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Autor Thema: Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität  (Gelesen 207978 mal)
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Tiefrot
Rote Socke


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« Antworten #775 am: 02. Mai 2018, 20:30:39 »

Nuja, die Industriestruktur ist in China sicherlich noch nicht "fertig".
Lass mal die Lebenshaltungskosten und damit die Löhne auf Durchschnitts-europäisches Niveau steigen.
Was meinste, wie schnell Elektronik-, Auto- oder Maschinenproduktion weiterziehen ?

Klar braucht der Kapitalismus menschliche Arbeit, sobald es aber um die Kostenfrage geht,
werden auf Biegen und Brechen die billigsten genommen. China ist im Moment so ein Fall.
« Letzte Änderung: 02. Mai 2018, 20:32:45 von Tiefrot » Gespeichert

Denke dran: Arbeiten gehen ist ein Deal !
Seht in den Lohnspiegel, und geht nicht drunter !

Wie bekommt man Milllionen von Deutschen zum Protest auf die Straße ?
Verbietet die BILD und schaltet Facebook ab !
tleary


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« Antworten #776 am: 02. Mai 2018, 20:47:04 »

Die Wirtschaft BRAUCHT unsere Arbeitskraft. Auch in Zukunft.
Aber warum sollte sie solche gigantischen Investitionen in Technik (z.B. Roboter) machen, wenn am Ende nicht ein Produktivitätssprung - also die Lohnstückkosten (Arbeitskraft pro Produkteinheit) sinken - herauskäme? Dann könnten sie ja auch alles so lassen wie es ist. In meinen Augen braucht die Industrie nur vorübergehend evtl. noch mehr Arbeitskräfte, da hast du recht. So lange bis eben die Technik installiert ist und läuft. Danach nicht mehr. Und wenn, dann höchstens noch ein paar hochqualifizierte Technik-Nerds, aber nicht die "normal qualifizierten" Beschäftigten.
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"Wir sind nicht hoffnungslose Idioten der Geschichte!"
(Rudi Dutschke, 1967)
ManOfConstantSorrow


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« Antworten #777 am: 02. Mai 2018, 20:49:11 »

Nuja, die Industriestruktur ist in China sicherlich noch nicht "fertig".

Die Industriestruktur ist nirgendwo "fertig". Auch in Deutschland nicht.

Was meinste, wie schnell Elektronik-, Auto- oder Maschinenproduktion weiterziehen ?

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=10550.0

Klar braucht der Kapitalismus menschliche Arbeit, sobald es aber um die Kostenfrage geht,
werden auf Biegen und Brechen die billigsten genommen. China ist im Moment so ein Fall.

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=15996.0

Es geht immer und die Kostenfrage und die Machtverhältnisse.
Die Unternehmer wollen möglichst wenig, bzw. nichts für unsere Arbeit zahlen.
Es herrscht ein permananenter Klassenkampf darüber, zu welchen Bedingungen sie unsere Arbeitskraft kriegen.
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Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!
ManOfConstantSorrow


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« Antworten #778 am: 02. Mai 2018, 20:54:35 »

Aber warum sollte sie solche gigantischen Investitionen in Technik (z.B. Roboter) machen, wenn am Ende nicht ein Produktivitätssprung - also die Lohnstückkosten (Arbeitskraft pro Produkteinheit) sinken - herauskäme?

Die ganze Zeit über gibt es technische Weiterentwicklungen. Damit wird permanent die Produktivität erhöht.
Das bedeutet nicht, daß die Löhne deshalb steigen. Für die Arbeiter jenseits der Stammbelegschaften in den deutschen Vorzeigekonzernen sind die Löhne sogar gesunken, was nicht ein Ergebnis der technischen Entwicklungen ist, sondern das Ergebnis fehlender kollektiver Kampfkraft.
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tleary


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« Antworten #779 am: 04. Mai 2018, 02:03:30 »

Die ganze Zeit über gibt es technische Weiterentwicklungen. Damit wird permanent die Produktivität erhöht.
Das bedeutet nicht, daß die Löhne deshalb steigen. Für die Arbeiter jenseits der Stammbelegschaften in den deutschen Vorzeigekonzernen sind die Löhne sogar gesunken, was nicht ein Ergebnis der technischen Entwicklungen ist, sondern das Ergebnis fehlender kollektiver Kampfkraft.
Das habe ich auch nie behauptet, daß die Löhne automatisch steigen, nur weil die Produktivität ansteigt.
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tleary


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« Antworten #780 am: 04. Mai 2018, 02:11:45 »

Klar braucht der Kapitalismus menschliche Arbeit
Es braucht mit Sicherheit auch künftig noch Arbeiter für die Produktion - aber eben immer weniger.
Nur ein Vergleich aus der Wirtschaft der BRD:
Das reale Wirtschaftswachstum betrug in der BRD von 2000 bis 2017 27,5 %.
Die Zahl der dafür zu leistenden Gesamtarbeitsstunden stieg in derselben Zeit aber nur um 3,5 %.
Das heißt im Umkehrschluß, daß mittlerweile 24 % der Arbeiter überflüssig wären, würde nur die gleiche Menge an Gütern und Diensten produziert wie im Jahr 2000. Hinzuzurechnen ist dazu noch die damalige offizielle Arbeitslosenquote (die auch schon geschönt war), die bei 9,6 % lag. Somit wären bei gleicher Produktion heute 33,6 %, also jeder dritte Arbeitnehmer arbeitslos.
« Letzte Änderung: 14. Mai 2018, 15:20:42 von tleary » Gespeichert

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counselor


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« Antworten #781 am: 14. Mai 2018, 13:01:59 »

Zitat
Mehr Dienstleistungsjobs - Zahl der Erwerbstätigen steigt kräftig

Die Zahl der Beschäftigten ist zu Jahresbeginn weiter angestiegen. Große Zuwächse gab es unter anderem in den Bereichen Erziehung und Gesundheit.


Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/zahl-der-erwerbstaetigen-steigt-durch-dienstleistungen-kraeftig-a-1207558.html
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Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!
tleary


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« Antworten #782 am: 14. Mai 2018, 23:55:24 »

Der einzige Bereich, der noch nennenswerte Zuwächse hat, ist dieser halbstaatliche Bereich der Pflege, der noch dazu ausschließlich von den Zwangsbeiträgen der Arbeitnehmner finanziert wird. Die Aufteilung in Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil ist fiktiv, weil sie einzig vom Lohn - und nicht den Gewinnen - berechnet wird. Aber wie gesagt ist die ganze Beschäftigungsstatistik sowieso eine einzige groß angelegte Fälschung, weil Äpfel (Vollzeitarbeitsstellen) und Birnen (Teilzeit-) willkürlich zu einer Summe aufaddiert werden. Dabei läuft das meist so: "Aus 1 (Vollzeit) mach 2 (Teilzeit)". - Naja, Hauptsache man kann wieder eine "positive" Meldung in den Medien publizieren, wie toll doch dieser Kapitalismus funktioniert. - Wobei, man könnte dies auch negativ sehen, daß das Volk wieder mehr buckeln muß. Wink - Aber ob man diese Sichtweise bei Tagesschau und heute je so hören wird?
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BGS
Polarlicht


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« Antworten #783 am: 15. Mai 2018, 05:34:13 »

"Beschäftigt sein", heisst noch lange ncht, dass jemand in Wuerde sein Leben nach seinen Fähigkeiten und Talenten fristen darf.

MdG

BGS
« Letzte Änderung: 15. Mai 2018, 05:36:37 von BGS » Gespeichert

"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)
Kuddel


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« Antworten #784 am: 15. Mai 2018, 10:18:09 »

Ich habe eine grundsätzlich andere Einschätzung von einigen Dingen und deshalb quengel ich hier so viel herum.

Es braucht mit Sicherheit auch künftig noch Arbeiter für die Produktion - aber eben immer weniger.
Nein!

Zitat
Nur ein Vergleich aus der Wirtschaft der BRD:
Das reale Wirtschaftswachstum betrug in der BRD von 2000 bis 2017 27,5 %.
Die Zahl der dafür zu leistenden Gesamtarbeitsstunden stieg in derselben Zeit aber nur um 3,5 %.
Hier hast du dich bereits selbst widerlegt!
Es wurden mehr Arbeitsstunden geleistet.

Zitat
Das heißt im Umkehrschluß, daß mittlerweile 24 % der Arbeiter überflüssig wären, würde nur die gleiche Menge an Gütern und Diensten produziert wie im Jahr 2000.
Warum redest du über deine komischen Vorstellungen statt über die Realität?
Real wurde viel mehr produziert und etwas mehr gearbeitet. Das bedeutet, die Produktivität ist enorm angewachsen. Würde man sich mit der Realität beschäftigen, wäre die Konsequenz, daß man den Gewinn durch die höhere Produktivität in Form einer fetten Lohnerhöhung zurückfordert.

Wenn man sich aber, wie Sybilla und tleary, vor zu wenig Arbeit fürchtet, obwohl real mehr gearbeitet wird, dann vergißt man, was einem zusteht.

Zitat
Somit wären bei gleicher Produktion heute 33,6 %, also jeder dritte Arbeitnehmer arbeitslos.
Das heißt also, die Produktivtät ist um ein Drittel gestiegen. Wo, bitteschön, ist die Forderung nach einer Lohnerhöhung von 33,6%?
Oder: warum wird nicht eine Reduzierung um ein Drittel der Arbeitszeit gefordert?

Das wäre in meinen Augen eine vernünftige Konsequenz aus einer Untersuchung der Zahlen um Arbeit, Erwerbslosigkeit, Produktivität und Profit. Ich finde in diesem Thread meist nur eine Wust aus verwirrenden Zahlen, gefolgt von ziemlich verqueren Vorstellungen.

Ich gebe counselor recht, es gibt gesellschaftlich notwendige und sinnvolle Arbeit. Die Produktion von Lebensmitteln, Bau von Wohnraum, Gesundheit und Pflege, Bildung, Kultur und vieles andere. In einer gerechten Gesellschaft müssen diese Dinge gemacht werden und man muß die Aufgaben möglichst gerecht auf die Menschen verteilen. Das ist wichtig. Und nicht, daß möglichst viel gearbeitet wird.

Es wird bereits viel zu viel gearbeit! Die Menschen haben keine Zeit mehr für sich, füreinander. Sie ruinieren mit zu viel und zu harter Arbeit ihre Gesundheit. Und sowieso, es wird viel zu viel Unsinn produziert. "Mehr Arbeit!" ist eine Forderung der Wirtschaft. "Mehr Arbeit" ist etwas, was der Kapitalismus braucht.

Deshalb werde ich sauer, wenn in einem "Forum der Ausgebeuteten" die Forderungen der Gegenseite nachgebetet werden.
Wir sollten staatdessen lieber diskutieren, welche Arbeit überhaupt sinnvoll und notwendig ist, wie man diese Arbeit unter den Menschen verteilt, wie man sie organisiert, damit sie nicht zur Plage wird und wie man die Früchte der Arbeit verteilt.
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Sybilla


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« Antworten #785 am: 30. Mai 2018, 09:29:22 »

„Ein Land, in dem wir gut und gerne leben“

Wer ist wir ?

Lisa Fitz - ich sehe was was du nicht siehst!

Die Ungleichheit in Deutschland ist so groß wie zuletzt vor dem 1. Weltkrieg - Die Reichen werden reicher, der Rest schaut dabei zu.

STUDIE - Soziale Spaltung in deutschen Städten nimmt zu

Quelle: Handelsblatt online 23.05.2018 - 16:27 Uhr

Ein Land in dem im Gleichklang vieler Medien und der Nomenklatur der Herrschenden ein  robuste Konjunktur auf dem Weg zur „Fast-Vollbeschäftigung“ gibt.

Aber eben auch eine Quote der Personen die in Armut leben oder von Armut gefährdet sind, die  den Nachkriegsrekord von rund 16 % erreicht. Es gibt 934 Tafeln mit mehr als 2.100 Tafel-Läden und Ausgabestellen in denen der Grundbedarf an Lebensmittel abgedeckt werden muss. Unter Ihnen 23 Prozent Kinder und Jugendliche, 53 Prozent Erwachsene im erwerbsfähigen Alter (vor allem ALG-II- bzw. Sozialgeld-Empfänger, Spätaussiedler und Migranten), 23 Prozent Rentner und 19 Prozent Alleinerziehende.

Trotz alledem wird die allmonatliche Jubelmeldung vom Arbeitsmarkt und der niedrigsten Arbeitslosigkeit in einem Mai seit xx Jahren verkündet. In den 1970ern und 1980ern wurde diese Zahl der Arbeitslosen nicht als „ Fast-Vollbeschäftigung“ gepriesen sondern als „Massenarbeitslosigkeit“ als Problem erkannt. Alleine die Zahl der Unterbeschäftigung zeigt das, dass Problem der „Massenarbeitslosigkeit“ auch für die Gesellschaft des Jahres 2018 präsent ist alles andere ist eine nebulöse Verschleierung des Problems durch Teilzeitbeschäftigung durch Zersplitterung von Vollzeitstellen.

Das es nach wie vor alleine mehr als vier Millionen Menschen gibt, die ihre Grundsicherung mit ALG II (Hartz IV) Transferleistungen absichern müssen findet kaum Beachtung, immerhin verkünden viele Medien und Talk Shows „ Fast-Vollbeschäftigung“

Arbeitsmarkt im Mai 2018:

Im Mai 2018 wird die Zahl der Personen Leistungsempfänger von Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII (ohne Asylleistungen und Altersgrundsicherung) im BA Monatsbericht auf 6.575.141Personen beziffert die  Hilfequote der erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Bleibt wie seit Monaten unverändert bei  7,8 % erwerbsfähige Leistungsberechtigte.
Darunter im  ALG I  668.217  Personen in ALG II 4.225.308   Personen und  in Sozialgeld  1.681.616 Personen Die Zahl der Unterbeschäftigten, für Mai 2018 beträgt laut BA Bericht  3.285.966  Personen 7,1 %
. Die Zahl der Arbeitslosen  im Sinne des § 16 SGB III für Mai 2018 ist in de Statistik des BA Pressedienst auf ein „Mai Rekordtief “ von 2.315.487 arbeitslosen Personen gesunken.[/B] Der Rückgang hauptsächlich im Bereich des ALG I hingegen die Empfänger von ALG II/Sozialgeld nur marginal gesunken sind. Allerdings gibt es auch (vorläufig und hochgerechnet) 855.918  Personen  in der Teilnehme an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik.  Der Bestand gemeldeter Arbeitsstelle wird im April BA Bericht mit 792.637  Stellen  BA-X  253 erfasst.

1.1 Eckwerte des Arbeitsmarktes BA Bericht Mai
Tabellenanhang zum Monatsbericht Mai 2018 (Tabelle 1)

Quelle der Zahlen:
https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201805/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-201805-pdf.pdf


1.4.6 Unterbeschäftigung Zur Erklärung ….

In der Unterbeschäftigungsrechnung nach dem Konzept der BA sind neben den Arbeitslosen die Personen enthalten, die an entlastenden Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik teilnehmen oder zeitweise arbeitsunfähig erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden. Damit wird ein umfassenderes Bild über die Zahl derjenigen Menschen gezeichnet, die ihren Wunsch nach einer Beschäftigung nicht realisieren können.

Quelle: Seite 17 BA Bericht Mai 2018

2.3.4 Bedarfsgemeinschaften und Regelleistungsberechtigte

Im Mai 2018 lebten in 3.152.000 Bedarfsgemeinschaften 5.907.000 Personen die einen Anspruch auf Regelleistungen nach dem SGB II hatten. Knapp drei Viertel von ihnen waren erwerbsfähig (4.225.000) und 1.682.000 zählten als nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte sind vor allem Kinder unter 15 Jahren, ihr Anteil an dieser Gruppe belief sich zuletzt auf 97 Prozent.

Quelle: Seite 24 BA Bericht Mai 2018

2.3.7 Hilfequoten

Im Mai 2018 hat fast jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen (9,5 Prozent).32 9,1 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig – und 7,8 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Damit waren im Vergleich zum Vorjahresmonat anteilig etwas weniger Haushalte (-0,5 Prozentpunkte) und Personen (-0,4 Prozentpunkte) auf SGB II-Leistungen angewiesen.

*32 Vgl. zur Ermittlung der Hilfequoten

Quelle: Seite 25 BA Bericht Mai 2018

Den Schwerpunkt der Diskussion möchte ich im Monat Mai auf die daraus resultierende Gefahr der Altersarmut lenken.

Drohende Altersarmut in Deutschland: Beängstigende Studie! So extrem stürzen deutsche Renten ab - Die aktuelle Studie "Pensions - The next leg of the crisis" (auf Deutsch: "Die Rentenversicherung – Die nächste Etappe der Krise") der Privatbank Berenberg

Welche Hausaufgaben muss unsere Regierung in Berlin erledigen, dass nicht Millionen Menschen die jeden Tag früh aufgestanden sind und den ganzen Tag schwer gearbeitet haben, nach eintritt in den schwer verdienten Ruhesand, von Altersarmut bedroht werden?

Mein Vorschlag zur Diskussion gestellt.

Ich denke eine deutliche  Anhebung des allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn ist zur Altersgrundsicherung ohne staatliche Hilfen zwingend geboten. Ebenso eine moderate Anhebung der Rentenbeiträge wobei die „Sandwichgeneration“ also Personen die zum einem ihre Kinder versorgen  und zum anderen für ihre pflegebedürftigen Eltern betreuen , nicht überfordert werden dürfen. Hinzu kommt die allgemeine ToDo-Liste an die regierenden die Pflege neu und besser zu organisieren, kostenfreie Kita Plätze...,  und die Schaffung von bezahlbaren Wohnraum, ….

 Diese Analyse des Arbeitsmarktbericht der BA wurde mit Quellzahlen des BA Bericht Mai 2018  von Sybilla am 30.05.18 --- 10 Uhr 30 erstellt.
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Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.
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« Antworten #786 am: 07. Juni 2018, 13:52:50 »

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Gegen System und Kapital!


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tleary


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« Antworten #787 am: 08. Juni 2018, 11:34:34 »

Ich habe eine grundsätzlich andere Einschätzung von einigen Dingen und deshalb quengel ich hier so viel herum.

Es braucht mit Sicherheit auch künftig noch Arbeiter für die Produktion - aber eben immer weniger.
Nein!

Zitat
Nur ein Vergleich aus der Wirtschaft der BRD:
Das reale Wirtschaftswachstum betrug in der BRD von 2000 bis 2017 27,5 %.
Die Zahl der dafür zu leistenden Gesamtarbeitsstunden stieg in derselben Zeit aber nur um 3,5 %.

Hier hast du dich bereits selbst widerlegt!
Es wurden mehr Arbeitsstunden geleistet.
Ja, aber eben nur weil das Wirtschaftswachstum überproportinal anstieg. Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden mit 3,5 % hingegen nur minimal.

Zitat
Real wurde viel mehr produziert und etwas mehr gearbeitet.
Etwas anderes habe ich auch nie behauptet.

Zitat
Das bedeutet, die Produktivität ist enorm angewachsen. Würde man sich mit der Realität beschäftigen, wäre die Konsequenz, daß man den Gewinn durch die höhere Produktivität in Form einer fetten Lohnerhöhung zurückfordert.
Wenn man sich aber, wie Sybilla und tleary, vor zu wenig Arbeit fürchtet, obwohl real mehr gearbeitet wird, dann vergißt man, was einem zusteht.
Das vergesse ich überhaupt nicht! In einer von den Arbeitern selbstverwalteten Wirtschaft, läge es an den Arbeitern selbst, was sie mit und aus dem Produktivitätsfortschritt machen würden. Entweder mehr konsumieren (= höheres Realeinkommen) oder weniger, d.h. kürzer arbeiten bei gleichem (Real)lohn. - Wofür ich persönlich mich entscheiden würde. Aber das müsste dann auch jeder für sich entscheiden dürfen.
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« Antworten #788 am: 11. Juni 2018, 18:39:37 »

„Ein Land, in dem wir gut und gerne leben“

Wer ist wir ?
Dieses "wir" geht mir auch schon seit geraumer Zeit auf den Sack, egal ob beim Politikergequatsche oder beim journalistischen Gelaber.


Die Ungleichheit in Deutschland ist so groß wie zuletzt vor dem 1. Weltkrieg - Die Reichen werden reicher, der Rest schaut dabei zu.

STUDIE - Soziale Spaltung in deutschen Städten nimmt zu

Aber eben auch eine Quote der Personen die in Armut leben oder von Armut gefährdet sind, die  den Nachkriegsrekord von rund 16 % erreicht. Es gibt 934 Tafeln mit mehr als 2.100 Tafel-Läden und Ausgabestellen in denen der Grundbedarf an Lebensmittel abgedeckt werden muss.

Im Mai 2018 hat fast jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen (9,5 Prozent).32 9,1 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig – und 7,8 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Damit waren im Vergleich zum Vorjahresmonat anteilig etwas weniger Haushalte (-0,5 Prozentpunkte) und Personen (-0,4 Prozentpunkte) auf SGB II-Leistungen angewiesen.
Das sind für mich entscheidende Beobachtungen für eine gesellschaftliche Zustandsbeschreibung.

Ein Land in dem im Gleichklang vieler Medien und der Nomenklatur der Herrschenden ein  robuste Konjunktur auf dem Weg zur „Fast-Vollbeschäftigung“ gibt.
Ich bin da aber mit der "Nomenklatura" nahezu einer Meinung. Der Wirtschaft geht es blendend. Die Profite sprudeln. Nur ist es kaum möglich, ausreichend geeignete Arbeitskräfte zu finden.

Ich kann aber mit deinen Zahlen über die Erwerbslosigkeit herzlich wenig anfangen. Wenn jetzt herauskommt, daß die Zahl der echt Erwerbslosen nun um eine Million höher oder niedriger liegt, dann ändert es nichts an meiner Haltung dem Leben und der Arbeit gegenüber, auch nicht an der gegenüber der momentanen Regierung oder gegenüber dem kapitalistischen Wirtschaftssystem. Ich wüßte auch nicht, was ich für Schlüsse daraus ziehen sollte? Ich sehe, daß es den meisten Menschen immer schlechter geht und nur eine kleine Minderheit von den poltischen und wirtschaftlichen Entwicklungen profitiert. Den Arbeitenden geht es immer schlechter, weil ein immer größerer Teil des Einkommens von den explodierenden Mieten aufgefressen wird. Die Arbeit wird immer mehr verdichtet, der Arbeitsdruck wird immer weiter erhöht. Den Erwerbslosen geht es immer schlechter, weil sie in eine unerträgliche armut geworfen werden und gleichzeitig gedemütigt werden, von einem unbarmherzigen Behördenregime und einem sozialen Mobbing, weil seit Gerhard Schröder wieder lauthals verkündet wird, daß Erwerbslose unnütze Esser sind...

Aber noch einmal zu deiner Behauptung, daß es keine "Vollbeschäftigung" gibt.
Ich bleibe bei meiner Behauptung, daß es viel zu viel Arbeit gibt.
Es gibt endlos viele Jobs, die nicht besetzt werden können. Es sind stumpfe Arbeiten und auch hiochqualifizierte Jobs. Es gibt gleichzeitig viele, die theoretisch in Frage kämen, doch nicht eingestellt werden. Es liegt nicht daran, daß es diese Stellenangebot in Wirklichkeit nicht gibt, sonderen daran, daß es einfach nicht geht.

Einmal haben sehr viele keinen Bock, diese Arbeit zu den angebotenen Bedingungen zu tun. Es ist egal, ob es nur ein ungelernter Hiwi Job ist oder eine Ingenieursstelle. Wenn der jeweilige Mensch die Bedingungen für nicht aktzeptabel hält, dann wird er schon Wege finden, daß man ihn nicht einstellt oder nach kürzester Zeit wieder feuert. Umgekehrt ist es so, daß der Arbeitstakt derart angezogen wurde, das Wissen um die jeweiligen Arbeiten ständig erneuert werden muß, daß leute über 50 oder mit anderen Einschränkungen bereits den Anforderungen heutiger Brutalausbeutung nicht mehr standhalten und wenn man mal eine Zeit aus dem Dauerweiterbildungsprozeß herausgefallen ist, dann ist man sowieso außen vor.

Die Versuche, Erwerbslose zum Spargelstechen zwangsweise auf die Felder zu schicken, sind an massenhafter Sabotage gescheitert. Die Leute haben kaum gearbeitet, sich in dne Schatten gelegt, Spargel zerhackt und Unkraut stehen lassen, sind vorzeitig abgehauen oder gar nicht erst erschienen.

Und es gibt Menschen en Gros, die sind von den gesellschaftlichen Verhältnissen derart kaputt gemacht worden, sie sind prsychisch und körperlich am Arsch und sie können nicht mehr "funktionieren".


Den Schwerpunkt der Diskussion möchte ich im Monat Mai auf die daraus resultierende Gefahr der Altersarmut lenken.

Drohende Altersarmut in Deutschland: Beängstigende Studie! So extrem stürzen deutsche Renten ab - Die aktuelle Studie "Pensions - The next leg of the crisis" (auf Deutsch: "Die Rentenversicherung – Die nächste Etappe der Krise")

Welche Hausaufgaben muss unsere Regierung in Berlin erledigen, dass nicht Millionen Menschen die jeden Tag früh aufgestanden sind und den ganzen Tag schwer gearbeitet haben, nach eintritt in den schwer verdienten Ruhesand, von Altersarmut bedroht werden?

Mein Vorschlag zur Diskussion gestellt.

Ich denke eine deutliche  Anhebung des allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn ist zur Altersgrundsicherung ohne staatliche Hilfen zwingend geboten.
Find ich gut.

Ebenso eine moderate Anhebung der Rentenbeiträge
Das erscheint mir als de facto Lohnsenkung. Ich denke eher an eine Umverteilung des Reichtrums durch eine Reichensteuer und Erhöhung der Erbschaftssteuer.


...Personen die zum einem ihre Kinder versorgen  und zum anderen für ihre pflegebedürftigen Eltern betreuen , nicht überfordert werden dürfen. Hinzu kommt die allgemeine ToDo-Liste an die regierenden die Pflege neu und besser zu organisieren, kostenfreie Kita Plätze...,  und die Schaffung von bezahlbaren Wohnraum, ….
Auch da ganz deiner Meinung.
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counselor


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« Antworten #789 am: 21. Juni 2018, 19:37:37 »

Auch eine Umverteilung durch eine umsatzbezogene Unternehmenssteuer, aus der die Sozialversicherung bezahlt wird, wäre denkbar.
« Letzte Änderung: 21. Juni 2018, 20:50:14 von counselor » Gespeichert

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« Antworten #790 am: 25. Juni 2018, 10:46:42 »

Zitat
Wegen des Fachkräftemangels kommt es bei Arbeiten im Handwerk zu langen Wartezeiten.

Bei der derzeitigen Auftragslage könnten in den Betrieben bis zu 250.000 Menschen zusätzlich beschäftigt werden, sagte der Präsident des Zentralverbands, Wollseifer, den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Jedes Jahr fehlten 20.000 Lehrlinge. Eine Mitschuld für die Entwicklung gab Wollseifer der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Die OECD habe Politikern jahrelang eingeredet, dass die Akademikerquote zu niedrig sei. Er werbe deshalb dafür, dass sich Studienabrecher für einen Beruf im Handwerk entschieden.
http://www.deutschlandfunk.de/handwerk-fachkraeftemangel-und-gute-auftragslage-fuehren-zu.2932.de.html?drn:news_id=896666

Ich halten den "Fachkräftemangel" für keinen Fake der Medien. Es handelt sich um ein reales Problem der Wirtschaft.

Gleichzeitig gibt es eine Menge Erwerbslose. Das ist jedoch kein Widerspruch, sondern eine logische Folge der Änderung der Bedingungen in der Arbeitswelt. Der Arbeitsdruck hat extrem zugenommen, die Arbeitsverdichtung ist immer weiter vorangeschritten, da können viele nicht mehr mithalten. Wer über 50 ist, ist meist nicht mehr interessant für einen Ausbeuter. Wer körperliche oder seelische Einschränkungen hat, wer zu langsam oder zu schwach ist, wer nicht genug ausgebildet oder nicht flexibel genug ist, fällt raus. Die finden alle keinen Job mehr, selbst wenn sie wollen.

Es gab in Betrieben meist Stellen, da wurden Leute einfach mitgezogen, die nicht so produktiv sind. Nach der X-ten betriebswirtschaftlichen Überprüfung sind solche Stellen ausgemacht und eleminiert worden.

Ich halte es für notwendig, diese Arbeitskultur anzugreifen, die nur noch jungen, gesunden und total flexiblen Menschen eine Chance gibt und die auch diese jungen und gesunden verschleißt, kaputtmacht und ausspuckt.
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rebelflori


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« Antworten #791 am: 25. Juni 2018, 15:54:32 »

Ich halten den "Fachkräftemangel" für keinen Fake der Medien. Es handelt sich um ein reales Problem der Wirtschaft.
Ich sehe das so wie du, aber das ist auf keinen Fall ein Fachkräftemangel. Ein Mangel an Arbeitsplätzen mit guten Arbeitsbedingungen da wäre ich dabei.
« Letzte Änderung: 25. Juni 2018, 15:56:35 von rebelflori » Gespeichert
counselor


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« Antworten #792 am: 25. Juni 2018, 16:17:11 »

Ich halte es für notwendig, diese Arbeitskultur anzugreifen, die nur noch jungen, gesunden und total flexiblen Menschen eine Chance gibt und die auch diese jungen und gesunden verschleißt, kaputtmacht und ausspuckt.
In der Tat sollten wir das angreifen. Denn dieses Aussieben der Älteren und Schwächeren zugunsten Jüngerer ist typisch für den Kapitalismus.
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Sybilla


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« Antworten #793 am: 29. Juni 2018, 10:02:29 »

Hurra Hurra Hurra

Juni Rekord nur noch 6.544.989 Personen im Leistungsbezug (ohne Asylleistungen und Altersgrundsicherung)

„Ein Land, in dem wir gut und gerne leben“

Wer ist wir ?

Ein Land in dem im Gleichklang vieler Medien und der Nomenklatur der Herrschenden ein  robuste Konjunktur auf dem Weg zur „Fast-Vollbeschäftigung“ gibt. Hat der US – Präsident Donald Trump doch recht, wenn er twittert das in Deutschland Statistiken aufgehübscht werden? Hören wird in den „Qualitätsmedien doch des öfteren Fake News?“

Die Quote der Personen die in Armut leben oder von Armut gefährdet sind, hat einen historischen Höchststand und Nachkriegsrekord von rund 16 % erreicht. Es gibt 934 Tafeln mit mehr als 2.100 Tafel-Läden und Ausgabestellen in denen der Grundbedarf an Lebensmittel abgedeckt werden muss. Unter Ihnen 23 Prozent Kinder und Jugendliche, 53 Prozent Erwachsene im erwerbsfähigen Alter (vor allem ALG-II- bzw. Sozialgeld-Empfänger, Spätaussiedler und Migranten), 23 Prozent Rentner und 19 Prozent Alleinerziehende.

Lisa Fitz - ich sehe was was du nicht siehst!

Aus aktuellen Anlass möchte ich auch das Abschiedslied von  Lisa Fitz für Frau Merkel verlinken.

Lisa Fitz - Abschied für Angela Merkel - Goodbye Angela Merkel

Die Ungleichheit in Deutschland ist so groß wie zuletzt vor dem 1. Weltkrieg - Die Reichen werden reicher, der Rest schaut dabei zu.

STUDIE - Soziale Spaltung in deutschen Städten nimmt zu

Quelle: Handelsblatt online 23.05.2018 - 16:27 Uhr

Trotz alle dem, wird die allmonatliche Jubelmeldung vom Arbeitsmarkt und der niedrigsten Arbeitslosigkeit, in einem Juni seit xx Jahren verkündet. In den 1970ern und 1980ern wurde diese Zahl der Arbeitslosen nicht als „ Fast-Vollbeschäftigung“ gepriesen, sondern die „Massenarbeitslosigkeit“ als Problem erkannt. Als in den 1980ern mehr als Zwei Millionen Personen arbeitslos waren ( erfasst wurden alle Personen von 15 bis 65) alle anderen hatten auskömmliche Arbeit. Es gab genau null Tafeln, weil diese nicht benötigt wurden. Massenarbeitslosigkeit wurde als gesellschaftliche Herausforderung gesehen.

Im Jahr 2018 wird bei einer Zahl von mehr als Zwei Millionen Arbeitslosen (allerdings werden nicht alle Personen als arbeitslose gezählt die arbeitslos sind, Zum Beispiel fehlen viele unter 25 Jährige sowie viele über 58 Jährige, Kranke, etc) so dass die Zahl der Unterbeschäftigten Arbeitslosen, weiterhin mehr 3 Millionen Personen beinhaltet. Ist das Fast- Vollbeschäftigung und eine historisch niedrige Arbeitslosigkeit ?  Alleine die Zahl der Unterbeschäftigung zeigt das, dass Problem der „Massenarbeitslosigkeit“ auch für die Gesellschaft des Jahres 2018 präsent ist. Alles andere ist eine nebulöse Verschleierung des Problems durch Teilzeitbeschäftigung und durch Zersplitterung von Vollzeitstellen.

Das es nach wie vor alleine mehr als vier Millionen Menschen gibt, die ihre Grundsicherung mit ALG II (Hartz IV) Transferleistungen absichern müssen findet kaum Beachtung, immerhin verkünden viele Medien und Talk Shows „ Fast-Vollbeschäftigung“

Arbeitsmarkt im Juni 2018:

Im Juni 2018 wird die Zahl der Personen Leistungsempfänger von Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII (ohne Asylleistungen und Altersgrundsicherung seit 2015 stellten rund 1,4 Millionen Personen einen Asylantrag ) im BA Monatsbericht auf 6.544.989 Personen beziffert die  Hilfequote der erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Bleibt  unverändert bei  7,7 % erwerbsfähige Leistungsberechtigte.
Darunter im  ALG I  660.496  Personen in ALG II 4.205.751   Personen und  in Sozialgeld  1.678.742 Personen Die Zahl der Unterbeschäftigten, für Mai 2018 beträgt laut BA Bericht  3.240.406 Personen 7,1 %
. Die Zahl der Arbeitslosen  im Sinne des § 16 SGB III für Juni 2018 ist in de Statistik des BA Pressedienst auf ein „Juni Rekordtief “ von 2.275.787 arbeitslosen Personen gesunken.[/B]  (vorläufig und hochgerechnet) 850.700 Personen  in der Teilnehme an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik.  Der Bestand gemeldeter Arbeitsstelle wird im Juni 2018  BA Bericht mit 805.213  Stellen  BA-X  254 erfasst.

1.1 Eckwerte des Arbeitsmarktes BA Bericht Juni
Tabellenanhang zum Monatsbericht Juni 2018 (Tabelle 1)

Quelle der Zahlen:
https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201806/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-201806-pdf.pdf


1.4.6 Unterbeschäftigung Zur Erklärung ….

In der Unterbeschäftigungsrechnung nach dem Konzept der BA sind neben den Arbeitslosen die Personen enthalten, die an entlastenden Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik teilnehmen oder zeitweise arbeitsunfähig erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden. Damit wird ein umfassenderes Bild über die Zahl derjenigen Menschen gezeichnet, die ihren Wunsch nach einer Beschäftigung nicht realisieren können.

Quelle: Seite 16 BA Bericht Juni 2018

2.3.4 Bedarfsgemeinschaften und Regelleistungsberechtigte

Im Juni 2018 lebten in 3.134.000 Bedarfsgemeinschaften 5.884.000 Personen, die einen Anspruch auf Regelleistungen nach dem SGB II hatten. Knapp drei Viertel von ihnen waren erwerbsfähig (4.206.000) und 1.679.000 zählten als nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte sind vor allem Kinder unter 15 Jahren, ihr Anteil an dieser Gruppe belief sich zuletzt auf 97 Prozent.

Quelle: Seite 22 BA Bericht Juni 2018

2.3.7 Hilfequoten

Im Juni 2018 hat fast jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen (9,5 Prozent).29 9,0 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig – und 7,7 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter.
Damit waren im Vergleich zum Vorjahresmonat anteilig etwas weniger Haushalte (-0,5 Prozentpunkte) und Personen (-0,4 Prozentpunkte) auf SGB II-Leistungen angewiesen.

*32 Vgl. zur Ermittlung der Hilfequoten

Quelle: Seite 23 BA Bericht Juni 2018

Angesichts der verkündeten „historisch niedrigen“ Arbeitslosigkeit müsste es einen enormen Stellenabbau bei der BA geben die Zahl der Arbeitslosen hat sich ja mehr als halbiert. Hat jemand  diesen Stellenabbau bei der BA wahrgenommen? Herrscht in den Jobcenter jetzt gähnende leere?
Oder ist das alles nur Psychologie für die Gesellschaft die eine andere Realität darstellt als sie tatsächlich Vorort für den Einzelnen erlebbar ist?

Diese Analyse des Arbeitsmarktbericht der BA wurde mit Quellzahlen des BA Bericht Juni 2018  von Sybilla am 29.06.18 --- 10 Uhr 30 erstellt.
« Letzte Änderung: 29. Juni 2018, 10:40:20 von Sybilla » Gespeichert

Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.
Kuddel


Beiträge: 11713


« Antworten #794 am: 29. Juni 2018, 10:49:02 »

Sybilla, redest du denn nur noch mit dir selbst?
Warum gehst du nicht ein auf die bisherigen Beiträge, die sich auf deine Postings beziehen?
Warum zitierst du dich immer selbst, wiederholst die immer gleichen Textbausteine?
Warum wiederholst du den plumpen Scheiß von "Fake News", "Nomenklatura"[fehlte dieses Mal] und "Merkel muß weg!"?
Mir helfen diese Parolen nicht beim Verstehen der Problematik von Arbeit, Ausbeutung, Erwerbslosigkeit und den Zahlen darüber.
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CubanNecktie


Beiträge: 1710



« Antworten #795 am: 29. Juni 2018, 20:07:25 »

Das sind alles schwierige Fragen @Kuddel. 
Wiederholungen sind wirklich nicht so schön, egal welche Sache (ich lösche hin und wieder sogar schon MP3 Alben - trotz 1TB goßem freien Speicher, weil ich Wiederholungen nicht mag). Besser eine kurze knappe Gegenüberstellung von richtigen und geschönten Zahlen. Und Lösungen zu finden - schwierig, schwierig - es gibt auch keine geeinte schlagkräftige Linke mehr, das ist richtig böse.
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ZAF Fragebogen
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... und nun die durchgeschröderte Masse noch stärker unterdücken und nochmals ordentlich durchmerkeln, bis es ordentlich braun wird.
Onkel Tom


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« Antworten #796 am: 30. Juni 2018, 08:16:10 »

Huch.. Gestern habe ich in der Glotze zu hören bekommen, das seid der
Wiedervereinigung immer wieder von neuen Rekorden bezüglich Verringerung
der Arbeitslosenzahlen gesprochen wird. Monat für Monat..
Das von einem öffentlich rechtlichen Sender. Haben die Quallitätsmedien nun
auch endlich begriffen, das da hochkarätig nur geschummelt wird ?

Es war einmal in Nürnberg, ein mächtiger Mann in einem weit und breit
bekannten großen Haus. Der Mann schaute sich am Monitor viele Zahlen an
und machte sich Sorgen, wie man diese Zahlen den Bauern erzählen kann.
So schuf er die Arbeitslosenstatistik, in der man die Zahlen verstecken
kann, die der Bauer nicht ertragen kann..

Upps, fiel mir gerade aus dem Ärmel.. Schönes WE.

 Roll Eyes

 
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Kuddel


Beiträge: 11713


« Antworten #797 am: 16. Juli 2018, 12:40:05 »

Ich empfinde diesen Strang zunehmend als ärgerlich.
Es geht hier herzlich wenig um die soziale Spaltung der Gesellschaft. Es geht kaum um die Drangsalierung und Erniedrigung von Erwerbslosen und deren weitgehender Ausschluß aus dem gesellschaftluichen Geschehen. Es ist nicht wirklich von sozialem Mobbing und der Ausgrenzung der Armen die Rede. Es geht hier stets um schnöde Statistik.

Ich habe öfter versucht eine Diskussion anzustoßen, denn ich wünsche mir mehr als Zahlensalat. Ich wünsche mir, daß man nach Wegen sucht, aktiv gegen Armut und Ausgrenzung vorzugehen. Das Einzige, was daraufhin kam, war der Hinweis auf das Bedingungslose Grundeinkommen BGE als Lösung all dieser Probleme.

Ich habe versucht zu erklären, warum ich kein Fan des BGE bin und warum ich es vorziehe, klare Forderungen aufzustellen, wie (u.a.) die Abschaffung des Sanktionspraxis und eine radikale Erhöhung der Regelsätze. Ich warnte davor, daß unter dem nebulösen Begriff des Bedingslosen Grundeinkommens auch gesellschaftliche Verschlechterungen, wie die Zerschlagung des existierenden Sozialsystems eingeführt werden könnten. Von Sybilla kam keine Auseinandersetzung mit diesen Fragen, sondern nur der Link auf eine BGE Webseite. Derweil ist in der öffentlichen Diskussion genau das passiert. Der Begriff wurde (für die Mehrheit wahrscheinlich unbemerkt) druch "Solidarisches Grundeinkommen" ausgewechselt und unter diesem Begriff plant man den weiteren Abbau sozialer Absicherungen.

Da Sybilla sich von einer inhaltlichen Diskussion ausgeklinkt hat, frage ich nun Onkel Tom, was denn so wichtig an diesen Arbeitslosenzahlen sein soll?? Warum sagt denn niemand etwas dazu, daß die Wirtschaft real riesige Probleme hat, ausreichend Arbeitskräfte zu rekrutieren, sowohl hochqulifizierte, alsauch ungelernte bei gleichzeitig recht hoher Arbeitslosenzahlen. Ich habe bereits ein paar Gedanken dazu formuliert. Ich halte die Situation in den Betrieben für extrem wichtig, denn sie verändert die Möglichkeit der Arbeiter ihre Interessen durchzusetzen.

Dafür interessiert sich hier scheinbar niemand.

Seit Jahren gibt es hier nur die selbe Leier: Die wirklichen Arbeitslosenzahlen sind höher als die, die die Bundesregierung verbreitet.

Schön und gut. Und nun?
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Onkel Tom


Beiträge: 3718



« Antworten #798 am: 16. Juli 2018, 13:06:58 »

...
Da Sybilla sich von einer inhaltlichen Diskussion ausgeklinkt hat, frage ich nun Onkel Tom, was denn so wichtig an diesen Arbeitslosenzahlen sein soll??
...

Ganz einfach.. "Wischiwaschi als Opium fürs Volk".. Hauptsache die Grenze des
goßen Krach zu überschreiten betäuben zu wollen.

Zitat
...
Schön und gut. Und nun?


Soll ich mir hier jetzt den Mund darüber verfransen, was ich davon und dem Drumherum
halten ?

Kurz und knackig = #Aneignung ! bevor es zu spät ist. Die Franzosen schaffen das ja auch,
wenn es um Arbeitsplätze geht.. "Nicht lange sabbeln sondern machen" habe ich schon
öfter von einem Bekannten gehört der keine politischen Interessen verfolgt..

Auf das BG hoffen oder sich vom "JC-Propaganderminister" Valium geben lassen, empfinde
ich als Flucht vor sich selbst und seinem selbstbestimmten Leben, was man damit ausschlägt.

Ich kann da nur neidisch werden, wie andere wie z.B. in F es wuppen, ohne sich ein erzählen
zu lassen..

 rolleyes
« Letzte Änderung: 16. Juli 2018, 13:12:34 von Onkel Tom » Gespeichert

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Kuddel


Beiträge: 11713


« Antworten #799 am: 16. Juli 2018, 13:23:04 »

Ich kenne diese Vorwürfe gegen die offiziellen Arbeitslosenstatistiken seit den 70er Jahren.
Die Zahlen wirken wie Opium? Wie das?
Wenn die realen Zahlen nun doppelt so hoch oder halb so hoch wären wie die offiziellen, beweisbar, was würde dann passieren?
Ein "Volksaufstand" (hüstel)?

Ich verstehe diesen ganzen Ansatz keinen Deut.
Ich befürchte hier nur eine verbrämte "Hauptsache Arbeit"-Ideologie.
Und die halte ich für bekämpfenswert.
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