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Autor Thema: Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität  (Gelesen 191759 mal)
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Sybilla


Beiträge: 465


« Antworten #750 am: 29. März 2018, 17:47:06 »

Arbeitsmarkt März 2018:
1.1 Eckwerte des Arbeitsmarktes Deutschland März 2018 PDF Seite 48

Im März 2018 ist die Zahl der Personen Leistungsempfänger von Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII (ohne Asylleistungen) auf 6.718.466 Personen beziffert, das entspricht einer Hilfequote von 7,8 % erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Die Zahl der Unterbeschäftigten, wird für März 2018 im BA Bericht auf  3.441.159  Personen 7,6 % beziffert.

Hingegen die Zahl der Arbeitslosen  im Sinne des § 16 SGB III im März 2018 laut Statistik des BA Pressedienst auf ein „März Rekordtief “ von 2.458.110 arbeitslosen Personen beziffert wird. Allerdings gibt es auch (vorläufig und hochgerechnet) 852.494 Personen  in der Teilnehme an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik.  Der Bestand gemeldeter Arbeitsstelle wird im BA Bericht auf 778.158 BA-X  251  beziffert.

Quelle der Zahlen:
Hier der Link zum BA Bericht für März 2018
https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201803/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-201803-pdf.pdf

2.3.7 Hilfequoten

Im März 2018 hat fast jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen (9,6 Prozent).*32 9,1 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig – und 7,8 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Damit waren im Vergleich zum Vorjahresmonat anteilig etwas weniger Haushalte (-0,4 Prozentpunkte) und Personen (-0,3 Prozentpunkte) auf SGB II-Leistungen angewiesen.

*32 Vgl. zur Ermittlung der Hilfequoten

Quelle: Seite 23 BA Bericht März 2018

2.3.4 Bedarfsgemeinschaften und Regelleistungsberechtigte

Im März 2018 lebten in 3.180.000 Bedarfsgemeinschaften 5.950.000 Personen die einen Anspruch auf Regelleistungen nach dem SGB II hatten. Knapp drei Viertel von ihnen waren erwerbsfähig (4.260.000) und 1.690.000 zählten als nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte sind vor allem Kinder unter 15 Jahren, ihr Anteil an dieser Gruppe belief sich zuletzt auf 97 Prozent.

Quelle: Seite 22 BA Bericht März 2018

Fazit
 
  768.058  Personen erhalten Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit (ALG I)
4.260.469  Personen Arbeitslosengeld II (Hartz IV)
1.689.939  Personen Sozialgeld

Hilfequote erwerbsfähige Leistungsberechtigte 7,8 %


Unterbeschäftigung ohne Kurzarbeit  (2018) im März 3.441.159 Personen  7,6 %

1.4.6 Unterbeschäftigung
In der Unterbeschäftigungsrechnung nach dem Konzept der BA sind neben den Arbeitslosen die Personen enthalten, die an entlastenden Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik teilnehmen oder zeitweise arbeitsunfähig erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden. Damit wird ein umfassenderes Bild über die Zahl derjenigen Menschen gezeichnet, die ihren Wunsch nach einer Beschäftigung nicht realisieren können.

Quelle: Seite 15 BA Bericht März 2018

Rekordbeschäftigung?
 
 Als erwerbstätig gelten, alle Personen, die als Arbeitnehmer (Arbeiter, Angestellte, Beamte, geringfügig Beschäftigte, Soldaten) oder als Selbstständige beziehungsweise als mithelfende Familienangehörige eine auf wirtschaftlichen Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben beziehungsweise in einem Arbeits- oder Dienstverhältnis stehen. Also auch Personen in Elternzeit. Ebenso wird die Zahl der Erwerbstätigen durch den späteren Renteneintritt Geburtsjahrgang 1953 Altersrente 2018 mit 65 Jahre + 7 Monat

„Ein Land, in dem wir gut und gerne leben“  Wer ist wir ?

Armut Viele Deutsche haben von Hartz IV gelebt

Quelle: Quelle: ZEIT NLINE, dpa, js, 25. März 2018, 9:51 Uhr

Frühjahrsaufschwung im März 88.000 Menschen weniger arbeitslos

Quelle:  www.spiegel.de 29. März 2018

HARTZ-IV-EMPFÄNGER Jobcenter stecken Klienten in Kurse – um eigene Ziele zu erreichen

Quelle: http://www.pnn.de/wirtschaft/1269835/ 26.03.2018

--- ohne Worte ----

Jobcenter haben Druckmittel, um Arbeitslose in Kurse zu zwingen - ….Eine Sanktion solle „durch eine Übernahme von Schulden zur Sicherung der Unterkunft oder Behebung einer vergleichbaren Notlage nicht konterkariert werden.“....

Quelle: http://www.pnn.de/wirtschaft/1269835/ 26.03.2018

Die Ungleichheit in Deutschland ist so groß wie zuletzt vor dem 1. Weltkrieg - Die Reichen werden reicher, der Rest schaut dabei zu.

Ein Land mit robuster Konjunktur und „Fast-Vollbeschäftigung“ sowie jährlich neuer Rekordsteuereinnahmen in dem die Grundversorgung vieler Bürger, immerhin hat die die Quote der Personen die in Armut leben oder von Armut gefährdet sind den Nachkriegsrekord von rund 16 % erreicht. Von 934 Tafeln mit mehr als 2.100 Tafel-Läden und Ausgabestellen abgedeckt werden muss. Unter Ihnen 23 Prozent Kinder und Jugendliche, 53 Prozent Erwachsene im erwerbsfähigen Alter (vor allem ALG-II- bzw. Sozialgeld-Empfänger, Spätaussiedler und Migranten), 23 Prozent Rentner und 19 Prozent Alleinerziehende.

In Deutschland kann jeder zwischen zwei Realitäten wählen, die echte Realität im realen Leben ( für viele heißt das Arbeit in Armut und ergänzenden Hartz IV) oder die andere fiktive Realität mit alternativen Fakten (Arbeitsmarkt auf den Weg zur Vollbeschäftigung) in den „Qualitäts-Medien“.
In der DDR gab es auch Vollbeschäftigung!

Damit sind die Medien-mächtigen längst bei:
Wir gestalten die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit.
Wir erschaffen die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit nach unserer Doktrin

So gesehen ist die Zensur das kleinere Übel.
PR-tauglich formuliert sind wir bei: Wahrheit ist machbar, Herr Nachbar!

Was ist Wahrheit? (Pontius Pilatus)

 Erstellt von Sybilla am 29.03.18 --- 16 Uhr 30
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Fritz Linow


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« Antworten #751 am: 30. März 2018, 00:56:58 »

Dieses Zahlengewusel ist ja recht fleißig, nett und interessant, kommt mir aber ein wenig besessen vor. Es geht wohl auschließlich um die Wahrheit. Gibt es echt nichts besseres als die hier schon durchgekauten Alternativen wie BGE, Merkelmusweg usw.?

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Hartzhetzer


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WWW
« Antworten #752 am: 04. April 2018, 05:41:01 »

Zitat
Gibt es echt nichts besseres als die hier schon durchgekauten Alternativen wie BGE, Merkelmusweg usw.?

Ja die Marktwirtschaft und das Geld abschaffen. Eine sinnvollere Art der gesamtgesellschaftlichen Ressourcen/ Güterverteilung als den Tausch einführen. Eine Regierungsform einführen in der Anführer abgewählt werden können und immer die Entscheiden dürfen, die von den getroffenen Entscheidung betroffen sind.
Aber die meisten Menschen wollen so etwas nicht, die wollen lieber im Rahmen von rechts-konservativen Drecksideen die Auswirkungen der Marktwirtschaftlichen Schweineökonomie eindämmen und effektiver Verwalten.
« Letzte Änderung: 04. April 2018, 05:42:46 von Hartzhetzer » Gespeichert

Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.
- Albert Einstein -

Jedoch ist das genau das, was in einer Marktwirtschaft Alternativlos ist.
Kuddel


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« Antworten #753 am: 10. April 2018, 21:40:00 »

Hartzhetzer macht sich erfrischend weitreichende Gedanken.

Mich würde schon interessieren, in welche Richtung die Gedanken von Sybilla gehen.
Ich werde aus diesen seit Jahren im Grunde immer gleichen Postings (variierend nur im Detail) von Pontius bis Pilatus kein Stück schlau.
Bevor ich mir einen Reim drauf mache, würde ich lieber eine nachvollziebare Stellungnahme der Autorin hören, bitte ohne Unterstellung, es würde "Lese- und Textverständniskompetenz" mangeln.

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Onkel Tom


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« Antworten #754 am: 10. April 2018, 23:42:57 »

@Sybilla

Vielen Dank, insbesonders den Link zu pnn.de, wo es um der Prüfung des
Bundesrechnungshof geht, wie das mit der Praxis um Einkauf und Zuweisung
von Masnahmen angeht..

Das die BA und folgend die Jobcentren eine mögliche Mitsprache von erwerbslosen
derartig unterdrückt, ist Mitursache für den Schaden am Sozialetat hinsichtich
"aktiver Leistungen"..

Ich denke, dem könnte Abhilfe geboten werden, in dem erwerbslose rein freiwillig
zur Probe bei Masnahmenträger hospitieren könnten und anschließend frei
entscheiden können, ob die entsprechend "besuchte" Hospitation das richtige
für sie ist. Nach Beendigung einer absolvierten Masnahme noch ein Feedback vom
Teilnehmer zu bekommen, dürfte reichlich Sinnlosmasnahmen zum Austerben
bedrohen..

2006 habe ich mich intensiv mit der Vergabepraxis von "aktiven leistungen" und
der Funktion des Regionalen Einkaufszentrum (REZ) befasst und musste
feststellen, das da ein Kuschelplatz für Preisunterbietungen, Konkurrenzschärfe,
Falscher Versprechungen bezüglich "aktiver Leistungen" und leider nicht
beweisbarer Kurruption entstanden ist..

In HH durfte ich anbei genug mit ansehen, wie bestialisch um "Kopfgelder"
( fachwörtlich Teilnehmerpauschale ) gerungen wird..
Dem REZ und übergeordneter BA kann es ja nur recht sein, möglichst billig
erwerbslose in Masnahmen zu zwingen..

Die Masse machts, um Statistik schönpolieren zu können und der Schaden
und damit auch gegen das Interesse der Allgemeinheit zu handeln, geht dem
BA / JC - Gedärme und der Erwerbslosenindustrie am Hintern vorbei..

Der arbeitsuchende kann anbei gern auf der Strecke bleiben und wenn er
aufmucken sollte, gibt es reichlich Tricks der Anleiterschaft, alle Schuld dem
Teilnehmer in die Schuhe zu schieben.. (Sanktionskonstrucktion)

Ich möchte nicht wissen, wie viel Akten beim JC auf diese Weise schon
versifft wurden und der erwerbslose wundert sich, warum für ihn keine
echte Quallifizierung mehr in Frage kommt.

Die Ergebnisse der Prüfer sind in meinen Augen real und ungefärbt  Wink
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Sybilla


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« Antworten #755 am: 13. April 2018, 11:19:49 »

Markus Lanz Talkrunde am 12.04.18 Thema Hartz IV - Der Faktencheck

 
In der Diskussionsrunde war zu hören, dass wir in Deutschland auf Vollbeschäftigung zulaufen. Was verstehen diese Herrschaften unter Vollbeschäftigung? Das jede*r irgendwie aus der Statistik gerechnet wird oder das viele in 50 Stundenmonatsverträgen in Job Shearing beschäftigt werden oder das jede*r eine Arbeit hat, von der alle ohne ergänzendes Hartz IV für sich und ihren Familien den Lebensunterhalt finanzieren können. Was ist Vollbeschäftigung? In der DDR gab es Vollbeschäftigung? Auch in Deutschland gab es in den 1950er und 1960 er Vollbeschäftigung nach heutiger Definition auch in den 1970 er und 1980er.

Dann kam wieder das Beispiel des Busfahrers mit 2 Kindern der soviel verdient als eine Hartz IV Familie mit 2 Kindern. Ja ja der Busfahrer schon, aber seine Frau kann auch noch dazu verdienen und das Kindergeld erhält diese Familie zusätzlich
.
Hingegen die Hartz IV Familie mit 2 Kindern nur die Regelsätze für vier Personen + Miete und Nebenkosten erhält das Kindergeld wird zu 100 % angerechnet. Jeder Verdienst/Einkommen innerhalb der Hartz IV Familie wird auf das ALG II angerechnet.

Und die Fabelei von 1,2 Mio offenen Stellen durfte natürlich auch nicht fehlen, selbst der BA ist nur ein Bestand von 778.158 gemeldeter Arbeitsstelle inklusive Mehrfachzählungen und Datenredundanzen bekannt. Von Mehrfachzählungen und Datenredundanzen haben diese Herrschaften offensichtlich noch nichts gehört. Seit 18 Jahren schreibe ich Monat für Monat eine umfangreiche Analyse der Zahlen des BA – Berichts, offensichtlich kann ich damit nicht in die Blase vordringen, in der diese Medienmenschen leben.

Oder diese Herrschaften sprechen absichtlich von alternativen Fakten.
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« Antworten #756 am: 13. April 2018, 12:03:14 »

...
Was ist Vollbeschäftigung? In der DDR gab es Vollbeschäftigung? Auch in Deutschland gab es in den 1950er und 1960 er Vollbeschäftigung nach heutiger Definition auch in den 1970 er und 1980er.
...

Was ist das denn ? In D gab es auch im "Wirtschaftswunder" Arbeitslose und das
"Ziel Vollbeschäftigung" empfinde ich als Nebelkerze um Disskussion, wie einfach
die Probleme gelöst werden könnten, was jedoch dazu führt "Dinge in vereinfachten
Schubladendenken" an zu nehmen.. (Neumodisch=Populismus)

Eine Vollbeschäftigung wird es nie geben ! In D erst recht nicht, da unser derzeitig
funktionierendes Wirtschaftssystem auf Benachteiligte als "alternative" Konkurrenz-
masse angewiesen ist und damit "effizient" ausbeutet werden kann.

Und was hat denn anbei das mit dem ehemaligen System in der ehemaligen DDR
zu tun ?? Ich glaube kaum, das sich D und DDR diesbezüglich vergleichen lässt.

Ich kenne einige Leute, die in der DDR gelebt haben und den "Verhältnissen zum
Thema Arbeit, Leben und Familie in der DDR" ganz schön nachtrauern.

 Roll Eyes

« Letzte Änderung: 13. April 2018, 12:07:27 von Onkel Tom » Gespeichert

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Kuddel


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« Antworten #757 am: 13. April 2018, 13:15:37 »

Sybilla erklärt nicht, was sie mit ihrem jahrelangen Geschreibsel bezweckt.

Es kommt entweder das Gesülze vom BGE und auf die Widersprüchlichkeit der BGE-Forderung geht sie nicht ein.
Ansonsten lese ich aus ihren Beiträgen heraus, daß es nicht genug Ausbeutung gibt.

Es ist eine Tatsache, daß in vielen Branchen der Hunger nach Arbeitskraft nicht gestillt werden kann.
Sybilla könnte sofort einen Job finden als Paketzustellerin, in einem Callcenter oder in der Pflege. Das Jobcenter würde ihr auch mit Handkuß einen Staplerschein finanzieren, damit sie in der Logistik arbeiten kann. Ohne Zuwanderung käme die Wirtschaft nicht klar und zusätzlich werden Arbeitskräfte im Ausland rekrutiert. Das sind keine Alternativen Fakten, sondern herrschende Realität.

Ich verstehe Sybylla so, daß sie will, daß mehr "Arbeitsplätze" geschaffen werden.
Ich sehe nur noch Leute, die keinerlei Zeit haben, dauererschöpft sind, mehrere Jobs machen, schwarz etwas "hinzuverdienen", dubiose Onlinejobs machen und alles bis an die Grenze der Kraft. Während Sybilla scheinbar mehr Arbeit will, will ich, daß die Arbeit radikal begrenzt wird. Es wird massenhaft Schwachsinn produziert. Die wöchentliche Arbeitszeit ist viel zu hoch!

Über solche Dinge würde ich gern mit Sybilla diskutieren. Sie verweigert aber eine Diskussion. Ich sehe hier nur einen jahrelangen Monolog mit höchst zeifelhaftem Inhalt.
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Sybilla


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« Antworten #758 am: 13. April 2018, 15:03:53 »

Sybilla erklärt nicht, was sie mit ihrem jahrelangen Geschreibsel bezweckt.

Doch, habe ich Dir schon x Mal erklärt, aber was hilft das, wenn das nicht verstanden werden will?

Es ist eine Tatsache, daß in vielen Branchen der Hunger nach Arbeitskraft nicht gestillt werden kann.

Nö das ist Fakenews, sonst würden die Firmen wie in den 1950ern und 1960ern jeden einstellen der ins Personalbüro kommt. Wird aber nicht gemacht. Es gibt zuerst eine Vorauswahl, dann werden Teilnehmer für ein erstes Vorstellungsgespräch eingeladen dem folgt dann ein zweites Vorstellungsgespräch mit Bewerber die einen guten Eindruck hinterlassen haben. Es schließt sich dann ein Angebot eines Praktikums für die drei Bewerber mit den besten Voraussetzungen an. Der dann auserwählte Bewerber wird zur vierwöchigen Probearbeit eingeladen, läuft alles wie erwischt erhält dieser einen Arbeitvertrag auf Zeit für 6 Monate mit 6 Monate Probezeit versteht sich von selbst.

Nein so sieht ein Arbeitsmarkt dessen "Hunger nach Arbeitskraft nicht gestillt werden kann" nicht aus.

Ohne Zuwanderung käme die Wirtschaft nicht klar und zusätzlich werden Arbeitskräfte im Ausland rekrutiert. Das sind keine Alternativen Fakten, sondern herrschende Realität.

Das sind Einzelfälle im Bereich der Hochqualifikation nicht mehr und nicht weniger.

Sybilla könnte sofort einen Job finden als Paketzustellerin, in einem Callcenter oder in der Pflege. Das Jobcenter würde ihr auch mit Handkuß einen Staplerschein finanzieren, damit sie in der Logistik arbeiten kann.

Oh kuddl Du musst  jetzt ganz tapfer sein, Dich fest auf Deinen Stuhl setzten und ganz ruhig atmen, dass was ich jetzt schreibe könnte Deine Sicht der Welt völlig zerstören. Sybilla braucht keinen Job mehr, Sybilla erhält ein Ruhegehalt das auch von Dir mit finanziert wird. Tut mir unendlich Leid dass ich für Paketdienste, Callcenter und die Pflege nicht zur Verfügung stehen kann. Auch ein Staplerschein kommt für mich nicht mehr in Frage. Ja der Eintritt in den Ruhestand ist offensichtlich schon ein Problem für Menschen wie Dich.

Ich verstehe Sybylla so, daß sie will, daß mehr "Arbeitsplätze" geschaffen werden.

Nein ich möchte dass Menschen von ihrer Arbeit leben können, ich bin gegen Arbeit in Armut.

Ich sehe nur noch Leute, die keinerlei Zeit haben, dauererschöpft sind, mehrere Jobs machen, schwarz etwas "hinzuverdienen", dubiose Onlinejobs machen und alles bis an die Grenze der Kraft.

Logisch Arbeit in Armut das heißt drei oder vier "Mini  oder Teilzeitjobs" bewirken das Leute, keinerlei Zeit haben, dauererschöpft sind, mehrere Jobs machen, schwarz etwas "hinzuverdienen", dubiose Onlinejobs machen und alles bis an die Grenze der Kraft. Genau das will ich nicht und Du?


Während Sybilla scheinbar mehr Arbeit will, will ich, daß die Arbeit radikal begrenzt wird. Es wird massenhaft Schwachsinn produziert. Die wöchentliche Arbeitszeit ist viel zu hoch!

Wie jetzt ist es eine Tatsache, dass in vielen Branchen der Hunger nach Arbeitskraft nicht gestillt werden kann? Oder die Arbeit radikal begrenzt werden soll ? Weil massenhaft Schwachsinn produziert wird und die wöchentliche Arbeitszeit ist viel zu hoch ist?
Kuddl merkst Du denn Widerspruch in Deiner Trollrede?

Über solche Dinge würde ich gern mit Sybilla diskutieren. Sie verweigert aber eine Diskussion. Ich sehe hier nur einen jahrelangen Monolog mit höchst zeifelhaftem Inhalt.

Ich verweigere die Diskussion mit Trollen denen ich alles x Mal erklären muss die das aber nie verstehen werden die sich andauernd selbst widersprechen, dass macht einfach keinen Sinn
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Onkel Tom


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« Antworten #759 am: 13. April 2018, 17:18:13 »

...
Es ist eine Tatsache, daß in vielen Branchen der Hunger nach Arbeitskraft nicht gestillt werden kann.

Nö das ist Fakenews, sonst würden die Firmen wie in den 1950ern und 1960ern jeden einstellen der ins Personalbüro kommt.
...
Nein so sieht ein Arbeitsmarkt dessen "Hunger nach Arbeitskraft nicht gestillt werden kann" nicht aus.

Tatsache ist, das "Fachkräfte gesucht werden, die zu Bedingungen einer ungelernten
Arbeitskraft arbeiten. Schon mal den Arbeitsmarkt genauer betrachtet, wie Anforderungs-
profile in Stellenangeboten aussehen und welche Bezahlung und Arbeitsbedingungen
dem gegenüber stehen ?

Hier im Forum haben wir ja des öfteren erfahren müssen, wie Arbeitgeber alleinig aus
Gründen der "Profitmaximierung" nach "Quallifizierten Fachkräften" lechsen.
Schaut man genauer hin, kommt fast immer das selbe heraus..

Entweder lässt Fachkraft sich auf eine Einstellung a la "Gewerblicher Mitarbeiter" und
damit auf nicht mehr Geld als dem Mindestlohn an Bezahlung ein oder kann gleich
wieder nach Hause gehen. Schießlich "stehen ja genug Erwerbslose vor der Tür", die
gegenwärtig verunsichterte Bedingungen fressen könnten.

Und genau so funzt es.. Logisch, das es immer Erwerbslose geben muss oder ?

Zitat
...
Ohne Zuwanderung käme die Wirtschaft nicht klar und zusätzlich werden Arbeitskräfte im Ausland rekrutiert. Das sind keine Alternativen Fakten, sondern herrschende Realität.

Das sind Einzelfälle im Bereich der Hochqualifikation nicht mehr und nicht weniger.


Na denn erkläre mir doch bitte, warum Ingineure gern die Möglichkeit ergreifen, im
Ausland tätig zu werden, statt in Bereichen arbeiten zu müssen, die sie dequallifiziert ?

Ich habe die Possen schon mehrfach durch, wie Zeitarbeitsfirmen das "Runterhandeln"
nicht lassen können. (Schlimmer noch, wenn sie Bewerber beim JC anscheißen, falls
sowas nicht klappt)

Es gibt nicht genug Arbeit und vom propagierten "Aufschwung" ist auch nix zu sehen,
das was davon, wenn es den existiert, bei der Allgemeinheit ankommt..

Von "Einzelfällen" kann also nicht die Rede sein..
« Letzte Änderung: 13. April 2018, 17:26:23 von Onkel Tom » Gespeichert

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Kuddel


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« Antworten #760 am: 13. April 2018, 18:38:45 »

Es wird immer unangenehmer.
Ich hatte wiederholt gesagt, daß es mehr Sinn macht, wenn man klare Forderungen stellt, was die Erwerbslosenkohle angeht, denn der Begriff des BGE ist zu schwammig und kann mißbraucht werden. Genau das passiert gerade.

Du bist auf meinen Einwand nie eingegangen. Jetzt ein patziges "doch" zu posten, ersetzt keine Diskussion. Sie hat nie stattgefunden.

Und du machst weiter mit deinen Unterstellungen und Beleidigungen. Deine Behauptungen sind stets "Wahrheit" und alles andere bezeichnest du als "Fake News".

In welchem Dorf lebst du eigentlich? Ich lebe nun nicht gerade in einer pulsierenden Metropole, aber hier am Ort kann ich dir locker ein halbes Dutzend Jobs vermitteln, in denen du oder wer auch immer eine Arbeit sucht innerhalb einer Woche anfangen kann. Und innerhalb eines Monats mindestens ein Dutzend Stellen, in denen man eingestellt werden könnte. Und nein, nichts hochqualifiziertes. Gastronomie, Einzelhandel, Altenpflege oder als Reinigungskraft. Und Amazon nimmt jeden sofort. Es reicht Deutsch oder Englisch zu verstehen.

Sybilla, wir haben wohl grundlegend entgegengesetzte Einstellungen.
Du kämpfst für Arbeit, ich kämpfe für eine Abschaffung der Ausbeutung.



Oh kuddl Du musst  jetzt ganz tapfer sein, Dich fest auf Deinen Stuhl setzten und ganz ruhig atmen, dass was ich jetzt schreibe könnte Deine Sicht der Welt völlig zerstören. Sybilla braucht keinen Job mehr, Sybilla erhält ein Ruhegehalt das auch von Dir mit finanziert wird. Tut mir unendlich Leid dass ich für Paketdienste, Callcenter und die Pflege nicht zur Verfügung stehen kann. Auch ein Staplerschein kommt für mich nicht mehr in Frage. Ja der Eintritt in den Ruhestand ist offensichtlich schon ein Problem für Menschen wie Dich.
Was soll diese bescheuerte Unterstellung? Ich wünsche jedem, sich der Plage der Maloche entziehen zu können und deshalb würde ich nie einen Scheiß wie "Vollbeschäftigung" fordern!


ich möchte dass Menschen von ihrer Arbeit leben können, ich bin gegen Arbeit in Armut.
Diese DGB Forderung fand ich schon immer zum Kotzen! Ich erinnere mich an Zeiten, in denen man von Arbeitslosenkohle/Sozialhilfe vernünftig leben konnte, wenn man keine Bedürfnisse in Richtung Konsumrausch hatte. Mit Arbeit konnte man sich ein wesentlich besseres Leben leisten, Reisen, Auto und unnötige Anschaffungen. In Zeiten, in denen die Produktivität enorm viel höher ist zu fordern, daß man von der Arbeit "leben" können muß, ist einfach erbärmlich!

Während Sybilla scheinbar mehr Arbeit will, will ich, daß die Arbeit radikal begrenzt wird. Es wird massenhaft Schwachsinn produziert. Die wöchentliche Arbeitszeit ist viel zu hoch!

Wie jetzt ist es eine Tatsache, dass in vielen Branchen der Hunger nach Arbeitskraft nicht gestillt werden kann? Oder die Arbeit radikal begrenzt werden soll ? Weil massenhaft Schwachsinn produziert wird und die wöchentliche Arbeitszeit ist viel zu hoch ist?
Kuddl merkst Du denn Widerspruch in Deiner Trollrede?

Ich verweigere die Diskussion mit Trollen denen ich alles x Mal erklären muss die das aber nie verstehen werden die sich andauernd selbst widersprechen, dass macht einfach keinen Sinn

Sag mal, hast du schonmal davon gehört, daß wir im Kapitalismus leben?
Und hast du auch mitbekommen, daß im diesem Wirtschaftssystem zwei Klassen mit entgegengesetzten Interessen sich gegenüberstehen?
Die herrschende Klasse will, daß wir möglichst viel arbeiten und möglichst wenig von dem erarbeiteteten Reichtum abbekommen.
Wir, die Ausgebeuteten, sind nicht so heiß drauf unser Leben mit Arbeit zu verschwenden. Wir wollen das tun, was zu einem angenehmen Zusammenleben notwendig ist, aber nicht das, was zur Steigerung der Profite dient. Das ist ein gesellschaftlicher Konflikt. Das ist der wohl bedeutendste gesellschaftliche Konflikt. Ich sehe nicht, an welcher Stelle ich mir selbst widersprechen würde.

Es ist wirklich keine Inhaltliche Auseinandersetzung, wenn du mich als "Troll" bezeichnest.

In den letzte elfeinhalb Jahren und mehr als 450 Beiträgen hast du die Interessen der Ausbeuter vertreten und dich darüber beschwert, daß nicht genug augebeutet wird, daß es nicht genug Arbeitsstellen gibt und wir noch viel zu weit von einer Vollbeschäftigung entfernt sind.

Ich finde es völlig absurd so einen Scheiß in einem Forum der Ausgebeuteten zu hinterlassen.

Du sagst, immer wenn du um weitergehende Argumente gebeten wirst, du seist gegen Armut.
Warum betreffen deine "Untersuchungen" denn nicht die Fragen der Armut, warum suchst du nicht in deinen Beiträgen nach Möglichkeiten gegen die Verarmung zu kämpfen? Ganz konkret und nicht mit einem Link zu einer BGE Seite?

Immer wieder und wieder kommt das Herumgejammere, daß es nicht genug Ausbeutungsplätze gibt. Poste sowas doch lieber in einem FDP Forum. Da ist es besser aufgehoben.

Überigens: Kuddel mag man in der Schweiz oder in Bayern nach deiner Schreibart buchstabieren, in Norddeutschland schreibt man es noch immer mit "e".
« Letzte Änderung: 13. April 2018, 19:58:09 von Kuddel » Gespeichert
Fritz Linow


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« Antworten #761 am: 13. April 2018, 19:27:28 »

Zitat
Kuddel: Du kämpfst für Arbeit, ich kämpfe für eine Abschaffung der Ausbeutung.

Das lese ich eigentlich nicht so heraus, oder aber das Verständnis und die Bewertung von Arbeit ist ein grundlegend anderes.

Zitat
Sybilla: Nein ich möchte dass Menschen von ihrer Arbeit leben können, ich bin gegen Arbeit in Armut.

Andererseits finde ich auch nicht viel anderes. Wenn es darum geht...

Zitat
Sybilla: Seit 18 Jahren schreibe ich Monat für Monat eine umfangreiche Analyse der Zahlen des BA – Berichts, offensichtlich kann ich damit nicht in die Blase vordringen, in der diese Medienmenschen leben.
... dann wäre vielleicht mal eine kleine grafische Darstellung ganz hilfreich, wie sich die offiziellen Zahlen und die realen Zahlen in den letzten 18 Jahren so entwickelt haben.
Ansonsten halte ich den Vorwurf der Trollerei und Diskussionsverweigerung, weil der andere es ja eh nicht versteht, für etwas unglücklich und vor allem nicht hilfreich.
« Letzte Änderung: 13. April 2018, 21:39:23 von Fritz Linow » Gespeichert
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« Antworten #762 am: 14. April 2018, 11:13:11 »

Immer wieder und wieder kommt das Herumgejammere, daß es nicht genug Ausbeutungsplätze gibt. Poste sowas doch lieber in einem FDP Forum. Da ist es besser aufgehoben.
Das ist doch wieder reine Spalterei. Ich finde die Posts von @Sybilla nämlich gut. Sie helfen mir beim Argumentieren gegen die monatliche Schönfärberei was die Arbeitslosenzahlen angeht.

Selbst wenn die Ausbeutung abgeschafft wird, wird die gesellschaftlich notwendige Arbeit nicht enden. Notwendig ist die Verteilung der Arbeit auf alle Schultern der Gesellschaft durch eine Arbeitszeitverkürzung. Und das bescheuerte Lohnsystem muß weg. Der Reichtum der Gesellschaft gehört in die Hände der Allgemeinheit statt in die Hände einiger weniger Reicher.
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Fritz Linow


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« Antworten #763 am: 14. April 2018, 11:37:29 »

Der Reichtum der Gesellschaft gehört in die Hände der Allgemeinheit statt in die Hände einiger weniger Reicher.

Schon richtig. Das Problem ist, dass Sybilla diese reiche Gesellschaft von "unqualifizierten Wirtschaftsflüchtlingen" abschotten will. Das ist nichts anderes als erzwungene generationsübergreifende Schollenbindung. Der hochentwickelte Wirtschaftsraum wird gegen den schwächeren ausgespielt.
http://www.chefduzen.de/index.php?topic=9230.msg331895#msg331895

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Schluepferstuermer


Beiträge: 933


« Antworten #764 am: 14. April 2018, 21:01:01 »

was ich feststellte: Vieles (Konsumgüter) wird nicht benötigt (man schmeißt es nach einem Jahr in den Keller zB.riesen Fernseher).
Dafür arbeitet (bzw. versklavt sich) man viel und für wenig Geld.

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lg Schlüpferstürmer

Die Massenmedien sind schon lange die 4. Macht im Staat.
Wir haben folglich Legislative, Judikative, Exekutive und Primitive.
"Bild" Euch Eure Meinung
----

Wer die CxU und SPD in ihrer Terrorherrschaft gegen das eigene Volk lobt, lobt ihren braungefärbten Nazicharakter!!
Fritz Linow


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« Antworten #765 am: 22. April 2018, 00:56:19 »

Obwohl sich Sybilla schon seit vielen Jahren nicht nur hier mit der Thematik der interpretierbaren Arbeitslosenzahlen befasst und die daraus folgenden Probleme zumindest im Ansatz zu Gehör bringt, ist es ihr bisher nicht gelungen, eben ihre Erkenntnisse in eine Form zu gießen, so dass diese auch für Normalsterbliche verständlich und lesbar sind. Auch bei alternativen Ideen versteht sie es nicht, über die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen im Sinne von Götz Werner hinauszudenken. Ihr Denken beruht auf einer Mischung aus wahrhaftiger Empathie für die „ach die Armen“, auf einem teilweise besessenen Sendungsbewusstsein ihrer eigenen Erkennntnisse und auf einer kleinkrämerischen Vision, die sich vielleicht in abgelegen Bergtälern oder auf einsamen dänischen Inseln finden lässt, aber nicht in der Wirklichkeit. Kann man ja machen, aber über eine sooo lang Zeit?

Das alles ist umso erstaunlicher, da Sybilla es eigentlich besser könnte, wenn sie mal aus ihrer Schleife ausbrechen würde.

Sybilla, was wollen Sie denn nun eigentlich genau, so für uns Doofe, die wir alle im Feudalismus gefangen sind?
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Sybilla


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« Antworten #766 am: 27. April 2018, 12:00:34 »

April Rekord nur noch 6.617.138 Personen im Leistungsbezug
April Rekord nur noch 4.241.443  Personen müssen Arbeitslosengeld II (Hartz IV) beziehen


„Ein Land, in dem wir gut und gerne leben“

Wer ist wir ?

Die Ungleichheit in Deutschland ist so groß wie zuletzt vor dem 1. Weltkrieg - Die Reichen werden reicher, der Rest schaut dabei zu.

Ein Land mit robuster Konjunktur und „Fast-Vollbeschäftigung“ sowie jährlich neuer Rekordsteuereinnahmen in dem die Grundversorgung vieler Bürger, immerhin hat die die Quote der Personen die in Armut leben oder von Armut gefährdet sind den Nachkriegsrekord von rund 16 % erreicht. Von 934 Tafeln mit mehr als 2.100 Tafel-Läden und Ausgabestellen abgedeckt werden muss. Unter Ihnen 23 Prozent Kinder und Jugendliche, 53 Prozent Erwachsene im erwerbsfähigen Alter (vor allem ALG-II- bzw. Sozialgeld-Empfänger, Spätaussiedler und Migranten), 23 Prozent Rentner und 19 Prozent Alleinerziehende.


Arbeitsmarkt im April 2018:

Im April 2018 wird die Zahl der Personen Leistungsempfänger von Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII (ohne Asylleistungen) im BA Monatsbericht auf 6.617.138 Personen beziffert die   Hilfequote bleibt unverändert bei  7,8 % erwerbsfähige Leistungsberechtigte.Die Zahl der Unterbeschäftigten, für April 2018 beträgt laut BA Bericht  3.353.847  Personen 7,4 % .
Die Zahl der Arbeitslosen  im Sinne des § 16 SGB III für April ist in de Statistik des BA Pressedienst auf ein „April Rekordtief “ von 2.383.752 arbeitslosen Personen gesunken.[/B] Der Rückgang hauptsächlich im Bereich des ALG I hingegen die Empfänger von ALG II/Sozialgeld nur marginal gesunken sind. Allerdings gibt es auch (vorläufig und hochgerechnet) 849.602   Personen  in der Teilnehme an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik.  Der Bestand gemeldeter Arbeitsstelle wird im April BA Bericht mit 784.206 Stellen  BA-X  251 erfasst .

Quelle der Zahlen:
Hier der Link zum BA Bericht für April 2018

https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201804/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-201804-pdf.pdf

2.3.8 Hilfequoten

2.3.8 Hilfequoten Im April 2018 hat fast jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen (9,6 Prozent).31 9,1 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig – und 7,8 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Damit waren im Vergleich zum Vorjahresmonat anteilig etwas weniger Haushalte (-0,4 Prozentpunkte) und Personen (-0,3 Prozentpunkte) auf SGB II-Leistungen angewiesen. Das Risiko, hilfebedürftig zu sein, ist für verschiedene Haushaltsformen sehr unterschiedlich. Im Dezember 2017 waren – aktuellere detaillierte Werte liegen nicht vor – von den Haushalten Alleinstehender 11,9 Prozent hilfebedürftig. Die Hilfequote bei Alleinerziehenden-Haushalten lag bei 35,3 Prozent, bei Partnern mit Kindern dagegen nur bei 7,7 Prozent. 

*31 Vgl. zur Ermittlung der Hilfequoten

Quelle: Seite 23 BA Bericht April 2018

2.3.4 Bedarfsgemeinschaften und Regelleistungsberechtigte
Im April 2018 lebten in 3.166.000 Bedarfsgemeinschaften 5.925.000 Personen die einen Anspruch auf Regelleistungen nach dem SGB II hatten. Knapp drei Viertel von ihnen waren erwerbsfähig (4.241.000) und 1.683.000 zählten als nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte sind vor allem Kinder unter 15 Jahren, ihr Anteil an dieser Gruppe belief sich zuletzt auf 97 Prozent.

Quelle: Seite 22 BA Bericht April 2018

1.1 Eckwerte des Arbeitsmarktes BA Bericht April
Tabellenanhang zum Monatsbericht April 2018 (Tabelle 1)
 
Im April 2018 waren "nur noch"  6.617.138 Personen im Leistungsbezug SGB II/III allerdings schwankt diese Zahl trotz sich verändernder Demographie und vermehrten Eintritt in Rente (Altersarmut) je nach Jahreszeit seit Jahren um die Marke von 7 Millionen Personen. Von einen Rekord oder einer signifikanten Veränderung ist noch nichts zusehen zudem viele Personen nur den Rechtskreis vom SGB II zur Altersgrundsicherung wechseln..

692.471  Personen erhalten Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit (ALG I)
4.241.443  Personen Arbeitslosengeld II (Hartz IV)
1.683.224  Personen Sozialgeld

Hilfequote erwerbsfähige Leistungsberechtigte 7,8 %


1.4.6 Unterbeschäftigung
In der Unterbeschäftigungsrechnung nach dem Konzept der BA sind neben den Arbeitslosen die Personen enthalten, die an entlastenden Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik teilnehmen oder zeitweise arbeitsunfähig erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden. Damit wird ein umfassenderes Bild über die Zahl derjenigen Menschen gezeichnet, die ihren Wunsch nach einer Beschäftigung nicht realisieren können.

Quelle: Seite 15 BA Bericht April 2018

Rekordbeschäftigung?
 
 Als erwerbstätig gelten, alle Personen, die als Arbeitnehmer (Arbeiter, Angestellte, Beamte, geringfügig Beschäftigte, Soldaten) oder als Selbstständige beziehungsweise als mithelfende Familienangehörige eine auf wirtschaftlichen Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben beziehungsweise in einem Arbeits- oder Dienstverhältnis stehen. Also auch Personen in Elternzeit. Ebenso wird die Zahl der Erwerbstätigen durch den späteren Renteneintritt Geburtsjahrgang 1953 Altersrente 2018 mit 65 Jahre + 7 Monat

Wie ist das, mit der wunderbaren Vermehrung der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen?

Gemeldete Arbeitsstellen

In der Stellenbörse der BA habe ich unlängst ein Stellenangebot gelesen in dem eine Zeit und Leiharbeitsfirma im üblichen Muster 150 offene Stellen im IT Support männlich/weiblich in Großstädten angeboten hat. Wenn ich diese imaginären Stellenangebote lese die sich natürlich in den verschieden Jobbörsen und bei unterschiedlichen Zeit und Leiharbeitsfirma multiplizieren. Aufgrund dessen ist die Zahl der offenen Stellen immer mit einem Fragezeichen zu versehen. Ebenso sollte zunehmend bedacht werden das Leih und Zeitarbeitsfirmen in der Regel keine Fachkräfte ausbilden. Wer sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Zeit und Leiharbeit sät wird vermutlich sehr bald Fachkräftemangel ernten.

Also nahezu Vollbeschäftigung? Ja regional sind vielleicht nahezu alle irgendwie oft nur in Maßnahmen oder Teilzeit beschäftigt, allerdings nicht in Vollbeschäftigung. Beschäftigung bedeutet oft Arbeit in Armut.

In vielen Medienberichten der „Qualitätsmedien“ herrscht wieder einmal eine rosa rote „Pippi Langstrumpfwelt“  gemalt so wie sie der herrschenden  Nomenklatur gefällt.
Die niedrige Arbeitsteiligkeit und die höchste Beschäftigung seit..... bla bla blub und wie sieht die Welt in der Realität der Wirklichkeit der Bürger aus?

Die höchste Kinderarmut im Nachkriegsdeutschland. Die höchste Armuts- und Armutsgefährdung quote im Nachkriegsdeutschland. Die Zahl der Menschen in Altersarmut wächst unaufhörlich und bedrohlich an. Die schön gemalte Welt gibt es nur in der Statistik und in vielen Medie (siehe in das Büchlein die Zahlentrickser von  Gerd Bosbach Jens Jürgen Korff ) die Statistik wird einfach so gestaltet das sie der herrschenden  Nomenklatur das erwünschte bestätigt. Ein Blick auf die Haushaltsansätze des Bundesministerium für Arbeit und Soziales von 2014 – 2017 zeigt sehr deutlich auf das die Kosten in eine andere Richtung deuten als die Statistiken vom Arbeitsmarkt.

2014 wurden rund 122,0 Milliarden € für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales benötigt
2015 wurden rund 125,6 Milliarden € für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales benötigt
2016 wurden rund 129,8 Milliarden € für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales benötigt
2017 wurden rund 137,6 Milliarden € für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales benötigt

Quellen der Zahlen:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/75833/umfrage/ausgabenstruktur-im-bundeshaushalt/
https://www.bundeshaushalt-info.de/fileadmin/de.bundeshaushalt/content_de/dokumente/2017/soll/epl11.pdf

Des einen Erfolg ist des anderen Armut.

 Diese Analyse des Arbeitsmarktbericht der BA wurde mit Quellzahlen des BA Bericht April 2018  von Sybilla am 27.04.18 --- 11 Uhr 30 erstellt.
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« Antworten #767 am: 02. Mai 2018, 13:51:40 »

Also, als alter Hobby-Mathematiker habe ich mir jetzt auch einmal die 2 wichtigsten, objektiven Kennzahlen für Beschäftigung angesehen. Als da sind die der "gesamtwirtschaftlich geleisteten Arbeitsstunden aller abhängig Beschäftigten", sowie die "Gesamtzahl der Beschäftigten" selbst, jeweils auf dasselbe Jahr bezogen. Ich habe das Jahr 2000 als Basis genommen, weil von früheren Jahren keine Zahlen auf die Schnelle verfügbar waren. Dies zeigt dann meiner Meinung nach ganz objektiv, wieviele Arbeitsplätze in Deutschland über die Jahre hinweg vorhanden waren und wie sich die Zahl tatsächlich entwickelt hat. Und zwar ohne den verfälschenden Faktor der Umwandlung von Vollzeit- in Teilzeitstellen (Stichwort "Aus eins mach zwei"), wie dies die BA und die Bundesregierung zwecks schönfärberischer postiver Darstellung des Arbeitsmarkts schon seit Jahrzehnten machen.

Code:
Jahr Arbeitsstunden   Arbeitsstd.          Erwerbst.           Erwerbst.      Differenz     Arbeitslose   Arbeitslose   Proz.wert    Prozentwert
        Gesamtwirtsch.   je Erwerbst.         offiziell             auf J.2000      zu J.2000     offiziell        real          Beschäft.     100%-x zu J.2000

2000 57.960,0 Std. 1.452,0 Std. 39,917 ET 39,917 ET 0,000 ET 3,890 AL 3,890 AL 100,00% 0,00 %
2001 57.400,8 Std. 1.452,0 Std. 39,809 ET 39,532 ET 0,277 ET 3,850 AL 4,127 AL 99,04% -0,96 %
2002 56.705,1 Std. 1.452,0 Std. 39,630 ET 39,053 ET 0,577 ET 4,060 AL 4,637 AL 97,84% -2,16 %
2003 55.850,3 Std. 1.452,0 Std. 39,200 ET 38,464 ET 0,736 ET 4,380 AL 5,116 AL 96,36% -3,64 %
2004 55.945,9 Std. 1.452,0 Std. 39,337 ET 38,530 ET 0,807 ET 4,380 AL 5,187 AL 96,53% -3,47 %
2005 55.500,0 Std. 1.452,0 Std. 39,326 ET 38,223 ET 1,103 ET 4,860 AL 5,963 AL 95,76% -4,24 %
2006 56.467,5 Std. 1.452,0 Std. 39,635 ET 38,889 ET 0,746 ET 4,490 AL 5,236 AL 97,42% -2,58 %
2007 57.437,4 Std. 1.452,0 Std. 40,325 ET 39,557 ET 0,768 ET 3,760 AL 4,528 AL 99,10% -0,90 %
2008 57.950,1 Std. 1.452,0 Std. 40,856 ET 39,911 ET 0,945 ET 3,260 AL 4,205 AL 99,98% -0,02 %
2009 56.133,0 Std. 1.452,0 Std. 40,892 ET 38,659 ET 2,233 ET 3,410 AL 5,643 AL 96,85% -3,15 %
2010 57.012,7 Std. 1.452,0 Std. 41,020 ET 39,265 ET 1,755 ET 3,240 AL 4,995 AL 98,37% -1,63 %
2011 57.909,2 Std. 1.452,0 Std. 41,577 ET 39,882 ET 1,695 ET 2,980 AL 4,675 AL 99,91% -0,09 %
2012 57.835,0 Std. 1.452,0 Std. 42,061 ET 39,831 ET 2,230 ET 2,900 AL 5,130 AL 99,78% -0,22 %
2013 57.667,9 Std. 1.452,0 Std. 42,319 ET 39,716 ET 2,603 ET 2,950 AL 5,553 AL 99,50% -0,50 %
2014 58.336,4 Std. 1.452,0 Std. 42,672 ET 40,177 ET 2,495 ET 2,900 AL 5,395 AL 100,65% 0,65 %
2015 58.923,5 Std. 1.452,0 Std. 43,069 ET 40,581 ET 2,488 ET 2,790 AL 5,278 AL 101,66% 1,66 %
2016 59.285,8 Std. 1.452,0 Std. 43,638 ET 40,830 ET 2,808 ET 2,690 AL 5,498 AL 102,29% 2,29 %
2017 59.964,6 Std. 1.452,0 Std. 44,291 ET 41,298 ET 2,993 ET 2,530 AL 5,523 AL 103,46% 3,46 %

*Alle Angaben in Millionen (ausgenommen "Arbeitsstunden je Erwerbst.")

Abkürzungserklärung:
--------------------
Std. = Stunden
ET = Erwerbstätige
AL = Arbeitslose

Download als ODS-Datei (Open-Document-Format): https://www112.zippyshare.com/v/uGjd88fA/file.html

Quelle:
Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: www.statistik-bw.de
Statista: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1223/umfrage/arbeitslosenzahl-in-deutschland-jahresdurchschnittswerte/

Kurze Erläuterung, wie die Zahlen zu interpretieren sind:
Im Jahr 2000 betrug die Zahl der Erwerbstätigen (Voll- und Teilzeit) 39,917 Mio. . Die Zahl der volkswirtschaftlich geleisteten Arbeitsstunden lag bei 57.960 Mio., also 57,96 Mrd. Stunden. Daraus ergibt sich eine durchschnittliche jährliche Arbeitszeit von 1.452 Std. für damals Voll- und Teilzeitbeschäftigte (= 57.960 Mio. Std. geteilt durch 39,917 Beschäftigte). Diese 1.452 Arbeitsstunden je Beschäftigten ist die Konstante über die ganzen Jahre. Die Spalte 4 listet die offizielle Zahl der Beschäftigten auf. In Spalte 5 wird die fiktive Zahl aufgelistet, die sich ergäbe, würde jeder Beschäftigte noch 1.452 Std. wie im Jahr 2000 arbeiten. Spalte 5 errechnet die Differenz aus offizieller Beschäftigtenzahl und fiktiver Zahl bezogen auf das Jahr 2000. Diese summiert sich bis zum Jahr 2017 auf 2,993 Millionen. Das ist quasi der Wert, um den die Statistik wegen der starken Umwandlung von Voll- in Teilzeitstellen verfälscht wird. Spalte 6 listet die offizielle Zahl der Arbeitslosen der Bundesagentur für Arbeit für das jeweilige Jahr aus. Spalte 7 addiert dann die offizielle Arbeitslosenzahl mit der aus Spalte 5 (Verzerrung durch vermehrte Registrierung von Teilzeitstellen) auf. Das ist dann die Arbeitslosenzahl bezogen wie sie wäre, würde die Jahresarbeitszeit je Erwerbstätigen noch den Wert des Jahres 2000 erreichen (also 1.452 Std.). Für das Jahr 2017 ergibt sich danach eine Arbeitslosenzahl von 5,523 Millionen. Zum Vergleich: Die offizielle Zahl der AL liegt für 2017 nur bei 2,530 Millionen. Noch nicht enthalten in dieser Zahl sind die von der BA herausgerechneten Arbeitslosen, die a) krankgeschrieben, b) in Umschulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen und c) älter als 58 (?) Jahre sind, und daher nicht mehr von der Arbeitslosenstatistik erfasst werden.

Es kommt später noch eine Anmerkung von mir, was ich von Lohnarbeit halte. Nur soviel: Ich bin da auf Kuddels Seite, nicht daß ich da mißverstanden werde. Arbeit ist und bleibt in diesem System nur eine moderne Form der Sklaverei, macht unglücklich und ist scheiße!
« Letzte Änderung: 03. Mai 2018, 00:25:30 von tleary » Gespeichert

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« Antworten #768 am: 02. Mai 2018, 14:21:13 »

Ich halte von der Lohnarbeit auch nichts. Sie dient hauptsächlich der Bereicherung der Eigentümer der Produktionsmittel und ist eine sehr lästige Angelegenheit. Die Welt ist voll von Menschen, die Abscheu vor dem Montag haben, Mittwoch ein „Bergfest“ feiern und nur noch aufs Wochenende schauen, wo man frei ist von Arbeit. Deswegen finde ich auch die Forderung nach "Vollbeschäftigung" für den Arsch.

Dabei ist mir bewußt, dass es gesellschaftlich notwendige Arbeit gibt. Aber die könnte man auch in einer 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich erledigen.
« Letzte Änderung: 02. Mai 2018, 14:26:58 von counselor » Gespeichert

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« Antworten #769 am: 02. Mai 2018, 15:23:23 »

Dabei ist mir bewußt, dass es gesellschaftlich notwendige Arbeit gibt. Aber die könnte man auch in einer 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich erledigen.
Natürlich! - Experten haben schon vor Jahren errechnet, daß, wenn alle Arbeit auch auf alle Köpfe der arbeitsfähigen Bevölkerung verteilt würde (also momentan Arbeitende, Erwerbslose sowie "stille Reserve"), sogar nur eine 25-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich (denn die Produktivität, also die insgesamt produzierten Güter und Dienstleistungen bliebe ja die gleiche) möglich wäre. Und darin ist noch nicht einmal die gesellschaftliche unnütze Arbeit herausgerechnet, wie Polizei, Bundeswehr, ein Großteil des Verwaltungsapparats, und z.B. die 100.000 Stellen bei der BA. Denn all diese Stellen wären in einer friedfertigeren, gerechteren Gesellschaft größtenteils überflüssig.
Ich wollte mit der Statistik eigenltich nur nachweisen, welches Ausmaß die Zahlenmanipulation der BA mittlerweile erreicht hat. Wie gesagt: Würde man die gleichen Kenndaten wie im Jahr 2000 zugrunde legen, gäbe es 2017 5,5 Millionen offiziell registrierte Arbeitslose. Die tatsächliche Zahl wird aber auf 2,53 Mio. heruntergerechnet. Das ist nicht einmal die Hälfte der nach früherer Berechnungsmethode ermittelten Zahl.
« Letzte Änderung: 02. Mai 2018, 19:06:52 von tleary » Gespeichert

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« Antworten #770 am: 02. Mai 2018, 15:41:30 »

Deswegen finde ich auch die Forderung nach "Vollbeschäftigung" für den Arsch.

Dabei ist mir bewußt, dass es gesellschaftlich notwendige Arbeit gibt. Aber die könnte man auch in einer 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich erledigen.


Warum eine so zahme Forderung?
Ich bin mir sicher, daß bei einem Verzicht auf die Produktion sinnlosen Zeugs eine 20 Std-Woche locker genügen würde.

Recht inspirierend sind Gedanken und Leben von Helen und Scott Nearing, die ein alternatives und ökologisches Leben mit nur 4 Stunden Arbeitszeit pro Tag propagierten und lebten.

Zitat
Nearing zog gegen die Kinderarbeit zu Felde, beschrieb den Eintritt Amerikas in den Ersten Weltkrieg in einem Buch als "Der große Wahnsinn", setzte sich für die Gleichberechtigung der Schwarzen und der Frauen ein und war schließlich sogar der amerikanischen Kommunistischen Partei zu radikal.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14019423.html
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« Antworten #771 am: 02. Mai 2018, 18:49:31 »

Warum eine so zahme Forderung?
Ich bin mir sicher, daß bei einem Verzicht auf die Produktion sinnlosen Zeugs eine 20 Std-Woche locker genügen würde.
Persönlich bin ich bei einer 20,5-Stunden-Woche gelandet - ohne Lohnausgleich und aus gesundheitlichen Gründen.

Und ja - der 4-Stunden-Tag ist möglich. Naturvölker machen es vor:
http://www.wildnispaedagogik-ausbildung.de/nathus-769-1/naturvoelker.html

In Deutschland ist eine breite Debatte darüber notwendig, wie wir leben wollen.

Wollen wir weiter in einem System fremdbestimmter Organisierung der Arbeit knechten, oder gemeinsam und selbstbestimmt unsere Arbeit und unser soziales Leben organisieren?
« Letzte Änderung: 02. Mai 2018, 18:58:27 von counselor » Gespeichert

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« Antworten #772 am: 02. Mai 2018, 19:02:51 »

Natürlich, diese ganze "künstliche Bedürfnisschaffung", die den Kapitalismus schon seit 50 Jahren nur noch am Leben erhält, müsste natürlich auch noch rausgerechnet werden. Smartphone, 150-PS-Auto, ja Auto überhaupt (wenn's einen gut ausgebauten ÖPNV gibt), Flachbildfernseher, etc. bräuchte NIEMAND. Das ist alles nur Ersatzbefriedigung der ausgebeuteten Kreatur, weil diese für ihre Rackerei und ihren Diebstahl der Freizeit bei der Arbeit zwanghaft versucht, einen vermeintlichen Ausgleich durch unnützen Konsum dafür zu erhalten.

Persönlich bin ich bei einer 20,5-Stunden-Woche gelandet - ohne Lohnausgleich.
Das ist auch das MIttel, das den Arbeitgebern vorschwebt bei der aufkommenden "Industrie 4.0".
« Letzte Änderung: 02. Mai 2018, 19:18:51 von tleary » Gespeichert

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« Antworten #773 am: 02. Mai 2018, 20:58:40 »

Persönlich bin ich bei einer 20,5-Stunden-Woche gelandet - ohne Lohnausgleich.
Das ist auch das MIttel, das den Arbeitgebern vorschwebt bei der aufkommenden "Industrie 4.0".

Es ist erstaunlich, wie die bewußt um "Industrie 4.0" gestreuten Mythen geglaubt und reproduziert werden.
Man glaubt tatsächlich, die menschliche Arbeitskraft würde überflüssig werden. Wir sollten uns glücklich schätzen, wenn wir noch arbeiten dürften.
Die Chinesische Regierung, der man vieles unterstellen kann, aber nicht, daß sie dumm ist, hat folgendes für die Umstrukturierung der Wirtschaft geplant:
Die Anschaffung von 25 Millionen Robotern. Man erwartet, daß für diese Umstrukturierung Arbeitskräfte fehlen und deshalb plant man, 200-300 Millionen Arbeitsmigranten aus Indien, den Philippinen, und anderen Ländern, zu holen.

Die Wirtschaft BRAUCHT unsere Arbeitskraft. Auch in Zukunft.
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counselor


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« Antworten #774 am: 02. Mai 2018, 21:25:35 »

Die Wirtschaft BRAUCHT unsere Arbeitskraft. Auch in Zukunft.
Das sehe ich auch so. Die Arbeit geht uns nicht aus. Zumindest die gesellschaftlich notwendige Arbeit bleibt.
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