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Autor Thema: Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität  (Gelesen 200966 mal)
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Nikita


Beiträge: 1146



« Antworten #825 am: 01. September 2018, 10:55:10 »

Ich halte es für wichtig, durch die Wiederholung mit Substanz immer wieder deutlich zu machen, dass Hartz-IV kein Erfolgsmodell ist und das Zahlenmaterial ist dafür geeignet. Danke für die Mühe, die du dir hier gibst, Sybilla.
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Sybilla


Beiträge: 467


« Antworten #826 am: 28. September 2018, 11:31:23 »

Ich halte es für wichtig, durch die Wiederholung mit Substanz immer wieder deutlich zu machen, dass Hartz-IV kein Erfolgsmodell ist und das Zahlenmaterial ist dafür geeignet. Danke für die Mühe, die du dir hier gibst, Sybilla.


Danke.

Hurra Hurra Hurra

Neuer Rekord am Arbeitsmarkt in Deutschland?

September Rekord der BA Monatsbericht für September 2018 verkündet  nur noch 6.390.596* Personen im Leistungsbezug (SGBII;SGB III ohne Bezieher von Asylleistungen) *Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hochgerechnet werden.

Grundsicherung im Alter und Erwerbsminderung destatis - Pressemitteilung Nr. 114 vom 28.03.2018 erhielten im Dezember 2017 insgesamt  1.059.000 Empfänger

„Ein Land, in dem wir gut und gerne leben“ Wer ist wir ? Fast – Vollbeschäftigung bessere Statistiken vom Arbeitsmarkt, gab es nur im Arbeiter- und Bauernstaat oder in Nordkorea.

Aber bildet der BA Bericht/Pressemeldung die Realität ab, in der die Bürger leben?

Nicht die Agenda 2010 stabilisiert die deutsche Wirtschaft sondern das  Konjunkturprogramm der EZB.

Das Konjunkturprogramm der EZB ( EZB-Anleihekäufe erreichen ein Volumen von 2,5 Billionen Euro gepaart mit der  jahrelangen 0 Zins Politik der EZB sorgten diese „Sondermaßnahmen der EZB“ in den letzten Jahren für ein moderates Wirtschaftswachstum in Deutschland. Allerdings nehmen die Ungleichgewichte der Geldpolitik auf beiden Seiten des Atlantiks zu. Die US-Notenbank Fed hat den Leitzins kontinuierlich auf  2,25 Prozent angehoben. Die EZB hält nach wie vor an der Null Zins Politik für alle Kreditgeschäfte fest. Ein übriges Risiko für das „Wachstum“ der deutschen Wirtschaft   ist die US Amerikanische Handels- und Zollpolitik.

Anteil der Leiharbeiter auf Rekordhoch

Das aktuelle Thema Fachkräftemangel:

So führen uns Politiker und Lobbyisten in die Irre Das Märchen vom Fachkräftemangel

2. Teil: Das Limo-Beispiel

Quelle: manager magazin

Also Fachkräfte fehlen, das ist zutreffend vor allem aber weil in der Vergangenheit  zu wenige Fachkräfte ausgebildet wurden oder die Arbeitsbedingungen nicht attraktiv sind. Das heißt wem Fachkräfte fehlen der muss ausbilden oder die  Arbeitsbedingungen attraktiver gestalten.

Ein Blick in den BA Arbeitsmarktbericht für September 2018 zeigt das hohe Potential von Fachkräften die jederzeit aus- und weitergebildet werden können.

Arbeitsmarkt im September 2018:

Im September 2018 wird die Zahl der Personen Leistungsempfänger von Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII offiziell mit 6.390.596 Personen beziffert die  Hilfequote der erwerbsfähige Leistungsberechtigte bleibt  unverändert bei  7,6 % erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Darunter in ALG I  659.548  Personen des weiteren 4.083.346 Erwerbsfähige Leistungsberechtigte Personen und Nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte Personen 1.647.702  Die Zahl der Unterbeschäftigten, für September 2018 beträgt laut BA Bericht  3.169.646  Personen 6,9 % . Die Zahl der Arbeitslosen  im Sinne des § 16 SGB III für September 2018 ist in de Statistik des BA  offiziell auf ein „September Rekordtief “ von 2.256.473  Personen gesunken.[/B]  Vorläufig und hochgerechnet gibt es 809.582 Teilnehmer an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik.  Der Bestand gemeldeter Arbeitsstelle (Mehrfachnenngen, bereits besetzte aber noch nicht gelöschte, Redundanzen inbegriffen) wird im September 2018 im  BA Bericht mit 833.835  Stellen  BA-X  257 beziffert.

1.1 Eckwerte des Arbeitsmarktes Bericht September 2018
Tabellenanhang zum Monatsbericht September 2018 (Tabelle 1)

Quelle der Zahlen:
https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201809/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-201809-pdf.pdf

1.4.6 Unterbeschäftigung Zur Erklärung ….

1.4.6 Unterbeschäftigung In der Unterbeschäftigungsrechnung nach dem Konzept der BA sind neben den Arbeitslosen diejenigen Personen enthalten, die an entlastenden Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik teilnehmen oder zeitweise arbeitsunfähig erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden. Damit wird ein umfassenderes Bild über die Zahl derjenigen Menschen gezeichnet, die ihren Wunsch nach einer Beschäftigung nicht realisieren können. Realwirtschaftlich (insbesondere konjunkturell) bedingte Einflüsse können besser erkannt werden, weil die Entlastungswirkung der Arbeitsmarktpolitik zwar die Arbeitslosigkeit, nicht aber die Unterbeschäftigung verändert (zur Unterbeschäftigungs- und Entlastungsrechnung vergleiche die Methodischen Hinweise in Kapitel 5)

Quelle: Seite 16 BA Bericht September  2018

2.3.4 Bedarfsgemeinschaften und Regelleistungsberechtigte

Im September 2018 lebten in 3.052.000 Bedarfsgemeinschaften 5.731.000 Personen, die einen Anspruch auf Regelleistungen nach dem SGB II hatten. Knapp drei Viertel von ihnen waren erwerbsfähig (4.083.000) und 1.648.000 zählten als nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte sind vor allem Kinder unter 15 Jahren, ihr Anteil an dieser Gruppe belief sich zuletzt auf 97 Prozent.

Quelle: Seite 22 BA Bericht September  2018

Angesichts der verkündeten „historisch niedrigen“ Arbeitslosigkeit müsste es einen enormen Stellenabbau bei der BA geben die Zahl der Arbeitslosen hat sich ja mehr als halbiert. Hat jemand  diesen Stellenabbau bei der BA wahrgenommen? Herrscht in den Jobcenter jetzt gähnende leere?
Oder ist das alles nur Psychologie für die Gesellschaft die eine andere Realität darstellt als sie tatsächlich Vorort für den Einzelnen erlebbar ist?

DIW-Studie: Künftigen Rentnern droht eklatante Versorgungslücke

Fast jede zweite Altersrente liegt unter 800 Euro

Quelle: RP ONLINE 12.07.2018

Ein Land in dem im Gleichklang vieler Medien und der Nomenklatur der Herrschenden ein  robuste Konjunktur auf dem Weg zur „Fast-Vollbeschäftigung“ gibt. Hat der US – Präsident Donald Trump doch recht, wenn er twittert das in Deutschland Statistiken aufgehübscht werden? Hören wird in den „Qualitätsmedien doch des öfteren Fake News?“

Ein Blick auf die Fakten schafft Transparenz und offenbart die Wahrhaftigkeit der Lage am Arbeitsmarkt.

Staat verbucht im ersten Halbjahr Überschuss von 48,1 Mrd Euro Hauptsächlich aufgrund der EZB und der 0 Zins Politik erwirtschaftet der Bund die Länder und die Kommunen Überschüsse. Auch die üppig sprudelnde MwSt und Einkommenssteuer Steuer  tragen dazu bei. Selbst Sozialversicherungen hatten zur Jahresmitte ein Plus von 9,0 Mrd. Euro auf den Konto allerdings stellt sich nun die Frage warum werden die geringen Renten nicht auf ein Grundsicherungsniveau angehoben?  Warum gibt es nach  Berechnungen des Kinderschutzbundes (DKSB) in D etwa 4,4 Millionen Kinder die von Armut betroffen sind. Warum werden weiterhin Krankenhäuser im ländlichen Bereichen geschlossen? Warum sind die Pflegekräfte in Krankenhäuser, Alten und Pflegeheime weiterhin aufgrund zu geringer Personalschlüssel extrem überbelastet? Warum befindet sich auf vielen Straße Schlagloch neben Schlagloch? Warum sind viele Brücken immer noch stark Renovierungsbedürftig? Warum sind viele Schulhäuser marode? Warum gibt es in vielen Bundesländern einen Mangel an Lehrer*innen? Warum gibt es in vielen ländlichen Gebieten kaum Polizeiwachen? Warum müssen die vorhandenen Polizisten einen Überstundenberg vor sich herschieben? Also wenn schon soviel Geld in der Kasse ist gibt es sicher sinnvolleres als dieses durch Steuersenkungen mit der Gießkanne zu verteilen.   

Der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung soll ab Januar 2019 um 0,5 Prozentpunkte sinken. Hingegen der Beitragssatz zur Pflegeversicherung , wie bereits von Gesundheitsminister Jens Spahn angekündigt, ab Januar 2019 um 0,5 Prozentpunkte angehoben werden soll.

Die Quote der Personen die in Armut leben oder von Armut gefährdet sind, hat einen historischen Höchststand und Nachkriegsrekord von rund 16 % erreicht. Es gibt 934 Tafeln mit mehr als 2.100 Tafel-Läden und Ausgabestellen in denen der Grundbedarf an Lebensmittel abgedeckt werden muss. Unter Ihnen 23 Prozent Kinder und Jugendliche, 53 Prozent Erwachsene im erwerbsfähigen Alter (vor allem ALG-II- bzw. Sozialgeld-Empfänger, Spätaussiedler und Migranten), 23 Prozent Rentner und 19 Prozent Alleinerziehende.

Die Ungleichheit in Deutschland ist so groß wie zuletzt vor dem 1. Weltkrieg - Die Reichen werden reicher, der Rest schaut dabei zu.

STUDIE - Soziale Spaltung in deutschen Städten nimmt zu

Quelle: Handelsblatt online 23.05.2018 - 16:27 Uhr

Trotz alle dem, wird die allmonatliche Jubelmeldung vom Arbeitsmarkt und der niedrigsten Arbeitslosigkeit, in einem September seit xx Jahren verkündet. In den 1970ern und 1980ern wurde diese Zahl der Arbeitslosen nicht als „ Fast-Vollbeschäftigung“ gepriesen, sondern die „Massenarbeitslosigkeit“ als Problem erkannt. Als in den 1980ern mehr als Zwei Millionen Personen arbeitslos waren ( erfasst wurden alle Personen von 15 bis 65) alle anderen hatten auskömmliche Arbeit. Es gab genau null Tafeln, weil diese nicht benötigt wurden. Massenarbeitslosigkeit wurde als gesellschaftliche Herausforderung gesehen.

Im Jahr 2018 wird bei einer Zahl von mehr als Zwei Millionen Arbeitslosen (allerdings werden nicht alle Personen als arbeitslose gezählt die arbeitslos sind, Zum Beispiel fehlen viele unter 25 Jährige sowie viele über 58 Jährige, Kranke, etc) so dass die Zahl der Unterbeschäftigten Arbeitslosen, weiterhin mehr 3 Millionen Personen beinhaltet. Ist das Fast- Vollbeschäftigung und eine historisch niedrige Arbeitslosigkeit ?  Alleine die Zahl der Unterbeschäftigung zeigt das, dass Problem der „Massenarbeitslosigkeit“ auch für die Gesellschaft des Jahres 2018 präsent ist. Alles andere ist eine nebulöse Verschleierung des Problems durch Teilzeitbeschäftigung und durch Zersplitterung von Vollzeitstellen.

Das es nach wie vor alleine mehr als vier Millionen Menschen gibt, die ihre Grundsicherung mit ALG II (Hartz IV) Transferleistungen absichern müssen findet kaum Beachtung, immerhin verkünden viele Medien und Talk Shows „ Fast-Vollbeschäftigung“

Diese Analyse des Arbeitsmarktbericht der BA wurde mit Quellzahlen des BA Bericht September 2018  von Sybilla am 28.09.18 --- 11 Uhr erstellt.
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Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.
Kuddel


Beiträge: 11461


« Antworten #827 am: 28. September 2018, 12:38:48 »

Zitat
...durch die Wiederholung mit Substanz immer wieder deutlich zu machen, dass Hartz-IV kein Erfolgsmodell ist

Ich verstehe nur noch Bahnhof.
Man sollte vielleicht erst einmal herausfinden, von welchem Standpunkt aus man überhaupt die Situation einschätzen und beurteilen will.

Also ich sehe Hartz IV als absolutes Erfolgsmodell aus Sicht des Kapitals. Damit hat man enormen Druck auf das Lohnniveau erzeugen können. Damit hat man den Arbeitsdruck, den Arbeitstakt erhöhen können. Mit Hartz IV hat man zahlreiche Menschen in Ausbeutungsverhältnisse zwingen können, die unter einem humaneren Umfeld einfach indiskutabel wären. Damit ist Hartz IV eine erfolgreiches Exportmodell geworden. Jetzt wollen auch andere Staaten mit den deutschen Hartz IV Methoden den Arbeitsmarkt im Sinne des Kapitals auf Vordermann bringen.

Was kritisiert Sybilla mit dem Zahlen- und Textbausteinsalat eigentlich?
Zitat
Trotz alle dem, wird die allmonatliche Jubelmeldung vom Arbeitsmarkt und der niedrigsten Arbeitslosigkeit, in einem September seit xx Jahren verkündet.
Ja was denn? Das ist doch wahr.
Zitat
Alleine die Zahl der Unterbeschäftigung zeigt das, dass Problem der „Massenarbeitslosigkeit“ auch für die Gesellschaft des Jahres 2018 präsent ist.
Soll jetzt noch kritisiert werden, daß ein gewisser Prozentsatz der Bevölkerung nicht dem Ausbeutungsprozeß zugeführt worden ist? Diejeingen, die arbeiten, auch gern eine höhere Wochenstundenzahl arbeiten könnten? Da geht sicherlich noch mehr. Notfalls mit Arbeitslagern.

Sybilla, für wessen Interessen setzt du dich eigentlich ein!?!
Zitat
Nicht die Agenda 2010 stabilisiert die deutsche Wirtschaft sondern das  Konjunkturprogramm der EZB.
Hier lese ich heraus, daß es dir wichtig ist, was "die deutsche Wirtschaft" stabilisiert. Mich interessiert das weniger, denn ich konnte beobachten, daß es im letzten Jahrzehnt mit der Wirtschaft rapide bergauf ging, mit der Situation eines Großteils der Bevölkerung jedoch bergab.

Ich sehe es so, daß wir es mit entgegengesetzten Interessen zu tun haben. Auf der einen Seite stehen die Interessen der Wirtschaft, auf der anderen Seite stehen die Interessen der einfachen Menschen mit und ohne Arbeit.

Ich glaube nicht, daß uns ein besseres Leben geschenkt wird. Wir müssen es uns erkämpfen.

Bei deinem endlosen Thread werde ich nicht schlau aus dem, was du damit eigentlich bezweckst.
Weder sehe ich den Versuch etwas zu erkämpfen, noch sehe ich, was überhaupt dein Ziel ist, ausser vielleicht "Vollbeschäftigung" und eine stabilisierte deutsche Wirtschaft.

Und statt ein besseres Leben zu erkämpfen, erwähntest du einige Male, du hoffst auf die Einführung des "Bedingungslosen Grundeinkommens" (BGE). Darauf hofft ein Teil der Wirtschaft auch.

Ich sehe die Agenda 2010 und die Hartz Gesetze als gewaltige Niederlage für uns. Ich glaube, die Einführung eines Grundeinkommens dürfte unsere nächste Niederlage werden.

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BGS
Polarlicht


Beiträge: 2957



« Antworten #828 am: 28. September 2018, 16:41:10 »

Meckern hilft nix. Machen.

MfG

BGS
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"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)
Onkel Tom


Beiträge: 3645



« Antworten #829 am: 03. Oktober 2018, 11:41:36 »

Hmm.. Die BA bläst viele Seifenblasen in die Öffentlichkeit, die vom Leser viel Vertrauen bezüglich
Auswertung des Informationsinhalt abverlangt.

Völlig widersprüchlich ist ja die Info "Fachkräftemangel und den Stand der Arbeitslosenzahl"..
Anbei will das JC angeblich so viel Arbeitsuchende vermitteln wie möglich. (Ach, wirklich ??)

Anbei fällt meines Erachten immer wieder auf, das bei den Vermittlungsvorschlägen viel
berufliche Kompetenzen erwartet werden und wenn mann dann erfährt, wie die Lohntüte
und die Arbeitsbedingungen aussehen, kommt das Gefühl auf, erstmal aufs WC zu gehen,
sein Frühstück dort auskotzen zu müssen und dann kommen Überlegungen auf, wie mann
sich vor solch Nidriglohnjob entziehen könnte..

Ich glaube, wir müssen anbei bei A anfangen, dem BA-Gesülze das täuscheriche Kartenhaus
die untere mittlere Karte zu entziehen. Dies kann nur mit Informationsverbreitung geschehen,
die gegenüber der BA-Infos glaubhafter sind.
Solange die BA auf "Reservetank von Arbeitsuchenden" setzt, werden andere, die schon ein
schlecht bezahlten Job haben, sich immer weiter vom Boss drücken lassen.

Hier wird aus Zukunftsängsten richtig Profit generiert.  kotz *würgh* AAAAAh
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Lass Dich nicht verhartzen !
dagobert


Beiträge: 4662


« Antworten #830 am: 03. Oktober 2018, 22:58:46 »

Anbei fällt meines Erachten immer wieder auf, das bei den Vermittlungsvorschlägen viel berufliche Kompetenzen erwartet werden und wenn mann dann erfährt, wie die Lohntüte und die Arbeitsbedingungen aussehen, kommt das Gefühl auf, erstmal aufs WC zu gehen, sein Frühstück dort auskotzen zu müssen

Was ein ziemlich deutlicher Beweis für die Nichtexistenz dieses Fachkräftemangels ist.

Ich glaube, wir müssen anbei bei A anfangen, dem BA-Gesülze das täuscheriche Kartenhaus die untere mittlere Karte zu entziehen. Dies kann nur mit Informationsverbreitung geschehen, die gegenüber der BA-Infos glaubhafter sind.

Ein guter Anlass, mal wieder auf diese Seite hinzuweisen  Wink:
http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/
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Onkel Tom


Beiträge: 3645



« Antworten #831 am: 04. Oktober 2018, 19:54:01 »

...
Was ein ziemlich deutlicher Beweis für die Nichtexistenz dieses Fachkräftemangels ist.
...

Fachkräftemangel wird es wohl schon geben, vermutlich jedoch nicht so viel, wie es
in den Medien verbreitet wird..

Nun dazu könnten hier Beiträge von unter 25 Jährigen informieren, in wie weit "echte
Quallifikationen" gefördert werden. Die Hilferufe im Elo-Forum kann man weniger als
Auwertungsbasis betrachten, da sich ja die Ratsuchenden erst dann melden, wenn
das JC kratzt und beißt.
Jedoch fällt auf, das unsinnige Masnahmen in den Augen der BA popolär sind..

Früher konnte hat man ein Couch gebrauchen, wenn es um höhere Berufe ging und
heute bekommt jeder Arbeitsuchende sowas ans Bein getackert, um sich vom Couch
das Hirn zur Annahmebereitschaft von mieserablen Jobs manipulieren zu lassen.

Egal ob Hilfsarbeiter oder Akademiker.. Für jeden das gleiche Programm bei den
sogenannten "Aktivierungsmasnahmen" mit dem Ziel Hauptsache Arbeit..

Danke für den Link, der hinsichtlich der BA-Statistik mehr Glaubwürdigkeit verdient.

Und da schon so nach Fachkräften, nach Möglichkeit zum Nulltarif gelechst wird,
sehe ich die Zeit reif dafür Streiks um bessere Arbeitsbedingungen zu wuppen.
Mit oder auch ohne den etablierten Gewerkschaften.

Die Arbeiterklasse müsste das teils selber in die Hand nehmen, um gewerkschaftlich
auf gleicher Augenhöhe zu kommen. Wäre doch mal schön, wenn Forderungen
nach Lohnerhöhungen zu 100% durchgesetzt werden, statt immer nur zu 50 %..

Naja, über die Arbeitsmarktpolitik möchte ich jetzt nicht ausholen, das sie nur den
Bonzen nützt und ansonsten für die Tonne ist..

Hartz 4 wird exportiert und wenn dadurch der Konkurrenzdruck größer wird, dürfte
die Abwärtsspirale für Lohnerwerbsabhänge noch drastischer werden, um
Wettbewerbsfähig bleiben zu wollen..

Löhne und H4-Satz noch weiter runter ? Gruselige Aussicht  Shocked

Ob Alternativen zur "zerstörerichen Schöpfung" möglich werden ? Wenn nein,
dürfte sich das mit den "friedlichen Verhältnissen" in D bald erledigt haben.
 
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Lass Dich nicht verhartzen !
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