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Autor Thema: Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität  (Gelesen 191762 mal)
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Sybilla


Beiträge: 465


« Antworten #725 am: 31. Januar 2018, 12:17:29 »

Arbeitsmarkt Januar 2018:

Im Januar 2018 waren beachtliche 6.782.896 Personen Leistungsempfänger von Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII (ohne Asylleistungen) das entspricht nach wie vor einer Hilfequote von 7,8 % erwerbsfähige Leistungsberechtigte.  Die Zahl der Unterbeschäftigten, wird für Januar 2018 im BA Bericht auf  3.514.557 Personen 7,7 % beziffert. Hingegen die Zahl der Arbeitslosen  im Sinne des § 16 SGB III im Januar 2018 laut Statistik des BA Pressedienst auf ein „Januar Rekordtief “ von 2.570.311  arbeitslosen Personen beziffert wird.. Allerdings gibt es auch (vorläufig und hochgerechnet) 846.404   Personen  in der Teilnehme an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik.  Der Bestand gemeldeter Arbeitsstelle wird im BA Bericht auf 736.231  BA-X  254 beziffert.

Quelle der Zahlen:
Hier der Link zum BA Bericht für Januar 2018
https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201801/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-201801-pdf.pdf

2.3.7 Hilfequoten
Im Januar 2018 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen (9,8 Prozent). 32 9,2 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig – und 7,8 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Damit waren im Vergleich zum Vorjahresmonat anteilig etwas weniger Haushalte (-0,3 Prozentpunkte) und Personen (-0,1 Prozentpunkte) auf SGB II-Leistungen angewiesen.

Quelle: Seite 23 BA Bericht Januar 2018

2.3.4 Bedarfsgemeinschaften und Regelleistungsberechtigte
Im Januar 2018 lebten in 3.193.000 Bedarfsgemeinschaften 5.960.000 Personen die einen Anspruch auf Regelleistungen nach dem SGB II hatten. Knapp drei Viertel von ihnen waren erwerbsfähig (4.269.000) und 1.691.000 zählten als nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte sind vor allem Kinder unter 15 Jahren, ihr Anteil an dieser Gruppe belief sich zuletzt auf 97 Prozent.

Quelle: Seite 22 BA Bericht Januar 2018

1.1 Eckwerte des Arbeitsmarktes BA Bericht Januar
Tabellenanhang zum Monatsbericht Januar 2018 (Tabelle 1)
 
Im Januar 2018 waren "nur noch"  6.782.896 Personen im Leistungsbezug SGB II/III allerdings schwankt diese Zahl trotz Demographie vermehrter Eintritt in Rente (Altersarmut) je nach Jahreszeit seit Jahren um die Marke von 7 Millionen Personen. Von einen Rekord oder einer signifikanten Veränderung keine Spur.

 823.079  Personen erhalten Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit (ALG I)
4.268.861 Personen Arbeitslosengeld II (Hartz IV)
1.690.956  Personen Sozialgeld

Hilfequote erwerbsfähige Leistungsberechtigte 7,8 %


Unterbeschäftigung ohne Kurzarbeit 3.514.557 Personen  7,7 %

1.4.6 Unterbeschäftigung
In der Unterbeschäftigungsrechnung nach dem Konzept der BA sind neben den Arbeitslosen die Personen enthalten, die an entlastenden Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik teilnehmen oder zeitweise arbeitsunfähig erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden. Damit wird ein umfassenderes Bild über die Zahl derjenigen Menschen gezeichnet, die ihren Wunsch nach einer Beschäftigung nicht realisieren können.

Quelle: Seite 15 BA Bericht Januar 2018

Rekordbeschäftigung?
 
 Als erwerbstätig gelten, alle Personen, die als Arbeitnehmer (Arbeiter, Angestellte, Beamte, geringfügig Beschäftigte, Soldaten) oder als Selbstständige beziehungsweise als mithelfende Familienangehörige eine auf wirtschaftlichen Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben beziehungsweise in einem Arbeits- oder Dienstverhältnis stehen. Also auch Personen in Elternzeit. Ebenso wird die Zahl der Erwerbstätigen durch den späteren Renteneintritt Geburtsjahrgang 1953 Altersrente 2018 mit 65 Jahre + 7 Monat

Wie ist das, mit der wunderbaren Vermehrung der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen?

Gemeldete Arbeitsstellen

In der Stellenbörse der BA habe ich vor unlängst ein Stellenangebot gelesen in dem eine Zeit und Leiharbeitsfirma im üblichen Muster 150 offene Stellen im IT Support männlich/weiblich in Großstädten angeboten hat. Wenn ich diese imaginären Stellenangebote lese die sich natürlich in den verschieden Jobbörsen und bei unterschiedlichen Zeit und Leiharbeitsfirma multiplizieren. Aufgrund dessen ist die Zahl der offenen Stellen immer mit einem Fragezeichen zu versehen. Ebenso sollte zunehmend bedacht werden das Leih und Zeitarbeitsfirmen in der Regel keine Fachkräfte ausbilden. Wer sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Zeit und Leiharbeit sät wird vermutlich sehr bald Fachkräftemangel ernten.

Leistungsempfänger SGB II/III ohne Bezieher von Asylleistungen

Im Januar 2018 erhalten 6.782.896 Personen Personen
Im Dezember 2017 erhalten 6.677.572 Personen
Im November 2017 erhalten 6.663,363 Personen
Im Oktober 2017 erhalten  6.664.905
Im September 2017 erhalten 6.727.799
Im August 2017 erhalten6.835.569  
Im Juli 2017 erhalten 6.854.319
Im Juni 2017 erhalten 6.822.362
Im Mai 2017 erhalten 6.824.875
Im April 2017 erhalten 6.873.442
Im März 2017 erhalten 6.907.966
Im Februar erhalten 6.926.753
Im Januar 2017 erhalten 6.877.926
Im Dezember 2016 erhalten 6.714.797

Leistungen im Bereich des SGB II/III

Also nahezu Vollbeschäftigung? Ja regional sind vielleicht nahezu alle irgendwie oft nur in Maßnahmen beschäftigt, allerdings nicht in Vollbeschäftigung. Beschäftigung bedeutet oft Arbeit in Armut.

In vielen Medienberichten der herrschenden  Nomenklatur herrscht wieder einmal eine rosa rote „Pippi Langstrumpfwelt“  gemalt so wie sie der herrschenden  Nomenklatur gefällt.
Die niedrige Arbeitsteiligkeit und die höchste Beschäftigung seit..... bla bla blub und wie sieht die Welt in der Realität der Wirklichkeit der Bürger aus?

Die höchste Kinderarmut im Nachkriegsdeutschland. Die höchste Armuts- und Armutsgefährdung quote im Nachkriegsdeutschland. Die Zahl der Menschen in Altersarmut wächst unaufhörlich und bedrohlich an. Die schön gemalte Welt gibt es nur in der Statistik und in vielen Medie (siehe in das Büchlein die Zahlentrickser von  Gerd Bosbach Jens Jürgen Korff ) die Statistik wird einfach so gestaltet das sie der herrschenden  Nomenklatur das erwünschte bestätigt. Ein Blick auf die Haushaltsansätze des Bundesministerium für Arbeit und Soziales von 2014 – 2017 zeigt sehr deutlich auf das die Kosten in eine andere Richtung deuten als die Statistiken vom Arbeitsmarkt.

2014 wurden rund 122,0 Milliarden € für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales benötigt
2015 wurden rund 125,6 Milliarden € für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales benötigt
2016 wurden rund 129,8 Milliarden € für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales benötigt
2017 wurden rund 137,6 Milliarden € für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales benötigt

Quellen der Zahlen:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/75833/umfrage/ausgabenstruktur-im-bundeshaushalt/
https://www.bundeshaushalt-info.de/fileadmin/de.bundeshaushalt/content_de/dokumente/2017/soll/epl11.pdf

Für 2017  werden demnach rund  137, 6 Mrd. € für das Bundesministerium für
Arbeit und Soziales (trotz der höchsten Anzahl an Arbeitsplätzen und der statistisch historisch geringen Arbeitslosigkeit seit der Wiedervereinigung) im Haushalt eingerechnet. Somit sind die Ausgaben für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales binnen 4 Jahre um rund 15,6 Milliarden Euro von rund 122,0 auf 137,6 explodiert. Der Jobboom kostet der Solidargemeinschaft der Steuerzahler enorm viel Steuergeld. Jobsharing schafft natürlich sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze.

Ein Beispiel die Bäckerei bei uns um die Ecke hatte lange Zeit von 6 Uhr 30 bis 18 Uhr geöffnet und Samstag bis 13 Uhr in der Bäckerei waren 3 Verkäuferinnen in Vollzeit (170 Std/Monat) beschäftigt

Nun hat die Bäckerei von Montag bis Samstag von 5 Uhr 30 bis 20 Uhr und sonntags von 8 - 10 Uhr geöffnet jetzt arbeiten dort 8 Verkäuferinnen (Jobsharing)  je 70 Std/Monat es sind also 5 neue sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen entstanden. 5 Verkäuferinnen erhalten zusätzlich ALG II Leistungen oder Wohngeld.

So entstehen neue sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen allerdings kann nun keine der 8 Verkäuferinnen trotz das sie früh aufsteht und arbeitet von ihrer Hände Arbeit sich und ihre Kinder angemessen versorgen. Sie benötigt entweder ein zweites Einkommen oder erhält ergänzende Sozialleistungen. „Qualitätsmedien“ und die herrschende Nomenklatur mögen das als Erfolg feiern ich nicht. Und das ist nur ein Beispiel einer einzigen Bäckerei wie viele Bäckereien gibt es in Deutschland? In wie vielen Bereichen entstehen die sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen durch Jobsharing?

Der einen Erfolg ist der anderen Armut.

Mein Kommentar zum Arbeitsmarkt im Januar 2018

Es war einmal, ein Land mitten in Europa in dem lebten viele Menschen in einer von vielen Medien erzeugte wohlfühl Blase der herrschenden Nomenklatur. Viele waren davon überzeugt das es „Deutschland“ das es Ihnen gut geht und sie waren der Meinung die anderen müssten Eigenverantwortlich für sich sorgen, wenn jeder an sich selbst denkt ist auch an alle gedacht. Nach dem Motto „Wenn du, mit einer Speise in der Hand, einen Armen erblickst, geh hin. Doch reich ihm die Speise nicht. Iss sie vor seinen Augen genüsslich auf.“  Ja abermals jubeln viele Medien über die nach offiziellen Angaben des Pressediensts der BA historisch niedrigste Zahl der Arbeitslosen in D in einen …. seit ….Jahren und über die anhaltend gute Konjunktur sowie die höchste Beschäftigung. Wir, die herrschende Nomenklatur, müssen dem Bürger sagen, wie viele Menschen als arbeitslos gezählt werden, dann tun wir so als gäbe es Vollbeschäftigung, und das Volk glaubt uns, weil es die Lage am Arbeitsmarkt nicht überblickt. Durch das halbstündliche Eintrichtern der immer gleichen „Informationen“ wird das Gefühl erzeugt, gut informiert zu sein. Bestimmte Sachverhalte und Zusammenhänge der Arbeitslosigkeit und des Arbeitsmarkt werden so „Nebulös“ oder gar „unsichtbar“, andere „Rekordbeschäftigung“ hervorgehoben und akzentuiert. Es entstehen bei den Bürgern Informationslücken. (Lückenpresse) Durch ständiges Wiederholen von erwünschten Inhalten der herrschenden Nomenklatur glaubt  der Bürger schließlich an deren Wahrheitsgehalt –  nach dem Motto steter Tropfen höhlt das Hirn. Die herrschenden Nomenklatur hat durch Ihre Medien Dominanz eine imaginäre sozialpolitische Blase geschaffen (anhaltend gute Konjunktur hohe Beschäftigung, früher in der DDR hieß das Planerüberfüllung, in den Jahren 1988/89 war das Wort fester Bestandteil in der „Aktuellen Kamera“) aber jede Blase platzt – wie in der DDR geschehen - irgendwann auch Claqueure der herrschenden Nomenklatur haben einmal eine Frage die sie beschäftigt. Die Antwort auf diese Frage die jeden Claqueur der herrschenden Nomenklatur irgendwann beschäftigt, findet er dann nicht in der imaginären sozialpolitischen Blase der Gleich-klingenden Medien. Ich hoffe das ist dann der Zeitpunkt an dem jeder Claqueur der herrschenden Nomenklatur die Wahrheit in der Wirklichkeit der Realität erkennen kann. Die Hoffnung die ich habe ist der Humanismus und die Vernunft im Menschen. So kann es schon einmal passieren dass in den Talk Shows die Mär von der historisch niedrigsten Zahl der Arbeitslosen in Deutschland den Zuhörer unwidersprochen von den „Qualitätsmedien“  die ja den Begriff „Lügenpresse“ weit von sich weisen und ihre Seriosität betonen suggeriert wird. Ein Blick in die Geschichte zeigt Entwicklung der Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik in den Jahren 1950 bis 1990 Das die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland tatsächlich in den 1960er Jahren bei einer Zahl von rund 200.000 Personen historisch niedrig war. Womit wohl die „Qualitätsmedien“ und diverse Talk-Show Moderator*innen zumindest der sprachlichen Fehldeutung überführt sind. Hingegen alleine die offizielle Zahl der Arbeitslosen historisch immer noch sehr hoch ist, die Zahl der Unterbeschäftigung befindet sich nach wie vor auf historisch hohen Niveau. Aber was die „Qualitätsmedien“ in ihrer lückenhaften Berichten zum Arbeitsmarkt vermutlich nur versehentlich vergessen oder übershen ist  das eine Beschäftigung in Teilzeit (zum Beispiel 3 Stunden pro Tag als Beifahrer von Paketdiensten, Regalbefüller oder Jobsahring in Bäckereien oder im diversen Einzelhandel) sowie Beschäftigung in Leih und Zeitarbeit zwar einen Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung (Rekordbeschäftigung) bedeutet aber keine echte Vollbeschäftigung ist keine Beschäftigung in der die Beschäftigten den Lebensunterhalt für sich und ihre Familien erzielen können. Sondern für viele nichts anderes als Armut trotz Arbeit mit ergänzender Grundsicherung. Diese Grundsicherung wird als Lohnsubvention für Beschäftigung von der Solidargemeinschaft der Steuerzahler zu Gunsten der Unternehmen erbracht. Die Wirtschaft-Mächtigen freut es, ihnen bleiben die Freiräume zur Gewinnmaximierung. Die Armen bleiben eben arm.
 
Jobwunder durch Hartz IV und Co.?
http://www1.wdr.de/daserste/monitor/videos/video-jobwunder-durch-hartz-iv-und-co-100.html

Bei dem Lesen der BA Berichte über einen längeren Zeitraum denke ich immer an die Romane eines sehr bekannten Autors, in denen alles alltäglich beginnt, dann aber immer fantastischer und unwahrscheinlicher wird. Bis sich gegen Ende des Romans das utopische mit der Wirklichkeit vermischt. Oder anders gesagt philosophisch formuliert „Am Ende der Kreidezeit kurz vor dem Meteoriteneinschlag waren die Dinosaurier am größten“
 
Wirklichkeit und Wahrheit sind längst eine Frage von Gestaltung und Machbarkeit geworden. Wirklichkeit und Wahrheit quillt nicht mehr aus Erfahrung und Wahrhaftigkeit, sondern wird zur Projektion, letztlich sogar zur Suggestion.

Damit sind die Medien-mächtigen längst bei:
Wir gestalten die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit.
Wir erschaffen die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit nach unserer Doktrin

So gesehen ist die Zensur das kleinere Übel.
PR-tauglich formuliert sind wir bei: Wahrheit ist machbar, Herr Nachbar!

Was ist Wahrheit? (Pontius Pilatus)

 Erstellt von Sybilla am 31.01.18 --- 10 Uhr 30

PS: Wie können Menschen mehr Teilhabe am allgemeinen Einkommen gewinnen?
Durch Bildung und Qualifikation der Weg aus der Langzeitarbeitslosigkeit heißt Qualifikation gegen den Fachkräftemangel.BUNDESAGENTUR FÜR ARBEIT Scheele fordert mehr Geld für Betreuung von Langzeitarbeitslosen Gut Herr Scheele denkt an seine Leute anstatt die zu viel gewordenen Mitarbeiter der Jobcenter zu entlassen und so die finanziellen Aufwendungen der Steuerzahler einzudämmen. Fordert Herr Scheele noch mehr Geld von der Solidargemeinschaft der Steuerzahler (der Überschuss aus der Arbeitslosenversicherung steht dafür nicht zur Verfügung) für seine und noch mehr Mitarbeiter, damit sie bei „regionaler Vollbeschäftigung“ die laut Statistik kaum vorhandenen Arbeitslosem (Kunden) intensiver „betreuen“ können. Dabei verweist er auf Modellprojekte bei denen 69 bzw. 66 % der (Kunden) auch durch das  intensivere „betreuen“ durch seine Mitarbeiter von den Betrieben nicht eingestellt wurden. Lediglich einen Zuwachs von 19 bzw. 17 % kann er vermelden wobei natürlich die Gründe des Zuwachses bei „regionaler Vollbeschäftigung“ nicht zwingend in den exorbitant teuren Modellprojekt zu suchen sind sondern eventuell auch in der Ansiedelung von Arbeitsplätzen z.B. in Logistikzentren usw... zumindest wird durch die flächendeckende Umsetzung der teuren Modellprojekte kein Mitarbeiter der Jobcenter arbeitslos. Eventuell wird der eine oder die andere Kunde*Kundin durch das  intensivere „betreuen“ nicht nur psychisch belastet, Wenn ein Kunde*Kundin viele Bewerbungsabsagen in kurzer Zeit verkraften und den Mitarbeitern des Jobcenter der den „ Kunden*Kundin“ intensiv betreut erklären muss, warum er nur Absagen erhält, was er natürlich nicht kann, weil Absagen nur sehr selten von Arbeitgebern begründet werden und auch nicht begründet werden müssen. Vielleicht steigt dadurch auch die Gesamtzahl psychisch erkrankter Menschen auf einen neuen Höchstsand seit der Wiedervereinigung an.  Aber auch diese Kunden*Kundinnen fallen dann zumindest vorübergehend aus der Statistik und können als „Erfolg“ verbucht werden.

Ich bitte um Erfahrungsberichte von betroffenen Personen die diese „ Betreuung“ von den Jobcenter erhalten haben. Werden tatsächlich intensiver Beschäftigungsmöglichkeiten gesucht und angeboten oder ist sind das nur Termine bei denen die „Bewerbungen des Kunden“ gesichtet werden und die Gründe der Absagen durch die Jobcenter Mitarbeiter beim Kunden abgefragt werden?  Erfahrungsberichte bitte per PN an mich senden. Danke.
« Letzte Änderung: 31. Januar 2018, 12:24:39 von Sybilla » Gespeichert

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« Antworten #726 am: 31. Januar 2018, 13:10:28 »

Liebe Sybilla,
es werfen sich wieder diverse Fragen auf, die ich dir gern stellen würde.
Aber du hast die letzten Fragen, die dir gestellt worden sind, nicht beantwortet.
Chefduzen ist ein Forum und lebt vom Austausch.
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Sybilla


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« Antworten #727 am: 01. Februar 2018, 01:20:14 »

Liebe Sybilla,
es werfen sich wieder diverse Fragen auf, die ich dir gern stellen würde.
Aber du hast die letzten Fragen, die dir gestellt worden sind, nicht beantwortet.
Chefduzen ist ein Forum und lebt vom Austausch.

Selbstverständlich beantworte ich alle Fragen.
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« Antworten #728 am: 01. Februar 2018, 14:19:46 »

Meine Fragen vom 6. Januar 2018:

Zitat
1.) Warum bist du für das Bedingungslose Grundeinkommen? Was erwartest du für gesellschaftliche Veränderungen dadurch? Und welche persönlichen Vorteile?

2.) "12 Jahre Merkel Politik"
a) Glaubst du, die politischen Verhältnisse und Sozialen Bedingungen wären unter einem anderen Kanzler anders?
b) Wenn jetzt (z.B.) Schulz übernehmen würde, was würde sich dann bessern?
   
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Sybilla


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« Antworten #729 am: 05. Februar 2018, 01:54:24 »

Meine Fragen vom 6. Januar 2018:

Zitat
1.) Warum bist du für das Bedingungslose Grundeinkommen? Was erwartest du für gesellschaftliche Veränderungen dadurch? Und welche persönlichen Vorteile?


b) Wenn jetzt (z.B.) Schulz übernehmen würde, was würde sich dann bessern?
   

1.) Warum bist du für das Bedingungslose Grundeinkommen? Weil ich gegen Armut bin
Was erwartest du für gesellschaftliche Veränderungen dadurch? Mehr Freiheit für die Bürger
Und welche persönlichen Vorteile? Keine

2.) "12 Jahre Merkel Politik"
a) Glaubst du, die politischen Verhältnisse und Sozialen Bedingungen wären unter einem anderen Kanzler anders? Ja glaube ich
Wenn jetzt (z.B.) Schulz übernehmen würde, was würde sich dann bessern? Nichts weil sich in der dritten GROKO auch nichts ändern wird das durch wursteln geht eben einfach weiter, wie in den letzten 12 Jahren......

Meine Aufgabe sehe ich in einer ehrlichen Analyse der Probleme (früher war das der Part der Medien) die Lösungen (also nicht weiter so) sollen die suchen und finden die vom Volk dafür bezahlt werden......

Und Du worin siehst Du die Lösungen für die aktuellen Probleme, Armut, Kinderarmut,Altersarmut, Pflege, Bildung, Gesundheit, bezahlbarer Wohnraum...


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« Antworten #730 am: 05. Februar 2018, 11:22:03 »

Hi, @Sybilla - ich stimme mit deinen Antworten fast überein, auch die anderen dürften es ähnlich sehen. Aber warum nur "fast" - weil man in den Versuchen beim Grundeinkommen - siehe Finnland und demnächst wohl Frankreich eben nicht die Armut bekämpfen will. Also Grundeinkommen das wirklich fair ist, das ist okay - ein Grundeinkommen neoliberaler Prägung wird nichts besser machen (siehe Finnland).

Möchte aber auch meinen Dank aussprechen, für die monatliche Arbeit zur Analyse der tatsächlichen Arbeitslosen/Armuts-Zahlen. Aber ohne Kampf in den Betrieben und auf der Straße - wie Streik, Proteste u.ä. wird sich nichts ändern. Gibt zwar derzeit Proteste - aber diese laufen in die falsche, in die Braune-Richtung, siehe Cottbus in jüngster Zeit.
« Letzte Änderung: 05. Februar 2018, 11:28:13 von CubanNecktie » Gespeichert

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... und nun die durchgeschröderte Masse noch stärker unterdücken und nochmals ordentlich durchmerkeln, bis es ordentlich braun wird.
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« Antworten #731 am: 18. Februar 2018, 11:50:03 »

1.) Warum bist du für das Bedingungslose Grundeinkommen? Weil ich gegen Armut bin
Was erwartest du für gesellschaftliche Veränderungen dadurch? Mehr Freiheit für die Bürger
Und welche persönlichen Vorteile? Keine

Liebe Sybilla,
mir erscheint das alles völlig wirr. Es geht irgendwie um etwas, was man glaubt, was sich ändern könnte.
Nichts ist konkret: Weder was man eigentlich will, noch wie man es durchzusetzen gedenkt.

Das "Bedingungslose Grundeinkommen" ist die Katze im Sack.
Wir wünschen uns, hinter der wohlklingenden Versprechung verbirgt sich ein abgesichertes und entspannteres Leben für uns.
Das Grundeinkommen, das man uns präsentieren wird, bedeutet die Zertrümmerung des existierenden Sozialsystems. Die Höhe des BGE ist Verhandlungssache, wir haben kein Druckmittel, also wird nach Kassen- und Interessenlage von Staat und Wirtschaft darüber entschieden. Und daß es mit dem "bedingungslos" nicht so ernst gemeint ist, hat ja Finnland vorgemacht. Erst santfter Druck, dann offener Arbeitszwang werden kommen. Einpegelung eines großen Teils der Bevölkerung auf Armutsniveau und staatlich subventionierte Niedriglohnjobs (die ohne BGE nicht funktionieren würden). Genau das ist der Grund, warum so viele Ausbeuter die Einführung des BGE unterstützen oder sogar selbst fordern.

Wenn du gegen Armut bist, solltest du eine Forderung stellen, die auch gegen Armut hilft.
Ich habe gehört in Holland ist die Grundsicherung etwa doppelt so hoch wie in Deutschland.
Warum fordern wir nicht eine Erhöhung der Grundsicherung auf eine solche Höhe?

Mehr Freiheit für Bürger? (Bah, welch Wortwahl!)
Wenn du die Gängelung durch die Jobcenter mit ihren Vorladungen, Zwangsangsmaßnahmen und Sanktionen meinst, warum benennst du es nicht klipp und klar!?!
Es wäre ebenso einfach wie simpel zu fordern, daß die Sanktionen und Zwangsmaßnahmen agbeschafft werden müssen. Ein Jobcenter sollte nur 2 Aufgaben haben: 1. Den Erwerbslosen ihre Kohle überweisen. 2. Denjenigen, die einen Job suchen, zu helfen, real existierende freie Arbeitsstellen zu finden. Alles was in Richtung Gängelung und Zwang zur Arbeit in Dreckjobs geht, muß ohne Wenn und Aber unterbunden werden.

Das wären klare und notwendige Forderungen.

Mit der Forderung nach dem BGE schießt man sich nur selbst ins Knie.

Und zum Abschluß:
Zitat
Und welche persönlichen Vorteile? Keine
Ich verstehe nicht, warum du etwas forderst, wovon du dir keine persönlichen Vorteile versprichst? Wenn ich mehr Kohle oder eine geringere Miete fordere, dann ist das doch nichts böses, sondern im Gegenteil, wenn sowas kollektiv passiert, ist das ein Fortschlitt für viele!
Du forderst also etwas für andere Leute (ausdrücklich nicht für dich selbst!) ohne sie gefragt zu haben, ob sie das überhaupt wollen.
Ich kann deinen Argumenten wirklich nicht folgen...
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« Antworten #732 am: 18. Februar 2018, 12:31:36 »

Auch ich halte das BGE für eine Mogelpackung. Es läuft auf die Abschaffung der Unternehmenssteuern zugunsten einer Erhöhung der MwSt. auf 50% heraus. Außerdem sollen die Löhne um den Betrag des BGE gekürzt werden (Kombilohn). Ein gefundenes Fressen für die Kapitalisten!
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« Antworten #733 am: 18. Februar 2018, 13:21:03 »

Die Abschaffung der Sozialversicherung und deren Ersatz durch ein BGE wäre eine der umfangreichsten (wenn nicht sogar die umfangreichste) Reformen der Nachkriegszeit.
Ich sehe aber momentan nicht die geringste politische Kompetenz in der Regierung, um ein solches Vorhaben durchzubringen, bzw. überschauen zu können.

Wie schon bei ALG II würden sich unkompetente Leute noch unkompetentere Berater aus der Wirtschaft dazu holen. Wohin das führt haben wir bei Hartz4 gesehen!
Hier reden wir von einer kompletten Abschaffung der Sozialsysteme und Ersatz durch ein nicht näher definiertes BGE.

Das kann nur grandios in die Hose gehen!
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Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
Sybilla


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« Antworten #734 am: 28. Februar 2018, 12:41:44 »

Zahl der Leistungsempfänger SGBII/SGBIII steigt auf  6.796.683 Personen an

Neue Zahlen vom Arbeitsmarkt in D

Arbeitsmarkt Februar 2018:

Im Februar 2018 ist die Zahl der Personen Leistungsempfänger von Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII (ohne Asylleistungen) auf 6.796.683 Personen angestiegen + 13.787 Personen  , das entspricht einer Hilfequote von 7,8 % erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Im Januar 2018 waren nur 6.782.896 Personen Leistungsempfänger von Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII (ohne Asylleistungen).  Die Zahl der Unterbeschäftigten, wird für Februar 2018 im BA Bericht auf  3.513.829  Personen 7,7 % beziffert. - 1.044 Personen. Hingegen die Zahl der Arbeitslosen  im Sinne des § 16 SGB III im Februar 2018 laut Statistik des BA Pressedienst auf ein „Februar Rekordtief “ von 2.545.936 arbeitslosen Personen beziffert wird. - 24.375 Personen.  Allerdings gibt es auch (vorläufig und hochgerechnet) 846.102   Personen  in der Teilnehme an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik.  Der Bestand gemeldeter Arbeitsstelle wird im BA Bericht auf 764.247  BA-X  252 beziffert.

2.3.4 Bedarfsgemeinschaften und Regelleistungsberechtigte
Im Februar 2018 lebten in 3.188.000 Bedarfsgemeinschaften  5.952.000 Personen die einen Anspruch auf Regelleistungen nach dem SGB II hatten. Knapp drei Viertel von ihnen waren erwerbsfähig (4.263.000) und 1.689.000 zählten als nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte sind vor allem Kinder unter 15 Jahren, ihr Anteil an dieser Gruppe belief sich zuletzt auf 97 Prozent.

Quelle: Seite 22 BA Bericht Februar 2018

1.1 Eckwerte des Arbeitsmarktes BA Bericht Februar
Tabellenanhang zum Monatsbericht Februar 2018 (Tabelle 1)

  844.516 Personen erhalten Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit (ALG I)
4.263.240  Personen Arbeitslosengeld II (Hartz IV)
1.688.927  Personen Sozialgeld


2.3.7 Hilfequoten
Im Februar 2018 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen. (9,6 Prozent) Quelle: Seite 23 BA Bericht Februar 2018

Quelle der Zahlen:
Hier der Link zum BA Bericht für Februar 2018
https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201802/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-201802-pdf.pdf

„Ein Land, in dem wir gut und gerne leben“

Wer ist wir ?

Die Ungleichheit in Deutschland ist so groß wie zuletzt vor dem 1. Weltkrieg - Die Reichen werden reicher, der Rest schaut dabei zu.

Ein Land mit robuster Konjunktur und „Fast-Vollbeschäftigung“ sowie jährlich neuer Rekordsteuereinnahmen in dem die Grundversorgung vieler Bürger, immerhin hat die die Quote der Personen die in Armut leben oder von Armut gefährdet sind den Nachkriegsrekord von rund 16 % erreicht. Von 934 Tafeln mit mehr als 2.100 Tafel-Läden und Ausgabestellen abgedeckt werden muss. Unter Ihnen 23 Prozent Kinder und Jugendliche, 53 Prozent Erwachsene im erwerbsfähigen Alter (vor allem ALG-II- bzw. Sozialgeld-Empfänger, Spätaussiedler und Migranten), 23 Prozent Rentner und 19 Prozent Alleinerziehende.

Frage, warum benötigt ein Land in dessen Grundgesetz der Sozialstaat verankert ist,  mit robuster Konjunktur und „Fast-Vollbeschäftigung“ sowie jährlich neuer Rekordsteuereinnahmen, zur Versorgung der Personen rund 16 % (Nachkriegsrekord) der Bevölkerung die in Armut leben oder von Armut gefährdet eigentlich
" 2.100 Tafel-Läden und Ausgabestellen sowie Suppenküchen"?

Ach ja die Mär von der historisch niedrigsten Zahl der Arbeitslosen in Deutschland, die den Zuhörer unwidersprochen von den „Qualitätsmedien“  die ja den Begriff „Lügenpresse“ weit von sich weisen und ihre Seriosität betonen suggeriert wird. Ein Blick in die Geschichte zeigt Entwicklung der Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik in den Jahren 1950 bis 1990 Das die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland tatsächlich in den 1960er Jahren bei einer Zahl von rund 200.000 Personen historisch niedrig war. Heute werden die Zahlen der BA statistisch klein gerechnet.

Wir, die herrschende Nomenklatur, müssen dem Bürger sagen, wie viele Menschen als arbeitslos gezählt werden, dann tun wir so als gäbe es Vollbeschäftigung, und das Volk glaubt uns, weil es die Lage am Arbeitsmarkt nicht überblickt. Durch das halbstündliche Eintrichtern der immer gleichen „Informationen“ wird das Gefühl erzeugt, gut informiert zu sein. Bestimmte Sachverhalte und Zusammenhänge der Arbeitslosigkeit und des Arbeitsmarkt werden so „Nebulös“ oder gar „unsichtbar“, andere „Rekordbeschäftigung“ hervorgehoben und akzentuiert. 

Es entstehen bei den Bürgern Informationslücken. Durch ständiges Wiederholen von erwünschten Inhalten der herrschenden Nomenklatur glaubt der Bürger schließlich an deren Wahrheitsgehalt –  nach dem Motto steter Tropfen höhlt das Hirn.

Damit sind die Medien-mächtigen längst bei:

Wir gestalten die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit.
Wir erschaffen die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit nach unserer Doktrin

So gesehen ist die Zensur das kleinere Übel.
PR-tauglich formuliert sind wir bei: Wahrheit ist machbar, Herr Nachbar!

Was ist Wahrheit? (Pontius Pilatus)


Erstellt von Sybilla am 28.02.18 --- 10 Uhr 30
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Kuddel


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« Antworten #735 am: 28. Februar 2018, 13:22:44 »

Liebe Sybilla,
langsam werde ich echt sauer.
Du drückst dich davor, notwendige und klare Fragen zu beantworten.
Hinter dem Zahlenwust von dir, bei dem mir nicht klar ist, welche Erkenntnisse daraus hervorgehen sollen, finde ich nur ein schreckliches Geschwurbel.
Deine Wiederholung der grundfalschen Bezeichnung der Herrschenden als "herrschende Nomenklatur" laßt vermuten, daß du ein poltisches Weltbild hast, das ich gruselig finde.

Ich will hier aber nicht vermuten und dir nichts unterstellen. Ich möchte, daß du dich den hier formulierten Fragen stellst und nicht drumherum redest.
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Sybilla


Beiträge: 465


« Antworten #736 am: 28. Februar 2018, 14:58:45 »

Liebe Sybilla,
langsam werde ich echt sauer.

Wegen einer anderen Meinung sollten niemand sauer werden sondern diese überdenken.

Du drückst dich davor, notwendige und klare Fragen zu beantworten.

Ich habe Deine Fragen an mich klar und allgemein verständlich beantwortet, was gibt es noch an Fragen?

Hinter dem Zahlenwust von dir, bei dem mir nicht klar ist, welche Erkenntnisse daraus hervorgehen sollen, finde ich nur ein schreckliches Geschwurbel.

Ich fürchte ich kann Dir im Forum keine Lese- und Textverständniskompetenz vermitteln. Die Aussage der Statistik ist das es weniger Arbeitslose aber mehr Leistungsberechtigte gibt, ist Dir das soweit klar? Des weiteren gibt es eben ein hohe Zahl an Personen die zwar arbeitslos sind aber nur in der Kennzahl der Unterbeschäftigung in der Statistik erfasst werden. Das ist der innerste Kern meines Beitrags.

Ca. 16 % der Bevölkerung leben in Armut oder sind von Armut gefährdet. (Nachkriegsrekordstand)

Noch Fragen?
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Kuddel


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« Antworten #737 am: 03. März 2018, 22:18:21 »

Wegen einer anderen Meinung sollten niemand sauer werden sondern diese überdenken.
Mir ist es egal, was für eine Meinung du hast.
Es geht in einem Forum der Ausgebeuteten um Interessen. Du zeigst aber wenig Interesse daran, dich für die Belange der Erwerbslosen und Arbeitenden einzusetzen. Ich sehe nur ein Abspulen von Floskeln und Begriffshülsen, die sehr verschwommen und unterschiedlich interpretierbar sind.

Ich habe Deine Fragen an mich klar und allgemein verständlich beantwortet, was gibt es noch an Fragen?

Du hast gesagt, du bist für das BGE,  "Weil ich gegen Armut bin".
Dir wurde gesagt, daß das BGE keine Garantie gegen Armut ist, "nur grandios in die Hose gehen" und geradezu als neoliberaler Angriff auf die Sozialsysteme verstanden werden kann.

Du hast kein Stück auf diese grundlegenden Vorwürfe reagiert und plump geantwortet, es fehle wohl an "Lese- und Textverständniskompetenz "

Allmählich zweifele ich an deinem ernsten Interesse daran, etwas "gegen Armut" tun zu wollen.
Du betest nur die Propagandafloskeln einer höchst zweifelhaften Bewegung nach.

Noch Fragen?

Ja.
Wie willst du verhindern, daß das BGE nicht einen riesigen staatlich subventionerten Niedriglohnsektor entstehen läßt?
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Nikita


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« Antworten #738 am: 04. März 2018, 01:11:47 »

Sybilla, mir sind deine regelmäßigen Beiträge hier wichtig und wertvoll. Sie demaskieren die Propaganda-Statistiken der Bundesbehörde. Lass Dich von Kuddel nicht in die Ecke drängen, schon gar nicht in eine, in die Du nicht gehörst.
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counselor


Beiträge: 3128



« Antworten #739 am: 04. März 2018, 10:39:33 »

Auch ich finde Sybillas Beiträge richtig und wichtig. Sie geben mir Stoff zum Argumentieren. Mach weiter damit!
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Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!
Hartzhetzer


Beiträge: 630


WWW
« Antworten #740 am: 04. März 2018, 10:44:53 »

Kein wunder das die linke Bewegung immer mehr in der Bedeutungslosigkeit verschwindet und die Mehrzahl der Menschen nichts davon hören will.
Die Anführer der Bewegung versuchen den Kommunismus von oben einzuführen, nach dem Motto: "Wenn wir den Reichen und Mächtigen auf der Welt nur genug Zugeständnisse und Geldgeschenke machen, sowie Annehmlichkeiten bereiten, werden die schon anfangen ihr Vermögen an die restliche Menschheit zu verschenken, wenn sie nur erst einmal reich genug sind und dann haben wir Kommunismus."
Damals in ihren Gründungstagen wollten die meisten Mitglieder der linken Bewegung den Kapitalismus mit all seinen Widerlichkeiten abschaffen, heutzutage träumt ein Großteil der Bewegung von einer sozialen Marktwirtschaft (Kapitalismus im Einschleimmodus) wie zwischen 1955 und 1965 in der alten BRD.
Der Massenhafte Wegfall von Arbeitsplätzen führt nicht dazu, das ein Ende dieses blöden täglichen Arbeiten müssen's und ein gutes Leben für alle Menschen eingefordert wird, sondern dazu das sich linke Gewerkschaftstypen besonders hart anstrengen den reichen Säcken in den Allerwertesten zu kriechen, damit wenigsten ein paar lumpige, stressige Dreckarbeitsplätze für ein Hungerlohn erhalten bleiben.
Das Marktwirtschaftssystem will niemand mehr abschaffen, obwohl man gerade dadurch rechtskonservativen Müllfantasien seinen Nährboden entziehen könnte. Nein, viel wichtiger ist es hinter jedem gesagten und/oder geschriebenen Wort rechtes Gedankengut zu wittern und das besonders bei denen die sich noch irgendwie links engagieren, sozusagen bei Menschen in den eigenen Reihen.
Meiner Meinung nach braucht sich niemand zu wundern das die Rechten soviel Zulauf bekommen, wer will schon bei einer Bewegung mitmachen, die keine neuen Ideen hat, nichts mehr grundlegendes verändern will, sondern sich nur noch reflexartig in eine Mischung aus politischen Dogmatismus, Nostalgie, Umweltschutz durch ökonomische Zwangsmittel (hauptsächlich für die armen und hart arbeitenden Menschen), Kampf für einen liebevolleren Streichelzoo Kapitalismus und Nazi-jagt ergießt.
Von dem BGE kann man halten was man will, natürlich wird es im Rahmen des Marktwirtschaftsdrecks niemals ein BGE geben was dazu führt die Menschen vom ewigen zwang zu emanzipieren sich selbst und/ oder materiellen Tand für ihren monatlichen Geldzahlenbedarf zu verkaufen. Jetzt aber den Bogen dahin zu spannen zu sagen: "Weil Sybilla BGE gut findet und davon träumt über das BGE eine sozialen Marktwirtschaft (Kapitalismus im Einschleimmodus) wie zwischen 1955 und 1965 in der alten BRD herzustellen, muss sie schon stark rechts angehaucht sein.", halte ich für übertrieben.
Natürlich wird das BGE genauso wie alle andern gesellschaftlich relevanten Zeitgeist Themen auch von der Rechten genutzt, die versuchen stets und ständig auf jeden Zug aufzuspringen und ihren braunen Müll unterzumischen. Wenn man danach geht darf man über gar nichts mehr diskutieren und nichts mehr gut finden, weil es bestimmt zumindest in Oberunteramergau ganz tief in Hinterbayern irgendeinen Nazi gibt der versucht das Thema für sich und seine Überzeugung zu instrumentalisieren.
Rechte beziehungsweise Rechtskonservative kann man nicht effektiv dadurch bekämpfen das man verbal und nonverbal gegen sie kämpft, die haben ihrer Überzeugungen und werden die nicht aufgeben.
Wenn man Rechte beziehungsweise Rechtskonservative effektiv bekämpfen will muss man versuchen den menschenverachtenden Marktwirtschaftsdreck abzuschaffen, denn das ist der Nährboden und die Brutstätte ihrer Überzeugungen. Allerdings und dessen bin ich mir gewiss gehöre ich mit meiner Sicht der Dinge einer Minderheit von Menschen an. Dieser Beitrag stellt meine Meinung dar und soll niemanden persönlich angreifen.
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Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.
- Albert Einstein -

Jedoch ist das genau das, was in einer Marktwirtschaft Alternativlos ist.
Sybilla


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« Antworten #741 am: 04. März 2018, 19:35:39 »

Ach Kuddl ich bin ja ein geduldiger Mensch und erkläre es Dir noch einmal ein letztes Mal ein BGE in Höhe von 1000 €/Monat ist (Grundlage heute) eine Garantie gegen Armut niemand müsste sich Lebensmittel von der Tafel holen........ und der bereits bestehende  Niedriglohnsektor würde verschwinden, weil es das BGE für jedermann geben würde. Wenn das so umgesetzt wird kann gar nichts in die Hose gehen, die Armut und Hartz IV verschwinden.

Inhaltlich sollte den Sachverhalt eigentlich jeder begreifen können, der meint, hier mitschreiben zu können. 

Kuddl, die Argumente sind ausgetauscht und ich überlasse dir gerne das letzte Wort zum Thema BGE. Mein Thema sind die aktuellen Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität und dass die Zahlen der Tafelberechtigen nur eine Richtung kennen, die nach oben. Armut ist ein Problem das immer größer wird, und ich sehe die Menschen die in Armut leben und für Sie möchte ich Aufmerksamkeit erreichen. Ja meine politische Richtung ist die soziale  Sicherheit der Menschen und nicht die neoliberale Profitmaximierung der Wohlhabenden.
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Kuddel


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« Antworten #742 am: 04. März 2018, 21:37:30 »

Liebe Sybilla,

Was soil dieses "erkläre es Dir noch einmal ein letztes Mal" ??  Du hast noch nie irgendwas erklärt!
Du hast stets das BGE wie ein Evangelium vor dir hergetragen. Daß ein BGE mit einem Minimum von 1000€ pro Monat verbunden sein soll, höre ich von dir zum ersten mal. Wer garantiert das? Vielleicht gibt es als BGE nur 2 Euro Fuffzich im Monat? Warum forderst du nicht einfach ein Minimum 1000€ an Sozialleistungen für jeden, ohne damit die Zerschlagung des bisherigen Sozialsystems in Kauf zu nehmen?

Warum hast du meine Frage nicht beantwortet: "Wie willst du verhindern, daß das BGE nicht einen riesigen staatlich subventionerten Niedriglohnsektor entstehen läßt?".
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dagobert


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« Antworten #743 am: 05. März 2018, 00:40:11 »

Ach Kuddl ich bin ja ein geduldiger Mensch und erkläre es Dir noch einmal ein letztes Mal ein BGE in Höhe von 1000 €/Monat ist (Grundlage heute) eine Garantie gegen Armut niemand müsste sich Lebensmittel von der Tafel holen........
Träume.
Beispielrechnung:
1000€ BGE - 400€ Miete - 180€ KV/PV = 420€ Rest, also grad mal 4 Euro mehr als Hartz IV
Zur Armutsbekämpfung reicht das nicht.

und der bereits bestehende  Niedriglohnsektor würde verschwinden, weil es das BGE für jedermann geben würde.
Noch ein Traum.
Wie oben vorgerechnet, holt man mit 1000€ BGE niemanden aus der Armut. Die 1000€ sind dann aber ein Argument für die AG, die Löhne nach unten "anzupassen". Und genau so wird das kommen.

Wenn das so umgesetzt wird kann gar nichts in die Hose gehen, die Armut und Hartz IV verschwinden.
Hartz IV wäre dann möglicherweise weg, Armut aber noch lange nicht.

Armut ist ein Problem das immer größer wird
Ich glaube da widerspricht dir hier keiner.
Auch ich nicht.
« Letzte Änderung: 05. März 2018, 21:58:38 von dagobert » Gespeichert
Sybilla


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« Antworten #744 am: 05. März 2018, 18:36:41 »

Trüume.
Beispielrechnung:
1000€ BGE - 400€ Miete - 180€ KV/PV = 420€ Rest, also grad mal 4 Euro mehr als Hartz IV
Zur Armutsbekämpfung reicht das nicht.

Vom ALG II Regelsatz werden weder KV noch PV abgezogen der ALG II Regelsatz 416 € + Miete  ist wie das BGE 1000 € Netto also das BGE ist doch mehr als gedacht.

Wer sich tatsächlich zum BGE informieren möchte hier https://www.grundeinkommen.de/ ist das vollumfänglich möglich
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Kuddel


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« Antworten #745 am: 05. März 2018, 20:59:04 »

Sybilla,
stets drückst du dich vor klaren Aussagen und der Beantwortung an dich gestellter Fragen.
Stattdessen reagierst du stets im vorwurfsvollen Ton. Diesmal heiß es, "Wer sich tatsächlich zum BGE informieren möchte", als würde man sich eben nicht "tatsächlich" informieren wollen.

Du verweist auf eine hübsch gestaltete Webseite, als handle es sich um die Bibel und als wurde man das unumstößlich wahre Wort dort finden.
Nur gibt es nicht das BGE®, das Ürheberrechtsschutz besitzt und wie in Granit gemeißelt dasteht.
Die Webseite enthält nichts weiter als Vorschläge eines Teils der BGE Szene, die keinesfalls homogen ist.
Es gibt einige Ausbeuterschweine, die befürworten auch ein BGE. Doch die sind keine Freunde von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit und die wollen auch nicht Freiheit und Glück für alle. Deren BGE hat völlig andere Inhalte und Ziele.

Deshalb habe ich mehrmals gesagt, der Begriff BGE ist nichtssagend und mit ihm kann man ganz etwas anderes kriegen, als man es sich wünscht.
Deshalb würde ich lieber über klar greifbare Inhalte reden. Gegen die Armut müßte man die Grundversorgung nicht 4 Euro und nicht 180 Euro höher ansetzen, denn beides wäre ein Witz und würde das Grundproblem nicht einmal ankratzen. Und gegen die Erniedrigung durch die Behörden müßten Überwachung und Bürokratie in dem Bereich abgeschafft werden und Sperren, Sanktionen dürften nicht existieren. Maßnahmen und Lehrgänge dürften nur auf Freiwilligkeit basieren. Das wären klare Forderungen. Ich habe mehrfach gefragt, warum du nicht so einfache, wie richtige Forderungen stellst. Du beantwortest so einfache Fragen nicht.

Statt dessen kommt immer die BGE Nebelgranate, garniert mit Sprüchen, die einen entweder als begriffsstutzig oder zur Diskussion nicht fähig abtun.

Dabei bist du es, die jetzt zum x-ten Male meine Frage nicht beantwortet: "Wie willst du verhindern, daß das BGE nicht einen riesigen staatlich subventionerten Niedriglohnsektor entstehen läßt?".
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rebelflori


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« Antworten #746 am: 05. März 2018, 21:33:15 »

Stattdessen reagierst du stets im vorwurfsvollen Ton. Diesmal heiß es, "Wer sich tatsächlich zum BGE informieren möchte", als würde man sich eben nicht "tatsächlich" informieren wollen.
Genau, außer dem kommt mir das, auch ziemlich durch einander vor. Einmal sind es 1000Euro, dann wieder 1500 Euro.
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Sybilla


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« Antworten #747 am: 06. März 2018, 02:30:19 »

Sybilla,
stets drückst du dich vor klaren Aussagen und der Beantwortung an dich gestellter Fragen.
Stattdessen reagierst du stets im vorwurfsvollen Ton. Diesmal heiß es, "Wer sich tatsächlich zum BGE informieren möchte", als würde man sich eben nicht "tatsächlich" informieren wollen.


Ich habe aufgrund der vielen Nachfragen zum Bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) ein Neues Thema eröffnet
Zum Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) Antworten und Fragen von A - Z

« Letzte Änderung: 06. März 2018, 02:36:36 von Sybilla » Gespeichert

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Sybilla


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« Antworten #748 am: 06. März 2018, 18:35:22 »

Fakenews? – Alternative Fakten? oder doch Wahrheit?

Heute überschlagen sich wieder einmal alle Qualitätsmedien mit der Meldung die wie eine Spam in regelmäßigen Abstädnen immer wieder verkündet wird.

Arbeitsmarkt Zahl offener Stellen erreicht Rekordwert IAB-Umfrage: 1,2 Millionen offene Stellen können nicht besetzt werden - Das deutsche Jobwunder krankt an einem Paradoxon

Wie ist diese Meldung nun tatsächlich einzurennen und sind die Zahlen tatsächlich so wie sie verkündet werden?

In den letzten Tagen beherrschten vermehrt Meldungen steigernder Armut von überfüllten Ausgabestellen der Lebensmittel-Tafeln und temporäre Aufnahmestopps bei mehren Lebensmittel – Tafeln in verschiedenen Städten die Medien.

Tafeln in Not"Wir sind am Limit"
Quelle: Spiegel-Online Montag, 05.03.2018 13:03 Uhr

Somit ist aus psychologischen Gründen eine positive Nachricht notwendig, 1,2 Millionen offene Stellen können nicht besetzt werden, das ist die positive Nachricht.

Kann diese Nachricht im Faktencheck bestehen?

Als erstes fußt diese Zahl auf einer Hochrechnung der repräsentativen Betriebsbefragung einer IAB – Umfrage Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Es handelt sich also um eine Befragung ähnlich des GfK-Konsumklima-Index oder des ifo-Geschäftsklimaindex diese  Umfrageerhebungen spiegeln ein Gefühl wieder das sich nicht zwingend mit den tatsächlichen Geschehen decken muss.

Ein Blick in den BA Bericht schafft diesbezüglich mehr Sicherheit der Situation der Bestand gemeldeter Arbeitsstelle wird im BA Bericht für Februar 2018 auf 764.247 beziffert.
https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201802/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-201802-pdf.pdf
1.1 Eckwerte des Arbeitsmarktes BA Bericht Februar
Tabellenanhang zum Monatsbericht Februar 2018 (Tabelle 1)

Darin sind alle veröffentlichten Stellenangebote enthalten, auch Duplikate also Stellenangebote in mehreren Jobbörsen sowie bereits besetzte aber noch nicht gelöschte Stellenangebote und redundante Stellenangebote von Zeit und Leiharbeitsfirmen.  In der Stellenbörse der BA habe ich unlängst einige Stellenangebote gelesen, in denen unterschiedliche  Zeit und Leiharbeitsfirma im gleichen Stellenbeschreibungen x offene Stellen (im IT Support, Bürofachkräfte, Betonbauer....) männlich/weiblich in x Großstädten angeboten haben. Diese imaginären Stellenangebote  die sich selbstverständlich nicht nur in der Jobbörse der BA befinden sondern in verschieden Jobbörsen und internen Jobbörsen der  Zeit und Leiharbeitsfirma multiplizieren, erklärt sich die Große Schwankungsbreite von 1,2 Millionen offene Stellen der IAB Umfrage zur Zahl gemeldeter Arbeitsstellen wird im BA Bericht von 764.247. Aufgrund dieses Sachverhalts des Faktenchecks ist die Zahl der offenen Stellen immer mit einem Fragezeichen zu versehen. Ebenso sollte zunehmend bedacht werden das Leih und Zeitarbeitsfirmen in der Regel keine Fachkräfte ausbilden. Wer sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Zeit und Leiharbeit sät wird Fachkräftemangel ernten. Wie viele  Arbeitsstellen tatsächlich zu besetzen sind, ist aufgrund der vielfältigen und nebulösen Möglichkeiten der Veröffentlichung von Stellenangeboten nicht nachvollziehbar 

Aufgrund meines Faktenchecks möchte ich die Meldung „Arbeitsmarkt Zahl offener Stellen erreicht Rekordwert“ als Alternative Fakten einordnen. Diese Meldung spiegelt nicht die wahrhaftige Wirklichkeit wieder.
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Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.
Kuddel


Beiträge: 11230


« Antworten #749 am: 06. März 2018, 23:28:59 »

Dabei bist du es, die jetzt zum x-ten Male meine Frage nicht beantwortet: "Wie willst du verhindern, daß das BGE nicht einen riesigen staatlich subventionerten Niedriglohnsektor entstehen läßt?".

Sybilla,
du findest es nicht zufällig völlig Panne, gestellte Fragen nicht zu beantworten und stattdessen einfach neue Threads zu starten...?
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