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Autor Thema: Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität  (Gelesen 191449 mal)
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Sunlight


Beiträge: 546



« Antworten #600 am: 28. April 2016, 14:42:31 »

BA – Monatsbericht Februar 2016


Durch Zufall heute die Langversion von BA-Monatsbericht April 2016 gefunden, hatte was Anderes gesucht.
@Wampel schrieb ja, die haben die Links geändert. Haben sie, deshalb auch nicht mehr so leicht zu finden
und wenn man den Bericht dann gefunden hat, muss man erst basteln

BA-Monatsbericht-Arbeitslosenzahlen April 2016
« Letzte Änderung: 28. April 2016, 14:44:30 von Sunlight » Gespeichert

»Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt!«
»Keiner geht allein zum Amt  §13 SGB X«
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Sybilla


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« Antworten #601 am: 28. April 2016, 15:11:00 »

Von den 1000 € kannst Du dann aber erst mal die KV abrechnen (Arbeitgeberanteil + Arbeitnehmeranteil) + PflegeV (evtl. RentenV, falls die nicht abgeschafft wird) (ArbeitslosenV wird dann ja wohl definitiv wegfallen).
Dann sind es nur noch etwa 700 bis 800 € (geschätzt, da ja nicht klar ist, wie hoch die Beiträge wirklich ausfallen und welche Beiträge es noch geben wird, falls ein BGE kommen sollte.)

Nein diese 1000  € sind netto und Bedienungslos für alle + ärztliche Grundversorgung Kassenleistung,  Es bleibt nur die Frage der Krankenversicherung außerhalb der Grundversorgung Kassenleistung. Des weiteren werden viele zusätzlichen Erwerbseinkommen erzielen das natürlich zur zusätzliche Vorsorge genutzt werden kann.
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Waldkauz


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« Antworten #602 am: 28. April 2016, 15:16:40 »

Ahh, danke Sybilla!
Das hatte ich überlesen!
Wenn das so ist
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Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
Sybilla


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« Antworten #603 am: 31. Mai 2016, 10:42:36 »

Prolog 

Und wieder einmal verkünden viele Medien den offiziellen Monatsbericht der BA ein schön gemalte Traumwelt der robusten Konjunktur der guten Lage am Arbeitsmarkt die Mär von der Rekordbeschäftigung und vor allem uns geht so gut wie nie

Und wie sieht die Realität vieler Menschen aus das jeden Morgen früh aufstehen und jeden zur Arbeit gehen dafür aber nur den Mindestlohn im Bereich von Midijobs erhalten?

Ja diese Menschen haben Arbeit erzielen aber zuwenig Einkommen um für ihre Familien Wohnung, Nebenkosten für ihre Wohnung, Nahrung, Kleidung und eine minimale Teilhabe am sozialen kulturellen und politischen Leben zu ermöglichen. Sie und ihre Familien leben trotz Arbeit in Armut oder sind von Armutsgefährdet. Viele von diesen Menschen in Beschäftigung müssen ergänzende Transferleistungen wie Hartz IV Leistungen oder Wohngeld beziehen.

Der Abbau Hochqualifizierter Arbeitsplätze geht ungebremst weiter zum Beispiel Jobabbau bei Siemens 2000 Mitarbeitern in Deutschland droht die Kündigung wenn der Bezug des ALG I ausgeschöpft ist und kein neuer Arbeitsplatz vorhanden ist Dann werden die jungen unter 25 aber im besonderen die über 45 jährigen Fachkräfte mit Hartz IV und Jobangeboten im Helferbereich auch in Teilzeit konfrontiert. Das ist die normale Realität in Deutschland bei „Rekordbeschäftigung“

Quelle: N24 09.03.2016 | 18:20 Uhr
http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Wirtschaft/d/8197464/2000-mitarbeitern-in-deutschland-droht-die-kuendigung.html

Die Fakten:

Pressemitteilung  Nr. 407 vom 05.11.2015: 20,6 % der Bevölkerung Deutschlands von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht

Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 407 vom 05.11.2015

Armut in Deutschland hat sich trotz oder vielleicht auch wegen der „Rekordbeschäftigung“ bei 15,4 % verfestigt.

Armutsbericht 2016 - Am stärksten sind laut dem Bericht Erwerbslose von Armut betroffen – ihr Anteil liegt bei 58 Prozent – und Alleinerziehende, deren Anteil bei 42 Prozent liegt. Auch die Kinderarmutsquote ist mit 19 Prozent hoch.

Quelle:
ZEIT ONLINE 23. Februar 2016, 12:20 Uhr Armutsbericht Paritätische Wohlfahrtsverband
http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-02/armut-deutschland-2016-paritaetische-verband

Immer mehr Menschen in Deutschland verlieren ihr eigenes Dach über dem Kopf und werden wohnungslos. Laut einer Schätzung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) waren 2014 demnach 335.000 Menschen ohne festen Wohnsitz. Das entspricht einer Steigerung um ca. 35 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010.

Quelle: www.wirtschaft.com 5. Januar 2016 6:37
http://www.wirtschaft.com/wohnungslos-und-obdachlos-im-reichen-deutschland/
 
Kluft zwischen Reich und Arm größer als vor 20 Jahren

Quelle: FAZ 25.01.2016, 06:30 Uhr

Kinderarmut: 19 Prozent oder 2,47 Millionen aller Mädchen und Jungen in Deutschland in Familien mit so wenig Geld, dass sie als arm oder armutsgefährdet gelten.

Quelle: Spiegel Online 11.01.2016 – 14:32 Uhr

Zahlencheck Arbeitsmarkt Mai 2016

Hilfequote BA Monatsbericht Mai 2016 Seiten 28/29

3.8 Hilfequoten *30
Im Mai 2016 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen (10,2 Prozent). 9,3 Prozent der in Deutschland lebenden Perso-nen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig – und 8,0 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Hilfebedürftigkeit von Haushalten und Personen leicht gesunken.

--------------------

Im April 2016 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen (10,2 Prozent). 9,3 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig – und 8,0 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Hilfebedürftigkeit von Haushalten und Personen leicht gesunken.

Im März 2016 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen (10,1 Prozent). 9,4 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig – und 8,1 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Hilfebedürftigkeit von Haushalten und Personen leicht gesunken.

Im Februar 2016 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für
Arbeit suchende bezogen (10,1Prozent). 9,4 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze *32 waren hilfebedürftig – und 8,0 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Hilfebedürftigkeit von Haushalten und Personen leicht gesunken


* 30 Vgl. zur Ermittlung der Hilfequoten:
http://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Grundlagen/Berechnung-der-Hilfequoten/Berechnung-der-Hilfequoten-Nav.html. 

* § 235 Sozialgesetzbuch Sechstes Buch

Ist es Ihnen aufgefallen –  es gibt kaum Veränderung im Bereich der Hilfequoten

Also es bleibt entgegen aller Jubelmeldungen bei den Hilfequoten alles so wie in den letzten Monaten und auch im Vergleich zum Vorjahr ist kaum eine Veränderung zu erkennen.

- - - - - - -

Leistungsempfänger

Die offiziellen Zahlen zum Arbeitsmarkt des Pressediensts der BA für Mai finden Sie auf Seite 55 des  Monatsberichts des Monats Mai 2016.

Leistungsempfänger Arbeitslosengeld, Arbeitslosengeld II (Hartz IV) Sozialgeld; Sozialhilfe; Altersgrundsicherung

Im Mai 2016 gibt es in der Summe 8.970.560 Personen/Leistungsempfänger
Im Bereich von Asylleistungen nehme ich rund 1.300.000 Personen im Leitungsbezug an. 
Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem SGB XII  erhalten 995.000 Personen


Pressemitteilung Nr. 292 vom 12.08.2015 …Neben den rund 512 000 Empfängerinnen und Empfängern von Grundsicherung im Rentenalter gab es im März 2015 deutschlandweit rund 483 000 Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung wegen dauerhaft voller Erwerbsminderung. Diese waren mindestens 18 Jahre alt, hatten das Rentenalter von 65 Jahren und 3 Monaten allerdings noch nicht erreicht. Damit bezogen im März 2015 rund 995 000 volljährige Menschen in Deutschland Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem 4. Kapitel des SGB XII…..

Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 292 vom 12.08.2015
      
Im Mai 2016 gibt es 6.675.560 Leistungsempfänger 4) SGBII/SGBIII das entspricht ebenso wie im Vormonaten einer Hilfequote von 8,0%  erwerbsfähige Leistungsberechtigte.

Darunter erhalten
747.631 Personen Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit   
4.315.345 Personen als erwerbsfähige Leistungsberechtigte Arbeitslosengeld II (Hartz IV)
1.611.584 Personen erhalten als nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte (z.B. Kinder in Bedarfsgemeinschaften) Sozialgeld

( nicht berücksichtigt sind Leistungsempfänger von Wohngeld, Kinderzuschlag, , …)

------------------------

Unterbeschäftigung im Mai 2016

Die Zahl der Unterbeschäftigten sinkt leicht, verharrt aber auf hohem Niveau bei 3.555.570 Personen 7,9  % ,
Ist das die niedrigste Zahl von Arbeitslosen Personen in einem Mai seit wie vielen Jahren. Huh??? Na ja zumindest wenn so gezählt wird wie heute – aber nicht wirklich.
Ich denke das ist eine Lüge. Belege unten im Detail.

  (Im BA-Bericht Dezember 2004 wurden im Bereich des Arbeitslosengeld und der Arbeitslosenhilfe nur 4.321.000 Leistungsempfänger gezählt.

- - - - - - - - - - - -

Arbeitslose

Im BA Bericht Mai 2016
Arbeitslosigkeit registriert nach § 16 SGB III  wird eine Zahl von 2.664.014 Personen veröffentlicht

Wer fehlt in der offiziellen Arbeitslosenstatistik?
Nicht in der Statistik tauchen all diejenigen auf, die sich nicht zur Arbeitssuche gemeldet haben. Das Gleiche gilt für alle, die nicht mindestens 15 Stunden pro Woche arbeiten können oder bis zu sechs Wochen arbeitsunfähig erkrankt sind. Auch all jene, die durch Instrumente der Arbeitsmarktpolitik gefördert werden, fehlen in der Arbeitslosenstatistik. Dies betrifft sowohl Fort- und Weiterbildung als auch Trainings- und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Auch all diejenigen, die einen Ein-Euro-Job haben, Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge besuchen oder einen Gründungszuschuss erhalten, tauchen nicht in der Statistik auf. Zudem fehlen alle Personen ab 58 Jahren, die mindestens zwölf Monate Arbeitslosengeld II bezogen haben und in dieser Zeit keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten bekommen haben. Ebenso nicht als arbeitslos erfasst werden Personen, die sich in der Freistellungsphase der Altersteilzeit befinden und von der Bundesagentur für Arbeit gefördert werden. Zusätzlich gelten natürlich auch alle Personen die nach dem Ablauf des Arbeitslosengeld I keinen Anspruch auf ALG II haben (Partnereinkommen, Vermögen, etc) nicht als arbeitslos, falls sich diese Personen bei den Jobcentern melden sind diese sind dann offiziell nur noch Arbeit suchend. Und alle Personen die nicht die hochnotpeinliche Bedarfsprüfung der Jobcenter ertragen und sich resignierend ihrem Schicksal ergeben. Des Weiteren natürlich alle Personen die Teilzeit arbeiten aber dennoch ergänzende ALG II Leistungen (Hartz IV) beziehen müssen um ihren Lebensunterhalt und den ihrer Kinder abdecken zu können…. Auch die meisten Asylbewerber erscheinen nicht als Arbeitslose.


Laut vorläufiger Schätzung/Hochrechnung der BA sind im Mai  Teilnehmer 873.122 Teilnehmer an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik  Im April waren es nur 832.881 Teilnehmer (Zahl BA Bericht April 2016)

Die endgültige Zahl der Teilnehmer an ausgewählten Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik  steigt in der Regel im lauf der Zeit für die zurückliegenden Berichtsmonate noch erheblich an.
   
  *4)Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hochgerechnet werden.

Gemeldeten Arbeitsstellen


Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht Mai 2016 Seite 55  --  654.788 Arbeitsstellen BA-  X  217

Ein Beispiel für eine wunderbare Vermehrung der offenen Stellen.
Firma xy meldet eine offene Stelle an 20 Verleihfirmen jeder dieser Verleihfirmen meldet diese Stelle an die Jobbörse der BA die BA registriert 20 offene Stellen für einen Arbeitsplatz zusätzlich stellt jede Verleihfirma diesen Arbeitsplatz in ihre Jobbörse ein, somit steigt die Zahl der offenen Stellen für ein und denselben Arbeitsplatz auf mindestens 40 offene Stellen an. Allerdings können diese 40 offenen Stellen nur von einer Person besetzt werden. die anderen 39 offenen Stellen verschwinden dann nach der Neubesetzung der Arbeitsstelle aus der Statistik. So erklärt sich auch der gefühlte Fachkräftemangel wer das einmal verstanden hat, versteht die Logik des suggerierten Jobbooms.
Aber warum der Realität ins Auge blicken wenn die Traumwelt von der BA in schönen bunten Farben gemalt wird?

Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt, die Wahrheit steht von alleine aufrecht.
Benjamin Franklin.


Quelle der Zahlen:
BA – Monatsbericht Mai 2016
http://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201605/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-201605-pdf.pdf



Nun gut sehen wir auf die Fakten

Wir hören es mehrmals täglich im Viertelstundentakt die Robuste Konjunktur das BIP ist in 2015 über 3 Billionen Euro gestiegen und die Rekordbeschäftigung bescheren den deutschen Staat einen Rekordüberschuss nach den anderen  Aber wir wissen auch steigende Sozialausgaben tickende Zeitbombe denn die Rekordbeschäftigung wird durch ergänzende Sozialleistungen subventioniert.
Kommendes Jahr sollen die Sozialausgaben im Bundeshaushalt von 51,0 auf 52,6 Prozent steigen. Rechnet man die Zinsausgaben heraus, sind es sogar 55,8 Prozent - ein neuer Allzeit Rekord.

Quelle: Wirtschaftswoche 23. Februar 2016
http://www.wiwo.de/politik/konjunktur/robuste-konjunktur-deutscher-staat-mit-rekordueberschuss/13002752.html
Quelle: n24  01.04.2016 | 11:18 Uhr jal, REUTERS
http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/8305918/eine-tickende-zeitbombe.html

Deutlicher kann der Widerspruch von Realität und Wunschdenken nicht dargestellt werden.

Im Fazit ist festzustellen dass die „Rekordbeschäftigung“ nicht zu weniger sondern zu mehr staatlichen Transferzahlungen für Personen in Armut oder Armutsgefährdung führt.
Höhere Lohnzahlungen sind der deutschen Wirtschaft nicht zumutbar aufgrund dessen bleibt den Staat zur Bekämpfung der Armut vieler Bürger in Deutschland nur das bedingungsloses Grundeinkommen/Bürgergeld.

Ist ein bedingungsloses Grundeinkommen/Bürgergeld von zum Beispiel 1000 € pro Monat pro Kopf finanzierbar?

Interview mit DM-Gründer Götz Werner in der FAZ

Wer soll das bezahlen?

Das ist eine verfängliche, aber irrige Frage.

Mit Verlaub: 1000 Euro pro Kopf und Monat, das sind bei 82 Millionen Deutschen etwa eine Billion Euro. Woher soll das Geld kommen?

Das Finanzierungsproblem stellt sich nicht. Wir alle leben nicht vom Geld, sondern von Gütern. Die richtige Frage lautet daher: Ist die Gesellschaft in der Lage, so viele Güter und Dienstleistungen zustande zu bringen, dass 82 Millionen Menschen in der Größenordnung von mindestens 1000 Euro davon leben können. Da ist die Antwort - bei einem Bruttosozialprodukt von 2500 Milliarden und Konsumausgaben von 1800 Milliarden Euro - eindeutig ja.


Quelle: FAZ Veröffentlicht: 15.08.2010, 11:02 Uhr
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/arbeitsmarkt-und-hartz-iv/dm-gruender-goetz-werner-1000-euro-fuer-jeden-machen-die-menschen-frei-1623224-p3.html

Nicht vergessen heute 2016 ist das Bruttosozialprodukt über 3000 Milliarden Euro angestiegen und die  Konsumausgaben ebenso. Ebenso sollte berücksichtigt werden dass ein bedingungsloses Grundeinkommen/Bürgergeld sehr viel kostenintensive Bürokratie abbauen würde. Natürlich bedarf es Übergangsreglungen für zum Beispiel Rentenansprüche etc…
Aber die konkrete Ausgestaltung eines bedingungsloses Grundeinkommen/Bürgergeld ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Die erste Frage ist, will der Staat seinen Bürgern ein bedingungsloses Grundeinkommen/Bürgergeld gewähren und somit Armut der Bürger verhindern oder will er das nicht?

Ich bin der Meinung dass das  bedingungsloses Grundeinkommen/Bürgergeld alternativlos ist wenn das Ziel der Bekämpfung der Armut umgesetzt werden soll.

Epilog:

Wirklichkeit und Wahrheit sind längst eine Frage von Gestaltung und Machbarkeit geworden. Wirklichkeit und Wahrheit quillt nicht mehr aus Erfahrung und Wahrhaftigkeit, sondern wird zur Projektion, letztlich sogar zur Suggestion.
 
Damit sind die Medienmächtigen längst bei:
Wir gestalten die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit.
Wir erschaffen die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit nach unserer Doktrin

So gesehen ist die Zensur das kleinere Übel.
PR-tauglich formuliert sind wir bei: Wahrheit ist machbar, Herr Nachbar!

Was ist Wahrheit? (Pontius Pilatus)

Erstellt von Sybilla am 31.05.16 ---  10 Uhr 30
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« Antworten #604 am: 04. Juni 2016, 10:46:31 »

Ich habe mich einmal informiert welche „Qualifizierungsmaßnahmen“ das Jobcenter Vorort den Leistungsempfängern im Bereich des SGB II anbietet.


-   Bewerbungstraining
-   Praktika beim Arbeitgeber
-   Probearbeit beim Arbeitgeber
-   Lohnkostenzuschüsse für Arbeitgeber
-   ESF Programm Lohnzuschüsse für Arbeitgeber bis 2 Jähre
-   Qualifikation für Bürohelfer/innen in Teilzeit
-   Internetführerschein, Einführung PC Nutzung, Einführung Briefverkehr,
-   Telefontraining, Lagerwirtschaft,
-   etc etc etc

ähnliches im gewerblichen Bereich im Kern sind alle Angebote an gering entlohnten Helfertätigkeiten orientiert. Auch für gut ausgebildete Fachkräfte werden im Bereich des ALG II keine höher wertigen oder weiter führenden Qualifizierungsmaßnahmen angeboten.

Offensichtlich herrscht an Mangel an Arbeitskräften im Niedriglohnsektor des Helferbereichs,
Womit viele Betroffene Menschen weiterhin Transferleistung (Hartz IV – Subvention an Arbeitgeber) zusätzlich zu ihrer Helfertätigkeit auch in Teilzeit beziehen müssen. Sonst würden die Jobcenter für gut ausgebildete Fachkräfte  Qualifikationsmaßnahmen anbieten diese sie als „dringend benötigte“ Fachkraft für den Arbeitsmarkt qualifizieren.

Und ihnen somit wieder Perspektiven und die Möglichkeiten zu eröffnen die volle Teilhabe am gesellschaftlichen und sozialen Leben zu ermöglichen. Einfach das sie sich wieder als „Normaler Mensch“ fühlen können. Der sich und seine Kinder ohne ergänzende Transferleistung (Hartz IV) ein „normales“ Leben  ermöglichen kann

Warum wird das nicht gemacht
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« Antworten #605 am: 04. Juni 2016, 11:35:51 »

Zitat
Warum wird das nicht gemacht
Diese Frage habe ich verschiedenen Mitarbeiter*innen des JCs auch schon gestellt und meistens die Antwort erhalten: "Zu teuer!" oder "Wenn Sie einen Arbeitgeber haben, der sich verpflichtet Sie einzustellen, lässt sich da was machen!"

Prinzipiell ist auch bei höherwertigen Qualifizierungsmaßnahmen was zu machen. Die meisten SBs haben aber keinen Schimmer, welche Möglichkeiten es gibt, wie die Finanzierung aussieht, wer solche Möglichkeiten in Anspruch nehmen kann, usw.
Danach muss man dann schon explizit fragen und dem SB unter die Nase reiben, das es sowas überhaupt gibt.
Ansonsten bekommt man nur die Angebote von der Stange!
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BGS
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« Antworten #606 am: 04. Juni 2016, 12:19:11 »

Vermutlich werden bei der BA* in allen Bereichen die möglichst unpassendsten und unqualifiziertesten bzw. unmotiviertesten Menschen am liebsten eingestellt. In allen Bereichen der "Hierarchie"

So hält man dann Jene aus dem "echten" "Arbeitsmarkt" fern. Ein gutes Werk?

Ich habe es damals (weit vor 2010, nach 2006) erlebt, wie kundige, menschliche und kompetente Mitarbeiter der ARGE es nicht aushielten, wie sie mit den "Erwerslosen" umzugehen hatten und sich daher woandershin versetzen liessen.

Lange vor Inge Hannemann. Die gaben auch gute Informationen und Hinweise und waren in der Lage, Ausgebeutete zu unterstuetzen.



MfG

BGS

(* = vom "Ministerium fuer Arbeit" gar nicht zu reden)
« Letzte Änderung: 04. Juni 2016, 12:22:25 von BGS » Gespeichert

"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)
schwarzrot


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« Antworten #607 am: 04. Juni 2016, 14:49:51 »

Danach muss man dann schon explizit fragen und dem SB unter die Nase reiben, das es sowas überhaupt gibt.
Ansonsten bekommt man nur die Angebote von der Stange!


Yup. Ich habe nun (über die jahrzehnte) die 4. weiterbildung (per 'Bildungsgutschein' = weiterbildung selber suchen in der weiterbildungsdatenbank der arbeitsagentur -> http://kursnet-finden.arbeitsagentur.de/kurs/ , oder über weiterbildungsanbieter angebote suchen, müssen aber zertifiziert sein).
Und (auch) dank höher qualifizierender weiterbildungen dazwischen immer mal wieder einen job gefunden (ohne das amt, deren 'arbeitsvermittlung' ist purer schwachsinn).
Es geht also durchaus.

Einfach ist so ein 'bildunggutschein' aber nicht zu bekommen.
Man darf sich nicht auf das amt verlassen, sondern muss dafür selber aktiv werden und alles sehr gut begründen, nicht locker lassen.
« Letzte Änderung: 04. Juni 2016, 15:09:19 von schwarzrot » Gespeichert

"In der bürgerlichen Gesellschaft kriegen manche Gruppen dick in die Fresse. Damit aber nicht genug, man wirft ihnen auch noch vor, dass ihr Gesicht hässlich sei." aus: Mizu no Oto

Wieder aktuell: Bertolt Brecht
Sybilla


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« Antworten #608 am: 30. Juni 2016, 11:04:55 »

Prolog 

Und abermals verkünden viele Medien den offiziellen Monatsbericht der BA der nicht die vollumfängliche Wahrheit berichtet sondern auf Wirkung ausgerichtet ist. Eine schön gemalte Traumwelt der robusten Konjunktur der guten Lage am Arbeitsmarkt die Mär von der Rekordbeschäftigung und vor allem uns geht so gut wie nie

Und wie sieht die Realität vieler Menschen aus das jeden Morgen früh aufstehen und jeden zur Arbeit gehen dafür aber nur den Mindestlohn im Bereich von Midijobs erhalten?

Ja diese Menschen haben Arbeit erzielen aber zuwenig Einkommen um für ihre Familien Wohnung, Nebenkosten für ihre Wohnung, Nahrung, Kleidung und eine minimale Teilhabe am sozialen kulturellen und politischen Leben zu ermöglichen. Sie und ihre Familien leben trotz Arbeit in Armut oder sind von Armutsgefährdet. Viele von diesen Menschen in Beschäftigung müssen ergänzende Transferleistungen wie Hartz IV Leistungen oder Wohngeld beziehen.

Der Abbau Hochqualifizierter Arbeitsplätze geht ungebremst weiter zum Beispiel Jobabbau bei Siemens 2000 Mitarbeitern in Deutschland droht die Kündigung wenn der Bezug des ALG I ausgeschöpft ist und kein neuer Arbeitsplatz vorhanden ist Dann werden die jungen unter 25 aber im besonderen die über 45 jährigen Fachkräfte mit Hartz IV und Jobangeboten im Helferbereich auch in Teilzeit konfrontiert. Das ist die normale Realität in Deutschland bei „Rekordbeschäftigung“

Quelle: N24 09.03.2016 | 18:20 Uhr
http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Wirtschaft/d/8197464/2000-mitarbeitern-in-deutschland-droht-die-kuendigung.html

Die Fakten:

Pressemitteilung  Nr. 407 vom 05.11.2015: 20,6 % der Bevölkerung Deutschlands von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht

Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 407 vom 05.11.2015

Armut in Deutschland hat sich trotz oder vielleicht auch wegen der „Rekordbeschäftigung“ bei 15,4 % verfestigt.

Armutsbericht 2016 - Am stärksten sind laut dem Bericht Erwerbslose von Armut betroffen – ihr Anteil liegt bei 58 Prozent – und Alleinerziehende, deren Anteil bei 42 Prozent liegt. Auch die Kinderarmutsquote ist mit 19 Prozent hoch.

Quelle:
ZEIT ONLINE 23. Februar 2016, 12:20 Uhr Armutsbericht Paritätische Wohlfahrtsverband
http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-02/armut-deutschland-2016-paritaetische-verband

Immer mehr Menschen in Deutschland verlieren ihr eigenes Dach über dem Kopf und werden wohnungslos. Laut einer Schätzung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) waren 2014 demnach 335.000 Menschen ohne festen Wohnsitz. Das entspricht einer Steigerung um ca. 35 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010.

Quelle: www.wirtschaft.com 5. Januar 2016 6:37
http://www.wirtschaft.com/wohnungslos-und-obdachlos-im-reichen-deutschland/
 
Kluft zwischen Reich und Arm größer als vor 20 Jahren

Quelle: FAZ 25.01.2016, 06:30 Uhr

Kinderarmut: 19 Prozent oder 2,47 Millionen aller Mädchen und Jungen in Deutschland in Familien mit so wenig Geld, dass sie als arm oder armutsgefährdet gelten.

Quelle: Spiegel Online 11.01.2016 – 14:32 Uhr

Zahlencheck Arbeitsmarkt Juni 2016

Hilfequote BA Monatsbericht Juni 2016 Seite 27

3.7 Hilfequoten *31
Im Juni 2016 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für
Arbeitsuchende bezogen (10,2 Prozent). 9,3 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig – und 8,0 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Hilfebedürftigkeit von Haushalten und Personen leicht gesunken.

--------------------

Im Mai 2016 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen (10,2 Prozent). 9,3 Prozent der in Deutschland lebenden Perso-nen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig – und 8,0 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Hilfebedürftigkeit von Haushalten und Personen leicht gesunken.

Im April 2016 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen (10,2 Prozent). 9,3 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig – und 8,0 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Hilfebedürftigkeit von Haushalten und Personen leicht gesunken.

Im März 2016 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen (10,1 Prozent). 9,4 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig – und 8,1 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Hilfebedürftigkeit von Haushalten und Personen leicht gesunken.

Im Februar 2016 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für
Arbeit suchende bezogen (10,1Prozent). 9,4 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze *32 waren hilfebedürftig – und 8,0 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Hilfebedürftigkeit von Haushalten und Personen leicht gesunken


* 31 Vgl. zur Ermittlung der Hilfequoten:
http://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Grundlagen/Berechnung-der-Hilfequoten/Berechnung-der-Hilfequoten-Nav.html. 

* § 235 Sozialgesetzbuch Sechstes Buch

Ist es Ihnen aufgefallen –  es gibt kaum Veränderung im Bereich der Hilfequoten

Also es bleibt entgegen aller Jubelmeldungen bei den Hilfequoten alles so wie in den letzten Monaten und auch im Vergleich zum Vorjahr ist kaum eine Veränderung zu erkennen.

- - - - - - -

Leistungsempfänger

Die offiziellen Zahlen zum Arbeitsmarkt des Pressediensts der BA für Juni finden Sie auf Seite 54 des  Monatsberichts des Monats Juni 2016.

Leistungsempfänger Arbeitslosengeld, Arbeitslosengeld II (Hartz IV) Sozialgeld; Sozialhilfe; Altersgrundsicherung

Im Juni 2016 gibt es in der Summe 9.143.120 Personen/Leistungsempfänger
Im Bereich von Asylleistungen nehme ich rund 1.500.000 Personen im Leitungsbezug an. 
Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem SGB XII  erhalten 995.000 Personen


Pressemitteilung Nr. 292 vom 12.08.2015 …Neben den rund 512 000 Empfängerinnen und Empfängern von Grundsicherung im Rentenalter gab es im März 2015 deutschlandweit rund 483 000 Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung wegen dauerhaft voller Erwerbsminderung. Diese waren mindestens 18 Jahre alt, hatten das Rentenalter von 65 Jahren und 3 Monaten allerdings noch nicht erreicht. Damit bezogen im März 2015 rund 995 000 volljährige Menschen in Deutschland Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem 4. Kapitel des SGB XII…..

Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 292 vom 12.08.2015
      
Im Juni 2016 gibt es 6.648.120 Leistungsempfänger 4) SGBII/SGBIII das entspricht ebenso wie im Vormonaten einer Hilfequote von 8,0%  erwerbsfähige Leistungsberechtigte.

Darunter erhalten
719.843 Personen Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit   
4.314.440 Personen als erwerbsfähige Leistungsberechtigte Arbeitslosengeld II (Hartz IV)
1.613.837 Personen erhalten als nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte (z.B. Kinder in Bedarfsgemeinschaften) Sozialgeld

( nicht berücksichtigt sind Leistungsempfänger von Wohngeld, Kinderzuschlag, , …)

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Unterbeschäftigung im Juni 2016

Die Zahl der Unterbeschäftigten sinkt leicht, verharrt aber auf hohem Niveau bei 3.533.406 Personen 7,9  % ,
Ist das die niedrigste Zahl von Arbeitslosen Personen in einem Juni seit wie vielen Jahren. Huh??? Na ja zumindest wenn so gezählt wird wie heute – aber nicht wirklich.
Ich denke das ist eine Lüge. Belege unten im Detail.

  (Im BA-Bericht Dezember 2004 wurden im Bereich des Arbeitslosengeld und der Arbeitslosenhilfe nur 4.321.000 Leistungsempfänger gezählt.

- - - - - - - - - - - -

Arbeitslose

Im BA Bericht Juni 2016
Arbeitslosigkeit registriert nach § 16 SGB III  wird eine Zahl von 2.614.217 Personen veröffentlicht

Wer fehlt in der offiziellen Arbeitslosenstatistik?
Nicht in der Statistik tauchen all diejenigen auf, die sich nicht zur Arbeitssuche gemeldet haben. Das Gleiche gilt für alle, die nicht mindestens 15 Stunden pro Woche arbeiten können oder bis zu sechs Wochen arbeitsunfähig erkrankt sind. Auch all jene, die durch Instrumente der Arbeitsmarktpolitik gefördert werden, fehlen in der Arbeitslosenstatistik. Dies betrifft sowohl Fort- und Weiterbildung als auch Trainings- und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Auch all diejenigen, die einen Ein-Euro-Job haben, Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge besuchen oder einen Gründungszuschuss erhalten, tauchen nicht in der Statistik auf. Zudem fehlen alle Personen ab 58 Jahren, die mindestens zwölf Monate Arbeitslosengeld II bezogen haben und in dieser Zeit keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten bekommen haben. Ebenso nicht als arbeitslos erfasst werden Personen, die sich in der Freistellungsphase der Altersteilzeit befinden und von der Bundesagentur für Arbeit gefördert werden. Zusätzlich gelten natürlich auch alle Personen die nach dem Ablauf des Arbeitslosengeld I keinen Anspruch auf ALG II haben (Partnereinkommen, Vermögen, etc) nicht als arbeitslos, falls sich diese Personen bei den Jobcentern melden sind diese sind dann offiziell nur noch Arbeit suchend. Und alle Personen die nicht die hochnotpeinliche Bedarfsprüfung der Jobcenter ertragen und sich resignierend ihrem Schicksal ergeben. Des Weiteren natürlich alle Personen die Teilzeit arbeiten aber dennoch ergänzende ALG II Leistungen (Hartz IV) beziehen müssen um ihren Lebensunterhalt und den ihrer Kinder abdecken zu können…. Auch die meisten Asylbewerber erscheinen nicht als Arbeitslose.


Laut vorläufiger Schätzung/Hochrechnung der BA sind im Juni 907.903  Teilnehmer an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik  Im April waren es nur 832.881 Teilnehmer im Mai 873.122 Teilnehmer (Zahl BA Bericht des jeweiligen Monats)

Die endgültige Zahl der Teilnehmer an ausgewählten Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik  steigt in der Regel im lauf der Zeit für die zurückliegenden Berichtsmonate noch erheblich an.
   
  *4)Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hochgerechnet werden.

Gemeldeten Arbeitsstellen


Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht Juni 2016 Seite 54  --  664.872 Arbeitsstellen BA-  X  217

Ein Beispiel für eine wunderbare Vermehrung der offenen Stellen.
Firma xy meldet eine offene Stelle an 20 Verleihfirmen jeder dieser Verleihfirmen meldet diese Stelle an die Jobbörse der BA die BA registriert 20 offene Stellen für einen Arbeitsplatz zusätzlich stellt jede Verleihfirma diesen Arbeitsplatz in ihre Jobbörse ein, somit steigt die Zahl der offenen Stellen für ein und denselben Arbeitsplatz auf mindestens 40 offene Stellen an. Allerdings können diese 40 offenen Stellen nur von einer Person besetzt werden. die anderen 39 offenen Stellen verschwinden dann nach der Neubesetzung der Arbeitsstelle aus der Statistik. So erklärt sich auch der gefühlte Fachkräftemangel wer das einmal verstanden hat, versteht die Logik des suggerierten Jobbooms.
Aber warum der Realität ins Auge blicken wenn die Traumwelt von der BA in schönen bunten Farben gemalt wird?

Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt, die Wahrheit steht von alleine aufrecht.
Benjamin Franklin.


Quelle der Zahlen:
BA – Monatsbericht Juni 2016
http://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201606/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-201606-pdf.pdf

Nun gut sehen wir auf die Fakten

Wir hören es mehrmals täglich im Viertelstundentakt die Robuste Konjunktur das BIP ist in 2015 über 3 Billionen Euro gestiegen und die Rekordbeschäftigung bescheren den deutschen Staat einen Rekordüberschuss nach den anderen  Aber wir wissen auch steigende Sozialausgaben tickende Zeitbombe denn die Rekordbeschäftigung wird durch ergänzende Sozialleistungen subventioniert.
Kommendes Jahr sollen die Sozialausgaben im Bundeshaushalt von 51,0 auf 52,6 Prozent steigen. Rechnet man die Zinsausgaben heraus, sind es sogar 55,8 Prozent - ein neuer Allzeit Rekord.

Quelle: Wirtschaftswoche 23. Februar 2016
http://www.wiwo.de/politik/konjunktur/robuste-konjunktur-deutscher-staat-mit-rekordueberschuss/13002752.html
Quelle: n24  01.04.2016 | 11:18 Uhr jal, REUTERS
http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/8305918/eine-tickende-zeitbombe.html

Deutlicher kann der Widerspruch von Realität und Wunschdenken nicht dargestellt werden.

Im Fazit ist festzustellen dass die „Rekordbeschäftigung“ nicht zu weniger sondern zu mehr staatlichen Transferzahlungen für Personen in Armut oder Armutsgefährdung führt.
Höhere Lohnzahlungen sind der deutschen Wirtschaft nicht zumutbar aufgrund dessen bleibt den Staat zur Bekämpfung der Armut vieler Bürger in Deutschland nur das bedingungsloses Grundeinkommen/Bürgergeld.

Ist ein bedingungsloses Grundeinkommen/Bürgergeld von zum Beispiel 1000 € pro Monat pro Kopf finanzierbar?

Interview mit DM-Gründer Götz Werner in der FAZ

Wer soll das bezahlen?

Das ist eine verfängliche, aber irrige Frage.

Mit Verlaub: 1000 Euro pro Kopf und Monat, das sind bei 82 Millionen Deutschen etwa eine Billion Euro. Woher soll das Geld kommen?

Das Finanzierungsproblem stellt sich nicht. Wir alle leben nicht vom Geld, sondern von Gütern. Die richtige Frage lautet daher: Ist die Gesellschaft in der Lage, so viele Güter und Dienstleistungen zustande zu bringen, dass 82 Millionen Menschen in der Größenordnung von mindestens 1000 Euro davon leben können. Da ist die Antwort - bei einem Bruttosozialprodukt von 2500 Milliarden und Konsumausgaben von 1800 Milliarden Euro - eindeutig ja.


Quelle: FAZ Veröffentlicht: 15.08.2010, 11:02 Uhr
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/arbeitsmarkt-und-hartz-iv/dm-gruender-goetz-werner-1000-euro-fuer-jeden-machen-die-menschen-frei-1623224-p3.html

Nicht vergessen heute 2016 ist das Bruttosozialprodukt über 3000 Milliarden Euro angestiegen und die  Konsumausgaben ebenso. Ebenso sollte berücksichtigt werden dass ein bedingungsloses Grundeinkommen/Bürgergeld sehr viel kostenintensive Bürokratie abbauen würde. Natürlich bedarf es Übergangsreglungen für zum Beispiel Rentenansprüche etc…
Aber die konkrete Ausgestaltung eines bedingungsloses Grundeinkommen/Bürgergeld ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Die erste Frage ist, will der Staat seinen Bürgern ein bedingungsloses Grundeinkommen/Bürgergeld gewähren und somit Armut der Bürger verhindern oder will er das nicht?

Ich bin der Meinung dass das  bedingungsloses Grundeinkommen/Bürgergeld alternativlos ist wenn das Ziel der Bekämpfung der Armut umgesetzt werden soll.

Epilog:

Wirklichkeit und Wahrheit sind längst eine Frage von Gestaltung und Machbarkeit geworden. Wirklichkeit und Wahrheit quillt nicht mehr aus Erfahrung und Wahrhaftigkeit, sondern wird zur Projektion, letztlich sogar zur Suggestion.
 
Damit sind die Medienmächtigen längst bei:
Wir gestalten die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit.
Wir erschaffen die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit nach unserer Doktrin

So gesehen ist die Zensur das kleinere Übel.
PR-tauglich formuliert sind wir bei: Wahrheit ist machbar, Herr Nachbar!

Was ist Wahrheit? (Pontius Pilatus)

Erstellt von Sybilla am 30.06.16 ---  11 Uhr 00
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Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.
Sybilla


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« Antworten #609 am: 28. Juli 2016, 11:12:30 »

Prolog  

Es war einmal, ein Land mitten in Europa im den verkünden viele Medien den offiziellen Monatsbericht der BA der nicht die vollumfängliche Wahrhaftigkeit berichtet sondern auf Wirkung ausgerichtet ist. Eine schön gemalte Traumwelt der robusten Konjunktur der guten Lage am Arbeitsmarkt die Mär von der Rekordbeschäftigung und vor allem uns geht so gut wie nie

Und wie sieht die Realität vieler Menschen aus das jeden Morgen früh aufstehen und jeden zur Arbeit gehen dafür aber nur den Mindestlohn im Bereich von Midijobs erhalten?

Ja diese Menschen haben Arbeit erzielen aber zuwenig Einkommen um für ihre Familien Wohnung, Nebenkosten für ihre Wohnung, Nahrung, Kleidung und eine minimale Teilhabe am sozialen kulturellen und politischen Leben zu ermöglichen. Sie und ihre Familien leben trotz Arbeit in Armut oder sind von Armutsgefährdet. Viele von diesen Menschen in Beschäftigung müssen ergänzende Transferleistungen wie Hartz IV Leistungen oder Wohngeld beziehen.

Der Abbau Hochqualifizierter Arbeitsplätze geht ungebremst weiter zum Beispiel Jobabbau bei Siemens 2000 Mitarbeitern in Deutschland droht die Kündigung wenn der Bezug des ALG I ausgeschöpft ist und kein neuer Arbeitsplatz vorhanden ist Dann werden die jungen unter 25 aber im besonderen die über 45 jährigen Fachkräfte mit Hartz IV und Jobangeboten im Helferbereich auch in Teilzeit konfrontiert. Das ist die normale Realität in Deutschland bei „Rekordbeschäftigung“

Quelle: N24 09.03.2016 | 18:20 Uhr
http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Wirtschaft/d/8197464/2000-mitarbeitern-in-deutschland-droht-die-kuendigung.html

Die Fakten:

Pressemitteilung  Nr. 407 vom 05.11.2015: 20,6 % der Bevölkerung Deutschlands von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht

Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 407 vom 05.11.2015

Armut in Deutschland hat sich trotz oder vielleicht auch wegen der „Rekordbeschäftigung“ bei 15,4 % verfestigt.

Armutsbericht 2016 - Am stärksten sind laut dem Bericht Erwerbslose von Armut betroffen – ihr Anteil liegt bei 58 Prozent – und Alleinerziehende, deren Anteil bei 42 Prozent liegt. Auch die Kinderarmutsquote ist mit 19 Prozent hoch.

Quelle:
ZEIT ONLINE 23. Februar 2016, 12:20 Uhr Armutsbericht Paritätische Wohlfahrtsverband
http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-02/armut-deutschland-2016-paritaetische-verband

Immer mehr Menschen in Deutschland verlieren ihr eigenes Dach über dem Kopf und werden wohnungslos. Laut einer Schätzung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) waren 2014 demnach 335.000 Menschen ohne festen Wohnsitz. Das entspricht einer Steigerung um ca. 35 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010.

Quelle: www.wirtschaft.com 5. Januar 2016 6:37
http://www.wirtschaft.com/wohnungslos-und-obdachlos-im-reichen-deutschland/
 
Kluft zwischen Reich und Arm größer als vor 20 Jahren

Quelle: FAZ 25.01.2016, 06:30 Uhr

Kinderarmut: 19 Prozent oder 2,47 Millionen aller Mädchen und Jungen in Deutschland in Familien mit so wenig Geld, dass sie als arm oder armutsgefährdet gelten.

Quelle: Spiegel Online 11.01.2016 – 14:32 Uhr

Zahlencheck Arbeitsmarkt Juli 2016

Hilfequote BA Monatsbericht Juli 2016 Seite 27

3.7 Hilfequoten *30
Im Juli 2016 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für
Arbeitsuchende bezogen (10,2 Prozent). 9,3 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig  – und 8,0 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter.




--------------------

Im Juni 2016 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für
Arbeitsuchende bezogen (10,2 Prozent). 9,3 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig – und 8,0 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Hilfebedürftigkeit von Haushalten und Personen leicht gesunken.


Im Mai 2016 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen (10,2 Prozent). 9,3 Prozent der in Deutschland lebenden Perso-nen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig – und 8,0 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Hilfebedürftigkeit von Haushalten und Personen leicht gesunken.

Im April 2016 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen (10,2 Prozent). 9,3 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig – und 8,0 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Hilfebedürftigkeit von Haushalten und Personen leicht gesunken.

Im März 2016 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen (10,1 Prozent). 9,4 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig – und 8,1 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Hilfebedürftigkeit von Haushalten und Personen leicht gesunken.

Im Februar 2016 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für
Arbeit suchende bezogen (10,1Prozent). 9,4 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze *32 waren hilfebedürftig – und 8,0 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Hilfebedürftigkeit von Haushalten und Personen leicht gesunken


* 30 Vgl. zur Ermittlung der Hilfequoten:
http://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Grundlagen/Berechnung-der-Hilfequoten/Berechnung-der-Hilfequoten-Nav.html.  

* § 235 Sozialgesetzbuch Sechstes Buch

Ist es Ihnen aufgefallen –  es gibt kaum Veränderung im Bereich der Hilfequoten

Also es bleibt entgegen aller Jubelmeldungen bei den Hilfequoten alles so wie in den letzten Monaten und auch im Vergleich zum Vorjahr ist kaum eine Veränderung zu erkennen.

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Leistungsempfänger

Die offiziellen Zahlen zum Arbeitsmarkt des Pressediensts der BA für Juli finden Sie auf Seite 53 des  Monatsberichts des Monats Juli 2016.

Leistungsempfänger Arbeitslosengeld, Arbeitslosengeld II (Hartz IV) Sozialgeld; Sozialhilfe; Altersgrundsicherung

Im Juli 2016 gibt es in der Summe 9.175.344 + 32.224 Personen/Leistungsempfänger
Im Bereich von Asylleistungen nehme ich rund 1.500.000 Personen im Leitungsbezug an.  
Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem SGB XII  erhalten 995.000 Personen
2.495.000

Pressemitteilung Nr. 292 vom 12.08.2015 …Neben den rund 512 000 Empfängerinnen und Empfängern von Grundsicherung im Rentenalter gab es im März 2015 deutschlandweit rund 483 000 Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung wegen dauerhaft voller Erwerbsminderung. Diese waren mindestens 18 Jahre alt, hatten das Rentenalter von 65 Jahren und 3 Monaten allerdings noch nicht erreicht. Damit bezogen im März 2015 rund 995 000 volljährige Menschen in Deutschland Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem 4. Kapitel des SGB XII…..

Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 292 vom 12.08.2015
      
Im Juli 2016 gibt es 6.680.344  Leistungsempfänger 4) SGBII/SGBIII das entspricht ebenso wie im Vormonaten einer Hilfequote von 8,0%  erwerbsfähige Leistungsberechtigte.

Darunter erhalten
761.167 Personen Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit  
4.305.477 Personen als erwerbsfähige Leistungsberechtigte Arbeitslosengeld II (Hartz IV)
1.613.700 Personen erhalten als nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte (z.B. Kinder in Bedarfsgemeinschaften) Sozialgeld

( nicht berücksichtigt sind Leistungsempfänger von Wohngeld, Kinderzuschlag, , …)

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Unterbeschäftigung im Juli 2016

Die Zahl der Unterbeschäftigten sinkt leicht, verharrt aber auf hohem Niveau bei 3.570.489 Personen 8,0  % ,
Ist das eine niedrige Zahl von Arbeitslosen Personen in einem Juli Huh???
Na ja zumindest wenn so gezählt wird wie heute – aber nicht wirklich.
Ich denke das ist eine Lüge. Belege unten im Detail.

  (Im BA-Bericht Dezember 2004 wurden im Bereich des Arbeitslosengeld und der Arbeitslosenhilfe nur 4.321.000 Leistungsempfänger gezählt.

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Arbeitslose

Im BA Bericht Juli 2016
Arbeitslosigkeit registriert nach § 16 SGB III  wird eine Zahl von 2.661.042 Personen veröffentlicht

Wer fehlt in der offiziellen Arbeitslosenstatistik?
Nicht in der Statistik tauchen all diejenigen auf, die sich nicht zur Arbeitssuche gemeldet haben. Das Gleiche gilt für alle, die nicht mindestens 15 Stunden pro Woche arbeiten können oder bis zu sechs Wochen arbeitsunfähig erkrankt sind. Auch all jene, die durch Instrumente der Arbeitsmarktpolitik gefördert werden, fehlen in der Arbeitslosenstatistik. Dies betrifft sowohl Fort- und Weiterbildung als auch Trainings- und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Auch all diejenigen, die einen Ein-Euro-Job haben, Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge besuchen oder einen Gründungszuschuss erhalten, tauchen nicht in der Statistik auf. Zudem fehlen alle Personen ab 58 Jahren, die mindestens zwölf Monate Arbeitslosengeld II bezogen haben und in dieser Zeit keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten bekommen haben. Ebenso nicht als arbeitslos erfasst werden Personen, die sich in der Freistellungsphase der Altersteilzeit befinden und von der Bundesagentur für Arbeit gefördert werden. Zusätzlich gelten natürlich auch alle Personen die nach dem Ablauf des Arbeitslosengeld I keinen Anspruch auf ALG II haben (Partnereinkommen, Vermögen, etc) nicht als arbeitslos, falls sich diese Personen bei den Jobcentern melden sind diese sind dann offiziell nur noch Arbeit suchend. Und alle Personen die nicht die hochnotpeinliche Bedarfsprüfung der Jobcenter ertragen und sich resignierend ihrem Schicksal ergeben. Des Weiteren natürlich alle Personen die Teilzeit arbeiten aber dennoch ergänzende ALG II Leistungen (Hartz IV) beziehen müssen um ihren Lebensunterhalt und den ihrer Kinder abdecken zu können…. Auch die meisten Asylbewerber erscheinen nicht als Arbeitslose.


Laut vorläufiger Schätzung/Hochrechnung der BA sind im Juli 877.074  Teilnehmer an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik  (Zahl BA Bericht des jeweiligen Monatsbericht)

Die endgültige Zahl der Teilnehmer an ausgewählten Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik  steigt in der Regel im lauf der Zeit für die zurückliegenden Berichtsmonate noch erheblich an.
  
  *4)Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hochgerechnet werden.

Gemeldeten Arbeitsstellen


Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht Juli 2016 Seite 53  --  673.899 Arbeitsstellen BA-  X  217

Ein Beispiel für eine wunderbare Vermehrung der offenen Stellen.
Firma xy meldet eine offene Stelle an 20 Verleihfirmen jeder dieser Verleihfirmen meldet diese Stelle an die Jobbörse der BA die BA registriert 20 offene Stellen für einen Arbeitsplatz zusätzlich stellt jede Verleihfirma diesen Arbeitsplatz in ihre Jobbörse ein, somit steigt die Zahl der offenen Stellen für ein und denselben Arbeitsplatz auf mindestens 40 offene Stellen an. Allerdings können diese 40 offenen Stellen nur von einer Person besetzt werden. die anderen 39 offenen Stellen verschwinden dann nach der Neubesetzung der Arbeitsstelle aus der Statistik. So erklärt sich auch der gefühlte Fachkräftemangel wer das einmal verstanden hat, versteht die Logik des suggerierten Jobbooms.
Aber warum der Realität ins Auge blicken wenn die Traumwelt von der BA in schönen bunten Farben gemalt wird?

Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt, die Wahrheit steht von alleine aufrecht.
Benjamin Franklin.


Quelle der Zahlen:
BA – Monatsbericht Juli 2016

http://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201607/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-201607-pdf.pdf

Nun gut sehen wir auf die Fakten

Wir hören es mehrmals täglich im Viertelstundentakt die Robuste Konjunktur das BIP ist in 2015 über 3 Billionen Euro gestiegen und die Rekordbeschäftigung bescheren den deutschen Staat einen Rekordüberschuss nach den anderen  Aber wir wissen auch steigende Sozialausgaben tickende Zeitbombe denn die Rekordbeschäftigung wird durch ergänzende Sozialleistungen subventioniert.
Kommendes Jahr sollen die Sozialausgaben im Bundeshaushalt von 51,0 auf 52,6 Prozent steigen. Rechnet man die Zinsausgaben heraus, sind es sogar 55,8 Prozent - ein neuer Allzeit Rekord.

Quelle: Wirtschaftswoche 23. Februar 2016
http://www.wiwo.de/politik/konjunktur/robuste-konjunktur-deutscher-staat-mit-rekordueberschuss/13002752.html
Quelle: n24  01.04.2016 | 11:18 Uhr jal, REUTERS
http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/8305918/eine-tickende-zeitbombe.html

Deutlicher kann der Widerspruch von Realität und Wunschdenken nicht dargestellt werden.

Im Fazit ist festzustellen dass die „Rekordbeschäftigung“ nicht zu weniger sondern zu mehr staatlichen Transferzahlungen für Personen in Armut oder Armutsgefährdung führt.
Höhere Lohnzahlungen sind der deutschen Wirtschaft nicht zumutbar aufgrund dessen bleibt den Staat zur Bekämpfung der Armut vieler Bürger in Deutschland nur das bedingungsloses Grundeinkommen/Bürgergeld.

Ist ein bedingungsloses Grundeinkommen/Bürgergeld von zum Beispiel 1000 € pro Monat pro Kopf finanzierbar?

Interview mit DM-Gründer Götz Werner in der FAZ

Wer soll das bezahlen?

Das ist eine verfängliche, aber irrige Frage.

Mit Verlaub: 1000 Euro pro Kopf und Monat, das sind bei 82 Millionen Deutschen etwa eine Billion Euro. Woher soll das Geld kommen?

Das Finanzierungsproblem stellt sich nicht. Wir alle leben nicht vom Geld, sondern von Gütern. Die richtige Frage lautet daher: Ist die Gesellschaft in der Lage, so viele Güter und Dienstleistungen zustande zu bringen, dass 82 Millionen Menschen in der Größenordnung von mindestens 1000 Euro davon leben können. Da ist die Antwort - bei einem Bruttosozialprodukt von 2500 Milliarden und Konsumausgaben von 1800 Milliarden Euro - eindeutig ja.


Quelle: FAZ Veröffentlicht: 15.08.2010, 11:02 Uhr
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/arbeitsmarkt-und-hartz-iv/dm-gruender-goetz-werner-1000-euro-fuer-jeden-machen-die-menschen-frei-1623224-p3.html

Nicht vergessen heute 2016 ist das Bruttosozialprodukt über 3000 Milliarden Euro angestiegen und die  Konsumausgaben ebenso. Ebenso sollte berücksichtigt werden dass ein bedingungsloses Grundeinkommen/Bürgergeld sehr viel kostenintensive Bürokratie abbauen würde. Natürlich bedarf es Übergangsreglungen für zum Beispiel Rentenansprüche etc…
Aber die konkrete Ausgestaltung eines bedingungsloses Grundeinkommen/Bürgergeld ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Die erste Frage ist, will der Staat seinen Bürgern ein bedingungsloses Grundeinkommen/Bürgergeld gewähren und somit Armut der Bürger verhindern oder will er das nicht?

Ich bin der Meinung dass das  bedingungsloses Grundeinkommen/Bürgergeld alternativlos ist wenn das Ziel der Bekämpfung der Armut umgesetzt werden soll.

Epilog:

Wirklichkeit und Wahrheit sind längst eine Frage von Gestaltung und Machbarkeit geworden. Wirklichkeit und Wahrheit quillt nicht mehr aus Erfahrung und Wahrhaftigkeit, sondern wird zur Projektion, letztlich sogar zur Suggestion.
 
Damit sind die Medienmächtigen längst bei:
Wir gestalten die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit.
Wir erschaffen die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit nach unserer Doktrin

So gesehen ist die Zensur das kleinere Übel.
PR-tauglich formuliert sind wir bei: Wahrheit ist machbar, Herr Nachbar!

Was ist Wahrheit? (Pontius Pilatus)

Erstellt von Sybilla am 28.07.16 ---  11 Uhr 00
« Letzte Änderung: 28. Juli 2016, 11:42:24 von Sybilla » Gespeichert

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« Antworten #610 am: 31. August 2016, 23:25:15 »

Prolog 
   
 Es war einmal, ein Land mitten in Europa im den verkünden viele Medien das sich laut des offiziellen Monatsbericht der BA die Arbeitslosigkeit trotz Sommerflaute auf einen Rekordtief befindet. Damit wird natürlich  nicht die vollumfängliche Wahrhaftigkeit vom Arbeitsmarkt berichtet sondern eine gewünschte ideologische Suggestion die auf Wirkung ausgerichtet ist. Eine schön gemalte Traumwelt der robusten Konjunktur der guten Lage am Arbeitsmarkt die Mär von der Rekordbeschäftigung von dem Rekordtief der Arbeitslosigkeit und vor allem uns geht so gut wie nie
   
Natürlich sieht die Realität vieler Menschen die jeden Morgen früh aufstehen und jeden Morgen zur Arbeit gehen nicht so rosig aus. Wie das die Medien-Meldungen vom robusten Arbeitsmarkt dem Publikum suggerieren sollen.
   
Ja manche Menschen haben Arbeit erzielen aber zu wenig Einkommen um für sich und ihre Familien Wohnung, Nebenkosten für ihre Wohnung, Nahrung, Kleidung und eine minimale Teilhabe am sozialen kulturellen und politischen Leben zu ermöglichen. Sie und ihre Familien leben trotz Arbeit in Armut oder sind von Armut gefährdet. Viele von diesen Menschen in Beschäftigung müssen ergänzende Transferleistungen wie Hartz IV Leistungen oder Wohngeld beziehen. Allerdings sind sie aus der Statistik der Arbeitslosen verschwunden.
   
 Der Abbau hoch qualifizierter Arbeitsplätze geht trotzdem ungebremst weiter zum Beispiel Jobabbau bei Siemens 2000 Mitarbeitern in Deutschland droht die Kündigung wenn der Bezug des ALG I ausgeschöpft ist und kein neuer Arbeitsplatz vorhanden ist Dann werden die jungen unter 25 aber im besonderen die über 45 jährigen Fachkräfte mit Hartz IV und Jobangeboten im Helferbereich auch in Teilzeit konfrontiert. Das ist die normale Realität in Deutschland bei „Rekordbeschäftigung“
   
  Quelle: N24 09.03.2016 | 18:20 Uhr
  http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Wirtschaft/d/8197464/2000-mitarbeitern-in-deutschland-droht-die-kuendigung.html
   
  Die Fakten:
   
  Pressemitteilung  Nr. 407 vom 05.11.2015: 20,6 % der Bevölkerung Deutschlands von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht
   
  Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 407 vom 05.11.2015
   
  Armut in Deutschland hat sich trotz oder vielleicht auch wegen der „Rekordbeschäftigung“ bei 15,4 % verfestigt.
   
  Armutsbericht 2016 - Am stärksten sind laut dem Bericht Erwerbslose von Armut betroffen – ihr Anteil liegt bei 58 Prozent – und Alleinerziehende, deren Anteil bei 42 Prozent liegt. Auch die Kinderarmutsquote ist mit 19 Prozent hoch.
   
  Quelle:
  ZEIT ONLINE 23. Februar 2016, 12:20 Uhr Armutsbericht Paritätische Wohlfahrtsverband
  http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-02/armut-deutschland-2016-paritaetische-verband
   
  Immer mehr Menschen in Deutschland verlieren ihr eigenes Dach über dem Kopf und werden wohnungslos. Laut einer Schätzung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) waren 2014 demnach 335.000 Menschen ohne festen Wohnsitz. Das entspricht einer Steigerung um ca. 35 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010.
   
  Quelle: www.wirtschaft.com 5. Januar 2016 6:37
  http://www.wirtschaft.com/wohnungslos-und-obdachlos-im-reichen-deutschland/
   
  Kluft zwischen Reich und Arm größer als vor 20 Jahren
   
  Quelle: FAZ 25.01.2016, 06:30 Uhr
   
  Kinderarmut: 19 Prozent oder 2,47 Millionen aller Mädchen und Jungen in Deutschland in Familien mit so wenig Geld, dass sie als arm oder armutsgefährdet gelten.
   
  Quelle: Spiegel Online 11.01.2016 – 14:32 Uhr
   
  Zahlencheck Arbeitsmarkt August 2016
   
  Hilfequote BA Monatsbericht August 2016 Seite 27

3.7 Hilfequoten *30

Im August 2016 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für
Arbeitsuchende bezogen (10,1 Prozent). 9,3 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig  - und 8,0Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter.

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Die Hilfequote der Haushalte verharrt somit trotz offiziellen Rekordtiefs der Arbeitslosigkeit weiterhin auf exorbitant hohem Niveau bei über 10 %
 
   
  * 30 Vgl. zur Ermittlung der Hilfequoten:
  http://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Grundlagen/Berechnung-der-Hilfequoten/Berechnung-der-Hilfequoten-Nav.html
   
  * § 235 Sozialgesetzbuch Sechstes Buch
   
  Ist es Ihnen aufgefallen –  es gibt kaum Veränderung im Bereich der Hilfequoten
   
  Also es bleibt entgegen aller Jubelmeldungen bei den Hilfequoten alles so wie in den letzten Monaten und auch im Vergleich zum Vorjahr ist kaum eine Veränderung zu erkennen.
   
  - - - - - - -
   
  Leistungsempfänger
   
  Die offiziellen Zahlen zum Arbeitsmarkt des Pressediensts der BA für August finden Sie auf Seite 54 des  Monatsberichts des Monats August 2016.
   
  Leistungsempfänger Arbeitslosengeld, Arbeitslosengeld II (Hartz IV) Sozialgeld; Sozialhilfe; Altersgrundsicherung
   
  Im August 2016 gibt es in der Summe 9.217.838 Personen im Leistungsbezug
7.667.838 Personen/Leistungsempfänger Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem SGB XII  erhalten 995.000 Personen

Im Bereich von Asylleistungen nehme ich rund 1.550.000 Personen im Leitungsbezug an
     Pressemitteilung Nr. 292 vom 12.08.2015 …Neben den rund 512 000 Empfängerinnen und Empfängern von Grundsicherung im Rentenalter gab es im März 2015 deutschlandweit rund 483 000 Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung wegen dauerhaft voller Erwerbsminderung. Diese waren mindestens 18 Jahre alt, hatten das Rentenalter von 65 Jahren und 3 Monaten allerdings noch nicht erreicht. Damit bezogen im März 2015 rund 995 000 volljährige Menschen in Deutschland Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem 4. Kapitel des SGB XII…..
   
  Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 292 vom 12.08.2015
             
 Im August 2016 gibt es 6.672.838 Leistungsempfänger 4) SGBII/SGBIII das entspricht ebenso wie im Vormonaten einer Hilfequote von 8,0%  erwerbsfähige Leistungsberechtigte.
   
  Darunter erhalten
  766.035 Personen Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit   
  4.293.766 Personen als erwerbsfähige Leistungsberechtigte Arbeitslosengeld II (Hartz IV)
  1.613.037 Personen erhalten als nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte (z.B. Kinder in Bedarfsgemeinschaften) Sozialgeld
   
  ( nicht berücksichtigt sind Leistungsempfänger von Wohngeld, Kinderzuschlag, , …)
   
  ------------------------
   
  Unterbeschäftigung im August 2016
   
  Die Zahl der Unterbeschäftigten sinkt leicht, verharrt aber auf hohem Niveau bei 3.576.259 Personen 8,0  % ,
 
Ist das eine niedrige Zahl von Arbeitslosen Personen in einem August Huh???
Na ja zumindest wenn so gezählt wird wie heute – aber nicht wirklich.
 Ich denke das ist eine Lüge. Belege unten im Detail.
   
    (Im BA-Bericht Dezember 2004 wurden im Bereich des Arbeitslosengeld und der Arbeitslosenhilfe nur 4.321.000 Leistungsempfänger gezählt.
   
  - - - - - - - - - - - -
   
  Arbeitslose
   
  Im BA Bericht August 2016
  Wird die Zahl der Arbeitslosen im Sinne Arbeitslosigkeit nach § 16 SGB III registriert
  Für August 2016 nennt der BA Bericht eine Zahl von 2.684.289 arbeitslosen Personen.
 Auch das ist kein Rekordtief sondern eine hohe Zahl von betroffenen Personen.   
 
Wer fehlt in der offiziellen Arbeitslosenstatistik?
 Nicht in der Statistik tauchen all diejenigen auf, die sich nicht zur Arbeitssuche gemeldet haben. Das Gleiche gilt für alle, die nicht mindestens 15 Stunden pro Woche arbeiten können oder bis zu sechs Wochen arbeitsunfähig erkrankt sind. Auch all jene, die durch Instrumente der Arbeitsmarktpolitik gefördert werden, fehlen in der Arbeitslosenstatistik. Dies betrifft sowohl Fort- und Weiterbildung als auch Trainings- und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Auch all diejenigen, die einen Ein-Euro-Job haben, Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge besuchen oder einen Gründungszuschuss erhalten, tauchen nicht in der Statistik auf. Zudem fehlen alle Personen ab 58 Jahren, die mindestens zwölf Monate Arbeitslosengeld II bezogen haben und in dieser Zeit keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten bekommen haben. Ebenso nicht als arbeitslos erfasst werden Personen, die sich in der Freistellungsphase der Altersteilzeit befinden und von der Bundesagentur für Arbeit gefördert werden. Zusätzlich gelten natürlich auch alle Personen die nach dem Ablauf des Arbeitslosengeld I keinen Anspruch auf ALG II haben (Partnereinkommen, Vermögen, etc) nicht als arbeitslos, falls sich diese Personen bei den Jobcentern melden sind diese sind dann offiziell nur noch Arbeit suchend. Und alle Personen die nicht die hochnotpeinliche Bedarfsprüfung der Jobcenter ertragen und sich resignierend ihrem Schicksal ergeben. Des Weiteren natürlich alle Personen die Teilzeit arbeiten aber dennoch ergänzende ALG II Leistungen (Hartz IV) beziehen müssen um ihren Lebensunterhalt und den ihrer Kinder abdecken zu können…. Auch die meisten Asylbewerber erscheinen nicht als Arbeitslose.
   
   
  Laut vorläufiger Schätzung/Hochrechnung der BA sind im August 824.912 Teilnehmer an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik  (Zahl BA Bericht des jeweiligen Monatsbericht)
   
  Die endgültige Zahl der Teilnehmer an ausgewählten Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik  steigt in der Regel im lauf der Zeit für die zurückliegenden Berichtsmonate noch erheblich an.
     
    *4)Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hochgerechnet werden.

Ein Blick auf die rund 1,55 Millionen Migranten die seit Januar 2015 in Deutschland angekommen sind lohnt sich viele von Ihnen befinden sich in Integrationskurse die durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert werden. Sie werden aufgrund der Teilnahme an Integrationskurse nicht als Leistungsempfänger oder Arbeitslose erfasst. Diese Personen erhalten Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG)

Berlin - Erst 30.000 Flüchtlinge haben einen Job

Quelle: RP 11. Juli 2016 | 09.57 Uhr

Analyse: Flüchtlinge finden nur schwer einen Job

Quelle: dpa  erstellt am 31.Aug.2016 | 16:06 Uhr
 

   
  Gemeldeten Arbeitsstellen
   
   
  Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht August 2016 Seite 54  --  685.238 Arbeitsstellen BA-  X  219
   
  Ein Beispiel für eine wunderbare Vermehrung der offenen Stellen.
  Firma xy meldet eine offene Stelle an 20 Verleihfirmen jeder dieser Verleihfirmen meldet diese Stelle an die Jobbörse der BA die BA registriert 20 offene Stellen für einen Arbeitsplatz zusätzlich stellt jede Verleihfirma diesen Arbeitsplatz in ihre Jobbörse ein, somit steigt die Zahl der offenen Stellen für ein und denselben Arbeitsplatz auf mindestens 40 offene Stellen an. Allerdings können diese 40 offenen Stellen nur von einer Person besetzt werden. die anderen 39 offenen Stellen verschwinden dann nach der Neubesetzung der Arbeitsstelle aus der Statistik. So erklärt sich auch der gefühlte Fachkräftemangel wer das einmal verstanden hat, versteht die Logik des suggerierten Jobbooms.
  Aber warum der Realität ins Auge blicken wenn die Traumwelt von der BA in schönen bunten Farben gemalt wird?
   
  Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt, die Wahrheit steht von alleine aufrecht.
  Benjamin Franklin.
   
   
  Quelle der Zahlen:
  BA – Monatsbericht August 2016
   
https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201608/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-201608-pdf.pdf
   
  Nun gut sehen wir auf die Fakten
   
  Wir hören es mehrmals täglich im Viertelstundentakt die Robuste Konjunktur das BIP ist in 2015 über 3 Billionen Euro gestiegen und die Rekordbeschäftigung bescheren den deutschen Staat einen Rekordüberschuss nach den anderen  Aber wir wissen auch steigende Sozialausgaben tickende Zeitbombe denn die Rekordbeschäftigung wird durch ergänzende Sozialleistungen subventioniert.
  Kommendes Jahr sollen die Sozialausgaben im Bundeshaushalt von 51,0 auf 52,6 Prozent steigen. Rechnet man die Zinsausgaben heraus, sind es sogar 55,8 Prozent - ein neuer Allzeit Rekord.
   
  Quelle: Wirtschaftswoche 23. Februar 2016
  http://www.wiwo.de/politik/konjunktur/robuste-konjunktur-deutscher-staat-mit-rekordueberschuss/13002752.html
  Quelle: n24  01.04.2016 | 11:18 Uhr jal, REUTERS
  http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/8305918/eine-tickende-zeitbombe.html
   
  Deutlicher kann der Widerspruch von Realität und Wunschdenken nicht dargestellt werden.
   
  Im Fazit ist festzustellen dass die „Rekordbeschäftigung“ nicht zu weniger sondern zu mehr staatlichen Transferzahlungen für Personen in Armut oder Armutsgefährdung führt.
  Höhere Lohnzahlungen sind der deutschen Wirtschaft nicht zumutbar aufgrund dessen bleibt den Staat zur Bekämpfung der Armut vieler Bürger in Deutschland nur das bedingungsloses Grundeinkommen/Bürgergeld.
   
  Ist ein bedingungsloses Grundeinkommen/Bürgergeld von zum Beispiel 1000 € pro Monat pro Kopf finanzierbar?
   
  Interview mit DM-Gründer Götz Werner in der FAZ
   
  Wer soll das bezahlen?
   
  Das ist eine verfängliche, aber irrige Frage.
   
  Mit Verlaub: 1000 Euro pro Kopf und Monat, das sind bei 82 Millionen Deutschen etwa eine Billion Euro. Woher soll das Geld kommen?
   
  Das Finanzierungsproblem stellt sich nicht. Wir alle leben nicht vom Geld, sondern von Gütern. Die richtige Frage lautet daher: Ist die Gesellschaft in der Lage, so viele Güter und Dienstleistungen zustande zu bringen, dass 82 Millionen Menschen in der Größenordnung von mindestens 1000 Euro davon leben können. Da ist die Antwort - bei einem Bruttosozialprodukt von 2500 Milliarden und Konsumausgaben von 1800 Milliarden Euro - eindeutig ja.

   
  Quelle: FAZ Veröffentlicht: 15.08.2010, 11:02 Uhr
  http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/arbeitsmarkt-und-hartz-iv/dm-gruender-goetz-werner-1000-euro-fuer-jeden-machen-die-menschen-frei-1623224-p3.html
   
  Nicht vergessen heute 2016 ist das Bruttosozialprodukt über 3000 Milliarden Euro angestiegen und die  Konsumausgaben ebenso. Ebenso sollte berücksichtigt werden dass ein bedingungsloses Grundeinkommen/Bürgergeld sehr viel kostenintensive Bürokratie abbauen würde. Natürlich bedarf es Übergangsreglungen für zum Beispiel Rentenansprüche etc…
  Aber die konkrete Ausgestaltung eines bedingungsloses Grundeinkommen/Bürgergeld ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
   
  Die erste Frage ist, will der Staat seinen Bürgern ein bedingungsloses Grundeinkommen/Bürgergeld gewähren und somit Armut der Bürger verhindern oder will er das nicht?
   
  Ich bin der Meinung dass das  bedingungsloses Grundeinkommen/Bürgergeld alternativlos ist wenn das Ziel der Bekämpfung der Armut umgesetzt werden soll.
   
  Epilog:
   
  Wirklichkeit und Wahrheit sind längst eine Frage von Gestaltung und Machbarkeit geworden. Wirklichkeit und Wahrheit quillt nicht mehr aus Erfahrung und Wahrhaftigkeit, sondern wird zur Projektion, letztlich sogar zur Suggestion.
   
  Damit sind die Medienmächtigen längst bei:
  Wir gestalten die Wirklichkeit.
  Wir schaffen die Wirklichkeit.
  Wir erschaffen die Wirklichkeit.
  Wir schaffen die Wirklichkeit nach unserer Doktrin
   
  So gesehen ist die Zensur das kleinere Übel.
  PR-tauglich formuliert sind wir bei: Wahrheit ist machbar, Herr Nachbar!
   
  Was ist Wahrheit? (Pontius Pilatus)
   
  Erstellt von Sybilla am 31.08.16 ---  23 Uhr 00

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« Antworten #611 am: 01. September 2016, 23:31:07 »

Also, ich weiß nur, daß meine Frau seit fast 10 Jahren in einer (Jugend)-Einrichtung arbeitet ... in Maßnahmen, geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen, Honorarverträgen, Aushilfe... Begründung für Nichteinstellung vom CDU-Chef: "Ja, ich würde gern auch jemanden fest einstellen, aber das Geld reicht hinten und vorn nicht...."

Ich selbst bin an Diabetes, Herz (ein Stent), Schlafapnoe und Hüfte (OP folgt in 4 Monaten) erkrankt und der befristete Arbeitsvertrag läuft jetzt im September nach einem Jahr aus, weil mein Chef so einen langen Ausfall nicht wegstecken mag. Obwohl ja die Krankenkasse schon 60% meines Lohns (klar alles ohne die Zuschläge  Angry  ) bezahlt. Damit habe ich natürlich erstmal Wohngeld beantragt und bin gespannt. Zur Not eben wieder das ALGII-KZ.

Das ist Realität!

Schönwetterstaaten, -regierungen und ihre Mitläufer, die alles schönfärben nd positiv zurechtbiegen werden zugrunde gehen. Das lehrt die Geschichte.
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« Antworten #612 am: 02. September 2016, 00:41:11 »

Irgendwann hat dieses Lügensystem fertig und dann wird es zusammenbrechen!
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« Antworten #613 am: 02. September 2016, 22:40:31 »

Zur Methode der Analys des BA Monatsbericht

Eine Analyse der BA-Statistik zur Arbeitslosigkeit in Deutschland ist keinesfalls für die eine oder andere Interpretation geeignet. Eine Analyse muss sich immer an Fakten und Wahrheit orientieren nur so ist eine wahrhaftige Aussage möglich. Interpretation ist meistens eine Sache der Ideologie des erwünschten, dass eine Sichtweise untermauert die das gewünschte bestätigt. Wobei das gewünschte meistens nicht das ist was in der Realität durch Fakten und Wahrheit bestätigt wird.

 Aufgrund dessen muss die BA-Statistik zur Arbeitslosigkeit in Deutschland detailliert betrachtet werden, Somit ist sehr schnell kristallklar analysiert, das bei der Bewertung der BA-Statistik zur Arbeitslosigkeit in Deutschland nicht die Interpretation sondern die Addition den Knackpunkt darstellt.

 So werden in der BA-Statistik zur Arbeitslosigkeit in Deutschland die Leistungsempfänger sehr kleingliedrig erfasst und kategorisiert zugeordnet. Die Addition der Zahlen ist nicht das Augenmerk der Statistiker sondern das zergliedern in Leistungsberechtigte.

 Analog dazu verhält es sich bei der Erfassung der Personen die als Arbeitslos in der BA-Statistik zur Arbeitslosigkeit in Deutschland erfasst werden. Auch in dieser Kategorie zergliedert die Statistik die Zahl in Personen in unterschiedliche Kategorien die mit Kriterien versehen werden die eine Erfassung der Personen als arbeitslos ausschließt obwohl die Personen de facto arbeitslos sind. Alleine die Zahl der Personen in Unterbeschäftigung spiegelt einen grossteil der Personen wieder die tatsächlich arbeitslos ist. Allerdings relativiert diese Zahl den Erfolg der Arbeitsmarktreform aufgrund dessen verzichten viele regierungstreue Medien aufgrund der politischen Vorgaben auf deren Erwähnung in den monatlichen Jubelmeldungen.


 Hingegen in der BA-Statistik zur Arbeitslosigkeit in Deutschland die Zahl der offenen Stellen wie im Beispiel beschrieben durch Addition vermehrt werden. Eine offene Stelle wird bei zehn Zeitarbeitsfirmen zur Besetzung gemeldet jede Zeitarbeitsfirma setzt diese Stelle in die Jobbörse der BA und zumindest auf die firmeneigene Jobbörse. Die Statistik der BA addiert die Stellen nun zu zwanzig offenen Stellen. (Duplikate können durch die Statistik kaum erkannt werden sind aber Realität) Gleichwohl durch Besetzung der gemeldeten Stelle alleine zwanzig Stellenangebote obsolet sind.

 Ähnlich wird die Zahl der Beschäftigung eine statistische Kennzahl die es erst seit zehn Jahren gibt durch die Addition sämtlicher Beschäftigungen stundenweise Aushilfsjob im Haushalt, Regalauffüller etc…Minijobs, Midijobs, Teilzeitjob.Vollzeitarbeitsplatz) künstlich von Monat zu Monat zu einem neuem Allzeit Rekordhöchststand (also seit zehn Jahren) aufgebläht und medial aufgrund der politischen Vorgaben als Jubelmeldungen vom Erfolg der politischen Arbeitsmarktreform verkündet.

 Im Fazit ist also ohne jeden Zweifel die Erkenntnis bestätigt dass die Wahrhaftigkeit der BA-Statistik zur Arbeitslosigkeit in Deutschland alleine durch die Beachtung zu analysieren ob es eine Kennzahl der Statistik durch Addition verschiedener Teilzahlen errechnet wird oder ob die Teilzahlen als einzelne Kennzahl der Statistik geführt wird.

 Bei einen gewünschten niederen Zahlenwert bleiben die Teilzahlen als einzelne Kennzahl in der Statistik erfasst Bei einen gewünschten hohen Zahlwert werden Teilzahlen zu Gesamtzahlen addiert und erfasst. So malt die Statistik die Welt die der Politik gefällt.
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« Antworten #614 am: 03. September 2016, 09:29:20 »

Dazu kommen dann ja noch die Menschen, die im Grunde Anspruch auf ALG hätten, diesen aber nicht geltend machen. Die tauchen ja auch in keiner Statistik auf.

Zitat
Hingegen in der BA-Statistik zur Arbeitslosigkeit in Deutschland die Zahl der offenen Stellen wie im Beispiel beschrieben durch Addition vermehrt werden. Eine offene Stelle wird bei zehn Zeitarbeitsfirmen zur Besetzung gemeldet jede Zeitarbeitsfirma setzt diese Stelle in die Jobbörse der BA und zumindest auf die firmeneigene Jobbörse. Die Statistik der BA addiert die Stellen nun zu zwanzig offenen Stellen. (Duplikate können durch die Statistik kaum erkannt werden sind aber Realität) Gleichwohl durch Besetzung der gemeldeten Stelle alleine zwanzig Stellenangebote obsolet sind.
Dazu kommen dann noch die Stellen von ZAFten die als "Lockangebote" eingestellt werden und die Angebote, bei denen das Jobangebot immer noch vakant gemeldet ist, obwohl die Stelle schon lange besetzt ist.

Ich habe schon bei Jobangeboten aus der Jobbörse angerufen und dann einen verwunderten Menschen am anderen Ende der Leitung gehabt, der mir erzählte, das es seine Firma schon seid drei Jahren nicht mehr gibt.
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Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
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« Antworten #615 am: 03. September 2016, 17:48:24 »

Die Merkelsche BRD ist genau so eine Lügenrepublik geworden, wie die DDR eine war. Oder zu Hitlers Zeiten. Oder beim Kaiser.
Immer hat der Deutsche nach oben gebuckelt, schöngefärbt um seinen eigenen Arsch zu retten. Der Untertan eben.

Und nichts hat sich geändert.

"Der Untertan" ist ein Roman von Heinrich Mann, den wir damals in der Schule hatten. Mit einem beeindruckenden Film. Ich zitiere mal aus der WIKI:
"Heßling ist obrigkeitshörig, feige und ohne Zivilcourage. Er ist ein Mitläufer und Konformist. Heinrich Mann erzählt mit ironischer Distanz Heßlings Lebensgeschichte von dessen Kindheit bis hin zur Sicherung seiner Stellung in der wilhelminischen Gesellschaft. Er wird dargestellt als unsicherer junger Mann, Student, Mitglied einer schlagenden Studentenverbindung, Stammtischagitator, Fabrikbesitzer, Kontrahent des Proletariats, Beherrscher der Familie, lokalpolitischer Intrigant und Verehrer des deutschen Kaisers Wilhelm II. An eine Kette solcher Episoden, denen Zitate aus Kaiserreden als Leitfaden dienen, wird Heßlings Aufstieg zu Einfluss und Macht dargestellt, wobei sich seine Persönlichkeit einerseits als Tyrann gegen Schwächere auslebt, andererseits als Untertan, der sich freudig höheren politischen Gewalten unterordnet.
Heßling identifiziert sich mit den Weltmachtambitionen der radikalen Nationalisten, die den kommenden Weltkrieg herbeiwünschen. Während einer Rede zur Einweihung eines kaiserlichen Denkmals, in der sich Heßling selbst als Bürger der Zeit beschreibt, wird die Ordnung durch ein apokalyptisch anmutendes Gewitter aufgelöst. Als kritischen Gegensatz zu Heßling lässt Heinrich Mann als Darstellung des verkümmernden Liberalismus den Vater eines Freundes, den 1848er-Revolutionär Buck, im Angesicht Heßlings sterben."

Nichts hat sich geändert! Nur die Technik drumherum.

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BGS
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« Antworten #616 am: 03. September 2016, 22:04:33 »

Ist zwar nicht wichtig, doch lasen auch wir im damaligen Westen in der Schule

"Der Untertan" von Heinrich Mann.

Die Hauptfigur heisst dort Diedrich Haessling.

MfG

BGS
« Letzte Änderung: 03. September 2016, 22:06:55 von BGS » Gespeichert

"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)
Sybilla


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« Antworten #617 am: 29. September 2016, 11:17:16 »

Muss die Solidargemeinschaft der Steuerzahler schon wieder eine Bank retten?

Die Bundesregierung soll laut einem Bericht einen Rettungsplan für die Deutsche Bank vorbereiten. Im Ernstfall könnte sich der Staat demnach direkt mit 25 Prozent an der Bank beteiligen. Das Finanzministerium dementiert.
Quelle: Handelsblatt 28.09.2016 11:13 Uhr Update: 28.09.2016, 16:24 Uh
 Prolog
 
 Es war einmal ein Land mitten in Europa, in dem verkünden viele Medien, dass sich laut des offiziellen Monatsberichts der BA die Arbeitslosigkeit aufgrund der guten wirtschaftlichen Entwicklung auf einem Rekordtief in einem September befindet. Damit wird natürlich  nicht die vollumfängliche Wahrhaftigkeit vom Arbeitsmarkt berichtet sondern eine gewünschte ideologische Suggestion die auf Wirkung ausgerichtet ist. Eine postfaktische Gefühlswelt eine schön gemalte Traumwelt der robusten Konjunktur der guten Lage am Arbeitsmarkt.
Die Mär von der Rekordbeschäftigung und vor allem uns geht so gut wie nie


Rekordbeschäftigung ?

Als erwerbstätig gilt, wer mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet.

Oft höre ich aus den Medienberichten zum Arbeitsmarkt leider heraus, dass der Arbeit suchende, der in Not ist, als Belastung dargestellt wird, die man schnell loswerden will.

Wie oft haben wir seit der Agenda 2010 Reform und Hartz IV schon gehört und gelesen das Menschen im Leistungsbezug die Motivation zur Aufnahme von Arbeit fehle und man daher Druck durch ausüben müsse. (Sanktionen)

So redet man nicht über Menschen“, solche Sätze sind „Futter für Rechtspopulisten“

Ich bin immer noch „erschrocken und verärgert“ über solche Äußerungen in Print - und Medienberichten, die nur darauf abzielen, Menschen mit oder ohne Arbeit im Leistungsbezug von Hartz IV mitten in Deutschland herabwürdigend an den Rand der Gesellschaft abzuschieben. Diese Tonlage ist nicht hilfreich für Millionen Menschen die in der Gesellschaft der Wohlhabenden integriert werden möchten die von der Gesellschaft eine Chance und Perspektive erhalten möchten..

Mit Blick auf die soziale Debatte seit der Agenda 2010 warne ich davor, Ressentiments gegen andere Menschen oder Menschen ohne  Arbeit oder Menschen im Hartz IV Bezug trotz geringfügiger Beschäftigung oder niedrigen Einkommen oder Menschen die sich in Tafelläden mit Grundnahrungsmittel versorgen müssen, zu schüren. Millionen Menschen in Deutschland leben im ALG II Leistungsbezug in Hartz IV diese brauchen das Gefühl, der Zugehörigkeit und die integrative Teilhabe am sozialen kulturellen und politischen Gesellschaftsleben sie brauchen das Gefühl das sie ein Teil der Gesellschaft sind und nicht nur von der Gesellschaft alimentiert oder in Tafelläden mit Lebensmittel versorgt werden.

Ich appelliere an die Politik und Medien, zu einer Sprache zurückzufinden, die sich an den sozialen Problemen orientiert. Als „rote Linien“ für mich bezeichne ich, dass jeder Mensch im ALG II Leistungsbezug Hartz IV, der auch einmal in den Tafelladen komme, menschenwürdig behandelt und ein faires Verhalten der Gesellschaft und Behörden erhalten müsse. Außerdem dürfe niemand in Armut und  Not fallen oder dorthin zurückgeschickt werden.

Zugleich fordere ich dazu auf, auch die Erfolge beim gesetzlichen Mindestlohn zu sehen der die soziale Lage vieler Menschen verbessert hat. Die soziale Situation ist herausfordernd, aber es ist auch vieles in Gang gekommen. Es ist zum Beispiel in Tafelläden sehr viel geleistet worden. Es gibt keinen Rückgang bei Hilfsbereitschaft und Solidarität der Bürger.

Natürlich hat eine Gesellschaft das Recht ihre Solidarität denen zu schenken von denen sie am meisten Profit und Gegenleistung erwarten kann. Aber die Humanistik und Ethik fordert eine Solidarität mit allen ein, mit Familien, Kindern, Kranken, Pflegebedürftigen und der Generation der Rentner sowie Armen und Menschen in Not.

Allerdings ist das eine Forderung die in einer auf wirtschaftlichen Gewinn orientierten Gesellschaft nicht gerne gehört wird weil sie Kosten verursacht die getragen werden müssen.
Derartige Forderungen bewegen sich nicht im Gleichschritt mit dem Zeitgeist der herrschenden Nomenklatur und werden aufgrund dessen von moralischen Autoritäten die den Gleichklang mit der herrschenden Nomenklatur anstreben auch nicht geäußert. 


Prognose: Rente wird bis 2045 stark sinken
 
Natürlich sieht die Realität vieler Menschen die jeden Morgen früh aufstehen und jeden Morgen zur Arbeit gehen nicht so rosig aus. Wie das die Medien-Meldungen vom robusten Arbeitsmarkt dem Publikum suggerieren sollen.
   
Ja manche Menschen haben Arbeit erzielen aber zu wenig Einkommen um für sich und ihre Familien Wohnung, Nebenkosten für ihre Wohnung, Nahrung, Kleidung und eine minimale Teilhabe am sozialen kulturellen und politischen Leben zu ermöglichen. Sie und ihre Familien leben trotz Arbeit in Armut oder sind von Armut gefährdet. Viele von diesen Menschen in Beschäftigung müssen ergänzende Transferleistungen wie Hartz IV Leistungen oder Wohngeld beziehen. Allerdings sind sie aus der Statistik der Arbeitslosen verschwunden.

Weniger für die Ärmsten Essen bei den Tafeln reicht nicht für alle

Der Bundesvorsitzende der Tafeln, Jochen Brühl, teilte in Berlin mit, nach der jüngsten Jahresumfrage seines Verbandes holten sich fast 1,8 Millionen Menschen in Deutschland regelmäßig Lebensmittel bei den Tafeln ab. Unter ihnen seien mittlerweile rund 280.000 Flüchtlinge.

Quelle: F.A.Z. 27.09.2016

Suchtexperten sehen Flüchtlinge durch Sportwetten gefährdet

Quelle: Focus online Dienstag, 27.09.2016, 06:14

 Der Abbau hoch qualifizierter Arbeitsplätze geht trotzdem ungebremst weiter zum Beispiel Jobabbau bei Siemens 2000 Mitarbeitern in Deutschland droht die Kündigung wenn der Bezug des ALG I ausgeschöpft ist und kein neuer Arbeitsplatz vorhanden ist Dann werden die jungen unter 25 aber im besonderen die über 45 jährigen Fachkräfte mit Hartz IV und Jobangeboten im Helferbereich auch in Teilzeit konfrontiert. Das ist die normale Realität in Deutschland bei „Rekordbeschäftigung“
   
  Quelle: N24 09.03.2016 | 18:20 Uhr
  http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Wirtschaft/d/8197464/2000-mitarbeitern-in-deutschland-droht-die-kuendigung.html
   
  Die Fakten:
   
  Pressemitteilung  Nr. 407 vom 05.11.2015: 20,6 % der Bevölkerung Deutschlands von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht
   
  Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 407 vom 05.11.2015
   
  Armut in Deutschland hat sich trotz oder vielleicht auch wegen der „Rekordbeschäftigung“ bei 15,4 % verfestigt.
   
  Armutsbericht 2016 - Am stärksten sind laut dem Bericht Erwerbslose von Armut betroffen – ihr Anteil liegt bei 58 Prozent – und Alleinerziehende, deren Anteil bei 42 Prozent liegt. Auch die Kinderarmutsquote ist mit 19 Prozent hoch.
   
  Quelle:
  ZEIT ONLINE 23. Februar 2016, 12:20 Uhr Armutsbericht Paritätische Wohlfahrtsverband
  http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-02/armut-deutschland-2016-paritaetische-verband
   
  Immer mehr Menschen in Deutschland verlieren ihr eigenes Dach über dem Kopf und werden wohnungslos. Laut einer Schätzung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) waren 2014 demnach 335.000 Menschen ohne festen Wohnsitz. Das entspricht einer Steigerung um ca. 35 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010.
   
  Quelle: www.wirtschaft.com 5. Januar 2016 6:37
  http://www.wirtschaft.com/wohnungslos-und-obdachlos-im-reichen-deutschland/
   
  Kluft zwischen Reich und Arm größer als vor 20 Jahren
   
  Quelle: FAZ 25.01.2016, 06:30 Uhr
   
  Kinderarmut: 19 Prozent oder 2,47 Millionen aller Mädchen und Jungen in Deutschland in Familien mit so wenig Geld, dass sie als arm oder armutsgefährdet gelten.
   
  Quelle: Spiegel Online 11.01.2016 – 14:32 Uhr
   
  Zahlencheck Arbeitsmarkt September 2016
   
  Hilfequote BA Monatsbericht September 2016 Seite 27

3.7 Hilfequoten *30

Im September 2016 hat jeder zehnte Haushalt in  Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für  Arbeitsuchende bezogen (10,1 Prozent).  9,2 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig – und 7,9 Prozent der Personen im erwerbfähigen Alter.

---------------------------

Die Hilfequote der Haushalte verharrt somit trotz offiziellen Rekordtiefs der Arbeitslosigkeit weiterhin auf exorbitant hohem Niveau bei über 10 %
 
   
  * 30 Vgl. zur Ermittlung der Hilfequoten:
  http://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Grundlagen/Berechnung-der-Hilfequoten/Berechnung-der-Hilfequoten-Nav.html
   
  * § 235 Sozialgesetzbuch Sechstes Buch
   
  Ist es Ihnen aufgefallen –  es gibt kaum Veränderung im Bereich der Hilfequoten
   
  Also es bleibt entgegen aller Jubelmeldungen bei den Hilfequoten alles so wie in den letzten Monaten und auch im Vergleich zum Vorjahr ist kaum eine Veränderung zu erkennen.
   
  - - - - - - -
   
  Leistungsempfänger
   
Die offiziellen Zahlen zum Arbeitsmarkt des Pressediensts der BA für September finden Sie auf Seite 50 des  Monatsberichts des Monats September 2016.
   
  Leistungsempfänger Arbeitslosengeld, Arbeitslosengeld II (Hartz IV) Sozialgeld; Sozialhilfe; Altersgrundsicherung
   
  Im September 2016 erhalten in der Summe 7.605.024  Personen
Leistungen der Grundsicherung  darunter erhalten 995.000 Personen Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem SGB XII alle anderen Grundsicherung nach SGB II

Die Anzahl der Personen die Grundsicherung  als Asylleistungen erhalten ist aufgrund einer fehlenden bundesweiten statistischen Erfassung nicht zuverlässig definierbar. Schätzungen sprechen von rund 1 500 000 Personen die bundesweit Asylleistungen erhalten.
     Pressemitteilung Nr. 292 vom 12.08.2015 …Neben den rund 512 000 Empfängerinnen und Empfängern von Grundsicherung im Rentenalter gab es im März 2015 deutschlandweit rund 483 000 Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung wegen dauerhaft voller Erwerbsminderung. Diese waren mindestens 18 Jahre alt, hatten das Rentenalter von 65 Jahren und 3 Monaten allerdings noch nicht erreicht. Damit bezogen im März 2015 rund 995 000 volljährige Menschen in Deutschland Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem 4. Kapitel des SGB XII…..
   
  Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 292 vom 12.08.2015
             
 Im September 2016 gibt es 6.610.024 Leistungsempfänger 4) SGBII/SGBIII das entspricht einer Hilfequote von 7,9 %  erwerbsfähige Leistungsberechtigte.
   
  Darunter erhalten
  719.313 Personen Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit   
  4.278.749 Personen als erwerbsfähige Leistungsberechtigte Arbeitslosengeld II (Hartz IV)
  1.611.962 Personen erhalten als nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte (z.B. Kinder in Bedarfsgemeinschaften) Sozialgeld
   
  ( nicht berücksichtigt sind Leistungsempfänger von Wohngeld, Kinderzuschlag, , …)
   
  ------------------------
   
  Unterbeschäftigung im September 2016
   
  Die Zahl der Unterbeschäftigten, verharrt auf hohem Niveau bei 3.523.370 Personen 7,9  % ,
 
Ist das die niedrigste Zahl von Arbeitslosen Personen in einem September seit xx Jahren Huh???
Na ja zumindest wenn so gezählt wird wie heute – aber nicht wirklich.
Ich denke das ist eine Lüge. Belege unten im Detail.
   
    (Im BA-Bericht Dezember 2004 wurden im Bereich des Arbeitslosengeld und der Arbeitslosenhilfe nur 4.321.000 Leistungsempfänger gezählt.
   
  - - - - - - - - - - - -
   
  Arbeitslose
   
  Im BA Bericht September 2016
  Wird die Zahl der Arbeitslosen im Sinne Arbeitslosigkeit nach § 16 SGB III registriert
  Für September 2016 nennt der BA Bericht eine Zahl von 2.607.607 arbeitslosen Personen.
Allerdings ist die Zahl der Teilnehmer an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik in den letzen vier Wochen um ca 50.000 Personen angewachsen. Auch das ist kein Rekordtief sondern eine hohe Zahl von betroffenen Personen.   
 
Wer fehlt in der offiziellen Arbeitslosenstatistik?
 Nicht in der Statistik tauchen all diejenigen auf, die sich nicht zur Arbeitssuche gemeldet haben. Das Gleiche gilt für alle, die nicht mindestens 15 Stunden pro Woche arbeiten können oder bis zu sechs Wochen arbeitsunfähig erkrankt sind. Auch all jene, die durch Instrumente der Arbeitsmarktpolitik gefördert werden, fehlen in der Arbeitslosenstatistik. Dies betrifft sowohl Fort- und Weiterbildung als auch Trainings- und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Auch all diejenigen, die einen Ein-Euro-Job haben, Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge besuchen oder einen Gründungszuschuss erhalten, tauchen nicht in der Statistik auf. Zudem fehlen alle Personen ab 58 Jahren, die mindestens zwölf Monate Arbeitslosengeld II bezogen haben und in dieser Zeit keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten bekommen haben. Ebenso nicht als arbeitslos erfasst werden Personen, die sich in der Freistellungsphase der Altersteilzeit befinden und von der Bundesagentur für Arbeit gefördert werden. Zusätzlich gelten natürlich auch alle Personen die nach dem Ablauf des Arbeitslosengeld I keinen Anspruch auf ALG II haben (Partnereinkommen, Vermögen, etc) nicht als arbeitslos, falls sich diese Personen bei den Jobcentern melden sind diese sind dann offiziell nur noch Arbeit suchend. Und alle Personen die nicht die hochnotpeinliche Bedarfsprüfung der Jobcenter ertragen und sich resignierend ihrem Schicksal ergeben. Des Weiteren natürlich alle Personen die Teilzeit arbeiten aber dennoch ergänzende ALG II Leistungen (Hartz IV) beziehen müssen um ihren Lebensunterhalt und den ihrer Kinder abdecken zu können…. Auch die meisten Asylbewerber erscheinen nicht als Arbeitslose.
   
   
  Laut vorläufiger Schätzung/Hochrechnung der BA sind im September 864.367 Teilnehmer an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik  (Zahl BA Bericht des jeweiligen Monatsbericht)
   
  Die endgültige Zahl der Teilnehmer an ausgewählten Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik  steigt in der Regel im lauf der Zeit für die zurückliegenden Berichtsmonate noch erheblich an.
     
    *4)Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hochgerechnet werden.

Ein Blick auf die rund 1,5 Millionen Migranten die seit Januar 2015 in Deutschland angekommen sind lohnt sich viele von Ihnen befinden sich in Integrationskurse die durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert werden. Sie werden aufgrund der Teilnahme an Integrationskurse nicht als Leistungsempfänger oder Arbeitslose erfasst.
Diese Personen erhalten Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG)

Berlin - Erst 30.000 Flüchtlinge haben einen Job

Quelle: RP 11. Juli 2016 | 09.57 Uhr

Analyse: Flüchtlinge finden nur schwer einen Job

Quelle: dpa  erstellt am 31.Aug.2016 | 16:06 Uhr
 

   
  Gemeldeten Arbeitsstellen
   
   
  Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht September 2016 Seite 50  --  686.797 Arbeitsstellen BA-  X  221
   
 Ein Beispiel für eine wunderbare Vermehrung der offenen Stellen.
 Firma xy meldet eine offene Stelle an 20 Verleihfirmen jeder dieser Verleihfirmen meldet diese Stelle an die Jobbörse der BA die BA registriert 20 offene Stellen für einen Arbeitsplatz zusätzlich stellt jede Verleihfirma diesen Arbeitsplatz in ihre Jobbörse ein, somit steigt die Zahl der offenen Stellen für ein und denselben Arbeitsplatz auf mindestens 40 offene Stellen an. Allerdings können diese 40 offenen Stellen nur von einer Person besetzt werden. die anderen 39 offenen Stellen verschwinden dann nach der Neubesetzung der Arbeitsstelle aus der Statistik. So erklärt sich auch der gefühlte Fachkräftemangel wer das einmal verstanden hat, versteht die Logik des suggerierten Jobbooms.

Das kann jeder in der Jobbörse der BA selbst nachvollziehen, selbstverständlich werden in der Jobbörse Arbeitsangebote als Duplikat mehrfach gelistet. Datenredundanz ist ein Begriff der Datenorganisation das mehrfache Führen der gleichen Daten, also das mehrfache Vorkommen desselben Sachverhaltes

Aber warum der Realität ins Auge blicken wenn die Traumwelt von der BA in schönen bunten Farben gemalt wird?
   
  Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt, die Wahrheit steht von alleine aufrecht.
  Benjamin Franklin.
   
   
  Quelle der Zahlen:
  BA – Monatsbericht September 2016
   
https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201609/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-201609-pdf.pdf
   
  Nun gut sehen wir auf die Fakten
   
  Wir hören es mehrmals täglich im Viertelstundentakt die Robuste Konjunktur das BIP ist in 2015 über 3 Billionen Euro gestiegen und die Rekordbeschäftigung bescheren den deutschen Staat einen Rekordüberschuss nach den anderen  Aber wir wissen auch steigende Sozialausgaben tickende Zeitbombe denn die Rekordbeschäftigung wird durch ergänzende Sozialleistungen subventioniert.
  Kommendes Jahr sollen die Sozialausgaben im Bundeshaushalt von 51,0 auf 52,6 Prozent steigen. Rechnet man die Zinsausgaben heraus, sind es sogar 55,8 Prozent - ein neuer Allzeit Rekord.
   
  Quelle: Wirtschaftswoche 23. Februar 2016
  http://www.wiwo.de/politik/konjunktur/robuste-konjunktur-deutscher-staat-mit-rekordueberschuss/13002752.html
  Quelle: n24  01.04.2016 | 11:18 Uhr jal, REUTERS
  http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/8305918/eine-tickende-zeitbombe.html
   
  Deutlicher kann der Widerspruch von Realität und Wunschdenken nicht dargestellt werden.
   
  Im Fazit ist festzustellen dass die „Rekordbeschäftigung“ nicht zu weniger sondern zu mehr staatlichen Transferzahlungen für Personen in Armut oder Armutsgefährdung führt.
  Höhere Lohnzahlungen sind der deutschen Wirtschaft nicht zumutbar aufgrund dessen bleibt den Staat zur Bekämpfung der Armut vieler Bürger in Deutschland nur das bedingungsloses Grundeinkommen/Bürgergeld.

Ist ein bedingungsloses Grundeinkommen/Bürgergeld von zum Beispiel 1000 € pro Monat pro Kopf finanzierbar?
   
  Interview mit DM-Gründer Götz Werner in der FAZ
   
  Wer soll das bezahlen?
   
  Das ist eine verfängliche, aber irrige Frage.
   
  Mit Verlaub: 1000 Euro pro Kopf und Monat, das sind bei 82 Millionen Deutschen etwa eine Billion Euro. Woher soll das Geld kommen?
   
  Das Finanzierungsproblem stellt sich nicht. Wir alle leben nicht vom Geld, sondern von Gütern. Die richtige Frage lautet daher: Ist die Gesellschaft in der Lage, so viele Güter und Dienstleistungen zustande zu bringen, dass 82 Millionen Menschen in der Größenordnung von mindestens 1000 Euro davon leben können. Da ist die Antwort - bei einem Bruttosozialprodukt von 2500 Milliarden und Konsumausgaben von 1800 Milliarden Euro - eindeutig ja.

   
  Quelle: FAZ Veröffentlicht: 15.08.2010, 11:02 Uhr
  http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/arbeitsmarkt-und-hartz-iv/dm-gruender-goetz-werner-1000-euro-fuer-jeden-machen-die-menschen-frei-1623224-p3.html
   
  Nicht vergessen heute 2016 ist das Bruttosozialprodukt über 3000 Milliarden Euro angestiegen und die  Konsumausgaben ebenso. Ebenso sollte berücksichtigt werden dass ein bedingungsloses Grundeinkommen/Bürgergeld sehr viel kostenintensive Bürokratie abbauen würde. Natürlich bedarf es Übergangsreglungen für zum Beispiel Rentenansprüche etc…
  Aber die konkrete Ausgestaltung eines bedingungsloses Grundeinkommen/Bürgergeld ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
   
  Die erste Frage ist, will der Staat seinen Bürgern ein bedingungsloses Grundeinkommen/Bürgergeld gewähren und somit Armut der Bürger verhindern oder will er das nicht?
   
  Ich bin der Meinung dass das  bedingungsloses Grundeinkommen/Bürgergeld alternativlos ist wenn das Ziel der Bekämpfung der Armut umgesetzt werden soll.
   
  Epilog:
   
  Wirklichkeit und Wahrheit sind längst eine Frage von Gestaltung und Machbarkeit geworden. Wirklichkeit und Wahrheit quillt nicht mehr aus Erfahrung und Wahrhaftigkeit, sondern wird zur Projektion, letztlich sogar zur Suggestion.
   
  Damit sind die Medienmächtigen längst bei:
  Wir gestalten die Wirklichkeit.
  Wir schaffen die Wirklichkeit.
  Wir erschaffen die Wirklichkeit.
  Wir schaffen die Wirklichkeit nach unserer Doktrin
   
  So gesehen ist die Zensur das kleinere Übel.
  PR-tauglich formuliert sind wir bei: Wahrheit ist machbar, Herr Nachbar!
   
  Was ist Wahrheit? (Pontius Pilatus)
   
  Erstellt von Sybilla am 29.09.16 ---  10 Uhr 30

PS: Das manipulierte Bild 3Sat 29.09.2016 Beginn 20 Uhr 15
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Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.
dagobert


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« Antworten #618 am: 08. Oktober 2016, 20:53:55 »

Zitat
Viel mehr Arbeitslose: Die Bundesagentur lügt!

Es gibt viel mehr Arbeitslose: Die Bundesagentur lügt

05.10.2016

Die Arbeitsagentur (BA) lässt Arbeitslose aus der Statistik verschwinden und zählt sie nicht. In Schleswig-Holstein suchen 2016 mehr Menschen einen Job als 2015. Doch im September 2016 zählte die BA zum Beispiel Menschen, die älter als 58 Jahre sind und seit einem Jahr kein Jobangebot hatten nicht als arbeitslos, und davon gibt es so viele wie seit Jahren nicht mehr.

Die Agentur rechnet auch alle heraus, die, so der Bürobegriff „nahe am Arbeitslosenstatus“ stehen. Das sind Menschen, die in diversen Maßnahmen der Agentur stecken. Eine entlohnte Arbeit haben die Betroffenen nicht.

Schon 2014 meldete die Bundesagentur einen Rekord an „Arbeitsplätzen“ und gab zu: "Die Statistik der Bundesagentur für Arbeit hat […] die Beschäftigtenstatistik modernisiert. […] Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nimmt im Saldo durch die Revision zu."

Das bedeutete, verständlich übersetzt: Die Bundesagentur hübschte die Statistik auf, indem sie Menschen in Behindertenwerkstätten, Jugendhilfeeinrichtungen, Nebenerwerbslandwirte. Bundesfreiwillige und FSJler einfach unter sozialversicherungspflichtig Beschäftigte führte.

Heute führt die Agentur Arbeitslose einfach nicht mehr als Arbeitslose, wenn sie in Maßnahmen stecken, welche sie, meist sinnlos, aus der Arbeitslosigkeit bringen sollen ebenso wie ältere Arbeitslose mit wenig Chancen auf einen Job. (Dr. Utz Anhalt)

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/viel-mehr-arbeitslose-die-bundesagentur-luegt.php

Zitat
1,4 Mio Menschen in der Hartz IV Dauerschleife

Die Bundesagentur für Arbeit belegt, dass nahezu jeder Vierte Hartz IV Abhängige seit mehr als acht Jahren in der Abhängigkeit lebt – 2015 mehr als 1,44 Millionen Menschen. Dazu zählen langzeitige Erwerbslose ebenso wie Aufstocker. Immerhin 1,9 Millionen sind seit mehr als sechs Jahren auf Hartz IV angewiesen und 2,6 Millionen länger als vier Jahre. Das sind dann 44 % aller von Hartz IV Betroffenen.

Diese Zahlen sind sogar sehr niedrig angesetzt, denn wenn jemand nur 31 Tage aus der Statistik fällt, zum Beispiel wegen Zeitarbeit oder einer Weiterbildung, zählt die Agentur danach seine Hartz IV Bezüge neu. Dabei belegen neue Untersuchungen, dass auf Hartz IV angewiesene fast immer in kurzzeitige und unsichere Beschäftigungen kommen, wenn sie denn einen Job finden und nach wenigen Monaten wieder erwerbslos sind.

Kritiker sagen sogar, dass viele Maßnahmen nur dazu dienen, Erwerbslose aus der Statistik zu streichen, um so die Arbeitslosenquote mit einem Trick zu senken. Brigitte Pothmer von den Grünen meint, statt Hartz IV Empfänger zu qualifizieren, hätte man in den letzten Jahren nur auf kurzfristige Maßnahmen und Sonderprogramme gesetzt.

Wenn als Langzeitabhängige von Hartz IV nicht nur diejenigen gälten, die seit Jahren ununterbrochen Mittel von der Bundesagentur beziehen, sondern auch diejenigen, die in Beschäftigungsmaßnahmen sitzen oder nach einigen Wochen Arbeit wieder auf der Suche sind, sähe die Statistik der langfristig von Hartz IV Abhängigen anders aus. (Dr. Utz Anhalt)

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/14-mio-menschen-in-der-hartz-iv-dauerschleife.php
« Letzte Änderung: 08. Oktober 2016, 20:59:29 von dagobert » Gespeichert
Sybilla


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« Antworten #619 am: 02. November 2016, 11:51:35 »

  Prolog
   
 Es war einmal ein Land mitten in Europa, in dem verkünden viele Medien, dass sich laut des offiziellen Monatsberichts der BA die Arbeitslosigkeit aufgrund der guten wirtschaftlichen Entwicklung auf einem Rekordtief in einem Oktober befindet. Aufgrund dessen seien alle glücklich und zufrieden wie ein so genannter „Glücksatlas“ zu bestätigen meint.  Damit wird natürlich  nicht die vollumfängliche Wahrhaftigkeit vom Arbeitsmarkt oder von der Lebenswirklichkeit der Menschen berichtet sondern eine gewünschte ideologische Suggestion die auf Wirkung ausgerichtet ist. Eine postfaktische Gefühlswelt eine schön gemalte Traumwelt der robusten Konjunktur der guten Lage am Arbeitsmarkt und der glücklichen Bürger. Die Mär von der Rekordbeschäftigung, Wohlbefinden und vor allem uns geht so gut wie nie

Wie ist das mit den Gefühlswelten von Menschen ein Blick in die Türkei nach Nordkorea oder in die ehemalige DDR zeigt das gezielte Propaganda der herrschenden Nomenklatur alles ideologisch gewünschte als Fakt und Wahrheit dem Volk verkaufen kann, Menschen fühlen eben nun einmal mit einem Mainstream auch wenn dieser künstlich erzeugt ist und mit der Realität der Wahrheit oder der Wahrhaftigkeit der objektiven Fakten rein gar nichts zu tun hat. Solange eine Behauptung von Meinungsmachern immer wieder als einzig wahr wiederholt wird und keinerlei mediale Gegendarstellung durch die herrschende Nomenklatur zugelassen wird bleibt die gewünschte und berichtete Mainstream – Wahrheit die einzige Wahrheit. Wer in dieses psychologisierte System eingebettet ist und keinen anderen Sichtwinkel erkennen möchte oder kann versteht auch nicht warum viele von „Lügenmedien“ sprechen. Es werden auch keine Lügen berichtet sonder Lücken in der Wahrheit. Die Wahrheit wird schlicht und einfach dem von der herrschenden Nomenklatur gewünschten Mainstream untergeordnet.

Mein Problem ist, wie kann man nun als Außenstehende jemanden der in einem geschlossenen System lebt erklären das die ihm bekannte Wahrheit lückenhaft ist und somit en verzerrtes Bild wiedergibt also postfaktisch an gewünschtes der herrschenden Nomenklatur angepasst ist? 
 
Sehen wir als erstes auf die Rekordbeschäftigung?
   
Als erwerbstätig gilt, wer mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet.

In dieser Definition ist das die Wahrheit allerdings nur wenn diese Definition so mit berichtet wird. Natürlich wird durch die Wahrhaftigkeit des Berichts das gewünschte positive emotionale Gefühl nicht an die Hörer und Leser transportiert, Denn wer nur mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet ist im Allgemeinbefinden eben nicht in ausreichender Beschäftigung. Nur die lückenhafte Berichterstattung -  es gibt Rekordbeschäftigung -  transportiert das gewünschte Wohlbefinden an den Leser und Hörer.   
   
Oft höre ich aus den Medienberichten zum Arbeitsmarkt leider heraus, dass der Arbeit suchende, der in Not ist, als Belastung dargestellt wird, die man schnell loswerden will
 
  Wie oft haben wir seit der Agenda 2010 Reform und Hartz IV schon gehört und gelesen das Menschen im Leistungsbezug die Motivation zur Aufnahme von Arbeit fehle und man daher Druck durch ausüben müsse. (Sanktionen)
   
  So redet man nicht über Menschen“, solche Sätze sind „Futter für Rechtspopulisten“
   
  Ich bin immer noch „erschrocken und verärgert“ über solche Äußerungen in Print - und Medienberichten, die nur darauf abzielen, Menschen mit oder ohne Arbeit im Leistungsbezug von Hartz IV mitten in Deutschland herabwürdigend an den Rand der Gesellschaft abzuschieben. Diese Tonlage ist nicht hilfreich für Millionen Menschen die in der Gesellschaft der Wohlhabenden integriert werden möchten die von der Gesellschaft eine Chance und Perspektive erhalten möchten..
   
  Mit Blick auf die soziale Debatte seit der Agenda 2010 warne ich davor, Ressentiments gegen andere Menschen oder Menschen ohne  Arbeit oder Menschen im Hartz IV Bezug trotz geringfügiger Beschäftigung oder niedrigen Einkommen oder Menschen die sich in Tafelläden mit Grundnahrungsmittel versorgen müssen, zu schüren. Millionen Menschen in Deutschland leben im ALG II Leistungsbezug in Hartz IV diese brauchen das Gefühl, der Zugehörigkeit und die integrative Teilhabe am sozialen kulturellen und politischen Gesellschaftsleben sie brauchen das Gefühl das sie ein Teil der Gesellschaft sind und nicht nur von der Gesellschaft alimentiert oder in Tafelläden mit Lebensmittel versorgt werden.
   
  Ich appelliere an die Politik und Medien, zu einer Sprache zurückzufinden, die sich an den sozialen Problemen orientiert. Als „rote Linien“ für mich bezeichne ich, dass jeder Mensch im ALG II Leistungsbezug Hartz IV, der auch einmal in den Tafelladen komme, menschenwürdig behandelt und ein faires Verhalten der Gesellschaft und Behörden erhalten müsse. Außerdem dürfe niemand in Armut und  Not fallen oder dorthin zurückgeschickt werden.
   
  Zugleich fordere ich dazu auf, auch die Erfolge beim gesetzlichen Mindestlohn zu sehen der die soziale Lage vieler Menschen verbessert hat. Die soziale Situation ist herausfordernd, aber es ist auch vieles in Gang gekommen. Es ist zum Beispiel in Tafelläden sehr viel geleistet worden. Es gibt keinen Rückgang bei Hilfsbereitschaft und Solidarität der Bürger.
   
  Natürlich hat eine Gesellschaft das Recht ihre Solidarität denen zu schenken von denen sie am meisten Profit und Gegenleistung erwarten kann. Aber die Humanistik und Ethik fordert eine Solidarität mit allen ein, mit Familien, Kindern, Kranken, Pflegebedürftigen und der Generation der Rentner sowie Armen und Menschen in Not.
   
  Allerdings ist das eine Forderung die in einer auf wirtschaftlichen Gewinn orientierten Gesellschaft nicht gerne gehört wird weil sie Kosten verursacht die getragen werden müssen.
  Derartige Forderungen bewegen sich nicht im Gleichschritt mit dem Zeitgeist der herrschenden Nomenklatur und werden aufgrund dessen von moralischen Autoritäten die den Gleichklang mit der herrschenden Nomenklatur anstreben auch nicht geäußert. 
   
   
  Prognose: Rente wird bis 2045 stark sinken
   
  Natürlich sieht die Realität vieler Menschen die jeden Morgen früh aufstehen und jeden Morgen zur Arbeit als Zeitarbeiter gehen nicht so rosig aus. Wie das die Medien-Meldungen vom robusten Arbeitsmarkt dem Publikum suggerieren sollen.
     
  Ja manche Menschen haben las Beschäftigte in prekären Arbeitsverhältnissen Arbeit erzielen aber in Teilzeit/Niedriglohn zu wenig Einkommen um für sich und ihre Familien Wohnung, Nebenkosten für ihre Wohnung, Nahrung, Kleidung und eine minimale Teilhabe am sozialen kulturellen und politischen Leben zu ermöglichen. Sie und ihre Familien leben trotz Arbeit in Armut oder sind von Armut gefährdet. Viele von diesen Menschen in Beschäftigung müssen ergänzende Transferleistungen wie Hartz IV Leistungen oder Wohngeld beziehen. Auch Altersarmut wird für diese Personen ein immer größeres Problem private Vorsorge ist nicht leistbar und das Rentenniveau der gesetzlichen Rente sinkt weiterhin exorbitant ab. Allerdings sind diese Personen aus der Statistik der Arbeitslosen verschwunden alle das wird als großer Erfolg gefeiert.
   
  Weniger für die Ärmsten Essen bei den Tafeln reicht nicht für alle
   
  Der Bundesvorsitzende der Tafeln, Jochen Brühl, teilte in Berlin mit, nach der jüngsten Jahresumfrage seines Verbandes holten sich fast 1,8 Millionen Menschen in Deutschland regelmäßig Lebensmittel bei den Tafeln ab. Unter ihnen seien mittlerweile rund 280.000 Flüchtlinge.
   
  Quelle: F.A.Z. 27.09.2016
   
  Suchtexperten sehen Flüchtlinge durch Sportwetten gefährdet
   
  Quelle: Focus online Dienstag, 27.09.2016, 06:14
   
   Der Abbau hoch qualifizierter Arbeitsplätze geht trotzdem ungebremst weiter zum Beispiel Jobabbau bei Siemens 2000 Mitarbeitern in Deutschland droht die Kündigung wenn der Bezug des ALG I ausgeschöpft ist und kein neuer Arbeitsplatz vorhanden ist Dann werden die jungen unter 25 aber im besonderen die über 45 jährigen Fachkräfte mit Hartz IV und Jobangeboten im Helferbereich auch in Teilzeit konfrontiert. Das ist die normale Realität in Deutschland bei „Rekordbeschäftigung“
     
    Quelle: N24 09.03.2016 | 18:20 Uhr
    http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Wirtschaft/d/8197464/2000-mitarbeitern-in-deutschland-droht-die-kuendigung.html
     
    Die Fakten:
     
    Pressemitteilung  Nr. 407 vom 05.11.2015: 20,6 % der Bevölkerung Deutschlands von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht
     
    Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 407 vom 05.11.2015
     
    Armut in Deutschland hat sich trotz oder vielleicht auch wegen der „Rekordbeschäftigung“ bei 15,4 % verfestigt.
     
    Armutsbericht 2016 - Am stärksten sind laut dem Bericht Erwerbslose von Armut betroffen – ihr Anteil liegt bei 58 Prozent – und Alleinerziehende, deren Anteil bei 42 Prozent liegt. Auch die Kinderarmutsquote ist mit 19 Prozent hoch.
     
    Quelle:
    ZEIT ONLINE 23. Februar 2016, 12:20 Uhr Armutsbericht Paritätische Wohlfahrtsverband
    http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-02/armut-deutschland-2016-paritaetische-verband
     
    Immer mehr Menschen in Deutschland verlieren ihr eigenes Dach über dem Kopf und werden wohnungslos. Laut einer Schätzung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) waren 2014 demnach 335.000 Menschen ohne festen Wohnsitz. Das entspricht einer Steigerung um ca. 35 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010.
     
    Quelle: www.wirtschaft.com 5. Januar 2016 6:37
    http://www.wirtschaft.com/wohnungslos-und-obdachlos-im-reichen-deutschland/
     
    Kluft zwischen Reich und Arm größer als vor 20 Jahren
     
    Quelle: FAZ 25.01.2016, 06:30 Uhr
     
    Kinderarmut: 19 Prozent oder 2,47 Millionen aller Mädchen und Jungen in Deutschland in Familien mit so wenig Geld, dass sie als arm oder armutsgefährdet gelten.
     
    Quelle: Spiegel Online 11.01.2016 – 14:32 Uhr
     
    Zahlencheck Arbeitsmarkt Oktober 2016
     
    Hilfequote BA Monatsbericht Oktober 2016 Seite 28
   
      3.8 Hilfequoten *31
Im Oktober 2016 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen (9,9 Prozent). 9,1 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig – und 7,9 Prozent der Personen im
erwerbsfähigem Alter.
.
    ---------------------------
   
  Die Hilfequote der Haushalte verharrt somit trotz offiziellen Rekordtiefs der Arbeitslosigkeit weiterhin auf exorbitant hohem Niveau bei ca 10 %
   
     
    31 * Vgl. zur Ermittlung der Hilfequoten:
http://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Grundlagen/Berechnung-der-Hilfequoten/Berechnung-der-Hilfequoten-Nav.html.
     
    * § 235 Sozialgesetzbuch Sechstes Buch
     
    Ist es Ihnen aufgefallen –  es gibt kaum Veränderung im Bereich der Hilfequoten
     
    Also es bleibt entgegen aller Jubelmeldungen bei den Hilfequoten alles so wie in den letzten Monaten und auch im Vergleich zum Vorjahr ist kaum eine Veränderung zu erkennen.
     
    - - - - - - -
     
    Leistungsempfänger
     
  Die offiziellen Zahlen zum Arbeitsmarkt des Pressediensts der BA für Oktober finden Sie auf Seite 57 des  Monatsberichts des Monats Oktober 2016.
     
    Leistungsempfänger Arbeitslosengeld, Arbeitslosengeld II (Hartz IV) Sozialgeld; Sozialhilfe; Altersgrundsicherung
     
    Im Oktober 2016 erhalten in der Summe 7.587.485 Personen
  Leistungen der Grundsicherung  darunter erhalten 995.000 Personen Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem SGB XII alle anderen Grundsicherung nach SGB II

  Die Anzahl der Personen die Grundsicherung  als Asylleistungen erhalten ist aufgrund einer fehlenden bundesweiten statistischen Erfassung nicht zuverlässig definierbar. Schätzungen sprechen von rund 1 500 000 Personen die bundesweit Asylleistungen erhalten.
       Pressemitteilung Nr. 292 vom 12.08.2015 …Neben den rund 512 000 Empfängerinnen und Empfängern von Grundsicherung im Rentenalter gab es im März 2015 deutschlandweit rund 483 000 Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung wegen dauerhaft voller Erwerbsminderung. Diese waren mindestens 18 Jahre alt, hatten das Rentenalter von 65 Jahren und 3 Monaten allerdings noch nicht erreicht. Damit bezogen im März 2015 rund 995 000 volljährige Menschen in Deutschland Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem 4. Kapitel des SGB XII…..
     
    Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 292 vom 12.08.2015
               
   Im Oktober 2016 gibt es 6.592.485 Leistungsempfänger 4) SGBII/SGBIII das entspricht einer Hilfequote von 7,9 %  erwerbsfähige Leistungsberechtigte.
     
    Darunter erhalten
    701.370 Personen Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit   
    4.272.833 Personen als erwerbsfähige Leistungsberechtigte Arbeitslosengeld II (Hartz IV)
    1.618.232 Personen erhalten als nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte (z.B. Kinder in Bedarfsgemeinschaften) Sozialgeld
     
    ( nicht berücksichtigt sind Leistungsempfänger von Wohngeld, Kinderzuschlag, , …)
     
    ------------------------
     
    Unterbeschäftigung im Oktober 2016
     
    Die Zahl der Unterbeschäftigten, verharrt auf hohem Niveau bei 3.505.656 Personen 7,8  % ,
   
  Ist das die niedrigste Zahl von Arbeitslosen Personen in einem Oktober seit xx Jahren Huh???
  Na ja zumindest wenn so gezählt wird wie heute – aber nicht wirklich.
  Ich denke das ist eine Lüge. Belege unten im Detail.
     
      (Im BA-Bericht Dezember 2004 wurden im Bereich des Arbeitslosengeld und der Arbeitslosenhilfe nur 4.321.000 Leistungsempfänger gezählt.
     
    - - - - - - - - - - - -
     
    Arbeitslose

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Oktober 2016 entspricht in etwa den Anstieg der Teilnehmerzahl an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik 

     
 Im BA Bericht Oktober 2016 wird die Zahl der Arbeitslosen im Sinne Arbeitslosigkeit nach § 16 SGB III registriert. Für Oktober 2016 nennt der BA Bericht eine Zahl von 2.539.939 arbeitslosen Personen. Allerdings ist die Zahl der Teilnehmer an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik in den letzen vier Wochen (Vergleichszahl BA – Bericht September nicht korrigiert) um ca. 60.000 Personen angewachsen. Auch das ist kein Rekordtief sondern eine hohe Zahl von betroffenen Personen.   
   
  Wer fehlt in der offiziellen Arbeitslosenstatistik?
   Nicht in der Statistik tauchen all diejenigen auf, die sich nicht zur Arbeitssuche gemeldet haben. Das Gleiche gilt für alle, die nicht mindestens 15 Stunden pro Woche arbeiten können oder bis zu sechs Wochen arbeitsunfähig erkrankt sind. Auch all jene, die durch Instrumente der Arbeitsmarktpolitik gefördert werden, fehlen in der Arbeitslosenstatistik. Dies betrifft sowohl Fort- und Weiterbildung als auch Trainings- und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Auch all diejenigen, die einen Ein-Euro-Job haben, Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge besuchen oder einen Gründungszuschuss erhalten, tauchen nicht in der Statistik auf. Zudem fehlen alle Personen ab 58 Jahren, die mindestens zwölf Monate Arbeitslosengeld II bezogen haben und in dieser Zeit keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten bekommen haben. Ebenso nicht als arbeitslos erfasst werden Personen, die sich in der Freistellungsphase der Altersteilzeit befinden und von der Bundesagentur für Arbeit gefördert werden. Zusätzlich gelten natürlich auch alle Personen die nach dem Ablauf des Arbeitslosengeld I keinen Anspruch auf ALG II haben (Partnereinkommen, Vermögen, etc) nicht als arbeitslos, falls sich diese Personen bei den Jobcentern melden sind diese sind dann offiziell nur noch Arbeit suchend. Und alle Personen die nicht die hochnotpeinliche Bedarfsprüfung der Jobcenter ertragen und sich resignierend ihrem Schicksal ergeben. Des Weiteren natürlich alle Personen die Teilzeit arbeiten aber dennoch ergänzende ALG II Leistungen (Hartz IV) beziehen müssen um ihren Lebensunterhalt und den ihrer Kinder abdecken zu können…. Auch die meisten Asylbewerber erscheinen nicht als Arbeitslose.
     
     
    Laut vorläufiger Schätzung/Hochrechnung der BA sind im Oktober 926.521  (veröffentlichte Zahl im BA Bericht 2016 September 864.367) im BA Bericht 2016 Oktober auf korrigiert  887.941 Teilnehmer an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik  (Die Zahl des BA Bericht des jeweiligen Monatsbericht wird in der Regel im Monatsverlauf um einige tausend Teilnehmer noch oben korrigiert) Aufgrund dessen steigt mit großer Wahrscheinlichkeit auch die Teilnehmerzahl an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik  für das Berichtsmonat Oktober 2016 noch weiter an. Das heißt der Rückgang der Arbeitslosigkeit entspricht in etwa den Anstieg der Teilnehmerzahl an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik 
     
    Die endgültige Zahl der Teilnehmer an ausgewählten Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik  steigt in der Regel im lauf der Zeit für die zurückliegenden Berichtsmonate noch erheblich an.
       
      *4)Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hochgerechnet werden.
   
  Ein Blick auf die rund 1,5 Millionen Migranten die seit Januar 2015 in Deutschland angekommen sind lohnt sich viele von Ihnen befinden sich in Integrationskurse die durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert werden. Sie werden aufgrund der Teilnahme an Integrationskurse nicht als Leistungsempfänger oder Arbeitslose erfasst.
  Diese Personen erhalten Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG)
   
  Berlin - Erst 30.000 Flüchtlinge haben einen Job
   
  Quelle: RP 11. Juli 2016 | 09.57 Uhr
   
  Analyse: Flüchtlinge finden nur schwer einen Job
   
  Quelle: dpa  erstellt am 31.Aug.2016 | 16:06 Uhr
   
   
     
    Gemeldeten Arbeitsstellen
     
     
    Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht Oktober 2016 Seite 57  --  691.372 Arbeitsstellen BA-  X  223
     
   Ein Beispiel für eine wunderbare Vermehrung der offenen Stellen.
   Firma xy meldet eine offene Stelle an 20 Verleihfirmen jeder dieser Verleihfirmen meldet diese Stelle an die Jobbörse der BA die BA registriert 20 offene Stellen für einen Arbeitsplatz zusätzlich stellt jede Verleihfirma diesen Arbeitsplatz in ihre Jobbörse ein, somit steigt die Zahl der offenen Stellen für ein und denselben Arbeitsplatz auf mindestens 40 offene Stellen an. Allerdings können diese 40 offenen Stellen nur von einer Person besetzt werden. die anderen 39 offenen Stellen verschwinden dann nach der Neubesetzung der Arbeitsstelle aus der Statistik. So erklärt sich auch der gefühlte Fachkräftemangel wer das einmal verstanden hat, versteht die Logik des suggerierten Jobbooms.

Das kann jeder in der Jobbörse der BA selbst nachvollziehen, selbstverständlich werden in der Jobbörse Arbeitsangebote als Duplikat mehrfach gelistet. Datenredundanz ist ein Begriff der Datenorganisation  das mehrfache Führen der gleichen Daten, also das mehrfache Vorkommen  desselben Sachverhaltes

   

  Aber warum der Realität ins Auge blicken wenn die Traumwelt von der BA in schönen bunten Farben gemalt wird?
     
  Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt, die Wahrheit steht von alleine aufrecht.
  Benjamin Franklin.
     
     
  Quelle der Zahlen:
   BA – Monatsbericht Oktober 2016
     
https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201610/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-201610-pdf.pdf

Erstellt von Sybilla am 02.11.16 ---  10 Uhr 30
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Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.
dagobert


Beiträge: 4563


« Antworten #620 am: 03. November 2016, 20:17:39 »

Zitat
Fast eine Million Menschen fehlen in Erwerbslosenstatistik
https://www.linksfraktion.de/themen/nachrichten/detail/fast-eine-million-menschen-fehlen-in-erwerbslosenstatistik/

Da fehlen sogar noch mehr, Obdachlose z.B. werden überhaupt nicht statistisch erfasst.
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shitux


Beiträge: 518


« Antworten #621 am: 04. November 2016, 03:09:33 »

Angesichts der immer wiederkehrenden Statistikkritik und dem auseinander nehmen eben jener Statistik, frage ich mich, ob es wohl eine andere Regierung/ Regierungskonstellation wagen würde, die Statistikgrundlagen/ "Regeln?" zu ändern?

Und bevor mir das wieder ausgelegt wird als " Dann sollten wir wohl die Statistik so weiter führen wie bisher" und deshalb an und durch die Decke gegangen wird:
Wer und/ oder welche Partei würde mit ungefähr X bis 6 Millionen Arbeitslose im Gepäck anfangen zu regieren? Ich sehe niemanden der/ die so die Courage dafür aufbietet die geäusserte Kritik um zu setzen.
« Letzte Änderung: 04. November 2016, 03:17:22 von shitux » Gespeichert

Kadavergehorsam begünstigt Verbrechen u. Verbrecher
Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12815



WWW
« Antworten #622 am: 04. November 2016, 09:24:01 »

Zitat
...frage ich mich, ob es wohl eine andere Regierung/ Regierungskonstellation wagen würde, die Statistikgrundlagen/ "Regeln?" zu ändern?
2005 ist das jedenfalls nicht passiert, als Schröder von Merkel abgelöst würde.
Es gibt in der gesamten Parteienlandschaft Deutschlands nicht eine einzige Partei, die bereit wäre, an den bestehenden Verhältnissen auch nur ansatzweise zu rütteln!
Und kommt mir jetzt bitte nicht mit MLPD und DKP! Grin
« Letzte Änderung: 04. November 2016, 09:25:45 von Rudolf Rocker » Gespeichert

Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
Kuddel


Beiträge: 11224


« Antworten #623 am: 04. November 2016, 10:16:49 »

Und bevor mir das wieder ausgelegt wird als " Dann sollten wir wohl die Statistik so weiter führen wie bisher" und deshalb an und durch die Decke gegangen wird:
Wer und/ oder welche Partei würde...

Du denkst im Kreis und willst nicht zu dem einzig logischen Schluß kommen.
Es wird keine andere Partei, kein anderer (Führer) bereit oder in der Lage sein, die Verhältnisse grundlegend zu bessern.
Die Klasse, oder populär gesprochen, "die einfachen Menschen", müssen ihr Verhalten, ihren Umgang miteinander grundsätzlich ändern. Es müssen eigene Zusammenschlüsse und eingene Diskussionsräume entstehen. Daß eine Alternative von unten möglich ist, beweiste Sybilla immer wieder. Ihr Handwerkszeug sind öffentlich zugängliche Zahlen und ihr gesunder Menschenverstand. Das Ergebnis ist ein vielfaches brauchbarer und besser als die Statistiken, die mit großem Aufwand und hohen Kosten in den bekannten Instituten entstandenen Statistiken.
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Sybilla


Beiträge: 465


« Antworten #624 am: 30. November 2016, 12:04:37 »

Auf vielfachen Wunsch habe ich eine Turbo - Zusammenstellung meines Beitrags in Schlagzeilen erstellt.

Medien verkünden Rekordtief der Arbeitslosigkeit und Rekordbeschäftigung. Abbau hoch qualifizierter Arbeitsplätze (VW; Siemens) geht ungebremst weiter. Fast jeder dritte Arbeitslose in Deutschland kann sich Dinge des täglichen Lebens nicht leisten. 8,0 Millionen Empfängerinnen und Empfänger von sozialer Mindestsicherung am Jahresende 2015.
20,6 % der Bevölkerung Deutschlands von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Armut in Deutschland hat sich trotz oder vielleicht auch wegen der „Rekordbeschäftigung“ bei 15,4 % verfestigt. 19 Prozent oder 2,47 Millionen aller Mädchen und Jungen in Deutschland leben in Familien mit so wenig Geld, dass sie als arm oder armutsgefährdet gelten. Fast 1,8 Millionen Menschen in Deutschland müssen sich regelmäßig Lebensmittel bei den Tafeln abholen. Weniger für die Ärmsten Essen bei den Tafeln reicht nicht für alle. Im November 2016 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen. Im November 2016 erhalten  6.617.051 Leistungsempfänger Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII das entspricht einer Hilfequote von 7,9 %  erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Die Zahl der Unterbeschäftigten, ist im Vergleich zu Oktober um 11.398 Personen angestiegen sie verharrt auf hohem Niveau bei 3.517.054  Personen 7,8  %. Den Rückgang der Arbeitslosigkeit um 7964 Personen auf ein „Rekordtief“ von 2.531.975 arbeitslosen Personen  im November 2016 steht ein Anstieg der Teilnehmerzahl an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik um 17.635 Personen auf  953.384 Personen gegenüber. 


Prolog
   
 Es war einmal, ein Land mitten in Europa, in dem verkündeten viele Medien, dass sich laut des offiziellen Monatsberichts der BA die Arbeitslosigkeit aufgrund der guten wirtschaftlichen Entwicklung und der Robustheit des Arbeitsmarkts auf einem Rekordtief in einem November befindet. Aufgrund dessen seien alle Menschen glücklich und zufrieden wie ein so genannter „Glücksatlas“ zu bestätigen meint.  Damit wird natürlich  nicht die vollumfängliche Wahrhaftigkeit vom Arbeitsmarkt oder von der Lebenswirklichkeit der Menschen berichtet sondern eine gewünschte ideologische Suggestion die auf positive Wirkung ausgerichtet ist. Eine postfaktische Gefühlswelt eine schön gemalte Traumwelt der robusten Konjunktur der guten Lage am Arbeitsmarkt und der glücklichen Bürger. Die Mär von der Rekordbeschäftigung, Wohlbefinden und vor allem uns geht so gut wie nie.

Im Fazit ist die Durchsetzung der Agenda 2010 aber nur ein Erfolg des Populismus marktradikaler Liberalisten (ich mir meines) der durch viele Medien propagiert die negativen Folgen durch augenscheinliche positive Entwicklungen vernebelt werden. Hingen die "Entsolidarisierung" der Gesellschaft gegenüber den Schwachen und Hilfebedürftigen keinen Widerhall in den Leit-Medien findet und vielfach verschwiegen wird.


Wie ist das mit den Gefühlswelten von Menschen ein Blick in so mache Autokratie nach Nordkorea oder in die ehemalige DDR zeigt das gezielte Propaganda der herrschenden Nomenklatur dem Bürger alles ideologisch gewünschte als Fakt und Wahrheit verkaufen kann, Menschen fühlen eben nun einmal wohl in einem Mainstream der Glückseligkeit. Selbst dann wenn dieser durch Massenmedien künstlich erzeugt ist und mit der Realität der Wahrheit oder der Wahrhaftigkeit der objektiven Fakten rein gar nichts zu tun hat. Solange eine Behauptung von Meinungsmachern immer wieder als einzig wahr wiederholt wird und keinerlei mediale Gegendarstellung durch die herrschende Nomenklatur zugelassen wird bleibt die gewünschte und berichtete Mainstream – Wahrheit die einzige Wahrheit. Wer in dieses psychologisierte System eingebettet ist und keinen anderen Blickwinkel erkennen möchte oder kann versteht auch nicht warum viele von „Lügenmedien“ sprechen. Es werden auch keine Lügen berichtet sonder Lücken in der Wahrheit. Die Wahrheit wird schlicht und einfach dem von der herrschenden Nomenklatur gewünschten Mainstream untergeordnet.

Mein Problem ist, wie kann eine kritische Bürgerin nun als Außenstehende jemanden der in einem geschlossenen System lebt erklären das die ihm bekannte Wahrheit lückenhaft ist und somit en verzerrtes Bild der Wahrheit der Lebenswelt vieler Menschen wiedergibt. Also postfaktisch an gewünschtes der herrschenden Nomenklatur angepasst ist? 
 

Faktencheck:

Sehen wir als erstes auf die Rekordbeschäftigung?
   
Als erwerbstätig gilt, wer mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet.

In dieser Definition ist das die Wahrheit allerdings nur wenn diese Definition so mit berichtet wird. Natürlich wird durch die Wahrhaftigkeit des Berichts das gewünschte positive emotionale Gefühl nicht an die Hörer und Leser transportiert, Denn wer nur mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet ist im Allgemeinbefinden eben nicht in ausreichender Beschäftigung. Nur die lückenhafte Berichterstattung -  es gibt Rekordbeschäftigung -  transportiert das gewünschte Wohlbefinden an den Leser und Hörer.

Fast jeder dritte Arbeitslose in Deutschland kann sich Dinge des täglichen Lebens nicht leisten

Quelle: http://www.huffingtonpost.de/2016/11/28/deutschland-sozialhilfe-hartz-4_n_13281042.html  veröffentlicht: 28/11/2016 17:01 CET
 
   
Oft höre ich aus den Medienberichten zum Arbeitsmarkt leider heraus, dass der Arbeit suchende, der in Not ist, als Belastung dargestellt wird, die man schnell loswerden will
 
 Wie oft haben wir seit der Agenda 2010 Reform und Hartz IV schon gehört und gelesen das Menschen im Leistungsbezug die Motivation zur Aufnahme von Arbeit fehle und man daher Druck durch ausüben müsse. (Sanktionen)

 So redet man nicht über Menschen“, solche Sätze sind „Futter für Rechtspopulisten“
   
 Ich bin immer noch „erschrocken und verärgert“ über solche Äußerungen in Print - und Medienberichten, die nur darauf abzielen, Menschen mit oder ohne Arbeit im Leistungsbezug von Hartz IV mitten in Deutschland herabwürdigend an den Rand der Gesellschaft abzuschieben. Diese Tonlage ist nicht hilfreich für Millionen Menschen die in der Gesellschaft der Wohlhabenden integriert werden möchten die von der Gesellschaft eine Chance und Perspektive erhalten möchten..
   
Mit Blick auf die soziale Debatte seit der Agenda 2010 warne ich davor, Ressentiments gegen andere Menschen oder Menschen ohne  Arbeit oder Menschen im Hartz IV Bezug trotz geringfügiger Beschäftigung oder niedrigen Einkommen oder Menschen die sich in Tafelläden mit Grundnahrungsmittel versorgen müssen, zu schüren. Millionen Menschen in Deutschland leben im ALG II Leistungsbezug in Hartz IV diese brauchen das Gefühl, der Zugehörigkeit und die integrative Teilhabe am sozialen kulturellen und politischen Gesellschaftsleben sie brauchen das Gefühl das sie ein Teil der Gesellschaft sind und nicht nur von der Gesellschaft alimentiert oder in Tafelläden mit Lebensmittel versorgt werden.
   
 Ich appelliere an die Politik und Medien, zu einer Sprache zurückzufinden, die sich an den sozialen Problemen orientiert. Als „rote Linien“ für mich bezeichne ich, dass jeder Mensch im ALG II Leistungsbezug Hartz IV, der auch einmal in den Tafelladen komme, menschenwürdig behandelt und ein faires Verhalten der Gesellschaft und Behörden erhalten müsse. Außerdem dürfe niemand in Armut und  Not fallen oder dorthin zurückgeschickt werden.
   
  Zugleich fordere ich dazu auf, auch die Erfolge beim gesetzlichen Mindestlohn zu sehen der die soziale Lage vieler Menschen verbessert hat. Die soziale Situation ist herausfordernd, aber es ist auch vieles in Gang gekommen. Es ist zum Beispiel in Tafelläden sehr viel geleistet worden. Es gibt keinen Rückgang bei Hilfsbereitschaft und Solidarität der Bürger.
   
  Natürlich hat eine Gesellschaft das Recht ihre Solidarität denen zu schenken von denen sie am meisten Profit und Gegenleistung erwarten kann. Aber die Humanistik und Ethik fordert eine Solidarität mit allen ein, mit Familien, Kindern, Kranken, Pflegebedürftigen und der Generation der Rentner sowie Armen und Menschen in Not.
   
  Allerdings ist das eine Forderung die in einer auf wirtschaftlichen Gewinn orientierten Gesellschaft nicht gerne gehört wird weil sie Kosten verursacht die getragen werden müssen.
  Derartige Forderungen bewegen sich nicht im Gleichschritt mit dem Zeitgeist der herrschenden Nomenklatur und werden aufgrund dessen von moralischen Autoritäten die den Gleichklang mit der herrschenden Nomenklatur anstreben auch nicht geäußert. 
   
   
  Prognose: Rente wird bis 2045 stark sinken
   
Natürlich sieht die Realität vieler Menschen die jeden Morgen früh aufstehen und jeden Morgen zur Arbeit als Zeitarbeiter gehen nicht so rosig aus. Wie das die Medien-Meldungen vom robusten Arbeitsmarkt dem Publikum suggerieren sollen.

8,0 Millionen Empfängerinnen und Empfänger von sozialer Mindestsicherung am Jahresende 2015

Quelle: Statistisches Bundesamt https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2016/11/PD16_419_228.html  Pressemitteilung Nr. 419 vom 28.11.2016


Viele Menschen sind in Beschäftigung in Teilzeit in Minijobs in prekären Arbeitsverhältnissen sie erhalten Niedriglohn zu wenig Einkommen um für sich und ihre Familien Wohnung, Nebenkosten, Nahrung, Kleidung und eine minimale Teilhabe am sozialen kulturellen und politischen Leben zu ermöglichen. Sie und ihre Familien leben trotz Arbeit in Armut oder sind von Armut gefährdet. Viele von diesen Menschen in Beschäftigung müssen für sich und ihre Kinder ergänzende Transferleistungen Hartz IV Leistungen oder Wohngeld beziehen. Auch Altersarmut wird für diese Personen ein immer größeres Problem private Vorsorge ist nicht leistbar und das Rentenniveau der gesetzlichen Rente sinkt weiterhin exorbitant ab. Allerdings sind diese Personen aus der Statistik der Arbeitslosen verschwunden alle das wird als großer Erfolg der Agenda 2010 gefeiert.
   
  Weniger für die Ärmsten Essen bei den Tafeln reicht nicht für alle
   
  Der Bundesvorsitzende der Tafeln, Jochen Brühl, teilte in Berlin mit, nach der jüngsten Jahresumfrage seines Verbandes holten sich fast 1,8 Millionen Menschen in Deutschland regelmäßig Lebensmittel bei den Tafeln ab. Unter ihnen seien mittlerweile rund 280.000 Flüchtlinge.
   
  Quelle: F.A.Z. 27.09.2016
   
  Suchtexperten sehen Flüchtlinge durch Sportwetten gefährdet
   
  Quelle: Focus online Dienstag, 27.09.2016, 06:14
   
   Der Abbau hoch qualifizierter Arbeitsplätze geht trotzdem ungebremst weiter zum Beispiel Jobabbau bei Siemens 2000 Mitarbeitern in Deutschland droht die Kündigung wenn der Bezug des ALG I ausgeschöpft ist und kein neuer Arbeitsplatz vorhanden ist Dann werden die jungen unter 25 aber im besonderen die über 45 jährigen Fachkräfte mit Hartz IV und Jobangeboten im Helferbereich auch in Teilzeit konfrontiert. Das ist die normale Realität in Deutschland bei „Rekordbeschäftigung“
     
    Quelle: N24 09.03.2016 | 18:20 Uhr
    http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Wirtschaft/d/8197464/2000-mitarbeitern-in-deutschland-droht-die-kuendigung.html

Die Fakten:
     Pressemitteilung  Nr. 407 vom 05.11.2015: 20,6 % der Bevölkerung Deutschlands von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht
     
    Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 407 vom 05.11.2015
     
    Armut in Deutschland hat sich trotz oder vielleicht auch wegen der „Rekordbeschäftigung“ bei 15,4 % verfestigt.
     
    Armutsbericht 2016 - Am stärksten sind laut dem Bericht Erwerbslose von Armut betroffen – ihr Anteil liegt bei 58 Prozent – und Alleinerziehende, deren Anteil bei 42 Prozent liegt. Auch die Kinderarmutsquote ist mit 19 Prozent hoch.
     
    Quelle:
    ZEIT ONLINE 23. Februar 2016, 12:20 Uhr Armutsbericht Paritätische Wohlfahrtsverband
    http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-02/armut-deutschland-2016-paritaetische-verband
     
    Immer mehr Menschen in Deutschland verlieren ihr eigenes Dach über dem Kopf und werden wohnungslos. Laut einer Schätzung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) waren 2014 demnach 335.000 Menschen ohne festen Wohnsitz. Das entspricht einer Steigerung um ca. 35 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010.
     
    Quelle: www.wirtschaft.com 5. Januar 2016 6:37
    http://www.wirtschaft.com/wohnungslos-und-obdachlos-im-reichen-deutschland/
     
    Kluft zwischen Reich und Arm größer als vor 20 Jahren
     
    Quelle: FAZ 25.01.2016, 06:30 Uhr
     
    Kinderarmut: 19 Prozent oder 2,47 Millionen aller Mädchen und Jungen in Deutschland in Familien mit so wenig Geld, dass sie als arm oder armutsgefährdet gelten.
     
 Quelle: Spiegel Online 11.01.2016 – 14:32 Uhr

     
 
Teil II

Zahlencheck Arbeitsmarkt November 2016
     
  Hilfequote BA Monatsbericht November 2016 Seite 28
   
 3.8 Hilfequoten *32

Im November 2016 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen (9,9 Prozent). 9,1 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig – und 7,9 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter.
.
---------------------------
   
  Die Hilfequote der Haushalte verharrt somit trotz offiziellen Rekordtiefs der Arbeitslosigkeit weiterhin auf exorbitant hohem Niveau bei ca 10 %
   
     
    32 * Vgl. zur Ermittlung der Hilfequoten:
http://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Grundlagen/Berechnung-der-Hilfequoten/Berechnung-der-Hilfequoten-Nav.html.
     
    * § 235 Sozialgesetzbuch Sechstes Buch
     
  Ist es Ihnen aufgefallen –  es gibt seit langer Zeit kaum Veränderung im Bereich der Hilfequoten
     
    Also es bleibt entgegen aller Jubelmeldungen bei den Hilfequoten alles so wie in den letzten Monaten und auch im Vergleich zum Vorjahr ist kaum eine Veränderung zu erkennen.
     
    - - - - - - -
     
  Leistungsempfänger
     
 Die offiziellen Zahlen zum Arbeitsmarkt des Pressediensts der BA für November finden Sie auf Seite 52 des  Monatsberichts des Monats November 2016.
     
Leistungsempfänger Asylleistungen, Sozialhilfe,  Arbeitslosengeld, Arbeitslosengeld II (Hartz IV) Sozialgeld;
     
Im November 2016 erhalten in der Summe 8.652.350 Personen unterschiedliche Leistungen zur Grundsicherung.

darunter

Stand Juni 2016 Grundsicherung nach dem SGB XII „Sozialhilfe im Alter und bei Erwerbsminderung erhielten insgesamt Empfängerinnen und Empfänger 1 035 299 Personen
 
Die Anzahl der Personen die Grundsicherung  als Asylleistungen Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) bekamen wird zum Jahresende 2015  auf knapp 1,0 Millionen Menschen geschätzt.


Quelle: https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2016/11/PD16_419_228.html  Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 419 vom 28.11.2016


               
   Im November 2016 erhalten 6.617.051 Leistungsempfänger 4) Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII das entspricht einer Hilfequote von 7,9 %  erwerbsfähige Leistungsberechtigte.
     
    Darunter erhalten
    709.964 Personen Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit   
    4.279.982 Personen als erwerbsfähige Leistungsberechtigte Arbeitslosengeld II (Hartz IV)
    1.627.105 Personen erhalten als nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte (z.B. Kinder in Bedarfsgemeinschaften) Sozialgeld

 
    ( nicht berücksichtigt sind Leistungsempfänger von Wohngeld, Kinderzuschlag, , …)
     
    ------------------------
     
    Unterbeschäftigung im November 2016
     
    Die Zahl der Unterbeschäftigten, ist im Vergleich zu Oktober um 11.398 Personen angestiegen sie verharrt auf hohem Niveau bei 3.517.054  Personen 7,8  % ,
   
  Ist das die niedrigste Zahl von Arbeitslosen Personen in einem November seit xx Jahren Huh???
  Na ja zumindest wenn so gezählt wird wie heute – aber nicht wirklich.
  Ich denke das ist eine Lüge. Belege unten im Detail.
     
      (Im BA-Bericht Dezember 2004 wurden im Bereich des Arbeitslosengeld und der Arbeitslosenhilfe nur 4.321.000 Leistungsempfänger gezählt.
     
    - - - - - - - - - - - -
     
    Arbeitslose

Den Rückgang der Arbeitslosigkeit um 7964 Personen auf ein „Rekordtief“ von 2.531.975 arbeitslosen Personen  im November 2016 steht ein Anstieg der Teilnehmerzahl an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik um 17.635 Personen auf  953.384 Personen gegenüber. 

     
 Im BA Bericht November 2016 wird die Zahl der Arbeitslosen im Sinne Arbeitslosigkeit nach § 16 SGB III registriert. Für November 2016 nennt der BA Bericht eine Zahl von 2.531.975 arbeitslosen Personen. Allerdings ist die Zahl der Teilnehmer an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik in den letzen vier Wochen erheblich angestiegen .Unter Beachtung der steigenden  Teilnehmer an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik ist ein Anstieg der Arbeitslosigkeit im Berichtmonat November 2016 klar und deutlich zu erkennen.   
 
Wer fehlt in der offiziellen Arbeitslosenstatistik?
 Nicht in der Statistik tauchen all diejenigen auf, die sich nicht zur Arbeitssuche gemeldet haben. Das Gleiche gilt für alle, die nicht mindestens 15 Stunden pro Woche arbeiten können oder bis zu sechs Wochen arbeitsunfähig erkrankt sind. Auch all jene, die durch Instrumente der Arbeitsmarktpolitik gefördert werden, fehlen in der Arbeitslosenstatistik. Dies betrifft sowohl Fort- und Weiterbildung als auch Trainings- und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Auch all diejenigen, die einen Ein-Euro-Job haben, Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge besuchen oder einen Gründungszuschuss erhalten, tauchen nicht in der Statistik auf. Zudem fehlen alle Personen ab 58 Jahren, die mindestens zwölf Monate Arbeitslosengeld II bezogen haben und in dieser Zeit keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten bekommen haben. Ebenso nicht als arbeitslos erfasst werden Personen, die sich in der Freistellungsphase der Altersteilzeit befinden und von der Bundesagentur für Arbeit gefördert werden. Zusätzlich gelten natürlich auch alle Personen die nach dem Ablauf des Arbeitslosengeld I keinen Anspruch auf ALG II haben (Partnereinkommen, Vermögen, etc) nicht als arbeitslos, falls sich diese Personen bei den Jobcentern melden sind diese sind dann offiziell nur noch Arbeit suchend. Und alle Personen die nicht die hochnotpeinliche Bedarfsprüfung der Jobcenter ertragen und sich resignierend ihrem Schicksal ergeben. Des Weiteren natürlich alle Personen die Teilzeit arbeiten aber dennoch ergänzende ALG II Leistungen (Hartz IV) beziehen müssen um ihren Lebensunterhalt und den ihrer Kinder abdecken zu können…. Auch die meisten Asylbewerber erscheinen nicht als Arbeitslose.
     
     
    Laut vorläufiger Schätzung/Hochrechnung der BA ist die Teilnehmerzahl an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik  von  Oktober 935.749 auf  November 953.384 um 17.635 bzw 26.863 um  Personen angestiegen  (veröffentlichte Zahl im BA Bericht 2016 Oktober 926.521 )

(Die Zahl des BA Bericht des jeweiligen Monatsbericht wird in der Regel im Monatsverlauf um einige tausend Teilnehmer noch oben korrigiert)
Aufgrund dessen steigt mit großer Wahrscheinlichkeit auch die Teilnehmerzahl an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik  für den Berichtsmonat November 2016 noch weiter an. Das heißt aus dem gefühlten Rückgang der Arbeitslosigkeit im November wird unter Beachtung des Anstiegs der Teilnehmer an ausgewählten Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik an tatsächlicher Anstieg der Arbeitslosigkeit im Berichtsmonat November 2016.
     
       
 *4)Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hochgerechnet werden.
   
  Ein Blick auf die rund 1,5 Millionen Migranten die seit Januar 2015 bis heute in Deutschland angekommen sind lohnt sich viele von Ihnen befinden sich in Integrationskurse die durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert werden. Sie werden aufgrund der Teilnahme an Integrationskurse nicht als Leistungsempfänger oder Arbeitslose erfasst.
  Diese Personen erhalten Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG)
   
  Berlin - Erst 30.000 Flüchtlinge haben einen Job
   
  Quelle: RP 11. Juli 2016 | 09.57 Uhr
   
  Analyse: Flüchtlinge finden nur schwer einen Job
   
  Quelle: dpa  erstellt am 31.Aug.2016 | 16:06 Uhr
   
   
     
    Gemeldeten Arbeitsstellen
     
     
    Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht November 2016 Seite 52  --  681.113 Arbeitsstellen BA-  X  222
     
   Ein Beispiel für eine wunderbare Vermehrung der offenen Stellen.
   Firma xy meldet eine offene Stelle an 20 Verleihfirmen jeder dieser Verleihfirmen meldet diese Stelle an die Jobbörse der BA die BA registriert 20 offene Stellen für einen Arbeitsplatz zusätzlich stellt jede Verleihfirma diesen Arbeitsplatz in ihre Jobbörse ein, somit steigt die Zahl der offenen Stellen für ein und denselben Arbeitsplatz auf mindestens 40 offene Stellen an. Allerdings können diese 40 offenen Stellen nur von einer Person besetzt werden. die anderen 39 offenen Stellen verschwinden dann nach der Neubesetzung der Arbeitsstelle aus der Statistik. So erklärt sich auch der gefühlte Fachkräftemangel wer das einmal verstanden hat, versteht die Logik des suggerierten Jobbooms.

Das kann jeder in der Jobbörse der BA selbst nachvollziehen, selbstverständlich werden in der Jobbörse Arbeitsangebote als Duplikat mehrfach gelistet. Datenredundanz ist ein Begriff der Datenorganisation  das mehrfache Führen der gleichen Daten, also das mehrfache Vorkommen  desselben Sachverhaltes

   

  Aber warum der Realität ins Auge blicken wenn die Traumwelt von der BA in schönen bunten Farben gemalt wird?
     
  Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt, die Wahrheit steht von alleine aufrecht.
  Benjamin Franklin.
     
     
  Quelle der Zahlen:
 BA – Monatsbericht November 2016
   https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201611/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-201611-pdf.pdf


Epilog:

Wirklichkeit und Wahrheit sind längst eine Frage von Gestaltung und Machbarkeit geworden. Wirklichkeit und Wahrheit quillt nicht mehr aus Erfahrung und Wahrhaftigkeit, sondern wird zur Projektion, letztlich sogar zur Suggestion.

Damit sind die Medienmächtigen längst bei:
Wir gestalten die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit.
Wir erschaffen die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit nach unserer Doktrin

So gesehen ist die Zensur das kleinere Übel.
PR-tauglich formuliert sind wir bei: Wahrheit ist machbar, Herr Nachbar!

Was ist Wahrheit? (Pontius Pilatus)

Erstellt von Sybilla am 30.11.16 ---  10 Uhr 30
   

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