer das einmal verstanden hat, versteht die Logik des suggerierten Jobbooms.
Aber warum der Realität ins Auge blicken wenn die Traumwelt von der BA in schönen bunten Farben gemalt wird?

Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt, die Wahrheit steht von alleine aufrecht.
Benjamin Franklin.

Abschnitt 2 Hintergrund

Mitten unter uns leben viele Menschen, die keine Lobby haben und der Diktatur der medialen Meinungsmacher und deren Konventionen schutzlos ausgeliefert sind. Opfer des Alltags von denen keiner spricht, Menschen die von keinen beachtet oder von keinem für ihre schwierige Lage gerechtfertigt werden. Wem von uns interessiert die Not der Mütter und Kinder die trotz Arbeit auf Hartz IV Grundsicherung angewiesen sind? Wäre es nicht ein zeichnen der Sympathie und Empathie wenn wir die Kinder von Hartz IV Leistungsberechtigten zu unseren Volksfesten einladen würden, ihnen dort die kostenfreie Nutzung von Achterbahn Schaukel und Riesenrad ermöglichen und sie mit Zuckerwatte versorgen damit sie einmal für wenige Stunden den entbehrungsreichen Hartz IV Alltag vergessen könnten. Wäre das nicht ein Zeichen der Nächstenliebe ja der Menschenliebe?

Ich frage Sie „die Hartz IV Leistungsberechtigten und Millionen von Arbeitnehmern die jeden Tag früh aufstehen und acht Stunden pro Tag schwer arbeiten aber in Armut leben“, sind da – was können wir für diese Menschen tun? Wir könnten Unterstützerkreise für Menschen in Hartz IV gründen. Wir könnten sie bei Behördengängen begleiten. Wir könnten dauerhaft kostenlose Freizeitangebote für Kinder in Hartz IV Familien anbieten. Wir könnten den armen Menschen in Deutschland die von ihrer Hände Arbeit nicht leben können und  Hartz IV Leistungen zum überleben benötigen eine Teilhabe am sozio- kulturellen und politischen Leben der Gesellschaft ermöglichen.


Ich glaube nicht dass die Belastungsgrenze des Sozialstaates  erreicht ist. Bei jeder Forderung nach einer kleinen Regelsatz Anpassung schreien die neoliberalen Ideologen Zeter und Mordio. Sie behaupten die Belastungsgrenze des Sozialstaates sei erreicht.

Es wäre schön und wünschenswert wenn sich 20, 50 oder gar 100 Prominente aus Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Politik in Werbespots für eine Erhöhung des ALG II Regelsatz (100%) von derzeit 399 € auf 550 €  monatlich „menschenwürdig leben“ einsetzen würden. Angesichts der Rekordsteuereinnahmen und des erzielten Haushaltsüberschuss wäre das für den Sozialstaat ohne weiteres leistbar. Oder wenn Kirchen Gewerkschaften und Prominenz angesichts exorbitant hoher Mieten eine Kampagne zur Anhebung des gesetzlichen Mindestlohn von derzeit 8,50 € auf 10 € pro Stunde unterstützen würden. 

Der Arbeitsmarktbericht der BA  ein Feldzug gegen die Realität?

Bei der froh machenden Botschaft die uns all monatlich von der Presseabteilung der BA verlautbart wird, geht es nicht nur um die Deutungshoheit der veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen es geht um noch viel mehr, als um die Kontrolle der Medien. Um die auch,  ja. Aber es geht um die gleiche Gestaltung. Denselben Auftritt. Es geht um PR.

Und damit sind wir bei der Annahme, die längst überall zu gelten scheint:

Wirklichkeit und Wahrheit sind längst eine Frage von Gestaltung und Machbarkeit geworden. Wirklichkeit und Wahrheit quillt nicht mehr aus Erfahrung und Wahrhaftigkeit, sondern wird zur Projektion, letztlich sogar zur Suggestion.
 
Damit sind die Medienmächtigen längst bei:
Wir gestalten die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit.
Wir erschaffen die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit nach unserer Doktrin

So gesehen ist die Zensur das kleinere Übel.
PR-tauglich formuliert sind wir bei: Wahrheit ist machbar, Herr Nachbar!

Hartz IV ist für die Unternehmen ein voller Erfolg, wir sehen einen beachtlichen Erfolg am Arbeitsmarkt. Arm und Reich driften in Deutschland immer weiter auseinander. Die hohe Zahl und der beachtliche Anstieg der prekären Arbeitsplätze im Niedriglohnbereich ist den Reformen der Agenda 2010 zu verdanken. Das wirtschaftliche Wachstum führte zu exorbitant hohen Einkommenszuwächsen der höheren Einkommensgruppen – ärmere Haushalte bleiben aufgrund der prekären aber boomenden Niedriglohnarbeitsplätze zurück.

ALG II Hilfeempfänger wollen arbeiten sie wollen für ihren Lebensunterhalt selbst sorgen und die Wirtschaft benötigt Fachkräfte. ALG II Hilfeempfänger sind also eine Chance eine gute Botschaft eigentlich aber warum werden ALG II Hilfeempfänger in Politik und Medien immer negativ dargestellt? Warum sehen viele nur die Belastung durch ALG II Hilfeempfänger und nicht die Chancen? Wir brauchen in der Wirtschaft in unseren Betrieben eine Wikkommesnkultur für ALG II Hilfeempfänger die Verantwortlichen in den Betrieben benötigen eine Motivation zur Qualifizierung von ALG II Hilfeempfänger. Wir benötigen Paten für ALG II Hilfeempfänger die in den Netzwerken der Betriebe vernetzt sind die auch einmal eine Sammlung von Fahrrädern für die Kinder von ALG II Hilfeempfänger organisieren die bei Behördengängen begleiten und sich um ihre Probleme und Nöte annehmen.

Abschnitt 3 Zahlencheck Arbeitsmarkt Dezember 2015

Die offiziellen Zahlen zum Arbeitsmarkt des Pressediensts der BA für Dezember 2015 finden Sie auf Seite 80 des  Monatsberichts.

Im Dezember 2015 gibt es 7.799.046 Leistungsempfänger im Bereich des SGBII/SGBIII mit Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem SGB XII.

Pressemitteilung Nr. 292 vom 12.08.2015 …Neben den rund 512 000 Empfängerinnen und Empfängern von Grundsicherung im Rentenalter gab es im März 2015 deutschlandweit rund 483 000 Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung wegen dauerhaft voller Erwerbsminderung. Diese waren mindestens 18 Jahre alt, hatten das Rentenalter von 65 Jahren und 3 Monaten allerdings noch nicht erreicht. Damit bezogen im März 2015 rund 995 000 volljährige Menschen in Deutschland Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem 4. Kapitel des SGB XII…..

Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 292 vom 12.08.2015
   
Im Dezember 2015 gibt es 6.804.046  2015 Leistungsempfänger 4) SGBII/SGBIII das entspricht einer Hilfequote von 8 % erwerbsfähige Leistungsberechtige.

November 6.765.171  Oktober 6.760.265 September 6.830.576 August 6.939.056  Juli 6.932.914 Juni 6.910.218 Mai 6.954. 809  April 6.974.862 März 7.046.087 Februar 7.094.848  Januar 7.116.782 

2014 Dezember 6.945.984 November 6.833.314 Oktober 6.802.095

( nicht berücksichtigt sind Leistungsempfänger von Wohngeld, Kinderzuschlag, , …) das sind laut BA Bericht Hilfequote erwerbsfähige Leistungsberechtigte 8,0 %

5.082.314 Personen werden im Dezember 2015 als Bezieher von ALGI/ALGII Hilfeleistungen in der Statistik geführt

November 5.045.194 Oktober 5.040.200  September 5.107.812 August 5.208.814 Juli 5.202.773  Juni 5.177.364 Mai 5.225.734  April 5.250.912 März 5.329.408 Februar 5.386.783 Januar 5.406.370

2014 Dezember 5.237.252 November 5.130.041 Oktober 5.103.158.

3.524.160 Personen waren laut offiziellen BA – Bericht im Dezember 2015 unterbeschäftigt das sind laut BA - Bericht 7,9  %

November 3.482.168 Oktober 3.476.105  September 3.509.915 August 3.585.588 Juli 3.586.857 Juni 3.568.690 Mai 3.634.238  April 3.708.739 März 3.818.384 Februar 3.887.862 Januar 3.861.876

2014 Dezember 3.679.508  November 3.638.378 Oktober 3.636.193

2.681.415  Personen werden nach § 16 SGB III in der offiziellen BA Statistik im Dezember 2015 als arbeitslos registriert.

November 2.633.157  Oktober 2.649.277  September 2.708.043 August 2.795.597 Juli 2.772.642 Juni 2.711.187 Mai 2.761.696 April 2.842.844  März  2.931.505 Februar 3.017.003 Januar 3.031.604 

2014 Dezember 2.763.521 November 2.716.852 Oktober   2.732.769

782.103 Personen erhielten im Dezember 2015 ALG I und 4.300.211 Personen ALG II

Laut vorläufiger Schätzung/Hochrechnung der BA sind im Dezember  833.466  Teilnehmer an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik

Die endgültige Zahl der Teilnehmer an ausgewählten Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik  steigt in der Regel im lauf der Zeit für die zurückliegenden Berichtsmonate noch erheblich an.
   
  *4)Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hochgerechnet werden.

  (Im BA-Bericht Dezember 2004 wurden im Bereich des Arbeitslosengeld und der Arbeitslosenhilfe nur 4.321.000 Leistungsempfänger gezählt.

Wer fehlt in der offiziellen Arbeitslosenstatistik?
Nicht in der Statistik tauchen all diejenigen auf, die sich nicht zur Arbeitssuche gemeldet haben. Das Gleiche gilt für alle, die nicht mindestens 15 Stunden pro Woche arbeiten können oder bis zu sechs Wochen arbeitsunfähig erkrankt sind. Auch all jene, die durch Instrumente der Arbeitsmarktpolitik gefördert werden, fehlen in der Arbeitslosenstatistik. Dies betrifft sowohl Fort- und Weiterbildung als auch Trainings- und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Auch all diejenigen, die einen Ein-Euro-Job haben, Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge besuchen oder einen Gründungszuschuss erhalten, tauchen nicht in der Statistik auf. Zudem fehlen alle Personen ab 58 Jahren, die mindestens zwölf Monate Arbeitslosengeld II bezogen haben und in dieser Zeit keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten bekommen haben. Ebenso nicht als arbeitslos erfasst werden Personen, die sich in der Freistellungsphase der Altersteilzeit befinden und von der Bundesagentur für Arbeit gefördert werden. Zusätzlich gelten natürlich auch alle Personen die nach dem Ablauf des Arbeitslosengeld I keinen Anspruch auf ALG II haben (Partnereinkommen, Vermögen, etc) nicht als arbeitslos, falls sich diese Personen bei den Jobcentern melden sind diese sind dann offiziell nur noch Arbeitsuchend. Und alle Personen die nicht die hochnotpeinliche Bedarfsprüfung der Jobcenter ertragen und sich resignierend ihrem Schicksal ergeben. Des Weiteren natürlich alle Personen die Teilzeit arbeiten aber dennoch ergänzende ALG II Leistungen (Hartz IV) beziehen müssen um ihren Lebensunterhalt und den ihrer Kinder abdecken zu können.


Gesetzlicher Mindestlohn führt entgegen vieler Unkenrufen aus der Wirtschaft nicht zu Jobabbau die Mär der Bedenkenträger von der Arbeitsplatzvernichtung durch eine Lohnuntergrenze von 8,50 Euro ist ad absurdem geführt das Gegenteil tritt ein die Beschäftigung im Niedriglohnbereich wächst trotz Mindestlohn und mit ihn die Einkommen der Beschäftigten (Stellenindex der BA (BA-X))

Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht November 2014 --- 515.000 Arbeitsstellen
Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht Dezember 2014 --- 497.768 Arbeitsstellen
Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht Januar 2015 ---  485.172 Arbeitsstellen
Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht Februar 2015 --- 518.890 Arbeitsstellen
Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht März 2015 --- 542.049 Arbeitsstellen
Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht April 2015 Seite 49 --- 551.595Arbeitsstellen
Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht Mai 2015 Seite 49 --- 556.784 Arbeitsstellen
Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht Juni 2015 Seite 49 --- 572.200 Arbeitsstellen
Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht Juli 2015 Seite 52 --- 588.677 Arbeitsstellen
Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht August 2015 Seite 51 --- 596.542Arbeitsstellen BA- X 195
Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht September 2015 Seite 48 --  599.573Arbeitsstellen BA- X 197
Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht Oktober 2015 Seite 53 --  612.236 Arbeitsstellen BA-X 202
Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht November 2015 Seite 51  --  610.285 Arbeitsstellen BA-  X  205 wurde von 206 korrigiert
Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht Dezember 2015 Seite 80  --  590.913  Arbeitsstellen BA-  X  206

 


Quelle der Zahlen:
BA – Monatsbericht Dezember 2015
http://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Arbeitsmarktberichte/Monatsbericht-Arbeits-Ausbildungsmarkt-Deutschland/Monatsberichte/Generische-Publikationen/Monatsbericht-201512.pdf


Epilog:

Was ist Wahrheit? (Pontius Pilatus)

Erstellt von Sybilla am 05.01.16 ---  14 Uhr 00
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« Antworten #577 am: 02. Februar 2016, 12:07:17 »

Prolog –  Traumwelt robuste Konjunktur uns geht so gut wie nie?

Ifo-Index "Deutsche Wirtschaft blickt erschrocken ins neue Jahr"

Quelle: Südteutsche Zeitung 25. Januar 2016, 11:33 Uhr

Kluft zwischen Reich und Arm größer als vor 20 Jahren

Quelle: FAZ 25.01.2016, 06:30 Uhr

Kinderarmut: 19 Prozent oder 2,47 Millionen aller Mädchen und Jungen in Deutschland in Familien mit so wenig Geld, dass sie als arm oder armutsgefährdet gelten.

Quelle: Spiegel Online 11.01.2016 – 14:32 Uhr


Abschnitt 1 Faktencheck:

Aktuelle Analysen zum Arbeitsmarktbericht der BA und zur soziale Lage in Deutschland.
Vorab einmal die Fakten und Zahlen und das was uns viele Medien daraus machen.

Pressemitteilung Nr. 407 vom 05.11.2015 20,6 % der Bevölkerung Deutschlands von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht
https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2015/11/PD15_407_634.html

Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 407 vom 05.11.2015

Immer mehr Menschen in Deutschland verlieren ihr eigenes Dach über dem Kopf und werden wohnungslos. Laut einer Schätzung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) waren 2014 demnach 335.000 Menschen ohne festen Wohnsitz. Das entspricht einer Steigerung um ca. 35 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010.

Quelle: www.wirtschaft.com 5. Januar 2016 6:37

  
Arbeitsmarkt: Zahl der Unterbeschäftigten steigt erneut auf  3.680.727 Personen 8,3  % an,
Ist das die niedrigste Zahl von Arbeitslosen Personen in einem Januar seit wie vielen Jahren. Huh??? Na ja zumindest wenn so gezählt wird wie heute – aber nicht wirklich.
Ich denke das ist eine Lüge. Belege unten im Detail.

Quelle: BA Bericht Januar 2016 Seite 54

Die Zahl der Menschen im Bereich des ALG II erwerbsfähige Leistungsberechtigte wird im BA Bericht Januar 2016 Seite 54  auf 4.320.572 Personen beziffert zusätzlich erhalten 944.191 Personen (ALG I) Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit

Die - Hilfequote erwerbsfähige Leistungsberechtigte beträgt seit September 2015 unverändert 8 % obwohl es einen Anstieg von rund 280.000 Personen im Bezug der Leistungen gibt-
 

 Die soziale Lage der Menschen in Deutschland und die Entwicklung am Arbeitsmarkt in  Deutschland im  Januar 2016

3.7 Hilfequoten BA Bericht Januar 2016 Seite 27 irgendwie verändern sich nur die Zahlen die Quote scheint in Stein gemeißelt ich meine gerechnet.

3.7 Hilfequoten *31
Im Januar 2016 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für
Arbeitsuchende bezogen (10,1Prozent). 9,4Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze  waren hilfebedürftig – und 8,0Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Im Vergleich zum Vorjahr bleibt damit die Hilfebedürftigkeit von Haushalten und Personen nahezu unverändert.

* Vgl. zur Ermittlung der Hilfequoten:
http://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Grundlagen/Berechnung-der-Hilfequoten/Berechnung-der-Hilfequoten-Nav.html
 

Im Dezember 2015 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen (10,0 Prozent). 9,3 Prozent der in Deutschland lebenden Perso-nen bis zur Regelaltersgrenze30 waren hilfebedürftig – und 8,0 Prozent der Personen im er-werbsfähigen Alter. Im Vergleich zum Vorjahr bleibt damit die Hilfebedürftigkeit von Haushalten und Personen damit nahezu unverändert.

Im November 2015 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen (10,0 Prozent). 9,3 Prozent der in Deutschland lebenden Perso-nen bis zur Regelaltersgrenze 30 waren hilfebedürftig – und 8,0 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Im Vergleich zum Vorjahr bleibt damit die Hilfebedürftigkeit von Haushalten (-0,1 Prozentpunkte) und Personen (+/- 0) nahezu unverändert.

Im Oktober 2015 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen (10,0 Prozent). 9,4 Prozent der in Deutschland lebenden Perso-nen bis zur Regelaltersgrenze 30 waren hilfebedürftig – und 8,0 Prozent der Personen im er-werbsfähigen Alter. Im Vergleich zum Vorjahr bleibt damit die Hilfebedürftigkeit von Haushalten (-0,1 Prozentpunkte) und Personen (+/- 0) nahezu unverändert.

Na ja nicht nur bei VW und den Abgaswerten sondern auch auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland wird eben vieles so gerechnet das es passt.

Ein Beispiel für eine wunderbare Vermehrung der offenen Stellen.
Firma xy meldet eine offene Stelle an 20 Verleihfirmen jeder dieser Verleihfirmen meldet diese Stelle an die Jobbörse der BA die BA registriert 20 offene Stellen für einen Arbeitsplatz zusätzlich stellt jede Verleihfirma diesen Arbeitsplatz in ihre Jobbörse ein, somit steigt die Zahl der offenen Stellen für ein und denselben Arbeitsplatz auf mindestens 40 offene Stellen an. Allerdings können diese 40 offenen Stellen nur von einer Person besetzt werden. die anderen 39 offenen Stellen verschwinden dann nach der Neubesetzung der Arbeitsstelle aus der Statistik. So erklärt sich auch der gefühlte Fachkräftemangel wer das einmal verstanden hat, versteht die Logik des suggerierten Jobbooms.
Aber warum der Realität ins Auge blicken wenn die Traumwelt von der BA in schönen bunten Farben gemalt wird?

Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt, die Wahrheit steht von alleine aufrecht.
Benjamin Franklin.

Abschnitt 2 Hintergrund

Mitten unter uns leben viele Menschen, die keine Lobby haben und der Diktatur der medialen Meinungsmacher und deren Konventionen schutzlos ausgeliefert sind. Opfer des Alltags von denen keiner spricht, Menschen die von keinen beachtet oder von keinem für ihre schwierige Lage gerechtfertigt werden. Wem von uns interessiert die Not der Mütter und Kinder die trotz Arbeit auf Hartz IV Grundsicherung angewiesen sind? Wäre es nicht ein zeichnen der Sympathie und Empathie wenn wir die Kinder von Hartz IV Leistungsberechtigten zu unseren Volksfesten einladen würden, ihnen dort die kostenfreie Nutzung von Achterbahn Schaukel und Riesenrad ermöglichen und sie mit Zuckerwatte versorgen damit sie einmal für wenige Stunden den entbehrungsreichen Hartz IV Alltag vergessen könnten. Wäre das nicht ein Zeichen der Nächstenliebe ja der Menschenliebe?

Ich frage Sie „die Hartz IV Leistungsberechtigten und Millionen von Arbeitnehmern die jeden Tag früh aufstehen und acht Stunden pro Tag schwer arbeiten aber in Armut leben“, sind da – was können wir für diese Menschen tun? Wir könnten Unterstützerkreise für Menschen in Hartz IV gründen. Wir könnten sie bei Behördengängen begleiten. Wir könnten dauerhaft kostenlose Freizeitangebote für Kinder in Hartz IV Familien anbieten. Wir könnten den armen Menschen in Deutschland die von ihrer Hände Arbeit nicht leben können und  Hartz IV Leistungen zum überleben benötigen eine Teilhabe am sozio- kulturellen und politischen Leben der Gesellschaft ermöglichen.


Ich glaube nicht dass die Belastungsgrenze des Sozialstaates  erreicht ist. Bei jeder Forderung nach einer kleinen Regelsatz Anpassung schreien die neoliberalen Ideologen Zeter und Mordio. Sie behaupten die Belastungsgrenze des Sozialstaates sei erreicht.

Es wäre schön und wünschenswert wenn sich 20, 50 oder gar 100 Prominente aus Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Politik in Werbespots für eine Erhöhung des ALG II Regelsatz (100%) von derzeit 399 € auf 550 €  monatlich „menschenwürdig leben“ einsetzen würden. Angesichts der Rekordsteuereinnahmen und des erzielten Haushaltsüberschuss wäre das für den Sozialstaat ohne weiteres leistbar. Oder wenn Kirchen Gewerkschaften und Prominenz angesichts exorbitant hoher Mieten eine Kampagne zur Anhebung des gesetzlichen Mindestlohn von derzeit 8,50 € auf 10 € pro Stunde unterstützen würden.  

Der Arbeitsmarktbericht der BA  ein Feldzug gegen die Realität?

Bei der froh machenden Botschaft die uns all monatlich von der Presseabteilung der BA verlautbart wird, geht es nicht nur um die Deutungshoheit der veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen es geht um noch viel mehr, als um die Kontrolle der Medien. Um die auch,  ja. Aber es geht um die gleiche Gestaltung. Denselben Auftritt. Es geht um PR.

Und damit sind wir bei der Annahme, die längst überall zu gelten scheint:

Wirklichkeit und Wahrheit sind längst eine Frage von Gestaltung und Machbarkeit geworden. Wirklichkeit und Wahrheit quillt nicht mehr aus Erfahrung und Wahrhaftigkeit, sondern wird zur Projektion, letztlich sogar zur Suggestion.
 
Damit sind die Medienmächtigen längst bei:
Wir gestalten die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit.
Wir erschaffen die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit nach unserer Doktrin

So gesehen ist die Zensur das kleinere Übel.
PR-tauglich formuliert sind wir bei: Wahrheit ist machbar, Herr Nachbar!

Hartz IV ist für die Unternehmen ein voller Erfolg, wir sehen einen beachtlichen Erfolg am Arbeitsmarkt. Arm und Reich driften in Deutschland immer weiter auseinander. Die hohe Zahl und der beachtliche Anstieg der prekären Arbeitsplätze im Niedriglohnbereich ist den Reformen der Agenda 2010 zu verdanken. Das wirtschaftliche Wachstum führte zu exorbitant hohen Einkommenszuwächsen der höheren Einkommensgruppen – ärmere Haushalte bleiben aufgrund der prekären aber boomenden Niedriglohnarbeitsplätze zurück.

ALG II Hilfeempfänger wollen arbeiten sie wollen für ihren Lebensunterhalt selbst sorgen und die Wirtschaft benötigt Fachkräfte. ALG II Hilfeempfänger sind also eine Chance eine gute Botschaft eigentlich aber warum werden ALG II Hilfeempfänger in Politik und Medien immer negativ dargestellt? Warum sehen viele nur die Belastung durch ALG II Hilfeempfänger und nicht die Chancen? Wir brauchen in der Wirtschaft in unseren Betrieben eine Wikkommesnkultur für ALG II Hilfeempfänger die Verantwortlichen in den Betrieben benötigen eine Motivation zur Qualifizierung von ALG II Hilfeempfänger. Wir benötigen Paten für ALG II Hilfeempfänger die in den Netzwerken der Betriebe vernetzt sind die auch einmal eine Sammlung von Fahrrädern für die Kinder von ALG II Hilfeempfänger organisieren die bei Behördengängen begleiten und sich um ihre Probleme und Nöte annehmen.

Abschnitt 3 Zahlencheck Arbeitsmarkt Januar 2016

Die offiziellen Zahlen zum Arbeitsmarkt des Pressediensts der BA für Januar finden Sie auf Seite 54 des  Monatsberichts des Monats Januar 2016.

Im Januar 2016 gibt es mindestens 7.980. 551 Personen/Leistungsempfänger im Bereich des SGBII/SGBIII mit Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem SGB XII.

Pressemitteilung Nr. 292 vom 12.08.2015 …Neben den rund 512 000 Empfängerinnen und Empfängern von Grundsicherung im Rentenalter gab es im März 2015 deutschlandweit rund 483 000 Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung wegen dauerhaft voller Erwerbsminderung. Diese waren mindestens 18 Jahre alt, hatten das Rentenalter von 65 Jahren und 3 Monaten allerdings noch nicht erreicht. Damit bezogen im März 2015 rund 995 000 volljährige Menschen in Deutschland Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem 4. Kapitel des SGB XII…..

Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 292 vom 12.08.2015
  
Im Januar 2016 gibt es 6.985.551 Leistungsempfänger 4) SGBII/SGBIII das entspricht ebenso wie im Vormonat mit 6.804.046  Personen einer Hilfequote von 8 % erwerbsfähige Leistungsberechtige.

2015 Dezember 6.985.551  November 6.765.171  Oktober 6.760.265 September 6.830.576 August 6.939.056  Juli 6.932.914 Juni 6.910.218 Mai 6.954. 809  April 6.974.862 März 7.046.087 Februar 7.094.848  Januar 7.116.782  

2014 Dezember 6.945.984 November 6.833.314 Oktober 6.802.095

( nicht berücksichtigt sind Leistungsempfänger von Wohngeld, Kinderzuschlag, , …) das sind laut BA Bericht Hilfequote erwerbsfähige Leistungsberechtigte 8,0 %

5.264.763 Personen werden im Januar 2016 als Bezieher von ALGI/ALGII Hilfeleistungen in der Statistik geführt

2015 Dezember 5.082.314  November 5.045.194 Oktober 5.040.200  September 5.107.812 August 5.208.814 Juli 5.202.773  Juni 5.177.364 Mai 5.225.734  April 5.250.912 März 5.329.408 Februar 5.386.783 Januar 5.406.370

2014 Dezember 5.237.252 November 5.130.041 Oktober 5.103.158.

3.680.727 Personen waren laut offiziellen BA – Bericht im Januar 2016 unterbeschäftigt das sind laut BA - Bericht 8,3  %

2015 Dezember 3.524.160  November 3.482.168 Oktober 3.476.105  September 3.509.915 August 3.585.588 Juli 3.586.857 Juni 3.568.690 Mai 3.634.238  April 3.708.739 März 3.818.384 Februar 3.887.862 Januar 3.861.876

2014 Dezember 3.679.508  November 3.638.378 Oktober 3.636.193

2.920.421 Personen werden nach § 16 SGB III in der offiziellen BA Statistik im Januar 2016 als arbeitslos registriert.

2015 Dezember 2.681.415  November 2.633.157  Oktober 2.649.277  September 2.708.043 August 2.795.597 Juli 2.772.642 Juni 2.711.187 Mai 2.761.696 April 2.842.844  März  2.931.505 Februar 3.017.003 Januar 3.031.604  

2014 Dezember 2.763.521 November 2.716.852 Oktober   2.732.769

Laut vorläufiger Schätzung/Hochrechnung der BA sind im Januar 790.604 Teilnehmer an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik

Die endgültige Zahl der Teilnehmer an ausgewählten Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik  steigt in der Regel im lauf der Zeit für die zurückliegenden Berichtsmonate noch erheblich an.
  
  *4)Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hochgerechnet werden.

  (Im BA-Bericht Dezember 2004 wurden im Bereich des Arbeitslosengeld und der Arbeitslosenhilfe nur 4.321.000 Leistungsempfänger gezählt.

Wer fehlt in der offiziellen Arbeitslosenstatistik?
Nicht in der Statistik tauchen all diejenigen auf, die sich nicht zur Arbeitssuche gemeldet haben. Das Gleiche gilt für alle, die nicht mindestens 15 Stunden pro Woche arbeiten können oder bis zu sechs Wochen arbeitsunfähig erkrankt sind. Auch all jene, die durch Instrumente der Arbeitsmarktpolitik gefördert werden, fehlen in der Arbeitslosenstatistik. Dies betrifft sowohl Fort- und Weiterbildung als auch Trainings- und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Auch all diejenigen, die einen Ein-Euro-Job haben, Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge besuchen oder einen Gründungszuschuss erhalten, tauchen nicht in der Statistik auf. Zudem fehlen alle Personen ab 58 Jahren, die mindestens zwölf Monate Arbeitslosengeld II bezogen haben und in dieser Zeit keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten bekommen haben. Ebenso nicht als arbeitslos erfasst werden Personen, die sich in der Freistellungsphase der Altersteilzeit befinden und von der Bundesagentur für Arbeit gefördert werden. Zusätzlich gelten natürlich auch alle Personen die nach dem Ablauf des Arbeitslosengeld I keinen Anspruch auf ALG II haben (Partnereinkommen, Vermögen, etc) nicht als arbeitslos, falls sich diese Personen bei den Jobcentern melden sind diese sind dann offiziell nur noch Arbeitsuchend. Und alle Personen die nicht die hochnotpeinliche Bedarfsprüfung der Jobcenter ertragen und sich resignierend ihrem Schicksal ergeben. Des Weiteren natürlich alle Personen die Teilzeit arbeiten aber dennoch ergänzende ALG II Leistungen (Hartz IV) beziehen müssen um ihren Lebensunterhalt und den ihrer Kinder abdecken zu können.


Gesetzlicher Mindestlohn führt entgegen vieler Unkenrufen aus der Wirtschaft nicht zu Jobabbau die Mär der Bedenkenträger von der Arbeitsplatzvernichtung durch eine Lohnuntergrenze von 8,50 Euro ist ad absurdem geführt das Gegenteil tritt ein die Beschäftigung im Niedriglohnbereich wächst trotz Mindestlohn und mit ihn die Einkommen der Beschäftigten (Stellenindex der BA (BA-X))

Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht November 2014 --- 515.000 Arbeitsstellen
Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht Dezember 2014 --- 497.768 Arbeitsstellen
Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht Januar 2015 ---  485.172 Arbeitsstellen
Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht Februar 2015 --- 518.890 Arbeitsstellen
Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht März 2015 --- 542.049 Arbeitsstellen
Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht April 2015 Seite 49 --- 551.595Arbeitsstellen
Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht Mai 2015 Seite 49 --- 556.784 Arbeitsstellen
Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht Juni 2015 Seite 49 --- 572.200 Arbeitsstellen
Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht Juli 2015 Seite 52 --- 588.677 Arbeitsstellen
Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht August 2015 Seite 51 --- 596.542Arbeitsstellen BA- X 195
Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht September 2015 Seite 48 --  599.573Arbeitsstellen BA- X 197
Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht Oktober 2015 Seite 53 --  612.236 Arbeitsstellen BA-X 202
Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht November 2015 Seite 51  --  610.285 Arbeitsstellen BA-  X  205 wurde von 206 von der BA korrigiert
Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht Dezember 2015 Seite 80  --  590.913  Arbeitsstellen BA-  X  207 von der BA korrigiert
Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht Januar 2016 Seite 54  --  580.844 Arbeitsstellen BA-  X  211

Quelle der Zahlen:
BA – Monatsbericht Januar 2016
http://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Arbeitsmarktberichte/Monatsbericht-Arbeits-Ausbildungsmarkt-Deutschland/Monatsberichte/Generische-Publikationen/Monatsbericht-201601.pdf

Epilog:

Was ist Wahrheit? (Pontius Pilatus)

Erstellt von Sybilla am 02.02.16 ---  10 Uhr 30
« Letzte Änderung: 02. Februar 2016, 12:24:33 von Sybilla » Gespeichert

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« Antworten #578 am: 01. März 2016, 15:50:36 »

Prolog 
Zweierlei Maß oder wenn zwei das gleiche – nicht – tun, ist es immer etwas Unterschiedliches?

In der Talk Sendung Hart aber Fair  vom 29.02.2016 wurde von einem jungen Mann (Kriegsflüchtling aus Afghanistan) berichtet der ein Praktikum bei einer Holz verarbeiteten Firma nach kurzer Zeit abgebrochen hat, weil er nach eigener Aussage für das Fußballtraining zu müde geworden sei. Er wolle nun deutsch lernen und dann irgendetwas mit Wirtschaft studieren, Dieser Abbruch eines Praktikums bleibt für diesen jungen Mann offensichtlich ohne Sanktion. Einige der Talkrunde zeigten auch Verständnis und Nachsicht für das Verhalten des jungen Mannes...

Quelle: http://www1.wdr.de/daserste/hartaberfair/index.html

Wie ist das nun wenn ein junger einheimischer Hartz IV Empfänger ein angebotenes Praktikum abbricht? Ganz einfach der einheimische junge Mann wird mit hoher Wahrscheinlichkeit unbarmherzig und gnadenlos sanktioniert. Verständnis oder Nachsicht hat ein einheimischer Sozialleistungsempfänger nicht zu erwarten.

Quelle: Sozialgesetzbuch (SGB) Zweites Buch (II) - Grundsicherung für Arbeitsuchende - (Artikel 1 des Gesetzes vom 24. Dezember 2003, BGBl. I S. 2954)
§ 31 Pflichtverletzungen - 3. eine zumutbare Maßnahme zur Eingliederung in Arbeit nicht antreten, abbrechen oder Anlass für den Abbruch gegeben haben.
§ 31a Rechtsfolgen bei Pflichtverletzungen
(2) Bei erwerbsfähigen Leistungsberechtigten, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, ist das Arbeitslosengeld II bei einer Pflichtverletzung nach § 31 auf die für die Bedarfe nach § 22 (Bedarfe für Unterkunft und Heizung) zu erbringenden Leistungen beschränkt. Bei wiederholter Pflichtverletzung nach § 31 entfällt das Arbeitslosengeld II vollständig.

Irgendwie hat sich Maß und Mitte verschoben. Warum werden einheimische mit drakonischen Strafen diszipliniert aber ankommende mit Verständnis und Wohlwollen überschüttet?

Traumwelt robuste Konjunktur uns geht so gut wie nie?

Armut in Deutschland hat sich trotz oder vielleicht auch wegen der „Rekordbeschäftigung“ bei 15,4 % verfestigt.

Armutsbericht 2016 - Am stärksten sind laut dem Bericht Erwerbslose von Armut betroffen – ihr Anteil liegt bei 58 Prozent – und Alleinerziehende, deren Anteil bei 42 Prozent liegt. Auch die Kinderarmutsquote ist mit 19 Prozent hoch.

Quelle:
ZEIT ONLINE 23. Februar 2016, 12:20 Uhr Armutsbericht Paritätische Wohlfahrtsverband
http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-02/armut-deutschland-2016-paritaetische-verband

Nach dem unerwarteten Rückgang zu Jahresbeginn sinkt der Ifo – Index auch im Februar überraschend deutlich ab

Ifo-Index zum dritten Mal niedriger Stimmung deutscher Unternehmen sinkt weiter

Quelle: Quelle: n-tv.de , kst/dpa/DJ  Dienstag, 23. Februar 2016

Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 065 vom 29.02.2016: Einzelhandelsumsatz im Februar 2016 preisbereinigt um 0,8 % niedriger als im Februar 2015….

Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 065 vom 29.02.2016
https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2016/02/PD16_065_45212.html


Kluft zwischen Reich und Arm größer als vor 20 Jahren

Quelle: FAZ 25.01.2016, 06:30 Uhr

Kinderarmut: 19 Prozent oder 2,47 Millionen aller Mädchen und Jungen in Deutschland in Familien mit so wenig Geld, dass sie als arm oder armutsgefährdet gelten.

Quelle: Spiegel Online 11.01.2016 – 14:32 Uhr


Abschnitt 1 Faktencheck:

Aktuelle Analysen zum Arbeitsmarktbericht der BA und zur soziale Lage in Deutschland.
Vorab einmal die Fakten und Zahlen und das was viele politisch korrekte Medien daraus machen.

Pressemitteilung Nr. 407 vom 05.11.2015: 20,6 % der Bevölkerung Deutschlands von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht

Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 407 vom 05.11.2015

Immer mehr Menschen in Deutschland verlieren ihr eigenes Dach über dem Kopf und werden wohnungslos. Laut einer Schätzung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) waren 2014 demnach 335.000 Menschen ohne festen Wohnsitz. Das entspricht einer Steigerung um ca. 35 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010.

Quelle: www.wirtschaft.com 5. Januar 2016 6:37
http://www.wirtschaft.com/wohnungslos-und-obdachlos-im-reichen-deutschland/
 
Arbeitsmarkt: Zahl der Unterbeschäftigten steigt erneut auf  3.706.813 Personen 8,3  % an,
Ist das die niedrigste Zahl von Arbeitslosen Personen in einem Februar seit wie vielen Jahren. Huh??? Na ja zumindest wenn so gezählt wird wie heute – aber nicht wirklich.
Ich denke das ist eine Lüge. Belege unten im Detail.

Quelle: BA Bericht Februar 2016 Seite 53

Die Zahl der Menschen im Bereich des ALG II erwerbsfähige Leistungsberechtigte wird im BA Bericht Februar 2016 Seite 53  auf 4.322.160 Personen beziffert zusätzlich erhalten 940.051 Personen (ALG I) Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit

Die - Hilfequote erwerbsfähige Leistungsberechtigte beträgt seit September 2015 unverändert 8 % obwohl es einen Anstieg von rund 280.000 Personen im Bezug der Leistungen gibt-
 

 Die soziale Lage der Menschen in Deutschland und die Entwicklung am Arbeitsmarkt in  Deutschland im Februar 2016

3.7 Hilfequoten *31 *32
Im Februar 2016 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für
Arbeit suchende bezogen (10,1Prozent). 9,4 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze *32 waren hilfebedürftig – und 8,0 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Hilfebedürftigkeit von Haushalten und Per-sonen leicht gesunken

* 31 Vgl. zur Ermittlung der Hilfequoten:
http://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Grundlagen/Berechnung-der-Hilfequoten/Berechnung-der-Hilfequoten-Nav.html

*32 § 235 Sozialgesetzbuch Sechstes Buch

 
Na ja nicht nur bei VW und den Abgaswerten sondern auch auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland wird eben vieles so gerechnet das es passt.

Ein Beispiel für eine wunderbare Vermehrung der offenen Stellen.
Firma xy meldet eine offene Stelle an 20 Verleihfirmen jeder dieser Verleihfirmen meldet diese Stelle an die Jobbörse der BA die BA registriert 20 offene Stellen für einen Arbeitsplatz zusätzlich stellt jede Verleihfirma diesen Arbeitsplatz in ihre Jobbörse ein, somit steigt die Zahl der offenen Stellen für ein und denselben Arbeitsplatz auf mindestens 40 offene Stellen an. Allerdings können diese 40 offenen Stellen nur von einer Person besetzt werden. die anderen 39 offenen Stellen verschwinden dann nach der Neubesetzung der Arbeitsstelle aus der Statistik. So erklärt sich auch der gefühlte Fachkräftemangel wer das einmal verstanden hat, versteht die Logik des suggerierten Jobbooms.
Aber warum der Realität ins Auge blicken wenn die Traumwelt von der BA in schönen bunten Farben gemalt wird?

Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt, die Wahrheit steht von alleine aufrecht.
Benjamin Franklin.

Abschnitt 2 Hintergrund

Mitten unter uns leben viele Menschen, die keine Lobby haben und der Diktatur der medialen Meinungsmacher und deren Konventionen schutzlos ausgeliefert sind. Opfer des Alltags von denen keiner spricht, Menschen die von keinen beachtet oder von keinem für ihre schwierige Lage gerechtfertigt werden. Wem von uns interessiert die Not der Mütter und Kinder die trotz Arbeit auf Hartz IV Grundsicherung angewiesen sind? Wäre es nicht ein zeichnen der Sympathie und Empathie wenn wir die Kinder von Hartz IV Leistungsberechtigten zu unseren Volksfesten einladen würden, ihnen dort die kostenfreie Nutzung von Achterbahn Schaukel und Riesenrad ermöglichen und sie mit Zuckerwatte versorgen damit sie einmal für wenige Stunden den entbehrungsreichen Hartz IV Alltag vergessen könnten. Wäre das nicht ein Zeichen der Nächstenliebe ja der Menschenliebe?

Ich frage Sie „die Hartz IV Leistungsberechtigten und Millionen von Arbeitnehmern die jeden Tag früh aufstehen und acht Stunden pro Tag schwer arbeiten aber in Armut leben“, sind da – was können wir für diese Menschen tun? Wir könnten Unterstützerkreise für Menschen in Hartz IV gründen. Wir könnten sie bei Behördengängen begleiten. Wir könnten dauerhaft kostenlose Freizeitangebote für Kinder in Hartz IV Familien anbieten. Wir könnten den armen Menschen in Deutschland die von ihrer Hände Arbeit nicht leben können und  Hartz IV Leistungen zum überleben benötigen eine Teilhabe am sozio- kulturellen und politischen Leben der Gesellschaft ermöglichen.


Ich glaube nicht dass die Belastungsgrenze des Sozialstaates  erreicht ist. Bei jeder Forderung nach einer kleinen Regelsatz Anpassung schreien die neoliberalen Ideologen Zeter und Mordio. Sie behaupten die Belastungsgrenze des Sozialstaates sei erreicht.

Es wäre schön und wünschenswert wenn sich 20, 50 oder gar 100 Prominente aus Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Politik in Werbespots für eine Erhöhung des ALG II Regelsatz (100%) von derzeit 399 € auf 550 €  monatlich „menschenwürdig leben“ einsetzen würden. Angesichts der Rekordsteuereinnahmen und des erzielten Haushaltsüberschuss wäre das für den Sozialstaat ohne weiteres leistbar. Oder wenn Kirchen Gewerkschaften und Prominenz angesichts exorbitant hoher Mieten eine Kampagne zur Anhebung des gesetzlichen Mindestlohn von derzeit 8,50 € auf 10 € pro Stunde unterstützen würden. 

Der Arbeitsmarktbericht der BA  ein Feldzug gegen die Realität?

Bei der froh machenden Botschaft die uns all monatlich von der Presseabteilung der BA verlautbart wird, geht es nicht nur um die Deutungshoheit der veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen es geht um noch viel mehr, als um die Kontrolle der Medien. Um die auch,  ja. Aber es geht um die gleiche Gestaltung. Denselben Auftritt. Es geht um PR.

Und damit sind wir bei der Annahme, die längst überall zu gelten scheint:

Wirklichkeit und Wahrheit sind längst eine Frage von Gestaltung und Machbarkeit geworden. Wirklichkeit und Wahrheit quillt nicht mehr aus Erfahrung und Wahrhaftigkeit, sondern wird zur Projektion, letztlich sogar zur Suggestion.
 
Damit sind die Medienmächtigen längst bei:
Wir gestalten die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit.
Wir erschaffen die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit nach unserer Doktrin

So gesehen ist die Zensur das kleinere Übel.
PR-tauglich formuliert sind wir bei: Wahrheit ist machbar, Herr Nachbar!

Hartz IV ist für die Unternehmen ein voller Erfolg, wir sehen einen beachtlichen Erfolg am Arbeitsmarkt. Arm und Reich driften in Deutschland immer weiter auseinander. Die hohe Zahl und der beachtliche Anstieg der prekären Arbeitsplätze im Niedriglohnbereich ist den Reformen der Agenda 2010 zu verdanken. Das wirtschaftliche Wachstum führte zu exorbitant hohen Einkommenszuwächsen der höheren Einkommensgruppen – ärmere Haushalte bleiben aufgrund der prekären aber boomenden Niedriglohnarbeitsplätze zurück.

ALG II Hilfeempfänger wollen arbeiten sie wollen für ihren Lebensunterhalt selbst sorgen und die Wirtschaft benötigt Fachkräfte. ALG II Hilfeempfänger sind also eine Chance eine gute Botschaft eigentlich aber warum werden ALG II Hilfeempfänger in Politik und Medien immer negativ dargestellt? Warum sehen viele nur die Belastung durch ALG II Hilfeempfänger und nicht die Chancen? Wir brauchen in der Wirtschaft in unseren Betrieben eine Wikkommesnkultur für ALG II Hilfeempfänger die Verantwortlichen in den Betrieben benötigen eine Motivation zur Qualifizierung von ALG II Hilfeempfänger. Wir benötigen Paten für ALG II Hilfeempfänger die in den Netzwerken der Betriebe vernetzt sind die auch einmal eine Sammlung von Fahrrädern für die Kinder von ALG II Hilfeempfänger organisieren die bei Behördengängen begleiten und sich um ihre Probleme und Nöte annehmen.

Abschnitt 3 Zahlencheck Arbeitsmarkt Februar 2016

Die offiziellen Zahlen zum Arbeitsmarkt des Pressediensts der BA für Februar finden Sie auf Seite 53 des  Monatsberichts des Monats Februar 2016.

Im Februar 2016 gibt es mindestens 8.979.765 Personen/Leistungsempfänger im Bereich von Asylleistungen rund 1.000.000 des SGBII/SGBIII mit Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem SGB XII.

Pressemitteilung Nr. 292 vom 12.08.2015 …Neben den rund 512 000 Empfängerinnen und Empfängern von Grundsicherung im Rentenalter gab es im März 2015 deutschlandweit rund 483 000 Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung wegen dauerhaft voller Erwerbsminderung. Diese waren mindestens 18 Jahre alt, hatten das Rentenalter von 65 Jahren und 3 Monaten allerdings noch nicht erreicht. Damit bezogen im März 2015 rund 995 000 volljährige Menschen in Deutschland Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem 4. Kapitel des SGB XII…..

Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 292 vom 12.08.2015
   
Im Februar 2016 gibt es 6.984.765  Leistungsempfänger 4) SGBII/SGBIII das entspricht ebenso wie im Vormonaten einer Hilfequote von 8 % erwerbsfähige Leistungsberechtigte.

( nicht berücksichtigt sind Leistungsempfänger von Wohngeld, Kinderzuschlag, , …) das sind laut BA Bericht Hilfequote erwerbsfähige Leistungsberechtigte 8,0 %

5.262.211 Personen werden im Februar 2016 als Bezieher von ALGI/ALGII Hilfeleistungen in der Statistik geführt
3.706.813 Personen waren laut offiziellen BA – Bericht im  Februar 2016 unterbeschäftigt das sind laut BA - Bericht 8,3  %
2.911.165 Personen werden nach § 16 SGB III in der offiziellen BA Statistik im Februar 2016 als arbeitslos registriert.

Laut vorläufiger Schätzung/Hochrechnung der BA sind im Februar 796.076 Teilnehmer an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik

Die endgültige Zahl der Teilnehmer an ausgewählten Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik  steigt in der Regel im lauf der Zeit für die zurückliegenden Berichtsmonate noch erheblich an.
   
  *4)Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hochgerechnet werden.

  (Im BA-Bericht Dezember 2004 wurden im Bereich des Arbeitslosengeld und der Arbeitslosenhilfe nur 4.321.000 Leistungsempfänger gezählt.

Wer fehlt in der offiziellen Arbeitslosenstatistik?
Nicht in der Statistik tauchen all diejenigen auf, die sich nicht zur Arbeitssuche gemeldet haben. Das Gleiche gilt für alle, die nicht mindestens 15 Stunden pro Woche arbeiten können oder bis zu sechs Wochen arbeitsunfähig erkrankt sind. Auch all jene, die durch Instrumente der Arbeitsmarktpolitik gefördert werden, fehlen in der Arbeitslosenstatistik. Dies betrifft sowohl Fort- und Weiterbildung als auch Trainings- und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Auch all diejenigen, die einen Ein-Euro-Job haben, Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge besuchen oder einen Gründungszuschuss erhalten, tauchen nicht in der Statistik auf. Zudem fehlen alle Personen ab 58 Jahren, die mindestens zwölf Monate Arbeitslosengeld II bezogen haben und in dieser Zeit keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten bekommen haben. Ebenso nicht als arbeitslos erfasst werden Personen, die sich in der Freistellungsphase der Altersteilzeit befinden und von der Bundesagentur für Arbeit gefördert werden. Zusätzlich gelten natürlich auch alle Personen die nach dem Ablauf des Arbeitslosengeld I keinen Anspruch auf ALG II haben (Partnereinkommen, Vermögen, etc) nicht als arbeitslos, falls sich diese Personen bei den Jobcentern melden sind diese sind dann offiziell nur noch Arbeitsuchend. Und alle Personen die nicht die hochnotpeinliche Bedarfsprüfung der Jobcenter ertragen und sich resignierend ihrem Schicksal ergeben. Des Weiteren natürlich alle Personen die Teilzeit arbeiten aber dennoch ergänzende ALG II Leistungen (Hartz IV) beziehen müssen um ihren Lebensunterhalt und den ihrer Kinder abdecken zu können.

Gesetzlicher Mindestlohn führt entgegen vieler Unkenrufen aus der Wirtschaft nicht zu Jobabbau die Mär der Bedenkenträger von der Arbeitsplatzvernichtung durch eine Lohnuntergrenze von 8,50 Euro ist ad absurdem geführt das Gegenteil tritt ein die Beschäftigung im Niedriglohnbereich wächst trotz Mindestlohn und mit ihn die Einkommen der Beschäftigten (Stellenindex der BA (BA-X))

Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht September 2015 Seite 48 --  599.573Arbeitsstellen BA- X 197
Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht Oktober 2015 Seite 53 --  612.236 Arbeitsstellen BA-X 202
Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht November 2015 Seite 51  --  610.285 Arbeitsstellen BA-  X  205 wurde von 206 von der BA korrigiert
Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht Dezember 2015 Seite 80  --  590.913  Arbeitsstellen BA-  X  207 von der BA korrigiert
Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht Januar 2016 Seite 54  --  580.844 Arbeitsstellen BA-  X  211
Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht Februar 2016 Seite 53  --  613.885 Arbeitsstellen BA-  X  209

Quelle der Zahlen:
BA – Monatsbericht Februar 2016
http://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Arbeitsmarktberichte/Monatsbericht-Arbeits-Ausbildungsmarkt-Deutschland/Monatsberichte/Generische-Publikationen/Monatsbericht-201602.pdf

Epilog:

Was ist Wahrheit? (Pontius Pilatus)

Erstellt von Sybilla am 01.03.16 ---  13 Uhr 30
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« Antworten #579 am: 01. März 2016, 16:22:13 »

Prolog  
Zweierlei Maß oder wenn zwei das gleiche – nicht – tun, ist es immer etwas Unterschiedliches?

In der Talk Sendung Hart aber Fair  vom 29.02.2016 wurde von einem jungen Mann (Kriegsflüchtling aus Afghanistan) berichtet der ein Praktikum bei einer Holz verarbeiteten Firma nach kurzer Zeit abgebrochen hat, weil er nach eigener Aussage für das Fußballtraining zu müde geworden sei. Er wolle nun deutsch lernen und dann irgendetwas mit Wirtschaft studieren, Dieser Abbruch eines Praktikums bleibt für diesen jungen Mann offensichtlich ohne Sanktion. Einige der Talkrunde zeigten auch Verständnis und Nachsicht für das Verhalten des jungen Mannes...

Quelle: http://www1.wdr.de/daserste/hartaberfair/index.html

Wie ist das nun wenn ein junger einheimischer Hartz IV Empfänger ein angebotenes Praktikum abbricht? Ganz einfach der einheimische junge Mann wird mit hoher Wahrscheinlichkeit unbarmherzig und gnadenlos sanktioniert. Verständnis oder Nachsicht hat ein einheimischer Sozialleistungsempfänger nicht zu erwarten.


Jetzt fängst du auch noch damit an.

Praktikum für menschen im ALGII-bezug ist etwas komplizierter:
Eigentlich gilt für den abbruch eines praktiums keine sanktion, weil 'praktikum' keine arbeitsstelle ist.

Allerdings sind die jokecenter inzwischen dazu übergegangen, 'praktikas' in 'massnahmen' umzuschreiben, mit zugehöriger EGV, etc.
Wer also gewillt ist ein praktikum zu machen, wird gezwungen (sonst kein praktikum) eine EGV mit diesem inhalt 'freiwillig' zu unterschreiben.
Die sanktion kommt dann über den hebel EGV.
U.u. wäre aber trotzdem eine solche sanktion auf wackeligen füssen, wenn man einen guten richter findet.

Als zweites, die 'sanktionen' gegen flüchtlinge sind bereits in der planung.
Es dürfen sich also in zukunft alle über den gleichen zwangsstaat freuen.  Roll Eyes
Ist doch schön, wenn es für alle so 'gerecht' zugeht, oder?
« Letzte Änderung: 01. März 2016, 16:24:30 von schwarzrot » Gespeichert

"In der bürgerlichen Gesellschaft kriegen manche Gruppen dick in die Fresse. Damit aber nicht genug, man wirft ihnen auch noch vor, dass ihr Gesicht hässlich sei." aus: Mizu no Oto

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« Antworten #580 am: 01. März 2016, 17:36:50 »

Das ablehnen eines unbezahlten Praktikums bleibt auch für ALG II- Empfänger ohne Folgen, weil es sich nicht um eine zumutbare Arbeit handelt. Siehe z.B. L 7 B 321/07 AS ER LSG NRW vom 02.05.2008. Weiter gibt es noch andere Urteile, die in die selbe Richtung gehen.

schwarzrot hat aber recht: Wenn ALG II- Bezieher freiwillig eine EGV oder einen Maßnahmevertrag unterschreiben, der ein unbezahltes Praktikum enthält, sieht die Sache wieder anders aus. Jedoch ist es dann (auch nach rechtlicher Definition) kein Praktikum mehr und somit mit dem Fall des Flüchtlings nicht mehr zu vergleichen.
Fraglich bleibt auch die Intention, die  hinter diesem Fallvergleich steht! In einem Praktikumsverhältnis hat der Arbeitgeber keine Weisungsbefugnis; der Praktikant kann selbst entscheiden, wann er kommen möchte und wie lange er bleiben möchte. War dies nicht der Fall lag auch kein Praktkums- sondern ein Arbeitsverhältnis vor!
« Letzte Änderung: 01. März 2016, 17:39:23 von Rudolf Rocker » Gespeichert

Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
Sybilla


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« Antworten #581 am: 03. März 2016, 01:33:06 »

Allerdings sind die jokecenter inzwischen dazu übergegangen, 'praktikas' in 'massnahmen' umzuschreiben, mit zugehöriger EGV, etc....

Ja und vor allem wenn das Jobcenter einen Sanktionentscheid erläßt entfaltet dieser erst einmal seine volle Wirkung auch wenn er dann von einem Gericht aufgehoben wird sitzt der U25 arbeitslose erst einmal für mindestens 8 Wochen ohne Regelsatz in der Wohnung und muss zur Tafel wenn er essen möchte.
Wenn er Pech hat sind die 3 Monate rum bevor ein Gericht entscheidet.

So einfach ist das für u25 arbeitslose nicht, hingegen ein junger Flüchtling nichts befürchten muss wenn er eine  'massnahme' abbricht. Zur Not hilft der Helferkreis für Flüchtlinge für Hartz IV Berechtigte gibt es diese Kreise eher selten.
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« Antworten #582 am: 03. März 2016, 07:38:58 »

sitzt der U25 arbeitslose erst einmal für mindestens 8 Wochen ohne Regelsatz in der Wohnung und muss zur Tafel wenn er essen möchte.
Wenn er Pech hat sind die 3 Monate rum bevor ein Gericht entscheidet.

So einfach ist das für u25 arbeitslose nicht, hingegen ein junger Flüchtling nichts befürchten muss wenn er eine  'massnahme' abbricht. Zur Not hilft der Helferkreis für Flüchtlinge für Hartz IV Berechtigte gibt es diese Kreise eher selten.
Schon mal eA versucht?
Aber natürlich 'einfach' ist für u25 (und auch ü25er) 'arbeitslose' nichts.
Für flüchtlinge allerdings noch weniger.

Auch kappiere ich einfach nicht, was du daran toll finden kannst, wenn flüchtlinge nun auch die segnungen von 'sanktionen' in die fresse bekommen? Weil solche argumentationen wie oben werden nicht dazu führen, dass die sanktionen für erwerbslose gelockert, oder einkassiert werden, im gegenteil.

Weiterhin, so dolle ist dein herbei halluzinierter allmächtiger 'helferkreis' für flüchtlinge auch nicht. Und für erwerbslose gibts eigentlich auch hilfen (wenn man denn mal so schlau ist, die auch zu nutzen, oder sich gar mal organisieren würde. Was aber wie so oft unterbleibt, weil man verlernt hat, was solidarität heisst).
Ich wär schon froh, wenn zumindest die hilfesuchenden hier im forum unseren x-fachen rat beherzigen würden 'nie allein ins amt'. Auch sowas klappt kaum. Natürlich weil man keine freunde (mehr) hat und angeblich alles so schwierig ist.

Um es hier klar zu wiederholen: Die 'sanktionen' sind menschenverachtend und müssen weg! Leute, die wegen einer falsch verstandenen 'gerechtigkeit', diese auf flüchtlinge auszudehnen das wort reden, haben das herrschende system nicht verstanden.  Angry
« Letzte Änderung: 03. März 2016, 07:43:56 von schwarzrot » Gespeichert

"In der bürgerlichen Gesellschaft kriegen manche Gruppen dick in die Fresse. Damit aber nicht genug, man wirft ihnen auch noch vor, dass ihr Gesicht hässlich sei." aus: Mizu no Oto

Wieder aktuell: Bertolt Brecht
counselor


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« Antworten #583 am: 03. März 2016, 08:25:25 »

Die Sanktionen müssen weg und der Regelsatz gehört kräftig erhöht. Sowohl für Flüchtlinge, als auch für den Rest der Hartzer.
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Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!
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« Antworten #584 am: 03. März 2016, 09:58:25 »

Zitat
Allerdings sind die jokecenter inzwischen dazu übergegangen, 'praktikas' in 'massnahmen' umzuschreiben, mit zugehöriger EGV, etc....
Nochmal: Das JC kann niemanden dazu zwingen eine EGV oder einen Maßnahmevertrag zu unterschreiben. Und ein unbezahltes Praktikum ist keine zumutbare Arbeit!
Das Flüchtlinge ihre Rechte offenbar besser kennen als deutsche Erwerbslose kann man ja wohl nicht den Flüchtlingen in die Schuhe schieben! Angry
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Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
schwarzrot


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« Antworten #585 am: 03. März 2016, 11:04:10 »

Danke counselor.

Das Flüchtlinge ihre Rechte offenbar besser kennen als deutsche Erwerbslose kann man ja wohl nicht den Flüchtlingen in die Schuhe schieben! Angry

Tun sie ja nicht mal. Die Politik und gesetze waren halt (noch) nicht auf haufenweise flüchtlinge und deren neue 'integrationsmassnahmen' zugeschnitten. Das wird aber gerade mit tempo nachgeholt:
Zitat
Flüchtlingspolitik
Die Union applaudiert Nahles

Die Sozialministerin zeigt neue Seiten: Sie will Leistungen kürzen, wenn Flüchtlinge die Integration verweigern. Nahles erhält dafür Zuspruch auch von ungewohnter Seite.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/nahles-droht-fluechtlingen-mit-weniger-hilfe-die-union-applaudiert-14046428.html

Kann wer will sich gerne auf die seite von Nahles/HartzIVSpd und schwarze-pädagogikunion stellen, wer meint, dass er/sie es nötig hat und 'gerechte' 'sanktionen' haben will.
Ohne mich! Das geht in die ganz falsche richtung.

Und ja, es ist vor allem in linken kreisen immer 'schick' gewesen 'was für flüchtlinge', 'für Afrika', 'für Cuba', 'für Rohani', <insertyourfarawaytargethere> zu tun und mit heimischen erwerbslosen hat man es nicht so, ist es nicht so 'schick', weil das 'weltoffene' und der exoten-bonus fehlt, wenn man nicht gar die nase über die rümpft.
Weil man nicht kappiert, dass bei den 'arbeitslosen' die revolution verraten und verkauft wird. Denn diese dienen als druckmittel für 'die arbeitenden massen'.

Trotzdem gilt, als erwerbslose(r) hat(/hätte?)  man immer noch mehr möglichkeiten der selbstorganisation und des widerstands, als ein gerade angekommener flüchtling, der die sprache nicht spricht und im lager unter den augen von 'sec'urities täglich leben muss.
« Letzte Änderung: 03. März 2016, 11:23:02 von schwarzrot » Gespeichert

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« Antworten #586 am: 03. März 2016, 11:52:45 »

Zitat
Ohne mich! Das geht in die ganz falsche richtung.
Danke, schwarzrot!!

Zitat
Trotzdem gilt, als erwerbslose(r) hat(/hätte?)  man immer noch mehr möglichkeiten der selbstorganisation und des widerstands, als ein gerade angekommener flüchtling,
Dazu eine Geschichte aus dem realen Leben: Als sich unsere damalige Elo-Ini neu gegründet hatte, haben wir vor dem JC 1.000 Flyer verteilt. Darin stand, was die Elo-Ini so macht, das sie unabhängig ist, wo und wann die Treffen stattfinden usw.
Jetzt ratet mal, wieviele Menschen aufgrund der Flyer zum nächsten Treffen kamen? Richtig: Nicht ein einziger! In der Elo-Ini liefen am Ende mehr Menschen rum, die bereit waren, neben ihrem Full-Time-Job, noch Hilfe für Erwerbslose anzubieten als Erwerbslose selber!
Und wie sieht es denn hier im Forum aus? Menschen bitten um Hilfe wenn ihnen der Arsch brennt, sind aber sofort wieder verschwunden, wenn das Problem gelöst wurde.
Solidarität, gegenseitige Unterstützung? Alle Fehlanzeige!! Eher erlebt man, das Erwerbslose auch noch andere Erwerbslose beim JC anscheißen!
Und daran sollen die Flüchtlinge schuld sein? Merkwürdige Analyse!
Schade das es so viele Menschen gibt, die aus der Geschichte nichts, aber auch gar nichts gelernt haben! Angry
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« Antworten #587 am: 03. März 2016, 23:36:44 »


Hat irgendwer eine Ahnung, warum das Affenamt die Februar-Sattistik wieder offline gestellt hat? Ist da vielleicht was drin was keiner sehen soll?
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Sunlight


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« Antworten #588 am: 03. März 2016, 23:45:37 »

Zitat
Hinweis

Die von Ihnen angeforderte Seite kann leider nicht dargestellt werden.

Bitte kehren Sie zu unserer Startseite unter statistik.arbeitsagentur.de zurück.

Bei dem Versuch Link zu öffnen.


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« Antworten #589 am: 03. März 2016, 23:50:15 »

Genau deshalb frag ich ja.
Der Link selbst sieht richtig aus (im Vergleich mit den Vormonaten).
Auch die SuFu auf arbeitsagentur.de liefert nichts.
« Letzte Änderung: 03. März 2016, 23:52:04 von dagobert » Gespeichert
Sunlight


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« Antworten #590 am: 04. März 2016, 00:01:40 »

 Smiley Habe was gefunden:

Arbeitsmarkt im Überblick - Die aktuellen Entwicklungen in Kürze - Februar 2016

Aber versteckt und das auch noch:

Arbeitsmarkt im Überblick



« Letzte Änderung: 04. März 2016, 00:13:08 von Sunlight » Gespeichert

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« Antworten #591 am: 04. März 2016, 00:05:43 »

Ja, die Minimalversion.
Was ich suche ist die 80-90-Seiten Komplettversion.  Wink
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Sunlight


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« Antworten #592 am: 04. März 2016, 00:08:51 »

 Grin Nö, keine Chance, dass versuchen wir Morgen nochmal.
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« Antworten #593 am: 31. März 2016, 12:37:07 »

Prolog 

Traumwelt robuste Konjunktur uns geht so gut wie nie?

Armut in Deutschland hat sich trotz oder vielleicht auch wegen der „Rekordbeschäftigung“ bei 15,4 % verfestigt.

Armutsbericht 2016 - Am stärksten sind laut dem Bericht Erwerbslose von Armut betroffen – ihr Anteil liegt bei 58 Prozent – und Alleinerziehende, deren Anteil bei 42 Prozent liegt. Auch die Kinderarmutsquote ist mit 19 Prozent hoch.

Quelle:
ZEIT ONLINE 23. Februar 2016, 12:20 Uhr Armutsbericht Paritätische Wohlfahrtsverband
http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-02/armut-deutschland-2016-paritaetische-verband


Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 065 vom 29.02.2016: Einzelhandelsumsatz im Februar 2016 preisbereinigt um 0,8 % niedriger als im Februar 2015….

Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 065 vom 29.02.2016
https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2016/02/PD16_065_45212.html


Kluft zwischen Reich und Arm größer als vor 20 Jahren

Quelle: FAZ 25.01.2016, 06:30 Uhr

Kinderarmut: 19 Prozent oder 2,47 Millionen aller Mädchen und Jungen in Deutschland in Familien mit so wenig Geld, dass sie als arm oder armutsgefährdet gelten.

Quelle: Spiegel Online 11.01.2016 – 14:32 Uhr


Abschnitt 1 Faktencheck:

Aktuelle Analysen zum Arbeitsmarktbericht der BA und zur soziale Lage in Deutschland.
Vorab einmal die Fakten und Zahlen und das was viele politisch korrekte Medien daraus machen.

Pressemitteilung Nr. 407 vom 05.11.2015: 20,6 % der Bevölkerung Deutschlands von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht

Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 407 vom 05.11.2015

Immer mehr Menschen in Deutschland verlieren ihr eigenes Dach über dem Kopf und werden wohnungslos. Laut einer Schätzung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) waren 2014 demnach 335.000 Menschen ohne festen Wohnsitz. Das entspricht einer Steigerung um ca. 35 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010.

Quelle: www.wirtschaft.com 5. Januar 2016 6:37
http://www.wirtschaft.com/wohnungslos-und-obdachlos-im-reichen-deutschland/
 
Arbeitsmarkt: Zahl der Unterbeschäftigten sinkt leicht verharrt aber auf hohen Niveau 3.659.986   Personen 8,2  % ,
Ist das die niedrigste Zahl von Arbeitslosen Personen in einem März seit wie vielen Jahren. Huh??? Na ja zumindest wenn so gezählt wird wie heute – aber nicht wirklich.
Ich denke das ist eine Lüge. Belege unten im Detail.

Quelle: BA Bericht März 2016 Seite 53

Die Zahl der Menschen im Bereich des ALG II erwerbsfähige Leistungsberechtigte wird im BA Bericht März 2016 Seite 53  steigt von 4.322.160 Personen (BA Bericht Febraur) im Februar auf 4.343.519 Personen im März  an zusätzlich erhalten 856.886 Personen (ALG I) Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit

 Die soziale Lage der Menschen in Deutschland und die Entwicklung am Arbeitsmarkt in  Deutschland im März 2016

3.7 Hilfequoten *30
Im Februar 2016 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für
Arbeit suchende bezogen (10,1Prozent). 9,4 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze *32 waren hilfebedürftig – und 8,0 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Hilfebedürftigkeit von Haushalten und Per-sonen leicht gesunken

Im März 2016 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen (10,1 Prozent). 9,4 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig – und 8,1 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Hilfebedürftigkeit von Haushalten und Personen leicht gesunken.

* 30 Vgl. zur Ermittlung der Hilfequoten:
http://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Grundlagen/Berechnung-der-Hilfequoten/Berechnung-der-Hilfequoten-Nav.html

* § 235 Sozialgesetzbuch Sechstes Buch

 
Na ja nicht nur bei VW und den Abgaswerten sondern auch auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland wird eben vieles so gerechnet das es passt.

Ich stelle entgegen aller Jubelmeldungen einen leichten Anstieg der Hilfebedürftigkeit von Personen im erwerbsfähigen Alter nämlich von 8 Prozent im Februar auf 8,1 Prozent im März fest

Ein Beispiel für eine wunderbare Vermehrung der offenen Stellen.
Firma xy meldet eine offene Stelle an 20 Verleihfirmen jeder dieser Verleihfirmen meldet diese Stelle an die Jobbörse der BA die BA registriert 20 offene Stellen für einen Arbeitsplatz zusätzlich stellt jede Verleihfirma diesen Arbeitsplatz in ihre Jobbörse ein, somit steigt die Zahl der offenen Stellen für ein und denselben Arbeitsplatz auf mindestens 40 offene Stellen an. Allerdings können diese 40 offenen Stellen nur von einer Person besetzt werden. die anderen 39 offenen Stellen verschwinden dann nach der Neubesetzung der Arbeitsstelle aus der Statistik. So erklärt sich auch der gefühlte Fachkräftemangel wer das einmal verstanden hat, versteht die Logik des suggerierten Jobbooms.
Aber warum der Realität ins Auge blicken wenn die Traumwelt von der BA in schönen bunten Farben gemalt wird?

Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt, die Wahrheit steht von alleine aufrecht.
Benjamin Franklin.

Abschnitt 2 Hintergrund

Mitten unter uns leben viele Menschen, die keine Lobby haben und der Diktatur der medialen Meinungsmacher und deren Konventionen schutzlos ausgeliefert sind. Opfer des Alltags von denen keiner spricht, Menschen die von keinen beachtet oder von keinem für ihre schwierige Lage gerechtfertigt werden. Wem von uns interessiert die Not der Mütter und Kinder die trotz Arbeit auf Hartz IV Grundsicherung angewiesen sind? Wäre es nicht ein zeichnen der Sympathie und Empathie wenn wir die Kinder von Hartz IV Leistungsberechtigten zu unseren Volksfesten einladen würden, ihnen dort die kostenfreie Nutzung von Achterbahn Schaukel und Riesenrad ermöglichen und sie mit Zuckerwatte versorgen damit sie einmal für wenige Stunden den entbehrungsreichen Hartz IV Alltag vergessen könnten. Wäre das nicht ein Zeichen der Nächstenliebe ja der Menschenliebe?

Ich frage Sie „die Hartz IV Leistungsberechtigten und Millionen von Arbeitnehmern die jeden Tag früh aufstehen und acht Stunden pro Tag schwer arbeiten aber in Armut leben“, sind da – was können wir für diese Menschen tun? Wir könnten Unterstützerkreise für Menschen in Hartz IV gründen. Wir könnten sie bei Behördengängen begleiten. Wir könnten dauerhaft kostenlose Freizeitangebote für Kinder in Hartz IV Familien anbieten. Wir könnten den armen Menschen in Deutschland die von ihrer Hände Arbeit nicht leben können und  Hartz IV Leistungen zum überleben benötigen eine Teilhabe am sozio- kulturellen und politischen Leben der Gesellschaft ermöglichen.


Ich glaube nicht dass die Belastungsgrenze des Sozialstaates  erreicht ist. Bei jeder Forderung nach einer kleinen Regelsatz Anpassung schreien die neoliberalen Ideologen Zeter und Mordio. Sie behaupten die Belastungsgrenze des Sozialstaates sei erreicht.

Es wäre schön und wünschenswert wenn sich 20, 50 oder gar 100 Prominente aus Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Politik in Werbespots für eine Erhöhung des ALG II Regelsatz (100%) von derzeit 399 € auf 550 €  monatlich „menschenwürdig leben“ einsetzen würden. Angesichts der Rekordsteuereinnahmen und des erzielten Haushaltsüberschuss wäre das für den Sozialstaat ohne weiteres leistbar. Oder wenn Kirchen Gewerkschaften und Prominenz angesichts exorbitant hoher Mieten eine Kampagne zur Anhebung des gesetzlichen Mindestlohn von derzeit 8,50 € auf 10 € pro Stunde unterstützen würden. 

Der Arbeitsmarktbericht der BA  ein Feldzug gegen die Realität?

Bei der froh machenden Botschaft die uns all monatlich von der Presseabteilung der BA verlautbart wird, geht es nicht nur um die Deutungshoheit der veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen es geht um noch viel mehr, als um die Kontrolle der Medien. Um die auch,  ja. Aber es geht um die gleiche Gestaltung. Denselben Auftritt. Es geht um PR.

Und damit sind wir bei der Annahme, die längst überall zu gelten scheint:

Wirklichkeit und Wahrheit sind längst eine Frage von Gestaltung und Machbarkeit geworden. Wirklichkeit und Wahrheit quillt nicht mehr aus Erfahrung und Wahrhaftigkeit, sondern wird zur Projektion, letztlich sogar zur Suggestion.
 
Damit sind die Medienmächtigen längst bei:
Wir gestalten die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit.
Wir erschaffen die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit nach unserer Doktrin

So gesehen ist die Zensur das kleinere Übel.
PR-tauglich formuliert sind wir bei: Wahrheit ist machbar, Herr Nachbar!

Hartz IV ist für die Unternehmen ein voller Erfolg, wir sehen einen beachtlichen Erfolg am Arbeitsmarkt. Arm und Reich driften in Deutschland immer weiter auseinander. Die hohe Zahl und der beachtliche Anstieg der prekären Arbeitsplätze im Niedriglohnbereich ist den Reformen der Agenda 2010 zu verdanken. Das wirtschaftliche Wachstum führte zu exorbitant hohen Einkommenszuwächsen der höheren Einkommensgruppen – ärmere Haushalte bleiben aufgrund der prekären aber boomenden Niedriglohnarbeitsplätze zurück.

ALG II Hilfeempfänger wollen arbeiten sie wollen für ihren Lebensunterhalt selbst sorgen und die Wirtschaft benötigt Fachkräfte. ALG II Hilfeempfänger sind also eine Chance eine gute Botschaft eigentlich aber warum werden ALG II Hilfeempfänger in Politik und Medien immer negativ dargestellt? Warum sehen viele nur die Belastung durch ALG II Hilfeempfänger und nicht die Chancen? Wir brauchen in der Wirtschaft in unseren Betrieben eine Wikkommesnkultur für ALG II Hilfeempfänger die Verantwortlichen in den Betrieben benötigen eine Motivation zur Qualifizierung von ALG II Hilfeempfänger. Wir benötigen Paten für ALG II Hilfeempfänger die in den Netzwerken der Betriebe vernetzt sind die auch einmal eine Sammlung von Fahrrädern für die Kinder von ALG II Hilfeempfänger organisieren die bei Behördengängen begleiten und sich um ihre Probleme und Nöte annehmen.

Abschnitt 3 Zahlencheck Arbeitsmarkt März 2016

Die offiziellen Zahlen zum Arbeitsmarkt des Pressediensts der BA für März finden Sie auf Seite 53 des  Monatsberichts des Monats März 2016.

Im März 2016 gibt es mindestens 8.921.600 Personen/Leistungsempfänger im Bereich von Asylleistungen rund 1.000.000 Personen  Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem SGB XII 995.000 Personen und 6.926.600  Leistungsberechtigten Personen im Bereich des SGBII/SGBIII.

Pressemitteilung Nr. 292 vom 12.08.2015 …Neben den rund 512 000 Empfängerinnen und Empfängern von Grundsicherung im Rentenalter gab es im März 2015 deutschlandweit rund 483 000 Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung wegen dauerhaft voller Erwerbsminderung. Diese waren mindestens 18 Jahre alt, hatten das Rentenalter von 65 Jahren und 3 Monaten allerdings noch nicht erreicht. Damit bezogen im März 2015 rund 995 000 volljährige Menschen in Deutschland Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem 4. Kapitel des SGB XII…..

Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 292 vom 12.08.2015
   
Im März 2016 gibt es 6.926.600 Leistungsempfänger 4) SGBII/SGBIII das entspricht ebenso wie im Vormonaten einer Hilfequote von 8,1 % erwerbsfähige Leistungsberechtigte.

( nicht berücksichtigt sind Leistungsempfänger von Wohngeld, Kinderzuschlag, , …)

5.200.405 Personen werden im März 2016 als Bezieher von ALGI/ALGII Hilfeleistungen in der Statistik geführt
3.859,986 Personen waren laut offiziellen BA – Bericht im  März 2016 unterbeschäftigt das sind laut BA - Bericht 8,2  %
2.844.891 Personen werden nach § 16 SGB III in der offiziellen BA Statistik im März 2016 als arbeitslos registriert.

Laut vorläufiger Schätzung/Hochrechnung der BA sind im März 807.472 Teilnehmer an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik

Die endgültige Zahl der Teilnehmer an ausgewählten Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik  steigt in der Regel im lauf der Zeit für die zurückliegenden Berichtsmonate noch erheblich an.
   
  *4)Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hochgerechnet werden.

  (Im BA-Bericht Dezember 2004 wurden im Bereich des Arbeitslosengeld und der Arbeitslosenhilfe nur 4.321.000 Leistungsempfänger gezählt.

Wer fehlt in der offiziellen Arbeitslosenstatistik?
Nicht in der Statistik tauchen all diejenigen auf, die sich nicht zur Arbeitssuche gemeldet haben. Das Gleiche gilt für alle, die nicht mindestens 15 Stunden pro Woche arbeiten können oder bis zu sechs Wochen arbeitsunfähig erkrankt sind. Auch all jene, die durch Instrumente der Arbeitsmarktpolitik gefördert werden, fehlen in der Arbeitslosenstatistik. Dies betrifft sowohl Fort- und Weiterbildung als auch Trainings- und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Auch all diejenigen, die einen Ein-Euro-Job haben, Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge besuchen oder einen Gründungszuschuss erhalten, tauchen nicht in der Statistik auf. Zudem fehlen alle Personen ab 58 Jahren, die mindestens zwölf Monate Arbeitslosengeld II bezogen haben und in dieser Zeit keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten bekommen haben. Ebenso nicht als arbeitslos erfasst werden Personen, die sich in der Freistellungsphase der Altersteilzeit befinden und von der Bundesagentur für Arbeit gefördert werden. Zusätzlich gelten natürlich auch alle Personen die nach dem Ablauf des Arbeitslosengeld I keinen Anspruch auf ALG II haben (Partnereinkommen, Vermögen, etc) nicht als arbeitslos, falls sich diese Personen bei den Jobcentern melden sind diese sind dann offiziell nur noch Arbeitsuchend. Und alle Personen die nicht die hochnotpeinliche Bedarfsprüfung der Jobcenter ertragen und sich resignierend ihrem Schicksal ergeben. Des Weiteren natürlich alle Personen die Teilzeit arbeiten aber dennoch ergänzende ALG II Leistungen (Hartz IV) beziehen müssen um ihren Lebensunterhalt und den ihrer Kinder abdecken zu können.

Gesetzlicher Mindestlohn führt entgegen vieler Unkenrufen aus der Wirtschaft nicht zu Jobabbau die Mär der Bedenkenträger von der Arbeitsplatzvernichtung durch eine Lohnuntergrenze von 8,50 Euro ist ad absurdem geführt das Gegenteil tritt ein die Beschäftigung im Niedriglohnbereich wächst trotz Mindestlohn und mit ihn die Einkommen der Beschäftigten (Stellenindex der BA (BA-X))

Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht September 2015 Seite 48 --  599.573Arbeitsstellen BA- X 197
Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht Oktober 2015 Seite 53 --  612.236 Arbeitsstellen BA-X 202
Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht November 2015 Seite 51  --  610.285 Arbeitsstellen BA-  X  205 wurde von 206 von der BA korrigiert
Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht Dezember 2015 Seite 80  --  590.913  Arbeitsstellen BA-  X  207 von der BA korrigiert
Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht Januar 2016 Seite 54  --  580.844 Arbeitsstellen BA-  X  211
Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht Februar 2016 Seite 53  --  613.885 Arbeitsstellen BA-  X  209
Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht März 2016 Seite 53  --  634.516  Arbeitsstellen BA-  X  209

Quelle der Zahlen:
BA – Monatsbericht März 2016
http://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Arbeitsmarktberichte/Monatsbericht-Arbeits-Ausbildungsmarkt-Deutschland/Monatsberichte/Generische-Publikationen/Monatsbericht-201603.pdf

Epilog:

Was ist Wahrheit? (Pontius Pilatus)

Erstellt von Sybilla am 31.03.16 ---  11 Uhr 30
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Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.
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« Antworten #594 am: 01. April 2016, 03:10:46 »

Was ich suche ist die 80-90-Seiten Komplettversion.  Wink

Bitte schön:
Februar
http://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201602/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-201602-pdf.pdf
März
http://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201603/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-201603-pdf.pdf


Die Schweineköppe haben die Links geändert, deshalb hat das keiner mehr gefunden.  Sad
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Sybilla


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« Antworten #595 am: 28. April 2016, 11:32:29 »

Prolog  

Wieder einmal verkünden viele Medien die Traumwelt der robusten Konjunktur der guten Lage am Arbeitsmarkt die Mär von der Rekordbeschäftigung und vor allem uns geht so gut wie nie

Und wie sieht die Realität vieler Menschen aus das jeden Morgen früh aufstehen und jeden zur Arbeit gehen dafür aber nur den Mindestlohn im Bereich von Midijobs erhalten?

Ja diese Menschen haben Arbeit erzielen aber zuwenig Einkommen um für ihre Familien Wohnung, Nebenkosten für ihre Wohnung, Nahrung, Kleidung und eine minimale Teilhabe am sozialen kulturellen und politischen Leben zu ermöglichen. Sie und ihre Familien leben trotz Arbeit in Armut oder sind von Armutsgefährdet. Viele von diesen Menschen in Beschäftigung müssen ergänzende Transferleistungen wie Hartz IV Leistungen oder Wohngeld beziehen.

Der Abbau Hochqualifizierter Arbeitsplätze geht ungebremst weiter zum Beispiel Jobabbau bei Siemens 2000 Mitarbeitern in Deutschland droht die Kündigung wenn der Bezug des ALG I ausgeschöpft ist und kein neuer Arbeitsplatz vorhanden ist Dann werden die jungen unter 25 aber im besonderen die über 45 jährigen Fachkräfte mit Hartz IV und Jobangeboten im Helferbereich auch in Teilzeit konfrontiert. Das ist die normale Realität in Deutschland bei „Rekordbeschäftigung“

Quelle: N24 09.03.2016 | 18:20 Uhr
http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Wirtschaft/d/8197464/2000-mitarbeitern-in-deutschland-droht-die-kuendigung.html

Die Fakten:

Pressemitteilung  Nr. 407 vom 05.11.2015: 20,6 % der Bevölkerung Deutschlands von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht

Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 407 vom 05.11.2015

Armut in Deutschland hat sich trotz oder vielleicht auch wegen der „Rekordbeschäftigung“ bei 15,4 % verfestigt.

Armutsbericht 2016 - Am stärksten sind laut dem Bericht Erwerbslose von Armut betroffen – ihr Anteil liegt bei 58 Prozent – und Alleinerziehende, deren Anteil bei 42 Prozent liegt. Auch die Kinderarmutsquote ist mit 19 Prozent hoch.

Quelle:
ZEIT ONLINE 23. Februar 2016, 12:20 Uhr Armutsbericht Paritätische Wohlfahrtsverband
http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-02/armut-deutschland-2016-paritaetische-verband

Immer mehr Menschen in Deutschland verlieren ihr eigenes Dach über dem Kopf und werden wohnungslos. Laut einer Schätzung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) waren 2014 demnach 335.000 Menschen ohne festen Wohnsitz. Das entspricht einer Steigerung um ca. 35 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010.

Quelle: www.wirtschaft.com 5. Januar 2016 6:37
http://www.wirtschaft.com/wohnungslos-und-obdachlos-im-reichen-deutschland/
 
Kluft zwischen Reich und Arm größer als vor 20 Jahren

Quelle: FAZ 25.01.2016, 06:30 Uhr

Kinderarmut: 19 Prozent oder 2,47 Millionen aller Mädchen und Jungen in Deutschland in Familien mit so wenig Geld, dass sie als arm oder armutsgefährdet gelten.

Quelle: Spiegel Online 11.01.2016 – 14:32 Uhr

Zahlencheck Arbeitsmarkt April 2016

Hilfequote BA Monatsbericht April 2016 Seiten 26/27

3.5 SGB II - Hilfequoten `*27
Im April 2016 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen (10,2 Prozent). 9,3 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig – und 8,0 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Hilfebedürftigkeit von Haushalten und Personen leicht gesunken.

Im März 2016 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen (10,1 Prozent). 9,4 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig – und 8,1 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Hilfebedürftigkeit von Haushalten und Personen leicht gesunken.

Im Februar 2016 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für
Arbeit suchende bezogen (10,1Prozent). 9,4 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze *32 waren hilfebedürftig – und 8,0 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Hilfebedürftigkeit von Haushalten und Personen leicht gesunken


* 27 Vgl. zur Ermittlung der Hilfequoten:
http://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Grundlagen/Berechnung-der-Hilfequoten/Berechnung-der-Hilfequoten-Nav.html.  

* § 235 Sozialgesetzbuch Sechstes Buch

 
Na ja nicht nur in der Autobranche bei Abgaswerten sondern auch auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland wird eben vieles so gerechnet das es passt.

Also es bleibt entgegen aller Jubelmeldungen bei den Hilfequoten alles so wie in den letzten Monaten und auch im Vergleich zum Vorjahr ist kaum eine Veränderung zu erkennen.

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Leistungsempfänger

Die offiziellen Zahlen zum Arbeitsmarkt des Pressediensts der BA für April finden Sie auf Seite 52 des  Monatsberichts des Monats April 2016.

Leistungsempfänger Arbeitslosengeld, Arbeitslosengeld II (Hartz IV) Sozialgeld; Sozialhilfe; Altersgrundsicherung

Im April 2016 gibt es mindestens 8.701.676 Personen/Leistungsempfänger
Im Bereich von Asylleistungen nehme ich rund 1.000.000 Personen im Leitungsbezug an.  
Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem SGB XII  erhalten 995.000 Personen


Pressemitteilung Nr. 292 vom 12.08.2015 …Neben den rund 512 000 Empfängerinnen und Empfängern von Grundsicherung im Rentenalter gab es im März 2015 deutschlandweit rund 483 000 Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung wegen dauerhaft voller Erwerbsminderung. Diese waren mindestens 18 Jahre alt, hatten das Rentenalter von 65 Jahren und 3 Monaten allerdings noch nicht erreicht. Damit bezogen im März 2015 rund 995 000 volljährige Menschen in Deutschland Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem 4. Kapitel des SGB XII…..

Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 292 vom 12.08.2015
      
Im April 2016 gibt es 6.706.676 Leistungsempfänger 4) SGBII/SGBIII das entspricht ebenso wie im Vormonaten einer Hilfequote von (8,1%)  korrigiert auf 8,0 % erwerbsfähige Leistungsberechtigte.

Darunter erhalten
783.770 Personen Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit  
4.313.990 Personen als erwerbsfähige Leistungsberechtigte Arbeitslosengeld II (Hartz IV)
1.608.916 Personen erhalten als nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte (z.B. Kinder in Bedarfsgemeinschaften) Sozialgeld

( nicht berücksichtigt sind Leistungsempfänger von Wohngeld, Kinderzuschlag, , …)

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Unterbeschäftigung im April 2016

Die Zahl der Unterbeschäftigten sinkt leicht, verharrt aber auf hohem Niveau bei 3.588.596 Personen 8,1  % ,
Ist das die niedrigste Zahl von Arbeitslosen Personen in einem April seit wie vielen Jahren. Huh??? Na ja zumindest wenn so gezählt wird wie heute – aber nicht wirklich.
Ich denke das ist eine Lüge. Belege unten im Detail.

  (Im BA-Bericht Dezember 2004 wurden im Bereich des Arbeitslosengeld und der Arbeitslosenhilfe nur 4.321.000 Leistungsempfänger gezählt.

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Arbeitslose

Im BA Bericht April 2016
Arbeitslosigkeit registriert nach § 16 SGB III  wird eine Zahl von 2.743.864 Personen veröffentlicht

Wer fehlt in der offiziellen Arbeitslosenstatistik?
Nicht in der Statistik tauchen all diejenigen auf, die sich nicht zur Arbeitssuche gemeldet haben. Das Gleiche gilt für alle, die nicht mindestens 15 Stunden pro Woche arbeiten können oder bis zu sechs Wochen arbeitsunfähig erkrankt sind. Auch all jene, die durch Instrumente der Arbeitsmarktpolitik gefördert werden, fehlen in der Arbeitslosenstatistik. Dies betrifft sowohl Fort- und Weiterbildung als auch Trainings- und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Auch all diejenigen, die einen Ein-Euro-Job haben, Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge besuchen oder einen Gründungszuschuss erhalten, tauchen nicht in der Statistik auf. Zudem fehlen alle Personen ab 58 Jahren, die mindestens zwölf Monate Arbeitslosengeld II bezogen haben und in dieser Zeit keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten bekommen haben. Ebenso nicht als arbeitslos erfasst werden Personen, die sich in der Freistellungsphase der Altersteilzeit befinden und von der Bundesagentur für Arbeit gefördert werden. Zusätzlich gelten natürlich auch alle Personen die nach dem Ablauf des Arbeitslosengeld I keinen Anspruch auf ALG II haben (Partnereinkommen, Vermögen, etc) nicht als arbeitslos, falls sich diese Personen bei den Jobcentern melden sind diese sind dann offiziell nur noch Arbeit suchend. Und alle Personen die nicht die hochnotpeinliche Bedarfsprüfung der Jobcenter ertragen und sich resignierend ihrem Schicksal ergeben. Des Weiteren natürlich alle Personen die Teilzeit arbeiten aber dennoch ergänzende ALG II Leistungen (Hartz IV) beziehen müssen um ihren Lebensunterhalt und den ihrer Kinder abdecken zu können….


Laut vorläufiger Schätzung/Hochrechnung der BA sind im April  832.881 Teilnehmer an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik

Die endgültige Zahl der Teilnehmer an ausgewählten Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik  steigt in der Regel im lauf der Zeit für die zurückliegenden Berichtsmonate noch erheblich an.
  
  *4)Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hochgerechnet werden.

Gemeldeten Arbeitsstellen


Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht April 2016 Seite 52  --  640.131 Arbeitsstellen BA-  X  210

Ein Beispiel für eine wunderbare Vermehrung der offenen Stellen.
Firma xy meldet eine offene Stelle an 20 Verleihfirmen jeder dieser Verleihfirmen meldet diese Stelle an die Jobbörse der BA die BA registriert 20 offene Stellen für einen Arbeitsplatz zusätzlich stellt jede Verleihfirma diesen Arbeitsplatz in ihre Jobbörse ein, somit steigt die Zahl der offenen Stellen für ein und denselben Arbeitsplatz auf mindestens 40 offene Stellen an. Allerdings können diese 40 offenen Stellen nur von einer Person besetzt werden. die anderen 39 offenen Stellen verschwinden dann nach der Neubesetzung der Arbeitsstelle aus der Statistik. So erklärt sich auch der gefühlte Fachkräftemangel wer das einmal verstanden hat, versteht die Logik des suggerierten Jobbooms.
Aber warum der Realität ins Auge blicken wenn die Traumwelt von der BA in schönen bunten Farben gemalt wird?

Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt, die Wahrheit steht von alleine aufrecht.
Benjamin Franklin.


Quelle der Zahlen:
BA – Monatsbericht April 2016
http://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201604/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-201604-pdf.pdf


Nun gut sehen wir auf die Fakten

Wir hören es mehrmals täglich im Viertelstundentakt die Robuste Konjunktur das BIP ist in 2015 über 3 Billionen Euro gestiegen und die Rekordbeschäftigung bescheren den deutschen Staat einen Rekordüberschuss nach den anderen  Aber wir wissen auch steigende Sozialausgaben tickende Zeitbombe denn die Rekordbeschäftigung wird durch ergänzende Sozialleistungen subventioniert.
Kommendes Jahr sollen die Sozialausgaben im Bundeshaushalt von 51,0 auf 52,6 Prozent steigen. Rechnet man die Zinsausgaben heraus, sind es sogar 55,8 Prozent - ein neuer Allzeit Rekord.

Quelle: Wirtschaftswoche 23. Februar 2016
http://www.wiwo.de/politik/konjunktur/robuste-konjunktur-deutscher-staat-mit-rekordueberschuss/13002752.html
Quelle: n24  01.04.2016 | 11:18 Uhr jal, REUTERS
http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/8305918/eine-tickende-zeitbombe.html

Deutlicher kann der Widerspruch von Realität und Wunschdenken nicht dargestellt werden.

Im Fazit ist festzustellen das die „Rekordbeschäftigung“ nicht zu weniger sondern zu mehr staatlichen Transferzahlungen für Personen in Armut oder Armutsgefährdung führt.
Höhere Lohnzahlungen sind der deutschen Wirtschaft nicht zumutbar aufgrund dessen bleibt den Staat zur Bekämpfung der Armut vieler Bürger in Deutschland nur das bedingungsloses Grundeinkommen/Bürgergeld.

Ist ein bedingungsloses Grundeinkommen/Bürgergeld von zum Beispiel 1000 € pro Monat pro Kopf finanzierbar?

Interview mit DM-Gründer Götz Werner in der FAZ

Wer soll das bezahlen?

Das ist eine verfängliche, aber irrige Frage.

Mit Verlaub: 1000 Euro pro Kopf und Monat, das sind bei 82 Millionen Deutschen etwa eine Billion Euro. Woher soll das Geld kommen?

Das Finanzierungsproblem stellt sich nicht. Wir alle leben nicht vom Geld, sondern von Gütern. Die richtige Frage lautet daher: Ist die Gesellschaft in der Lage, so viele Güter und Dienstleistungen zustande zu bringen, dass 82 Millionen Menschen in der Größenordnung von mindestens 1000 Euro davon leben können. Da ist die Antwort - bei einem Bruttosozialprodukt von 2500 Milliarden und Konsumausgaben von 1800 Milliarden Euro - eindeutig ja.


Quelle: FAZ Veröffentlicht: 15.08.2010, 11:02 Uhr
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/arbeitsmarkt-und-hartz-iv/dm-gruender-goetz-werner-1000-euro-fuer-jeden-machen-die-menschen-frei-1623224-p3.html

Nicht vergessen heute 2016 ist das Bruttosozialprodukt über 3000 Milliarden Euro angestiegen und die  Konsumausgaben ebenso. Ebenso sollte berücksichtigt werden dass ein bedingungsloses Grundeinkommen/Bürgergeld sehr viel kostenintensive Bürokratie abbauen würde. Natürlich bedarf es Übergangsreglungen für zum Beispiel Rentenansprüche etc…
Aber die konkrete Ausgestaltung eines bedingungsloses Grundeinkommen/Bürgergeld ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Die erste Frage ist, will der Staat seinen Bürgern ein bedingungsloses Grundeinkommen/Bürgergeld gewähren und somit Armut der Bürger verhindern oder will er das nicht?

Ich bin der Meinung dass das  bedingungsloses Grundeinkommen/Bürgergeld alternativlos ist wenn das Ziel der Bekämpfung der Armut umgesetzt werden soll.

Epilog:

Wirklichkeit und Wahrheit sind längst eine Frage von Gestaltung und Machbarkeit geworden. Wirklichkeit und Wahrheit quillt nicht mehr aus Erfahrung und Wahrhaftigkeit, sondern wird zur Projektion, letztlich sogar zur Suggestion.
 
Damit sind die Medienmächtigen längst bei:
Wir gestalten die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit.
Wir erschaffen die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit nach unserer Doktrin

So gesehen ist die Zensur das kleinere Übel.
PR-tauglich formuliert sind wir bei: Wahrheit ist machbar, Herr Nachbar!

Was ist Wahrheit? (Pontius Pilatus)

Erstellt von Sybilla am 28.04.16 ---  11 Uhr 00
« Letzte Änderung: 28. April 2016, 15:02:02 von Sybilla » Gespeichert

Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.
Andreas der zweite


Beiträge: 59


« Antworten #596 am: 28. April 2016, 13:53:12 »

Hallo
bedingungsloses Grundeinkommen/Bürgergeld von 1000 Euro hört sich gut an
Ist es finanzierbar? Wahrscheinlich, wenn ALLE anderen Sozialleistungen wegfallen.
Das Geld........
Auch für Kinder? Wäre nur mehr als gerecht.
Aber Familie mit 4 Kindern.... wären 6000 Euro die diese Familie bekommt.
Jeder weiß um 6000 Euro Familieneinkommen zu haben muss man schon gut verdienen. Facharbeiter sein und als Facharbeiter bezahlt werden.
Das alles gilt natürlich nicht nur für DEUTSCHE sondern auch für EU Mitbürger, wir sind nun mal eine EU Gemeinschaft.
Es gibt nun mal EU Bürger (ost) die leicht 10 Kinder und mehr zusammenbekommen.
Das wären 12.000 Euro jeden Monat
Um soviel zu verdienen reicht auch ein Facharbeiter nicht mehr.
Wollen wir DAS wirklich?Huh??
 Man sieht auch das  bedingungsloses Grundeinkommen/Bürgergeld von 1000 Euro ist nicht so einfach.
Gruss Andreas

« Letzte Änderung: 28. April 2016, 14:14:55 von Andreas der zweite » Gespeichert
Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12816



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« Antworten #597 am: 28. April 2016, 14:04:16 »

Zitat
Aber Familie mit 4 Kindern.... wären 6000 Euro die diese Familie bekommt.
Bei 1000€ pro Person sind das doch 4000€ oder nicht?
Naja, was ist das schon? Ein Bundestagsabgeordneter bekommt jeden Monat fast 13.500 € (Diäten plus Kostenpauschale)!

Und was sind 1000€ im Monat, wenn man davon Kranken- und Pflegeversicherung selber bezahlen muss? Kindergeld gibt es dann wohl auch nicht mehr.
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Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
Andreas der zweite


Beiträge: 59


« Antworten #598 am: 28. April 2016, 14:10:58 »

Hallo Rudolf, Mama, Papa und 4 Kinder sind bei mir 6 Personen mal 1000 gleich 6000 Euro. Aber auch um 4000 Euro zu verdienen musst du eine gute Stelle haben.
Wäre natürlich Toll dann wäre die Leiharbeit endlich nur noch Geschichte.
und was verdienst Du?Huh??
brauchste natürlich hier nicht zu sagen
Gruss Andreas
« Letzte Änderung: 28. April 2016, 15:30:51 von Andreas der zweite » Gespeichert
Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12816



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« Antworten #599 am: 28. April 2016, 14:39:08 »

Stimmt Andreas! Du hast recht!
Mein Gehirn hat aus einer Familie mit 4 Kindern eine vierköpfige Familie gemacht; frag mich nicht wieso!

Von den 1000 € kannst Du dann aber erst mal die KV abrechnen (Arbeitgeberanteil + Arbeitnehmeranteil) + PflegeV (evtl. RentenV, falls die nicht abgeschafft wird) (ArbeitslosenV wird dann ja wohl definitiv wegfallen).
Dann sind es nur noch etwa 700 bis 800 € (geschätzt, da ja nicht klar ist, wie hoch die Beiträge wirklich ausfallen und welche Beiträge es noch geben wird, falls ein BGE kommen sollte.)
Und bei meiner (nicht unrealistischen) Rechnung fahren die meisten Menschen sogar mit ALG II + KdU besser als mit einem 1000 €- BGE!
Deshalb halte ich nichts von einem BGE bei dem nicht klar ist, welche "versteckten" Kosten noch mit dabei sind!
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Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
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