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Autor Thema: Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität  (Gelesen 191760 mal)
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Sybilla


Beiträge: 465


« Antworten #625 am: 03. Januar 2017, 11:31:13 »

Prolog
   
 Es war einmal, ein Land mitten in Europa, in dem verkündeten viele Medien, dass sich laut des offiziellen Monatsberichts der BA die Arbeitslosigkeit aufgrund der guten wirtschaftlichen Entwicklung und der Robustheit des Arbeitsmarkts auf einem Rekordtief in einem November befindet. Aufgrund dessen seien alle Menschen glücklich und zufrieden wie ein so genannter „Glücksatlas“ zu bestätigen meint.  Damit wird natürlich  nicht die vollumfängliche Wahrhaftigkeit vom Arbeitsmarkt oder von der Lebenswirklichkeit der Menschen berichtet sondern eine gewünschte ideologische Suggestion die auf positive Wirkung ausgerichtet ist. Eine postfaktische Gefühlswelt eine schön gemalte Traumwelt der robusten Konjunktur der guten Lage am Arbeitsmarkt und der glücklichen Bürger. Die Mär von der Rekordbeschäftigung, Wohlbefinden und vor allem uns geht so gut wie nie.

Im Fazit ist die Durchsetzung der Agenda 2010 aber nur ein Erfolg des Populismus  der marktradikaler Liberalisten (ich mir meines) der durch viele Medien propagiert wurde. Der Einzelfall in vielen Reportagen negativ verallgemeinert pauschalisiert bis die allgemeine Stimmung gegen Menschen in Arbeitslosigkeit kippte. Darauf folgend wurden die negativen Folgen durch augenscheinliche positive Entwicklungen vernebelt. Die gekippte Stimmung der negativen Verallgemeinerung von medial aufgeblähten Einzelfällen führte zur "Entsolidarisierung" der Gesellschaft gegenüber den Schwachen und Hilfebedürftigen. Die Armut und Armutsgefährdung vieler Menschen trotz Arbeit findet in den Leit-Medien kaum Widerhall und wird weitestgehend in der Berichterstattung verschwiegen (Lückenpresse).


Wie ist das mit den Gefühlswelten von Menschen ein Blick in so mache Autokratie nach Nordkorea oder in die ehemalige DDR zeigt das gezielte Propaganda der herrschenden Nomenklatur dem Bürger alles ideologisch gewünschte als Fakt und Wahrheit verkaufen kann, Menschen fühlen eben nun einmal wohl in einem Mainstream der Glückseligkeit. Selbst dann wenn dieser durch Massenmedien künstlich erzeugt ist und mit der Realität der Wahrheit oder der Wahrhaftigkeit der objektiven Fakten rein gar nichts zu tun hat. Solange eine Behauptung von Meinungsmachern immer wieder als einzig wahr wiederholt wird und keinerlei mediale Gegendarstellung durch die herrschende Nomenklatur zugelassen wird bleibt die gewünschte und berichtete Mainstream – Wahrheit die einzige Wahrheit. Wer in dieses psychologisierte System eingebettet ist und keinen anderen Blickwinkel erkennen möchte oder kann versteht auch nicht warum viele von „Lügenmedien“ sprechen. Es werden auch keine Lügen berichtet sonder Lücken in der Wahrheit. Die Wahrheit wird schlicht und einfach dem von der herrschenden Nomenklatur gewünschten Mainstream untergeordnet.

Mein Problem ist, wie kann eine kritische Bürgerin nun als Außenstehende jemanden der in einem geschlossenen System lebt erklären das die ihm bekannte Wahrheit lückenhaft ist und somit en verzerrtes Bild der Wahrheit der Lebenswelt vieler Menschen wiedergibt. Also postfaktisch an gewünschtes der herrschenden Nomenklatur angepasst ist?

Interview mit Christoph Butterwegge „Ich will die Armut skandalisieren“

Quelle: www.weser-kurier.de 28.12.2016
 
 

Faktencheck:

Sehen wir als erstes auf die Rekordbeschäftigung?
   
Als erwerbstätig gilt, wer mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet.

In dieser Definition ist das die Wahrheit allerdings nur wenn diese Definition so mit berichtet wird. Natürlich wird durch die Wahrhaftigkeit des Berichts das gewünschte positive emotionale Gefühl nicht an die Hörer und Leser transportiert, Denn wer nur mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet ist im Allgemeinbefinden eben nicht in ausreichender Beschäftigung. Nur die lückenhafte Berichterstattung -  es gibt Rekordbeschäftigung -  transportiert das gewünschte Wohlbefinden an den Leser und Hörer.

Fast jeder dritte Arbeitslose in Deutschland kann sich Dinge des täglichen Lebens nicht leisten

Quelle: http://www.huffingtonpost.de/2016/11/28/deutschland-sozialhilfe-hartz-4_n_13281042.html  veröffentlicht: 28/11/2016 17:01 CET
 
   
Oft höre ich aus den Medienberichten zum Arbeitsmarkt leider heraus, dass der Arbeit suchende, der in Not ist, als Belastung dargestellt wird, die man schnell loswerden will
 
 Wie oft haben wir seit der Agenda 2010 Reform und Hartz IV schon gehört und gelesen das Menschen im Leistungsbezug die Motivation zur Aufnahme von Arbeit fehle und man daher Druck durch ausüben müsse. (Sanktionen)

 So redet man nicht über Menschen“, solche Sätze sind „Futter für Rechtspopulisten“
   
 Ich bin immer noch „erschrocken und verärgert“ über solche Äußerungen in Print - und Medienberichten, die nur darauf abzielen, Menschen mit oder ohne Arbeit im Leistungsbezug von Hartz IV mitten in Deutschland herabwürdigend an den Rand der Gesellschaft abzuschieben. Diese Tonlage ist nicht hilfreich für Millionen Menschen die in der Gesellschaft der Wohlhabenden integriert werden möchten die von der Gesellschaft eine Chance und Perspektive erhalten möchten..
   
Mit Blick auf die soziale Debatte seit der Agenda 2010 warne ich davor, Ressentiments gegen andere Menschen oder Menschen ohne  Arbeit oder Menschen im Hartz IV Bezug trotz geringfügiger Beschäftigung oder niedrigen Einkommen oder Menschen die sich in Tafelläden mit Grundnahrungsmittel versorgen müssen, zu schüren. Millionen Menschen in Deutschland leben im ALG II Leistungsbezug in Hartz IV diese brauchen das Gefühl, der Zugehörigkeit und die integrative Teilhabe am sozialen kulturellen und politischen Gesellschaftsleben sie brauchen das Gefühl das sie ein Teil der Gesellschaft sind und nicht nur von der Gesellschaft alimentiert oder in Tafelläden mit Lebensmittel versorgt werden.
   
 Ich appelliere an die Politik und Medien, zu einer Sprache zurückzufinden, die sich an den sozialen Problemen orientiert. Als „rote Linien“ für mich bezeichne ich, dass jeder Mensch im ALG II Leistungsbezug Hartz IV, der auch einmal in den Tafelladen komme, menschenwürdig behandelt und ein faires Verhalten der Gesellschaft und Behörden erhalten müsse. Außerdem dürfe niemand in Armut und  Not fallen oder dorthin zurückgeschickt werden.
   
  Zugleich fordere ich dazu auf, auch die Erfolge beim gesetzlichen Mindestlohn zu sehen der die soziale Lage vieler Menschen verbessert hat. Die soziale Situation ist herausfordernd, aber es ist auch vieles in Gang gekommen. Es ist zum Beispiel in Tafelläden sehr viel geleistet worden. Es gibt keinen Rückgang bei Hilfsbereitschaft und Solidarität der Bürger.
   
  Natürlich hat eine Gesellschaft das Recht ihre Solidarität denen zu schenken von denen sie am meisten Profit und Gegenleistung erwarten kann. Aber die Humanistik und Ethik fordert eine Solidarität mit allen ein, mit Familien, Kindern, Kranken, Pflegebedürftigen und der Generation der Rentner sowie Armen und Menschen in Not.
   
  Allerdings ist das eine Forderung die in einer auf wirtschaftlichen Gewinn orientierten Gesellschaft nicht gerne gehört wird weil sie Kosten verursacht die getragen werden müssen.
  Derartige Forderungen bewegen sich nicht im Gleichschritt mit dem Zeitgeist der herrschenden Nomenklatur und werden aufgrund dessen von moralischen Autoritäten die den Gleichklang mit der herrschenden Nomenklatur anstreben auch nicht geäußert. 
   
   
  Prognose: Rente wird bis 2045 stark sinken
   
Natürlich sieht die Realität vieler Menschen die jeden Morgen früh aufstehen und jeden Morgen zur Arbeit als Zeitarbeiter gehen nicht so rosig aus. Wie das die Medien-Meldungen vom robusten Arbeitsmarkt dem Publikum suggerieren sollen.

8,0 Millionen Empfängerinnen und Empfänger von sozialer Mindestsicherung am Jahresende 2015

Quelle: Statistisches Bundesamt https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2016/11/PD16_419_228.html  Pressemitteilung Nr. 419 vom 28.11.2016


Viele Menschen sind in Beschäftigung in Teilzeit in Minijobs in prekären Arbeitsverhältnissen sie erhalten Niedriglohn zu wenig Einkommen um für sich und ihre Familien Wohnung, Nebenkosten, Nahrung, Kleidung und eine minimale Teilhabe am sozialen kulturellen und politischen Leben zu ermöglichen. Sie und ihre Familien leben trotz Arbeit in Armut oder sind von Armut gefährdet. Viele von diesen Menschen in Beschäftigung müssen für sich und ihre Kinder ergänzende Transferleistungen Hartz IV Leistungen oder Wohngeld beziehen. Auch Altersarmut wird für diese Personen ein immer größeres Problem private Vorsorge ist nicht leistbar und das Rentenniveau der gesetzlichen Rente sinkt weiterhin exorbitant ab. Allerdings sind diese Personen aus der Statistik der Arbeitslosen verschwunden alle das wird als großer Erfolg der Agenda 2010 gefeiert.
   
  Weniger für die Ärmsten Essen bei den Tafeln reicht nicht für alle
   
  Der Bundesvorsitzende der Tafeln, Jochen Brühl, teilte in Berlin mit, nach der jüngsten Jahresumfrage seines Verbandes holten sich fast 1,8 Millionen Menschen in Deutschland regelmäßig Lebensmittel bei den Tafeln ab. Unter ihnen seien mittlerweile rund 280.000 Flüchtlinge.
   
  Quelle: F.A.Z. 27.09.2016
   
  Suchtexperten sehen Flüchtlinge durch Sportwetten gefährdet
   
  Quelle: Focus online Dienstag, 27.09.2016, 06:14
   
   Der Abbau hoch qualifizierter Arbeitsplätze geht trotzdem ungebremst weiter zum Beispiel Jobabbau bei Siemens 2000 Mitarbeitern in Deutschland droht die Kündigung wenn der Bezug des ALG I ausgeschöpft ist und kein neuer Arbeitsplatz vorhanden ist Dann werden die jungen unter 25 aber im besonderen die über 45 jährigen Fachkräfte mit Hartz IV und Jobangeboten im Helferbereich auch in Teilzeit konfrontiert. Das ist die normale Realität in Deutschland bei „Rekordbeschäftigung“
     
    Quelle: N24 09.03.2016 | 18:20 Uhr
    http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Wirtschaft/d/8197464/2000-mitarbeitern-in-deutschland-droht-die-kuendigung.html

Die Fakten:
     Pressemitteilung  Nr. 407 vom 05.11.2015: 20,6 % der Bevölkerung Deutschlands von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht
     
    Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 407 vom 05.11.2015
     
    Armut in Deutschland hat sich trotz oder vielleicht auch wegen der „Rekordbeschäftigung“ bei 15,4 % verfestigt.
     
    Armutsbericht 2016 - Am stärksten sind laut dem Bericht Erwerbslose von Armut betroffen – ihr Anteil liegt bei 58 Prozent – und Alleinerziehende, deren Anteil bei 42 Prozent liegt. Auch die Kinderarmutsquote ist mit 19 Prozent hoch.
     
    Quelle:
    ZEIT ONLINE 23. Februar 2016, 12:20 Uhr Armutsbericht Paritätische Wohlfahrtsverband
    http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-02/armut-deutschland-2016-paritaetische-verband
     
    Immer mehr Menschen in Deutschland verlieren ihr eigenes Dach über dem Kopf und werden wohnungslos. Laut einer Schätzung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) waren 2014 demnach 335.000 Menschen ohne festen Wohnsitz. Das entspricht einer Steigerung um ca. 35 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010.
     
    Quelle: www.wirtschaft.com 5. Januar 2016 6:37
    http://www.wirtschaft.com/wohnungslos-und-obdachlos-im-reichen-deutschland/
     
    Kluft zwischen Reich und Arm größer als vor 20 Jahren
     
    Quelle: FAZ 25.01.2016, 06:30 Uhr
     
    Kinderarmut: 19 Prozent oder 2,47 Millionen aller Mädchen und Jungen in Deutschland in Familien mit so wenig Geld, dass sie als arm oder armutsgefährdet gelten.
     
 Quelle: Spiegel Online 11.01.2016 – 14:32 Uhr
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Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.
Sybilla


Beiträge: 465


« Antworten #626 am: 03. Januar 2017, 12:52:09 »

Auf vielfachen Wunsch hier eine Turbo - Zusammenstellung meines Beitrags in Schlagzeilen erstellt.

Medien verkünden Rekordtief der Arbeitslosigkeit und Rekordbeschäftigung. Abbau hoch qualifizierter Arbeitsplätze (VW; Siemens) geht ungebremst weiter. Fast jeder dritte Arbeitslose in Deutschland kann sich Dinge des täglichen Lebens nicht leisten. 8,0 Millionen Empfängerinnen und Empfänger von sozialer Mindestsicherung am Jahresende 2015.
20,6 % der Bevölkerung Deutschlands von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Armut in Deutschland hat sich trotz oder vielleicht auch wegen der „Rekordbeschäftigung“ bei 15,4 % verfestigt. 19 Prozent oder 2,47 Millionen aller Mädchen und Jungen in Deutschland leben in Familien mit so wenig Geld, dass sie als arm oder armutsgefährdet gelten. Fast 1,8 Millionen Menschen in Deutschland müssen sich regelmäßig Lebensmittel bei den Tafeln abholen. Weniger für die Ärmsten Essen bei den Tafeln reicht nicht für alle.

Im Dezember 2016 hat weiterhin jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen. Im Dezember 2016 erhalten  6.714.797 Leistungsempfänger Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII das entspricht einer Hilfequote von 7,9 %  erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Die Zahl der Unterbeschäftigten, ist im Vergleich zu November um 58.775 Personen angestiegen sie verharrt auf hohem Niveau bei 3.564.844 Personen  7,9  % Den Anstieg der Arbeitslosigkeit um 36.298 Personen auf ein „Rekordtief“ von 2.568.273 arbeitslosen Personen  im  Dezember 2016 ist unter Einbeziehung der Teilnehmerzahl an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik kein „Rekordtief“ sondern statistische Schönmalerei.

Teil II

Zahlencheck Arbeitsmarkt Dezember 2016
     
  Hilfequote BA Monatsbericht Dezember 2016 Seite 30
   
 3.7 Hilfequoten *32

Im Dezember 2016 hat jeder zehnte Haushalt in  Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen (10,0 Prozent). 9,2 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig – und 7,9 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter.

---------------------------
   
 Die Hilfequote der Haushalte verharrt somit trotz offiziellen Rekordtiefs der Arbeitslosigkeit weiterhin auf exorbitant hohem Niveau seit langer Zeit fortlaufend bei 10 %
   
     
    32 * Vgl. zur Ermittlung der Hilfequoten:
http://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Grundlagen/Berechnung-der-Hilfequoten/Berechnung-der-Hilfequoten-Nav.html.
     
    * § 235 Sozialgesetzbuch Sechstes Buch
     
  Ist es Ihnen aufgefallen trotz immer neuer „Rekordzahlen“ –   gibt es seit langer Zeit kaum Veränderung im Bereich der Hilfequoten. Warum wird das in der Lückenpresse nicht stärker thematisiert? Also es bleibt entgegen aller Jubelmeldungen bei den Hilfequoten alles so wie in den letzten Monaten/Jahren und auch im Vergleich zum Vorjahr ist keine signifikante Veränderung zu erkennen.
     
    - - - - - - -
     
  Leistungsempfänger
     
 Die offiziellen Zahlen zum Arbeitsmarkt des Pressediensts der BA für Dezember finden Sie auf Seite 80 des  Monatsberichts des Monats Dezember 2016.
     
Leistungsempfänger Asylleistungen, Sozialhilfe,  Arbeitslosengeld, Arbeitslosengeld II (Hartz IV) Sozialgeld;
     
Im Dezember 2016 erhalten in der Summe 8.750.096 Personen unterschiedliche Leistungen zur Grundsicherung.  Ca. 1 Million Personen erhalten Leistungen des Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG)

darunter

Stand Juni 2016 Grundsicherung nach dem SGB XII „Sozialhilfe im Alter und bei Erwerbsminderung erhielten insgesamt Empfängerinnen und Empfänger 1 035 299 Personen
 
Die Anzahl der Personen die Grundsicherung  als Asylleistungen Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) bekamen wird zum Jahresende 2015  auf knapp 1,0 Millionen Menschen geschätzt.


Quelle: https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2016/11/PD16_419_228.html  Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 419 vom 28.11.2016


               
Im Dezember 2016 erhalten 6.714.797 im  November 2016 waren es nur  6.617.051 Leistungsempfänger 4) Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII das entspricht einer Hilfequote von 7,9 %  erwerbsfähige Leistungsberechtigte.
     
    Darunter erhalten
    764.197 Personen Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit   
    4.306.585 Personen als erwerbsfähige Leistungsberechtigte Arbeitslosengeld II (Hartz IV)
    1.644.015 Personen erhalten als nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte (z.B. Kinder in Bedarfsgemeinschaften) Sozialgeld

 
    ( nicht berücksichtigt sind Leistungsempfänger von Wohngeld, Kinderzuschlag, , …)
     
    ------------------------
     
    Unterbeschäftigung im Dezember 2016
     
    Die Zahl der Unterbeschäftigten, ist im Vergleich zu November um 58.775 Personen angestiegen sie verharrt auf hohem Niveau bei 3.564.844 Personen  7,9  % ,
   
  Ist das die niedrigste Zahl von Arbeitslosen Personen in einem Dezember seit xx Jahren Huh???
  Na ja zumindest wenn so gezählt wird wie heute – aber nicht wirklich.
  Ich denke das ist eine Lüge. Belege unten im Detail.
     
      (Im BA-Bericht Dezember 2004 wurden im Bereich des Arbeitslosengeld und der Arbeitslosenhilfe nur 4.321.000 Leistungsempfänger gezählt.
     
    - - - - - - - - - - - -
     
    Arbeitslose

Den Rückgang der Arbeitslosigkeit im November 2016 um 7964 Personen auf ein „Rekordtief“ von 2.531.975 arbeitslosen Personen  im November 2016 steht ein Anstieg der Teilnehmerzahl an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik korrigiert  um 29.772  Personen auf  965.521 Personen gegenüber. In der Summe ist die Arbeitslosigkeit im November nicht gesunken sondern um ca. 20.000 Personen angewachsen.

     
 Im BA Bericht Dezember 2016 wird die Zahl der Arbeitslosen im Sinne Arbeitslosigkeit nach § 16 SGB III registriert. Für Dezember 2016 nennt der BA Bericht eine Zahl von
2.568.273 arbeitslosen Personen. Allerdings ist die Zahl der Teilnehmer an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik wie sie oben sehen sehr nebulös beziffert. Dadurch wir der Anstieg oder das Absinken der Zahl der Arbeitslosen verzerrt dargestellt

Wer fehlt in der offiziellen Arbeitslosenstatistik?
 Nicht in der Statistik tauchen all diejenigen auf, die sich nicht zur Arbeitssuche gemeldet haben. Das Gleiche gilt für alle, die nicht mindestens 15 Stunden pro Woche arbeiten können oder bis zu sechs Wochen arbeitsunfähig erkrankt sind. Auch all jene, die durch Instrumente der Arbeitsmarktpolitik gefördert werden, fehlen in der Arbeitslosenstatistik. Dies betrifft sowohl Fort- und Weiterbildung als auch Trainings- und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Auch all diejenigen, die einen Ein-Euro-Job haben, Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge besuchen oder einen Gründungszuschuss erhalten, tauchen nicht in der Statistik auf. Zudem fehlen alle Personen ab 58 Jahren, die mindestens zwölf Monate Arbeitslosengeld II bezogen haben und in dieser Zeit keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten bekommen haben. Ebenso nicht als arbeitslos erfasst werden Personen, die sich in der Freistellungsphase der Altersteilzeit befinden und von der Bundesagentur für Arbeit gefördert werden. Zusätzlich gelten natürlich auch alle Personen die nach dem Ablauf des Arbeitslosengeld I keinen Anspruch auf ALG II haben (Partnereinkommen, Vermögen, etc) nicht als arbeitslos, falls sich diese Personen bei den Jobcentern melden sind diese sind dann offiziell nur noch Arbeit suchend. Und alle Personen die nicht die hochnotpeinliche Bedarfsprüfung der Jobcenter ertragen und sich resignierend ihrem Schicksal ergeben. Des Weiteren natürlich alle Personen die Teilzeit arbeiten aber dennoch ergänzende ALG II Leistungen (Hartz IV) beziehen müssen um ihren Lebensunterhalt und den ihrer Kinder abdecken zu können…. Auch die meisten Asylbewerber erscheinen nicht als Arbeitslose.
     
     
    Laut vorläufiger Schätzung/Hochrechnung der BA wird die Teilnehmerzahl an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik im Dezember auf 951,554 Personen beziffert,

Die Teilnehmerzahl an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik im November wurde im BA bericht Dezember von 953.384 auf  965.521 korrigiert.

(Die Zahl des BA Bericht des jeweiligen Monatsbericht wird in der Regel im Monatsverlauf um einige tausend Teilnehmer noch oben korrigiert)
Aufgrund dessen steigt mit großer Wahrscheinlichkeit auch die Teilnehmerzahl an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik  für den Berichtsmonat November 2016 noch weiter an. Das heißt aus dem gefühlten Rückgang der Arbeitslosigkeit im November wird unter Beachtung des Anstiegs der Teilnehmer an ausgewählten Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik an tatsächlicher Anstieg der Arbeitslosigkeit im Berichtsmonat November 2016.
     
       
 *4)Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hochgerechnet werden.
   
  Ein Blick auf die rund 1,5 Millionen Migranten die seit Januar 2015 bis heute in Deutschland angekommen sind lohnt sich viele von Ihnen befinden sich in Integrationskurse die durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert werden. Sie werden aufgrund der Teilnahme an Integrationskurse nicht als Leistungsempfänger oder Arbeitslose erfasst.
  Diese Personen erhalten Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG)
   
  Berlin - Erst 30.000 Flüchtlinge haben einen Job
   
  Quelle: RP 11. Juli 2016 | 09.57 Uhr
   
  Analyse: Flüchtlinge finden nur schwer einen Job
   
  Quelle: dpa  erstellt am 31.Aug.2016 | 16:06 Uhr
   
   
     
    Gemeldeten Arbeitsstellen
     
     
    Gemeldeten Arbeitsstellen laut BA Bericht Dezember 2016 Seite 52  --  658.435 Arbeitsstellen BA-  X  222
     
   Ein Beispiel für eine wunderbare Vermehrung der offenen Stellen.
   Firma xy meldet eine offene Stelle an 20 Verleihfirmen jeder dieser Verleihfirmen meldet diese Stelle an die Jobbörse der BA die BA registriert 20 offene Stellen für einen Arbeitsplatz zusätzlich stellt jede Verleihfirma diesen Arbeitsplatz in ihre Jobbörse ein, somit steigt die Zahl der offenen Stellen für ein und denselben Arbeitsplatz auf mindestens 40 offene Stellen an. Allerdings können diese 40 offenen Stellen nur von einer Person besetzt werden. die anderen 39 offenen Stellen verschwinden dann nach der Neubesetzung der Arbeitsstelle aus der Statistik. So erklärt sich auch der gefühlte Fachkräftemangel wer das einmal verstanden hat, versteht die Logik des suggerierten Jobbooms.

Das kann jeder in der Jobbörse der BA selbst nachvollziehen, selbstverständlich werden in der Jobbörse Arbeitsangebote als Duplikat mehrfach gelistet. Datenredundanz ist ein Begriff der Datenorganisation  das mehrfache Führen der gleichen Daten, also das mehrfache Vorkommen  desselben Sachverhaltes

   

  Aber warum der Realität ins Auge blicken wenn die Traumwelt von der BA in schönen bunten Farben gemalt wird?
     
  Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt, die Wahrheit steht von alleine aufrecht.
  Benjamin Franklin.
     
     
  Quelle der Zahlen:
 BA – Monatsbericht Dezember 2016
 
https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201612/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-201612-pdf.pdf

Epilog:

Wirklichkeit und Wahrheit sind längst eine Frage von Gestaltung und Machbarkeit geworden. Wirklichkeit und Wahrheit quillt nicht mehr aus Erfahrung und Wahrhaftigkeit, sondern wird zur Projektion, letztlich sogar zur Suggestion.

Damit sind die Medienmächtigen längst bei:
Wir gestalten die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit.
Wir erschaffen die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit nach unserer Doktrin

So gesehen ist die Zensur das kleinere Übel.
PR-tauglich formuliert sind wir bei: Wahrheit ist machbar, Herr Nachbar!

Was ist Wahrheit? (Pontius Pilatus)

Erstellt von Sybilla am 03.01.17 ---  11 Uhr 30
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Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.
dagobert


Beiträge: 4565


« Antworten #627 am: 03. Januar 2017, 18:32:10 »

Die Differenz zwischen "Arbeitslosen" und "Unterbeschäftigten" nähert sich unaufhaltsam der Millionengrenze.
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Sybilla


Beiträge: 465


« Antworten #628 am: 31. Januar 2017, 12:48:25 »

Zusammenfassung Arbeitsmarkt Deutschland Januar 2017:

Medien verkünden Rekordtief der Arbeitslosigkeit und Rekordbeschäftigung. Abbau hoch qualifizierter Arbeitsplätze geht allerdings ungebremst weiter. Während dessen durch Jobzersplitterung immer mehr Beschäftigung im Teilzeitbereich entsteht. Fast jeder dritte Arbeitslose in Deutschland kann sich Dinge des täglichen Lebens nicht leisten. 8,0 Millionen Empfängerinnen und Empfänger von sozialer Mindestsicherung am Jahresende 2015.
20,6 % der Bevölkerung Deutschlands von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Armut in Deutschland hat sich trotz oder vielleicht auch wegen der „Rekordbeschäftigung“ bei 15,4 % verfestigt. 19 Prozent oder 2,47 Millionen aller Mädchen und Jungen in Deutschland leben in Familien mit so wenig Geld, dass sie als arm oder armutsgefährdet gelten. Fast 1,8 Millionen Menschen in Deutschland müssen sich regelmäßig Lebensmittel bei den Tafeln abholen. Weniger für die Ärmsten Essen bei den Tafeln reicht nicht für alle.

Im Januar 2017 hat weiterhin jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen. Im Januar 2017 erhalten  6.877.926 Leistungsempfänger Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII das entspricht einer Hilfequote von 8,3 %  erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Die von der BA hochgerechnete Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten (ELB)*28 ist im Januar 2017 gegenüber dem Vormonat um 25.000 auf 4.343.000  Personen gestiegen. Die Zahl der Unterbeschäftigten, ist im Vergleich zu  Dezember um 172.273 Personen angestiegen, sie steigt im Januar 2017 auf hohem Niveau auf 3.729.745 Personen 8,3 % an. Die Zahl der Arbeitslosen ist im Sinne des § 16 SGB III im Januar 2017 um 209,114Personen  auf ein „Rekordtief“ von 2.777.387  arbeitslosen Personen angestiegen. Unter Beachtung der vorläufigen und hochgerechneten Teilnehmerzahl an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik die im Monatsbericht für Januar auf 911.460 Personen. *2  beziffert wird sowie der hohen Zahl an Personen die nicht als arbeitslos gezählt werden, ist die Zahl der Arbeitslosen kein „Rekordtief“ sondern statistische Schönmalerei.

Prolog
   
 Es war einmal, ein Land mitten in Europa, in dem verkündeten viele Medien, dass sich laut des offiziellen Monatsberichts der BA die Arbeitslosigkeit aufgrund der guten wirtschaftlichen Entwicklung und der Robustheit des Arbeitsmarkts auf einem Rekordtief in einem November befindet. Manche sagen das sind die Fakten andere sagen sie kennen alternative Fakten ich sage aber es sind Fake-News und die Presseberichte des Pressedienst der BA werden Monat für Monat Lückenhaft in den Qualitätsmedien (Lückenpresse) verkündet. Aufgrund der Presseberichte seien die meisten Menschen glücklich und zufrieden wie ein so genannter „Glücksatlas“ zu bestätigen meint.  Damit wird natürlich  nicht die vollumfängliche Wahrhaftigkeit vom Arbeitsmarkt oder von der Lebenswirklichkeit der Menschen berichtet sondern eine gewünschte ideologische Suggestion die auf eine positive Wirkung ausgerichtet ist. Eine postfaktische Gefühlswelt eine schön gemalte Traumwelt der robusten Konjunktur der guten Lage am Arbeitsmarkt der Rekordbeschäftigung trotz Aufnahme von Einer Million Flüchtlingen und der glücklichen Bürger. Es ist eine Mär von der Rekordbeschäftigung, Wohlbefinden und vor allem uns geht so gut wie nie.

Im Fazit ist die Durchsetzung der Agenda 2010 aber nur ein Erfolg des Populismus  der marktradikaler Liberalisten (ich mir meines) der durch viele Medien propagiert wurde. Der Jobzersplitterung aus einen Vollzeitarbeitsplatz wurden zwei oder drei Jobangebote und Teilzeitjobs generiert. Der Einzelfall in vielen Reportagen negativ verallgemeinert pauschalisiert bis die allgemeine Stimmung gegen Menschen in Arbeitslosigkeit kippte. Darauf folgend wurden die negativen Folgen durch augenscheinliche positive Entwicklungen vernebelt. Die gekippte Stimmung der negativen Verallgemeinerung von medial aufgeblähten Einzelfällen führte zur "Entsolidarisierung" der Gesellschaft gegenüber den Schwachen und Hilfebedürftigen. Die Armut und Armutsgefährdung vieler Menschen trotz Arbeit findet in den Leit-Medien kaum Widerhall und wird weitestgehend in der Berichterstattung verschwiegen (Lückenpresse).


Wie ist das mit den Gefühlswelten von Menschen ein Blick in so mache Autokratie nach Nordkorea oder in die ehemalige DDR zeigt das gezielte Propaganda der herrschenden Nomenklatur dem Bürger alles ideologisch Gewünschte als Fakt und Wahrheit verkaufen kann. Menschen fühlen eben nun einmal wohl in einem Mainstream der Glückseligkeit. Selbst dann wenn dieser durch Massenmedien künstlich erzeugt ist und mit der Realität der Wahrheit oder der Wahrhaftigkeit der objektiven Fakten der eigenen Lebenssituation rein gar nichts zu tun hat. Solange eine Behauptung von Meinungsmachern immer wieder als einzig wahr wiederholt wird und keinerlei mediale Gegendarstellung durch die herrschende Nomenklatur zugelassen wird bleibt die gewünschte und berichtete Mainstream – Wahrheit die einzige Wahrheit. Wer in dieses psychologisierte System eingebettet ist und keinen anderen Blickwinkel erkennen möchte oder kann versteht auch nicht warum viele von „Lügenmedien“ sprechen. Es werden auch keine Lügen berichtet sonder Lücken in der Wahrheit. Die Wahrheit wird schlicht und einfach dem von der herrschenden Nomenklatur gewünschten Mainstream untergeordnet.

Mein Problem ist, wie kann eine kritische Bürgerin nun als Außenstehende jemanden der in einem geschlossenen System lebt erklären das die ihm bekannte Wahrheit lückenhaft ist und somit en verzerrtes Bild der Wahrheit der Lebenswelt vieler Menschen wiedergibt. Also postfaktisch an gewünschtes der herrschenden Nomenklatur angepasst ist?

Interview mit Christoph Butterwegge „Ich will die Armut skandalisieren“

Quelle: www.weser-kurier.de 28.12.2016
 
 

Faktencheck:

Sehen wir als erstes auf die Rekordbeschäftigung?
   
Als erwerbstätig gilt, wer mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet.

In dieser Definition ist das die Wahrheit allerdings nur wenn diese Definition so mit berichtet wird. Natürlich wird durch die Wahrhaftigkeit des Berichts das gewünschte positive emotionale Gefühl nicht an die Hörer und Leser transportiert, Denn wer nur mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet ist im Allgemeinbefinden eben nicht in ausreichender Beschäftigung. Nur die lückenhafte Berichterstattung -  es gibt Rekordbeschäftigung -  transportiert das gewünschte Wohlbefinden an den Leser und Hörer.

Fast jeder dritte Arbeitslose in Deutschland kann sich Dinge des täglichen Lebens nicht leisten

Quelle: http://www.huffingtonpost.de/2016/11/28/deutschland-sozialhilfe-hartz-4_n_13281042.html  veröffentlicht: 28/11/2016 17:01 CET
 
   
Oft höre ich aus den Medienberichten zum Arbeitsmarkt leider heraus, dass der Arbeit suchende, der in Not ist, als Belastung dargestellt wird, die man schnell loswerden will
 
 Wie oft haben wir seit der Agenda 2010 Reform und Hartz IV schon gehört und gelesen das Menschen im Leistungsbezug die Motivation zur Aufnahme von Arbeit fehle und man daher Druck durch ausüben müsse. (Sanktionen)

 So redet man nicht über Menschen“, solche Sätze sind „Futter für Rechtspopulisten“
   
 Ich bin immer noch „erschrocken und verärgert“ über solche Äußerungen in Print - und Medienberichten, die nur darauf abzielen, Menschen mit oder ohne Arbeit im Leistungsbezug von Hartz IV mitten in Deutschland herabwürdigend an den Rand der Gesellschaft abzuschieben. Diese Tonlage ist nicht hilfreich für Millionen Menschen die in der Gesellschaft der Wohlhabenden integriert werden möchten die von der Gesellschaft eine Chance und Perspektive erhalten möchten..
   
Mit Blick auf die soziale Debatte seit der Agenda 2010 warne ich davor, Ressentiments gegen andere Menschen oder Menschen ohne  Arbeit oder Menschen im Hartz IV Bezug trotz geringfügiger Beschäftigung oder niedrigen Einkommen oder Menschen die sich in Tafelläden mit Grundnahrungsmittel versorgen müssen, zu schüren. Millionen Menschen in Deutschland leben im ALG II Leistungsbezug in Hartz IV diese brauchen das Gefühl, der Zugehörigkeit und die integrative Teilhabe am sozialen kulturellen und politischen Gesellschaftsleben sie brauchen das Gefühl das sie ein Teil der Gesellschaft sind und nicht nur von der Gesellschaft alimentiert oder in Tafelläden mit Lebensmittel versorgt werden.
   
 Ich appelliere an die Politik und Medien, zu einer Sprache zurückzufinden, die sich an den sozialen Problemen orientiert. Als „rote Linien“ für mich bezeichne ich, dass jeder Mensch im ALG II Leistungsbezug Hartz IV, der auch einmal in den Tafelladen komme, menschenwürdig behandelt und ein faires Verhalten der Gesellschaft und Behörden erhalten müsse. Außerdem dürfe niemand in Armut und  Not fallen oder dorthin zurückgeschickt werden.
   
  Zugleich fordere ich dazu auf, auch die Erfolge beim gesetzlichen Mindestlohn zu sehen der die soziale Lage vieler Menschen verbessert hat. Die soziale Situation ist herausfordernd, aber es ist auch vieles in Gang gekommen. Es ist zum Beispiel in Tafelläden sehr viel geleistet worden. Es gibt keinen Rückgang bei Hilfsbereitschaft und Solidarität der Bürger.
   
  Natürlich hat eine Gesellschaft das Recht ihre Solidarität denen zu schenken von denen sie am meisten Profit und Gegenleistung erwarten kann. Aber die Humanistik und Ethik fordert eine Solidarität mit allen ein, mit Familien, Kindern, Kranken, Pflegebedürftigen und der Generation der Rentner sowie Armen und Menschen in Not.
   
  Allerdings ist das eine Forderung die in einer auf wirtschaftlichen Gewinn orientierten Gesellschaft nicht gerne gehört wird weil sie Kosten verursacht die getragen werden müssen.
  Derartige Forderungen bewegen sich nicht im Gleichschritt mit dem Zeitgeist der herrschenden Nomenklatur und werden aufgrund dessen von moralischen Autoritäten die den Gleichklang mit der herrschenden Nomenklatur anstreben auch nicht geäußert. 
   
   
  Prognose: Rente wird bis 2045 stark sinken
   
Natürlich sieht die Realität vieler Menschen die jeden Morgen früh aufstehen und jeden Morgen zur Arbeit als Zeitarbeiter gehen nicht so rosig aus. Wie das die Medien-Meldungen vom robusten Arbeitsmarkt dem Publikum suggerieren sollen.

8,0 Millionen Empfängerinnen und Empfänger von sozialer Mindestsicherung am Jahresende 2015

Quelle: Statistisches Bundesamt https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2016/11/PD16_419_228.html  Pressemitteilung Nr. 419 vom 28.11.2016


Viele Menschen sind in Beschäftigung in Teilzeit in Minijobs in prekären Arbeitsverhältnissen sie erhalten Niedriglohn zu wenig Einkommen um für sich und ihre Familien Wohnung, Nebenkosten, Nahrung, Kleidung und eine minimale Teilhabe am sozialen kulturellen und politischen Leben zu ermöglichen. Sie und ihre Familien leben trotz Arbeit in Armut oder sind von Armut gefährdet. Viele von diesen Menschen in Beschäftigung müssen für sich und ihre Kinder ergänzende Transferleistungen Hartz IV Leistungen oder Wohngeld beziehen. Auch Altersarmut wird für diese Personen ein immer größeres Problem private Vorsorge ist nicht leistbar und das Rentenniveau der gesetzlichen Rente sinkt weiterhin exorbitant ab. Allerdings sind diese Personen aus der Statistik der Arbeitslosen verschwunden alle das wird als großer Erfolg der Agenda 2010 gefeiert.
   
  Weniger für die Ärmsten Essen bei den Tafeln reicht nicht für alle
   
  Der Bundesvorsitzende der Tafeln, Jochen Brühl, teilte in Berlin mit, nach der jüngsten Jahresumfrage seines Verbandes holten sich fast 1,8 Millionen Menschen in Deutschland regelmäßig Lebensmittel bei den Tafeln ab. Unter ihnen seien mittlerweile rund 280.000 Flüchtlinge.
   
  Quelle: F.A.Z. 27.09.2016
   
  Suchtexperten sehen Flüchtlinge durch Sportwetten gefährdet
   
  Quelle: Focus online Dienstag, 27.09.2016, 06:14
   
   Der Abbau hoch qualifizierter Arbeitsplätze geht trotzdem ungebremst weiter zum Beispiel Jobabbau bei Siemens 2000 Mitarbeitern in Deutschland droht die Kündigung wenn der Bezug des ALG I ausgeschöpft ist und kein neuer Arbeitsplatz vorhanden ist Dann werden die jungen unter 25 aber im besonderen die über 45 jährigen Fachkräfte mit Hartz IV und Jobangeboten im Helferbereich auch in Teilzeit konfrontiert. Das ist die normale Realität in Deutschland bei „Rekordbeschäftigung“
     
    Quelle: N24 09.03.2016 | 18:20 Uhr
    http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Wirtschaft/d/8197464/2000-mitarbeitern-in-deutschland-droht-die-kuendigung.html

Die Fakten:
     Pressemitteilung  Nr. 407 vom 05.11.2015: 20,6 % der Bevölkerung Deutschlands von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht
     
    Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 407 vom 05.11.2015
     
    Armut in Deutschland hat sich trotz oder vielleicht auch wegen der „Rekordbeschäftigung“ bei 15,4 % verfestigt.
     
    Armutsbericht 2016 - Am stärksten sind laut dem Bericht Erwerbslose von Armut betroffen – ihr Anteil liegt bei 58 Prozent – und Alleinerziehende, deren Anteil bei 42 Prozent liegt. Auch die Kinderarmutsquote ist mit 19 Prozent hoch.
     
    Quelle:
    ZEIT ONLINE 23. Februar 2016, 12:20 Uhr Armutsbericht Paritätische Wohlfahrtsverband
    http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-02/armut-deutschland-2016-paritaetische-verband
     
    Immer mehr Menschen in Deutschland verlieren ihr eigenes Dach über dem Kopf und werden wohnungslos. Laut einer Schätzung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) waren 2014 demnach 335.000 Menschen ohne festen Wohnsitz. Das entspricht einer Steigerung um ca. 35 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010.
     
    Quelle: www.wirtschaft.com 5. Januar 2016 6:37
    http://www.wirtschaft.com/wohnungslos-und-obdachlos-im-reichen-deutschland/
     
    Kluft zwischen Reich und Arm größer als vor 20 Jahren
     
    Quelle: FAZ 25.01.2016, 06:30 Uhr
     
    Kinderarmut: 19 Prozent oder 2,47 Millionen aller Mädchen und Jungen in Deutschland in Familien mit so wenig Geld, dass sie als arm oder armutsgefährdet gelten.
     
 Quelle: Spiegel Online 11.01.2016 – 14:32 Uhr

     
 
   
Teil II

Zahlencheck Arbeitsmarkt Januar 2017

Grundsicherung für Arbeitsuchende BA Bericht Januar 2017 Seite 25/26


3. Grundsicherung für Arbeitsuchende *27

Die hochgerechnete Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten (ELB)*28 ist im Januar 2017 gegenüber dem Vormonat um 25.000 auf 4.343.000 gestiegen. Bereinigt um saisonale Effekte entspricht dies einem Rückgang um 6.000, nach - 1.000 im Dezember und +15.000  im November. Im Vergleich zum Vorjahr liegt die hochgerechnete Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten um 77.000 über dem Vorjahreswert.

*27 Vgl. für diesen Abschnitt: Statistik der Bundesagentur für Arbeit,  Analytikreport. Analyse der Grundsicherung für Arbeitsuchende.

http://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Statistische-Analysen/Analytikreports/Zentral/Monatliche-Analytikreports/Analyse-
Grundsicherung-Arbeitsuchende-nav.html.

*28 Das seit 2005 angewandte Zähl- und Gültigkeitskonzept der Statistik
der Grundsicherung für Arbeitsuchende im SGB II wurde im April 2016
geändert. Weiterführende Informationen finden Sie im Methodenbe-
richt: "Revision der Statistik der Grundsicherung für Arbeitsuchende
nach dem SGB II"

http://statistik.arbeitsagentur.de/StatischerContent/Grundlagen/Methodenberichte/Grundsicherung-Arbeitsuchende-SGBII/Generische-Publikationen/Methodenbericht-Revision-Grusi.pdf

     
  Hilfequote BA Monatsbericht Januar 2017 Seite 28
   
3.7 Hilfequoten *35
Im Januar 2017 hat jeder zehnte Haushalt in  Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für
Arbeitsuchende bezogen (10,0 Prozent).  9,2 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig – und 8,0Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter.

---------------------------
   
 Die Hilfequote der Haushalte verharrt somit trotz offiziellen Rekordtiefs der Arbeitslosigkeit weiterhin auf exorbitant hohem Niveau seit langer Zeit fortlaufend bei 10 %
   
     
35 * Vgl. zur Ermittlung der Hilfequoten:
http://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Grundlagen/Berechnung-der-Hilfequoten/Berechnung-der-Hilfequoten-Nav.html.
     
 * § 235 Sozialgesetzbuch Sechstes Buch
     
  Ist es Ihnen aufgefallen trotz immer neuer „Rekordzahlen“ –   gibt es seit langer Zeit kaum Veränderung im Bereich der Hilfequoten. Warum wird das in der Lückenpresse nicht stärker thematisiert? Also es bleibt entgegen aller Jubelmeldungen bei den Hilfequoten alles so wie in den letzten Monaten/Jahren und auch im Vergleich zum Vorjahr ist keine signifikante Veränderung zu erkennen.
     
    - - - - - - -
     
  Leistungsempfänger
     
Die offiziellen Zahlen zum Arbeitsmarkt des Pressediensts der BA für Januar 2017 finden Sie auf Seite 56 des  Monatsberichts des Monats Januar 2017.
     
Leistungsempfänger Asylleistungen, Sozialhilfe,  Arbeitslosengeld, Arbeitslosengeld II (Hartz IV) Sozialgeld;
     
Im Januar 2017 erhalten in der Summe 8.912.926 Personen unterschiedliche Leistungen zur Grundsicherung.

darunter

Stand Juni 2016 Grundsicherung nach dem SGB XII „Sozialhilfe im Alter und bei Erwerbsminderung erhielten insgesamt Empfängerinnen und Empfänger 1 035 299 Personen
 
Die Anzahl der Personen die Grundsicherung  als Asylleistungen Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) bekamen wird zum Jahresende 2015  auf knapp 1,0 Millionen Menschen geschätzt.


Quelle: https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2016/11/PD16_419_228.html  Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 419 vom 28.11.2016
               
Im Januar 2017 erhalten 6.877.926
im Dezember  2016waren es 6.714.797
im November 2016 waren es 6.617.051
Leistungsempfänger *2) Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII das entspricht einer Hilfequote von 8,0 %  erwerbsfähige Leistungsberechtigte. (Quelle BA Bericht Januar 2017 Seite 56)

*2 Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hochgerechnet werden….
.
Darunter erhalten
    871.309 Personen Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit   
    4.343.441 Personen als erwerbsfähige Leistungsberechtigte Arbeitslosengeld II (Hartz IV)
    1.662.907 Personen erhalten als nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte (z.B. Kinder in Bedarfsgemeinschaften) Sozialgeld

 
    ( nicht berücksichtigt sind Leistungsempfänger von Wohngeld, Kinderzuschlag, , …)
     
    ------------------------
     
    Unterbeschäftigung im Januar 2017
     
    Die Zahl der Unterbeschäftigten, ist im Vergleich zu  Dezember um 172.273 Personen angestiegen sie steigt im Januar 2017 auf hohen Niveau auf 3.729.745 Personen an  8,3  % ,
   
  Ist das die niedrigste Zahl von Arbeitslosen Personen in einem Januar seit xx Jahren Huh???
  Na ja zumindest wenn so gezählt wird wie heute – aber nicht wirklich.
  Ich denke das ist eine Lüge. Belege unten im Detail.
     
      (Im BA-Bericht Dezember 2004 wurden im Bereich des Arbeitslosengeld und der Arbeitslosenhilfe nur 4.321.000 Leistungsempfänger gezählt.
     
    - - - - - - - - - - - -
     
    Arbeitslose

Im BA Bericht Dezember 2016 wird die Zahl der Arbeitslosen im Sinne Arbeitslosigkeit nach § 16 SGB III registriert. Für Januar 2017 nennt der BA Bericht eine Zahl von
2.777.387  arbeitslosen Personen. Zusätzlich zu dem Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar 2017 um 209,114Personen auf ein „Rekordtief“ von 2.777.387    arbeitslosen Personen  im Januar 2017 wird die Teilnehmerzahl Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik vorläufig und hochgerechnet auf 911.460  Personen beziffert. *2 Allerdings ist die Zahl der Teilnehmer an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik aufgrund von Schätzungen sehr nebulös beziffert.
Dadurch wir die Zahl der Arbeitslosen Personen verzerrt dargestellt

*2)Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hochgerechnet werden.


Wer fehlt in der offiziellen Arbeitslosenstatistik?
 Nicht in der Statistik tauchen all diejenigen auf, die sich nicht zur Arbeitssuche gemeldet haben. Das Gleiche gilt für alle, die nicht mindestens 15 Stunden pro Woche arbeiten können oder bis zu sechs Wochen arbeitsunfähig erkrankt sind. Auch all jene, die durch Instrumente der Arbeitsmarktpolitik gefördert werden, fehlen in der Arbeitslosenstatistik. Dies betrifft sowohl Fort- und Weiterbildung als auch Trainings- und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Auch all diejenigen, die einen Ein-Euro-Job haben, Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge besuchen oder einen Gründungszuschuss erhalten, tauchen nicht in der Statistik auf. Zudem fehlen alle Personen ab 58 Jahren, die mindestens zwölf Monate Arbeitslosengeld II bezogen haben und in dieser Zeit keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten bekommen haben. Ebenso nicht als arbeitslos erfasst werden Personen, die sich in der Freistellungsphase der Altersteilzeit befinden und von der Bundesagentur für Arbeit gefördert werden. Zusätzlich gelten natürlich auch alle Personen die nach dem Ablauf des Arbeitslosengeld I keinen Anspruch auf ALG II haben (Partnereinkommen, Vermögen, etc) nicht als arbeitslos, falls sich diese Personen bei den Jobcentern melden sind diese sind dann offiziell nur noch Arbeit suchend. Und alle Personen die nicht die hochnotpeinliche Bedarfsprüfung der Jobcenter ertragen und sich resignierend ihrem Schicksal ergeben. Des Weiteren natürlich alle Personen die Teilzeit arbeiten aber dennoch ergänzende ALG II Leistungen (Hartz IV) beziehen müssen um ihren Lebensunterhalt und den ihrer Kinder abdecken zu können…. Auch die meisten Asylbewerber erscheinen nicht als Arbeitslose.
         
 Ein Blick auf die rund 1,5 Millionen Migranten die seit Januar 2015 bis heute in Deutschland angekommen sind lohnt sich viele von Ihnen befinden sich in Integrationskurse die durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert werden. Sie werden aufgrund der Teilnahme an Integrationskurse nicht als Leistungsempfänger oder Arbeitslose erfasst. Diese Personen erhalten Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG)
   
  Berlin - Erst 30.000 Flüchtlinge haben einen Job
   
  Quelle: RP 11. Juli 2016 | 09.57 Uhr
   
  Analyse: Flüchtlinge finden nur schwer einen Job
   
  Quelle: dpa  erstellt am 31.Aug.2016 | 16:06 Uhr
   
   
 Gemeldeten Arbeitsstellen
     
     
 Die gemeldeten Arbeitsstellen sinken laut BA Bericht Januar 2017 Seite 56
Von 658.435 im Dezember 2016 um 11444 auf 646.991 Arbeitsstellen im Januar 2017 ab. Hingegen der BA-  X von  227 um 1 auf 228 ansteigt.
     
 Ein Beispiel für eine wunderbare Vermehrung der offenen Stellen. Firma xy meldet eine offene Stelle an 20 Verleihfirmen jeder dieser Verleihfirmen meldet diese Stelle an die Jobbörse der BA die BA registriert 20 offene Stellen für einen Arbeitsplatz zusätzlich stellt jede Verleihfirma diesen Arbeitsplatz in ihre Jobbörse ein, somit steigt die Zahl der offenen Stellen für ein und denselben Arbeitsplatz auf mindestens 40 offene Stellen an. Allerdings können diese 40 offenen Stellen nur von einer Person besetzt werden. die anderen 39 offenen Stellen verschwinden dann nach der Neubesetzung der Arbeitsstelle aus der Statistik. So erklärt sich auch der gefühlte Fachkräftemangel wer das einmal verstanden hat, versteht die Logik des suggerierten Jobbooms.

Das kann jeder in der Jobbörse der BA selbst nachvollziehen, selbstverständlich werden in der Jobbörse Arbeitsangebote als Duplikat mehrfach gelistet. Datenredundanz ist ein Begriff der Datenorganisation  das mehrfache Führen der gleichen Daten, also das mehrfache Vorkommen  desselben Sachverhaltes

   

  Aber warum der Realität ins Auge blicken wenn die Traumwelt von der BA in schönen bunten Farben gemalt wird?
     
  Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt, die Wahrheit steht von alleine aufrecht.
  Benjamin Franklin.
     
     
  Quelle der Zahlen:
 BA – Monatsbericht Januar 2017
 
https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201701/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-201701-pdf.pdf

Epilog:

Wirklichkeit und Wahrheit sind längst eine Frage von Gestaltung und Machbarkeit geworden. Wirklichkeit und Wahrheit quillt nicht mehr aus Erfahrung und Wahrhaftigkeit, sondern wird zur Projektion, letztlich sogar zur Suggestion.

Damit sind die Medienmächtigen längst bei:
Wir gestalten die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit.
Wir erschaffen die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit nach unserer Doktrin

So gesehen ist die Zensur das kleinere Übel.
PR-tauglich formuliert sind wir bei: Wahrheit ist machbar, Herr Nachbar!

Was ist Wahrheit? (Pontius Pilatus)

Erstellt von Sybilla am 31.01.17 ---  11 Uhr 00
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Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.
Wampel


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« Antworten #629 am: 01. Februar 2017, 18:37:24 »

Zitat
Die Arbeitslosenzahl ist nur ein Teil der Wahrheit

Am Dienstag (31.01.2017) werden die neuen Arbeitslosenzahlen für NRW veröffentlicht. 2016 war der Trend eher positiv. Doch im Kleingedruckten der amtlichen Statistik lässt sich ablesen, wie viele keinen Job haben.

2016 gab es in NRW so wenig gemeldete Arbeitslose wie seit 23 Jahren nicht mehr. Im Jahresdurchschnitt waren es nach Angaben der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit "nur" 726.000. Das war der geringste Wert seit 1993 (703.000). Tatsache ist allerdings: Die reine Arbeitslosenzahl stellt allenfalls einen Teil der wahren Lage am Arbeitsmarkt dar.
...
Im Internet hat die Agentur für Arbeit eine lange Liste von Personengruppen aufgelistet, die nicht in die offizielle Arbeitslosenzahl eingerechnet werden. Dazu zählen unter anderem ältere Erwerbslose sowie Menschen, die sich beruflich weiterbilden oder Ein-Euro-Jobber (siehe Link). Die Übersicht zeigt auch, dass die statistischen Methoden in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer wieder geändert wurden.

Aufschlussreich: Zahl der Hilfsempfänger

Einen weiteren Fingerzeig zur Dimension der Arbeitslosigkeit gibt die Zahl der "erwerbsfähigen Leistungsberechtigten". Das sind allein in Nordrhein-Westfalen rund 1,17 Millionen Menschen - hinzu kommen dann noch ihre Familienmitglieder. Auch diese Zahl übersteigt - wie die Unterbeschäftigung - deutlich die offizielle Anzahl der Arbeitslosen.
...
Laut DGB-Experte Hermund kommt noch ein unbekannter Faktor hinzu, die sogenannte stille Reserve. Dies seien jene Menschen "die nicht arbeitslos gemeldet sind - obwohl sie keinen Job haben. Viele Arbeitslose melden sich gar nicht bei der Arbeitsagentur oder beim Jobcenter, weil sie zum Beispiel das Ausfüllen der komplizierten Hartz-Formulare scheuen oder keinen Anspruch auf Leistungen haben", erklärt der Gewerkschafter. Wissenschaftlichen Schätzungen zufolge seien das in NRW noch einmal 400.000 bis 600.000 Menschen. Hermund: "Insgesamt muss man also von bis zu rund 1,5 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen ausgehen, die arbeitslos sind. Damit wird nur jeder zweite Arbeitslose tatsächlich in der Arbeitslosenstatistik gezählt."

http://www1.wdr.de/nachrichten/arbeitslose-statistik-100.html
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Sybilla


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« Antworten #630 am: 01. März 2017, 10:45:29 »

Teil I - Soziale Lage in Deutschland – der Blick hinter die Kulissen der „Medienwelt“

Prolog
   
 Es war einmal, ein Land mitten in Europa, in dem verkündeten viele Medien, dass sich laut des offiziellen Monatsberichts der BA die Arbeitslosigkeit aufgrund der guten wirtschaftlichen Entwicklung und der Robustheit des Arbeitsmarkts auf einem Rekordtief im jeweils aktuellen Kalendermonat befindet. Manche sagen das sind die Fakten andere sagen sie kennen alternative Fakten ich sage aber es sind Fake-News und die Presseberichte des Pressedienst der BA werden Monat für Monat Lückenhaft in den Qualitätsmedien (Lückenpresse) als Jubelmeldung verkündet. Aufgrund der Presseberichte seien die meisten Menschen glücklich und zufrieden wie ein so genannter „Glücksatlas“ zu bestätigen meint.  Damit wird natürlich  nicht die vollumfängliche Wahrhaftigkeit vom Arbeitsmarkt oder von der Lebenswirklichkeit der Menschen berichtet sondern eine gewünschte ideologische Suggestion die auf eine positive Wirkung ausgerichtet ist. Eine postfaktische Gefühlswelt eine schön gemalte Traumwelt der robusten Konjunktur der guten Lage am Arbeitsmarkt der Rekordbeschäftigung trotz Aufnahme von mehr als einer Million Flüchtlingen und der glücklichen Bürger. Es ist eine Mär von der Rekordbeschäftigung, Wohlbefinden und vor allem uns geht so gut wie nie.

Im Fazit ist die Durchsetzung der Agenda 2010 aber nur ein Erfolg des Populismus  der marktradikaler Liberalisten (ich mir meines) der durch viele Medien propagiert wurde. Der Jobzersplitterung aus einem Vollzeitarbeitsplatz wurden zwei oder drei Jobangebote und Teilzeitjobs generiert. Der Einzelfall in vielen Reportagen negativ verallgemeinert pauschalisiert bis die allgemeine Stimmung gegen Menschen in Arbeitslosigkeit kippte. Darauf folgend wurden die negativen Folgen durch augenscheinliche positive Entwicklungen vernebelt. Die gekippte Stimmung der negativen Verallgemeinerung von medial aufgeblähten Einzelfällen führte zur "Entsolidarisierung" der Gesellschaft gegenüber den Schwachen und Hilfebedürftigen. Die Armut und Armutsgefährdung vieler Menschen trotz Arbeit findet in den Leit-Medien kaum Widerhall und wird weitestgehend in der Berichterstattung verschwiegen (Lückenpresse).


Oft lesen oder hören wir zurzeit von vielen dramatischen Einzelfällen, von Menschen die im Herbst 2015 zu uns gekommen sind, die Deutschland verlassen sollen denen die Abschiebung in ihre Herkunftsländer droht obwohl sie sich in Deutschland eine neue Perspektive erhoffen.

Hat sich schon einmal jemand gefragt warum Menschen im Bezug von Grundsicherungsleistung sanktioniert werden und ob das gerecht ist?

Was passiert wenn gegen Menschen im Hartz IV Bezug„behutsam“ Sanktionen verhängt werden, ihre Grundsicherungsleistung um 30 oder 60 gar 100 Prozent bis auf 0 Euro sanktioniert wird? Vermutlich heißt das für diese Menschen sie benötigen Lebensmittelgutscheine, Lebensmittel von der Tafel oder sie müssen hungern.

Aus der Perspektive eines Menschen ohne Arbeit kann dies nur zynisch empfunden werden aber das ist der Gesellschaft egal es geht gar nicht um Menschen ohne Arbeit Sanktionen richten sich an „uns“ wir Sanktionieren Menschen in Grundsicherung weil sie sich nicht so verhalten wie „wir“ es wollen.

Menschen in Grundsicherung werden „behutsam, verantwortungsvoll“  aber auch entschlossen gar rücksichtslos von den Jobcentern sanktioniert. (Sie haben einen Termin verpasst – Melede- Versäumnis oder haben Vereinbarungen die ihnen in der Eingliederungsvereinbarung auferlegt wurden nicht erfüllt oder….

Ja „wir“ haben Mitleid aber es muss sein es fällt „uns“ nicht leicht die Strategie die dahinter steht könnte folgende sein, „wir“ sollen uns abgewöhnen die Perspektive der Arbeitslosen Menschen in Grundsicherung einzunehmen. Also keine Empathie für sie empfinden sondern für „uns“ Menschen in Grundsicherung zu sanktionieren ist schwer aber die eigentlichen Opfer sind „wir“ denn „wir“ bezahlen die Grundsicherung der Menschen in Grundsicherung. Viele sagen „wir“ teilen gerne aber „wir“ möchten schon selbst darüber bestimmen mit wem „wir“ teilen und wie viel „wir“ teilen möchten. „Wir“ sprechen von einem freundlichen Gesicht das „wir“ den einen zeigen den anderen nicht und das je nach Lust und Laune.


Wie ist das mit den Gefühlswelten von Menschen, ein Blick in so mache Autokratie nach Nordkorea oder in die ehemalige DDR zeigt das gezielte Propaganda der herrschenden Nomenklatur dem Bürger alles ideologisch Gewünschte als Fakt und Wahrheit verkaufen kann. Menschen fühlen eben nun einmal wohl in einem Mainstream der Glückseligkeit. Selbst dann wenn dieser durch Massenmedien künstlich erzeugt ist und mit der Realität der Wahrheit oder der Wahrhaftigkeit der objektiven Fakten der eigenen Lebenssituation rein gar nichts zu tun hat. Solange eine Behauptung von Meinungsmachern immer wieder als einzig wahr wiederholt wird und keinerlei mediale Gegendarstellung durch die herrschende Nomenklatur zugelassen wird bleibt die gewünschte und berichtete Mainstream – Wahrheit die einzige Wahrheit. Wer in dieses psychologisierte System eingebettet ist und keinen anderen Blickwinkel erkennen möchte oder kann versteht auch nicht warum viele von „Lügenmedien“ sprechen. Es werden auch keine Lügen berichtet sonder Lücken in der Wahrheit. Die Wahrheit wird schlicht und einfach dem von der herrschenden Nomenklatur gewünschten Mainstream untergeordnet.

Mein Problem ist, wie kann eine kritische Bürgerin nun als Außenstehende jemanden der in einem geschlossenen System lebt erklären das die ihm bekannte Wahrheit lückenhaft ist und somit en verzerrtes Bild der Wahrheit der Lebenswelt vieler Menschen wiedergibt. Also postfaktisch an gewünschtes der herrschenden Nomenklatur angepasst ist?

Interview mit Christoph Butterwegge „Ich will die Armut skandalisieren“

Quelle: www.weser-kurier.de 28.12.2016
 
 

Faktencheck:

Rekordbeschäftigung?
   
Als erwerbstätig gilt, wer mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet.

In dieser Definition ist das die Wahrheit allerdings nur wenn diese Definition so mit berichtet wird. Natürlich wird durch die Wahrhaftigkeit des Berichts das gewünschte positive emotionale Gefühl nicht an die Hörer und Leser transportiert, Denn wer nur mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet ist im Allgemeinbefinden eben nicht in ausreichender Beschäftigung. Nur die lückenhafte Berichterstattung -  es gibt Rekordbeschäftigung -  transportiert das gewünschte Wohlbefinden an den Leser und Hörer.

Fast jeder dritte Arbeitslose in Deutschland kann sich Dinge des täglichen Lebens nicht leisten

Quelle: http://www.huffingtonpost.de/2016/11/28/deutschland-sozialhilfe-hartz-4_n_13281042.html  veröffentlicht: 28/11/2016 17:01 CET
 
   
Oft höre ich aus den Medienberichten zum Arbeitsmarkt leider heraus, dass der Arbeit suchende, der in Not ist, als Belastung dargestellt wird, die man schnell loswerden will
 
 Wie oft haben wir seit der Agenda 2010 Reform und Hartz IV schon gehört und gelesen das Menschen im Leistungsbezug die Motivation zur Aufnahme von Arbeit fehle und man daher Druck durch ausüben müsse. (Sanktionen)

 So redet man nicht über Menschen“, solche Sätze sind „Futter für Rechtspopulisten“
   
 Ich bin immer noch „erschrocken und verärgert“ über solche Äußerungen in Print - und Medienberichten, die nur darauf abzielen, Menschen mit oder ohne Arbeit im Leistungsbezug von Hartz IV mitten in Deutschland herabwürdigend an den Rand der Gesellschaft abzuschieben. Diese Tonlage ist nicht hilfreich für Millionen Menschen die in der Gesellschaft der Wohlhabenden integriert werden möchten die von der Gesellschaft eine Chance und Perspektive erhalten möchten..
   
Mit Blick auf die soziale Debatte seit der Agenda 2010 warne ich davor, Ressentiments gegen andere Menschen oder Menschen ohne  Arbeit oder Menschen im Hartz IV Bezug trotz geringfügiger Beschäftigung oder niedrigen Einkommen oder Menschen die sich in Tafelläden mit Grundnahrungsmittel versorgen müssen, zu schüren. Millionen Menschen in Deutschland leben im ALG II Leistungsbezug in Hartz IV diese brauchen das Gefühl, der Zugehörigkeit und die integrative Teilhabe am sozialen kulturellen und politischen Gesellschaftsleben sie brauchen das Gefühl das sie ein Teil der Gesellschaft sind und nicht nur von der Gesellschaft alimentiert oder in Tafelläden mit Lebensmittel versorgt werden.
   
 Ich appelliere an die Politik und Medien, zu einer Sprache zurückzufinden, die sich an den sozialen Problemen orientiert. Als „rote Linien“ für mich bezeichne ich, dass jeder Mensch im ALG II Leistungsbezug Hartz IV, der auch einmal in den Tafelladen komme, menschenwürdig behandelt und ein faires Verhalten der Gesellschaft und Behörden erhalten müsse. Außerdem dürfe niemand in Armut und  Not fallen oder dorthin zurückgeschickt werden.
   
  Zugleich fordere ich dazu auf, auch die Erfolge beim gesetzlichen Mindestlohn zu sehen der die soziale Lage vieler Menschen verbessert hat. Die soziale Situation ist herausfordernd, aber es ist auch vieles in Gang gekommen. Es ist zum Beispiel in Tafelläden sehr viel geleistet worden. Es gibt keinen Rückgang bei Hilfsbereitschaft und Solidarität der Bürger.
   
  Natürlich hat eine Gesellschaft das Recht ihre Solidarität denen zu schenken von denen sie am meisten Profit und Gegenleistung erwarten kann. Aber die Humanistik und Ethik fordert eine Solidarität mit allen ein, mit Familien, Kindern, Kranken, Pflegebedürftigen und der Generation der Rentner sowie Armen und Menschen in Not.
   
  Allerdings ist das eine Forderung die in einer auf wirtschaftlichen Gewinn orientierten Gesellschaft nicht gerne gehört wird weil sie Kosten verursacht die getragen werden müssen.
  Derartige Forderungen bewegen sich nicht im Gleichschritt mit dem Zeitgeist der herrschenden Nomenklatur und werden aufgrund dessen von moralischen Autoritäten die den Gleichklang mit der herrschenden Nomenklatur anstreben auch nicht geäußert. 
   
   
  Prognose: Rente wird bis 2045 stark sinken
   
Natürlich sieht die Realität vieler Menschen die jeden Morgen früh aufstehen und jeden Morgen zur Arbeit als Zeitarbeiter gehen nicht so rosig aus. Wie das die Medien-Meldungen vom robusten Arbeitsmarkt dem Publikum suggerieren sollen.

8,0 Millionen Empfängerinnen und Empfänger von sozialer Mindestsicherung am Jahresende 2015

Quelle: Statistisches Bundesamt https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2016/11/PD16_419_228.html  Pressemitteilung Nr. 419 vom 28.11.2016


Viele Menschen sind in Beschäftigung in Teilzeit in Minijobs in prekären Arbeitsverhältnissen sie erhalten Niedriglohn zu wenig Einkommen um für sich und ihre Familien Wohnung, Nebenkosten, Nahrung, Kleidung und eine minimale Teilhabe am sozialen kulturellen und politischen Leben zu ermöglichen. Sie und ihre Familien leben trotz Arbeit in Armut oder sind von Armut gefährdet. Viele von diesen Menschen in Beschäftigung müssen für sich und ihre Kinder ergänzende Transferleistungen Hartz IV Leistungen oder Wohngeld beziehen. Auch Altersarmut wird für diese Personen ein immer größeres Problem private Vorsorge ist nicht leistbar und das Rentenniveau der gesetzlichen Rente sinkt weiterhin exorbitant ab. Allerdings sind diese Personen aus der Statistik der Arbeitslosen verschwunden alle das wird als großer Erfolg der Agenda 2010 gefeiert.
   
  Weniger für die Ärmsten Essen bei den Tafeln reicht nicht für alle
   
  Der Bundesvorsitzende der Tafeln, Jochen Brühl, teilte in Berlin mit, nach der jüngsten Jahresumfrage seines Verbandes holten sich fast 1,8 Millionen Menschen in Deutschland regelmäßig Lebensmittel bei den Tafeln ab. Unter ihnen seien mittlerweile rund 280.000 Flüchtlinge.
   
  Quelle: F.A.Z. 27.09.2016
   
  Suchtexperten sehen Flüchtlinge durch Sportwetten gefährdet
   
  Quelle: Focus online Dienstag, 27.09.2016, 06:14
   
   Der Abbau hoch qualifizierter Arbeitsplätze geht trotzdem ungebremst weiter zum Beispiel Jobabbau bei Siemens 2000 Mitarbeitern in Deutschland droht die Kündigung wenn der Bezug des ALG I ausgeschöpft ist und kein neuer Arbeitsplatz vorhanden ist Dann werden die jungen unter 25 aber im besonderen die über 45 jährigen Fachkräfte mit Hartz IV und Jobangeboten im Helferbereich auch in Teilzeit konfrontiert. Das ist die normale Realität in Deutschland bei „Rekordbeschäftigung“
     
    Quelle: N24 09.03.2016 | 18:20 Uhr
    http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Wirtschaft/d/8197464/2000-mitarbeitern-in-deutschland-droht-die-kuendigung.html

Harte Fakten:
     Pressemitteilung  Nr. 407 vom 05.11.2015: 20,6 % der Bevölkerung Deutschlands von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht
     
    Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 407 vom 05.11.2015
     
    Armut in Deutschland hat sich trotz oder vielleicht auch wegen der „Rekordbeschäftigung“ bei 15,4 % verfestigt.
     
    Armutsbericht 2016 - Am stärksten sind laut dem Bericht Erwerbslose von Armut betroffen – ihr Anteil liegt bei 58 Prozent – und Alleinerziehende, deren Anteil bei 42 Prozent liegt. Auch die Kinderarmutsquote ist mit 19 Prozent hoch.
     
    Quelle:
    ZEIT ONLINE 23. Februar 2016, 12:20 Uhr Armutsbericht Paritätische Wohlfahrtsverband
    http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-02/armut-deutschland-2016-paritaetische-verband
     
    Immer mehr Menschen in Deutschland verlieren ihr eigenes Dach über dem Kopf und werden wohnungslos. Laut einer Schätzung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) waren 2014 demnach 335.000 Menschen ohne festen Wohnsitz. Das entspricht einer Steigerung um ca. 35 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010.
     
    Quelle: www.wirtschaft.com 5. Januar 2016 6:37
    http://www.wirtschaft.com/wohnungslos-und-obdachlos-im-reichen-deutschland/
     
    Kluft zwischen Reich und Arm größer als vor 20 Jahren
     
    Quelle: FAZ 25.01.2016, 06:30 Uhr
     
    Kinderarmut: 19 Prozent oder 2,47 Millionen aller Mädchen und Jungen in Deutschland in Familien mit so wenig Geld, dass sie als arm oder armutsgefährdet gelten.
     
 Quelle: Spiegel Online 11.01.2016 – 14:32 Uhr
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« Antworten #631 am: 01. März 2017, 12:21:01 »

Zusammenfassung Arbeitsmarkt Deutschland Februar 2017:

Der Pressedienst der BA und viele Medien verkünden Rekordtief der Arbeitslosigkeit und Rekordbeschäftigung. Allerdings entsteht durch Jobzersplitterung immer mehr Beschäftigung im Teilzeitbereich. Fast jeder dritte Arbeitslose in Deutschland kann sich Dinge des täglichen Lebens nicht leisten. 8,0 Millionen Empfängerinnen und Empfänger von sozialer Mindestsicherung am Jahresende 2015. 20,6 % der Bevölkerung Deutschlands von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Armut in Deutschland hat sich trotz oder vielleicht auch wegen der „Rekordbeschäftigung“ bei 15,4 % verfestigt. 19 Prozent oder 2,47 Millionen aller Mädchen und Jungen in Deutschland leben in Familien mit so wenig Geld, dass sie als arm oder armutsgefährdet gelten. Fast 1,8 Millionen Menschen in Deutschland müssen sich regelmäßig Lebensmittel bei den Tafeln abholen. Weniger für die Ärmsten Essen bei den Tafeln reicht nicht für alle.

Im Februar 2017 hat weiterhin jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen. Im Februar 2017 steigt die Zahl der  Leistungsempfänger Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII erhalten auf 6.926.753 Personen an  das entspricht einer Hilfequote von 8,0 %  erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Die von der BA hochgerechnete Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten (ELB)*27 ist im Februar 2017 auf 4.374.000 Personen angestiegen. Die Zahl der Unterbeschäftigten, ist im Februar 2017 auf 3.761.834  Personen 8,4 % an. Nur die Zahl der Arbeitslosen ist im Sinne des § 16 SGB III sinkt im Februar 2017 laut BA Pressedienst um  15.292 Personen  auf ein „Rekordtief“ von  2.762.095 arbeitslosen Personen ab. Allerdings unter Beachtung der vorläufigen und hochgerechneten Teilnehmerzahl an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik die im Monatsbericht für Februar um vorläufig hochgerechnet 23.512 auf 928.637 Personen. *2  beziffert wird sowie der hohen Zahl an Personen die nicht als arbeitslos gezählt werden, ist die Zahl der Arbeitslosen kein „Rekordtief“ sondern statistische Schönmalerei.
Im Saldo ist die Zahl der Arbeitslosen im Februar 2017 um 8280 Personen angestiegen.

Teil II

Zahlencheck - Einzelhandelsumsatz im Dezember 2016


Die Qualitätsmedien verkünden Jahr für Jahr wunschgemäß in der Adventszeit das die Kauflust der Verbraucher noch nie so hoch war wie jetzt das Weihnachtsgeschäft brumme weil es den Konsumenten gut gehe und der Einzelhandelsumsatz in diesen Dezember neue Rekordwerte erreiche. Irgendwann Ende Januar das Neuen Jahres veröffentlicht dann das Statistische Bundesamt eine Pressemitteilung aus der hervor geht dass das Weihnachtsgeschäft und der Einzelhandelsumsatz im Dezember abermals rückläufig waren und zu Weihnachten weniger umgesetzt wurde als im Vorjahr.

Das brummen das die Medien Jahr für Jahr wahrnehmen sind vermutlich die Lichterketten in den Auslagen der Händler.

Der Dezember 2016 zeigt diesen Negativtrend besonders deutlich auf zum einem gab es 2016 die längst mögliche Vorweihnachtszeit zwischen den 1. Advent bis zum Heiligen Abend, Die Geschäfte hatten im Dezember 2016 an 26 Verkaufstagen offen, einen Tag mehr als im Dezember 2015. Dennoch setzten die Einzelhandelsunternehmen im Dezember 2016 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) preisbereinigt (real) 1,1 % weniger um als im Dezember 2015. Der Rekordumsatz der in vielen Medien verkündet wurde ist ausgefallen viele Konsumenten müssen sparen und sich beim Kauf von Weihnachtsgeschenken einschränken. Nur der Anstieg der Einzelhandelspreise um 1,8 % bescherte den Einzelhandel einen nominalen (also nicht preisbereinigten) Anstieg von 0,6 % als im Vorjahresmonat. 

Pressemitteilung Nr. 036 vom 31.01.2017
https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2017/01/PD17_036_45212.html
Zahlencheck – Arbeitsmarkt Februar 2017
 
Grundsicherung für Arbeitsuchende BA Bericht Februar 2017 Seite 27/28


3. Grundsicherung für Arbeitsuchende

3. Grundsicherung für Arbeitsuchende*23

Die hochgerechnete Zahl der erwerbsfähigen  Leistungsberechtigten (ELB) *24
ist im Februar  2017 gegenüber dem Vormonat um 10.000 auf  4.374.000 gestiegen…. Im Vergleich zum Vorjahr liegt die hochgerechnete Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten um 63.000 über dem Vorjahreswert.


*23 Vgl. für diesen Abschnitt: Statistik der Bundesagentur für Arbeit,  Analytikreport. Analyse der Grundsicherung für Arbeitsuchende.

http://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Statistische-Analysen/Analytikreports/Zentral/Monatliche-Analytikreports/Analyse-
Grundsicherung-Arbeitsuchende-nav.html.

*24 Das seit 2005 angewandte Zähl- und Gültigkeitskonzept der Statistik
der Grundsicherung für Arbeitsuchende im SGB II wurde im April 2016
geändert. Weiterführende Informationen finden Sie im Methodenbe-
richt: "Revision der Statistik der Grundsicherung für Arbeitsuchende
nach dem SGB II"

http://statistik.arbeitsagentur.de/StatischerContent/Grundlagen/Methodenberichte/Grundsicherung-Arbeitsuchende-SGBII/Generische-Publikationen/Methodenbericht-Revision-Grusi.pdf

     
  Hilfequote BA Monatsbericht Februar 2017 Seite 30
   
3.7 Hilfequoten *31
Im Februar 2017 hat jeder zehnte Haushalt in  Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für  Arbeitsuchende bezogen (10,1 Prozent).  9,4 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig –  und 8,0Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter.

---------------------------
   
 Die Hilfequote der Haushalte verharrt somit trotz offiziellen Rekordtiefs der Arbeitslosigkeit weiterhin auf exorbitant hohem Niveau seit langer Zeit fortlaufend bei 10 %
   
     
31 * Vgl. zur Ermittlung der Hilfequoten:
http://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Grundlagen/Berechnung-der-Hilfequoten/Berechnung-der-Hilfequoten-Nav.html.
     
 * § 235 Sozialgesetzbuch Sechstes Buch
     
     
    - - - - - - -
     
  Leistungsempfänger
     
Die offiziellen Zahlen zum Arbeitsmarkt des Pressediensts der BA für Februar 2017 finden Sie auf Seite 57 des  Monatsberichts des Monats Februar 2017.
     
Leistungsempfänger Asylleistungen, Sozialhilfe,  Arbeitslosengeld, Arbeitslosengeld II (Hartz IV) Sozialgeld;
     
Im Februar 2017 erhalten in der Summe 8.962.052 Personen unterschiedliche Leistungen zur Grundsicherung.

darunter

Stand Juni 2016 Grundsicherung nach dem SGB XII „Sozialhilfe im Alter und bei Erwerbsminderung erhielten insgesamt Empfängerinnen und Empfänger 1 035 299 Personen
 
Die Anzahl der Personen die Grundsicherung  als Asylleistungen Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) bekamen wurde zum Jahresende 2015  auf knapp 1,0 Millionen Menschen geschätzt.
Aktuelle Zahlen liegen nicht vor.

Quelle: https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2016/11/PD16_419_228.html  Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 419 vom 28.11.2016
               
im Februar 2017 erhalten 6.926.753
im Januar 2017 waren es  6.877.926
im Dezember  2016waren es 6.714.797
im November 2016 waren es 6.617.051
Leistungsempfänger *2) Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII das entspricht einer Hilfequote von 8,0 %  erwerbsfähige Leistungsberechtigte. (Quelle BA Bericht Februar 2017 Seite 57)

*2 Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hochgerechnet werden….
.
Darunter erhalten
    878.941 Personen Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit   
    4.374.231 Personen als erwerbsfähige Leistungsberechtigte Arbeitslosengeld II (Hartz IV)
    1.673.581 Personen erhalten als nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte (z.B. Kinder in Bedarfsgemeinschaften) Sozialgeld

 
    ( nicht berücksichtigt sind Leistungsempfänger von Wohngeld, Kinderzuschlag, , …)
   
Diese Zahlen sind höher als im Januar 2017
    ------------------------
     
    Unterbeschäftigung im Februar 2017
     
    Die Zahl der Unterbeschäftigten, steigt im Februar 2017 auf 3.761.834  Personen an die Quote steigt  von 8,3 % auf  8,4  % ,
   
  Ist das die niedrigste Zahl von Arbeitslosen Personen in einem Februar seit xx Jahren Huh???
  Na ja zumindest wenn so gezählt wird wie heute – aber nicht wirklich.
  Ich denke das ist eine Lüge. Belege unten im Detail.
     
      (Im BA-Bericht Dezember 2004 wurden im Bereich des Arbeitslosengeld und der Arbeitslosenhilfe nur 4.321.000 Leistungsempfänger gezählt.
     
    - - - - - - - - - - - -
     
    Arbeitslose

Im BA Bericht Februar 2017 wird die Zahl der Arbeitslosen im Sinne Arbeitslosigkeit nach § 16 SGB III registriert. Für Februar 2017 nennt der BA Bericht eine Zahl von
2.762.095 arbeitslosen Personen. Somit meldet der Pressedienst der BA für Februar 2017 ein absinken der Arbeitslosigkeit um rund 15.000 Personen auf ein  „Rekordtief“ von 2.762.095 arbeitslosen Personen  im Februar.2017.
Die Teilnehmerzahl Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik vorläufig und hochgerechnet im Februar 2017 auf 928.637 Personen beziffert. + rund 23.000 Personen *2 Allerdings ist die Zahl der Teilnehmer an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik aufgrund von Schätzungen sehr nebulös beziffert. Dadurch wir die Zahl der Arbeitslosen Personen verzerrt dargestellt

*2)Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hochgerechnet werden.


Wer fehlt in der offiziellen Arbeitslosenstatistik?
 Nicht in der Statistik tauchen all diejenigen auf, die sich nicht zur Arbeitssuche gemeldet haben. Das Gleiche gilt für alle, die nicht mindestens 15 Stunden pro Woche arbeiten können oder bis zu sechs Wochen arbeitsunfähig erkrankt sind. Auch all jene, die durch Instrumente der Arbeitsmarktpolitik gefördert werden, fehlen in der Arbeitslosenstatistik. Dies betrifft sowohl Fort- und Weiterbildung als auch Trainings- und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Auch all diejenigen, die einen Ein-Euro-Job haben, Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge besuchen oder einen Gründungszuschuss erhalten, tauchen nicht in der Statistik auf. Zudem fehlen alle Personen ab 58 Jahren, die mindestens zwölf Monate Arbeitslosengeld II bezogen haben und in dieser Zeit keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten bekommen haben. Ebenso nicht als arbeitslos erfasst werden Personen, die sich in der Freistellungsphase der Altersteilzeit befinden und von der Bundesagentur für Arbeit gefördert werden. Zusätzlich gelten natürlich auch alle Personen die nach dem Ablauf des Arbeitslosengeld I keinen Anspruch auf ALG II haben (Partnereinkommen, Vermögen, etc) nicht als arbeitslos, falls sich diese Personen bei den Jobcentern melden sind diese sind dann offiziell nur noch Arbeit suchend. Und alle Personen die nicht die hochnotpeinliche Bedarfsprüfung der Jobcenter ertragen und sich resignierend ihrem Schicksal ergeben. Des Weiteren natürlich alle Personen die Teilzeit arbeiten aber dennoch ergänzende ALG II Leistungen (Hartz IV) beziehen müssen um ihren Lebensunterhalt und den ihrer Kinder abdecken zu können…. Auch die meisten Asylbewerber erscheinen nicht als Arbeitslose.
         
 Ein Blick auf die rund 1,5 Millionen Migranten die seit Januar 2015 bis heute in Deutschland angekommen sind lohnt sich viele von Ihnen befinden sich in Integrationskurse die durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert werden. Sie werden aufgrund der Teilnahme an Integrationskurse nicht als Leistungsempfänger oder Arbeitslose erfasst. Diese Personen erhalten Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG)
   
  Berlin - Erst 30.000 Flüchtlinge haben einen Job
   
  Quelle: RP 11. Juli 2016 | 09.57 Uhr
   
  Analyse: Flüchtlinge finden nur schwer einen Job
   
  Quelle: dpa  erstellt am 31.Aug.2016 | 16:06 Uhr
   
   
 Gemeldeten Arbeitsstellen
     
 Die gemeldeten Arbeitsstellen wird laut BA Bericht Februar 2017 Seite 57 auf 674.661 Stellen beziffert. Der BA-  X wird auf 226 beziffert.
     
 Ein Beispiel für eine wunderbare Vermehrung der offenen Stellen außerhalb der BA Statistik. Firma xy meldet eine offene Stelle an 20 Verleihfirmen jeder dieser Verleihfirmen meldet diese Stelle an die Jobbörse der BA die BA registriert 20 offene Stellen für einen Arbeitsplatz zusätzlich stellt jede Verleihfirma diesen Arbeitsplatz in ihre Jobbörse ein, somit steigt die Zahl der offenen Stellen für ein und denselben Arbeitsplatz auf mindestens 40 offene Stellen an. Allerdings können diese 40 offenen Stellen nur von einer Person besetzt werden. die anderen 39 offenen Stellen verschwinden dann nach der Neubesetzung der Arbeitsstelle aus der Statistik. So erklärt sich auch der gefühlte Fachkräftemangel wer das einmal verstanden hat, versteht die Logik des suggerierten Jobbooms.

Die wundersame Vermehrung der offenen Stellen geht weiter. So bieten überregionale Zeit und Leiharbeitsfirmen einfache Tätigkeiten in mehreren Großstädten an. Zum Beispiel Produktionshelfer 50 in Hamburg; München, Köln, Berlin, Stuttgart, Düsseldorf,….
Oder Bürokaufmann/Frau 50 in Hamburg; München, Köln, Berlin, Stuttgart, Düsseldorf,….
usw… ob diese Stellen tatsächlich zu besetzen sind und auch durch Zeit und Leiharbeitsfirmen  zu besetzten sind ist zumindest nebulös aber durch die zusätzliche Meldung von Stellen durch Zeit und Leiharbeitsfirmen wird die Statistik der offenen Stellen erheblich angehoben.

Das kann jeder in der Jobbörse der BA selbst nachvollziehen, selbstverständlich werden in der Jobbörse Arbeitsangebote als Duplikat mehrfach gelistet. Datenredundanz ist ein Begriff der Datenorganisation  das mehrfache Führen der gleichen Daten, also das mehrfache Vorkommen  desselben Sachverhaltes

   

  Aber warum der Realität ins Auge blicken wenn die Traumwelt von der BA in schönen bunten Farben gemalt wird?
     
  Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt, die Wahrheit steht von alleine aufrecht.
  Benjamin Franklin.
     
     
  Quelle der Zahlen:
 BA – Monatsbericht Februar 2017
 
https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201702/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-201702-pdf.pdf

Epilog:

Wirklichkeit und Wahrheit sind längst eine Frage von Gestaltung und Machbarkeit geworden. Wirklichkeit und Wahrheit quillt nicht mehr aus Erfahrung und Wahrhaftigkeit, sondern wird zur Projektion, letztlich sogar zur Suggestion.

Damit sind die Medienmächtigen längst bei:
Wir gestalten die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit.
Wir erschaffen die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit nach unserer Doktrin

So gesehen ist die Zensur das kleinere Übel.
PR-tauglich formuliert sind wir bei: Wahrheit ist machbar, Herr Nachbar!

Was ist Wahrheit? (Pontius Pilatus)

Erstellt von Sybilla am 01.03.17 ---  11 Uhr 00
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« Antworten #632 am: 02. März 2017, 10:22:40 »

Statistiktricks So wird die Arbeitslosigkeit schöngerechnet


Auf den ersten Blick meint der interessierte Leser, endlich deckt ein Qualitätsmedium den Schwindel von der niedrigsten Zahl der Arbeitslosen seit xx Jahren auf. Aber dann wird dem Leser in der Art und Weise eines Oberlehrers erklärt das die BA in ihrem Monatsbericht alle Zahlen zum Arbeitsmarkt veröffentlicht, was nicht erklärt wird ist der Umstand das Qualitätsmedium nur die Zahl der offiziell gezählten Arbeitslosen veröffentlichen und Monat für Monat wunschgemäß über die „niedrigsten Zahl der Arbeitslosen seit xx Jahren“ der Arbeitslosigkeit jubeln.

Am deutlichsten wird der berechtigte Begriff der „Lückenpresse“ dann in der Graphik in der deutlich sichtbar ist das die Zahl der Arbeitslosen seit 2005 auch unter Beachtung aller Personen sinkt. Natürlich beginnt diese Graphik ausgerechnet im Jahr 2005 nachdem durch die Überführung von 2,5 Millionen Sozialhilfeempfängern in Hartz IV die Zahlen nach oben geschossen sind. Würde die Graphik ab 2004 oder früher beginnen wäre ja auch für alle klar ersichtlich das sich die Zahl der Arbeitslosen immer noch auf dem Niveau der Jahre 2000 – 2004 befindet.

So gab es am 31. Dezember 2004 laut BA Bericht Dezember 2004 rund 4.321.000 Personen im Leistungsbezug von Arbeitslosengeld I und Arbeitslosenhilfe. Im Februar 2017 gibt es 878.941 Personen im Bezug von Arbeitslosengeld I und 4.374.231 Personen im Bezug von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) also 5.253.172 Personen im Leitungsbezug und immerhin nennt selbst der BA Bericht Februar 2017 eine Zahl der Unterbeschäftigten von 3.761.834 Personen 8,4 % diese Zahl bewegt sich auch auf den Niveau der 2000 – 2004 Jahre. Ach so das ich es nicht vergesse auch heute gibt es 1.035.000 Personen die Sozialhilfe beziehen.

Irgendwie wirkt der Spiegel Artikel wie das aufstampfen eines Kindes das behauptet ich habe doch recht, indem es einfach den Blickwinkel einnimmt aus dem das gesagte subjektiv „lückenhaft“ richtig ist.

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« Antworten #633 am: 10. März 2017, 00:27:28 »

Was sind Fake - News?

Zum Beispiel sagen viele Politiker der herrschenden Nomenklatur dass es in Deutschland soviel Beschäftigte gibt wie nie zuvor.

Zum einem wird diese Statistik erst seit rund 10 Jahren erhoben und zum anderen 
Zum anderen als erwerbstätig gilt, wer mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet.

Diese Definition von Beschäftigung ist das nur die halbe Wahrheit die andere Hälfte der Wahrheit wer nur mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet ist im Allgemeinbefinden eben nicht in ausreichender Beschäftigung nur das wird in der Regel weder erwähnt noch berichtet. Natürlich wird durch die Definition von Beschäftigung wer mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet ist erwerbstätig das gewünschte positive emotionale Gefühl an die Hörer und Leser transportiert. Wer berichtet es gibt Rekordbeschäftigung oder dieser Aussage nicht widerspricht transportiert das gewünschte Wohlbefinden an den Leser und Hörer.
Allerdings sind das Alternative Fakten denn die Zahl der Unterbeschäftigten, ist sogar laut BA Monatsbericht im Februar 2017 auf 3.761.834  Personen 8,4 % angestiegen.


Armut in Deutschland:

Immer mehr Menschen in Deutschland leben in Armut. Die Zahl habe einen neuen Höchststand erreicht, heißt es im Jahresbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbands und anderer Organisationen. Im Jahr 2015 habe die Armutsquote bei 15,7 Prozent gelegen. Das bedeute, dass rein rechnerisch 12,9 Millionen Deutsche arm seien, also unter 60 Prozent des mittleren Einkommens haben.


2. März 2017, 12:12 Uhr Quelle: ZEIT ONLINE, dpa, KNA, AFP

Hingegen ja immer behauptet wird "uns" gehe es so gut wie nie. Nur wer ist "uns"? und warum geht es "uns" so gut wie nie zuvor?

Es gibt schon einen erheblichen Zusammenhang zwischen „Rekordbeschäftigung, robusten Arbeitsmarkt“ und Armut in Deutschland sowie der verdeckten Arbeitslosigkeit die mit alternativen Fakten in den Medien und mit der selektiv veröffentlichten Zahl der Arbeitslosen nebulös verschleiert wird.[/quote]

Wer nun Aussagen von Politiker der herrschenden Nomenklatur das in Deutschland oder in Teilen von Deutschland nahezu Vollbeschäftigung herrsche zum Beispiel in Talk Shows unwidersprochen verbreitet kann leicht in den Verdacht der „Lügenpresse“ geraten
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« Antworten #634 am: 31. März 2017, 11:55:08 »

Zusammenfassung Arbeitsmarkt Deutschland März 2017:

Die Politik feiert sich für die nach offiziellen Angaben des Pressedienst der BA niedrige Arbeitslosigkeit. Während dessen durch Jobzersplitterung immer mehr Beschäftigung im Teilzeitbereich entsteht die Schere zwischen Arm und Reich ist soweit offen wie nie. Fast jeder dritte Arbeitslose in Deutschland kann sich Dinge des täglichen Lebens nicht leisten. 8,0 Millionen Empfängerinnen und Empfänger von sozialer Mindestsicherung am Jahresende 2016. 20,6 % der Bevölkerung Deutschlands von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Armut in Deutschland hat sich trotz oder vielleicht auch wegen der „Rekordbeschäftigung“ bei 15,4 % verfestigt. 19 Prozent oder 2,47 Millionen aller Mädchen und Jungen in Deutschland leben in Familien mit so wenig Geld, dass sie als arm oder armutsgefährdet gelten. Fast 1,8 Millionen Menschen in Deutschland müssen sich regelmäßig Lebensmittel bei den Tafeln abholen. Weniger für die Ärmsten Essen bei den Tafeln reicht nicht für alle.

Auch im März 2017 hat weiterhin mehr als jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen. Im März 2017 waren beachtliche 6.907.966 Personen  Leistungsempfänger von Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII das entspricht einer Hilfequote von 8,2 %  erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Die von der BA hochgerechnete Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten (ELB) ist im März 2017 auf 4.400.000 Personen angestiegen. Die Zahl der Unterbeschäftigten, wird für März 2017 auf 3.688.476  Personen 8,2 % beziffert. Hingegen die Zahl der Arbeitslosen ist im Sinne des § 16 SGB III  im März 2017 laut Statistik des BA Pressedienst auf ein „Rekordtief“ von  2.662.111 arbeitslosen Personen abgesunken ist. Allerdings gibt es auch 938.328 Personen (vorläufig und hochgerechnet) in der Teilnehme an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik.

Leistungsempfänger SGB II ohne Bezieher von Asylleistungen

Im März 2017 erhalten 6.907.966
Im Februar erhalten   6.926.753         
Im Januar 2017 erhalten 6.877.926
im Dezember  2016waren es 6.714.797
im November 2016 waren es 6.617.051

Leistungsempfänger *2) Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII das entspricht für März einer Hilfequote von 8,2 %  erwerbsfähige Leistungsberechtigte. (Quelle BA Bericht März 2017 Seite 56)

Prolog
   
 Es war einmal, ein Land mitten in Europa, in dem verkündeten viele Medien, dass sich laut des offiziellen Monatsberichts der BA die Arbeitslosigkeit aufgrund der guten wirtschaftlichen Entwicklung und der Robustheit des Arbeitsmarkts auf einem Rekordtief im jeweils aktuellen Kalendermonat befindet. Manche sagen das sind die Fakten andere sagen sie kennen alternative Fakten ich sage aber es sind Fake-News und die Presseberichte des Pressedienst der BA werden Monat für Monat Lückenhaft in den Qualitätsmedien (Lückenpresse) als Jubelmeldung verkündet. Aufgrund der Presseberichte seien die meisten Menschen glücklich und zufrieden wie ein so genannter „Glücksatlas“ zu bestätigen meint.  Damit wird natürlich  nicht die vollumfängliche Wahrhaftigkeit vom Arbeitsmarkt oder von der Lebenswirklichkeit der Menschen berichtet sondern eine gewünschte ideologische Suggestion die auf eine positive Wirkung ausgerichtet ist. Eine postfaktische Gefühlswelt eine schön gemalte Traumwelt der robusten Konjunktur der guten Lage am Arbeitsmarkt der Rekordbeschäftigung trotz Aufnahme von mehr als einer Million Flüchtlingen und der glücklichen Bürger. Es ist eine Mär von der Rekordbeschäftigung, Wohlbefinden und vor allem uns geht so gut wie nie.

Faktencheck:

Rekordbeschäftigung?
   
Als erwerbstätig gilt, wer mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet.

In dieser Definition ist das die Wahrheit allerdings nur wenn diese Definition so mit berichtet wird. Natürlich wird durch die Wahrhaftigkeit des Berichts das gewünschte positive emotionale Gefühl nicht an die Hörer und Leser transportiert, Denn wer nur mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet ist im Allgemeinbefinden eben nicht in ausreichender Beschäftigung. Nur die lückenhafte Berichterstattung -  es gibt Rekordbeschäftigung -  transportiert das gewünschte Wohlbefinden an den Leser und Hörer.

Zahlencheck Arbeitsmarkt März 2017

Grundsicherung für Arbeitsuchende BA Bericht März 2017 Seite 25/26


3. Grundsicherung für Arbeitsuchende *24

Die hochgerechnete Zahl der erwerbsfähigen  Leistungsberechtigten (ELB)
*25 ist im März 2017 gegenüber dem Vormonat um 5.000 auf  4.400.000 gestiegen.


*24 Vgl. für diesen Abschnitt: Statistik der Bundesagentur für Arbeit,  Analytikreport. Analyse der Grundsicherung für Arbeitsuchende.

http://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Statistische-Analysen/Analytikreports/Zentral/Monatliche-Analytikreports/Analyse-
Grundsicherung-Arbeitsuchende-nav.html.

*25 Das seit 2005 angewandte Zähl- und Gültigkeitskonzept der Statistik
der Grundsicherung für Arbeitsuchende im SGB II wurde im April 2016
geändert. Weiterführende Informationen finden Sie im Methodenbe-
richt: "Revision der Statistik der Grundsicherung für Arbeitsuchende
nach dem SGB II"

http://statistik.arbeitsagentur.de/StatischerContent/Grundlagen/Methodenberichte/Grundsicherung-Arbeitsuchende-SGBII/Generische-Publikationen/Methodenbericht-Revision-Grusi.pdf

     
  Hilfequote BA Monatsbericht März 2017 Seite 28
   
3.7 Hilfequoten  (Seite 28)*32
Im März 2017 hat jeder zehnte Haushalt in  Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für
Arbeitsuchende bezogen (10,1Prozent). 9,4 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig  –  und 8,1 Prozent der Personen im   erwerbsfähigen Alter

---------------------------
   
 Die Hilfequote der Haushalte verharrt somit trotz offiziellen Rekordtiefs der Arbeitslosigkeit weiterhin auf exorbitant hohem Niveau seit langer Zeit fortlaufend bei 10 %
   
     
32 * Vgl. zur Ermittlung der Hilfequoten:
http://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Grundlagen/Berechnung-der-Hilfequoten/Berechnung-der-Hilfequoten-Nav.html.
     
 * § 235 Sozialgesetzbuch Sechstes Buch
     
  Ist es Ihnen aufgefallen trotz immer neuer „Rekordzahlen“ –   gibt es seit langer Zeit kaum Veränderung im Bereich der Hilfequoten. Warum wird das in der Lückenpresse nicht stärker thematisiert? Also es bleibt entgegen aller Jubelmeldungen bei den Hilfequoten alles so wie in den letzten Monaten/Jahren und auch im Vergleich zum Vorjahr ist keine signifikante Veränderung zu erkennen.
     
    - - - - - - -
     
  Leistungsempfänger
     
Die offiziellen Zahlen zum Arbeitsmarkt des Pressediensts der BA für März 2017 finden Sie auf Seite 56 des  Monatsberichts des Monats März 2017.
     
Leistungsempfänger Asylleistungen, Sozialhilfe,  Arbeitslosengeld, Arbeitslosengeld II (Hartz IV) Sozialgeld;
     
Im März 2017 erhalten in der Summe 8.943.265 Personen unterschiedliche Leistungen zur Grundsicherung.

darunter

Stand Juni 2016 Grundsicherung nach dem SGB XII „Sozialhilfe im Alter und bei Erwerbsminderung erhielten insgesamt Empfängerinnen und Empfänger 1 035 299 Personen
 
Die Anzahl der Personen die Grundsicherung  als Asylleistungen Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) bekamen wird zum Jahresende 2015  auf knapp 1,0 Millionen Menschen geschätzt.


Quelle: https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2016/11/PD16_419_228.html  Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 419 vom 28.11.2016

Im März 2017 erhalten 6.907.966  Leistungsempfänger *2) Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII das entspricht für März einer Hilfequote von 8,2 %  erwerbsfähige Leistungsberechtigte. (Quelle BA Bericht März 2017 Seite 56)

*2 Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hochgerechnet werden….
.
Darunter erhalten
    818.360 Personen Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit   
    4.400.354 Personen als erwerbsfähige Leistungsberechtigte Arbeitslosengeld II (Hartz IV)
    1.689.252 Personen erhalten als nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte (z.B. Kinder in Bedarfsgemeinschaften) Sozialgeld

 
    ( nicht berücksichtigt sind Leistungsempfänger von Wohngeld, Kinderzuschlag, , …)
     
    ------------------------
     
    Unterbeschäftigung im März 2017
     
    Die Zahl der Unterbeschäftigten, verharrt im März 2017  mit 3.688.476 Personen 8,2 % auf sehr hohen Niveau ,
   
  Ist das die niedrigste Zahl von Arbeitslosen Personen in einem März seit xx Jahren Huh???
  Na ja zumindest wenn so gezählt wird wie heute – aber nicht wirklich.
  Ich denke das ist eine Lüge. Belege unten im Detail.
     
      (Im BA-Bericht Dezember 2004 wurden im Bereich des Arbeitslosengeld und der Arbeitslosenhilfe nur 4.321.000 Leistungsempfänger gezählt.
     
    - - - - - - - - - - - -
     
    Arbeitslose

Im BA Bericht März 2017wird die Zahl der Arbeitslosen im Sinne Arbeitslosigkeit nach § 16 SGB III offiziell auf 2.662.111 Personen beziffert.
Die Teilnehmerzahl an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik wird vorläufig und hochgerechnet im März 2017 auf 938.328 *2  Personen hochgerechnet.
Allerdings ist die Zahl der Teilnehmer an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik aufgrund von Schätzungen sehr nebulös. Auch dadurch wir die Zahl der Arbeitslosen Personen verzerrt dargestellt

*2)Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hochgerechnet werden.


Wer fehlt in der offiziellen Arbeitslosenstatistik?
 Nicht in der Statistik tauchen all diejenigen auf, die sich nicht zur Arbeitssuche gemeldet haben. Das Gleiche gilt für alle, die nicht mindestens 15 Stunden pro Woche arbeiten können oder bis zu sechs Wochen arbeitsunfähig erkrankt sind. Auch all jene, die durch Instrumente der Arbeitsmarktpolitik gefördert werden, fehlen in der Arbeitslosenstatistik. Dies betrifft sowohl Fort- und Weiterbildung als auch Trainings- und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Auch all diejenigen, die einen Ein-Euro-Job haben, Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge besuchen oder einen Gründungszuschuss erhalten, tauchen nicht in der Statistik auf. Zudem fehlen alle Personen ab 58 Jahren, die mindestens zwölf Monate Arbeitslosengeld II bezogen haben und in dieser Zeit keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten bekommen haben. Ebenso nicht als arbeitslos erfasst werden Personen, die sich in der Freistellungsphase der Altersteilzeit befinden und von der Bundesagentur für Arbeit gefördert werden. Zusätzlich gelten natürlich auch alle Personen die nach dem Ablauf des Arbeitslosengeld I keinen Anspruch auf ALG II haben (Partnereinkommen, Vermögen, etc) nicht als arbeitslos, falls sich diese Personen bei den Jobcentern melden sind diese sind dann offiziell nur noch Arbeit suchend. Und alle Personen die nicht die hochnotpeinliche Bedarfsprüfung der Jobcenter ertragen und sich resignierend ihrem Schicksal ergeben. Des Weiteren natürlich alle Personen die Teilzeit arbeiten aber dennoch ergänzende ALG II Leistungen (Hartz IV) beziehen müssen um ihren Lebensunterhalt und den ihrer Kinder abdecken zu können…. Auch die meisten Asylbewerber erscheinen nicht als Arbeitslose.
         
 Ein Blick auf die rund 1,5 Millionen Migranten die seit Januar 2015 bis heute in Deutschland angekommen sind lohnt sich viele von Ihnen befinden sich in Integrationskurse die durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert werden. Sie werden aufgrund der Teilnahme an Integrationskurse nicht als Leistungsempfänger oder Arbeitslose erfasst. Diese Personen erhalten Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG)
   
  Berlin - Erst 30.000 Flüchtlinge haben einen Job
   
  Quelle: RP 11. Juli 2016 | 09.57 Uhr
   
  Analyse: Flüchtlinge finden nur schwer einen Job
   
  Quelle: dpa  erstellt am 31.Aug.2016 | 16:06 Uhr
   
   
 Gemeldeten Arbeitsstellen
     
     
Die gemeldeten Arbeitsstellen sinken laut BA Bericht März 2017 Seite 56
Die Zahl der gemeldeten Arbeitsstellen beträgt 691.924  Der BA-  X wird auf 227 gesetzt.

Ein Beispiel für eine wunderbare Vermehrung der offenen Stellen. Firma xy meldet eine offene Stelle an 20 Verleihfirmen jeder dieser Verleihfirmen meldet diese Stelle an die Jobbörse der BA die BA registriert 20 offene Stellen für einen Arbeitsplatz zusätzlich stellt jede Verleihfirma diesen Arbeitsplatz in ihre Jobbörse ein, somit steigt die Zahl der offenen Stellen für ein und denselben Arbeitsplatz auf mindestens 40 offene Stellen an. Allerdings können diese 40 offenen Stellen nur von einer Person besetzt werden. die anderen 39 offenen Stellen verschwinden dann nach der Neubesetzung der Arbeitsstelle aus der Statistik. So erklärt sich auch der gefühlte Fachkräftemangel wer das einmal verstanden hat, versteht die Logik des suggerierten Jobbooms.

Die wundersame Vermehrung der offenen Stellen geht weiter. So bieten überregionale Zeit und Leiharbeitsfirmen einfache Tätigkeiten in mehreren Großstädten an. Zum Beispiel Produktionshelfer 50 in Hamburg; München, Köln, Berlin, Stuttgart, Düsseldorf,….
Oder Bürokaufmann/Frau 50 in Hamburg; München, Köln, Berlin, Stuttgart, Düsseldorf,….
usw… ob diese Stellen tatsächlich zu besetzen sind und auch durch Zeit und Leiharbeitsfirmen  zu besetzten sind ist zumindest nebulös aber durch die zusätzliche Meldung von Stellen durch Zeit und Leiharbeitsfirmen wird die Statistik der offenen Stellen erheblich angehoben.

Das kann jeder in der Jobbörse der BA selbst nachvollziehen, selbstverständlich werden in der Jobbörse Arbeitsangebote als Duplikat mehrfach gelistet. Datenredundanz ist ein Begriff der Datenorganisation  das mehrfache Führen der gleichen Daten, also das mehrfache Vorkommen  desselben Sachverhaltes

   

  Aber warum der Realität ins Auge blicken wenn die Traumwelt von der BA in schönen bunten Farben gemalt wird?
     
  Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt, die Wahrheit steht von alleine aufrecht.
  Benjamin Franklin.
     
     
  Quelle der Zahlen:
 BA – Monatsbericht März 2017
 
https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201703/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-201703-pdf.pdf

Epilog:

Wirklichkeit und Wahrheit sind längst eine Frage von Gestaltung und Machbarkeit geworden. Wirklichkeit und Wahrheit quillt nicht mehr aus Erfahrung und Wahrhaftigkeit, sondern wird zur Projektion, letztlich sogar zur Suggestion.

Damit sind die Medienmächtigen längst bei:
Wir gestalten die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit.
Wir erschaffen die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit nach unserer Doktrin

So gesehen ist die Zensur das kleinere Übel.
PR-tauglich formuliert sind wir bei: Wahrheit ist machbar, Herr Nachbar!

Was ist Wahrheit? (Pontius Pilatus)

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« Antworten #635 am: 31. März 2017, 15:48:25 »

Die Differenz zwischen "Unterbeschäftigten" und "Arbeitlosen" liegt damit erstmals bei mehr als einer Million.
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Hildchen


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« Antworten #636 am: 01. April 2017, 14:20:28 »

ich war gestern in den "heute"-Nachrichten um 19 Uhr angenehm überrascht, dass nicht nur die übliche Jubelarie gesungen wurde.
Mit eingeblendeten Statistiken wurde erklärt, dass fast 1 Mio Personen in Maßnahmen wie Fortbildungen und 1-Euro-Jobs stecken
und dass Ü-58jährige nicht mitgezählt werden.
Immerhin, ein Anfang...
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Tiefrot
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« Antworten #637 am: 02. April 2017, 00:45:33 »

Für meinen Teil bleibt mir nur, mich für die gute Zusammenfassung
(wieder mal) zu bedanken.  Wink
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Denke dran: Arbeiten gehen ist ein Deal !
Seht in den Lohnspiegel, und geht nicht drunter !

Wie bekommt man Milllionen von Deutschen zum Protest auf die Straße ?
Verbietet die BILD und schaltet Facebook ab !
Sybilla


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« Antworten #638 am: 03. Mai 2017, 11:39:48 »

Arbeitsmarkt Deutschland April 2017:

Es war einmal, ein Land mitten in Europa in dem ließ sich die herrschende Nomenklatur von den Medien für ihre „Erfolge“ feiern,  wieder einmal jubeln alle über die nach offiziellen Angaben des Pressediensts der BA niedrigste Zahl der Arbeitslosen in D in einen April seit ….Jahren. Während dessen durch Jobzersplitterung immer mehr Beschäftigung im Teilzeitbereich entsteht. Die Löhne der im Niedriglohnsektor beschäftigten so gering sind das sie zusätzliche Grundsicherungsleistungen erhalten die Gewinne hoch und die Arbeitsbelastung extrem belastend ist und viele Menschen krank werden (Burnout). Die Schere zwischen Arm und Reich soweit offen ist wie niemals zuvor. Fast jeder dritte der rund 4,4 Millionen Menschen die Hartz IV ALG II Grundsicherungsleistung erhalten, können sich Dinge des täglichen Lebens nicht leisten. In Deutschland erhielten am Jahresende 2016 in der Summe aller Grundsicherungsleistungen ohne Asylleistungen 20,6 % der Bevölkerung Leistungen zur Grindsicherung sie sind von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht. Armut in Deutschland hat sich trotz oder vielleicht auch wegen der „Rekordbeschäftigung“ bei 15,4 % verfestigt. 19 Prozent oder 2,47 Millionen aller Kinder in Deutschland leben in Familien mit so wenig Geld, dass sie als arm oder armutsgefährdet gelten. Fast 1,8 Millionen Menschen in Deutschland müssen sich regelmäßig Lebensmittel bei den Tafeln abholen. Weniger für die Ärmsten Essen bei den Tafeln reicht schon lange nicht für alle. Das ist die Realität hinter der Erfolgsmeldung vom Arbeitsmarkt.

Auch im April 2017 benötigte weiterhin mehr als jeder zehnte Haushalt 10,2 Prozent in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende. Im April 2017 waren beachtliche 6.873.442 Personen  Leistungsempfänger von Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII das entspricht einer Hilfequote von 8,1 %  erwerbsfähige Leistungsberechtigte.
Im April 2017 lebten in 3.311.000 Bedarfsgemeinschaften 6.123.000 Regelleistungsberechtigte. Knapp drei Viertel von ihnen waren erwerbsfähig (4.422.000) und 1.702.000 zählten als  nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte 750.173 Personen erhalten ALG I. Die Zahl der Unterbeschäftigten, wird für April 2017 auf 3.602.698  Personen 8,0 % beziffert
. Hingegen die Zahl der Arbeitslosen ist im Sinne des § 16 SGB III  im April 2017 laut Statistik des BA Pressedienst auf ein „Rekordtief“ von  2.568.612 arbeitslosen Personen abgesenkt wurde. Allerdings gibt es auch 941.534 Personen (vorläufig und hochgerechnet) in der Teilnehme an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik.
Die Differenz zwischen der Zahl der Unterbeschäftigten und der offiziellen Zahl der Arbeitslosen im Sinne des § 16 SGB III steigt im April auf  1.034.086 Personen an.

Leistungsempfänger SGB II ohne Bezieher von Asylleistungen

Im April 2017 erhalten 6.873.442
Im März 2017 erhalten 6.907.966
Im Februar erhalten   6.926.753         
Im Januar 2017 erhalten 6.877.926
im Dezember  2016waren es 6.714.797
im November 2016 waren es 6.617.051

Leistungsempfänger *2) Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII das entspricht für April einer Hilfequote von 8,1 %  erwerbsfähige Leistungsberechtigte.

(Quelle aller Zahlen BA Bericht April 2017auf den Seiten 27, 29, 55)

https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201704/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-201704-pdf.pdf


Faktencheck:

Rekordbeschäftigung?
   
Als erwerbstätig gilt, wer mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet.

In dieser Definition ist das die Wahrheit allerdings nur wenn diese Definition so mit berichtet wird. Natürlich wird durch die Wahrhaftigkeit des Berichts das gewünschte positive emotionale Gefühl nicht an die Hörer und Leser transportiert, Denn wer nur mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet ist im Allgemeinbefinden eben nicht in ausreichender Beschäftigung. Nur die lückenhafte Berichterstattung -  es gibt Rekordbeschäftigung -  transportiert das gewünschte Wohlbefinden an den Leser und Hörer.

Wirklichkeit und Wahrheit sind längst eine Frage von Gestaltung und Machbarkeit geworden. Wirklichkeit und Wahrheit quillt nicht mehr aus Erfahrung und Wahrhaftigkeit, sondern wird zur Projektion, letztlich sogar zur Suggestion.

Damit sind die Medienmächtigen längst bei:
Wir gestalten die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit.
Wir erschaffen die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit nach unserer Doktrin

So gesehen ist die Zensur das kleinere Übel.
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Erstellt von Sybilla am 03.05.17 ---  11 Uhr 00
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« Antworten #639 am: 04. Mai 2017, 15:23:02 »

Zitat
Sie wächst und wächst, "die" Beschäftigung. Aber welche eigentlich? Eine Dekomposition der Erwerbstätigenzahlen
https://aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de/2017/05/dekomposition-erwerbstaetigenzahlen.html
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« Antworten #640 am: 09. Mai 2017, 23:53:27 »

Spiegel online meldet Zahl der offenen Stellen in Deutschland so hoch wie nie zuvor die Zahlen beruhen auf einer repräsentativen Betriebsbefragung des IAB.
  
  In Deutschland gibt es einer Umfrage zufolge so viele offene Stellen wie noch nie. Im ersten Quartal waren es bundesweit 1,064 Millionen, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag mitteilte.
  
  Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/arbeitsmarkt-zahl-der-offenen-stellen-in-deutschland-so-hoch-wie-nie-a-1146810.html#js-article-comments-box-pager
  
  Im BA Monatsbericht April 2017 Seite 11 ist unter Ziffer 3.1 die Zahl der gemeldeten Arbeitsstellen zu finden. Nicht saisonbereinigt belief sich der Bestand im April 2017 auf 706.000 Arbeitsstellen.
  
  Quelle: https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201704/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-201704-pdf.pdf
  
  Faktencheck: Wie ist das nun mit der Zahl der gemeldeten Arbeitsstellen?

  
  Ein Beispiel für die wunderbare Vermehrung von offenen Stellen. Firmen melden xx Verleihfirmen eine offene Stelle diese Verleihfirmen setzen nun jeweils diese offene Stelle in die Jobbörse der BA die BA registriert xx+xy offene Stellen für einen Arbeitsplatz zusätzlich stellt jede Verleihfirma diesen Arbeitsplatz in ihre Jobbörse ein, somit steigt die Zahl der offenen Stellen für ein und denselben Arbeitsplatz auf mindestens xx+xy+xz offene Stellen an.  im Umfrage Interview meldet nun die befragte Verleihfirmen die Zahl xy der offenen Stellen diese aber auch von den anderen Verleihfirmen und der Jobbörse als Duplikat (xy+xz) geführt und in Umfragen abgefragt werden.
  
  Allerdings können diese  xx+xy+xz  offenen Stellen nur von einer Person besetzt werden. die anderen  xy+xz offenen Stellen verschwinden dann nach der Neubesetzung der Arbeitsstelle aus der Statistik.
  
  Das kann jeder in den Jobbörsen im Internet selbst nachvollziehen, selbstverständlich werden in unterschiedlichen Jobbörsen Arbeitsangebote als Duplikat mehrfach gelistet. Datenredundanz ist ein Begriff der Datenorganisation  das mehrfache Führen der gleichen Daten, also das mehrfache Vorkommen  desselben Sachverhaltes. Diese Datenredundanz ist natürlich auch in den Umfrage Interviews enthalten. Die Zahl der offenen Stellen gleicht so mehr einem Potemkinschen Dorf als einer seriösen Erhebung der offenen Stellen in Deutschland.
  
  Wie steht es wirklich um das deutsche Jobwunder?

Quelle: https://www.heise.de/tp/features/Wie-steht-es-wirklich-um-das-deutsche-Jobwunder-3701936.html
  
Aber warum der Realität ins Auge blicken wenn die Traumwelt in schönen bunten Farben gemalt wird?
   Nur die Lüge braucht die Stütze der Medienmächtigen, die Wahrheit steht von alleine aufrecht.   Benjamin Franklin.
« Letzte Änderung: 11. Mai 2017, 00:40:04 von Sybilla » Gespeichert

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« Antworten #641 am: 31. Mai 2017, 11:11:04 »

Arbeitsmarkt Deutschland Mai 2017: 

   

  Es war einmal, ein Land mitten in Europa in dem ließ sich die herrschende Nomenklatur von den Medien für ihre „Erfolge“ feiern,  wieder einmal jubeln alle über die nach offiziellen Angaben des Pressediensts der BA historisch niedrigste Zahl der Arbeitslosen in D in einen Mai seit ….Jahren. Wir, die herrschende Nomenklatur, müssen dem Bürger sagen, wie viele Menschen als arbeitslos gezählt werden, dann tun wir so als gäbe es Vollbeschäftigung, und  das Volk glaubt uns, weil es die Lage am Arbeitsmarkt nicht überblickt. Durch die halbstündliche Eintrichterung der immer gleichen „Informationen“ wird das Gefühl erzeugt, gut informiert zu sein. Bestimmte Sachverhalte und Zusammenhänge der Arbeitslosigkeit und des Arbeitsmarkt werden so „Nebulös“ oder gar „unsichtbar“, andere „Rekordbeschäftigung“ hervorgehoben und akzentuiert. Es entstehen bei den Bürgern Informationslücken. (Lückenpresse) Durch ständiges Wiederholen von erwünschten Inhalten der herrschenden Nomenklatur glaubt  der Bürger schließlich an deren Wahrheitsgehalt –  nach dem Motto steter Tropfen höhlt das Hirn. So kann es schon einmal passieren dass in den Talk Shows die Mär von der historisch niedrigsten Zahl der Arbeitslosen in Deutschland den Zuseher unwidersprochen von der „Lügenpresse“ suggeriert wird. Ein Blick in die Geschichte zeigt Entwicklung der Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik in den Jahren 1950 bis 1990 Das die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland tatsächlich in den 1960er Jahren bei einer Zahl von rund 200.000 Personen historisch niedrig war. Hingegen alleine die offizielle Zahl der Arbeitslosen historisch immer noch sehr hoch ist die Zahl der Unterbeschäftigung befindet sich nach wie vor auf historisch hohen Niveau.
   
  Während dessen durch Jobzersplitterung immer mehr Beschäftigung im Teilzeitbereich entsteht. Die Löhne der im Niedriglohnsektor beschäftigten so gering sind das sie zusätzliche Grundsicherungsleistungen erhalten die Gewinne hoch und die Arbeitsbelastung extrem belastend ist und viele Menschen krank werden (Burnout). Die Schere zwischen Arm und Reich soweit offen ist wie niemals zuvor. Fast jeder dritte der rund 4,4 Millionen Menschen die Hartz IV ALG II Grundsicherungsleistung erhalten, können sich Dinge des täglichen Lebens nicht leisten. In Deutschland erhielten am Jahresende 2016 in der Summe aller Grundsicherungsleistungen ohne Asylleistungen 20,6 % der Bevölkerung Leistungen zur Grindsicherung sie sind von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht. Armut in Deutschland hat sich trotz oder vielleicht auch wegen der „Rekordbeschäftigung“ bei 15,4 % verfestigt. 19 Prozent oder 2,47 Millionen aller Kinder in Deutschland leben in Familien mit so wenig Geld, dass sie als arm oder armutsgefährdet gelten. Fast 1,8 Millionen Menschen in Deutschland müssen sich regelmäßig Lebensmittel bei den Tafeln abholen. Weniger für die Ärmsten Essen bei den Tafeln reicht schon lange nicht für alle. Das ist die Realität hinter der Erfolgsmeldung vom Arbeitsmarkt.
   
  Auch im Mai 2017 benötigte weiterhin mehr als jeder zehnte Haushalt 10,1 Prozent in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende. Im Mai 2017 waren beachtliche 6.824.875 Personen  Leistungsempfänger von Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII das entspricht einer Hilfequote von 8,1 %  erwerbsfähige Leistungsberechtigte.  Im Mai 2017 lebten in 3.303.000 Bedarfsgemeinschaften 6.126.000 Regelleistungsberechtigte. Knapp drei Viertel von ihnen waren erwerbsfähig (4.418.000) und 1.708.000 zählten  als nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Die Zahl der Unterbeschäftigten, wird für Mai 2017 auf 3.526.439 Personen 7,8 % beziffert. Hingegen die Zahl der Arbeitslosen ist im Sinne des § 16 SGB III  im April 2017 laut Statistik des BA Pressedienst auf ein „Rekordtief“ von 2.497.718 arbeitslosen Personen abgesenkt wurde. Allerdings gibt es auch 933.695 Personen (vorläufig und hochgerechnet) in der Teilnehme an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik.
  Der Bestand gemeldeter Arbeitsstelle wird im BA Bericht auf  714.391 beziffert  BA-X 231
 
 
 
  Leistungsempfänger SGB II ohne Bezieher von Asylleistungen
   
  Im Mai 2017 erhalten 6.824.875
  Im April 2017 erhalten 6.873.442
  Im März 2017 erhalten 6.907.966
  Im Februar erhalten   6.926.753         
  Im Januar 2017 erhalten 6.877.926
  im Dezember  2016waren es 6.714.797
  im November 2016 waren es 6.617.051
   
  Leistungsempfänger *2) Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII das entspricht für April einer Hilfequote von 8,1 %  erwerbsfähige Leistungsberechtigte.
   
  (Quelle aller Zahlen BA Bericht Mai  2017auf den Seiten
  3.4 Bedarfsgemeinschaften und Regelleistungsberechtigte Seite 26
  3.7 Hilfequoten Seite 27
  1.1 Eckwerte des Arbeitsmarktes Seite 55
   
  https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201705/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-201705-pdf.pdf
   
  Faktencheck:
   
  Rekordbeschäftigung?
     
  Als erwerbstätig gilt, wer mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet.
   
  Hilfequote BA Monatsbericht Mai 2017 Seite 27
     
  3.7 Hilfequoten`*32
 
 
  Im Mai 2017 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für
Arbeitsuchende bezogen (10,1 Prozent). 9,4 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig – und 8,1 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Damit waren im Vergleich zum Vorjahresmonat anteilig mehr Haushalte (+0,1 Prozentpunkte) und auch mehr Personen (+0,2 Prozentpunkte) auf SGB II-Leistungen angewiesen.
 
  ---------------------------
     
   Die Hilfequote der Haushalte verharrt somit trotz offiziellen Rekordtiefs der Arbeitslosigkeit weiterhin auf exorbitant hohem Niveau seit langer Zeit fortlaufend über 10 %
     
       
  32 * Vgl. zur Ermittlung der Hilfequoten:
  http://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Grundlagen/Berechnung-der-Hilfequoten/Berechnung-der-Hilfequoten-Nav.html.
       
   * § 235 Sozialgesetzbuch Sechstes Buch
       
    Ist es Ihnen aufgefallen trotz immer neuer „Rekordzahlen“ –   gibt es seit langer Zeit kaum Veränderung im Bereich der Hilfequoten. Warum wird das in der Lückenpresse nicht stärker thematisiert? Also es bleibt entgegen aller Jubelmeldungen bei den Hilfequoten alles so wie in den letzten Monaten/Jahren und auch im Vergleich zum Vorjahr ist keine signifikante Veränderung zu erkennen.
   
  In dieser Definition ist das die Wahrheit allerdings nur wenn diese Definition so mit berichtet wird. Natürlich wird durch die Wahrhaftigkeit des Berichts das gewünschte positive emotionale Gefühl nicht an die Hörer und Leser transportiert, Denn wer nur mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet ist im Allgemeinbefinden eben nicht in ausreichender Beschäftigung. Nur die lückenhafte Berichterstattung -  es gibt Rekordbeschäftigung -  transportiert das gewünschte Wohlbefinden an den Leser und Hörer.
 
Wirklichkeit und Wahrheit sind längst eine Frage von Gestaltung und Machbarkeit geworden. Wirklichkeit und Wahrheit quillt nicht mehr aus Erfahrung und Wahrhaftigkeit, sondern wird zur Projektion, letztlich sogar zur Suggestion.

Damit sind die Medienmächtigen längst bei:
Wir gestalten die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit.
Wir erschaffen die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit nach unserer Doktrin

So gesehen ist die Zensur das kleinere Übel.
PR-tauglich formuliert sind wir bei: Wahrheit ist machbar, Herr Nachbar!

Was ist Wahrheit? (Pontius Pilatus)
   
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« Antworten #642 am: 31. Mai 2017, 12:02:57 »

Sybilla,
ich freue mich über deine Beiträge.
Es ist notwendig, daß die Informationen kritisch hinterfragt werden, mit denen wir gefüttert werden.
Ja, auch mit Zahlen kann man lügen. Der Kampf dagegen ist dein Fachgebiet. Du hast tolle Aufklärungsarbeit geleistet.

Aber in einem Punkt kommt mir deine Zielsetzung etwas komisch vor.

 Rekordbeschäftigung?
    
  Als erwerbstätig gilt, wer mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet.

Für mich klingt es so, als wärst du der Meinung, die Regierung würde uns verheimlichten, wie schlimm die Geißel der Arbeitslosigkeit in Wirklichkeit ist. Als sollte die Reigierung sich gefälligst darum kümmern, daß wir alle endlich Arbeit bekommen.

Aber genau das tut sie ja!
Ich bin überzeugt davon, daß die  „Rekordbeschäftigung“ Realität ist und zwar grausame Realität. Immer mehr Menschen machen sogar mehrere Jobs um klarzukommen.

Ich finde es absolut falsch, "Arbeitslosigkeit" zu einem Skandal zu machen.
Skandalös ist hingegen, wie beschissen die Erwerbslosen behandelt werden, um sie mit allen Mitteln in den Ausbeutungsprozeß zu zwingen.
Es ist unerträglich, daß die erkämpften Bedingungen der Erwerbslosen in kürzester Zeit getrasht worden sind unter dem wegblickenden und gelegentlich sogar aktiv mitspielendem DGB.

Ich halte die Ausbeutung für das alles überschattende Problem, der Arbeitsdruck und die Arbeitsverdichtung wächst überall, die Menschen sollen immer weiter flexibilisiert werden und ihr Leben den Anforderungen des Produktionsprozesses unterwerfen, die Löhne reichen vorn und hinten nicht mehr und die Mieten fressen einen immer größeren Teil des Einkommens gleich auf. Die tolle "Arbeit" kostet weltweit mehr Menschen das Leben, als alle Kriege zusammen.

Vielleicht habe ich dich nur mißverstanden. Ich halte es für absolut falsch gegen Arbeitslosigkeit zu kämpfen. Das klingt so, als wäre Arbeit etwas tolles. Wir sollten die gesellschaftlich notwendigen Tätigkeiten auf die Menschen gerecht verteilen, ebenso die Früchte der Arbeit und dann sollte es darum gehen, daß man wieder mehr Zeit hat zu leben.
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Sybilla


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« Antworten #643 am: 01. Juni 2017, 01:13:55 »


Aber in einem Punkt kommt mir deine Zielsetzung etwas komisch vor.

 Rekordbeschäftigung?
    
  Als erwerbstätig gilt, wer mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet.

Für mich klingt es so, als wärst du der Meinung, die Regierung würde uns verheimlichten, wie schlimm die Geißel der Arbeitslosigkeit in Wirklichkeit ist. Als sollte die Reigierung sich gefälligst darum kümmern, daß wir alle endlich Arbeit bekommen.

Die Politik kann keine Arbeit schaffen nur in der Wirtschaft entsteht Arbeit.

Aber genau das tut sie ja!
Ich bin überzeugt davon, daß die  „Rekordbeschäftigung“ Realität ist und zwar grausame Realität. Immer mehr Menschen machen sogar mehrere Jobs um klarzukommen.

Ja so ist es die durch die Agenda 2010 geschaffene Arbeit in der Wirtschaft ist Arbeit im Niedriglohnbereich und Teilzeit aufgrund dessen ist die Definition erwerbstätig ist, wer mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet, für die „Rekordbeschäftigung“ hilfreich aber weniger für die Person die nur  eine oder wenige Stunden in der Woche arbeitet (Regalauffüller) Das verdeutlicht auch die Spanne zwischen offiziell gezählte Arbeitslose und Leistungsempfänger. Die Arbeit reicht nicht zur Daseinsvorsorge (Grundsicherung)


Ich finde es absolut falsch, "Arbeitslosigkeit" zu einem Skandal zu machen. Skandalös ist hingegen, wie beschissen die Erwerbslosen behandelt werden, um sie mit allen Mitteln in den Ausbeutungsprozeß zu zwingen.
Es ist unerträglich, daß die erkämpften Bedingungen der Erwerbslosen in kürzester Zeit getrasht worden sind unter dem wegblickenden und gelegentlich sogar aktiv mitspielendem DGB.

Gewerkschaften sind Vertreter der Arbeitnehmer (Stammbelegschaft, Leiharbeiter, Werksverträge, Teilzeit...) nicht aber für erwerbslose diese Personen haben keine Lobby

Ich halte die Ausbeutung für das alles überschattende Problem, der Arbeitsdruck und die Arbeitsverdichtung wächst überall, die Menschen sollen immer weiter flexibilisiert werden und ihr Leben den Anforderungen des Produktionsprozesses unterwerfen, die Löhne reichen vorn und hinten nicht mehr und die Mieten fressen einen immer größeren Teil des Einkommens gleich auf. Die tolle "Arbeit" kostet weltweit mehr Menschen das Leben, als alle Kriege zusammen.

Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde Abhilfe schaffen jeder müsste nur solange und soviel arbeiten wie er kann oder möchte. Mancher vermutlich länger und mehr als heute.

Vielleicht habe ich dich nur mißverstanden. Ich halte es für absolut falsch gegen Arbeitslosigkeit zu kämpfen. Das klingt so, als wäre Arbeit etwas tolles. Wir sollten die gesellschaftlich notwendigen Tätigkeiten auf die Menschen gerecht verteilen, ebenso die Früchte der Arbeit und dann sollte es darum gehen, daß man wieder mehr Zeit hat zu leben.

Die Uhr läuft spätestens mit der Digitalisierung in der Wirtschaft muss das Umdenken beginnen, deshalb die Jubelzahlen und die Agenda 2010 mit Niedriglohnsektor damit das Umdenken so weit als möglich in die Zukunft verschoben werden kann. Jetzt kann man ja noch einmal mit billigen Arbeitskräften Kasse machen äh ich meine Arbeit schaffen. Wink
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dagobert


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« Antworten #644 am: 02. Juni 2017, 17:35:06 »

Zitat
Warum eine Million Arbeitslose in der offiziellen Statistik nicht sichtbar sind

https://correctiv.org/recherchen/arbeit/artikel/2017/05/31/zeit-fuer-die-echte-arbeitslosenzahl/

Zitat
Erneut weniger Arbeitslose in NRW

http://www1.wdr.de/nachrichten/arbeitsmarkt-mai-100.html

Zitat
Tatsächliche Arbeitslosigkeit
3,7 Millionen Erwerbslose - Zeit zu handeln statt zu tricksen

https://www.die-linke.de/politik/positionen/arbeitsmarkt-und-mindestlohn/tatsaechliche-arbeitslosigkeit/

Zitat
Was die offizielle Arbeitslosenzahl verschweigt: 3,5 Millionen Menschen ohne Arbeit

http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/o-ton-news/was-die-offizielle-arbeitslosenzahl-verschweigt-35-millionen-menschen-ohne-arbeit-3
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Kuddel


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« Antworten #645 am: 07. Juni 2017, 13:08:18 »

Hallo Sybilla,
danke für die Entgegnung auf mein Posting.

Ich muß nun aber anfügen, daß ich einige Dinge völlig anders bewerte als du.
Die Politik kann keine Arbeit schaffen nur in der Wirtschaft entsteht Arbeit.

Da haben wir schon wieder die leidige Umkehrung von Begrifflichkeiten.
Ein Arbeiter wird fälschlichlicherweise "Arbeitnehmer" genannt, obwohl er derjenige ist, der seine Arbeitskraft einem Unternehmer gibt.
Und einen Unternehmer nennt man dreisterweise "Arbeitgeber", obwohl er die Arbeit eines Arbeiters nimmt und nur einen Bruchteil des Gewinns, das er aus der Arbeit zieht, dem Arbeiter zukommen läßt.

Der Arbeiter ist derjenige, der Arbeit entstehen läßt. Die Wirtschaft organisiert die Arbeit, bestimmt Form und Inhalt der Arbeit, entmündigt den Arbeiter und streicht den Profit ein. Der Anteil der des Geldes, das erwirtschaftet wird, wird für den Arbeiter immer geringer.


Zitat
die durch die Agenda 2010 geschaffene Arbeit
Die Agenda 2010 hat keine Arbeit geschaffen, sondern den Zwang zur Arbeit erhöht und den Angriff auf die Arbeitsbedingungen verschärft.

Zitat
Gewerkschaften sind Vertreter der Arbeitnehmer (Stammbelegschaft, Leiharbeiter, Werksverträge, Teilzeit...) nicht aber für erwerbslose diese Personen haben keine Lobby
Sorry, bei diesem Schwachsinn werde ich echt sauer. Eine Gewerkschaft, die den Namen "Gewerkschaft" auch verdient, wäre selbstverständlich für Arbeiter aller Kategorien (Stammbelegschaften wie prekär Beschäftigte) und Erwerbslose in gleicher Weise zuständig.
Der DGB ist aber keine Gewerkschaft in ihrem ursprünglichen Sinne, der DGB versteht sich nicht als Vertretung der Arbeiter, sondern er hat die Aufgabe die Arbeiter zu kontrollieren und dafür zu sorgen, daß Arbeitskämpfe nie außer Kontrolle geraten und gefährlich für die Wirtschaft werden können. Der DGB steht auf Seiten der Wirtschaft und nicht der Arbeiter. Die Gewerkschaften betreiben Co-Management. Die Stammbelegschaften haben noch immerhin halbwegs vernünftige Löhne durch gewerkschaftliche Organisierung, während Leiharbeiter, Werksvertragler und andere, mit Hilfe der Gewerkschaften in dem Billiglohnsektor gehalten werden, aus dem es kaum ein Entkommen gibt. Die Spaltung der Belegschaften sollte von Gewerkschaften überwunden werden, doch der DGB vertieft sie nur noch. Und natürlich sind Lohnarbeit und Erwerbslosigkeit nur zwei Seiten der gleichen Medaille und gehören zusammen. Ein Graben zwischen Erwerbstätigen und Erwerbslosen ist natürlich gewollt, aber wenn wir das selbst verinnerlichen, haben sie uns da wo sie uns haben wollen: In absoluter Wehrlosigkeit.

Übrigens kann man zu einem geringen Beitrag als Erwerbsloser Mitglied einer Gewerkschaft sein. Die Frage ist nur, wozu?

Ich sehe keine andere wirkungsvolle Möglichkeit, als den gemeinsamen Kampf von Erwerbslosen und Arbeitenden.

Zitat
Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde Abhilfe schaffen jeder müsste nur solange und soviel arbeiten wie er kann oder möchte.
Ich würde bei der wohlklingenden Propaganda für das Bedingungslose Grundeinkommen sehr vorsichtig sein. Es könnte für uns nach hinten losgehen. Auch darüber gibt es in diesem Forum eine Diskussion.

Zitat
Die Uhr läuft spätestens mit der Digitalisierung in der Wirtschaft muss das Umdenken beginnen
Verstehe ich nicht. Denken sollte man sowieso. Darüber, wie man lebt, arbeitet, in welchen Händen die Entscheidungen liegen und wie der Wohlstand verteilt ist.

Industrie 4.0? Wenn wir darüber entscheiden könnten, wie Leben und Arbeit orgnisiert werden, dann wäre "die Digitalisierung" doch astrein. Wir könnten uns zu weiten Teilen von der lästigen Maloche befreien. Aber bei den herrschenden Machtverhältnissen versteht man "Industrie 4.0" eher als Genralangriff auf die Arbeitsbedingungen.
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Waldkauz


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« Antworten #646 am: 07. Juni 2017, 15:29:33 »

Zitat
Übrigens kann man zu einem geringen Beitrag als Erwerbsloser Mitglied einer Gewerkschaft sein. Die Frage ist nur, wozu?
DGB Rechtsschutz! Die machen auch Sozialrecht. Mehr fällt mir allerdings nicht ein.
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Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
counselor


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« Antworten #647 am: 07. Juni 2017, 15:42:00 »

Wie ich Hartz IV bin ich bewußt Ver.di Mitglied geblieben, weil ich die Arbeit der Gewerkschaft sinnvoll fand. Immerhin organisieren sie Streiks um Tarifverträge und beraten ihre Mitglieder.
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Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!
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« Antworten #648 am: 30. Juni 2017, 10:47:56 »

Arbeitsmarkt Deutschland Juni 2017: 

Es war einmal, ein Land mitten in Europa in dem lebten viele Menschen in einer wohl fühl Blase der herrschenden Nomenklatur die herrschenden Nomenklatur ließ sich von den „Qualitätsmedien“ für ihre „Erfolge“ feiern. So vermelden die „Qualitätsmedien“ die anhaltend gute Konjunktur und die hohe Beschäftigung spült viel Geld in die Sozialkassen - auch in die Krankenversicherung.

Wie erkenne ich die wahrhaftigen Informationen zur soziale Lage in Deutschland?
Die  herrschenden Nomenklatur hat durch ihre Medien Dominanz eine imaginäre sozialpolitische Blase geschaffen ( anhaltend gute Konjunktur hohe Beschäftigung) aber jede Blase platzt irgendwann auch Claqueure der herrschenden Nomenklatur haben einmal eine Frage die sie beschäftigt. Die Antwort auf eine Frage die jeden Claqueur der herrschenden Nomenklatur irgendwann beschäftigt findet er dann nicht in der imaginären sozialpolitischen Blase. Ich hoffe das ist dann der Zeitpunkt an dem jeder Claqueur der herrschenden Nomenklatur die Wahrheit in der Wirklichkeit der Realität erkennen kann. Die Hoffnung Humanismus und der Vernunft im Menschen ist die Hoffnung die ich habe.

Es gibt Gewinner der neoliberalen Politik des Niedriglohnsektor aber viel mehr Verlierer die nicht am wirtschaftlichen Gewinn teilhaben.

Faktencheck Krankenversicherung.

612 Millionen Euro Plus - trotzdem sinken die Leistungen der Krankenkassen

Quelle: Focus online Sonntag, 25.06.2017, 10:29

Und die Zusatzbeträge der Versicherten in der Krankenversicherung?

Die Bundesregierung hat für 2017 eine Sonderzahlung von 1,5 Milliarden Euro für den Gesundheitsfonds beschlossen, um höhere Zusatzbeiträge der Krankenkassen im Wahljahr zu vermeiden.

Quelle: http://www.zusatzbeitrag-2017.de

Gesundheitskosten steigen immer mehr Höhere Zusatzbeiträge: Ist auch Ihre Krankenkasse dabei?  - Denn die Bundesregierung hat eine Sonderzahlung von 1,5 Milliarden Euro aus dem Gesundheitsfonds beschlossen, um im Wahljahr 2017 nicht zu viele Wähler zu verärgern.

Quelle: focus-online Freitag, 30.12.2016, 18:03

Ähm, wie war das?  Die anhaltend gute Konjunktur und die hohe Beschäftigung spült viel Geld in die Sozialkassen?

 Faktencheck Rentenversicherung.

Rentenkasse mit 2,2 Milliarden Euro Minus

Quelle:  www.handelsblatt.com 26.06.2017 11:14 Uhr

Wie jetzt? Die anhaltend gute Konjunktur und die hohe Beschäftigung spült viel Geld in die Sozialkassen?

Faktencheck Arbeitsmarkt
   
Abermals jubeln alle über die nach offiziellen Angaben des Pressediensts der BA historisch niedrigste Zahl der Arbeitslosen in D in einen Juni seit ….Jahren und über die anhaltend gute Konjunktur und die hohe Beschäftigung. Wir, die herrschende Nomenklatur, müssen dem Bürger sagen, wie viele Menschen als arbeitslos gezählt werden, dann tun wir so als gäbe es Vollbeschäftigung, und  das Volk glaubt uns, weil es die Lage am Arbeitsmarkt nicht überblickt. Durch das halbstündliche Eintrichtern der immer gleichen „Informationen“ wird das Gefühl erzeugt, gut informiert zu sein. Bestimmte Sachverhalte und Zusammenhänge der Arbeitslosigkeit und des Arbeitsmarkt werden so „Nebulös“ oder gar „unsichtbar“, andere „Rekordbeschäftigung“ hervorgehoben und akzentuiert. Es entstehen bei den Bürgern Informationslücken. (Lückenpresse) Durch ständiges Wiederholen von erwünschten Inhalten der herrschenden Nomenklatur glaubt  der Bürger schließlich an deren Wahrheitsgehalt –  nach dem Motto steter Tropfen höhlt das Hirn. So kann es schon einmal passieren dass in den Talk Shows die Mär von der historisch niedrigsten Zahl der Arbeitslosen in Deutschland den Zuhörer unwidersprochen von den „Qualitätsmedien“  die ja den Begriff „Lügenpresse“ weit von sich weisen und ihre Seriosität betonen suggeriert wird. Ein Blick in die Geschichte zeigt Entwicklung der Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik in den Jahren 1950 bis 1990 Das die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland tatsächlich in den 1960er Jahren bei einer Zahl von rund 200.000 Personen historisch niedrig war. Womit wohl die „Qualitätsmedien“ und diverse Talk-Show Moderator*innen zumindest der sprachlichen Fehldeutung überführt sind.  Hingegen alleine die offizielle Zahl der Arbeitslosen historisch immer noch sehr hoch ist, die Zahl der Unterbeschäftigung befindet sich nach wie vor auf historisch hohen Niveau.
   
 Während dessen durch Jobzersplitterung immer mehr Beschäftigung im Teilzeitbereich entsteht. Die Löhne der im Niedriglohnsektor beschäftigten so gering sind das sie zusätzliche Grundsicherungsleistungen erhalten die Gewinne hoch und die Arbeitsbelastung extrem belastend ist und viele Menschen krank werden (Burnout). Die Schere zwischen Arm und Reich soweit offen ist wie niemals zuvor. Fast jeder dritte der rund 4,4 Millionen Menschen die Hartz IV ALG II Grundsicherungsleistung erhalten, können sich Dinge des täglichen Lebens nicht leisten. In Deutschland erhielten am Jahresende 2016 in der Summe aller Grundsicherungsleistungen ohne Asylleistungen 20,6 % der Bevölkerung Leistungen zur Grundsicherung sie sind von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht. Armut in Deutschland hat sich trotz oder vielleicht auch wegen der „Rekordbeschäftigung“ bei 15,4 % verfestigt. 19 Prozent oder 2,47 Millionen aller Kinder in Deutschland lebten Ende 2016 in Familien mit so wenig Geld, dass sie als arm oder armutsgefährdet gelten. Fast 1,8 Millionen Menschen in Deutschland müssen sich regelmäßig Lebensmittel bei den Tafeln abholen. Weniger für die Ärmsten Essen bei den Tafeln reicht schon lange nicht für alle. Das ist die Realität hinter der Erfolgsmeldung vom Arbeitsmarkt.
 Auch im Juni 2017 benötigte weiterhin mehr als jeder zehnte Haushalt 10,1 Prozent in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende. Im Juni 2017 waren beachtliche  6.822.362 Personen  Leistungsempfänger von Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII das entspricht einer Hilfequote von 8,1 %  erwerbsfähige Leistungsberechtigte.  Im Juni 2017 lebten in 3.304000 Bedarfsgemeinschaften 6.138.000 Regelleistungsberechtigte. Knapp drei Viertel von ihnen waren erwerbsfähig (4.424.000) und 1.714.000 zählten als nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte.  Die Zahl der Unterbeschäftigten, wird für Juni 2017 auf 3.495.569  Personen 7,7 % beziffert. Hingegen die Zahl der Arbeitslosen ist im Sinne des § 16 SGB III  im Juni 2017 laut Statistik des BA Pressedienst auf ein „Rekordtief“ von 2.472.642 arbeitslosen Personen abgesenkt wurde. Allerdings gibt es auch 922.937 Personen (vorläufig und hochgerechnet) in der Teilnehme an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik.
  Der Bestand gemeldeter Arbeitsstelle wird im BA Bericht auf  730.802  beziffert  BA-X 235
 
  Leistungsempfänger SGB II ohne Bezieher von Asylleistungen
 
  Im Juni 2017 erhalten 6.822.362
  Im Mai 2017 erhalten 6.824.875
  Im April 2017 erhalten 6.873.442
  Im März 2017 erhalten 6.907.966
  Im Februar erhalten   6.926.753         
  Im Januar 2017 erhalten 6.877.926
  im Dezember  2016waren es 6.714.797
  im November 2016 waren es 6.617.051
   
  Leistungsempfänger *2) Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII das entspricht für April einer Hilfequote von 8,1 %  erwerbsfähige Leistungsberechtigte.
   
  (Quelle aller Zahlen BA Bericht Juni  2017auf den Seiten
  3.4 Bedarfsgemeinschaften und Regelleistungsberechtigte Seite 26
  3.7 Hilfequoten Seite 27
  1.1 Eckwerte des Arbeitsmarktes Seite 56
   
  https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201706/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-201706-pdf.pdf

Die Zahl der Unterbeschäftigung sinkt auf 3.495.569 Personen ab Die Zahl der Arbeitslosigkeit registriert nach § 16 SGB III sinkt auf 2.472.642 Personen ab. Somit ergibt sich eine Differenz von 1.022.927 aus der Statistik Zahl der Arbeitslosigkeit verschwundener Personen   
   
  Faktencheck:
   
  Rekordbeschäftigung?
     
  Als erwerbstätig gilt, wer mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet.
   
  Hilfequote BA Monatsbericht Juni 2017 Seite 27
     
  3.7 Hilfequoten`*32
 
 
Im Juni 2017 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen (10,1 Prozent). 9,4 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig – und 8,1 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Damit waren im Vergleich zum Vorjahresmonat anteilig genauso viele Haushalte und etwas mehr Personen (+0,2 Prozentpunkte) auf SGB II-Leistungen angewiesen
 
  ---------------------------
     
   Die Hilfequote der Haushalte verharrt somit trotz offiziellen Rekordtiefs der Arbeitslosigkeit weiterhin auf exorbitant hohem Niveau seit langer Zeit fortlaufend über 10 %
     
       
  32 * Vgl. zur Ermittlung der Hilfequoten:
  http://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Grundlagen/Berechnung-der-Hilfequoten/Berechnung-der-Hilfequoten-Nav.html.
       
   * § 235 Sozialgesetzbuch Sechstes Buch
       
    Ist es Ihnen aufgefallen trotz immer neuer „Rekordzahlen“ –   gibt es seit langer Zeit kaum Veränderung im Bereich der Hilfequoten. Warum wird das in der Lückenpresse nicht stärker thematisiert? Also es bleibt entgegen aller Jubelmeldungen bei den Hilfequoten alles so wie in den letzten Monaten/Jahren und auch im Vergleich zum Vorjahr ist keine signifikante Veränderung zu erkennen.
   
  In dieser Definition ist das die Wahrheit allerdings nur wenn diese Definition so mit berichtet wird. Natürlich wird durch die Wahrhaftigkeit des Berichts das gewünschte positive emotionale Gefühl nicht an die Hörer und Leser transportiert, Denn wer nur mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet ist im Allgemeinbefinden eben nicht in ausreichender Beschäftigung. Nur die lückenhafte Berichterstattung -  es gibt Rekordbeschäftigung -  transportiert das gewünschte Wohlbefinden an den Leser und Hörer.
 
Wirklichkeit und Wahrheit sind längst eine Frage von Gestaltung und Machbarkeit geworden. Wirklichkeit und Wahrheit quillt nicht mehr aus Erfahrung und Wahrhaftigkeit, sondern wird zur Projektion, letztlich sogar zur Suggestion.

Damit sind die Medien-mächtigen längst bei:
Wir gestalten die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit.
Wir erschaffen die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit nach unserer Doktrin

So gesehen ist die Zensur das kleinere Übel.
PR-tauglich formuliert sind wir bei: Wahrheit ist machbar, Herr Nachbar!

Was ist Wahrheit? (Pontius Pilatus)
   
  Erstellt von Sybilla am 30.06.17 ---  10 Uhr 15
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Sybilla


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« Antworten #649 am: 01. August 2017, 11:14:36 »

Arbeitsmarkt Deutschland Juli 2017: 

Es war einmal, ein Land mitten in Europa in dem lebten viele Menschen in einer von vielen Medien erzeugte wohlfühl Blase der herrschenden Nomenklatur sie waren davon überzeugt das es Ihnen gut geht und sie waren der Meinung die anderen müssten Eigenverantwortlich für sich sorgen, wenn jeder an sich selbst denkt ist auch an alle gedacht. Die herrschende Nomenklatur ließ sich von den „Qualitätsmedien“ für ihre „Erfolge“ feiern. So vermeldeten die „Qualitätsmedien“ die anhaltend gute Konjunktur und die hohe Beschäftigung und die Rekordzahl der offenen Stellen. Wahlkampf vor einer Bundestagswahl (die älteren unter uns werden sich noch an den letzten tatsächliche Wahlkampf zweier Gestaltungsmöglichkeiten im Wahljahr 2002 Stoiber/Schröder erinnern) ist nicht mehr notwendig seit der Reform Agenda 2010 sind ja eh alle einer Meinung und wer  nicht dieser „Einheitsmeinung“ ist, ist extrem entweder links oder rechts. Die Demokratie in Deutschland ist schweigend verstorben.
Die Bundestagswahl ist nicht mehr als das falten eines Wahlzettels der für die herrschende Nomenklatur ohne Bedeutung bleibt ihr Wahlsieg ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Die Medien vermelden die anhaltend gute Konjunktur spült viel Geld in den Säckel des Staates in die Sozialkassen - auch in die Krankenversicherung. Wie erkenne ich die wahrhaftigen Informationen zur sozialen Lage in Deutschland?  Die  herrschenden Nomenklatur hat durch ihre Medien Dominanz eine imaginäre sozialpolitische Blase geschaffen (anhaltend gute Konjunktur hohe Beschäftigung früher hieß das Planübererfüllung) aber jede Blase platzt irgendwann auch Claqueure der herrschenden Nomenklatur haben einmal eine Frage die sie beschäftigt. Die Antwort auf eine Frage die jeden Claqueur der herrschenden Nomenklatur irgendwann beschäftigt findet er dann nicht in der imaginären sozialpolitischen Blase der Gleichklingenden Medien. Ich hoffe das ist dann der Zeitpunkt an dem jeder Claqueur der herrschenden Nomenklatur die Wahrheit in der Wirklichkeit der Realität erkennen kann. Die Hoffnung die ich habe ist der Humanismus und die Vernunft im Menschen.

Es gibt Gewinner der neoliberalen Politik des Niedriglohnsektors aber viel mehr Verlierer die nicht an der „anhaltend guten Konjunktur“ teilhaben. So sind die Löhne trotz gefühlter Rekordbeschäftigung erst wieder auf dem Niveau der Jahrtausendwende die Lohnzuwächse sind sehr gering. Was bei einer Rekordbeschäftigung sehr unlogisch erscheint. Ebenso steigt die Produktivität kaum an. Ein geteilter Arbeitsplatz bringt zwar zwei Personen in Beschäftigung aber der Lohn pro Person ist eben nur jeweils die Hälfte die Produktivität bleibt bestenfalls gleich.

Faktencheck Krankenversicherung.

612 Millionen Euro Plus - trotzdem sinken die Leistungen der Krankenkassen

Quelle: Focus online Sonntag, 25.06.2017, 10:29

Und die Zusatzbeträge der Versicherten in der Krankenversicherung?

Die Bundesregierung hat für 2017 eine Sonderzahlung von 1,5 Milliarden Euro für den Gesundheitsfonds beschlossen, um höhere Zusatzbeiträge der Krankenkassen im Wahljahr zu vermeiden.

Quelle: http://www.zusatzbeitrag-2017.de

Gesundheitskosten steigen immer mehr Höhere Zusatzbeiträge: Ist auch Ihre Krankenkasse dabei?  - Denn die Bundesregierung hat eine Sonderzahlung von 1,5 Milliarden Euro aus dem Gesundheitsfonds beschlossen, um im Wahljahr 2017 nicht zu viele Wähler zu verärgern.

Quelle: focus-online Freitag, 30.12.2016, 18:03

Ähm, wie war das?  Die anhaltend gute Konjunktur und die hohe Beschäftigung spült viel Geld in die Sozialkassen?

 Faktencheck Rentenversicherung.

Rentenkasse mit 2,2 Milliarden Euro Minus

Quelle:  www.handelsblatt.com 26.06.2017 11:14 Uhr

Wie jetzt? Die anhaltend gute Konjunktur und die hohe Beschäftigung spült viel Geld in die Sozialkassen?

Faktencheck Arbeitsmarkt
   
Abermals jubeln alle über die nach offiziellen Angaben des Pressediensts der BA historisch niedrigste Zahl der Arbeitslosen in D in einen Juli seit ….Jahren und über die anhaltend gute Konjunktur und die hohe Beschäftigung. Wir, die herrschende Nomenklatur, müssen dem Bürger sagen, wie viele Menschen als arbeitslos gezählt werden, dann tun wir so als gäbe es Vollbeschäftigung, und  das Volk glaubt uns, weil es die Lage am Arbeitsmarkt nicht überblickt. Durch das halbstündliche Eintrichtern der immer gleichen „Informationen“ wird das Gefühl erzeugt, gut informiert zu sein. Bestimmte Sachverhalte und Zusammenhänge der Arbeitslosigkeit und des Arbeitsmarkt werden so „Nebulös“ oder gar „unsichtbar“, andere „Rekordbeschäftigung“ hervorgehoben und akzentuiert. Es entstehen bei den Bürgern Informationslücken. (Lückenpresse) Durch ständiges Wiederholen von erwünschten Inhalten der herrschenden Nomenklatur glaubt  der Bürger schließlich an deren Wahrheitsgehalt –  nach dem Motto steter Tropfen höhlt das Hirn. So kann es schon einmal passieren dass in den Talk Shows die Mär von der historisch niedrigsten Zahl der Arbeitslosen in Deutschland den Zuhörer unwidersprochen von den „Qualitätsmedien“  die ja den Begriff „Lügenpresse“ weit von sich weisen und ihre Seriosität betonen suggeriert wird. Ein Blick in die Geschichte zeigt Entwicklung der Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik in den Jahren 1950 bis 1990 Das die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland tatsächlich in den 1960er Jahren bei einer Zahl von rund 200.000 Personen historisch niedrig war. Womit wohl die „Qualitätsmedien“ und diverse Talk-Show Moderator*innen zumindest der sprachlichen Fehldeutung überführt sind.  Hingegen alleine die offizielle Zahl der Arbeitslosen historisch immer noch sehr hoch ist, die Zahl der Unterbeschäftigung befindet sich nach wie vor auf historisch hohen Niveau.
   
 Während dessen durch Jobzersplitterung immer mehr Beschäftigung im Teilzeitbereich entsteht. Die Löhne der im Niedriglohnsektor beschäftigten so gering sind das sie zusätzliche Grundsicherungsleistungen erhalten die Gewinne hoch und die Arbeitsbelastung extrem belastend ist und viele Menschen krank werden (Burnout). Die Schere zwischen Arm und Reich soweit offen ist wie niemals zuvor. Fast jeder dritte der rund 4,4 Millionen Menschen die Hartz IV ALG II Grundsicherungsleistung erhalten, können sich Dinge des täglichen Lebens nicht leisten. In Deutschland erhielten am Jahresende 2016 in der Summe aller Grundsicherungsleistungen ohne Asylleistungen 20,6 % der Bevölkerung Leistungen zur Grundsicherung sie sind von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht. Armut in Deutschland hat sich trotz oder vielleicht auch wegen der „Rekordbeschäftigung“ bei 15,4 % verfestigt. 19 Prozent oder 2,47 Millionen aller Kinder in Deutschland lebten Ende 2016 in Familien mit so wenig Geld, dass sie als arm oder armutsgefährdet gelten. Fast 1,8 Millionen Menschen in Deutschland müssen sich regelmäßig Lebensmittel bei den Tafeln abholen. Weniger für die Ärmsten Essen bei den Tafeln reicht schon lange nicht für alle. Das ist die Realität hinter der Erfolgsmeldung vom Arbeitsmarkt.
   
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Im Juli 2017 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für
Arbeitsuchende bezogen (10,1 Prozent). 9,4 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig – und 8,1 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter.

Auch im Juli 2017 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen (10,1 Prozent). 9,4 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig – und 8,1 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Im Juli 2017 waren beachtliche 6.854.319 Personen  Leistungsempfänger von Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII das entspricht nach wie vor einer Hilfequote von 8,1 %  erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Im Juli 2017 lebten in 3.289.000 Bedarfsgemeinschaften 6.126.000 Regelleistungsberechtigte. Knapp drei Viertel von ihnen waren erwerbsfähig (4.409.000) und 1.717.000 zählten als nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte Die Zahl der Unterbeschäftigten, wird für Juli 2017 auf 3.507.515  Personen 7,7 % beziffert. Hingegen die Zahl der Arbeitslosen ist im Sinne des § 16 SGB III  im Juli 2017 laut Statistik des BA Pressedienst auf ein „Juli Rekordtief “ von 2.527.645 arbeitslosen Personen beziffert wird.. Allerdings gibt es auch 871.896 Personen (vorläufig und hochgerechnet) in der Teilnehme an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik.
Der Bestand gemeldeter Arbeitsstelle wird im BA Bericht auf  750.346 beziffert  BA-X 238

In der Stellenbörse der BA habe ich vor kurzem ein Stellenangebot gelesen in dem eine Zeit und Leiharbeitsfirma im üblichen Muster 150 offene Stellen im IT Support männlich/weiblich in Großstädten angeboten hat. Bis jetzt waren die  Stellenangebote von Zeit und Leiharbeitsfirma Bürokauffrau/Bürokaufmann oder Lagerarbeiter auf 20 oder 30 beschränkt. Wenn ich diese imaginären Stellenangebote lese die sich natürlich in den verschieden Jobbörsen und bei unterschiedlichen Zeit und Leiharbeitsfirma multiplizieren, denke ich immer an die Romane, in denen alles alltäglich beginnt, dann aber immer fantastischer und unwahrscheinlicher wird, bis sich gegen Ende des Buches utopisches mit der Wirklichkeit vermischt. Ich warte schon auf die erste Stellenanzeige in der Jobbörse in der eine einzige Zeit und Leiharbeitsfirma 1000 offene Stellen beziffert. Diese Stellen gibt es aber ob diese durch die Zeit und Leiharbeitsfirma zu besetzen sind ist zumindest fraglich.
 
 
 
  Leistungsempfänger SGB II ohne Bezieher von Asylleistungen
 
  Im Juli 2017 erhalten 6.854.319
  Im Juni 2017 erhalten 6.822.362 
  Im Mai 2017 erhalten 6.824.875
  Im April 2017 erhalten 6.873.442
  Im März 2017 erhalten 6.907.966
  Im Februar erhalten   6.926.753         
  Im Januar 2017 erhalten 6.877.926
  im Dezember  2016waren es 6.714.797
  im November 2016 waren es 6.617.051
   
  Leistungsempfänger *2) Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII das entspricht für Juli 201 einer Hilfequote von 8,1 %  erwerbsfähige Leistungsberechtigte.
   
  (Quelle aller Zahlen BA Bericht Juli  2017auf den Seiten
3.4 Bedarfsgemeinschaften und Regelleistungsberechtigte Seite 26
3.7 Hilfequoten Seite 27
       
  32 * Vgl. zur Ermittlung der Hilfequoten:
  http://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Grundlagen/Berechnung-der-Hilfequoten/Berechnung-der-Hilfequoten-Nav.html.
       
   * § 235 Sozialgesetzbuch Sechstes Buch
  1.1 Eckwerte des Arbeitsmarktes Seite 58
   
  https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201707/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-201707-pdf.pdf
   
  Faktencheck:
   
  Rekordbeschäftigung?
     
  Als erwerbstätig gilt, wer mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet.
   
Ist es Ihnen aufgefallen trotz immer neuer „Rekordzahlen“ –   gibt es seit langer Zeit kaum Veränderung im Bereich der Hilfequoten. Warum wird das in der Lückenpresse nicht stärker thematisiert? Also es bleibt entgegen aller Jubelmeldungen bei den Hilfequoten alles so wie in den letzten Monaten/Jahren und auch im Vergleich zum Vorjahr ist keine signifikante Veränderung zu erkennen.
   
 In dieser Definition ist das die Wahrheit allerdings nur wenn diese Definition so mit berichtet wird. Natürlich wird durch die Wahrhaftigkeit des Berichts das gewünschte positive emotionale Gefühl nicht an die Hörer und Leser transportiert, Denn wer nur mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet ist im Allgemeinbefinden eben nicht in ausreichender Beschäftigung. Nur die lückenhafte Berichterstattung -  es gibt Rekordbeschäftigung -  transportiert das gewünschte Wohlbefinden an den Leser und Hörer.
 
Wirklichkeit und Wahrheit sind längst eine Frage von Gestaltung und Machbarkeit geworden. Wirklichkeit und Wahrheit quillt nicht mehr aus Erfahrung und Wahrhaftigkeit, sondern wird zur Projektion, letztlich sogar zur Suggestion.

Damit sind die Medien-mächtigen längst bei:
Wir gestalten die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit.
Wir erschaffen die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit nach unserer Doktrin

So gesehen ist die Zensur das kleinere Übel.
PR-tauglich formuliert sind wir bei: Wahrheit ist machbar, Herr Nachbar!

Was ist Wahrheit? (Pontius Pilatus)
   
  Erstellt von Sybilla am 01.08.17 ---  11 Uhr 00
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Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.
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