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Autor Thema: CINEMAXX  (Gelesen 24315 mal)
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TV-Junkie
Gast
« am: 04. Dezember 2003, 23:36:58 »

CinemaxX fordert Niedrigstlöhne

"Bis zu 20 Prozent weniger will CinemaxX ab Februar 2004 neu eingestellten Beschäftigten zahlen. Diese Pläne legte der Kinobetreiber bei Tarifverhandlungen mit ver.di am 28. November in Hannover offen. "Mit solchen Niedrigstlöhnen wird unter Kolleginnen und Kollegen eines Betriebes, die alle keine Spitzengehälter verdienen, Neid, Ungerechtigkeit und Unfrieden gesät." So der ver.di-Verhandlungsführer Matthias von Fintel. Am 3. Dezember berät die ver.di-Kino-Tarifkommission über die Lage, am 19. Dezember wird in Hannover weiter verhandelt..."
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Kuddel


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« Antworten #1 am: 14. Dezember 2004, 19:13:16 »

"Spiel mir das Lied vom Hungerlohn"
17.2.2004
Bremen: Seit einem Jahr dauert nun schon der Arbeitskampf der Cinemaxx-Kollegen. Die 26 Bremer Beschäftigten streikten in dieser Zeit 22-mal. Am Sonntag, den 12.12., blockierten sie zu diesem "Jubiläum" sieben Stunden lang den riesigen Kinopalast beim Überseemuseum. Unterstützt wurden sie dabei von Verdi und  Montagsdemonstranten. Den zum Teil weinenden Kindern, die sich auf den Kinobesuch gefreut hatten, erklärten sie, warum sie streiken. Die meisten Kinder konnten durchaus begreifen, worum es geht. Die verteilten Plätzchen und Cola taten ihr übriges, um sie zu trösten.

Die Cinemaxx-Betreiber wollen den Stundenlohn von 8 Euro auf 6,50 Euro senken. Wer neu anfängt, bekommt schon diesen Lohn. Außerdem wurden die "Springer" eingespart. Ein Kollege muss jetzt gleichzeitig drei Kinos betreuen. Die Beschäftigten fordern 2,5 Prozent Lohnerhöhung ab Januar, lehnen die Kürzung ab und fordern 2.000 Euro Mindestgehalt für Assistenten der Betriebsleitung.

Die Geschäftsleitung hatte im vergangenen Jahr bei anderen Streiks auch schon Streikbrecher aus anderen Städten angeheuert, denen sie dann das Doppelte bezahlte für ihren schäbigen Dienst. Am Sonntag mussten sie sich dafür gefallen lassen, dass "Spiel mir das Lied vom Tod" als Dauermusik abgespielt wurde und dazu ein großes Transparent mit "Spiel mir das Lied vom Hungerlohn" aufgezogen wurde. Das hat den Geschäftsführer besonders geärgert.

(Quelle rf-news)

Weiteres: http://www.rf-news.de/rfnews/aktuell/Politik/article_html/News_Item.2004-12-13.4233
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WT_Lexi


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« Antworten #2 am: 02. März 2005, 02:58:22 »

Mal ehrlich...

Meine Freundin geht für 5,60 Euro/std in einer Fabrik arbeiten und montiert an einer Maschine Rasierer für Wilkinson in Solingen. Und IHR regt Euch für den lauen Kinojob und einen Stundenlohn von 6 Euro Fuffzich auf?

Wollt Ihr wirklich schwere körperliche Arbeit mit dem rumstehen an der Popcornbar und dem verkaufen von Tickets vergleichen?

Ich bin eigentlich immer auf der Seite der Arbeitnehmer, da ich selber einer bin, aber manchmal platzt mir der Arsch.

Was sind die Kinobediensteten? Ausgebildete Filmvorführkräfte? Nein! Aushilfen. Nicht mehr. Bestenfalls seid Ihr in der Brange der Verkäufer einzuordnen. Hat das einer von Euch gelernt? Bestimmt nicht. Ihr seid alles Quereinsteiger und mal ganz helrich gesagt. Um in einem Kino zu arbeiten muss man kein Einstein sein. Was also verlangt Ihr?

Wenn ich schon sehe das ein Opel Bochum Fliessbandhoschi, der nur noch Knöpfe drückt anfängt zu weinen, weil er weniger verdienen soll und sein Nettolohn von 2500 Euro sich um 100 Euro verringernm soll bekomm ich das kotzen.

Ich bin wirklich kein CDU Wähler. Ich hasse Konzerne die Lohndumping betreiben. Doch irgendwo haben wir ALLE die Pflicht den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Nicht nur die Arbeitgeber. Haben DIE eine Pflicht uns deutschen einen Job zu geben? Nein haben sie nicht. Genau so können sie Polen einstellen, die für die hälfte arbeiten. Noch gibt es kein Gesetz das vorschreibt das nicht Polen, Kroaten oder Russen nicht billiger arbeiten dürfern als wir.

Also hört auf zu heulen und zieht zusammen mit allen den Karren aus dem Dreck und seid froh das Ihr einen Job habt. Ich hab seit Dezember keinen mehr und würde problemlos für 5 Euro die Stunde im Cinemaxx arbeiten gehen.
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MfG Gerrit

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« Antworten #3 am: 02. März 2005, 04:28:23 »

Zitat
zieht zusammen mit allen den Karren aus dem Dreck

und der oscar für die billigste polemik geht an....

raschel raschel....

brille aufsetz...

in die kammera grins...

WT_Lexi!

tusch. musik
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Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es.
lu.gal


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« Antworten #4 am: 03. März 2005, 07:46:51 »

Lohn für Arbeit? Ein unverschämtes Ansinnen. Cheesy

Ich kenne einen Zahnarzt, der nach seinem Studium außerstande war, eine eigene Praxis zu eröffnen.
Die Alternative? Als angestellter Assistensarzt in einer bestehenden Praxis...

...aber: Der Praxisinhaber wollte unter der Versprechung einer Teilhaberschaft kein Gehalt zahlen, denn die Erlangung von Behandlungspraxis sei erst mal Lohn genug. shocked

1 1/2 Jahre hat das der Betreffende mitgemacht. Dann hat ihn seine Freundin aus der Wohnung rausgeworfen, und ist er endlich draufgekommen, daß ihn beide nur verarscht haben. rolleyes

}:-]
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geishapunk


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« Antworten #5 am: 03. März 2005, 11:28:37 »

Zitat
Original von lu.gal...aber: Der Praxisinhaber wollte unter der Versprechung einer Teilhaberschaft kein Gehalt zahlen, denn die Erlangung von Behandlungspraxis sei erst mal Lohn genug. shocked

Sorry, aber wer als studierter, also durchaus gebildeter Mensch, auf sowas reinfällt, dem ist nicht mehr zu helfen!!!

Nixdestotrotz ein selten asoziales Verhalten des Praxisinhabers!!!  angry
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lu.gal


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« Antworten #6 am: 04. März 2005, 02:47:38 »

Zitat
Sorry, aber wer als studierter, also durchaus gebildeter Mensch, auf sowas reinfällt, dem ist nicht mehr zu helfen!!!
Na ja, sooo ungewöhnlich ist das gar nicht, das sieht man an den vielen AiP´lern, die in Krankenhäusern für´n Ei und ´nen Appel arbeiten; ebenfalls unter der Maßgabe, Erfahrung sammeln zu können.
Man braucht sich nur zu überlegen, was Absolventen der Zahnmedizin für Alternativen haben. Da ist natürlich bei genügender Finanzkraft die Praxiseröffnung oder der Einkauf als Teilhaber in eine bestehende Praxis. Aber die Zeiten, in denen die Banken jedem Jungzahnarzt die Kredite nachgeschmissen haben, sind längst Vergangenheit (genauso wie die schöne Zeit, als man sich als Zahntechniker noch eine goldene Nase verdienen konnte...). Sad

Die Einsicht, daß eine Approbation keine Lizenz zum Gelddrucken mehr darstellt, wird so manch blauäugigem Medizinjüngling spätestens dann bewußt, wenn er aus monetären Gründen ernsthaft die Möglichkeit des Pharmaaußendienstes in Betracht ziehen muß.
So weiß ich aus sicherer Quelle, daß ein Absolvent der Zahnmedizin jetzt als Vertreter für Zahnpasta bei der Fa. GABA (ARONAL, ELMEX, MERIDOL) den Kundenkreis besuchen muß, zu dem er eigentlich mal gehören wollte... shocked
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« Antworten #7 am: 04. März 2005, 12:14:14 »

Zitat
Original von lu.gal
Zitat
Sorry, aber wer als studierter, also durchaus gebildeter Mensch, auf sowas reinfällt, dem ist nicht mehr zu helfen!!!
Na ja, sooo ungewöhnlich ist das gar nicht, das sieht man an den vielen AiP´lern, die in Krankenhäusern für´n Ei und ´nen Appel arbeiten; ebenfalls unter der Maßgabe, Erfahrung sammeln zu können.
Man braucht sich nur zu überlegen, was Absolventen der

Das ist aber immer noch mehr als umsonst zu arbeiten, und das 1,5 Jahre lang!!!
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lu.gal


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« Antworten #8 am: 06. März 2005, 05:25:42 »

Zitat
Das ist aber immer noch mehr als umsonst zu arbeiten, und das 1,5 Jahre lang!!!
Tja, miese Zeiten for everyone...

P.S.. Laß die Finger von E-ma-nu-e-la... cheesy

sacht das fette Brot.
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« Antworten #9 am: 09. März 2005, 20:29:27 »

Zitat
Original von WT_Lexi
Mal ehrlich...

Meine Freundin geht für 5,60 Euro/std in einer Fabrik arbeiten und montiert an einer Maschine Rasierer für Wilkinson in Solingen. Und IHR regt Euch für den lauen Kinojob und einen Stundenlohn von 6 Euro Fuffzich auf?

Wollt Ihr wirklich schwere körperliche Arbeit mit dem rumstehen an der Popcornbar und dem verkaufen von Tickets vergleichen?

Ich bin eigentlich immer auf der Seite der Arbeitnehmer, da ich selber einer bin, aber manchmal platzt mir der Arsch.

Was sind die Kinobediensteten? Ausgebildete Filmvorführkräfte? Nein! Aushilfen. Nicht mehr. Bestenfalls seid Ihr in der Brange der Verkäufer einzuordnen. Hat das einer von Euch gelernt? Bestimmt nicht. Ihr seid alles Quereinsteiger und mal ganz helrich gesagt. Um in einem Kino zu arbeiten muss man kein Einstein sein. Was also verlangt Ihr?

Wenn ich schon sehe das ein Opel Bochum Fliessbandhoschi, der nur noch Knöpfe drückt anfängt zu weinen, weil er weniger verdienen soll und sein Nettolohn von 2500 Euro sich um 100 Euro verringernm soll bekomm ich das kotzen.

Ich bin wirklich kein CDU Wähler. Ich hasse Konzerne die Lohndumping betreiben. Doch irgendwo haben wir ALLE die Pflicht den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Nicht nur die Arbeitgeber. Haben DIE eine Pflicht uns deutschen einen Job zu geben? Nein haben sie nicht. Genau so können sie Polen einstellen, die für die hälfte arbeiten. Noch gibt es kein Gesetz das vorschreibt das nicht Polen, Kroaten oder Russen nicht billiger arbeiten dürfern als wir.

Also hört auf zu heulen und zieht zusammen mit allen den Karren aus dem Dreck und seid froh das Ihr einen Job habt. Ich hab seit Dezember keinen mehr und würde problemlos für 5 Euro die Stunde im Cinemaxx arbeiten gehen.


Mein Beileid für deine Freundin - aber was ist das denn für eine Argumentation?

Hast du jemals daran gedacht, daß du von den paar Kröten auch noch für dein Altersruhegeld vorsogen sollst? Daß du Miete zahlen sollst und sich dein Leben nicht nur ums überleben drehn soll?

Aber meine Güte, wenn dir "Überleben" als Lebensinhalt reicht.... dann schau halt weiter zu, wie alle abgezockt werden, während du dir den Strom für deinen Kühlschrank sparen kannst, weil eh nix drin ist.

nix für ungut....
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« Antworten #10 am: 10. März 2005, 01:33:03 »

REINGEFALLEN !

Die Argumentationslinie muss genau anders herum laufen !

Nicht..."meine Freundin bekommt nur 5,50, also müssten die noch weniger bekommen..."

sondern:
"Hey, ´n Hilfsmokel im Kino bekommt ja schon 6,50 für ungelernte Tätigkeiten, und ich als Fachkraft bekomme nur noch 5,50 € Huh?"

Mit Deiner Argumentationslinie drehst Du die Preisspirale für Einkommen nach unten, aber wir wollen ja in die entgegengesetzte Richtung !
Es bringt mir nix, wenn andere mit weniger Qualifikation entsprechend weniger verdienen ! Deswegen reicht mein Lohn trotzdem nicht zum Leben.

You see....... Wink
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« Antworten #11 am: 26. März 2005, 23:56:51 »

Hälfte der Kinos betroffen

Verdi will Cinemaxx bestreiken


Geht es nach der Gewerkschaft Verdi, werden am Abend Vorstellungen in Cinemaxx-Kinos ausfallen. Hintergrund ist der Streit um Arbeitszeiten und Löhne.


HB BERLIN. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat für Samstagabend Streiks in der Hälfte der Kinos des Unternehmens Cinemaxx angekündigt. Grund sei die Kündigung des Firmentarifvertrags vor 13 Monaten, hieß es. Seitdem müssen neu eingestellte Beschäftigte erhebliche Einbußen sowohl beim Stundenlohn als auch bei den Sozialleistungen hinnehmen, so die Gewerkschaft.

Sie wirft Cinemaxx außerdem vor, in einigen Kinos von der tariflichen Nachwirkung geschützten Arbeitsbedingungen zu unterlaufen. Verdi fordert für die in den Kinos Beschäftigten, den Stundenlohn um 25 Cent zu erhöhen. Außerdem verlangt die Gewerkschaft einheitliche Bedingungen auf Grundlage der bestehenden Tarifregelungen.

Die Beschäftigten in den Kinos leisteten seit Jahren einen wesentlichen Beitrag zur erfolgreichen Sanierung des Unternehmens und hätten mitgeholfen, dass sich Cinemaxx am Markt besser behaupten könne als die Konkurrenz, argumentierte Verdi. Bisher würde Cinemaxx Verhandlungen verweigern und habe das Angebot eines Schlichtungsverfahrens ausgeschlagen. Nach Gewerkschaftsangaben will das Unternehmen die Arbeitszeiten verkürzen und den Anteil befristeter und geringfügiger Arbeitsverhältnisse erhöhen.

Cinemaxx betreibt nach eigenen Angaben bundesweit 47 Kinos, darunter 36 Multiplex-Häuser.

HANDELSBLATT, Samstag, 26. März 2005
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Kuddel


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« Antworten #12 am: 21. November 2006, 19:46:55 »

»CinemaxX ist zu schnell expandiert«
Kinobetreiber zahlt Hungerlöhne und will Arbeitsbedingungen verschlechtern. Ver.di kämpft für Tarifvertrag. Ein Gespräch mit Ertunc Eren
Ertunc Eren arbeitet seit zehn Jahren bei CinemaxX in Göttingen und ist in der Gewerkschaft ver.di aktiv

Bei CinemaxX gibt es seit Beginn des Jahres 2004 keinen gültigen Tarifvertrag mehr. Neueingestellte werden mit einem Stundenlohn von 6,50 Euro abgespeist. Jetzt verlangt die CinemaxX-Leitung eine weitere Flexibilisierung. Was will das Unternehmen konkret durchsetzen?

CinemaxX will u.a. eine Mindestarbeitszeit von unter vier Stunden und Rufbereitschaft für bis zu eine Stunde einführen. Auch Wechsel innerhalb einer Schicht sollen möglich sein. Das heißt, daß man von einem Bereich zum andern springt, zum Beispiel vom Karten- zum Getränkeverkauf, und wenn das geregelt ist, wird man beim Saalaufräumen eingesetzt. Die neueingestellten Mitarbeiter sollen weiterhin nur 6,50 Euro die Stunde verdienen und erst nach zwei Jahren sieben Euro erhalten.

Welche Forderungen hält ver.di dem entgegen?
Wir wollen, daß die Einkommen der seit dem 1. Januar 2004 eingestellten Mitarbeiter stufenweise angeglichen werden, so daß der Niedriglohnsektor bei CinemaxX aufgelöst wird. Auch die schon länger beschäftigten Mitarbeiter, die seit fünf Jahren keine Lohnerhöhung bekommen haben, sollen mehr Geld erhalten. Eine weitere Forderung ist, daß der Tarifvertrag auch für Mitarbeiter der Betriebsleitung gilt. Generell fordern wir, daß ein neuer Tarifvertrag auf Basis des 2004 von der CinemaxX AG aufgekündigten abgeschlossen wird und die Verhandlungen direkt mit ver.di und nicht mit den Betriebsräten vor Ort geführt werden.

Die Unternehmensleitung begründet die Einführung des Niedriglohnsektors unter anderem mit der schwierigen finanziellen Situation der Kinobranche. Können Sie das nachvollziehen?
Den Mitarbeitern ist natürlich klar, daß nach »Titanic« nie wieder so viele Menschen im Kino waren. Aber die Beschäftigten sind für die Konzernpolitik nicht verantwortlich. CinemaxX hat in der Boomzeit einfach zu schnell zu stark expandiert, und die Konsequenzen sollen jetzt die Mitarbeiter tragen. Da sagen wir klar: Das geht nicht. Die Mitarbeiter wurden nicht gefragt, ob man alle hundert Meter ein Multiplex-Kino bauen muß.

Am Freitag abend kam es bei CinemaxX in Göttingen nach langer Zeit wieder zu einem Warnstreik. Bundesweit gab es seit Dezember 2003 an vielen Standorten Arbeitsniederlegungen, die die CinemaxX-AG aber nicht dazu bewegt haben, von ihrer harten Haltung abzurücken. Zu Beginn des Jahres hat ver.di deshalb einen Strategiewechsel angekündigt. Was läuft jetzt anders?
Das bundesweite Projekt ist erst mal gescheitert. Jetzt geht es darum, an einzelnen Standorten, wie z.B. in Bremen und hier in Göttingen, wo wir relativ gut organisiert sind, einen Haustarifvertrag zu erkämpfen.

Das bedeutet für die Standorte mit geringerem Organisationsgrad, daß die Chancen auf einen Tarifvertrag noch schlechter werden.
Das würde ich nicht sagen. Wir nennen das das »Prinzip Leuchtturm«. Wenn die starken Standorte einen Tarifvertrag erkämpfen, kann das auch eine Signalwirkung für die anderen haben. CinemaxX wäre gut beraten, alle Standorte gleich zu behandeln, denn auf Dauer werden sich die anderen Belegschaften nicht mit schlechteren Bedingungen abfinden.

Werten Sie den Warnstreik vom Freitag als Erfolg?
Auf jeden Fall. Bis auf einen Assistenten aus der Betriebsleitung und einen Mitarbeiter einer Reinigungsfirma haben sich alle an der Arbeitsniederlegung beteiligt. Die Reaktionen der Kinobesucher waren größtenteils positiv. Obwohl der Kinoabend ausfällt, haben die Leute doch Verständnis dafür, daß man nicht für 6,50 Euro die Stunde arbeiten will.

Wie wird es weitergehen?[/B]
Wir warten erst einmal die Reaktion der Betriebsleitung ab. Wenn die jetzt verhandeln will, sind wir dazu natürlich bereit. Aber ich denke, dafür werden noch ein, zwei Warnstreiks nötig sein.

Interview: Ronald Weber

http://www.jungewelt.de/2006/11-20/049.php
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« Antworten #13 am: 10. Dezember 2007, 20:50:53 »

Streik bei Cinemaxx?
Bewegung im Tarifkonflikt gegen Niedriglöhne

In den festgefahrenen Tarifstreit bei der Cinemaxx AG kommt jetzt Bewegung. Nach zahlreichen Warnstreiks hat Deutschlands größter Multiplex-Kino-Betreiber ein neues Angebot vorgelegt…


Als Filmregisseur Hans Weingartner zur Vorpremiere seines Films »Free Rainer« ins Göttinger Cinemaxx kam, traf er sich mit Beschäftigten, die seit Jahren gegen Dumpinglöhne kämpfen. »6,50 Euro sind ein unwürdiger Lohn«, sagte er und posierte mit ver.di-Leuten für ein Foto.

Am 11. Dezember soll über das von der Cinemaxx AG neue vorgelegte Angebot verhandelt werden. Ver.di hat im Gegenzug ein »befristetes Streikmoratorium« erklärt. Wenn es zu keiner Einigung kommt, stellt die Gewerkschaft »Kinostreiks im Weihnachtsgeschäft« in Aussicht. Seit heute werden Kinobesucher mit Flugblättern über den Tarifstreit informiert .

Mitte 2003 hatte die Cinemaxx AG den Tarifvertrag gekündigt und auf sinkende Zuschauerzahlen und die allgemeine wirtschaftliche Krise in der Kinobranche verwiesen. »Die Beschäftigten sind für die Konzernpolitik nicht verantwortlich«, hält Ertunc Eren, einer der Göttinger Streikaktivisten, dem entgegen. Cinemaxx sei viel zu schnell und zu stark expandiert.

Anfang 2004 stellte das Unternehmen erstmals neue Beschäftigte für einen Stundenlohn von 6,50 Euro ein. Früher gezahlte Jahressonderzahlungen entfielen ebenso wie bezahlter Urlaub und vermögenswirksame Leistungen. Auf Warnstreiks und Protestaktionen reagierte Cinemaxx mit dem Austritt aus dem Unternehmerverband. Damit war der Rahmentarifvertrag, den ver.di und der Verband abgeschlossen haben, nicht bindend.

Das neue Angebot ist nach Ansicht von Beschäftigten und Gewerkschaft unzureichend. So sollen die eingestellten 6.50-Euro-Kräfte, inzwischen rund die Hälfte der Belegschaft, nach dem Willen des Vorstandes stufenweise bis zum Jahr 2012 auf den alten Tariflohn von 2002 (etwa 7,48 Euro) angehoben werden. Den alten Tarifurlaub und Jahressonderleistungen sollen sie aber nicht bekommen. Den »Altbeschäftigten« werden für 2008 bis 2012 Lohnerhöhungen von gerade mal zwei Prozent für alle zwei Jahre angeboten. Das bedeutet faktisch erhebliche Lohneinbußen. Schon die jährliche Inflationsrate liegt bei drei Prozent

http://www.neues-deutschland.de/artikel/120585.html
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« Antworten #14 am: 22. Dezember 2007, 01:20:39 »

Zitat
Cinemaxx-Mitarbeiter erhalten mehr Lohn

Stufenweise Anhebung
HAMBURG. In der seit vier Jahren währenden Tarifauseinandersetzung beim Kinounternehmen Cinemaxx ist jetzt eine Einigung erzielt worden. Wie die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi gestern in Berlin mitteilte, hat die Tarifvereinbarung für die etwa 2 000 Kinomitarbeiter eine Laufzeit von 48 Monaten beginnend mit Januar 2008. Sie sehe vor, die Stundenlöhne in mehreren Stufen von 6,50 Euro auf acht Euro anzuheben.

Für die verschiedenen Berufsgruppen vom Servicemitarbeiter bis zur Vorführerin seien Lohnsteigerungen von insgesamt rund 20 Prozent für die seit 2004 neu Eingestellten sowie Erhöhungen von 3,6 bis 6,4 Prozent für die nach altem Tarifvertrag Eingestellten vereinbart worden. Damit werde 2011 ein einheitliches Lohngefüge erreicht, betonte die Gewerkschaft. Sie vertrat in diesem Zusammenhang die Auffassung, dass ein gesetzlicher Mindestlohn in dieser Tarifauseinandersetzung "außerordentlich hilfreich" gewesen wäre. Zum gelingen des Tarifabschlusses hätten mehr als 250 Streikaktionen und das Verständnis der Kinobesucher beigetragen.


http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/wirtschaft/711247.html
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Kuddel


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« Antworten #15 am: 13. Januar 2012, 16:36:10 »

Zitat
Vier Tage Streik an der Kinokasse im Cinestar Dortmund - Vorstellungen ausgefallen



„Ziemlich beste Freunde“ – die aktuelle Kinokomödie passt gerade nicht auf das Verhältnis zwischen Dortmunds Cinestar-Theaterleiter Carsten Gülker und einem Großteil seiner Mitarbeiter. Die kämpfen für einen Haustarifvertrag und sorgen mit Streiks für den ein oder anderen Filmriss.

Für die insgesamt 120 Beschäftigten des Cinestar Dortmunds regelt zurzeit kein Tarifvertrag ihre Arbeitsbedingungen und Entgelte. Der Stundenlohn bei Ticketverkauf, Kartenabriss und Popcornverkauf fängt bei 6,20 Euro an – „das ist viel weniger als vergleichbare Kinounternehmen ihren Beschäftigten zahlen“, bemängelt Verdi-Verhandlungsleiter Frank Schreckenberg.

Eben diese Verhandlungen sind im Dezember in der ersten Runde gescheitert. Das Angebot der Arbeitgeberseite, eine „Ergebnisbeteiligung“, hatte die Gewerkschaft abgelehnt. Schreckenberg: „Eine solche erfolgsabhängige Zahlung ist in Managementkreisen üblich, im Niedriglohnbereich jedoch völlig absurd“.

Theaterleiter Carsten Gülker bezieht auf Arbeitgeberseite Stellung: Die angesprochenen Stundenlöhne seien das Entgelt für ungelernte Teilzeitkräfte und Aushilfen in der Probezeit. Vollzeitangestellte erhielten einen Stundenlohn von bis zu 13,04 Euro – zuzüglich Nacht- und Feiertagszuschlag sowie einer jährlichen Sonderzahlung. Die vorgeschlagene Ergebnisbeteiligung hätte, so Gülker, eine weitere Einmalzahlung von bis zu 600 Euro möglich gemacht.

Vorstellungen fielen aus

Geschäftsführung und Gewerkschaft sind in einem jeweils anderen Film, auch was die Wahrnehmung der Streikfolgen betrifft. Die organisierten Mitarbeiter des Cinestar gingen nämlich statt an ihren Arbeitsplatz auf die Straße. Bis dahin standen an manchem Streiktag auch die Warteschlangen vor den Kassen. Alle Hände voll zu tun hatten laut Kinobesuchern Aushilfen, Sicherheitspersonal und auch Mitglieder der Geschäftsführung, die die Löcher stopften. Was an vier aufeinanderfolgenden Tagen mehr schlecht als recht gelang. Gestreikt wurde von Donnerstag bis Sonntag, jeweils zur Hauptgeschäftszeit. Am Sonntag fielen die Frühvorstellungen aus.

Man habe „den Betrieb ohne nennenswerte Störungen aufrechterhalten“ können, sagt Gülker und führt die langen Schlangen auf „die Ferienzeit und das starke Filmangebot“ zurück. Überall im Servicebereich sei es an allen Tagen zu erheblichen Engpässen gekommen, widerspricht Norbert Szepan (Verdi). Das lenkt die Aufmerksamkeit auf die Tarifauseinandersetzung – und mittlerweile, so Szepan, seien die Dortmunder Vorreiter auch für andere Cinestarhäuser, zum Beispiel in Kassel, Osnabrück, Frankfurt.

Anja Schröder
http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/vier-tage-streik-an-der-kinokasse-im-cinestar-dortmund-vorstellungen-ausgefallen-id6229421.html
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« Antworten #16 am: 17. Januar 2012, 20:39:16 »

Zitat
Streikbrecher eingesetzt
Arbeitskampf bei Cinestar

Osnabrück. Seit Ende November streiken Mitarbeiter des Cinestar-Kinos am Hauptbahnhof. Damit der Betrieb weiterläuft, hat der Arbeitgeber „Streikbrecher“ eingesetzt – allerdings ohne den Betriebsrat über diese Einstellung von Beschäftigten zu informieren. Nun trafen sich beide Parteien vor dem Arbeitsgericht. Der Betriebsrat wollte eine einstweilige Verfügung erwirken.



74 Kinos betreibt die Cinestar-Gruppe in Deutschland. Gestreikt wird derzeit in Dortmund und Osnabrück.

Guido Michael ist Betriebsrats-Vorsitzender und möchte als solcher Angelegenheiten des Betriebsrats nicht mit denen des Arbeitskampfes vermischen. Eine Bemerkung kann sich der Filmvorführer dann aber doch nicht verkneifen: „Ich habe eine Kollegin, die verdient 1080 Euro brutto im Monat. Sie hat mir erzählt, dass sie sich überlege, ob sie sich in diesem Jahr eine Sommer- oder eine Winterjacke kaufe. Beides sei nicht drin.“

Frank Schreckenberg von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi kennt den Fall genauer. „6,30 Euro beträgt der Stundenlohn der Servicekräfte“, sagt Schreckenberg, der bei Verdi für den Fachbereich Medien, Kunst und Industrie zuständig ist. „Bei vergleichbaren Multiplex-Kinos wie Cinemaxx sind es um die 8 Euro.“ Dabei seien die Umsätze, die der Cinestar-Konzern erziele, marktüblich und rechtfertigten nicht die schlechten Löhne.

Diesen Schluss lässt auch ein Blick auf den Jahresbericht der Holding AHL zu. Vor allem 2010 wurde dank des dreidimensionalen Filmhits „Avatar“ mit einem Umsatz von rund 29 Millionen Dollar (rund 22,6 Millionen Euro) ein sehr gutes Ergebnis erzielt.

„AHL ist der australische Gesellschafter des Cinestar-Konzerns“, sagt Frank Schreckenberg.

Die Struktur der Cinestar-Gruppe ist unübersichtlich, es gebe eine Vielzahl von Gesellschaften, jede betreibe mehrere Kinos, manche auch nur eins.

Matthias Kutz, Geschäftsführer der Cinestar-Gruppe, hat schriftlich Stellung zu den Vorwürfen genommen: „Die Behauptung, Cinestar-Mitarbeiter würden deutlich ungünstiger entlohnt als Mitarbeiter vergleichbarer Kinos, ist für mich nicht nachvollziehbar.“ Die von Verdi mitgeteilte Lohnspanne beziehe sich auf den Stundenlohn von Aushilfskräften und ungelernten Teilzeitkräften. Die Lohnerhöhungen für die Mitarbeiter des Hauses in den vergangenen Jahren seien wohl unerwähnt geblieben. „Sicher – eine Erhöhung um drei Prozent hat es gegeben“, bestätigt Schreckenberg von Verdi. Von 6,12 Euro auf 6,30 Euro. Und: Der Stundenlohn von 6,30 Euro beziehe sich auf Servicekräfte mit bis zu zwei Berufsjahren. Ab zwei Jahren Berufserfahrung gebe es 6,80 Euro, sagt der Verdi-Mann.

Zurück in den Gerichtssaal: „Im vergangenen Jahr hatte ich acht Beschlussverfahren. Sieben davon gegen oder von dieser Firma. Da kommt ein Arbeitsrichter schon etwas ins Grübeln“, meinte der Vorsitzende zu Beginn der Sitzung der Dritten Kammer des Arbeitsgerichts Osnabrück und deutete damit an, was nach der Sitzung auch der Betriebsratsvorsitzende Guido Michael sagte: Zwischen dem Konzern Cinestar und der Belegschaft mangelt es an Kommunikation. „Wir wissen nicht, wer wann und wo beschäftigt wird. Jede Anfrage wird abgeschlagen, und da nichts passiert, sitzen wir nun hier vor Gericht“, so Michael. Den Vorwurf lässt Geschäftsführer Kutz nicht gelten: „Unsere Sicht der Tarifverhandlungen haben wir allen Mitarbeitern in einer mehrstündigen Informationsveranstaltung dargestellt, und zwar in Anwesenheit von Betriebsräten und Verdi-Vertretern.“ Dabei sei man auch auf die wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahre eingegangen.

Schließlich weist der Geschäftsführer noch auf Nacht- und Feiertagszuschläge sowie Sonderzahlungen am Jahresende hin. „Damit wollen wir dem Engagement der Kolleginnen und Kollegen Rechnung tragen.“ Und das, obwohl man für die geplante 3-D-Digitalisierung zweier Säle eine sechsstellige Summe investieren müsse.

Dennoch: Bei Cinestar wird gestreikt. Und das wohl noch länger, wie man aus Gesprächen mit Verdi heraushören kann. Die Belegschaft sei zäh, heißt es – trotz Streikbrechern, trotz Ausklammerung des Betriebsrates.

„In Betriebsratsbetrieben darf der Arbeitgeber nur dann Einstellungen vornehmen, wenn er die Zustimmung des Betriebsrats erhalten hat. Das Recht als solches ist nicht strittig“, sagte der Richter. Doch handelt es sich bei einem Arbeitskampf nicht um eine Ausnahmesituation, in der dieses Recht umgangen werden darf?

Der Jurist seufzte. „Auch im Streik ist der Betriebsrat nicht suspendiert.“ Allerdings gebe es eine ganze Reihe von Einzelfallentscheidungen, in denen Gerichte den Arbeitgebern jeweils gestattet hätten, bei Streiks das Mitbestimmungsrecht der Betriebsräte ausnahmsweise nicht zu beachten. Auf das Angebot der Klägerseite, eine Informationsverpflichtung des Arbeitgebers zu vereinbaren und damit die Sache bewenden zu lassen, gingen die Unternehmensvertreter nicht ein.

Die Urteilsverkündung hat sich Guido Michael schließlich geschenkt. Er zog sich lieber zur Nachbesprechung mit seinem Anwalt in den Vorraum zurück, während drinnen der Antrag abgeschmettert wurde. „Wir werden uns die schriftliche Begründung genau ansehen, wenn sie kommt“, sagte der Anwalt. Womöglich komme man dann ja endlich weiter.
http://www.noz.de/lokales/60092239/arbeitskampf-bei-cinestar


http://de-de.facebook.com/CineStarTarif2012
« Letzte Änderung: 17. Januar 2012, 20:44:44 von Kuddel » Gespeichert
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« Antworten #17 am: 12. April 2012, 12:34:09 »

Zitat
Mitarbeiter forderten mehr Geld
Abendlicher Streik im Cinemaxx

Göttingen. Fast die gesamte Belegschaft des Göttinger CinemaxX trat am Dienstagabend in den Streik. Die in der Gewerkschaft Verdi organisierten Mitarbeiter setzen sich damit für die sofortige Erhöhung der Stundenentgelte um ein Euro und um weitere zehn Prozent im kommenden Jahr ein. Auch sollen zusätzliche Tätigkeiten tariflich vergütet werden.


Servicekräfte erhalten derzeit einen Stundenlohn von acht Euro. Die Verdi-Forderungen wurden bisher lediglich als „illusorisch und nicht bezahlbar“ zurückgewiesen, wie die Gewerkschaftssprecherin in Göttingen, Katharina Wesenick mitteilt. Die Arbeitgeberseite macht ein Entgeltangebot von der Verdi-Bereitschaft abhängig, massive Verschlechterungen im Tarifvertrag hinzunehmen. Dagegen wehren sich die Beschäftigten. Und dies, so eine Streikende „auch weiterhin, bis wir ein ernsthaftes Angebot bekommen!“

Die Hamburger Cinemaxx AG hat laut Verdi im Geschäftsjahr 2011 die besten operativen Ergebnisse in der Unternehmensgeschichte erzielt.
http://www.hna.de/nachrichten/landkreis-goettingen/goettingen/abendlicher-streik-cinemaxx-2273432.html
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« Antworten #18 am: 02. Mai 2012, 12:39:47 »

Zitat
Arbeitskampf
CinemaxX: Kinogucken trotz Streik

Beschäftigte wollen zweistellige Lohnerhöhung, Kinobetreiber weist Forderungen zurück.


Die CinemaxX-Mitarbeiter in Halle (Saale) wollen mehr Geld. Die Gewerkschaft ver.di fordert ein Lohnplus von 10 Prozent. Außerdem Verbesserungen bei Sonderleistungen und Urlaub.

Trotz erster stattgefunder Streiks der Mitarbeiter im Charlottencenter bemerken die Kinobesucher nach Angaben von Leiter Stephan Dreyer nichts. "Trotz Streikankündigungen oder Streiks sorgen wir dafür, dass unsere Gäste wie gewohnt ihre Filme erleben können", so Dreyer.

Der Kinochef verweist auf den Lohn, der über dem Branchenlohn liege. 8 Euro zahle man, nach zwei Jahren verdienen die Servicekräfte 8,55 Euro, so Dreyer. Er weist deshalb die Forderungen der Gewerkschafter zurück. "In Summe ergäbe sich durch die Forderungen von ver.di eine fiktive Lohnerhöhung um ca. 5 Euro pro Stunde", macht er deutlich. "Dies würde zu einer am Markt nicht durchsetzbaren Ticketpreiserhöhung führen." Dies könne man den Besuchern nicht zumuten.

Kinobesucher werden die Streikauswirkungen vor allem bei der Verpflegung bemerken. Einige Stände bleiben zu, so wie am Wochenende.
http://www.halleforum.de/nachrichten/aktuelles/37741/CinemaxX-Kinogucken-trotz-Streik-.html
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Strombolli
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« Antworten #19 am: 02. Mai 2012, 13:57:32 »

Das ist doch die Denke! - Wenn wir den Mitarbeitern mehr zahlen, schrumpft unser Gewinn. Das geht ja mal gar nicht. Unser Gewinn muß mindestens konstant sein, wenn nicht gar steigen. Das zahlt dann entweder der Kunde/Gast oder die Mitarbeiter.

Keiner käme auf die Idee, den Gewinn des Unternehmers anzutasten.
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Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

"Hört auf, Profite über Menschen zu stellen!" Occupy
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« Antworten #20 am: 20. Mai 2012, 10:55:06 »

Zitat
Mainzer Cinestar droht Streik - Verhandlungen über hauseigenen Tarifvertrag

Von Michael Jacobs

Dem Mainzer Cinestar steht womöglich ein Arbeitskampf bevor. Eine im März gegründete Tarifkommission, bestehend aus fünf Cinestar-Mitarbeitern und Vertretern der Gewerkschaft Verdi, verhandelt am Freitag, 25. Mai, in Hamburg mit dem Geschäftsführer der Greater Union Filmpalast GmbH, Matthias Kutz, über einen hauseigenen Tarifvertrag. Hintergrund sind schlechte Arbeitsbedingungen der knapp 140 Mitarbeiter des Multiplex-Kinos.

Niedrige Löhne bei hoher Arbeitsbelastung

So gebe es als Einstiegsgehalt für Mini-Jobber und studentische Aushilfen extrem niedrige Stundenlöhne von 6,81 Euro, kein Weihnachtsgeld oder Feiertagszuschläge für Festangestelle, eine hohe Arbeitsbelastung durch die überdurchschnittlich gute wirtschaftliche Situation des Mainzer Hauses und wenige Urlaubstage bei ständiger Arbeit in der Nacht, an Wochenenden und an Feiertagen, sagt Christian Hein, Verdi-Mitglied in der Verhandlungskommission.

Man wolle mit den Verhandlungen nicht nur die Situation der Studenten, sondern auch die der fest angestellten Mitarbeiter verbessern, deren Einkommen kaum zum Leben reiche. Sollten die Gespräche nicht zu einem annehmbaren Ergebnis kommen, sei ein Warnstreik, vermutlich am Pfingstwochenende, nicht auszuschließen, so Hein. Das Mainzer Haus ist das fünfte Kino der Lübecker Cinestar-Gruppe, in dem die Mitarbeiter um einen hauseigenen Tarifvertrag kämpfen. Laut Hein befinden sich die Kinos in Osnabrück, Dortmund und Bamberg bereits im Streik.
http://www.allgemeine-zeitung.de/region/mainz/meldungen/11990711.htm
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« Antworten #21 am: 30. Mai 2012, 19:21:20 »

Zitat
Erste "Quittungen" für langen Streik im Cinestar Dortmund



Im Cinestar Dortmund wird seit Dezember 2011 gestreikt. Bislang ist keine Annäherung in Sicht. Befristet Beschäftigte erhielten nun dafür die ersten „Quittungen“ und wurden gefeuert

Sie streiken seit Mitte Dezember. Mal weniger, inzwischen wieder mehr, mehrfach die Woche eben, meist vor den Abendvorstellungen. Befristet Beschäftigte bei Cinestar bekommen für ihr Engagement für einen Tarifvertrag und einen branchenüblichen Lohn jetzt eine unschöne Quittung: die Kündigung bzw. keine Vertragsverlängerung.

Das, sagt Verdi-Verhandlungsführer Frank Schreckenberg, komme leider immer wieder mal vor. Auch er weiß, dass die Länge des Arbeitskampfes an Ausdauer und Moral nagt. „Wir müssen“, sagt er, „jetzt noch mal den Druck erhöhen.“

Dabei ist der nicht ohne: Sieben von bundesweit 73 Kinos werden inzwischen bestreikt, zumeist die größeren Häuser wie Dortmund mit seinen an die 100 Mitarbeitern; daneben aber auch Osnabrück, Kassel. In Frankfurt und Mainz waren Freitag vor Pfingsten die Verhandlungen ergebnisoffen abgebrochen worden, sagt Schreckenberg. Aber: Für beide Häuser wird ein zweiter Verhandlungstermin vereinbart – „erste Schritte in die richtige Richtung“. Den Mitarbeitern geht es aber nicht reinweg um mehr Geld, sie wollen vor allem eine tarifliche Bindung. So, wie sie sogar Leiharbeitsfirmen haben, die in den Kinos wegen Aushilfspersonal bemüht wurden. Im Cinestar Bamberg hatten die Leiharbeitnehmer ihren Dienst sofort wieder quittieren müssen, weil sie vertraglich eben nicht bei Arbeitskämpfen eingesetzt werden dürfen. „Das prüfen wir jetzt auch in den anderen Häusern“, sagt Schreckenberg. Ebenso wie die Bereitschaft zum Streik in den Kinos, die bislang noch außen vor sind.

Von Anja Schröder
http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/erste-quittungen-fuer-langen-streik-im-cinestar-dortmund-id6707693.html
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« Antworten #22 am: 18. Dezember 2017, 19:22:09 »

Zitat
Die Ufa-Palast-Belegschaft kämpft gegen die Weigerung des Arbeitgebers zu verhandeln
Erneut Streik bei „Stuttgarts schlechtestem Arbeitgeber“

Stuttgart. Zum dritten Mal streiken am heutigen Sonntag, 3. Dezember, seit dem frühen Nachmittag bis Betriebsschluss Beschäftigte des Ufa-Palasts. Die Belegschaft des Kinos kämpft gegen die Weigerung des Arbeitgebers, mit Verdi über einen Haustarifvertrag zu verhandeln. Die Streikenden fordern unter anderem einen Stundenlohn von zehn Euro, bislang erhalten sie nur den gesetzlichen Mindestlohn von 8,84 Euro. Besucher müssen heute deshalb mit deutlich längeren Warteschlangen an den Kassen und beim Snack-Verkauf rechnen.


Zu Beginn des heutigen Streiks wurde der Unternehmensleitung der Titel „schlechtester Arbeitgeber Stuttgarts“ verliehen. In einem Flugblatt an die Kinobesucher begründen die Streikenden dies damit, dass das Unternehmen erheblichen Druck auf die Beschäftigten ausübt. So wurden nach dem zweiten Warnstreik Beschäftigte in der Probezeit gekündigt oder befristete Arbeitsverträge trotz gegenteiliger Zusage nicht verlängert – ganz offensichtlich, weil sie sich an der Arbeitsniederlegung beteiligt hatten.

„Anstatt mit Verdi über anständige Löhne zu verhandeln, versucht die Besitzerin des Ufa-Palasts mitten in der Kino-Hochsaison die halbe Belegschaft auszutauschen, weil diese für bessere Arbeitsbedingungen streikt“, kommentiert der für die Kinobranche zuständige Verdi-Landesfachbereichsleiter Medien Siegfried Heim die Vorgänge.

Im Ufa-Palast Stuttgart arbeiten während der Kino-Saison (Oktober bis März) etwa 60 Beschäftigte, von denen die Hälfte gewerkschaftlich organisiert ist. Im Frühjahr wurde im Kino erstmals ein Betriebsrat gewählt, dessen Mitbestimmungsrechte vom Unternehmen systematisch verletzt werden. Deswegen kam es bereits zu Verfahren vor dem Stuttgarter Arbeitsgericht. Das Kino gehört einer Düsseldorfer Unternehmerin, die insgesamt vier Kinos in verschiedenen Städten betreibt
http://www.beobachternews.de/2017/12/03/erneut-streik-bei-stuttgarts-schlechtestem-arbeitgeber/
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