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Autor Thema: Lechts oder rinks?  (Gelesen 5834 mal)
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Rudolf Rocker
Waldkauz


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« Antworten #25 am: 03. Oktober 2016, 16:25:04 »

Na, damit hat sich die Wagenknecht ja vollends disqualifiziert! Angry Und ich dachte immer der dämliche Dehm hat einen an der Querfront- Waffel!
Auf die Idee, das die Linke keiner mehr wählt, weil sie der SPD in den Arsch kriecht, anstatt linke Positionen zu besetzen (das macht jetzt die AfD z.B. in der Rentenfrage) kommen die scheinbar nicht! Angry
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Ich scheiß drauf deutsch zu sein!
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Kuddel


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« Antworten #26 am: 03. Oktober 2016, 18:18:52 »

Das ist doch alles furchtbar.
Das hat alles nichts mehr mit dem Durchsetzen unserer (also der Nichtpreviligierten) Interessen zu tun, das ist ein reines Mitspielenwollen in dem Scheißpolitikbetrieb. Man verbittet sich eine Kritik an Wagenknecht mit dem Argument, damit würde man den "linken Flügel" der Partei schwächen. Wenn DAS der linke Flügel ist, dann ist es mir egal wie schwach er ist.

Und eine Parteispitze Wagenknecht - Bartsch? Schlimmeres kann ich mir kaum vorstellen. Bartsch ist etwa so links wie Gabriel. Man bereitet sich scheinbar auf rot-rot-grün vor. Ist etwa so attraktiv wie grün-schwarz.
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« Antworten #27 am: 04. Oktober 2016, 16:52:08 »

http://internetz-zeitung.eu/index.php/3968-faz-interview-von-sahra-wagenknecht-und-frauke-petry-im-wortlaut
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Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
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« Antworten #28 am: 05. Oktober 2016, 08:23:06 »

Ohjeh, ich weiß gar nicht mehr was ich von ihr halten soll, ich finde das Interview nicht AfD zugewandt im Gegensatz zu dem FAZ-Kommentator. Aber egal, für die konservativen Antikommunisten ist Wagenknecht Stalins Reinkarnation und in linken Kreisen fragt man sich langsam ob Wagenknecht nicht die Reinkarnation Hitlers ist oder zumindest Eva Braun, beides m.M.n. weit weg von der Realität aber allgemein sehr hilfreich gegen links.
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« Antworten #29 am: 30. Januar 2017, 12:05:12 »

Ich war noch nie ein Wagenknecht Fan, aber daß die Medien sie jetzt als AfD-nahe hinstellen ist völliger Quark.
Wenn massig Wähler direkt von SPD und Linkspartei zur AfD gewechselt sind, muß man sich schließlich Gedanken machen, wie man sie zurückgewinnt.
Und so lange die Antwort nicht lautet die AfD zu Kopieren, ist das in Ordnung.

Die Medien schreiben aber sowieso nur noch Dreck. Sobald etwas annähernd links aussieht, schütten sie ihre Güllekübel drüber aus.
Da wird links für rechts erklärt.

Aber umgekehrt funktionert es auch.
Man behauptet vollen Enrstes, ein rot-rot-grün Wählbündnis sei ein linkes Wahlbündnis.
Dabei ist die Linkspartei nur eine öde sozialdemkratische Partei und SPD und Grüne stehen für neoliberale rechte Politik. Das soll daran "links" sein!?!?!

Diese Scheiße setzt sich in der täglichen Berichterstattung fort:

Zitat
Benoît Hamon:
Unbefangen radikal
Grundeinkommen, 32-Stunden-Woche, Ende des Wachstums: Mit Benoît Hamon schicken nun auch Frankreichs Sozialisten einen Radikalen ins Rennen um die Präsidentschaft.
http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-01/benoit-hamon-frankreich-sozialisten-praesidentschaftskandidat

Seine Parolen:"ein bedingungsloses Grundeinkommen in Höhe von 750 Euro für alle erwachsenen Franzosen", also eine Verschärfung der Armut der Erwerbslosen.
Auch hier sehe ich nur die Wiederholung der Sprüche der Rechten: "Wir wollen ein Frankreich entwickeln, in dem die Menschen gerne arbeiten und gerne Kinder kriegen – wir sind die neue Linke." "Wir sind ein starkes Land."

Das verkaufen uns die Medien als "links" und gar als "radikal".
Es ist nicht auszuhalten.
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« Antworten #30 am: 06. Februar 2017, 18:24:56 »

Keine Chance, die "Zeit" kocht genüßlich ein braunes Süppchen aus dem  Wagenknecht - Petry Streitgespräch, als zusätzliche Würze fürs braune Süppchen gibt es jetzt noch einen Lafontaine oben drauf, jaja, links wie rechts. Kritische linke Geister erkennen nach medialer Anleitung auch sofort diese ekelhafte Nähe zu den Nazis, Glückwunsch.
Wagenknecht und Lafontaine haben sicher Ansichten die diskussionswürdig sind wären, aber hier soll gar nicht diskutiert werden, noch viel weniger lässt sich ihnen ernsthaft rechte Ansichten unterjubeln, nicht gewählt soll sie werden, eben links wie rechts.
Lieber nicht nachfragen, sonst schmeckt das Süppchen nachher nicht so wie es der Koch wünscht.
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Rudolf Rocker
Waldkauz


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« Antworten #31 am: 06. Februar 2017, 18:43:09 »

Naja, selbst wenn ich das ganze Gerede von irgendwelchen Die Linke- Politikern mal weglasse und sie nur an ihren Taten messe, die sie in verschiedenen Landesregierungen vollbracht haben, bleibt leider nicht wirklich viel linke Politik über!
Die Linke ist für mich nur noch eine Mini- SPD die gerne wieder mit der großen SPD spielen möchte und dafür bereit ist sämtliche Ideale über Bord zu werfen. (So wie die Grünen damals).
Das sie mit ihrem Rechte- Wähler- Kuschelkurs ordentlich Munition für die Medien liefert ist ihre eigene Schuld! Das andere Wähler die Linke nicht mehr wählen, weil sie eben keinen Bock auf eine Zweit- SPD haben ist der Linken noch gar nicht aufgefallen!
Weiter so und sie werden die 5% Hürde nicht schaffen!
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« Antworten #32 am: 06. Februar 2017, 19:09:53 »

Es sollte Zertifikate für Linkes geben, oder vielleicht eine ISO-Parteienzertifizierung die es schafft Arschlöcher zu erkennen und auszuschließen.  Cheesy

@Rudolf Rocker
Ich weiß schon was du meinst, ich versuche mir einen derzeit möglichen Weg zum hoffentlich besseren zu basteln, ich kann deine und andere Kritik an der Linken nachvollziehen, dort wo sie mitregieren bekomme ich auch das kotzen, aber auf was sollte ich hoffen, etwa auf das eigenständige (nicht Egoistische) Denken der Bevölkerung abseits von Parteien, wirklich? Ich bewege mich wenig in der Gesellschaft, aber auf den Gedanken diese überwiegende Mehrheit der Smartphonefummler die mir dabei begegnen könnten tatsächlich irgend etwas eigenständig tun komme ich nicht, also bleibt meinen Gedanken nur der Weg über eine Partei, traurig aber wahr.
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« Antworten #33 am: 07. Februar 2017, 00:33:12 »

Das ist ja das Traurige! Irgendwie sind nur noch die Ladenhüter im Regal! cry
Wenn es denn wenigstens noch ein paar echte Sozen gäbe! Aber nix, alles aus dem Programm genommen!
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« Antworten #34 am: 20. März 2017, 10:27:45 »

Zitat
Eribon: Wer spricht für die, die hart schufte

Warum stimmen dieselben ArbeiterInnen, die noch vor 25 Jahren selbstverständlich linke Parteien wählten, heute für den rechtsextremen „Front National“? Dieser Frage geht der französische Soziologe Didier Eribon nach, der kürzlich im Wiener Kreisky Forum seine viel diskutierte Autobiografie „Rückkehr nach Reims“ vorstellte.
„Erinnere dich, woher du kommst!“, wurde Didier Eribon von seiner Mutter vielfach eingeprägt. Eribon ist ein Aufsteiger, ein sozialer Überläufer. Er versuchte, seine soziale Herkunft aus einer klassischen ArbeiterInnenfamilie abzustreifen. Und dennoch ist eben diese Herkunft ein immerwährender Abdruck, den keiner seiner Entwicklungsschritte und Wandlungen je auszulöschen vermochte. Denn die Spuren dessen, wie man sozialisiert wurde, wirken fort, selbst wenn sich die Lebensumstände ändern. Zu sehr prägt einen die eigene soziale Vergangenheit als Angehöriger einer Bevölkerungsgruppe, deren Lebensrealität von Perspektivlosigkeit und Armut geprägt war. Wo verblichene Hoffnungen auf einen bescheidenen sozialen Aufstieg auf der Tagesordnung standen. Zerplatzte Träume. Gebrochener Stolz. Wiederkehrende Enttäuschungen und Verzweiflung.
Von Geburt an tragen wir die Geschichte unserer Familie, unseres Milieus in uns. Schon früh entscheidet sich das soziale Schicksal. Eribons Eltern, ein Hilfsarbeiter und eine Putzfrau, später angestellt in einer Fabrik. Stumpfe zu wiederholende Bewegungen, Fließbandarbeit, zermürbende Tätigkeiten. Lärm und Hitze – abends kehrten sie zerschunden, ausgelaugt und müde nach Hause. Ihre ausgewrungenen Körper stehen für die Brutalität sozialer Ungleichheit. Mit Mitte 50 wurden sie – wie so viele – ungefragt in Frührente geschickt. Von einem System ausgestoßen, das sie ein Leben lang schamlos ausgebeutet hatte. Verordnete Untätigkeit und eine Rente, die kaum zum Überleben reicht.
Quelle: Kontrast Blog

Via NDS


Mit darüber sprechen ist es nicht getan, nach amerikanischem Vorbild schwadroniert jeder Politiker über täglich hart Arbeitende die kaum die Butter auf ihr Brot verdienen, sie reden auch noch die nächsten hundert Jahre davon wie schon die letzten hundert. Sie sind nützlich, werden hinter vorgehaltener Hand wegen ihrer mühsamen nicht lohnenden Arbeit aber verachtet. Kosten/Nutzen-Analyse, nützlich (Gesellschaftlich existenziell!) aber egal wie wenig sie verdienen, zu teuer.
Seufz, wenn sie sich nur ihrer Macht bewusst wären.

Die "hart Arbeitenden" haben Parteien links wie rechts im Verrat geeint.
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