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Autor Thema: Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität  (Gelesen 173016 mal)
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CubanNecktie


Beiträge: 1679



« Antworten #650 am: 01. August 2017, 20:08:35 »

Danke für dein Bericht @Sybilla - der RBB feiert grad die Region um Luckau - und meint, dass da fast Vollbeschäftigung herrschen wird. Also auf nach Luckau - dort werden Fachkräfte händeringend gesucht. Hier ein Linbk zu den FakeNews des RBB.

https://www.rbb-online.de/wirtschaft/beitrag/2017/08/arbeitslosigkeit-berlin-brandenburg.html
« Letzte Änderung: 01. August 2017, 20:13:39 von CubanNecktie » Gespeichert

Vorstellungsgespräch bei einer Leihbude?
ZAF Fragebogen
Passwort: chefduzen.de

... und nun die durchgeschröderte Masse noch stärker unterdücken und nochmals ordentlich durchmerkeln, bis es ordentlich braun wird.
Onkel Tom


Beiträge: 3449



« Antworten #651 am: 02. August 2017, 13:37:14 »

Es ist ja wieder Wahlkrampf und wie es schon immer war, müssen die
Arbeitslosenstatistik cammuflashmäßig aufpoliert und beschminkt werden.

 Roll Eyes Roll Eyes Roll Eyes

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Tiefrot
Rote Socke


Beiträge: 3315



« Antworten #652 am: 02. August 2017, 14:23:38 »

Danke @Sybilla, damit kann die Aussage "meiner" Pap-Nase nicht stimmen,
das ich an meiner Arbeitslosigkeit selbst Schuld (sic !) bin.  Grin

Achja, als Kontrast dazu:
Zitat
(Sinngemäß:) Die Sozialausgaben steigen beständig....

Quelle: Frühpropaganda beim RBB Inforadio.

Woher kommt das bloß ?  rolleyes
« Letzte Änderung: 02. August 2017, 14:26:16 von Tiefrot » Gespeichert

Denke dran: Arbeiten gehen ist ein Deal !
Seht in den Lohnspiegel, und geht nicht drunter !

Wie bekommt man Milllionen von Deutschen zum Protest auf die Straße ?
Verbietet die BILD und schaltet Facebook ab !
dagobert


Beiträge: 4444


« Antworten #653 am: 03. August 2017, 11:41:20 »

Zitat
(Sinngemäß:) Die Sozialausgaben steigen beständig....

Quelle: Frühpropaganda beim RBB Inforadio.

Woher kommt das bloß ?  rolleyes
Gehören Abgeordnetendäten und -pensionen auch zu den Sozialleistungen?
Dann wüsste ich die Antwort.  Evil
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Tiefrot
Rote Socke


Beiträge: 3315



« Antworten #654 am: 03. August 2017, 20:59:28 »

 Grin Grin Grin

Meines Wissens tun sie es nicht,
aber andererseits wäre damit der Verbleib des ganzen Buntpapiers geklärt....
« Letzte Änderung: 03. August 2017, 21:02:37 von Tiefrot » Gespeichert

Denke dran: Arbeiten gehen ist ein Deal !
Seht in den Lohnspiegel, und geht nicht drunter !

Wie bekommt man Milllionen von Deutschen zum Protest auf die Straße ?
Verbietet die BILD und schaltet Facebook ab !
Sybilla


Beiträge: 458


« Antworten #655 am: 31. August 2017, 09:54:38 »

In wenigen Tagen ist die Bundestagswahl 2017 in den letzten Tagen habe ich viele positive Erfolgsmeldungen gehört und gelesen, nun möchte ich als Wählerin einen Faktencheck erstellen. Der postfaktische Fakenews von der Realität der Wahrheit unterscheidet.

Die politische wirtschaftliche und soziale Lage in Deutschland vor der Bundestagswahl 2017

Rekordüberschuss in der Staatskasse?  Postfaktische Fakenews oder die Realität der Wahrheit?


Richtig ist, dass die  Staatskasse gut gefüllt ist, allerdings ist die Ursache weniger ein kräftiges Wirtschaftswachstum im letzten Quartal waren das immerhin „sehr kräftige“ 0,6 Prozent sondern die 0 Zins Politik der EZB dadurch wird den Fiskus der Zinsdienst seiner Schulden erspart.
Aber zu Zeiten des Wahlkampfs ist das eben der Erfolg von Frau Merkel und nicht die Zinspolitik der EZB von Mario Draghi. Im übrigen bin ich der Meinung das ein Wirtschaftswachstum von 0,6 % im letzten Quartal bei einer 0 Zins Politik der EZB als äußerst mager zu bezeichnen ist. Aufgrund dessen bleibt die EZB weiterhin bei der 0 Zins Politik das magere Wirtschaftswachstum lässt keine Anhebung der Zinsen zu. Die gute Nachricht ist, dass der deutsche Fiskus den Zinsdienst seiner Schulden weiterhin nicht oder nur marginal leisten muss.

Deutschlands Konsumenten sind in Kauflaune -  Postfaktische Fakenews oder die Realität der Wahrheit?

Richtig ist, dass mancher Konsument in Kauflaune ist, allerdings nimmt die Lohn-Ungleichheit in Deutschland weiter zu. Das Armutsrisiko liegt im Jahr 2016 mit 15,0 Prozent Früheres Bundesgebiet (ohne Berlin) und 18,4 Prozent Neue Bundesländer (einschließlich Berlin) 
Quelle (Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 298 vom 29.08.2017 ) auf dem höchsten Niveau seit der Wiedervereinigung. Allerdings gehören diese Fakten nicht zu den News die im 15 Minuten Takt in den „Qualitäts“ Medien gebetsmühlenartig wiederholt werden.
Die Kinderarmut in Deutschland ist laut einer Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) von 19,7 auf 20,3 Prozent angestiegen.

Zitat
DRK-Tafeln haben ein massives Nachschubproblem
DRK-Tafeln haben ein massives Nachschubproblem

Die Friedberger Tafel kämpft gegen den Mangel mitten im Überfluss
Soziales in Friedberg:
             Die Friedberger Tafel kampft gegen den Mangel mitten im Uberfluss - Nachrichten Friedberg - Augsburger Allgemeine


….Vier waren es am Tag der ersten Ausgabe im Juni 2004. Rund 5.000 Personen sind es heute, die einen Berechtigungsausweis für die Tafel Unna besitzen.….
Tafel Unna - Mit vier Abholern fing es an - Unna - lokalkompass.de


 Ohne eine Stabilisierung des Rentenniveaus oder einen beachtlichen Anstieg der Löhne im Niedriglohnsektor droht Altersarmut bis in die Mittelschicht

43 Jahre Arbeit - 907 Euro Rente - Altersarmut: Münchnerin (75) rechnet mit der Kanzlerin ab
An einem Tisch mit Angela Merkel: Munchnerin (75) rechnet ab | Stadt

Arm im Alter - Warum das Rentenniveau nicht fallen darf
Arm im Alter: Warum das Rentenniveau nicht fallen darf

Soll die gesetzliche Rente über der Armutsgefährdungsschwelle  liegen ( letzte Erhebung 2015 bei 942 Euro), müssen laut WSI- Studie bei 45 Beitragsjahren in Vollzeit  im Durchschnitt 14,40 Euro verdient werden. Beim Rentenniveau des Jahres 2045 wären es 16,47 Euro.

Abkehr von der Lebensstandardsicherung - Absenkung des Rentenniveaus: Neue WSI-Berechnungen illustrieren Konsequenzen.
https://idw-online.de/de/news679860

Schulz: Merkels Rentenpolitik ist Programm für Altersarmut –
Quelle: http://www.rundschau-online.de/28215950 ©2017

Ich höre von Frau Merkel in diesen Tagen : Deutschland geht es gut?
Ja? Gehören die armen Menschen nicht zu Deutschland? Denn ihnen geht es nicht gut und es sind viele und es werden immer mehr.



Deutschland im August 2017: 

Es war einmal, ein Land mitten in Europa in dem lebten viele Menschen in einer von vielen Medien erzeugte wohlfühl Blase der herrschenden Nomenklatur sie waren davon überzeugt das es Ihnen gut geht und sie waren der Meinung die anderen müssten Eigenverantwortlich für sich sorgen, wenn jeder an sich selbst denkt ist auch an alle gedacht. Die herrschende Nomenklatur ließ sich von den „Qualitätsmedien“ für ihre „Erfolge“ feiern. So vermeldeten die „Qualitätsmedien“ die anhaltend gute Konjunktur und die hohe Beschäftigung und die Rekordzahl der offenen Stellen und vor allem dem Fachkräftemangel (Wie lange dauert es noch bis der letzte begreift das Leih und Zeitarbeitsfirmen keine  Fachkräfte ausbilden) . Wahlkampf vor einer Bundestagswahl (die älteren unter uns werden sich noch an den letzten tatsächliche Wahlkampf zweier Gestaltungsmöglichkeiten im Wahljahr 2002 Stoiber/Schröder erinnern) ist nicht mehr notwendig seit der Reform Agenda 2010 sind ja eh alle einer Meinung und wer  nicht dieser „Einheitsmeinung“ ist, ist extrem entweder links oder rechts. Die Demokratie in Deutschland ist schweigend verstorben. Die Bundestagswahl ist nicht mehr als das falten eines Wahlzettels der für die herrschende Nomenklatur ohne Bedeutung bleibt. Ihr Wahlsieg ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Ob die SPD nun am Wahlsonntag knapp 20 % oder gut 25 % erreicht oder die Union 35 % oder 40 % hat für die Fortsetzung der „Großen Koalition“ nur eine marginale Bedeutung. Die Wirtschaft-Mächtigen freut es, ihnen bleiben die Freiräume zur Gewinnmaximierung erhalten. Und die Armen bleiben eben Arm solange Armut nicht die Mehrheit des Volkes betrifft stimmen bei der Bundestagswahl (Achtung nicht wörtlich verstehen) ein Hase und drei Füchse über das Abendessen ab. Der Hase hat einfach Pech gehabt, die Füchse sind in der Mehrheit.

Die Medien vermelden die anhaltend gute Konjunktur spült viel Geld in den Säckel des Staates in die Sozialkassen - auch in die Krankenversicherung. Wie erkenne ich die wahrhaftigen Informationen zur sozialen Lage in Deutschland?  Die  herrschenden Nomenklatur hat durch ihre Medien Dominanz eine imaginäre sozialpolitische Blase geschaffen (anhaltend gute Konjunktur hohe Beschäftigung früher hieß das Planübererfüllung) aber jede Blase platzt irgendwann auch Claqueure der herrschenden Nomenklatur haben einmal eine Frage die sie beschäftigt. Die Antwort auf eine Frage die jeden Claqueur der herrschenden Nomenklatur irgendwann beschäftigt findet er dann nicht in der imaginären sozialpolitischen Blase der Gleichklingenden Medien. Ich hoffe das ist dann der Zeitpunkt an dem jeder Claqueur der herrschenden Nomenklatur die Wahrheit in der Wirklichkeit der Realität erkennen kann. Die Hoffnung die ich habe ist der Humanismus und die Vernunft im Menschen.

Es gibt Gewinner der neoliberalen Politik des Niedriglohnsektors aber viel mehr Verlierer die nicht an der „anhaltend guten Konjunktur“ teilhaben. So sind die Löhne trotz gefühlter Rekordbeschäftigung erst wieder auf dem Niveau der Jahrtausendwende die Lohnzuwächse sind sehr gering. Was bei einer Rekordbeschäftigung sehr unlogisch erscheint. Ebenso steigt die Produktivität kaum an. Ein geteilter Arbeitsplatz bringt zwar zwei Personen in Beschäftigung aber der Lohn pro Person ist eben nur jeweils die Hälfte die Produktivität bleibt bestenfalls gleich.

Faktencheck Krankenversicherung.

612 Millionen Euro Plus - trotzdem sinken die Leistungen der Krankenkassen

Quelle: Focus online Sonntag, 25.06.2017, 10:29

Und die Zusatzbeträge der Versicherten in der Krankenversicherung?

Die Bundesregierung hat für 2017 eine Sonderzahlung von 1,5 Milliarden Euro für den Gesundheitsfonds beschlossen, um höhere Zusatzbeiträge der Krankenkassen im Wahljahr zu vermeiden.

Quelle: http://www.zusatzbeitrag-2017.de

Gesundheitskosten steigen immer mehr Höhere Zusatzbeiträge: Ist auch Ihre Krankenkasse dabei?  - Denn die Bundesregierung hat eine Sonderzahlung von 1,5 Milliarden Euro aus dem Gesundheitsfonds beschlossen, um im Wahljahr 2017 nicht zu viele Wähler zu verärgern.

Quelle: focus-online Freitag, 30.12.2016, 18:03

Ähm, wie war das?  Die anhaltend gute Konjunktur und die hohe Beschäftigung spült viel Geld in die Sozialkassen?

 Faktencheck Rentenversicherung.

Rentenkasse mit 2,2 Milliarden Euro Minus

Quelle:  www.handelsblatt.com 26.06.2017 11:14 Uhr

Wie jetzt? Die anhaltend gute Konjunktur und die hohe Beschäftigung spült viel Geld in die Sozialkassen?

Wirklichkeit und Wahrheit sind längst eine Frage von Gestaltung und Machbarkeit geworden. Wirklichkeit und Wahrheit quillt nicht mehr aus Erfahrung und Wahrhaftigkeit, sondern wird zur Projektion, letztlich sogar zur Suggestion.

Damit sind die Medien-mächtigen längst bei:
Wir gestalten die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit.
Wir erschaffen die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit nach unserer Doktrin

Neudeutsch heißt das die gleich klingenden Medien verbreiten Fakenews und das ist gegenüber der Bürger in Armut ein wie ich denke unverantwortliches Verhalten.
« Letzte Änderung: 31. August 2017, 10:01:57 von Sybilla » Gespeichert

Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.
Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12816



WWW
« Antworten #656 am: 31. August 2017, 10:49:09 »

Unsere "Qualitätmedien" sind sich selber nicht einig darüber, was denn nun stimmt.

Zwei Screenshots vom heutigen Tag. Einmal Deutschlandfunk und einmal Tagesschau:





« Letzte Änderung: 31. August 2017, 11:02:18 von Rudolf Rocker » Gespeichert

Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
Sybilla


Beiträge: 458


« Antworten #657 am: 31. August 2017, 10:52:13 »

Faktencheck Arbeitsmarkt im August 2017
 
Abermals jubeln alle über die nach offiziellen Angaben des Pressediensts der BA historisch niedrigste Zahl der Arbeitslosen in D in einen …. seit ….Jahren und über die anhaltend gute Konjunktur und die hohe Beschäftigung. Wir, die herrschende Nomenklatur, müssen dem Bürger sagen, wie viele Menschen als arbeitslos gezählt werden, dann tun wir so als gäbe es Vollbeschäftigung, und  das Volk glaubt uns, weil es die Lage am Arbeitsmarkt nicht überblickt. Durch das halbstündliche Eintrichtern der immer gleichen „Informationen“ wird das Gefühl erzeugt, gut informiert zu sein. Bestimmte Sachverhalte und Zusammenhänge der Arbeitslosigkeit und des Arbeitsmarkt werden so „Nebulös“ oder gar „unsichtbar“, andere „Rekordbeschäftigung“ hervorgehoben und akzentuiert. Es entstehen bei den Bürgern Informationslücken. (Lückenpresse) Durch ständiges Wiederholen von erwünschten Inhalten der herrschenden Nomenklatur glaubt  der Bürger schließlich an deren Wahrheitsgehalt –  nach dem Motto steter Tropfen höhlt das Hirn. So kann es schon einmal passieren dass in den Talk Shows die Mär von der historisch niedrigsten Zahl der Arbeitslosen in Deutschland den Zuhörer unwidersprochen von den „Qualitätsmedien“  die ja den Begriff „Lügenpresse“ weit von sich weisen und ihre Seriosität betonen suggeriert wird. Ein Blick in die Geschichte zeigt Entwicklung der Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik in den Jahren 1950 bis 1990 Das die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland tatsächlich in den 1960er Jahren bei einer Zahl von rund 200.000 Personen historisch niedrig war. Womit wohl die „Qualitätsmedien“ und diverse Talk-Show Moderator*innen zumindest der sprachlichen Fehldeutung überführt sind.  Hingegen alleine die offizielle Zahl der Arbeitslosen historisch immer noch sehr hoch ist, die Zahl der Unterbeschäftigung befindet sich nach wie vor auf historisch hohen Niveau.
  
Während dessen durch Jobzersplitterung, Jobsharing (Rekordbeschäftigung) immer mehr Beschäftigung im Teilzeitbereich entsteht. Die Löhne der im Niedriglohnsektor beschäftigten so gering sind das sie zusätzliche Grundsicherungsleistungen erhalten die Gewinne hoch und die Arbeitsbelastung extrem belastend ist und viele Menschen krank werden (Burnout). Die Schere zwischen Arm und Reich soweit offen ist wie niemals zuvor. Fast jeder dritte der rund 4,4 Millionen Menschen die Hartz IV ALG II Grundsicherungsleistung erhalten, können sich Dinge des täglichen Lebens nicht leisten. Viele Menschen die im Niedriglohn (Jobsharing) Zeit und Leiharbeit   Beschäftigung gefunden haben werden mit exorbitant hohen Mieten belastet, sie sind trotz Arbeit armutsgefährdet.

Jobwunder durch Hartz IV und Co.?
http://www1.wdr.de/daserste/monitor/videos/video-jobwunder-durch-hartz-iv-und-co-100.html


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Nach vorläufiger Hochrechnung haben im August 2017 5.050.000 erwerbsfähige Menschen Lohnersatzleistungen nach dem SGB III oder Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II erhalten. Das waren 14.000 weniger als im Vormonat (-0,3 Prozent) bzw. 36.000 (+1 Prozent) mehr als vor einem Jahr.

Auch im August 2017 hat konstant bleibend jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen (10,1 Prozent). 9,4 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig – und 8,1 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter.  Im August 2017 waren beachtliche 6.835.569 Personen  Leistungsempfänger von Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII das entspricht nach wie vor einer Hilfequote von 8,1 %  erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Im August 2017 lebten in 3.276.000 Bedarfsgemeinschaften 6.104.000 Regelleistungsberechtigte. Knapp drei Viertel von ihnen waren erwerbsfähig (4.387.000) und 1.716.000 zählten als nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte.  Die Zahl der Unterbeschäftigten, wird für August 2017 auf 3.481.355  Personen 7,7 % beziffert. Hingegen die Zahl der Arbeitslosen ist im Sinne des § 16 SGB III  im August 2017 laut Statistik des BA Pressedienst auf ein „August Rekordtief “ von 2.544.845  arbeitslosen Personen beziffert wird.. Allerdings gibt es auch 804.778  Personen (vorläufig und hochgerechnet) in der Teilnehme an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik. Der Bestand gemeldeter Arbeitsstelle wird im BA Bericht auf  765.280  beziffert  BA-X 239

In der Stellenbörse der BA habe ich vor kurzem ein Stellenangebot gelesen in dem eine Zeit und Leiharbeitsfirma im üblichen Muster 150 offene Stellen im IT Support männlich/weiblich in Großstädten angeboten hat. Bis jetzt waren die  Stellenangebote von Zeit und Leiharbeitsfirma Bürokauffrau/Bürokaufmann oder Lagerarbeiter auf 20 oder 30 beschränkt. Wenn ich diese imaginären Stellenangebote lese die sich natürlich in den verschieden Jobbörsen und bei unterschiedlichen Zeit und Leiharbeitsfirma multiplizieren, denke ich immer an die Romane, in denen alles alltäglich beginnt, dann aber immer fantastischer und unwahrscheinlicher wird, bis sich gegen Ende des Buches utopisches mit der Wirklichkeit vermischt. Ich warte schon auf die erste Stellenanzeige in der Jobbörse in der eine einzige Zeit und Leiharbeitsfirma 1000 offene Stellen beziffert. Diese Stellen gibt es aber ob diese durch die Zeit und Leiharbeitsfirma zu besetzen sind ist zumindest fraglich.
 

  Leistungsempfänger SGB II ohne Bezieher von Asylleistungen
 
 Im August 2017 erhalten6.835.569 
 Im Juli 2017 erhalten 6.854.319
  Im Juni 2017 erhalten 6.822.362  
  Im Mai 2017 erhalten 6.824.875
  Im April 2017 erhalten 6.873.442
  Im März 2017 erhalten 6.907.966
  Im Februar erhalten   6.926.753          
  Im Januar 2017 erhalten 6.877.926
  im Dezember  2016waren es 6.714.797
  im November 2016 waren es 6.617.051
  
  Leistungsempfänger *2) Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII das entspricht für August 2017 einer Hilfequote von 8,1 %  erwerbsfähige Leistungsberechtigte.
  
  (Quelle aller Zahlen BA Bericht Augsut 2017auf den Seiten
3.4 Bedarfsgemeinschaften und Regelleistungsberechtigte Seite 26
3.7 Hilfequoten Seite 27
      
  32 * Vgl. zur Ermittlung der Hilfequoten:
  http://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Grundlagen/Berechnung-der-Hilfequoten/Berechnung-der-Hilfequoten-Nav.html.
      
   * § 235 Sozialgesetzbuch Sechstes Buch
  1.1 Eckwerte des Arbeitsmarktes Seite 58
  
  Quelle:
https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201708/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-201708-pdf.pdf

  Faktencheck:
  
  Rekordbeschäftigung?
    
  Als erwerbstätig gilt, wer mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet.

Wie ist das, mit der wunderbaren Vermehrung der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen?

Auch ganz einfach die Bäckerei bei uns um die Ecke hatte lange Zeit von 6 Uhr 30 bis 18 Uhr geöffnet und Samstag bis 13 Uhr in der Bäckerei waren 3 Verkäuferinnen in Vollzeit (170 Std/Monat) beschäftigt

Nun hat die Bäckerei von Montag bis Samstag von 5 Uhr 30 bis 20 Uhr und sonntags von 8 - 10 Uhr geöffnet jetzt arbeiten dort 8 Verkäuferinnen (Jobsharing)  je 70 Std/Monat es sind also 5 neue sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen entstanden. 5 Verkäuferinnen erhalten zusätzlich ALG II Leistungen oder Wohngeld.

So entstehen neue sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen allerdings kann nun keine der 8 Verkäuferinnen trotz das sie früh aufsteht und arbeitet von ihrer Hände Arbeit sich und ihre Kinder angemessen versorgen. Sie benötigt entweder ein zweites Einkommen oder erhält ergänzende Sozialleistungen. „Qualitätsmedien“ und die herrschende Nomenklatur mögen das als Erfolg feiern ich nicht. Und das ist nur ein Beispiel einer einzigen Bäckerei wie viele Bäckereien gibt es in Deutschland? In wie vielen Bereichen entstehen die sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen durch Jobsharing?
  
Ist es Ihnen aufgefallen trotz immer neuer „Rekordzahlen“ –   gibt es seit langer Zeit kaum Veränderung im Bereich der Hilfequoten. Warum wird das in der Lückenpresse nicht stärker thematisiert? Also es bleibt entgegen aller Jubelmeldungen bei den Hilfequoten alles so wie in den letzten Monaten/Jahren und auch im Vergleich zum Vorjahr ist keine signifikante Veränderung zu erkennen.
  
 In dieser Definition ist das die Wahrheit allerdings nur wenn diese Definition so mit berichtet wird. Natürlich wird durch die Wahrhaftigkeit des Berichts das gewünschte positive emotionale Gefühl nicht an die Hörer und Leser transportiert, Denn wer nur mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet ist im Allgemeinbefinden eben nicht in ausreichender Beschäftigung. Nur die lückenhafte Berichterstattung -  es gibt Rekordbeschäftigung -  transportiert das gewünschte Wohlbefinden an den Leser und Hörer.
  
Wirklichkeit und Wahrheit sind längst eine Frage von Gestaltung und Machbarkeit geworden. Wirklichkeit und Wahrheit quillt nicht mehr aus Erfahrung und Wahrhaftigkeit, sondern wird zur Projektion, letztlich sogar zur Suggestion.

Damit sind die Medien-mächtigen längst bei:
Wir gestalten die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit.
Wir erschaffen die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit nach unserer Doktrin

So gesehen ist die Zensur das kleinere Übel.
PR-tauglich formuliert sind wir bei: Wahrheit ist machbar, Herr Nachbar!

Was ist Wahrheit? (Pontius Pilatus)

Ein wahrhaftiger Wahlkampf der sich am Allgemeinwohl aller Menschen orientiert wäre ein Wahlkampf so wie er im letzten Jahrhundert geführt wurde und 1998 erhielt die SPD am Wahlsonntag tatsächlich die meisten Stimmen.
  
 Erstellt von Sybilla am 31.08.17 ---  11 Uhr 00
Gespeichert

Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.
Sybilla


Beiträge: 458


« Antworten #658 am: 29. September 2017, 11:41:22 »

Arbeitsmarkt Deutschland September 2017:

Im September 2017 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen (10,0 Prozent). 9,3 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig – und 8,1 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Damit waren im Vergleich zum Vorjahresmonat anteilig genauso viele Haushalte und etwas mehr Personen (+0,2 Prozentpunkte) auf SGB II-Leistungen angewiesen

Noch nie seit der Wiedervereinigung lebten mehr Menschen in D in Armut oder waren von Armut bedroht als heute. Die Armutsrisikoquote ist 2015 auf 15,7 Prozent gestiegen - der höchste Stand seit der Wiedervereinigung.
 

Es war einmal, ein Land mitten in Europa in dem lebten viele Menschen in einer von vielen Medien erzeugte wohlfühl Blase der herrschenden Nomenklatur. Viele waren davon überzeugt das es Ihnen gut geht und sie waren der Meinung die anderen müssten Eigenverantwortlich für sich sorgen, wenn jeder an sich selbst denkt ist auch an alle gedacht. Genau in diesem Land fanden eines schönes Tages Wahlen zum Bundestag statt und völlig überraschend haben die politisch Verantwortlichen sehr viele Stimmen der Wähler verloren. Aber schon wenige Tagen später wird in vielen Medien trotzig übe neue Rekorde am Arbeitsmarkt berichtet, Die herrschende Nomenklatur wird trotz oder vielleicht auch wegen des Votums der Wähler weiterhin von den „Qualitätsmedien“ für ihre „Erfolge“ gefeiert. So vermeldeten die „Qualitätsmedien“ das die anhaltend gute Konjunktur und die hohe Beschäftigung das Rekordtief der von der BA statistisch erfassten Arbeitslosen und die Rekordzahl der offenen Stellen ein toller Erfolg der herrschende Nomenklatur sei.

Aber was die „Qualitätsmedien“ in ihrer lückenhaften Berichten zum Arbeitsmarkt vermutlich versehentlich vergessen ist  das eine Beschäftigung in Teilzeit oder Leih und Zeitarbeit zwar einen Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung (Rekordbeschäftigung) bedeutet aber keine echte Vollbeschäftigung ist. Sondern für viele nichts anderes als Armut trotz Arbeit mit ergänzender Grundsicherung bedeutet. Was auch ein Stück das Wählervotum den Stimmenverlust der agierenden „Volksparteieinen“ der GroKo erklärt. Die Wirtschaft-Mächtigen freut es, ihnen bleiben die Freiräume zur Gewinnmaximierung erhalten. Und die Armen bleiben eben Arm.

Die  herrschenden Nomenklatur hat durch ihre Medien Dominanz eine imaginäre sozialpolitische Blase geschaffen (anhaltend gute Konjunktur hohe Beschäftigung früher in der DDR hieß das Planerüberfüllung in den Jahren 1988/89 war das Wort fester Bestandteil in der „Aktuellen Kamera“) aber jede Blase platzt – wie in der DDR geschehen - irgendwann auch Claqueure der herrschenden Nomenklatur haben einmal eine Frage die sie beschäftigt. Die Antwort auf diese Frage die jeden Claqueur der herrschenden Nomenklatur irgendwann beschäftigt, findet er dann nicht in der imaginären sozialpolitischen Blase der Gleich-klingenden Medien. Ich hoffe das ist dann der Zeitpunkt an dem jeder Claqueur der herrschenden Nomenklatur die Wahrheit in der Wirklichkeit der Realität erkennen kann. Die Hoffnung die ich habe ist der Humanismus und die Vernunft im Menschen.


Rekordbeschäftigung?
 
 Als erwerbstätig gilt, wer mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet.

Wie ist das, mit der wunderbaren Vermehrung der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen?

Es gibt Gewinner der neoliberalen Politik des Niedriglohnsektors aber viel mehr Verlierer die nicht an der „anhaltend guten Konjunktur“ teilhaben. So sind die Löhne trotz gefühlter Rekordbeschäftigung erst wieder auf dem Niveau der Jahrtausendwende die Lohnzuwächse sind sehr gering. Was bei einer Rekordbeschäftigung sehr unlogisch erscheint. Ebenso steigt die Produktivität kaum an. Ein geteilter Arbeitsplatz bringt zwar zwei Personen in Beschäftigung aber der Lohn pro Person ist eben nur jeweils die Hälfte die Produktivität bleibt bestenfalls gleich.

Auch ganz einfach die Bäckerei bei uns um die Ecke hatte lange Zeit von 6 Uhr 30 bis 18 Uhr geöffnet und Samstag bis 13 Uhr in der Bäckerei waren 3 Verkäuferinnen in Vollzeit (170 Std/Monat) beschäftigt

Nun hat die Bäckerei von Montag bis Samstag von 5 Uhr 30 bis 20 Uhr und sonntags von 8 - 10 Uhr geöffnet jetzt arbeiten dort 8 Verkäuferinnen (Jobsharing)  je 70 Std/Monat es sind also 5 neue sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen entstanden. 5 Verkäuferinnen erhalten zusätzlich ALG II Leistungen oder Wohngeld.

So entstehen neue sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen allerdings kann nun keine der 8 Verkäuferinnen trotz das sie früh aufsteht und arbeitet von ihrer Hände Arbeit sich und ihre Kinder angemessen versorgen. Sie benötigt entweder ein zweites Einkommen oder erhält ergänzende Sozialleistungen. „Qualitätsmedien“ und die herrschende Nomenklatur mögen das als Erfolg feiern ich nicht. Und das ist nur ein Beispiel einer einzigen Bäckerei wie viele Bäckereien gibt es in Deutschland? In wie vielen Bereichen entstehen die sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen durch Jobsharing?

Faktencheck Arbeitsmarkt

Abermals jubeln alle über die nach offiziellen Angaben des Pressediensts der BA historisch niedrigste Zahl der Arbeitslosen in D in einen …. seit ….Jahren und über die anhaltend gute Konjunktur und die hohe Beschäftigung. Wir, die herrschende Nomenklatur, müssen dem Bürger sagen, wie viele Menschen als arbeitslos gezählt werden, dann tun wir so als gäbe es Vollbeschäftigung, und  das Volk glaubt uns, weil es die Lage am Arbeitsmarkt nicht überblickt. Durch das halbstündliche Eintrichtern der immer gleichen „Informationen“ wird das Gefühl erzeugt, gut informiert zu sein. Bestimmte Sachverhalte und Zusammenhänge der Arbeitslosigkeit und des Arbeitsmarkt werden so „Nebulös“ oder gar „unsichtbar“, andere „Rekordbeschäftigung“ hervorgehoben und akzentuiert. Es entstehen bei den Bürgern Informationslücken. (Lückenpresse) Durch ständiges Wiederholen von erwünschten Inhalten der herrschenden Nomenklatur glaubt  der Bürger schließlich an deren Wahrheitsgehalt –  nach dem Motto steter Tropfen höhlt das Hirn. So kann es schon einmal passieren dass in den Talk Shows die Mär von der historisch niedrigsten Zahl der Arbeitslosen in Deutschland den Zuhörer unwidersprochen von den „Qualitätsmedien“  die ja den Begriff „Lügenpresse“ weit von sich weisen und ihre Seriosität betonen suggeriert wird. Ein Blick in die Geschichte zeigt Entwicklung der Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik in den Jahren 1950 bis 1990 Das die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland tatsächlich in den 1960er Jahren bei einer Zahl von rund 200.000 Personen historisch niedrig war. Womit wohl die „Qualitätsmedien“ und diverse Talk-Show Moderator*innen zumindest der sprachlichen Fehldeutung überführt sind.  Hingegen alleine die offizielle Zahl der Arbeitslosen historisch immer noch sehr hoch ist, die Zahl der Unterbeschäftigung befindet sich nach wie vor auf historisch hohen Niveau.
 
Jobwunder durch Hartz IV und Co.?
http://www1.wdr.de/daserste/monitor/videos/video-jobwunder-durch-hartz-iv-und-co-100.html

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Im September 2017 lebten in 3.242.000 Bedarfsgemeinschaften 6.044.000 Regelleistungsberechtigte. Knapp drei Viertel von ihnen waren erwerbsfähig (4.337.000) und 1.708.000 zählten als nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte.

Im September 2017 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen (10,0 Prozent). 9,3 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig – und 8,1 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Damit waren im Vergleich zum Vorjahresmonat anteilig genauso viele Haushalte und etwas mehr Personen (+0,2 Prozentpunkte) auf SGB II-Leistungen angewiesen  Im September 2017 waren beachtliche 6.727.799 Personen Leistungsempfänger von Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII das entspricht nach wie vor einer Hilfequote von 8,0 % erwerbsfähige Leistungsberechtigte.  Die Zahl der Unterbeschäftigten, wird für September von 2017 von der auf 3.406.085  Personen 7,5 % beziffert. Hingegen die Zahl der Arbeitslosen ist im Sinne des § 16 SGB III im September 2017  laut Statistik des BA Pressedienst auf ein „September Rekordtief “ von 2.448.910  arbeitslosen Personen beziffert wird.. Allerdings gibt es auch 836.558  Personen (vorläufig und hochgerechnet) in der Teilnehme an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik. Ein Plus von ca. 35.000 Personsn.
Der Bestand gemeldeter Arbeitsstelle wird im BA Bericht auf 773.105  beziffert BA-X 244

Gemeldete Arbeitsstellen

In der Stellenbörse der BA habe ich vor unlängst ein Stellenangebot gelesen in dem eine Zeit und Leiharbeitsfirma im üblichen Muster 150 offene Stellen im IT Support männlich/weiblich in Großstädten angeboten hat. Bis jetzt waren die  Stellenangebote von Zeit und Leiharbeitsfirma Bürokauffrau/Bürokaufmann oder Lagerarbeiter auf 20 oder 30 beschränkt. Wenn ich diese imaginären Stellenangebote lese die sich natürlich in den verschieden Jobbörsen und bei unterschiedlichen Zeit und Leiharbeitsfirma multiplizieren. Aufgrund dessen ist die Zahl der offenen Stellen immer mit einen Fragezeichen zu versehen. Ebenso sollte zunehmend bedacht werden das Leih und Zeitarbeitsfirmen in der Regel keine Fachkräfte ausbilden. Wer sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Zeit und Leiharbeit sät wird vermutlich sehr bals Fachkräftemangel ernten.

Bei dem Lesen der BA Berichte über einen längeren Zeitraum denke ich immer an die Romane eines sehr bekannten Autors, in denen alles alltäglich beginnt, dann aber immer fantastischer und unwahrscheinlicher wird. Bis sich gegen Ende des Romans das utopische mit der Wirklichkeit vermischt. Ich warte schon auf die erste Stellenanzeige in der Jobbörse in der eine einzige Zeit und Leiharbeitsfirma 1000 offene Stellen beziffert. Diese Stellen gibt es aber ob diese durch die Zeit und Leiharbeitsfirma zu besetzen sind ist zumindest fraglich. Oder anders gesagt philosophisch formuliert „Am Ende der Kreidezeit kurz vor dem Meteoriteneinschlag waren die Dinosaurier am größten“
 

Leistungsempfänger SGB II ohne Bezieher von Asylleistungen
 
Im September 2017 erhalten 6.727.799
Im August 2017 erhalten6.835.569 
Im Juli 2017 erhalten 6.854.319
Im Juni 2017 erhalten 6.822.362
Im Mai 2017 erhalten 6.824.875
Im April 2017 erhalten 6.873.442
Im März 2017 erhalten 6.907.966
Im Februar erhalten 6.926.753
Im Januar 2017 erhalten 6.877.926
Im Dezember 2016 erhalten 6.714.797
Im November 2016 erhalten 6.617.051
 
 (Quelle aller Zahlen BA Bericht September 2017auf den Seiten
3.4 Bedarfsgemeinschaften und Regelleistungsberechtigte Seite 27
3.7 Hilfequoten Seite 28

 33 * Vgl. zur Ermittlung der Hilfequoten:
 http://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Grundlagen/Berechnung-der-Hilfequoten/Berechnung-der-Hilfequoten-Nav.html.

  * § 235 Sozialgesetzbuch Sechstes Buch
 1.1 Eckwerte des Arbeitsmarktes Seite 58
 
Quelle:  BA Bericht September 2017
https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201709/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-201709-pdf.pdf

Wirklichkeit und Wahrheit sind längst eine Frage von Gestaltung und Machbarkeit geworden. Wirklichkeit und Wahrheit quillt nicht mehr aus Erfahrung und Wahrhaftigkeit, sondern wird zur Projektion, letztlich sogar zur Suggestion.

Damit sind die Medien-mächtigen längst bei:
Wir gestalten die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit.
Wir erschaffen die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit nach unserer Doktrin

So gesehen ist die Zensur das kleinere Übel.
PR-tauglich formuliert sind wir bei: Wahrheit ist machbar, Herr Nachbar!

Was ist Wahrheit? (Pontius Pilatus)

 Erstellt von Sybilla am 29.09.17 --- 11 Uhr 00
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« Antworten #659 am: 29. September 2017, 12:28:00 »

Arbeitsmarkt Deutschland September 2017:

Rekordbeschäftigung?
 
 Als erwerbstätig gilt, wer mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet.


Es ist gut, daß du beschreibst, wie mit Zahlen getrickst wird.

Ich verstehe aber nicht wirklich, was du anstrebst!?! Was willst du mit dem Fragezeichen hinter der Vollbeschäftigung sagen? Daß es nicht genug Ausbeutung gibt?

Es ist eine Tatsache, daß die Wirtschaft gerade riesige Probleme hat, ausreichend Personal zu finden. Es geht nicht nur um die sogenannten Facharbeiter oder gar Ingenieure, sondern auch schwachsinnige Arbeit in der Logistik, bei Amazon zum Beispiel. Das ist eine Situatuion, in der man normalerweise sehr einfach bessere Arbeitsbedingungen erkämpfen kann. Es wird aber nicht gekämpft, bzw. sehr wenig. Es liegt nicht nur an den unfähigen und unwilligen Gewerkschaften, sondern an dem Glauben, man bräuchte Gewerkschaften, um zu kämpfen.

Ich habe den Eindruck, du forderst immer mehr Arbeit. Ich strebe weniger Arbeit für alle an, damit wir noch etwas vom Leben haben. Und weder Arbeit noch Erwerbslosigkeit sollten zu Armut führen.
« Letzte Änderung: 29. September 2017, 13:20:29 von Kuddel » Gespeichert
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« Antworten #660 am: 29. September 2017, 13:09:24 »


[...]
Ich habe den Eindruck, du forderst immer mehr Arbeit. Ich strebe weniger Arbeit für alle an, damit wir noch etwas vom Leben haben. Und weder Arbeit noch Erwerbslosigkeit sollten zu Armut führen.
Gut ausgedrückt. Danke.

MfG

BGS
« Letzte Änderung: 29. September 2017, 13:28:51 von BGS » Gespeichert

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« Antworten #661 am: 29. September 2017, 13:17:47 »

Danke!
Ich schätze Sybillas unermüdliche Recherchearbeit sehr. Wir dürfen aber nicht vergessen, wo wir hinwollen.
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Schluepferstuermer


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« Antworten #662 am: 29. September 2017, 18:25:59 »

Wie wird heute Arbeit erzeugt?

Es werden Aufträge geteilt (obwohl dies unsinnig ist)
Bsp.
Wir haben 1000 kleine Teile bekommen (die alle an den gleichen Ort und zur gleichen Zeit hinmußten). Die Teile mußten dann mit der Hand abgezählt werden (nicht mit der Waage). Dies wurde unter 5 Leuten aufgeteilt. Somit zählten 5 Leute, jeweils 200 Teile heraus. Alle rannten dann zu diesen Platz.
Wehe einer zählte statt 200, 202 Teile heraus. Dann begann die Fehlersuche nach diesen 2 Stck.
Wichtig: alle Aufträge der 200 Teile der 5 Mitarbeiter kamen dann an den gleichen Ort. Zählten diesen Artikel, beim nächsten Artikel war es ebenso. Einige freuten sich, dass sie Überstunden und Samstag arbeiten durften. Denn sie kapierten nicht, wie diese Firma "leitet".
Mit dieser Methode benötigte man 20 Zeitarbeiter (mit niedrigen Lohn), obwohl bei richtigem Leiten der Arbeit, die 5 Festangestellte (mit vernünftigen Lohn) die bewältigt hätten. Ähnliches gibt es bei jeder Firma. Aber es gibt immer "Ausreden" warum es so gemacht werden muß.
« Letzte Änderung: 30. September 2017, 08:10:00 von Schluepferstuermer » Gespeichert

lg Schlüpferstürmer

Die Massenmedien sind schon lange die 4. Macht im Staat.
Wir haben folglich Legislative, Judikative, Exekutive und Primitive.
"Bild" Euch Eure Meinung
----

Wer die CxU und SPD in ihrer Terrorherrschaft gegen das eigene Volk lobt, lobt ihren braungefärbten Nazicharakter!!
Hartz4?SOWHAT!


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« Antworten #663 am: 29. September 2017, 22:00:32 »

nabend,

CC-Agenten, insbesondere Outbound werden auch wie verrückt gesucht in Hamburg. Woran das wohl liegt???
Drückt mir bitte am mittwoch die Daumen, daß ich unbeschadet aus dem Bewerbertag einer berüchtigten CC-Firma im Jobcenter wieder herauskomme. rolleyes
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BGS
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« Antworten #664 am: 29. September 2017, 22:32:16 »

nabend,

CC-Agenten, insbesondere Outbound werden auch wie verrückt gesucht in Hamburg. Woran das wohl liegt???
Drückt mir bitte am mittwoch die Daumen, daß ich unbeschadet aus dem Bewerbertag einer berüchtigten CC-Firma im Jobcenter wieder herauskomme. rolleyes

Möge es in Deinem Sinne ausgehen.

MfG

BGS
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« Antworten #665 am: 30. September 2017, 10:43:35 »

Danke für die Resonanz zu meiner Analyse des Arbeitsmarktberichts des Pressedienst der BA.
Meine Analyse gründet ja in der Frage wie die monatliche „Rekordzahl“ der immer geringeren Arbeitslosigkeit zustande kommt. Die Suggestion des Berichts ist ja die Behauptung das immer mehr und neue Beschäftigung entsteht aufgrund deren die Zahl der Arbeitslosen immer weiter absinkt. Mein detaillierter Betrachtung wird aber sehr schnell offensichtlich das dies nur aufgrund einer bestimmten Definition von  Beschäftigung und Arbeitslosigkeit  darstellbar ist. Der sozial psychologische Ansatz hinter dem  Arbeitsmarktberichts des Pressedienst der BA ist offensichtlich nicht eine wahrhaftige Abbildung der Realität sondern die suggestive Darstellung einer positivistischen Sicht auf den Arbeitsmarkt. So wird Beschäftigung in dem Sinne definiert das jeder als erwerbstätig gilt, wer mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet. Somit erscheinen betroffene Person nicht in der Statik der Arbeitslosen. Die Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden stagniert bestenfalls seit Jahren hingegen der Zuwachs der Beschäftigung vor allem durch Jobsharing erreicht wurde. Ebenso wird der Begriff Arbeitslos definiert dadurch werden bestimmte Personenkreise (Kranke, Maßnahmenteilnehmer, ü58 jährige usw. aus der statistisch erfassten Zahl der Arbeitslosen aufgrund einer positivistischen Sicht auf den Arbeitsmarkt herausgerechnet.

Das heißt meine  Analyse unter Beachtung der detaillierten Betrachtung des Arbeitsmarktberichts des Pressedienst der BA befasst sich nicht primär mit dem  Komplex ob nun mehr oder weniger zu leistenden Arbeitsstunden für das Anwachsen von Beschäftigung notwendig oder nötig ist sondern mit der Definition des Arbeitsmarktberichts des Pressedienst der BA. Mein Thema ist der sozial psychologische Ansatz der  positivistischen Sicht auf den Arbeitsmarkt durch die allmonatliche Jubelmeldung vom absinken der Arbeitsteiligkeit. Diese sich bei detaillierter Betrachtung des Arbeitsmarktberichts des Pressedienst der BA aus einer objektiven Betrachtungsweise als größtenteils substanzlos erweist. Der „Erfolg“ am Arbeitsmarkt gründet somit größtenteils in Definition von Beschäftigung – Unterbeschäftigung und Arbeitsteiligkeit sowie der  Definition wer als arbeitslos in der Statistik abgebildet wird.

Eine wahrhaftige und ehrliche Betrachtung des Arbeitsmarkt in Deutschland führt nahezu zwangsläufig zur der Erkenntnis das eine Teilhabe aller an den sozialen kulturellen und politischen Leben nur möglich ist wenn einer Person mehr als 60 % des durchschnittlichen Arbeitnehmereinkommen zur Verfügung steht. Wie ist das zu-erreichen? Zur Zeit durch ergänzendes Hartz IV.  In Zeiten in denen die Wirtschaft von Automatisierung, Robotik und Digitalisierung dominiert wird und aufgrund dessen eine exorbitant hohe Wertschöpfung ohne menschliche Arbeitskraft erzielt wird. Ist die Gewährung eines allgemeines Grundeinkommen in der Höhe von 60 % des durchschnittlichen Arbeitnehmereinkommen die logische Konsequenz der wirtschaftlichen Entwicklung. Anhand der Wertschöpfung  Automatisierung, Robotik und Digitalisierung ist das auch finanzierbar.

Ein  Grundeinkommen in der Höhe von 60 % des durchschnittlichen Arbeitnehmereinkommen löst Probleme wie Kinder oder Altersarmut weil dieses  Grundeinkommen nicht an das Lebensalter sondern an die Existenz gekoppelt.

Natürlich wird auch weiterhin die Arbeitskraft des Menschen benötigt nur dessen Einsatz und Bedienungen des Einsatzes werden neu definiert. Jeder kann entsprechend seiner Lebensphase soviel oder so wenig arbeiten als er möchte, die Anzahl der Arbeitskräfte übersteigt ja bei weitem dem Bedarf. Natürlich ist Bildung und Ausbildung die Grundlage dieses Gesellschaftsmodell.

Allerdings benötigt dieses  Grundeinkommen in der Höhe von 60 % des durchschnittlichen Arbeitnehmereinkommen eine Bedingung es kann nur in Wirtschaftsräumen geleistet werden wenn es aufgrund der hohen wirtschaftlichen Entwicklung der Automatisierung, Robotik und Digitalisierung erwirtschaftet wird. Diese Wertschöpfung ist endlich und der Personenkreis der aus dieser Wertschöpfung ein Grundeinkommen erhalten kann begrenzt.

Aufgrund dessen – und jetzt werde ich gleich von der linken in die rechte Ecke geschoben – benötigt dieser Wirtschaftsraum Grenzen der Zuwanderung von unqualifizierten Wirtschaftsmigranten ein Wirtschaftsraum mit offenen Grenzen und freien Zugang für jedermann wird auch trotz Automatisierung, Robotik und Digitalisierung die sozialen und gesellschaftlichen Probleme nicht lösen können eine Teilhabe aller an den sozialen kulturellen und politischen Leben nicht ermöglichen können.

Welche Perspektive haben nun Menschen die nicht in einen hochentwickelten Wirtschaftsraum geboren wurden? Die gleiche die, die Menschen im Nachkriegsdeutschland hatten, sie haben die Chance den Wirtschaftsraum in dem sie geboren wurden zu entwickeln, nicht mechanisch wie im Nachkriegsdeutschland sondern in der Form der  Automatisierung, Robotik und Digitalisierung zum Beispiel in mittelständischen Handwerksbetrieben im Versandhandel oder im Lebensmittel-Discount Bereich. Das ist die wirtschaftliche Perspektive die jeder Mensch egal wo er lebt hat.
« Letzte Änderung: 30. September 2017, 10:48:57 von Sybilla » Gespeichert

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« Antworten #666 am: 30. September 2017, 13:40:28 »

und jetzt werde ich gleich von der linken in die rechte Ecke geschoben


Das hat ja nun wirklich niemand getan.

Es genügt einfach nicht, das Gegenteil von dem zu fordern, was die Herrschenden sagen. Man sollte sich überlegen, was man will und was erstrebenswert ist. Ich erinnere mich an die ewige Kohl-Ära. Kohl galt ja als Reformenverhinderer. Prompt haben ein paar linke Kiddies in einem Graffiti "Reformen!" gefordert. Die haben sie unter Schröder mit den Hartz Reformen gekriegt.

Die CDU war dann auch clever genug, zu erkennen, daß man nur das Gegenteil von dem sagen braucht, was man meint. Als man mehr Frauen in die Produktion kriegen wollte, sagte man frech: Frauen gehören an den Herd! Und tatsächlich haben selbsternannte Feministinnen es übernommen, die Werbetrommel zu rühren, um mehr Frauen in den Ausbeutungsprozeß zu bringen.

Natürlich lügen die Herrschenden wie gedruckt und man kann auch mit Statistiken lügen. Es ist gut, daran zu erinnern und es auch zu belegen. Da leistest du eine gute Arbeit.

Mir ist es wichtig, nicht einfach das Gegenteil von dem zu fordern, was die Gegenseite sagt.
Wir sollten uns überlegen, was wir wollen und was gut für uns ist.

Das Hauptproblem ist doch, daß es den meisten von uns an Geld fehlt, egal wie bescheiden und frei von Konsumflashs man sein mag.
Das nächste Problem ist, immer wenige Autonomie über seine Lebenszeit und Handlungsmöglichkeiten hat.
Die einen arbeiten bis zum Umfallen und haben weder Zeit noch Kraft, etwas anderes zu machen.
Den Erwerbslosen fehlt es an Kohle, sich am sozialen Leben zu beteiligen, hinzu kommt, daß sie unter einem gesellschaftlichen Mobbing leiden und vom Jobcenter drangsaliert werden. Viele sind von diesen Bedingungen psychisch angeschlagen und führen ein Leben auf Sparflamme.

Ich halte es für richtig, daß noch nie so viel gearbeitet wurde wie heute und daß der gesellschaftliche noch nie so hoch war, wie er es jetzt ist. Nur wir haben nichts davon. Immer größeren Teilen der Bevölkerung geht es immer schlechter. Diese horrende Menge an Arbeit ist nicht nur zu einem großen Teil sinnlos oder gar schädlich (Waffenproduktion, Werbung, Konsummüll), sondern oftmals sogar unbezahlt:
Zitat
1,8 Milliarden Überstunden machen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland - jedes Jahr. Umgerechnet entspricht das 45 Millionen 40-Stunden-Wochen. Das Problem: Die Mehrheit dieser Überstunden werden nicht bezahlt. Dadurch sind den Beschäftigten allein im letzten Jahr mehr als 20 Milliarden Euro Lohn und Gehalt entgangen.
http://www.dgb.de/themen/++co++160441c6-66de-11e7-8afd-525400e5a74a

Es ist eine Frage der Verteilung. Die Erwerbslosen brauchen einen Erhöhung auf einen menschenwürdigen Level und die erzwungenen Maßnahmen und Sanktionen müssen  abgeschafft werden. Damit wäre ein Teil des Niedriglohnsektors nicht mehr möglich. Die unerträglichen Bedingungen der Erwerbslosen treiben viele in die Niedriglohnjobs. Lohnerhöhungen dürfen nicht, wie es bisher von den Gewerkschaften gehandhabt wird, in Prozenten eingefordert werden, sondern als Festgeldforderungen und Sonderzuschläge für die unteren Lohngruppen.

Ich finde es überflüssig über Automatisierung und Robotik zu jammern. Sollen Automaten und Roboter doch die Scheißarbeit machen. Wir sollten dann eben eine 20 Stundenwoche fordern. Oder eine Zehnstundenwoche!

Ich habe nur meinen Unmut ausgedrückt, weil man aus einigen deiner Formulierungen herauslesen könnte, du würdest "mehr Arbeit" fordern.
Ich halte es für wichtig, "weniger Arbeit" zu fordern.
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« Antworten #667 am: 30. September 2017, 21:29:04 »

Zitat
Aufgrund dessen – und jetzt werde ich gleich von der linken in die rechte Ecke geschoben – benötigt dieser Wirtschaftsraum Grenzen der Zuwanderung von unqualifizierten Wirtschaftsmigranten ein Wirtschaftsraum mit offenen Grenzen und freien Zugang für jedermann wird auch trotz Automatisierung, Robotik und Digitalisierung die sozialen und gesellschaftlichen Probleme nicht lösen können eine Teilhabe aller an den sozialen kulturellen und politischen Leben nicht ermöglichen können.
Ja, aber wie werden wir diese 15 Millionen Ossis denn jetzt wieder los? Und wie können wir den Soli- Zuschlag wieder zurückfordern?
Und was ist daran gut, wenn in Deutschland alle ein Grundeinkommen haben, während an der Grenze die Menschen verrecken? Eine ziemlich gruselige Dystopie, in der ich ganz sicher nicht leben möchte!
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« Antworten #668 am: 01. Oktober 2017, 09:58:27 »

Und was ist daran gut, wenn in Deutschland alle ein Grundeinkommen haben, während an der Grenze die Menschen verrecken? Eine ziemlich gruselige Dystopie, in der ich ganz sicher nicht leben möchte!

Unabhängig davon ob in einem zu definierenden gut entwickelten Wirtschaftraum ein Grundeinkommen (oder Sozialleistungen) gewährt werden oder nicht muss keine Person an dessen Grenzen unwürdig sterben. (Das ist nur Ideologie) Unwürdiges sterben passiert an anderen Orten dieser Erde an denen warum auch immer Nahrungsmittelknappheit herrscht. Ja dort müssen die Wohlhabenden dieser Erde helfen aber nicht dadurch das dauerhaft Lebensmittelspenden zur Verfügung gestellt werden. Sondern dadurch das die Menschen zur kontinuierlichen und ausreichenden Lebensmittelproduktion befähigt werden.

Allerdings wer eine Teilhabe am Wohlstand erhalten möchte ist schon auf einen gut entwickelnden Wirtschaftsraum angewiesen diese Entwicklung ist die Aufgabe der Menschen die in diesen Wirtschaftsraum leben. Die Hilfestellung durch Bildung und Ausbildung sollte schon von den Wohlhabenden dieser Erde  geleistet werden. Aber die Entwicklung des Wirtschaftsraumes anhand von Handwerksbetrieben, Dienstleistungen, Einzel-Versandhandel, usw... bleibt die Aufgabe der Menschen vor Ort.
« Letzte Änderung: 01. Oktober 2017, 10:18:27 von Sybilla » Gespeichert

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« Antworten #669 am: 01. Oktober 2017, 10:48:52 »

Das Denken in willkürlich gezogenen Grenzen macht auf einem Planeten wenig Sinn. Desshalb kann nur eine globale Lösung dauerhaft Bestand haben, an der jeder Mensch partizipiert.
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« Antworten #670 am: 01. Oktober 2017, 11:10:19 »

Das ist schon sehr weit aus dem Fenster, da geht es ins philosophische wie eine Lebenwerte Welt aussehen könnte.
Nichts dagegen, alternatives wäre in beinahe allen Bereichen dringend notwendig, die Praxis sieht leider anders aus, nach wie vor steht der Krieg gegen die Armen auf der politischen Agenda. Mit ein Grund weshalb ich ein Sinnvolles bedingungsloses Grundeinkommen derzeit auch ins Reich der Phantasie schiebe, es ist die denkbar schlechteste Zeit mit einer tatsächlichen, grundlegenden Lebensverbesserung für die unteren Schichten nachzudenken, ablenkende Beschäftigungstherapie, Fast-Food-Fluchtmöglichkeit vor zunehmender Staatswillkür.
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« Antworten #671 am: 01. Oktober 2017, 12:30:38 »

Da bin ich (fast möchte ich hier ein "leider" einfügen) deiner Meinung, Troll!
Ich sehe am Horizont momentan auch keinen Lichtblick, sondern eher braune Wolken aufziehen.
Aber diese Utopie ist es eben, die mich vor der kompletten Verzweiflung schützt.
Ein BGE halte ich, in der derzeitigen Gesellschaftsform für nicht machbar, bzw. sehe es als Köder für den entgültigen Abbau der Sozialversicherung und dem Solidarprinzip.

Zitat
Das ist schon sehr weit aus dem Fenster, da geht es ins philosophische wie eine Lebenwerte Welt aussehen könnte.
Ja, es sind natürlich philosophische Überlegen. Aber was eignet sich besser, als ein schöner, sonniger Sonntagmorgen im Oktober zum philosophieren? Smiley
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« Antworten #672 am: 01. Oktober 2017, 14:54:43 »

Dieses Bedingungslose Grundeinkommen kommt wie eine religiöse Heilslehre daher und wirkt wie eine Nebelbombe.
Man sollte die Probleme benennen und dann für Lösungen dieser Probleme kämpfen.
Arbeitszwang und Armut halte ich für gewaltige Probleme.
Ich sehe nicht, daß du gegen den Arbeitszwang kämpfst, gegen die Verschwendung von Lebenszeit, der Ruinierung der Gesundheit und die Produktion von Wohlstandsmüll. Im Gegenteil, dir scheint es zu wenig Arbeitszwang zu geben. Du beklagst dich, daß wir noch keine echte Vollbeschäftigung haben, also daß der Arbeitszwang noch nicht hundertprozentig funktioniert.

Deinen Blick auf "unser" Deutschland, oder auf "unsere" entwickelten westlichen Länder, finde ich absolut befremdlich.
Allerdings wer eine Teilhabe am Wohlstand erhalten möchte ist schon auf einen gut entwickelnden Wirtschaftsraum angewiesen diese Entwicklung ist die Aufgabe der Menschen die in diesen Wirtschaftsraum leben.
"Teilhabe am Wohlstand erhalten"!?! Das Problem ist doch, daß es bereits im Herzen der reichen westlichen Staaten keine Teilhabe gibt.
Wir müssen Enteignung und Umverteilung anstreben und nicht eine Abschottung der ungerechten Verteilung.

Die Hilfestellung durch Bildung und Ausbildung sollte schon von den Wohlhabenden dieser Erde  geleistet werden. Aber die Entwicklung des Wirtschaftsraumes anhand von Handwerksbetrieben, Dienstleistungen, Einzel-Versandhandel, usw... bleibt die Aufgabe der Menschen vor Ort.
Ein ziemich herablassender Blick auf die armen und ausgeplünderten Staaten. Die Bodenschätze und Früchte der Landwirtschaft dieser Länder haben den Reichtum der westlichen Staaten erst ermöglicht, der Export von Kleidung aus unseren Altkleidersammlungen und die Exporte der Produkte der der westlichen Lebensmittelindustrie zerstören die lokale Wirtschaft, das Landgrabbing produziert Hungersnöte und ansonsten sind es Abladeplätze für abgelaufufene Pharmaprodukte, Industriemüll und Elektroschrott. Ganz zu Schweigen von der Einmischung der reichen Staaten in die Politik der Länder. "Hilfestellung" halte ich für eine Merkwürdige Forderung angesichts dieser Machtverhältnisse. Ich wäre froh, wenn man damit aufhören könnte, diese Länder auszuplündern und kaputtzumachen.

Ja dort müssen die Wohlhabenden dieser Erde helfen
Wovon träumst du nachts!?!
Meinst du, "die Wohlhabenden" werden irgendwas von ihrem Reichtum freiwillig abgeben, innerhalb eines Landes oder grenzüberschreitend?
Einen Scheißdreck werden sie tun! Wenn es ihnen nicht genommen wird, werden wir und die Mehrheit der Menschheit weiterhin mit einer wachsenden Armut zu kämpfen haben.

benötigt dieser Wirtschaftsraum Grenzen der Zuwanderung von unqualifizierten Wirtschaftsmigranten

Jetzt kriege ich aber richtig das Kotzen! Forderst du allen Ernstes den Schulterschluß mit den Ausbeutern des "Wirtschaftsraumes" gegen diejenigen, denen es noch schlechter geht, als uns selbst?

Und an dieser Stelle wird es knüppelhart: "Zuwanderung von unqualifizierten Wirtschaftsmigranten".
Siehst du den Wert von Menschen darin, ob sie im im kapitalistischen Verwertungsprozeß nutzen kann oder nicht? Diejenigen, die nicht den Anforderungen der Wirtschaft in punkto Gesundheit und Qualifikation entsprechen, die schickt man zurück in Elend und Tod, wenn sie nicht bereits im Mittelmeer ersoffen  oder in den Lagern in Nordafrika umgekommen/ermordet worden sind. Erinnert mich schwer an die Aternative: Produktion oder Gaskammer.

Sorry, ich habe kein Verständnis dafür, wenn einfache Leute sich einen Kopf darüber machen, wie die Wirtschaft die Arbeitskraft am besten auspreßt.
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dagobert


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« Antworten #673 am: 01. Oktober 2017, 15:07:23 »

Unabhängig davon ob in einem zu definierenden gut entwickelten Wirtschaftraum ein Grundeinkommen (oder Sozialleistungen) gewährt werden oder nicht muss keine Person an dessen Grenzen unwürdig sterben. (Das ist nur Ideologie) Unwürdiges sterben passiert an anderen Orten dieser Erde an denen warum auch immer Nahrungsmittelknappheit herrscht.
Ach, echt jetzt?
Das Mittelmeer ist die EU-Außengrenze, und dort wird gestorben.
Ersaufen ist aus deiner Sicht also ein würdevoller Tod?
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Rudolf Rocker
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« Antworten #674 am: 01. Oktober 2017, 16:13:21 »

Zitat
10.000 Tote seit 2014 im Mittelmeer
http://www.tagesspiegel.de/politik/europaeische-union-und-die-fluechtlinge-10-000-tote-seit-2014-im-mittelmeer/13701608.html
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